BRONCHORETARD 500 FORTE
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N3 | 100 ST | 27,27 € |
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Indikation
- Therapie und Prophylaxe von Atemnotzuständen bei Erwachsenen aufgrund
- Bronchokonstriktion bei Patienten mit persistierendem Asthma bronchiale
- mittel- bis schwergradiger obstruktiver Atemwegserkrankung, z. B. chronische Bronchitis und Lungenemphysem
- Hinweise:
- Dauertherapie sollte in Kombination mit anderen, die Bronchien erweiternden und entzündungshemmenden Arzneimitteln, wie z. B. langwirksamen ß-Sympathomimetika und Glukocortikoiden, durchgeführt werden
- Arzneimittel mit verzögerter Theophyllin-Freisetzung nicht indiziert zur Akutbehandlung des Status asthmaticus oder der akuten Bronchospastik
- nicht Mittel der ersten Wahl zur Behandlung von Asthma bei Kindern
Dosierung
- Therapie und Prophylaxe von Atemnotzuständen
- Dosierung individuell nach Wirkung, möglichst nach Bestimmung der Theophyllin-Serumkonzentration
- wirksame Theophyllin-Serumkonzentration: 5 - 12 µg / ml; max. 20 µg / ml
- insbesondere auch bei mangelhafter Wirksamkeit oder dem Auftreten unerwünschter Wirkungen: Kontrollen des Theophyllin-Serumspiegels
- zur Initialdosisermittlung eine evtl. Vormedikation mit Theophyllin oder Theophyllinverbindungen hinsichtlich einer Dosisverminderung berücksichtigen
- zur Dosisermittlung Normalkörpergewicht (z. B. bei adipösen Patienten) einsetzen, da keine Aufnahme von Theophyllin ins Fettgewebe
- Behandlungsbeginn möglichst am Abend vor dem Schlafengehen; Steigerung über 2 - 3 Tage
- empfohlene Erhaltungsdosen für Erwachsene: ca. 11 - 13 mg / kg KG / Tag
- Erwachsene Nichtraucher (60 - 70 kg KG)
- 11 - 13 mg Theophyllin / kg KG / Tag
- entspricht: 660 - 910 mg Theophyllin / Tag
- Raucher (60 - 70 kg KG)
- 18 mg Theophyllin / kg KG / Tag
- entspricht: 1080 - 1260 mg Theophyllin / Tag
- Erwachsene, die eine hohe Theophyllindosierung benötigen und diese gut vertragen
- Tag 1 - 3:
- 1 Kapsel 2mal / Tag, morgens und abends (Intervall: 12 Stunden)
- Tag 3:
- Verträglichkeit und Wirksamkeit beurteilbar
- bei ausreichender Wirksamkeit und guter Verträglichkeit:
- weiterhin Erhaltungsdosis: 1 Kapsel (500 mg Theophyllin retardiert) alle 12 Stunden
- Tag 1 - 3:
- bei Auftreten von Überdosierungserscheinungen: Dosisreduktion
- bei unzureichender Wirksamkeit und guter Verträglichkeit: ggf. Dosiserhöhung
- Anwendungsdauer:
- abhängig von Art, Schwere und Verlauf der Erkrankung
- vom behandelnden Arzt bestimmt
- Dosierung individuell nach Wirkung, möglichst nach Bestimmung der Theophyllin-Serumkonzentration
Dosisanpassung
- Kinder und Jugendliche
- Kinder < 6 Monate
- keine Anwendung
- verlangsamte Theophyllinausscheidung
- Kinder >/= 6 Monate
- höhere körpergewichtsbezogene Theophyllin-Dosis als bei nichtrauchenden Erwachsenen aufgrund höherer Eliminationsrate
- Kinder < 16 Jahre:
- keine Anwendung
- es stehen andere Arzneimittel in besser geeigneten Darreichungsformen zur Verfügung
- Kinder < 6 Monate
- Raucher
- vergleichsweise höhere Theophyllindosis / kg KG erforderlich als bei nichtrauchenden Erwachsenen (höherer Eliminationsrate)
- Raucher, die das Rauchen einstellen:
- vorsichtige Dosierung aufgrund des Anstiegs des Theophyllin-Spiegels
- Patienten mit Herzinsuffizienz, schwerem Sauerstoffmangel, Lungenentzündung, Virusinfektion (insbesondere Influenza) sowie bei der Behandlung mit bestimmten anderen Medikamenten
- sehr häufig verlangsamte Theophyllin-Ausscheidung
- evtl. Dosisreduktion erforderlich
