BUCCOLAM 10 mg Lsg.z.Anwend.i.d.Mundhöhle

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Fachinformationen

Indikation

  • Behandlung länger anhaltender, akuter Krampfanfälle bei Kindern >/= 3 Monate und Erwachsenen
  • Hinweis
    • darf von Eltern/Betreuungspersonen nur dann verabreicht werden, wenn bei dem Patienten Epilepsie diagnostiziert wurde
    • bei Säuglingen im Alter von 3 - 6 Monaten sollte die Behandlung in einer Klinik erfolgen, in der Überwachungsmöglichkeiten und eine entsprechende Reanimationsausrüstung vorhanden sind

Dosierung

  • Behandlung länger anhaltender, akuter Krampfanfälle
    • Säuglinge 3 - 6 Monate
      • 2,5 mg
      • Behandlung in einer Klinik, in der Überwachungsmöglichkeiten und eine entsprechende Reanimationsausrüstung vorhanden sind
    • Säuglinge > 6 Monate bis < 1 Jahr
      • 2,5 mg
    • Kleinkinder 1 Jahr bis < 5 Jahre
      • 5 mg
    • Kinder 5 Jahre bis < 10 Jahre
      • 7,5 mg
    • >/= 10 Jahre
      • 10 mg
    • Hinweis
      • es darf nur eine einzige Dosis verabreicht werden
      • wenn sich der Krampfanfall nicht innerhalb von 10 Min. nach Anwendung legt
        • Rettungsleitstelle anrufen
        • Übergabe der leeren Applikationsspritze an den Arzt bzw. das medizinische Fachpersonal zur Information über die vom Patienten erhaltene Dosis
      • eine zweite bzw. Wiederholungsdosis bei erneutem Auftreten von Krampfanfällen nach initialem Ansprechen darf nicht ohne vorherigen ärztlichen Rat gegeben werden
      • Patienten mit einem erhöhten Risiko für eine durch Benzodiazepine ausgelöste Atemdepression
        • vor Behandlungsbeginn die Anwendung unter fachlicher medizinischer Anleitung erwägen
        • diese Anwendung kann in einer anfallsfreien Phase durchgeführt werden

Dosisanpassung

  • Kinder 0 - 3 Monate
    • Sicherheit und Wirksamkeit von Midazolam nicht erwiesen (keine Daten)
  • eingeschränkte Nierenfunktion
    • keine Dosisanpassung erforderlich
    • chronische Niereninsuffizienz: Anwendung mit Vorsicht, da Elimination von Midazolam verzögert sein kann und die Wirkungen länger anhalten können
  • eingeschränkte Leberfunktion
    • sorgfältige Überwachung der klinischen Wirkungen und der Vitalparameter wegen Abnahme der Clearance von Midazolam und einer nachfolgenden Verlängerung der terminalen Halbwertszeit
    • stark eingeschränkte Leberfunktion
      • Anwendung kontraindiziert
  • ältere Patienten (>/= 60 Jahre)
    • Anwendung mit Vorsicht (ältere Menschen reagieren empfindlicher auf die Wirkungen von Benzodiazepinen)

Kontraindikationen

Midazolam - intraoral
  • Überempfindlichkeit gegenüber Midazolam
  • Myasthenia gravis
  • schwere respiratorische Insuffizienz
  • Schlafapnoe-Syndrom
  • stark eingeschränkte Leberfunktion

Nebenwirkungen

Midazolam - intraoral
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • anaphylaktische Reaktion
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • diese Nebenwirkungen, die bei Anwendung von Midazolam in der Mundhöhle relevant sein könnten, wurden bei Injektion von Midazolam bei Kindern und/oder Erwachsenen berichtet
        • Aggressivität
        • Agitiertheit
        • Zornausbrüche
        • Verwirrtheit
        • euphorische Stimmung
        • Halluzinationen
        • Feindseligkeit
        • Bewegungsstöung
        • tätlicher Angriff
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Sedierung
      • Somnolenz
      • Bewusstseinstrübung
      • Atemdepression
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • diese Nebenwirkungen, die bei Anwendung von Midazolam in der Mundhöhle relevant sein könnten, wurden bei Injektion von Midazolam bei Kindern und/oder Erwachsenen berichtet
        • Anterograde Amnesie
        • Ataxie
        • Schwindel
        • Kopfschmerzen
        • Krampfanfälle
        • paradoxe Reaktionen
  • Herzerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • diese Nebenwirkungen, die bei Anwendung von Midazolam in der Mundhöhle relevant sein könnten, wurden bei Injektion von Midazolam bei Kindern und/oder Erwachsenen berichtet
        • Bradykardie
        • Herzstillstand
        • Blutdruckabfall
        • Vasodilatation
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • diese Nebenwirkungen, die bei Anwendung von Midazolam in der Mundhöhle relevant sein könnten, wurden bei Injektion von Midazolam bei Kindern und/oder Erwachsenen berichtet
        • Apnoe
        • Dyspnoe
        • Laryngospasmus
        • Atemstillstand
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Übelkeit
      • Erbrechen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • diese Nebenwirkungen, die bei Anwendung von Midazolam in der Mundhöhle relevant sein könnten, wurden bei Injektion von Midazolam bei Kindern und/oder Erwachsenen berichtet
        • Obstipation
        • Mundtrockenheit
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Pruritus
      • Hautausschlag
      • Urtikaria
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Angioödem
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • diese Nebenwirkungen, die bei Anwendung von Midazolam in der Mundhöhle relevant sein könnten, wurden bei Injektion von Midazolam bei Kindern und/oder Erwachsenen berichtet
        • Müdigkeit
        • Schluckauf

