BUCCOLAM 10 mg Lsg.z.Anwend.i.d.Mundhöhle
kohlpharma GmbH
Wirkstoff: Midazolam →
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| – | 4 ST | 128,50 € |
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Indikation
- Behandlung länger anhaltender, akuter Krampfanfälle bei Kindern >/= 3 Monate und Erwachsenen
- Hinweis
- darf von Eltern/Betreuungspersonen nur dann verabreicht werden, wenn bei dem Patienten Epilepsie diagnostiziert wurde
- bei Säuglingen im Alter von 3 - 6 Monaten sollte die Behandlung in einer Klinik erfolgen, in der Überwachungsmöglichkeiten und eine entsprechende Reanimationsausrüstung vorhanden sind
Dosierung
- Behandlung länger anhaltender, akuter Krampfanfälle
- Säuglinge 3 - 6 Monate
- 2,5 mg
- Behandlung in einer Klinik, in der Überwachungsmöglichkeiten und eine entsprechende Reanimationsausrüstung vorhanden sind
- Säuglinge > 6 Monate bis < 1 Jahr
- 2,5 mg
- Kleinkinder 1 Jahr bis < 5 Jahre
- 5 mg
- Kinder 5 Jahre bis < 10 Jahre
- 7,5 mg
- >/= 10 Jahre
- 10 mg
- Hinweis
- es darf nur eine einzige Dosis verabreicht werden
- wenn sich der Krampfanfall nicht innerhalb von 10 Min. nach Anwendung legt
- Rettungsleitstelle anrufen
- Übergabe der leeren Applikationsspritze an den Arzt bzw. das medizinische Fachpersonal zur Information über die vom Patienten erhaltene Dosis
- eine zweite bzw. Wiederholungsdosis bei erneutem Auftreten von Krampfanfällen nach initialem Ansprechen darf nicht ohne vorherigen ärztlichen Rat gegeben werden
- Patienten mit einem erhöhten Risiko für eine durch Benzodiazepine ausgelöste Atemdepression
- vor Behandlungsbeginn die Anwendung unter fachlicher medizinischer Anleitung erwägen
- diese Anwendung kann in einer anfallsfreien Phase durchgeführt werden
- Säuglinge 3 - 6 Monate
Dosisanpassung
- Kinder 0 - 3 Monate
- Sicherheit und Wirksamkeit von Midazolam nicht erwiesen (keine Daten)
- eingeschränkte Nierenfunktion
- keine Dosisanpassung erforderlich
- chronische Niereninsuffizienz: Anwendung mit Vorsicht, da Elimination von Midazolam verzögert sein kann und die Wirkungen länger anhalten können
- eingeschränkte Leberfunktion
- sorgfältige Überwachung der klinischen Wirkungen und der Vitalparameter wegen Abnahme der Clearance von Midazolam und einer nachfolgenden Verlängerung der terminalen Halbwertszeit
- stark eingeschränkte Leberfunktion
- Anwendung kontraindiziert
- ältere Patienten (>/= 60 Jahre)
- Anwendung mit Vorsicht (ältere Menschen reagieren empfindlicher auf die Wirkungen von Benzodiazepinen)
Kontraindikationen
Midazolam - intraoral
- Überempfindlichkeit gegenüber Midazolam
- Myasthenia gravis
- schwere respiratorische Insuffizienz
- Schlafapnoe-Syndrom
- stark eingeschränkte Leberfunktion
Nebenwirkungen
Midazolam - intraoral
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- anaphylaktische Reaktion
- ohne Häufigkeitsangabe
- Psychiatrische Erkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- diese Nebenwirkungen, die bei Anwendung von Midazolam in der Mundhöhle relevant sein könnten, wurden bei Injektion von Midazolam bei Kindern und/oder Erwachsenen berichtet
- Aggressivität
- Agitiertheit
- Zornausbrüche
- Verwirrtheit
- euphorische Stimmung
- Halluzinationen
- Feindseligkeit
- Bewegungsstöung
- tätlicher Angriff
- diese Nebenwirkungen, die bei Anwendung von Midazolam in der Mundhöhle relevant sein könnten, wurden bei Injektion von Midazolam bei Kindern und/oder Erwachsenen berichtet
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Sedierung
- Somnolenz
- Bewusstseinstrübung
- Atemdepression
