Beovu 120 mg/ml Injektionslösung i.e.Fertigspritze

Abacus Medicine A/S
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Brolucizumab →

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Fachinformationen

Indikation

  • bei Erwachsenen
    • Behandlung der neovaskulären (feuchten) altersabhängigen Makuladegeneration (AMD)
    • Behandlung einer Visusbeeinträchtigung infolge eines diabetischen Makulaödems (DMÖ)

Dosierung

Basiseinheit: 1 ml Injektionslösung enthält 120 mg Brolucizumab

  • feuchte AMD
    • darf nur von qualifizierten Ophthalmologen mit Erfahrung in der Durchführung von intravitrealen Injektionen appliziert werden
    • Behandlungsbeginn - Aufdosierung
      • erste 3 Dosen
        • 0,05 ml Lösung (entsprechend 6 mg Brolucizumab) als intravitreale Injektion 1mal / 4 Wochen (monatlich)
        • Beurteilung der Krankheitsaktivität 16 Wochen (4 Monate) nach Behandlungsbeginn empfohlen
      • alternativ
        • erste 2 Dosen
          • 0,05 ml Lösung (entsprechend 6 mg Brolucizumab) als intravitreale Injektion 1mal / 6 Wochen
          • Beurteilung der Krankheitsaktivität 12 Wochen (3 Monate) nach Behandlungsbeginn empfohlen
          • 3. Dosis in Woche 12, optional, basierend auf der Krankheitsaktivität, die anhand der Sehschärfe und/oder anhand morphologischer Parameter bestimmt wird
    • Erhaltungsbehandlung
      • Arzt kann, basierend auf der Krankheitsaktivität, die anhand der Sehschärfe und/oder anhand der morphologischen Parameter bestimmt wird, die Behandlungsintervalle individuell festlegen
      • Patienten ohne Krankheitsaktivität: Behandlung alle 12 Wochen (3 Monate) in Betracht ziehen
      • Patienten mit Krankheitsaktivität: Behandlung alle 8 Wochen (2 Monate) in Betracht ziehen
      • Behandlung nach Treat- und Extend-Schema wenn keine Anzeichen einer Krankheitsaktivität vorliegen
        • Behandlungsintervalle schrittweise verlängern bis Anzeichen einer Krankheitsaktivität wieder zurückkehren
        • Behandlungsintervall jeweils um nicht mehr als 4 Wochen (1 Monat) verlängern oder verkürzen
        • begrenzte Daten zu Behandlungsintervallen die länger als 20 Wochen (5 Monate) sind
        • Behandlungsintervall zwischen zwei Dosen sollte nicht kürzer als 8 Wochen (2 Monate) sein
      • wenn die visuellen und morphologischen Parameter darauf hindeuten, dass der Patient von einer weiteren Behandlung nicht profitiert: Behandlung abbrechen
  • DMÖ
    • darf nur von qualifizierten Ophthalmologen mit Erfahrung in der Durchführung von intravitrealen Injektionen appliziert werden
    • erste 5 Dosen
      • 0,05 ml Lösung (entsprechend 6 mg Brolucizumab) als intravitreale Injektion 1mal / 6 Wochen
    • danach
      • Arzt kann, basierend auf der Krankheitsaktivität, die anhand der Sehschärfe und/oder anhand der morphologischen Parameter bestimmt wird, die Behandlungsintervalle individuell festlegen
      • Patienten ohne Krankheitsaktivität: Behandlung alle 12 Wochen (3 Monate) in Betracht ziehen
        • nach 12 Monaten Behandlung: Behandlung alle 16 Wochen (4 Monate) in Betracht ziehen
      • Patienten mit Krankheitsaktivität: Behandlung alle 8 Wochen (2 Monate) in Betracht ziehen
    • wenn die visuellen und morphologischen Parameter darauf hindeuten, dass der Patient von einer weiteren Behandlung nicht profitiert: Behandlung abbrechen

Dosisanpassung

  • ältere Patienten >/= 65 Jahre
    • keine Anpassung der Dosierung erforderlich
  • Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
    • keine Anpassung der Dosierung erforderlich
  • Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
    • Brolucizumab wurde nicht untersucht
    • keine Anpassung der Dosierung erforderlich
  • Kinder und Jugendliche < 18 Jahre
    • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen; keine Daten