Hinweis

  • bei älteren mit Benzodiazepinen behandelten Patienten ist ein erhöhtes Sturz- und Frakturrisiko bekannt
  • mit lebensbedrohlichen Zwischenfällen ist mit höherer Wahrscheinlichkeit zu rechnen
    • bei Patienten mit vorbestehender respiratorischer Insuffizienz oder eingeschränkter Herzfunktion
    • insbesondere bei hochdosierter Gabe

Anwendungshinweise

  • zur Anwendung in der Mundhöhle
  • Verabreichung von Eltern/Betreuungspersonen nur dann, wenn bei dem Patienten Epilepsie diagnostiziert wurde
  • gesamte Menge der Lösung langsam in den Zwischenraum zwischen Zahnfleisch und Wange einbringen
  • zur Verhinderung einer versehentlichen Aspiration der Lösung eine laryngotracheale Applikation vermeiden
  • falls erforderlich (bei größeren Volumina und/oder kleineren Patienten), etwa die Hälfte der Dosis langsam in die eine Seite der Mundhöhle und die andere Hälfte anschließend in die andere Seite einbringen
  • Vorsicht: auf die Applikationsspritze darf keine Nadel aufgesetzt werden und Spritze darf nicht mit Infusionsleitungen oder sonstigen Vorrichtungen für eine parenterale Anwendung verbunden werden
  • Produkt darf nicht intravenös angewendet werden
  • zur Vermeidung eines Erstickungsrisikos muss Kappe der Applikationsspritze vor Anwendung entfernt werden
  • nähere Hinweise zur Anwendung: siehe Fachinformation

Stillzeithinweise

Midazolam - intraoral
  • Midazolam wird in geringen Mengen (zu 0,6 %) in die Muttermilch ausgeschieden
    • daher muss nach Gabe einer einmaligen Dosis Midazolam unter Umständen nicht abgestillt werden

Schwangerschaftshinweise

Midazolam - intraoral
  • Midazolam kann während der Schwangerschaft bei zwingender Indikation angewendet werden
  • bei Anwendung von Midazolam im letzten Trimenon sollte das Risiko für die Neugeborenen berücksichtigt werden
  • keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Midazolam bei Schwangeren
  • für die beiden ersten Trimester der Schwangerschaft liegen keine Daten zu exponierten Schwangerschaften vor
  • bei Anwendung hoher Dosen von Midazolam im letzten Trimenon der Schwangerschaft oder während der Geburt wurde über die Auslösung maternaler oder fetaler Nebenwirkungen berichtet wie
    • Aspirationsgefahr von Flüssigkeiten und Mageninhalt während der Geburt bei der Mutter
    • Unregelmäßigkeiten der fetalen Herzfrequenz
    • Hypotonie
    • Saugschwäche
    • Hypothermie
    • Atemdepression beim Neugeborenen
  • tierexperimentelle Studien
    • ergaben keine Hinweise auf eine teratogene Wirkung in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität, aber wie bei anderen Benzodiazepinen wurde beim Menschen eine Fetotoxizität beobachtet
  • Fertilität
    • tierexperimentelle Studien
      • ergaben keine Beeinträchtigung der Fertilität

Warnhinweise

Midazolam - intraoral
  • Midazolam intraoral darf von Eltern/Betreuungspersonen nur dann verabreicht werden, wenn bei dem Patienten Epilepsie diagnostiziert wurde
  • chronische respiratorische Insuffizienz oder eingeschränkte Herzfunktion
    • sollte bei diesen Patienten mit Vorsicht angewendet werden
    • kann die Atmung weiter dämpfen
    • mit lebensbedrohlichen Zwischenfällen ist mit höherer Wahrscheinlichkeit zu rechnen
      • insbesondere bei hochdosierter Gabe
  • Kinder im Alter von 3 bis 6 Monaten
    • bei jüngeren Kindern höhere Metabolit/Muttersubstanz-Quotient
      • Folge: verzögert auftretende Atemdepression kann nicht ausgeschlossen werden
        • infolge hoher aktiver Metabolitenkonzentrationen
    • Anwendung in dieser Altersgruppe nur
      • unter ärztlicher Aufsicht
      • in einer Einrichtung, in der eine entsprechende Reanimationsausrüstung vorhanden ist und in der die Atemfunktion überwacht werden kann und im Bedarfsfall Geräte zur Atmungsunterstützung vorhanden sind
  • veränderte Elimination von Midazolam bei Patienten mit
    • chronischer Niereninsuffizienz
      • mit Vorsicht anwenden
      • kann kumulieren
    • eingeschränkter Leberfunktion
      • mit Vorsicht anwenden
      • kann kumulieren
    • eingeschränkter Herzfunktion
      • es kann zu einer verminderten Clearance kommen
  • gleichzeitige Anwendung mit anderen Benzodiazepinen
    • geschwächte Patienten sind gegenüber den ZNS-Wirkungen von Benzodiazepinen anfälliger, so dass unter Umständen niedrigere Dosen erforderlich sind
    • bei älteren mit Benzodiazepinen behandelten Patienten ist ein erhöhtes Sturz- und Frakturrisiko bekannt
  • Vorgeschichte mit Alkohol- oder Drogenabusus
    • die Anwendung von Midazolam sollte bei Patienten mit anamnestisch bekanntem Alkohol- oder Drogenabusus vermieden werden
  • Amnesie
    • Midazolam kann eine anterograde Amnesie verursachen