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- diese Nebenwirkungen, die bei Anwendung von Midazolam in der Mundhöhle relevant sein könnten, wurden bei Injektion von Midazolam bei Kindern und/oder Erwachsenen berichtet
- Anterograde Amnesie
- Ataxie
- Schwindel
- Kopfschmerzen
- Krampfanfälle
- paradoxe Reaktionen
- diese Nebenwirkungen, die bei Anwendung von Midazolam in der Mundhöhle relevant sein könnten, wurden bei Injektion von Midazolam bei Kindern und/oder Erwachsenen berichtet
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- diese Nebenwirkungen, die bei Anwendung von Midazolam in der Mundhöhle relevant sein könnten, wurden bei Injektion von Midazolam bei Kindern und/oder Erwachsenen berichtet
- Bradykardie
- Herzstillstand
- Blutdruckabfall
- Vasodilatation
- diese Nebenwirkungen, die bei Anwendung von Midazolam in der Mundhöhle relevant sein könnten, wurden bei Injektion von Midazolam bei Kindern und/oder Erwachsenen berichtet
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- diese Nebenwirkungen, die bei Anwendung von Midazolam in der Mundhöhle relevant sein könnten, wurden bei Injektion von Midazolam bei Kindern und/oder Erwachsenen berichtet
- Apnoe
- Dyspnoe
- Laryngospasmus
- Atemstillstand
- diese Nebenwirkungen, die bei Anwendung von Midazolam in der Mundhöhle relevant sein könnten, wurden bei Injektion von Midazolam bei Kindern und/oder Erwachsenen berichtet
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Übelkeit
- Erbrechen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- diese Nebenwirkungen, die bei Anwendung von Midazolam in der Mundhöhle relevant sein könnten, wurden bei Injektion von Midazolam bei Kindern und/oder Erwachsenen berichtet
- Obstipation
- Mundtrockenheit
- diese Nebenwirkungen, die bei Anwendung von Midazolam in der Mundhöhle relevant sein könnten, wurden bei Injektion von Midazolam bei Kindern und/oder Erwachsenen berichtet
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Pruritus
- Hautausschlag
- Urtikaria
- ohne Häufigkeitsangabe
- Angioödem
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- diese Nebenwirkungen, die bei Anwendung von Midazolam in der Mundhöhle relevant sein könnten, wurden bei Injektion von Midazolam bei Kindern und/oder Erwachsenen berichtet
- Müdigkeit
- Schluckauf
- diese Nebenwirkungen, die bei Anwendung von Midazolam in der Mundhöhle relevant sein könnten, wurden bei Injektion von Midazolam bei Kindern und/oder Erwachsenen berichtet
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
Hinweis
- bei älteren mit Benzodiazepinen behandelten Patienten ist ein erhöhtes Sturz- und Frakturrisiko bekannt
- mit lebensbedrohlichen Zwischenfällen ist mit höherer Wahrscheinlichkeit zu rechnen
- bei Patienten mit vorbestehender respiratorischer Insuffizienz oder eingeschränkter Herzfunktion
- insbesondere bei hochdosierter Gabe
Anwendungshinweise
- zur Anwendung in der Mundhöhle
- Verabreichung von Eltern/Betreuungspersonen nur dann, wenn bei dem Patienten Epilepsie diagnostiziert wurde
- gesamte Menge der Lösung langsam in den Zwischenraum zwischen Zahnfleisch und Wange einbringen
- zur Verhinderung einer versehentlichen Aspiration der Lösung eine laryngotracheale Applikation vermeiden
- falls erforderlich (bei größeren Volumina und/oder kleineren Patienten), etwa die Hälfte der Dosis langsam in die eine Seite der Mundhöhle und die andere Hälfte anschließend in die andere Seite einbringen
- Vorsicht: auf die Applikationsspritze darf keine Nadel aufgesetzt werden und Spritze darf nicht mit Infusionsleitungen oder sonstigen Vorrichtungen für eine parenterale Anwendung verbunden werden
