BIO-H-TIN Vitamin H 10mg

Dr. Pfleger Arzneimittel GmbH Wirkstoff: Biotin →

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Fachinformationen

Indikation

  • Prophylaxe und Therapie von Biotin-Mangelzuständen
  • Therapie von Biotin-Mangelzuständen beim sehr seltenen Biotin-abhängigen, multiplen Carboxylasemangel

Dosierung

  • Prophylaxe und Therapie von Biotin-Mangelzuständen
    • 1/2 - 1 Tablette (5 - 10 mg Biotin) / Tag
    • Behandlungsdauer: abhängig vom Verlauf der Grunderkrankung
  • Therapie von Biotin-Mangelzuständen beim multiplen Carboxylasemangel
    • 1 Tablette (10 mg Biotin) / Tag
    • Behandlungsdauer: lebenslang
  • Kinder < 12 Jahre
    • keine ausreichenden Erfahrungen vorliegend
    • Anwendung nur nach ärztlicher Rücksprache
  • Hinweise:
    • Dosierung zur Prophylaxe < 0,2 mg Biotin / Tag ausreichend,
    • Präparate mit geringerem Gehalt an Biotin für niedrigere Dosierungen verfügbar

Kontraindikationen

Biotin - peroral
  • Überempfindlichkeit oder Allergie gegen Biotin
  • altersbezogene Einschränkungen siehe jeweilige Herstellerinformation

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Biotin - peroral
  • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • allergische Reaktionen der Haut (Urtikaria)

Anwendungshinweise

  • Einnahme mit ausreichend Flüssigkeit

Stillzeithinweise

Biotin - peroral
  • bei bestimmungsgemäßer Anwendung gibt es keine Einschränkungen
  • keine Risiken bekannt
  • keine Erfahrungen zur Anwendung in der Stillzeit vorliegend
  • Biotin ist plazentagängig und geht in die Muttermilch über
    • Muttermilch enthält normalerweise 7-13 µg Biotin/l

Schwangerschaftshinweise

Biotin - peroral
  • bei bestimmungsgemäßer Anwendung gibt es keine Einschränkungen
  • keine Risiken bekannt
  • keine Erfahrungen zur Anwendung in der Schwangerschaft vorliegend

Warnhinweise

Biotin - peroral
  • Auswirkung auf klinische Laboruntersuchungen
    • Biotin kann Auswirkungen auf Laboruntersuchungen haben
      • beruht auf einer Wechselwirkung zwischen Biotin und Streptavidin
    • in Abhängigkeit von der Untersuchungsmethode entweder falsch erniedrigte oder falsch erhöhte Untersuchungsergebnisse möglich
    • erhöhtes Risiko von Auswirkungen bei
      • Kindern
      • Patienten mit Niereninsuffizienz
    • Risiko steigt mit höheren Dosen
    • bei der Interpretation der Ergebnisse der Laboruntersuchungen muss eine mögliche Auswirkung des Biotins berücksichtigt werden, insbesondere wenn eine Unstimmigkeit mit dem klinischen Bild beobachtet wird, z. B.
      • Ergebnisse von Schilddrüsenuntersuchungen, die scheinbar auf Morbus Basedow hinweisen
      • bei asymptomatischen Patienten, die Biotin einnehmen
      • falsch negative Troponintestergebnisse bei Patienten mit Herzinfarkt, die Biotin einnehmen
    • Sofern der Verdacht auf eine Beeinflussung durch Biotin besteht: Verwendung alternativer Untersuchungen, die für Auswirkungen des Biotins nicht anfällig sind
    • bei der Anforderung von Laboruntersuchungen bei Patienten, die Biotin einnehmen, sollte das Laborpersonal konsultiert werden
  • ältere Menschen
    • keine Einschränkungen bei bestimmungsgemäßer Anwendung
  • Kinder und Jugendliche
    • Empfehlungen bzw. Einschränkungen der jeweiligen Herstellerinformation beachten
    • keine ausreichenden Untersuchungen bei Kindern und Jugendlichen vorliegend
    • Anwendung nach Rücksprache mit einem Arzt