Booster-Gynatren
Strathmann GmbH & Co.KG
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Lactobacillus fermentum/Lactobacillus rhamnosus/Lactobacillus salivarius/Lactobacillus vaginalis →
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 0.5 ML | 41,64 € |
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Indikation
- rezidivierende unspezifische bakterielle Scheidenentzündung und Trichomoniasis
- Hinweis
- wird zur Auffrischung (Boosterung) verwendet
- Auffrischung sollte 6 - 12 Monate nach der Grundimmunisierung erfolgen (dafür stehen andere Präparate zur Verfügung)
Dosierung
Basiseinheit: 1 Ampulle mit 0,5 ml Injektionssuspension enthält mind. 7 × 109 inaktivierte Keime von 8 spezifizierten Lactobacillus-Stämmen zu gleichen Anteilen (Lactobacillus rhamnosus [3], Lactobacillus vaginalis [3], Lactobacillus fermentum [1], Lactobacillus salivarius [1]).
- rezidivierende unspezifische bakterielle Scheidenentzündung und Trichomoniasis
- Grundimmunisierung
- 1 Ampulle des Arzneimittels zur Grundimmunsierung 3mal in Abständen von je zwei Wochen
- erreichte Schutzdauer: ca. 1 Jahr
- Auffrischung
- nach 6 - 12 Monaten: 1 Einzeldosis von 0,5 ml des Arzneimittels zur Boosterung
- erreichte Schutzdauer: mind. 2 Jahre nach Auffrischimpfung, in Einzelfällen auch deutlich kürzer oder länger
- weitere Auffrischimpfungen nach Bedarf
- Hinweise:
- Wirkung, d.h. die Antikörperbildung, tritt erst nach 2 Wochen ein
- daher diese Behandlung mit einer herkömmlichen Therapie der akuten Infektionen kombinieren oder im Anschluss daran durchführen
- eine schützende Immunantwort, die sich klinisch in einer Verbesserung der Symptomatik oder durch Beschwerdefreiheit für einen bestimmten Zeitraum äußert, wird möglicherweise nicht bei jedem Geimpften aufgebaut
- Kinder (< 15 Jahre)
- strenge Indikationsstellung (keine Daten vorliegend)
- Grundimmunisierung
Kontraindikationen
- akute fieberhafte Krankheiten
- aktive Tuberkulose
- schwere Störungen der Blutbildung
- dekompensierte Herz- und Nierenerkrankungen
- Erkrankungen des Immunsystems (Autoimmunerkrankungen und immunproliferative Erkrankungen)
- Überempfindlichkeit gegen die enthaltenen Antigene und / oder sonstigen Bestandteile
- nicht angezeigt bei Geschlechtskrankheiten
Nebenwirkungen
- lokale Impfreaktionen an der Injektionsstelle
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- lokale Reaktionen wie Rötungen, Schwellungen, Spannungsgefühl oder Schmerzen ausgehend von der Injektionsstelle
- ohne Häufigkeitsangabe
- Verhärtungen an der Einstichstelle, Impfgranulome
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- systemische Impfreaktionen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Impfreaktionen (Allgemeinreaktionen) in Form von
- Abgeschlagenheit, grippeähnlichen Symptomen mit Gliederschmerzen, Fieber (auch bis 40 °C) und Schüttelfrost
- Kopfschmerzen, Schwindel, Unwohlsein, Unruhe, Übelkeit, Schwellung der regionalen Lymphknoten
- Impfreaktionen (Allgemeinreaktionen) in Form von
- sehr selten: kleiner 1/10.000
- Herz-Kreislaufbeschwerden bis hin zum Kreislaufkollaps, Atembeschwerden (Dyspnoe), Hustenanfälle, Gelenkschmerzen, Magen-Darmbeschwerden (z. B. Diarrhoe), allergische Reaktionen (Exanthem, Juckreiz bis hin zu anaphylaktischen Reaktionen)
- verstärkte Ausbildung bereits bestehender allergischer Prozesse (Hausstaub, Gräser etc.) bzw. Begünstigung autoimmunologische Prozesse sowohl bei geringfügigen als auch bei generalisierten Prozessen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Verstärkung vorhandener Infekte und entzündlicher Reaktionen (auch regional)
- Einzelfälle von Harnwegsinfektionen, Nierenkoliken, PBC (primärer biliärer Zirrhose)
- Einzelfälle von neurologischen Symptomen (z. B. Parästhesien, Taubheits- oder Lähmungsgefühl, Sehstörung)
- erhöhte Laborwerte beim CRP
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Ampulle vor Gebrauch schütteln
- Trübung der Flüssigkeit ist normal, da der Wirkstoff nicht gelöst, sondern fein verteilt (suspendiert) vorliegt
- nach dem Öffnen der Ampulle Präparat sofort verwenden
- Suspension in eine Spritze aufziehen
- zur Injektion eine zweite, äußerlich trockene Kanüle verwenden, um lokale Läsionen zu verhindern
- Injektionssuspension tief intramuskulär und langsam injizieren, vorzugsweise in den Deltamuskel des Oberarms (intramuskulär und deltoidal)
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Stillzeithinweise
- keine Erfahrungen, strenge Indikationsstellung in der Stillzeit
Schwangerschaftshinweise
- keine Erfahrungen, strenge Indikationsstellung in der Schwangerschaft
Warnhinweise
- wie bei allen injizierbaren Impfstoffen können anaphylaktische Reaktionen nicht ausgeschlossen werden
- medizinische Beaufsichtigung und Voraussetzungen für entsprechende Sofortmaßnahmen gewährleisten
- infolge einer Injektion ist bekanntermaßen das Auftreten von nicht-sterilen entzündlichen Prozessen bis hin zu Abszedierungen, Läsionen eines Nervenanteils oder eines arteriellen oder venösen Gefäßes möglich