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Fachinformationen

Indikation

  • zur Alkalisierung des Harns bei Harnsäuresteinleiden mit oder ohne gleichzeitig vorliegenden Kalziumsteinen
  • zur Metaphylaxe von Kalziumsteinen (Rezidivprophylaxe und / oder Verhinderung der Größenzunahme von verbliebenen Fragmenten)

Dosierung

  • Hinweis allgemein:
    • wirkungsbezogen dosieren
    • Ermittlung der individuellen Dosierung, die den Harn in den jeweils optimalen pH-Bereich bringt
  • Alkalisierung des Harns bei Harnsäuresteinleiden
    • Rezidivprophylaxe: Ziel-pH-Wert : 6,2 - 6,8
    • notwendige Tagesdosis ist individuell verschieden
    • in d. R.: 3 Brausetablette / Tag, aufgeteilt in drei gleiche Einzelgaben über den Tag verteilt
      • Dosiserhöhung bei Unterschreiten des pH-Wertes 6,2
        • Erhöhung der abendlichen Dosis auf 2 Brausetabletten
        • in Ausnahmefällen auf 3 Brausetabletten
      • Dosisreduktion bei Überschreitung des pH-Wertes von 6,8
        • Korrektur der abendlichen Dosis
    • für die Chemolitholyse von Harnsäuresteinen gilt ein Bereich des Harn-pHs von 7,0 - 7,2
  • Metaphylaxe von Kalziumsteinen und zur Alkalisierung des Harns bei Harnsäuresteinleiden mit gleichzeitig vorliegenden Kalziumsteinen
    • Ziel-pH-Wert: 6,8 - 7,4
    • individuelle Dosierung
    • in d. R.: 1 Brausetablette 3mal / Tag oder 3 Brausetabletten 1mal / Tag, abends
    • Dosiserhöhung, optional (5 Brausetabletten meist ausreichend)
      • 1 Brausetablette morgens, 1 Brausetablette mittags, 2 - 3 Brausetabletten abends

Dosisanpassung

  • Kinder und Jugendliche < 12 Jahren
    • kontraindiziert
  • eingeschränkte Nierenfunktion
    • kontraindiziert
  • schwere Leberfunktionsstörung
    • Anwendung mit Vorsicht

Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile
  • eingeschränkte Nierenfunktion
  • Harnwegsinfekte durch harnstoffspaltende Bakterien (Gefahr der Struvitsteinbildung)
  • metabolische Alkalosen
  • Adynamia episodica hereditaria
  • Kinder < 12 Jahre (keine ausreichenden Erfahrungen)

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

  • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
    • leichte Magen-Darm-Beschwerden (Magenbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen, leichter Durchfall)

Anwendungshinweise

  • Brausetabletten in einem Glas Wasser auflösen, leicht umrühren und unmittelbar nach dem kompletten Auflösen trinken
    • leichte Trübung ist möglich, geringe unlösliche Bestandteile können sich an der Oberfläche absetzen
  • Wirkungskontrolle erfolgt in der Regel 3mal / Tag durch Messung des pH-Werts im Harn
    • Spezial-Indikatorpapier verwenden
    • Indikatorzone eines Teststreifens durch kurzes Eintauchen mit dem Harn benetzen
    • Farbton des Teststreifens innerhalb von zwei Minuten mit der Farbskala vergleichen und den so gefundenen pH-Wert in den Kontrollkalender eintragen

Stillzeithinweise

  • Hinweise auf schädliche Wirkungen während der Stillzeit sind nicht bekannt

Schwangerschaftshinweise

  • Hinweise auf schädliche Wirkungen während der Schwangerschaft sind nicht bekannt

Warnhinweise

  • vor der Anwendung u.U. Elektrolyte im Serum bestimmen und die Nierenfunktion kontrollieren
  • bei Verdacht auf renal-tubuläre Acidose (RTA) ist zusätzlich der Säure-Basen-Status zu kontrollieren
  • Zustände, die das Auftreten von Harnsteinen begünstigen können (z. B. Adenome der Nebenschilddrüse, Malignome bei Harnsäuresteinen), sollten primär einer kausalen Therapie zugeführt werden
  • während der Behandlung sollten regelmäßige Kontrollen der Harn- und Blutwerte durchgeführt werden (insbesondere den Säure-Basen-Status)
  • tägliche Trinkmenge von ca. 2-3 l in Form von Tee, Fruchtsäften oder alkalisierenden Mineralwässern (ausreichende Harnmenge verringert das Steinrisiko)
  • bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung nur mit Vorsicht anwenden
  • bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sowie Personen unter Kalium-kontrollierter Diät Kaliumgehalt berücksichtigen (1 Brausetablette enthält 9,7 mmol entsprechend 380 mg Kalium)
  • Natriumgehalt berücksichtigen: bei Personen unter Natrium-kontrollierter (natriumarmer / kochsalzarmer) Diät, insbesondere bei Patienten mit schwerer Hypertonie
    • 1 Brausetablette enthält 220 mg Natrium