Kontraindikationen

Brolucizumab - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Brolucizumab
  • Patienten mit einer bestehenden okularen oder periokularen Infektion bzw. einem Verdacht darauf
  • Patienten mit einer bestehenden intraokularen Entzündung

Nebenwirkungen

Brolucizumab - invasiv
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Überempfindlichkeit (einschließlich Urtikaria, Hautausschlag, Pruritus, Erythem)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Immunreaktion
        • bei den AMD- und DMÖ-Patienten mit behandlungsbedingten Antikörpern wurden vermehrt Nebenwirkungen in Form von intraokularen Entzündungen beobachtet
        • gegen Brolucizumab gerichtete Antikörper hatten keinen Einfluss auf die klinische Wirksamkeit
  • Augenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/1
      • verminderte Sehschärfe
      • Einblutung in die Retina
      • Uveitis
      • Iritis
      • Glaskörperabhebung
      • Netzhauteinriss
      • Katarakt
      • Bindehautblutung
      • "Fliegende Mücken" (Mouches volantes)
      • Augenschmerzen
      • Anstieg des Augeninnendrucks
      • Konjunktivitis
      • Einriss des retinalen Pigmentepithels
      • Verschwommensehen
      • corneale Abrasion
      • Keratitis punctata
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Erblindung
      • Endophthalmitis
      • Netzhautablösung
      • Bindehauthyperämie
      • erhöhte Tränensekretion
      • anormale Sinnesempfindung des Auges
      • Abhebung des retinalen Pigmentepithels
      • Vitritis
      • Entzündung der vorderen Augenkammer
      • Iridozyklitis
      • Vorderkammerreizzustand
      • Hornhautödem
      • Glaskörperblutung
      • retinaler Gefäßverschluss
      • retinale Vaskulitis
  • Gefässerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • produktklassenbezogene Nebenwirkungen - VEGF-Inhibitoren
        • es besteht ein theoretisches Risiko für arterielle thromboembolische Ereignisse, einschließlich Schlaganfall und Myokardinfarkt, nach intravitrealer Anwendung von VEGF-Inhibitoren
        • in den klinischen Studien mit Brolucizumab bei Patienten mit AMD und DMÖ wurde eine geringe Inzidenzrate arterieller thromboembolischer Ereignisse beobachtet
        • hierbei gab es keine wesentlichen Unterschiede zwischen den Gruppen, die mit Brolucizumab und dem Vergleichspräparat behandelt wurden

