Brimo-Vision sine 2mg/ml AT Lsg im Einzeldosisbeh
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 30X0.35 ML | 32,62 € |
| N3 | 120 ST | 91,75 € |
| NotApplicable | 30X0.35 ML | – |
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Indikation
- Senkung des erhöhten intraokularen Drucks (IOP) bei Patienten mit Offenwinkelglaukom oder okularer Hypertension
- als Monotherapie bei Patienten, bei denen eine Therapie mit topischen Betablockern kontraindiziert ist
- als Zusatztherapie mit anderen intraokular drucksenkenden Arzneimitteln, wenn der Zielwert für den intraokularen Druck nicht mit einem einzelnen Wirkstoff erreicht werden kann
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml Lösung enthält 2,0 mg Brimonidin[(R,R)-tartrat] entsprechend 1,3 mg Brimonidin
- Senkung des erhöhten intraokularen Drucks (IOP) bei Patienten mit Offenwinkelglaukom oder okularer Hypertension
- Erwachsene (einschließlich ältere Patienten)
- 1 Tropfen 2mal / Tag im Abstand von ca. 12 Stunden in das/die betroffene/n Auge/n eintropfen
- ältere Patienten: keine Dosisanpassung erforderlich
- eingeschränkte Leber- oder Nierenfunktion: keine Daten, Vorsicht bei der Behandlung ist geboten
- Kinder und Jugendliche
- Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern nicht erwiesen
- Kinder und Jugendliche 12 - 17 Jahre
- keine Studiendaten vorhanden
- Kinder < 12 Jahre: Anwendung nicht empfohlen
- Neugeborene und Kleinkinder < 2 Jahre
- kontraindiziert
- insbesondere Kinder in der Altersgruppe von 2 - 7 Jahre und/oder Kinder mit einem Körpergewicht </= 20 kg, sollten mit Vorsicht behandelt und aufgrund des häufigen Auftretens sowie der Schwere von Somnolenz engmaschig kontrolliert werden
- Erwachsene (einschließlich ältere Patienten)
Kontraindikationen
Brimonidin - okulär
- Überempfindlichkeit gegen Brimonidin
- Neugeborene
- Kleinkinder
- gleichzeitige Therapie mit Monoaminooxidasehemmern (MAO)
- gleichzeitige Therapie mit Antidepressiva, die die noradrenerge Neurotransmission beeinflussen (z.B. trizyklische Antidepressiva und Mianserin)
Nebenwirkungen
Brimonidin - okulär
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Pharyngitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Immunsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Überempfindlichkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- systemische allergische Reaktionen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- saisonale Allergie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Depressionen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Schlaflosigkeit / Insomnie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerzen
- Somnolenz
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindel
- Geschmacksveränderungen / Störungen des Geschmacksempfindens
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Synkope
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenreizungen, einschließlich
- Hyperämie
- Augenbrennen und Augenstechen
- Juckreiz
- Fremdkörpergefühl
- Bindehautfollikel
- verschwommenes Sehen / Schleiersehen
- allergische Blepharitis
- allergische Blepharokonjunktivitis
- allergische Konjunktivitis
- okulare allergische Reaktion
- follikuläre Konjunktivitis
- Augenreizungen, einschließlich
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- lokale Reizungen, einschließlich
- Lidhyperämie und Ödem
- Blepharitis
- Bindehautödem und -absonderungen
- Augenschmerzen
- tränendes Auge
- Lichtscheu / Photophobie
- Hornhauterosionen und -verfärbungen
- trockenes Auge
- Bindehautblässe
- Sehveränderungen
- Konjunktivitis
- lokale Reizungen, einschließlich
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Iritis
- Miosis
- ohne Häufigkeitsangabe
- Iridozyklitis (Uveitis anterior)
- Augenlidjucken
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Palpitationen / Arrhythmien, einschließlich
- Bradykardie
- Tachykardie
- Palpitationen / Arrhythmien, einschließlich
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefässerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Hypertonie
- Hypotonie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Symptome der oberen Atemwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- trockene Nase
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Dyspnoe
- Dysphonie
- Husten
- Nasenverstopfung
- trockener Hals
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Mundtrockenheit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- gastrointestinale Symptome
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Übelkeit
- Dysgeusie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- allergische Dermatitis
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hautreaktionen, einschließlich
- Erythem
- Gesichtsödem
- Pruritus
- Hautausschlag
- Vasodilatation
- Hautreaktionen, einschließlich
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Fatigue
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Asthenie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Durst
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- In Fällen, bei denen Brimonidin als Teil einer medikamentösen Behandlung des kongenitalen Glaukoms eingesetzt wurde, wurden bei Neugeborenen und Kleinkindern, die Brimonidin erhielten, Symptome einer Brimonidin-Überdosierung berichtet, wie
- Bewusstlosigkeit
- Lethargie
- Somnolenz
- Hypotonie
- Tonusverminderung
- Bradykardie
- Hypothermie
- Zyanose
- Apnoe
- in einer Phase 3 Studie über 3 Monate an 2-7jährigen Kindern mit Glaukom, das mit Betablockern nur unzureichend kontrolliert werden konnte, wurde mit Brimonidin als Zusatztherapie ein häufiges Auftreten von Somnolenz (55 %) berichtet
- bei 8% der Kinder war dies schwerwiegend und führte bei 13% der Kinder zum Therapieabbruch
- Inzidenz von Somnolenz nahm mit zunehmendem Alter ab und lag in der Altersgruppe der 7-jährigen am niedrigsten (25%), wurde jedoch stärker vom Körpergewichtbeeinflusst und trat häufiger bei Kindern mit einem Körpergewicht </= 20 kg (63%) auf als bei Kindern mit einem Gewicht > 20 kg (25%).
