Blopress 16mg

Docpharm GmbH
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Wirkstoff: Candesartan →

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Fachinformationen

Indikation

  • Erwachsene
    • essenzielle Hypertonie
    • Herzinsuffizienz und eingeschränkte linksventrikuläre systolische Funktion (linksventrikuläre Ejektionsfraktion </= 40 %), wenn ACE-Hemmer nicht vertragen werden, oder als Add-on-Therapie zu ACE-Hemmern bei Patienten, die trotz optimaler Therapie eine symptomatische Herzinsuffizienz aufweisen, wenn Mineralkortikoid-Rezeptor-Antagonisten nicht vertragen werden
  • Kinder und Jugendliche (6 bis < 18 Jahre)
    • Hypertonie

Dosierung

  • Hypertonie
    • Erwachsene
      • initial: 8 mg Candesartan 1mal / Tag
      • Erhaltungsdosis: 8 mg Candesartan 1mal / Tag
      • Wirkungseintritt: innerhalb von 4 Wochen
      • Dosiserhöhung, bei nicht hinreichend kontrolliertem Blutdruck: 16 - 32 mg Candesartan 1mal / Tag
      • max. Tagesdosis: 32 mg Candesartan
      • Behandlung gemäß dem Ansprechen des Blutdrucks anpassen
      • Verabreichung gemeinsam mit anderen Antihypertensiva möglich
        • bei zusätzlicher Gabe von Hydrochlorothiazid zu verschiedenen Dosen von Candesartan: additive antihypertensive Wirkung
  • Herzinsuffizienz
    • Erwachsene
      • initial: 4mg Candesartan 1mal / Tag
      • Erhaltungsdosis: Dosisverdoppelung in Intervallen von mind. 2 Wochen bis max. 32 mg Candesartan 1mal / Tag
      • max. Tagesdosis: 32 mg Candesartan
      • Kontrolle der Nierenfunktion einschließlich Überwachung des Serumkreatinins und -kaliums
      • Verabreichung gemeinsam mit anderen Arzneimitteln gegen Herzinsuffizienz
        • ACE-Hemmer, Betablocker, Diuretika und Digitalis oder eine Kombination dieser Arzneimittel
          • Patienten, die trotz optimaler Herzinsuffizienz-Standardtherapie eine symptomatische Herzinsuffizienz aufweisen
            • Anwendung gemeinsam mit einem ACE-Hemmer, wenn eine Unverträglichkeit gegenüber Mineralkortikoid-Rezeptor-Antagonisten besteht
          • Kombination aus ACE-Hemmer, kaliumsparenden Diuretikum und Candesartan
            • nicht empfohlen
            • nur nach sorgfältiger Beurteilung des möglichen Nutzens und der möglichen Risiken