- Produkt darf nicht intravenös angewendet werden
- zur Vermeidung eines Erstickungsrisikos muss Kappe der Applikationsspritze vor Anwendung entfernt werden
- nähere Hinweise zur Anwendung: siehe Fachinformation
Stillzeithinweise
Midazolam - intraoral
- Midazolam wird in geringen Mengen (zu 0,6 %) in die Muttermilch ausgeschieden
- daher muss nach Gabe einer einmaligen Dosis Midazolam unter Umständen nicht abgestillt werden
Schwangerschaftshinweise
Midazolam - intraoral
- Midazolam kann während der Schwangerschaft bei zwingender Indikation angewendet werden
- bei Anwendung von Midazolam im letzten Trimenon sollte das Risiko für die Neugeborenen berücksichtigt werden
- keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Midazolam bei Schwangeren
- für die beiden ersten Trimester der Schwangerschaft liegen keine Daten zu exponierten Schwangerschaften vor
- bei Anwendung hoher Dosen von Midazolam im letzten Trimenon der Schwangerschaft oder während der Geburt wurde über die Auslösung maternaler oder fetaler Nebenwirkungen berichtet wie
- Aspirationsgefahr von Flüssigkeiten und Mageninhalt während der Geburt bei der Mutter
- Unregelmäßigkeiten der fetalen Herzfrequenz
- Hypotonie
- Saugschwäche
- Hypothermie
- Atemdepression beim Neugeborenen
- tierexperimentelle Studien
- ergaben keine Hinweise auf eine teratogene Wirkung in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität, aber wie bei anderen Benzodiazepinen wurde beim Menschen eine Fetotoxizität beobachtet
- Fertilität
- tierexperimentelle Studien
- ergaben keine Beeinträchtigung der Fertilität
- tierexperimentelle Studien
Warnhinweise
Midazolam - intraoral
- Midazolam intraoral darf von Eltern/Betreuungspersonen nur dann verabreicht werden, wenn bei dem Patienten Epilepsie diagnostiziert wurde
- chronische respiratorische Insuffizienz oder eingeschränkte Herzfunktion
- sollte bei diesen Patienten mit Vorsicht angewendet werden
- kann die Atmung weiter dämpfen
- mit lebensbedrohlichen Zwischenfällen ist mit höherer Wahrscheinlichkeit zu rechnen
- insbesondere bei hochdosierter Gabe
- Kinder im Alter von 3 bis 6 Monaten
- bei jüngeren Kindern höhere Metabolit/Muttersubstanz-Quotient
- Folge: verzögert auftretende Atemdepression kann nicht ausgeschlossen werden
- infolge hoher aktiver Metabolitenkonzentrationen
- Folge: verzögert auftretende Atemdepression kann nicht ausgeschlossen werden
- Anwendung in dieser Altersgruppe nur
- unter ärztlicher Aufsicht
- in einer Einrichtung, in der eine entsprechende Reanimationsausrüstung vorhanden ist und in der die Atemfunktion überwacht werden kann und im Bedarfsfall Geräte zur Atmungsunterstützung vorhanden sind
- bei jüngeren Kindern höhere Metabolit/Muttersubstanz-Quotient
- veränderte Elimination von Midazolam bei Patienten mit
- chronischer Niereninsuffizienz
- mit Vorsicht anwenden
- kann kumulieren
- eingeschränkter Leberfunktion
- mit Vorsicht anwenden
- kann kumulieren
- eingeschränkter Herzfunktion
- es kann zu einer verminderten Clearance kommen
- chronischer Niereninsuffizienz
- gleichzeitige Anwendung mit anderen Benzodiazepinen
- geschwächte Patienten sind gegenüber den ZNS-Wirkungen von Benzodiazepinen anfälliger, so dass unter Umständen niedrigere Dosen erforderlich sind
- bei älteren mit Benzodiazepinen behandelten Patienten ist ein erhöhtes Sturz- und Frakturrisiko bekannt
- Vorgeschichte mit Alkohol- oder Drogenabusus
- die Anwendung von Midazolam sollte bei Patienten mit anamnestisch bekanntem Alkohol- oder Drogenabusus vermieden werden
- Amnesie
- Midazolam kann eine anterograde Amnesie verursachen