Biolectra Magnesium 243 forte Zitrone

HERMES Arzneimittel GmbH Wirkstoff: Magnesium →

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Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 20 ST 11,97 €
N2 60 ST 28,19 €
40 ST 21,49 €

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Fachinformationen

Indikation

  • nachgewiesener Magnesiummangel, wenn er die Ursache für Störungen der Muskeltätigkeit (neuromuskuläre Störungen, Wadenkrämpfe) ist

Dosierung

  • nachgewiesener Magnesiummangel, der Ursache für Störungen der Muskeltätigkeit ist
    • Dosierung ist abhängig vom Grad des Magnesiummangels
    • mittlere Tagesdosis: 1 - 2 Brausetabletten (243 - 486 mg Magnesium-Ionen = 10 - 20 mmol)
    • Erwachsene und Jugendliche
      • 1 Brausetablette 1- bis 2mal / Tag
    • Kinder (>= 6 Jahre)
      • 1 Brausetablette 1mal / Tag
    • schwere Magnesiummangelzustände: evtl. höhere Dosen unter ärztlicher Kontrolle und Überwachung des Elektrolythaushaltes angezeigt
    • Behandlungsdauer
      • von der Ausprägung des zugrunde liegenden Magnesiummangels abhängig
      • längerfristige, hochdosierte Magnesiumzufuhr muss ärztlich überwacht werden

Kontraindikationen

Magnesiumoxid - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Magnesium(oxid)
  • (schwere) Nierenfunktionsstörung
  • Störungen der Erregungsleitung am Herzen (AV-Block, höheren Grades), die zu Bradykardie führt, einschl. Zusammenbruch des Reizleitungssystems im Herzen
  • Myasthenia gravis
  • Exsikkose, Dehydratation
  • Calcium-Magnesium-Ammoniumphosphat-Steindiathese
  • Hypermagnesiämie (Elektrolytstatus)
  • Hyperkaliämie (Elektrolytstatus)

Nebenwirkungen

Magnesiumoxid - peroral
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • weicher Stuhl bis hin zu Durchfällen (bei höherer Dosierung, unbedenklich)
        • bei Auftreten von Durchfall: Tagesdosis reduzieren oder Therapie vorübergehend unterbrechen
        • nach Besserung bzw. nach Verschwinden der Symptome ggf. mit reduzierter Dosis wieder aufnehmen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • gastrointestinaler Reizung
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Müdigkeitserscheinungen (bei hochdosierter und länger andauernder Einnahme)
        • kann ein Hinweis darauf sein, dass bereits eine erhöhte Magnesiumkonzentration im Blut erreicht ist
        • der Arzt sollte anhand von klinischen und chemischen Untersuchungsmethoden entscheiden, ob eine weitere Magnesiumzufuhr noch indiziert ist

Anwendungshinweise

  • 1 Brausetablette in 1 Glas Wasser auflösen und trinken

Stillzeithinweise

Magnesiumoxid - peroral
  • Magnesium kann während der Stillzeit eingenommen werden
    • gegen die Einnahme in der Stillzeit bestehen keine Gegenanzeigen / Bedenken
  • Berichte über schädliche Auswirkungen während der Stillzeit beim Menschen sind bisher nicht bekannt geworden
    • es liegen keine Hinweise auf ein Fehlbildungsrisiko vor
    • systematische Untersuchungen liegen jedoch nicht vor
  • Magnesiumoxid / Metaboliten werden in die Muttermilch ausgeschieden
    • aber bei therapeutischen Dosen sind keine Auswirkungen auf gestillte Neugeborene/Kinder zu erwarten