- nach Influenza- und BGC-Impfung
- Berichte über reduzierte Theophyllin-Ausscheidung
- evtl. Theophyllin-Dosisminderung erforderlich
- Leberfunktionsstörungen
- Theophyllin-Ausscheidung häufig verlangsamt
- Dosisreduktion
- Dosissteigerung mit besonderer Vorsicht
- höhergradige Nierenfunktionsstörungen
- mögliche Kumulation von Theophyllin-Stoffwechselprodukten
- Dosisreduktion
- Dosissteigerung mit besonderer Vorsicht
- ältere Patienten (>/= 60 Jahre)
- verlangsamte Theophyllinausscheidung
- erhöhtes Intoxikationsrisiko (therapeutisches Drug-Monitoring (TDM))
- polymorbide, schwerkranke und/oder intensiv-medizinisch therapierte Patienten
- erhöhtes Intoxikationsrisiko (therapeutisches Drug-Monitoring (TDM))
- Umstellung von nicht retardiertem auf retardiertes Theophyllin-Präparat
- angegebene Tagesdosis kann evtl. reduziert werden
- Umstellung von retardiertem Theophyllinpräparat auf ein anderes
- Theophyllinserumspiegel kontrollieren, da sich die Präparate in ihrer Bioverfügbarkeit unterscheiden können
- dies ist ebenfalls bei der Verabreichung von hohen Dosen empfehlenswert
- Überdosierungserscheinungen
- je nach Schweregrad die nächste Dosis auslassen oder um 50% vermindern
- notwendige Dosiskorrektur möglichst anhand des Theophyllin-Spiegels im Serum (TDM) ermitteln
- Patienten mit vorwiegend nächtlichen Atembeschwerden
- Einzelgabe vor dem Schlafengehen mit einer geeigneten Dosisstärke kann sinnvoll sein
Kontraindikationen
Theophyllin - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Theophyllin
- frischer Herzinfarkt
- akute tachykarde Arrhythmien
- Kinder < 6 Monate
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Theophyllin - peroral
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber Theophyllin (u.a. Hautausschlag, Juckreiz, Urticaria, Bronchospasmen)
- einschließlich anaphylaktischer Reaktionen
- Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber Theophyllin (u.a. Hautausschlag, Juckreiz, Urticaria, Bronchospasmen)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Veränderungen der Serumelektrolyte, insbesondere Hypokaliämie
- Anstieg von Serum-Calcium- und -kreatinin
- Hyperglykämie
- Hyperurikämie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Nervensystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Kopfschmerzen
- Tremor
- Krampfanfälle
- Schwindel
- ohne Häufigkeitsangabe
- Psychiatrische Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erregungszustände
- Unruhe
- Schlaflosigkeit
- ohne Häufigkeitsangabe
- Herzerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Tachykardie
- Arrhythmie
- Palpitationen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Gefäßerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Blutdruckabfall
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- ohne Häufigkeitsangabe
- Magen-Darm-Beschwerden
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfall
- Stimulation der Magensäuresekretion
- infolge der Tonusverminderung im unteren Ösophagussphinkter kann ein bestehender gastroösophagealer Reflux in der Nacht verstärkt werden
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- ohne Häufigkeitsangabe
- verstärkte Diurese
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hinweis
- ausgeprägtere Nebenwirkungen können bei individueller Überempfindlichkeit oder einer Überdosierung (Theophyllin-Blutspiegel > 20 µg/ml) auftreten
Anwendungshinweise
- Einnahme unzerkaut nach den Mahlzeiten mit reichlich Flüssigkeit
- Tagesdosis auf eine morgendliche und eine abendliche Dosis verteilen