Anwendungshinweise

  • zur intravitrealen Anwendung
  • nach der Entnahme aus dem Kühlschrank sowie vor der Anwendung ist die Lösung visuell zu überprüfen
    • sind Partikel oder Trübungen sichtbar, darf die Durchstechflasche nicht verwendet werden und muss entsprechend ersetzt werden
  • intravitreale Injektion muss unter aseptischen Bedingungen durchgeführt werden
    • beinhaltet eine chirurgische Händedesinfektion, sterile Operationshandschuhe, ein steriles Abdecktuch sowie ein steriles Lidspekulum (oder ein vergleichbares Instrument)
    • sterile Ausrüstung für eine Parazentese vorsorglich bereithalten
  • vor der Durchführung der intravitrealen Verabreichung sollte eine gründliche Anamnese hinsichtlich möglicher Überempfindlichkeitsreaktionen erhoben werden
  • vor der Injektion
    • adäquate Anästhesie und Desinfektion der periokularen Haut, des Augenlids und der Augenoberfläche mit einem topischen Breitspektrum- Antiseptikums durchführen
  • Injektionskanüle sollte 3,5 - 4,0 mm posterior zum Limbus in den Glaskörper eingebracht werden
    • dabei sollte der horizontale Meridian vermieden und in Richtung Bulbusmitte gezielt werden
  • danach sollte das Injektionsvolumen von 0,05 ml langsam injiziert werden; nachfolgende Injektionen sollten an unterschiedlichen Stellen der Sklera verabreicht werden
  • unmittelbar nach der intravitrealen Injektion Patienten hinsichtlich einer Erhöhung des intraokularen Drucks überwachen
    • geeignete Überwachung kann aus einer Kontrolle der Perfusion des Sehnervenkopfes oder einer Tonometrie bestehen
    • vorsorglich sollte eine sterile Ausrüstung zur Durchführung einer Parazentese bereitgehalten werden
  • nach der intravitrealen Injektion sollten die Patienten angewiesen werden, alle Symptome, die auf eine Endophthalmitis hinweisen (z. B. Augenschmerzen, Rötungen des Auges, Photophobie, Verschwommensehen), unverzüglich zu melden
  • Durchstechflasche
    • ist nur zum einmaligen Gebrauch bestimmt; jede Durchstechflasche darf nur zur einmaligen Behandlung eines einzelnen Auges verwendet werden
    • da das in der Durchstechflasche enthaltene Volumen (0,23 ml) größer als die empfohlene Dosis (0,05 ml) ist, muss ein Teil des in der Durchstechflasche enthaltenen Volumens vor der Anwendung verworfen werden
    • Injektion des gesamten Volumens der Durchstechflasche kann eine Überdosierung zur Folge haben
    • um das Luftbläschen zusammen mit dem überschüssigen Arzneimittel zu entfernen, sollte die Luft vorsichtig aus der Spritze entfernt und die Dosis auf die 0,05 ml-Dosierungsmarkierung eingestellt werden (entspricht 50 µl, d. h. 6 mg Brolucizumab)
    • Inhalt der Durchstechflasche und die Filterkanüle sind steril und nur zum einmaligen Gebrauch bestimmt; nicht verwenden, wenn die Verpackung, Durchstechflasche und/oder Filterkanüle beschädigt sind oder das Verfalldatum überschritten ist
    • eine ausführliche Anwendungsanleitung ist in der Packungsbeilage enthalten
  • Fertigspritze
    • ist nur zum einmaligen Gebrauch bestimmt; jede Fertigspritze darf nur zur einmaligen Behandlung eines einzelnen Auges verwendet werden
    • da das in der Durchstechflasche enthaltene Volumen (0,165 ml) größer als die empfohlene Dosis (0,05 ml) ist, muss ein Teil des in der Fertigspritze enthaltenen Volumens vor der Anwendung verworfen werden
    • Injektion des gesamten Volumens der Fertigspritze kann eine Überdosierung zur Folge haben
    • um das Luftbläschen zusammen mit dem überschüssigen Arzneimittel zu entfernen, sollte der Kolben langsam gedrückt werden, bis sich der Rand unterhalb der Kuppel des Gummistopfens auf einer Linie mit der 0,05 ml-Dosierungsmarkierung der Spritze befindet (entspricht 50 µl, d. h. 6 mg Brolucizumab)
    • Fertigspritze ist steril und nur zum einmaligen Gebrauch bestimmt; nicht verwenden, wenn die Verpackung oder die Fertigspritze beschädigt sind oder das Verfalldatum überschritten ist
    • eine ausführliche Anwendungsanleitung ist in der Packungsbeilage enthalten
  • weitere Informationen siehe Fachinformation

Stillzeithinweise

Brolucizumab - invasiv
  • es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung mit Brolucizumab verzichtet werden soll
    • dabei soll sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau berücksichtigt werden
  • es wird empfohlen, während der Brolucizumab-Behandlung und bei Behandlungsende mindestens 1 Monat nach der letzten Brolucizumab-Dosis nicht zu stillen
  • nicht bekannt, ob Brolucizumab in die Muttermilch übergeht
  • Risiko für das Neugeborene/Kind kann nicht ausgeschlossen werden

Schwangerschaftshinweise

Brolucizumab - invasiv
  • Brolucizumab darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, der erwartete Nutzen überwiegt die potenziellen Risiken für den Fötus
  • Frauen im gebärfähigen Alter
    • Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Brolucizumab-Behandlung sowie nach Behandlungsende noch für mindestens 1 Monat nach der letzten Brolucizumab-Dosis eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden
  • systemische Exposition nach okularer Anwendung ist sehr gering
  • bisher keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Brolucizumab bei Schwangeren vorliegend
  • tierexperimentellen Studien
    • keine ausreichenden tierexperimentellen Studien in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität vorliegend
  • Fertilität
    • keine Studien zur Reproduktion oder Fertilität durchgeführt
    • VEGF-Inhibition übt nachweislich eine Wirkung auf die follikuläre Entwicklung, die Funktion des Gelbkörpers und die Fertilität aus
    • aufgrund des Wirkmechanismus von VEGF-Inhibitoren besteht ein mögliches Risiko für die Fortpflanzungsfähigkeit bei Frauen und für die embryofetale Entwicklung