Schwangerschaftshinweise

Magnesiumoxid - peroral
  • Magnesium kann während der Schwangerschaft eingenommen werden, es bestehen keine Gegenanzeigen / Bedenken
  • Berichte über schädliche Auswirkungen während der Schwangerschaft beim Menschen sind bisher nicht bekannt geworden
    • epidemiologische Untersuchungen lassen keine unerwünschten Wirkungen von Magnesium auf die Schwangerschaft oder auf die Gesundheit des Fetus/Neugeborenen vermuten
    • systematische Untersuchungen liegen jedoch nicht vor
    • es liegen keine Hinweise auf ein Fehlbildungsrisiko vor
  • Anwendung in der Frühschwangerschaft
    • die dokumentierten Erfahrungen beim Menschen sind gering
  • Verabreichung kurz vor Geburt
    • wird Magnesium kurz vor der Geburt verabreicht, sollte das Neugeborene während der ersten 24 - 48 Lebensstunden auf Anzeichen von Toxizität überwacht werden
      • neurologische Depression mit Atemdepression
      • Muskelschwäche
      • Verlust von Reflexen
    • die Gabe von Aminoglykosid-Antibiotika sollte in diesem Zeitraum vermieden werden, da Hinweise auf Wechselwirkungen vorliegen
  • Fertilität
    • aufgrund der Langzeiterfahrung sind keine Auswirkungen auf die männliche und weibliche Fruchtbarkeit zu erwarten
    • schädliche Auswirkungen auf die Fertilität beim Menschen sind bisher nicht bekannt geworden

Warnhinweise

Magnesiumoxid - peroral
  • Magnesium sollte nur mit Vorsicht und nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt eingenommen werden bei Patienten
    • mit eingeschränkter (leichter bis mittelschwerer) Nierenfunktion
      • nur unter ärztlicher Kontrolle
    • die als Begleitmedikation Antazida oder Laxanzien einnehmen, welche Magnesiumsalze enthalten
      • insb. im Falle einer Niereninsuffizienz
    • mit Neigung zur Bildung infizierter Nierensteine während einer Harnwegsinfektion
    • mit AV(atrioventrikulärem)-Block
  • Hypermagnesiämie, Hyperkaliämie
    • es sollte überprüft werden, ob sich aus der Lage des Mineral- und Elektrolythaushaltes (Hypermagnesiämie, Hyperkaliämie) eine Kontraindikation ergibt
      • eine regelmäßige Kontrolle des Elektrolythaushaltes wird empfohlen (v. a. Untersuchungen auf Hyperkaliämie und Hypermagnesiämie)
    • bei Patienten mit Nierenerkrankungen, die mit einer Störung der renalen Ausscheidung einhergehen, kann es zu einer Hypermagnesiämie kommen
  • Nierenfunktionseinschränkung
    • leichte bis mittelschwere Einschränkung der Nierenfunktion
      • Elektrolythaushalt engmaschig überwachen: Überprüfungen des Wasserhaushalts und der Nierenfunktion
  • schwerer Magnesiummangel oder Malabsorption für Magnesium
    • Behandlung mit intravenösen Magnesiumgaben beginnen
    • begleitender Calciummangel
      • Magnesiummangel vor dem Calciummangel beheben
  • gleichzeitige Einnahme mit anderen Arzneimitteln
    • Dicumarol, Glibenclamid und Glipizid, Mefenaminsäure und Tacrolimus
      • erhöhte Resorption bei gleichzeitiger Anwendung mit Magnesium
      • die gleichzeitige Einnahme wird nicht empfohlen
    • Chinidin
      • erhöhte renale Reabsorption bei gleichzeitiger Anwendung mit Magnesium
      • die gleichzeitige Verabreichung wird nicht empfohlen
    • Aminoglykoside
      • die gleichzeitige Anwendung mit Aminoglykosiden wurde mit einer reduzierten Acetylcholin-Freisetzung und neuromuskulärer Blockade in Zusammenhang gebracht
      • die gleichzeitige Verabreichung wird nicht empfohlen
      • bei einer gleichzeitigen Magnesiumtherapie wird empfohlen, Patienten auf Störungen der Atemfunktion und auf Apnoe zu überwachen
        • wenn eine neuromuskuläre Blockade auftritt, sollte das Aminoglykosid abgesetzt und die Antibiotika-Behandlung gewechselt werden
    • Natriumpolystyrolsulfonat
      • die gleichzeitige Anwendung mit Natriumpolystyrolsulfonat wurde in Zusammenhang mit systemischer Alkalose beobachtet
      • die gleichzeitige Verabreichung wird nicht empfohlen
    • Herzglykoside
      • die Wirkung von Herzglykosiden kann durch eine gleichzeitige Magnesiumeinnahme reduziert sein