Dosisanpassung

  • Hypertonie
    • ältere Patienten
      • keine Anpassung der Anfangsdosis erforderlich
    • Patienten mit intravaskulärem Volumenmangel
      • Anfangsdosis von 4 mg in Betracht ziehen
    • Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (einschließlich Hämodialyse)
      • initial: 4 mg Candesartan
      • Dosis gemäß dem Ansprechen titrieren
      • sehr schwer
        • begrenzte Erfahrungen
      • im Endstadium (ClKreatinin < 15 ml / Min.)
        • begrenzte Erfahrungen
      • GFR < 60 ml / Min. / 1,73 m2
        • gleichzeitige Anwendung mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln kontraindiziert
    • Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
      • leicht - mäßige
        • initial: 4 mg Candesartan 1mal / Tag
        • Dosis gemäß dem Ansprechen anpassen
      • schwer und/oder Cholestase
        • kontraindiziert
    • Patienten mit Diabetes mellitus
      • gleichzeitige Anwendung mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln kontraindiziert
    • Patienten mit schwarzer Hautfarbe
      • antihypertensiver Effekt von Candesartan weniger ausgeprägt
      • ggf. Auftitration von Candesartan und eine Begleittherapie häufiger notwendig als bei Patienten mit nichtschwarzer Hautfarbe
    • Kinder und Jugendliche (6 - < 18 Jahre)
      • initial: 4 mg Candesartan 1mal / Tag
        • Patienten < 50 kg
          • Dosiserhöhung, bei nicht hinreichend kontrolliertem Blutdruck: max. 8 mg Candesartan 1mal / Tag
        • Patienten >/= 50 kg
          • Dosiserhöhung, bei nicht hinreichend kontrolliertem Blutdruck
            • 8 mg Candesartan 1mal / Tag
            • anschließend, falls nötig: 16 mg 1mal / Tag
        • Dosierungen > 32 mg Candesartan / Tag: keine Studien durchgeführt
        • Wirkungseintritt: innerhalb von 4 Wochen
      • Kinder mit intravaskulären Volumenmangel (z. B. Patienten, die mit Diuretika behandelt werden, insbesondere mit eingeschränkter Nierenfunktion)
        • Behandlungsbeginn unter enger medizinischer Überwachung
        • geringere Anfangsdosis in Betracht ziehen
      • Kinder mit GFR < 30 ml / Min. / 1,73 m2
        • keine Studien vorhanden
      • Kinder und Jugendliche mit schwarzer Hautfarbe
        • antihypertensiver Effekt von Candesartan ist weniger ausgeprägt
      • Kinder (1 - < 6 Jahre)
        • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
        • keine Empfehlungen zur Dosierung möglich
      • Kinder (< 1 Jahr)
        • kontraindiziert
  • Herzinsuffizienz
    • ältere Patienten
      • keine Anpassung der Anfangsdosis erforderlich
    • Patienten mit intravaskulärem Volumenmangel
      • keine Anpassung der Anfangsdosis erforderlich
    • eingeschränkte Nierenfunktion
      • keine Anpassung der Anfangsdosis erforderlich
      • GFR < 60 ml / Min. / 1,73 m2
        • gleichzeitige Anwendung mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln kontraindiziert
    • eingeschränkte Leberfunktion
      • leicht - mäßig
        • keine Anpassung der Anfangsdosis erforderlich
      • schwer und/oder Cholestase
        • kontraindiziert
    • Patienten mit Diabetes mellitus
      • gleichzeitige Anwendung mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln kontraindiziert
    • Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
      • Sicherheit und Wirksamkeit nicht belegt
      • keine Daten verfügbar

Kontraindikationen

Candesartan - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Candesartan
  • schwere Einschränkung der Leberfunktion
  • Cholestase
  • gleichzeitige Anwendung mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml / Min. / 1,73 m2 Körperoberfläche (KOF))
  • Kinder < 1 Jahr
  • Schwangerschaft (2. und 3. Trimenon)

Therapiehinweise

Einschleichend dosieren.

Nebenwirkungen

Candesartan - peroral

Nebenwirkungen bei Behandlung der Hypertonie

  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Atemwegsinfektion
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Leukopenie
      • Neutropenie
      • Agranulozytose
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Hyperkaliämie
      • Hyponatriämie
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Benommenheit
      • Schwindel / Drehschwindel
      • Kopfschmerzen
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Husten
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Übelkeit
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Diarrhö
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • erhöhte Leberenzymwerte
      • Leberfunktionsstörungen
      • Hepatitis
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Angioödem
      • Hautausschlag
      • Urtikaria
      • Pruritus
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Rückenschmerzen
      • Arthralgie
      • Myalgie
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Einschränkung der Nierenfunktion, einschließlich Nierenversagen bei anfälligen Patienten
  • Untersuchungen
    • im Allgemeinen keine klinisch wichtigen Auswirkungen von Candesartancilexetil auf die Routine-Laborparameter
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • geringfügiges Absinken des Hämoglobins
  • Kinder und Jugendliche
    • Sicherheit von Candesartancilexetil im Rahmen einer 4-wöchigen Studie zur klinischen Wirksamkeit und einer offenen Studie über 1 Jahr bei 255 hypertensiven Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis < 18 Jahren untersucht
      • in fast allen unterschiedlichen Systemorganklassen lag die Häufigkeit von unerwünschten Ereignissen bei Kindern im Bereich häufig / gelegentlich
      • während die Art und die Schwere der unerwünschten Ereignisse ähnlich sind wie bei den Erwachsenen, ist die Häufigkeit aller unerwünschten Ereignisse bei Kindern und Jugendlichen höher
      • genauere Angaben dazu in der jeweiligen Fachinformation
    • insgesamt unterscheidet sich das Sicherheitsprofil von Candesartancilexetil bei Kindern und Jugendlichen nicht signifikant von dem bei Erwachsenen