Warnhinweise

Brolucizumab - invasiv
  • Rückverfolgbarkeit
    • Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels müssen zur Verbesserung der Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel, eindeutig dokumentiert werden
  • Endophthalmitis, intraokulare Entzündung, traumatische Katarakt, Netzhautablösung, Netzhauteinriss, retinale Vaskulitis und / oder retinaler Gefäßverschluss
    • intravitreale Anwendungen, einschließlich jener mit Brolucizumab, können zu einer Endophthalmitis, intraokularer Entzündung, traumatischer Katarakt, Netzhautablösung und Netzhauteinriss führen
    • bei Verabreichung sind immer ordnungsgemäße aseptische Injektionstechniken anzuwenden
    • Patienten anweisen, alle Symptome, die auf eines der oben aufgeführten Ereignisse hinweisen, unverzüglich zu melden
  • intraokulare Entzündungen einschließlich retinaler Vaskulitis und / oder retinalem Gefäßverschluss
    • in Zusammenhang mit der Anwendung von Brolucizumab wurde über intraokulare Entzündungen einschließlich retinaler Vaskulitis und / oder retinalem Gefäßverschluss berichtet
    • eine höhere Anzahl von intraokularen Entzündungsereignissen wurde bei Patienten mit behandlungsbedingten Antikörpern beobachtet
    • Untersuchungen haben ergeben, dass die retinale Vaskulitis und / oder der retinale Gefäßverschluss immunvermittelte Ereignisse sind
    • intraokulare Entzündungen einschließlich retinaler Vaskulitis und / oder retinalem Gefäßverschluss können nach der ersten intravitrealen Injektion und zu jedem Zeitpunkt der Behandlung auftreten
      • diese Ereignisse wurden häufiger zu Beginn der Behandlung beobachtet
    • klinische Studien
      • basierend auf klinischen Studien traten diese Ereignisse bei weiblichen Patienten häufiger auf als bei männlichen Patienten (z. B. 5,3 % bei Frauen gegenüber 3,2 % bei Männern in HAWK und HARRIER); auch bei Patienten japanischer Abstammung traten diese Ereignisse häufiger auf
    • bei Patienten, bei denen diese Ereignisse auftreten, sollte die Behandlung abgebrochen und die Ereignisse umgehend behandelt werden
    • Patienten, die mit Brolucizumab behandelt werden und bei denen in der Vergangenheit eine intraokulare Entzündung und / oder ein retinaler Gefäßverschluss aufgetreten sind/ist (innerhalb von 12 Monaten vor der ersten Brolucizumab-Injektion), sollten engmaschig überwacht werden, da bei ihnen ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer retinalen Vaskulitis und / oder eines retinalen Gefäßverschlusses besteht
    • während der Erhaltungstherapie soll das Intervall zwischen zwei Dosen nicht kürzer als 8 Wochen sein, da bei nAMD-Patienten, die in einer klinischen Studie alle 4 Wochen eine Erhaltungsdosis von Beovu erhielten, häufiger intraokulare Entzündungen (einschließlich retinaler Vaskulitis) und retinaler Gefäßverschluss auftraten als bei Patienten, die in den pivotalen klinischen Phase-III-Studien alle 8 oder 12 Wochen eine Erhaltungsdosis erhielten
  • intraokulare Drucksteigerung
    • vorübergehende Zunahme des intraokularen Drucks wurde innerhalb von 30 Minuten nach der intravitrealen Verabreichung von vaskulären endothelialen Wachstumsfaktor (VEGF; vascular endothelial growth factor)-Inhibitoren, einschließlich Brolucizumab beobachtet
    • besondere Vorsicht ist bei Patienten mit einem schlecht eingestellten Glaukom geboten
