Blanel
Dr. Pfleger Arzneimittel GmbH
Wirkstoff: Citrat/Citronensäure/Hydrogencarbonat/Kalium/Natrium →
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 48 ST | 29,83 € |
| N3 | 96 ST | 52,00 € |
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Indikation
- zur Metaphylaxe von Calciumsteinen, vorwiegend Calciumoxalatsteinen (Vorbeugung des Wiederauftretens oder der Größenzunahme verbliebener Fragmente)
- zur Alkalisierung des Urins bei Harnsäuresteinen, auch bei gleichzeitigem Vorliegen von Calciumsteinen
Dosierung
Basiseinheit: 1 Brausetablette enthält 1409,0 mg Citronensäure, 1586,0 mg Kaliumcitrat 1 H2O, 980,0 mg Natriumhydrogencarbonat, 159,0 mg Natriumcarbonat, entsprechend 3266,3 mg Kalium-Natrium-Hydrogencitrat (6 : 6 : 3 : 5)
- Metaphylaxe von Calciumsteinen, vorwiegend Calciumoxalatsteinen, Alkalisierung des Urins bei Harnsäuresteinen, auch bei gleichzeitigem Vorliegen von Calciumsteinen
- zur Unterstützung der Wirkung des Arzneimittels sollte den Patienten empfohlen werden, während der Behandlung die Salzzufuhr zu reduzieren und die tägliche Trinkmenge zu erhöhen
- individuelle Tagesdosierung
- Ziel: pH-Wert des frisch gewonnen Urins vor der nächsten Medikation von 6,0 - 7,0 (bei Vorliegen reiner Harnsäuresteine idealerweise pH-Wert von 6,2 - 6,8 und im Falle von Calciumsteinen bevorzugt ein pH-Wert von 6,4 - 7,0)
- 3 - 4 Brausetabletten / Tag, aufgeteilt in 3 Einzeldosierungen (entsprechend 9,9 - 13,2 g Kalium-Natrium-Hydrogencitrat, d.h. 90 - 120 mmol Alkali bzw. 36 - 48,8 mmol Citrat / Tag)
- Morgens und mittags jeweils 1 Brausetablette und abends 1 - 2 Brausetabletten
- bei Calciumsteinen alternativ
- 1 - 2 Brausetabletten / Tag, als Einmaldosis (entsprechend 3,3 - 6,6 g Kalium-Natrium-Hydrogencitrat, d.h. 30 - 60 mmol Alkali und 12 - 24 mmol Citrat / Tag)
- Überprüfung einer adäquaten Dosierung
- bei Therapiebeginn und bei jeder Dosisanpassung die Messung der über 24 Stunden ausgeschiedenen Citratmenge und des pH-Wertes des Urins empfohlen
- Erhöhung bzw. Erniedrigung der Tagesdosis bei Unter- bzw. Überschreitung des angegebenen pH-Bereichs (Korrektur vorzugsweise am Abend)
- Behandlungsdauer:
- richtet sich nach den individuellen Erfordernissen
- wird durch den behandelnden Arzt festgelegt
- eingeschränkte Nierenfunktion
- kontraindiziert
- schwere Leberfunktionsstörung
- kontraindiziert
- Kinder
- aufgrund der unzureichenden Datenlage Anwendung nicht empfohlen
- zur Unterstützung der Wirkung des Arzneimittels sollte den Patienten empfohlen werden, während der Behandlung die Salzzufuhr zu reduzieren und die tägliche Trinkmenge zu erhöhen
Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile
- eingeschränkte Nierenfunktion
- schwere Leberfunktionsstörung
- metabolische Alkalose
- chronische Harnwegsinfektionen mit harnstoffspaltenden Bakterien (Gefahr einer Struvitsteinbildung)
- schwere Hypertonie
- natriumarme Diät
- Adynamia episodica hereditaria
Nebenwirkungen
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- sehr selten: kleiner 1/10000
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- leichte Magen-Darm-Störungen (Magenbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen und leichter Durchfall)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Brausetabletten morgens, mittags und abends jeweils nach den Mahlzeiten nach Auflösen in 1 Glas Wasser einnehmen (abends ggf. 2 Brausetabletten)
- bei Einnahme von 1 - 2 Brausetabletten / Tag bei Calciumsteinen: Einnahme abends als Einmaldosis möglich
- Hinweise:
- Messung der über 24 Stunden ausgeschiedenen Citratmenge und des pH-Wertes des Urins bei Therapiebeginn und bei jeder Dosisanpassung zur Überprüfung einer adäquaten Dosierung empfohlen, ggf. Dosiskorrektur vorzugsweise am Abend
- mehrtägiges Überschreiten des empfohlenen Urin-pH-Bereichs vermeiden (wegen erhöhtem Risiko der Kristallisation von Calciumphosphat und zur Vermeidung einer längerfristigen deutlichen alkalotischen Stoffwechsellage)
- Zufuhr von 1,01 g Natrium und 1,72 g Kalium mit einer Tagesdosis von 3 Brausetabletten (= 9,9 g Kalium-Natrium-Hydrogencitrat)
- Kaliumgehalt bei gleichzeitiger Digitalisbehandlung beachten (0,176 g (4,5 mmol) Kalium / 1 g des Arzneimittels)
- Natriumgehalt bei Verordnung einer natriumarmen Diät beachten (0,103 g (4,5 mmol) Natrium / 1 g des Arzneimittels)
- Reduktion der Salzzufuhr und Erhöhung der täglichen Trinkmenge zur Unterstützung der Wirkung empfohlen
- Messung der über 24 Stunden ausgeschiedenen Citratmenge und des pH-Wertes des Urins bei Therapiebeginn und bei jeder Dosisanpassung zur Überprüfung einer adäquaten Dosierung empfohlen, ggf. Dosiskorrektur vorzugsweise am Abend
- gleichzeitige Gabe von citrat- und aluminiumhaltigen Substanzen kann zu einer erhöhten Aluminiumresorption führen
- daher sollte bei erforderlicher Einnahme solcher Präparate eine zeitversetzte Verabreichung von mind. 2 Stunden erfolgen
Stillzeithinweise
- keine klinischen Daten
Schwangerschaftshinweise
- keine klinischen Daten über exponierte Schwangere vorliegend
- tierexperimentelle Studien lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen auf Schwangerschaft und embryonale/ fetale Entwicklung schließen
- bei Anwendung in der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten
Warnhinweise
- vor der ersten Anwendung Elektrolyte im Serum und Nierenfunktion kontrollieren
- bei Verdacht auf eine renaltubuläre Acidose (RTA): Kontrolle des Säure-Basen-Status
- Zustände, die das Auftreten von Harnsteinen begünstigen können (z. B. Adenome der Nebenschilddrüsen, Malignome bei Harnsäuresteinen), primär einer kausalen Therapie zuführen
- während der Behandlung regelmäßige Kontrollen der Urin- und Blutwerte durchführen; besonderes Augenmerk auf den Säure-Basen-Status legen
- mehrtägiges Überschreiten des empfohlenen Urin-pH-Bereichs vermeiden (wegen erhöhtem Risiko der Kristallisation von Calciumphosphat und zur Vermeidung einer längerfristigen deutlichen alkalotischen Stoffwechsellage)
- sorgfältige Therapiekontrolle bei röntgenologisch gesicherten Nierenbecken- bzw. Nierenkelchsteinen, da diese in Folge zu hoher Dosierung durch Ausfällung von Calciumphosphat größer werden können