Nebenwirkungen bei Behandlung der Herzinsuffizienz

  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Leukopenie
      • Neutropenie
      • Agranulozytose
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hyperkaliämie
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Hyponatriämie
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Schwindel
      • Kopfschmerzen
  • Gefäßerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hypotonie
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Husten
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Übelkeit
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Diarrhö
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • erhöhte Leberenzymwerte
      • Leberfunktionsstörungen
      • Hepatitis
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Angioödem
      • Hautausschlag
      • Urtikaria
      • Pruritus
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Rückenschmerzen
      • Arthralgie
      • Myalgie
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Einschränkung der Nierenfunktion, einschließlich Nierenversagen bei anfälligen Patienten
  • Untersuchungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hyperkaliämie und Einschränkung der Nierenfunktion
        • regelmäßige Überwachung des Serumkreatinins und Serumkaliums wird empfohlen

Anwendungshinweise

  • zum Einnehmen
    • 1mal / Tag mit oder ohne Nahrung
  • Bioverfügbarkeit des Wirkstoffes wird durch Nahrung nicht beeinflusst

Stillzeithinweise

Candesartan - peroral
  • Anwendung nicht empfohlen, da keine Erkenntnisse zur Anwendung von Candesartan in der Stillzeit vorliegen
  • eine alternative antihypertensive Therapie mit einem besser geeigneten Sicherheitsprofil in der Stillzeit ist vorzuziehen, insbesondere wenn Neugeborene oder Frühgeborene gestillt werden

Schwangerschaftshinweise

Candesartan - peroral
  • kontraindiziert im 2. und 3. Trimenon der Schwangerschaft
    • Therapie mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (AIIRAs) während des 2. und 3. Schwangerschaftstrimenons hat
      • fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion, Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation)
      • neonatal-toxische Effekte (Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie)
    • im Falle einer Exposition mit AIIRAs ab dem 2. Trimenon Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen
  • Anwendung im 1. Trimenon nicht empfohlen
    • keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach Anwendung von ACE-Hemmern während des 1. Schwangerschaftstrimenons vorliegend
    • geringfügig erhöhtes Risiko kann nicht ausgeschlossen werden
    • auch wenn keine kontrollierten epidemiologischen Daten zum Risiko von AIIRAs vorliegen, bestehen möglicherweise für diese Arzneimittelklasse vergleichbare Risiken
  • Patientinnen, die planen schwanger zu werden
    • sofern Fortsetzen der AIIRA-Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen, die planen schwanger zu werden, auf alternative antihypertensive Therapie mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden
  • wird eine Schwangerschaft festgestellt
    • Behandlung mit AIIRAs unverzüglich beenden und
    • wenn erforderlich, alternative Therapie beginnen
  • Säuglinge, deren Mütter AIIRAs eingenommen haben
    • sollten häufig wiederholt auf Hypotonie untersucht werden