Anwendungshinweise
- zum Eintropfen in das/die betroffene/n Auge/n
- unmittelbar nach dem Eintropfen der Lösung mit der Fingerkuppe an dem der Nase zugewandten Augenwinkel den Tränenkanal 1 Minute abdrücken (punktuelle Okklusion), um eine mögliche systemische Absorption zu reduzieren (dies sollte sofort nach Eintropfen eines Tropfens in das Auge erfolgen)
- wenn mehr als ein topisches Augenarzneimittel angewendet werden soll: Anwendung im Abstand von 5 - 15 MIn.
Stillzeithinweise
Brimonidin - okulär
- Brimonidin darf / sollte während der Stillzeit nicht angewendet werden
- möglicher Übertritt beim Menschen in die Muttermilch unbekannt
- tierexperimentelle Studien
- bei der Ratte wird der Wirkstoff in die Muttermilch sezerniert
Schwangerschaftshinweise
Brimonidin - okulär
- Brimodin darf während der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der potenzielle Nutzen für die Mutter das potenzielle Risiko für den Fötus überwiegt
- bislang keine Untersuchungen über die Sicherheit der Anwendung in der Schwangerschaft, Sicherheit ist nicht belegt
- Sicherheit der Anwendung während der Schwangerschaft nicht untersucht
- tierexperimentelle Studien
- in Tierversuchen keine teratogenen Wirkungen festgestellt
- bei Kaninchen zeigte Brimonidin bei höheren Plasmawerten als beim Menschen
- erhöhte Präimplantationsverluste
- postnatale Wachstumsverzögerungen
- Fertilität
- keine Daten über die Wirkung von topischem, okular verabreichtem Brimonidin auf die menschliche Fertilität
- basierend auf den konventionellen Studien zur Reproduktionstoxizität lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen
Warnhinweise
Brimonidin - okulär
- Kinder im Alter >/= 2 Jahre, insbesondere Kinder in der Altersgruppe von 2 - 7 Jahre und / oder mit einem Körpergewicht </= 20 kg sollten mit Vorsicht behandelt und aufgrund des häufigen Auftretens von Somnolenz engmaschig kontrolliert werden
- Brimonidin wird für Kinder ab 2 Jahren wegen der Möglichkeit einer ZNS-Depressionnicht empfohlen
- bei der Behandlung von Patienten mit schweren oder instabilen und unbehandelten Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist mit Vorsicht vorzugehen
- bei einigen Patienten trat im Rahmen der klinischen Prüfungen eine allergische Reaktion der Augen auf (12,7 %)
- im Falle eines Auftretens allergischer Reaktionen sollte die Behandlung unterbrochen werden
- verzögerte okulare Überempfindlichkeitsreaktionen
- Berichte über verzögerte okulare Überempfindlichkeitsreaktionen waren zum Teil mit einem Anstieg des Augeninnendrucks verbunden
- darf bei Patienten mit den folgenden Erkrankungen nur mit Vorsicht angewendet werden
- Depressionen
- Zerebral- oder Koronarinsuffizienz
- Raynaud-Syndrom
- orthostatischer Hypotension
- Thrombangiitis obliterans
- Brimonidin wurde bei Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion nicht untersucht
- bei der Behandlung solcher Patienten ist Vorsicht geboten
- Empfehlungen zum Tragen von Kontaktlinsen bzw. Informationen zu ggf. enthaltenen Konservierungsmitteln siehe Herstellerinformation
- bei längerer Anwendung sollten die Patienten überwacht werden