Beyfortus 100 mg Injektionslösung i. e. FSP o.K

Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: RSV-Passivimpfstoffe →

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N1 1 ST 453,83 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Prävention von Respiratorischen Synzytial-Virus(RSV)-Erkrankungen der unteren Atemwege bei
    • Neugeborenen, Säuglingen und Kleinkindern während ihrer ersten RSV-Saison
    • Kindern im Alter von bis zu 24 Monaten, die während ihrer zweiten RSV-Saison weiterhin anfällig für eine schwere RSV-Erkrankung sind
  • Hinweis: Anwendung gemäß den offiziellen Empfehlungen

Dosierung

Basiseinheit: jede Fertigspritze enthält 100 mg Nirsevimab in 1 ml (100 mg / ml)

  • Prävention von Respiratorischen Synzytial-Virus(RSV)-Erkrankungen der unteren Atemwege bei Neugeborenen, Säuglingen und Kleinkindern während ihrer ersten RSV-Saison
    • Säuglinge/Kleinkinder mit einem Körpergewicht < 5 kg KG
      • 50 mg Nirsevimab i.m. als Einmaldosis, intramuskulär
    • Säuglinge/Kleinkinder mit einem Körpergewicht >/= 5 kg KG
      • 100 mg Nirsevimab i.m. als Einmaldosis, intramuskulär
    • Anwendung vor Beginn der RSV-Saison
    • bzw. ab der Geburt bei den Säuglingen/Kleinkindern, die während der RSV-Saison geboren werden
    • die Dosierung bei Säuglingen/Kleinkindern mit einem Körpergewicht von 1,0 kg bis < 1,6 kg basiert auf Extrapolation, es liegen keine klinischen Daten vor
    • es ist zu erwarten, dass die Exposition von Säuglingen von < 1 kg zu höheren Expositionen führt als bei Säuglingen mit einem höheren Gewicht
    • Nutzen und Risiken der Anwendung von Nirsevimab bei Säuglingen < 1 kg sorgfältig abwägen
    • extrem Frühgeborene (Gestationsalter [GA] < 29 Wochen) im Alter < 8 Wochen
      • begrenzte Daten
    • Säuglinge/Kleinkinder mit einem postmenstruellen Alter (Gestationsalter bei Geburt plus chronologisches Alter) < 32 Wochen
      • keine klinischen Daten
  • Prävention von Respiratorischen Synzytial-Virus(RSV)-Erkrankungen der unteren Atemwege bei Kindern im Alter von bis zu 24 Monaten, die während ihrer zweiten RSV-Saison weiterhin anfällig für eine schwere RSV-Erkrankung sind
    • 200 mg Nirsevimab i.m. als Einmaldosis, angewendet als zwei Injektionen (2 x 100 mg Nirsevimab) intramuskulär
    • möglichst vor Beginn der zweiten RSV-Sasion
    • Säuglinge/Kleinkinder, bei denen eine Herzoperation mit einem kardiopulmonalen Bypass durchgeführt wird
      • eine zusätzliche Dosis kann angewendet werden, sobald der Säugling/das Kleinkind nach der Operation stabil ist, um einen ausreichenden Nirsevimab-Serumspiegel sicherzustellen
      • wenn dies innerhalb von 90 Tagen nach der ersten Gabe von Nirsevimab erfolgt
        • zusätzliche Dosis je nach Körpergewicht: 50 mg oder 100 mg während der ersten RSV-Saison
        • oder 200 mg während der zweiten RSV-Saison
      • wenn seit der ersten Dosis mehr als 90 Tage vergangen sind
        • zusätzliche Dosis von 50 mg, unabhängig vom Körpergewicht, während der ersten RSV-Saison
        • oder 100 mg während der zweiten RSV-Saison, um die noch verbleibende RSV-Saison abzudecken
    • Kinder 2 - 18 Jahre
      • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen (keine Daten)

Dosisanpassung

  • Nierenfunktionsstörung
    • Nirsevimab wird nicht über die Nieren eliminiert
    • Veränderung der Nierenfunktion beeinflusst die Nirsevimab-Clearance voraussichtlich nicht
    • Klinische Studien zeigten bei einem Kind mit nephrotischem Syndrom eine erhöhte Nirsevimab-Clearance
  • Leberfunktionsstörung
    • Nirsevimab wird nicht über die Leber eliminiert
    • Klinische Studien zeigten eine erhöhte Nirsevimab-Clearance bei einigen Kindern mit chronischer Lebererkrankung, die mit Proteinverlust verbunden sein kann

Kontraindikationen

Nirsevimab - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Nirsevimab

Nebenwirkungen

Nirsevimab - invasiv
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hautausschlag (trat innerhalb von 14 Tagen nach der Anwendung auf), einschl.
        • makulopapulöser Hautausschlag
        • makulöser Hautausschlag
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Reaktion an der Injektionsstelle (innerhalb von 7 Tagen nach der Anwendung berichtet), einschl.
        • Schmerzen an der Injektionsstelle
        • Verhärtungen an der Injektionsstelle
        • Ödeme an der Injektionsstelle
        • Schwellungen an der Injektionsstelle
      • Pyrexie (innerhalb von 7 Tagen nach der Anwendung berichtet)

Anwendungshinweise

  • Anwendung ausschließlich als intramuskuläre Injektion, vorzugsweise in den anterolateralen Oberschenkel
  • aufgrund des Risikos einer Ischiasnerv-Schädigung, nicht routinemäßig in den Glutealmuskel injizieren
  • Verschiedene Injektionsstellen wählen, wenn zwei Injektionen erforderlich sind
  • weitere Hinweise zur Handhabung s. Fachinformation

Stillzeithinweise

Nirsevimab - invasiv
  • nicht zutreffend

Schwangerschaftshinweise

Nirsevimab - invasiv
  • nicht zutreffend

Warnhinweise

Nirsevimab - invasiv
  • Hinweis
    • das Arzneimittel sollte gemäß den offiziellen Empfehlungen angewendet werden
  • Immunogenität
    • wie alle therapeutischen Proteine hat Nirsevimab ein immunogenes Potenzial
  • Rückverfolgbarkeit
    • um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden
  • Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich Anaphylaxie
    • schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich Anaphylaxie, wurden mit monoklonalen Antikörpern beobachtet
    • wenn Anzeichen und Symptome einer klinisch signifikanten Überempfindlichkeitsreaktion oder Anaphylaxie auftreten
      • Anwendung sofort abbrechen
      • geeignete Therapie mit Arzneimitteln und / oder unterstützende Therapie einleiten
  • klinisch relevante Erkrankungen des Blutes
    • wie alle intramuskulären Injektionen sollte Nirsevimab mit Vorsicht angewendet werden bei Säuglingen / Kleinkindern mit
      • Thrombozytopenie
      • anderen Gerinnungsstörungen