Warnhinweise

Candesartan - peroral
  • Allgemeines
    • Patienten, deren Gefäßtonus und Nierenfunktion überwiegend von der Aktivität des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems abhängen (z.B. Patienten mit schwerer kongestiver Herzinsuffizienz oder renaler Grunderkrankung, einschließlich Nierenarterienstenose)
      • akute Hypotonie, Azotämie, Oligurie oder selten akutes Nierenversagen mit der Behandlung mit anderen Arzneimitteln, die dieses System beeinflussen, in Verbindung gebracht
      • Möglichkeit ähnlicher Wirkungen kann für Candesartan nicht ausgeschlossen werden
      • ein übermäßiger Blutdruckabfall könnte bei Patienten mit ischämischer Kardiomyopathie oder ischämischer zerebrovaskulärer Erkrankung zu einem Myokardinfarkt oder Schlaganfall führen
    • antihypertensive Wirkung von Candesartan kann durch andere Arzneimittel mit blutdrucksenkenden Eigenschaften verstärkt werden
      • unabhängig davon, ob diese als Antihypertensivum oder für andere Indikationen verschrieben wurden
  • Duale Blockade des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)
    • gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (AIIRAs) oder Aliskiren erhöht das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens)
      • duale Blockade des RAAS durch gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren nicht empfohlen
    • wenn Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen
    • ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden
  • eingeschränkte Nierenfunktion
    • Veränderungen der Nierenfunktion bei anfälligen Patienten möglich (wie bei anderen das ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-System hemmenden Substanzen)
    • bei Anwendung bei Bluthochdruck-Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
      • regelmäßige Überwachung der Serumkalium- und -kreatininspiegel empfohlen
    • Patienten mit sehr schwerer Nierenfunktionsstörung bzw. mit Nierenfunktionsstörung im Endstadium (Kreatinin-Clearance < 15 ml / Min.)
      • begrenzte Erfahrungen vorliegend
      • vorsichtig und unter sorgfältiger Überwachung des Blutdrucks aufdosieren
    • Beurteilung von Patienten mit Herzinsuffizienz sollte regelmäßige Bewertung der Nierenfunktion einschließen
      • insbesondere bei Patienten >/= 75 Jahre und bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
      • während Dosistitration von Candesartan wird Überwachung des Serumkreatinins und -kaliums empfohlen
        • in klinischen Studien zur Herzinsuffizienz waren keine Patienten mit Serumkreatinin > 265 µmol/l (> 3 mg/dl) einbezogen worden
  • Anwendung bei Kindern und Jugendlichen, einschließlich solcher mit eingeschränkter Nierenfunktion
    • keine Untersuchungen bei Kindern mit GFR < 30 ml / Min. / 1,73 m2 KOF durchgeführt
  • Begleitbehandlung mit einem ACE-Hemmer bei Herzinsuffizienz
    • Kombination mit einem ACE-Hemmer kann das Risiko für Nebenwirkungen, insbesondere Hypotonie, Hyperkaliämie und Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens), erhöhen
    • Dreifachkombination aus ACE-Hemmer, Mineralcorticoid-Rezeptor-Antagonisten und Candesartan ebenfalls nicht empfohlen
    • solche Kombinationen sollten nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck angewendet werden
    • ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden
    • Candesartan kann bei Patienten, die trotz optimaler Herzinsuffizienz-Standardtherapie eine symptomatische Herzinsuffizienz aufweisen, gemeinsam mit einem ACE-Hemmer angewendet werden, wenn eine Unverträglichkeit gegenüber Mineralocorticoid-Rezeptor-Antagonisten besteht
    • Kombination aus einem ACE-Hemmer, einem kaliumsparenden Diuretikum und Candesartan wird nicht empfohlen und sollte nur nach sorgfältiger Bewertung des möglichen Nutzens und der möglichen Risiken in Betracht gezogen werden
  • Hämodialyse