- Behandlung möglichst am Abend kurz vor dem Schlafengehen beginnen und langsam über 2 bis 3 Tage steigern
- Inhalt der Kapsel kann auch mit einem Speisebrei vermischt verabreicht werden:
- Arzneikügelchen unzerkaut verschlucken
- Mischung unmittelbar nach Zubereitung der entsprechenden Dosis einnehmen
- Hinweis:
- nach der Einnahme können die leeren Arzneistoffträger (Kügelchen) aus den Kapseln mit dem Stuhl ausgeschieden werden
- sie können dann gelegentlich als weiße Körnchen wahrgenommen werden
Stillzeithinweise
Theophyllin - peroral
- Theophyllin geht in die Muttermilch über, es können therapeutische Serumkonzentrationen beim Kind erreicht werden
- aus diesem Grund ist die therapeutische Theophyllin-Dosis bei einer stillenden Patientin so niedrig wie möglich zu halten
- das Stillen sollte möglichst unmittelbar vor der Gabe des Arzneimittels erfolgen
- das gestillte Kind muss sorgfältig auf ein mögliches Auftreten von Theophyllin-Wirkungen hin überwacht werden
- sollten höhere therapeutische Dosen notwendig sein, muss abgestillt werden
Schwangerschaftshinweise
Theophyllin - peroral
- 1. Trimenon
- Anwendung von Theophyllin sollte vermieden werden
- bislang keine ausreichenden Erfahrungen vorliegend
- Anwendung von Theophyllin sollte vermieden werden
- 2. und 3. Trimenon
- Anwendung nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung
- Theophyllin passiert die Plazenta passiert und kann im Feten sympathomimetisch wirken
- Anwendung nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung
- Dosisanpassung
- mit zunehmender Dauer der Schwangerschaft können die Plasmaproteinbindung sowie die Clearance von Theophyllin abnehmen
- eine Dosisreduzierung zur Vermeidung unerwünschter Wirkungen kann notwendig werden
- mit zunehmender Dauer der Schwangerschaft können die Plasmaproteinbindung sowie die Clearance von Theophyllin abnehmen
- wird eine Patientin am Ende der Schwangerschaft mit Theophyllin behandelt
- kann es zu Wehenhemmung kommen
- pränatal exponierte Neugeborene müssen sorgfältig auf Theophyllin-Wirkungen überwacht werden
Warnhinweise
Theophyllin - peroral
- Theophyllin sollte nur bei strengster Indikation und mit Vorsicht angewendet werden bei:
- instabiler Angina pectoris
- Neigung zu tachykarden Arrhythmien
- schwerem Bluthochdruck
- hypertropher obstruktiver Kardiomyopathie
- Hyperthyreose
- epileptischem Anfallsleiden
- Magen- und / oder Zwölffingerdarmgeschwür
- Porphyrie
- schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen
- therapeutisches Drug-Monitoring (TDM)
- Anwendung von Theophyllin bei alten, polymorbiden, schwerkranken und/oder intensivmedizinisch therapierten Patienten ist mit einem erhöhten Intoxikationsrisiko verbunden und soll daher durch therapeutisches Drug-Monitoring (TDM) kontrolliert werden
- Patienten, die eine Elektrokrampftherapie erhalten
- besondere Vorsicht, da Theophyllin die Anfälle verlängern kann
- Auftreten eines Status epilepticus ist möglich
- sollte die empfohlene Dosierung keine ausreichende Wirkung zeigen und falls Nebenwirkungen auftreten
- sollte die Serumkonzentration von Theophyllin überwacht werden (TDM)
- akute fiebrige Erkrankungen
- Fieber vermindert die Clearance von Theophyllin
- um Intoxikationen zu vermeiden, kann eine Reduzierung der Dosis notwendig sein
- Kinder und Jugendliche
- in Abhängigkeit vom Wirkstoffgehalt Altersbeschränkungen bei Kindern beachten
- produktspezifische Einschränkungen (siehe jeweilige Herstellerinformation)
- in Abhängigkeit vom Wirkstoffgehalt Altersbeschränkungen bei Kindern beachten