Bronchospasmin 10 ml Injektionslösung

Viatris Healthcare GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Reproterol →

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NotApplicable 5X10 ML

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Fachinformationen

Indikation

  • kurzfristige Behandlung des schweren bronchospastischen Anfalls und des Status asthmaticus

Dosierung

Basiseinheit: 10 ml Injektionslösung enthalten 0,90 mg Reproterolhydrochlorid

  • kurzfristige Behandlung des schweren bronchospastischen Anfalls und des Status asthmaticus
    • allgemein:
      • Bolus-Injektion bei Kindern sowie die Infusionsbehandlung bei Erwachsenen und Kindern wie auch die Bestimmung der Dosis nur unter strenger ärztlicher Kontrolle anhand der klinischen Parameter (Herzfrequenz, Blutdruck, Lungenfunktion u.ä.)
      • Dosierung und Art der Anwendung dem Schwergrad und dem Verlauf der Krankheit angepassen
      • bei schweren Verlaufsformen asthmatischer Erkrankungen (Status und Prästatus): Behandlung mit Reproterol mittels Dauertropfinfusion (Perfusor) in physiologischer Kochsalzlösung, besonders bei Kindern, die bereits mehrfach intubiert werden mussten, empfohlen
    • Injektion (Bolus)
      • Erwachsene
        • einmalige Injektion: 1 ml (0,09 mg Reproterol) langsam über 1/2 - 1 Min. injizieren
        • optional bei Bedarf: Wiederholung der Injektion, frühestens nach 10 - 15 Min. möglich
    • Infusion
      • Kinder (Säuglinge ab 3. Monat, Klein- und Schulkinder)
        • initial Kurzinfusion
          • 1 µg Reproterol / kg KG über 10 Min.
          • 1 ml Injektionslösung (90 µg Reproterol) für 9 kg KG ausreichend
        • Dauerinfusion
          • 0,2 µg Reproterol / kg KG über 36 - 48 Stunden
          • 1 ml Injektionslösung (90 µg Reproterol) für eine 30minütige Infusion bei 15 kg Körpergewicht ausreichend
          • optional Dosiserhöhung, unter ständiger Kontrolle der Herzfrequenz (nicht über 200 / Min!), um 0,1 µg / kg KG / min in Abhängigkeit von der Wirkung alle 10 - 30 Min.
          • bei Gefahr einer respiratorischen Insuffizienz:
            • Dosiserhöhung bis zu einer Maximaldosis von 2,0 µg / kg KG / min möglich
            • Beibehalten der Dosis bis zum Eintritt einer deutlichen Besserung (bis zu 48 Stunden) möglich
              • bei der Maximaldosis reichen 10 ml Injektionslösung (900 µg Reproterol) für eine 30-minütige Infusion bei 15 kg KG
          • zur Verhinderung eines Rebound-Effekts
            • Beendigung der Infusionsbehandlung mit einer stufenweise Reduzierung der Wirkstoffkonzentration, je nach Maximaldosis in 6 - 24 Stunden
      • Erwachsene
        • Injektion (Bolus)
          • Dosis für eine einmalige Injektion (langsam über ½ - 1 Min. injizieren) beträgt 1ml (0,09 mg) Reproterolhydrochlorid
          • bei Bedarf kann die Injektion wiederholt werden, frühestens nach 10 - 15 Min.
        • Dauerinfusion
          • 18 - 90 µg Reproterolhydrochlorid / Stunde über 3 - 4 Tage per Dauertropfinfusion (Perfusor)
          • Dosiserhöhung, optional, unter strenger ärztlicher Kontrolle anhand der klinischen Parameter (Herzfrequenz, Blutdruck und Lungenfunktion)
          • zur Verhinderung eines Rebound-Effekts
            • Beendigung der Infusionsbehandlung mit einer stufenweise Reduzierung der Wirkstoffkonzentration, je nach Maximaldosis in 6 - 24 Stunden

Kontraindikationen

Reproterol - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Reproterolhydrochlorid
  • schwere Hyperthyreose
  • hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie
  • Phäochromozytom