    • während der Dialyse kann der Blutdruck infolge des reduzierten Plasmavolumens und der Aktivierung des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems besonders empfindlich auf eine AT1-Rezeptorblockade reagieren
    • Candesartan bei Hämodialyse-Patienten unter sorgfältiger Überwachung des Blutdrucks vorsichtig titrieren
  • Nierenarterienstenose
    • Candesartan kann bei Patienten mit bilateraler Nierenarterienstenose bzw. Arterienstenose einer Einzelniere den Blutharnstoff und das Serumkreatinin erhöhen
  • Nierentransplantation
    • begrenzte klinische Daten über die Anwendung bei Patienten, bei denen eine Nierentransplantation vorgenommen wurde, vorliegend
  • Hypotonie
    • Hypotonie unter der Behandlung mit Candesartan bei Patienten mit Herzinsuffizienz möglich
    • kann auch bei Hypertonie-Patienten mit intravaskulärem Volumenmangel vorkommen, z.B. bei jenen, die hoch dosierte Diuretika erhalten
    • Vorsicht bei Behandlungsbeginn
    • es sollte versucht werden, den Volumenmangel zu beheben
    • bei Kindern mit einem möglichen intravaskulären Volumenmangel (z.B. Patienten, die mit Diuretika behandelt werden, vor allem diejenigen mit eingeschränkter Nierenfunktion)
      • Behandlung mit Candesartan unter enger medizinischer Überwachung beginnen
      • geringere Anfangsdosis erwägen
  • Anästhesie und Chirurgie
    • aufgrund einer Blockade des Renin-Angiotensin-Systems kann bei Patienten, die mit Candesartan behandelt werden, unter Narkose und bei chirurgischen Eingriffen eine Hypotonie auftreten
    • Hypotonie kann in sehr seltenen Fällen so stark sein, dass die intravenöse Gabe von Flüssigkeiten und / oder Vasopressoren gerechtfertigt ist
  • Aorten- und Mitralklappenstenose (obstruktive hypertrophe Kardiomyopathie)
    • wie bei anderen Vasodilatatoren besondere Vorsicht bei Patienten, die an hämodynamisch relevanter Aorten- oder Mitralklappenstenose oder obstruktiver hypertropher Kardiomyopathie leiden
  • Primärer Hyperaldosteronismus
    • Anwendung von Candesartan nicht empfohlen
    • Patienten mit primärem Hyperaldosteronismus sprechen im Allgemeinen nicht auf blutdrucksenkende Arzneimittel an, die über eine Hemmung des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems wirken
  • Hyperkaliämie
    • gleichzeitige Anwendung mit kaliumsparenden Diuretika, Kaliumpräparaten, kaliumhaltigen Salzersatzmitteln oder anderen Arzneimitteln, die die Kaliumspiegel erhöhen können (z. B. Heparin oder Cotrimoxazol, auch bekannt als Trimethoprim / Sulfamethoxazol) kann zu einer Erhöhung des Serumkaliums bei hypertensiven Patienten führen
      • Kontrolle des Kalium-Spiegels soweit erforderlich
    • bei Herzinsuffizienz-Patienten, die mit Candesartan behandelt werden, kann eine Hyperkaliämie auftreten
      • regelmäßige Überwachung des Serumkaliums empfohlen
    • Kombination eines ACE-Hemmers, eines kaliumsparenden Diuretikums (z.B. Spironolacton) und Candesartan nicht empfohlen
      • sollte nur nach sorgfältiger Beurteilung der möglichen Nutzen und Risiken in Erwägung gezogen werden
  • Schwangerschaft
    • Behandlung mit AIIRAs (wie Candesartan) sollte nicht während der Schwangerschaft begonnen werden
    • Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch
      • Umstellung auf alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere sollte erfolgen, es sei denn, Fortführung der Behandlung mit AIIRAs ist zwingend erforderlich
    • wird eine Schwangerschaft festgestellt
      • Behandlung mit AIIRAs unverzüglich beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie beginnen
    • Patientinnen nach der Menarche
      • Möglichkeit einer bestehenden Schwangerschaft sollte regelmäßig ausgeschlossen werden
      • entsprechende Informationen sollten zur Verfügung gestellt werden und / oder Maßnahmen sollten ergriffen werden, um das Risiko einer Exposition während der Schwangerschaft zu verhindern