      • Brolucizumab darf nicht injiziert werden, solange der Augeninnendruck bei >= 30 mmHg liegt
      • sowohl der intraokulare Druck als auch die Perfusion des Sehnervenkopfes müssen kontrolliert und bei Bedarf behandelt werden
  • bilaterale Behandlung
    • Sicherheit und Wirksamkeit von Brolucizumab bei der gleichzeitigen Behandlung beider Augen wurden nicht untersucht
  • Immunogenität
    • da es sich um ein therapeutisches Protein handelt, besteht die Möglichkeit, dass Brolucizumab immunogen wirkt
    • Patienten anweisen, ihren Arzt zu informieren, wenn sie Symptome entwickeln wie
      • Augenschmerzen oder zunehmende Beschwerden am Auge
      • Verschlechterung einer bestehenden Augenrötung
      • Verschwommensehen oder vermindertes Sehvermögen
      • zunehmende Zahl kleiner Partikel in ihrem Sichtfeld oder
      • erhöhte Lichtsensibilität
  • gleichzeitige Anwendung anderer anti-VEGF-Arzneimittel
    • keine Daten zur gleichzeitigen Anwendung von Beovu mit anderen anti-VEGF-Arzneimitteln am selben Auge vorliegend
    • Brolucizumab sollte nicht gleichzeitig mit anderen anti-VEGF-Arzneimitteln verabreicht werden (systemisch oder okular)
  • Aussetzen der Behandlung
    • bei intravitrealen anti-VEGF-Behandlungen sollte in folgenden Fällen die Behandlung unterbrochen und nicht früher als zum nächsten planmäßigen Termin fortgesetzt werden
      • Verminderung der bestmöglich korrigierten Sehschärfe (best corrected visual acuity, BCVA) um >= 30 Buchstaben im Vergleich zur zuletzt gemessenen Sehschärfe
      • Einriss der Retina
      • subretinale Blutung, bei der das Zentrum der Fovea betroffen ist oder bei der die Größe der Blutung >= 50% der gesamten betroffenen Läsion beträgt
      • durchgeführte oder geplante intraokulare Operation innerhalb der vergangenen oder kommenden 28 Tage
  • retinaler Pigmentepitheleinriss
    • Risikofaktoren für die Entwicklung eines retinalen Pigmentepitheleinrisses nach einer anti-VEGF-Therapie bei Patienten mit feuchter AMD sind großflächige und / oder starke Abhebungen des retinalen Pigmentepithels
    • bei Patienten mit diesen Risikofaktoren zur Entwicklung retinaler Pigmentepitheleinrisse ist zu Therapiebeginn Vorsicht geboten
  • rhegmatogene Netzhautablösung oder Makulaforamen
    • Behandlungsabbruch bei Patienten mit rhegmatogener Netzhautablösung oder Makulaforamen Grad 3 oder 4 empfohlen
  • systemische Wirkungen nach intravitrealer Anwendung
    • systemische Nebenwirkungen, einschließlich nicht-okularer Blutungen und arterieller thromboembolischer Ereignisse, wurden nach intravitrealer Anwendung von VEGF-Inhibitoren gemeldet
      • es besteht ein theoretisches Risiko, dass diese in Zusammenhang mit der VEGF-Inhibition stehen können
    • nur begrenzte Daten zur Sicherheit bei der Behandlung von AMD- und DMÖ-Patienten, die in ihrer Vorgeschichte einen Schlaganfall, vorübergehende ischämische Attacken oder Myokardinfarkt innerhalb der letzten 3 Monate aufweisen, vorliegend
      • bei der Behandlung dieser Patienten sollte man Vorsicht walten lassen
  • Patientengruppen mit begrenzter Datenlage
    • für Diabetiker mit einem HbA1c-Wert von mehr als 10 % oder mit proliferativer diabetischer Retinopathie liegen nur begrenzte Erfahrungen vor
    • auch für Diabetiker mit unkontrolliertem Bluthochdruck gibt es keine Erfahrungen
    • diese mangelnde Datenlage sollte vom Arzt bei der Behandlung dieser Patienten berücksichtigt werden