Nebenwirkungen

Reproterol - invasiv
  • Erkrankungen des Immunsystems, Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • allergische Reaktionen, z.B.
        • Juckreiz
        • Urticaria
        • Exanthem
        • Blutdruckabfall
        • Purpura
        • Thrombopenie
        • Gesichtsödem
        • Nephritis
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Anstieg des Blutzuckerwerts
      • Erniedrigung der Kaliumkonzentration im Serum
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen (initial häufig, bei längerer Anwendung nur noch gelegentlich)
      • Unruhegefühl (initial häufig, bei längerer Anwendung nur noch gelegentlich)
      • feinschlägiger Tremor (initial häufig, bei längerer Anwendung nur noch gelegentlich)
  • Herzerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Herzklopfen (initial häufig, bei längerer Anwendung nur noch gelegentlich)
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Beeinflussung des Blutdrucks (Senkung oder Steigerung)
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Tachykardie
      • Arrhythmie
      • pektanginöse Beschwerden
      • ventrikuläre Extrasystolen
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • paradoxe Bronchospasmen (Therapie sofort absetzen)
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Muskelkrämpfe (initial häufig, bei längerer Anwendung nur noch gelegentlich)
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Miktionsstörungen

Anwendungshinweise

  • zur Injektion oder Infusion

Stillzeithinweise

Reproterol - invasiv
  • Reproterolhydrochlorid während der Stillperiode nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung anwenden
  • keine Erfahrungen zum Übergang in die Muttermilch und zur Anwendung in der Stillzeit vorliegend

Schwangerschaftshinweise

Reproterol - invasiv
  • Reproterolhydrochlorid in der Schwangerschaft, insbesondere während des ersten Trimenons, nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung anwenden
    • die Risiken einer unzureichenden Behandlung sollten jedoch angemessen berücksichtigt werden
  • nicht bekannt, ob Reproterolhydrochlorid plazentagängig ist
  • bisher keine teratogenen Wirkungen bekannt
  • wehenhemmender Effekt am Ende der Schwangerschaft nicht ausgeschlossen

Warnhinweise

Reproterol - invasiv
  • Reproterolhydrochlorid nur mit besonderer Vorsicht und unter ärztlicher Kontrolle anwenden bei
    • frischem Herzinfarkt
    • tachykarden Herzrhythmusstörungen
    • schwerer koronarer Herzkrankheit
    • Myokarditis
    • Mitralvitium
    • Wolff-Parkinson-White-Syndrom
    • Hypokaliämie
    • instabilem oder unzureichend eingestelltem Diabetes mellitus
    • Hypertonie
    • Aneurysmen
  • in Daten der Arzneimittelüberwachung sowie in der veröffentlichten Literatur gibt es Hinweise auf seltene Fälle von Myokardischämie in Zusammenhang mit ß2-Agonisten
    • Patienten mit einer schweren Herzerkrankung (z. B. ischämische Herzerkrankung, Tachyarrhythmie oder schwerer Herzinsuffizienz) als Grundleiden, die wegen einer Atemwegserkrankung Reproterol erhalten
      • sind unbedingt darauf hinzuweisen, dass sie ärztlichen Rat einholen müssen, wenn bei ihnen Schmerzen in der Brust oder andere Symptome einer sich verschlimmernden Herzerkrankung auftreten
  • Todesfälle
    • im Zusammenhang mit schweren Krankheitsverläufen wurden Todesfälle berichtet, deren Anamnese typischerweise durch inadäquate Therapieplanung gekennzeichnet war, wie etwa bei
      • unterbliebener antiinflammatorischer Basistherapie und/oder
      • übermäßigem Gebrauch ß-adrenerger Arzneimittel
        • Tod kann dann im Asthma-Anfall eintreten als Folge der im Rahmen der Grunderkrankung auftretenden Hypoxämie, welche zudem die bekannten kardialen Effekte von ß-Adrenergika verstärken kann
  • Doping
    • Anwendung von Bronchospasmin kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen
  • Allgemein
    • Bolus-Injektion, Infusionsbehandlung, Bestimmung der Dosis bei Erwachsenen und Kindern müssen unter strenger ärztlicher Kontrolle anhand der klinischen Parameter (Herzfrequenz, Blutdruck und Lungenfunktion) erfolgen
    • Dosierung und Art der Anwendung müssen dem Schweregrad und dem Verlauf der Krankheit angepasst werden
  • schwere Verlaufsformen asthmatischer Erkrankungen (Status und Prästatus)
    • Behandlung mit Reproterolhydrochlorid mittels Dauertropfinfusion (Perfusor) in kompatibler Infusionslösung (siehe entsprechende Herstellerinformation)
      • besonders bei Kindern, die bereits mehrfach intubiert werden mussten