Bupensan 2 mg Sublingualtabletten
G.L. Pharma GmbH
Wirkstoff: Buprenorphin →
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 49 ST | 56,45 € |
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Indikation
Erwachsene und Jugendliche (>/= 15 Jahre)
- Substitutionstherapie bei Opioidabhängigkeit im Rahmen umfassender, angemessen überwachter medizinischer, sozialer und psychotherapeutischer Maßnahmen bei Patienten, die einer Suchtbehandlung zugestimmt haben
Dosierung
- Substitutionstherapie bei Opioidabhängigkeit
- Erwachsene und Jugendliche (>/= 15 Jahre)
- vor Behandlungsbeginn und Einleitung der Therapie
- behandelnde Arzt sollte sich über die partiell agonistische Wirkung des Moleküls am µ-Rezeptor bewusst sein, wodurch ein Entzugssyndrom bei opioidabhängigen Patienten ausgelöst werden kann
- Berücksichtigung der Art der Opioidabhängigkeit (d. h. lang- oder kurzwirksames Opioid), Zeitraum seit der letzten Opioidanwendung und Grad der Opioidabhängigkeit
- zur Verhinderung eines beschleunigten Entzugs: Einleitung sollte erst dann erfolgen, wenn objektive und eindeutige Anzeichen eines Entzugs vorliegen (z. B. ggf. Punktzahl, die leichte bis mäßige Entzugssymptomatik auf der validierten Clinical Opioid Withdrawal Scale (COWS) anzeigt, als Richtwert verwenden)
- Heroinabhängige oder von kurzwirksamen Opioiden abhängige Patienten (i.v.-Konsum bzw. nicht retardiertes orales Morphin)
- 1. Dosis Buprenorphin bei den ersten Anzeichen von Entzug, frühestens jedoch 6 Stunden nach der letzten Opioidanwendung anwenden
- Patienten unter Methadon
- Methadon-Dosis vor Beginn der Buprenorphin-Therapie auf max. 50 mg / Tag reduzieren
- lange Halbwertszeit von Methadon bei Einleitung einer Buprenorphin-Therapie berücksichtigen
- 1. Dosis Buprenorphin erst beim Auftreten von Entzugserscheinungen, frühestens jedoch 24 Stunden nachdem der Patient zuletzt Methadon eingenommen hat, anwenden
- bei hohen Methadon-Dosen kann eine längere Wartezeit notwendig sein
- Buprenorphin kann bei methadonabhängigen Patienten Auftreten von Entzugssymptomen beschleunigen
- empfohlenes Umstellungsverhältnis
- Methadon auf Buprenorphin
- 5 - 6 : 1
- gilt vor allem für niedrigere Dosisbereiche bis ca. 60 - 80 mg Methadon
- darüber ist oft keine befriedigende Umstellung möglich, oder es sind sehr hohe Dosierungen erforderlich
- retardiertes Morphin auf Buprenorphin
- 25 - 30 : 1, nach einer Wartezeit von mind. 24 Stunden
- z. B. 600 mg Morphin entsprechen ungefähr 20 mg Buprenorphin
- Methadon auf Buprenorphin
- Anfangsdosierung
- individuelle Einstellung und Anpassung der Buprenorphin-Dosis an den Bedarf des Patienten unter Berücksichtigung der Entzugssymptome, Situation und an das subjektive Empfinden
- initial: 4 mg Buprenorphin als Einzeldosis
- Dosis kann in Abhängigkeit vom individuellen Bedarf des Patienten, wenn notwendig auch mehrmals wiederholt werden
- Tag 1:
- Gesamtdosis: 4 - 8 mg, wenn notwendig bis max. 24 mg
- Tag 2:
- angewendete Tagesdosis liegt meist deutlich unter der Dosis von Tag 1: </= 12 mg
- ab Tag 3:
- auf die zu erwartende Erhaltungsdosis auf- oder abdosieren
- Ziel der Behandlung
- Stabilisierung des Patienten an Tag 2 oder 3 mit einer Dosis, die Entzugssymptome minimiert und dafür sorgt, dass der Patient die Therapie beibehält
- kann mit einer Einzeldosis von 12 - 16 mg / Tag erreicht werden
- Stabilisierung des Patienten an Tag 2 oder 3 mit einer Dosis, die Entzugssymptome minimiert und dafür sorgt, dass der Patient die Therapie beibehält
- Dosisanpassung und Erhaltungstherapie
- Buprenorphin-Dosis muss für jeden Patienten individuell festgelegt werden
- Erhaltungsdosis
- individuell und sollte schrittweise gesteigert werden, bis die minimale wirksame Dosis gefunden wurde
- 12 - 16 mg / Tag
- tägliche Maximaldosis: 32 mg
- individuelle Dosis wird jedoch durch den Arzt festgelegt und richtet sich nach dem klinischen Status und dem Allgemeinzustand des Patienten
- nach erfolgter Dosiseinstellung ist die Gabe der doppelten Dosis jeden 2. Tag bzw. der dreifachen Dosis jeden 3. Tag möglich
- Dosisänderung
- sollte vom weiterbehandelnden Arzt nur nach Rücksprache mit dem einstellenden Arzt durchgeführt werden
- bei Arztwechsel: Dosis nur nach Rücksprache mit dem Arzt ändern, der vorher für die Behandlung verantwortlich war
- Anzeichen einer übermäßigen Buprenorphin-Wirkung
- Reduktion der Dosis von Buprenorphin wird in den Fällen empfohlen, in denen Patienten Anzeichen und Symptome einer übermäßigen Buprenorphin-Wirkung zeigen, die durch Beschwerden wie „sich komisch fühlen", schlechte Konzentrationsfähigkeit, Schläfrigkeit und möglicherweise Schwindelgefühl im Stehen gekennzeichnet ist
- Buprenorphin-Entzug
- falls die verordnete Buprenorphin-Dosis zu niedrig ist, kann es während des 24-Stunden Dosierungsintervalls zu Entzugssymptomen kommen (Kongestion der Nase, abdominale Symptome, Diarrhöe, Muskelschmerzen, Angstgefühle)
- Behandlungsdauer
- richtet sich nach dem vereinbarten Behandlungsziel
- Ausgang der Behandlung hängt von der verschriebenen Dosis, den kombinierten medizinischen, psychologischen, sozialen und unterweisenden Maßnahmen während der Überwachung des Patienten ab
- Dosisreduktion und Beenden der Therapie
- wenn eine zufriedenstellende Periode der Stabilisierung erreicht wurde: Buprenorphin-Dosis mit Zustimmung des Patienten schrittweise auf eine niedrigere Erhaltungsdosis reduzieren
- in einigen günstigen Fällen kann die Behandlung beendet werden
- für ein langsames Ausschleichen stehen auch andere Buprenorphin-Präparate zur Substitution mit Darreichungsformen geringeren Wirkstoffgehaltes zur Verfügung
- Patienten nach der gezielten Beendigung der Buprenorphin-Behandlung beobachten, da die Möglichkeit eines Rückfalls besteht
- rasche Reduzierung der Buprenorphin-Dosis kann zu Entzugserscheinungen führen und die Opioidtoleranz nimmt innerhalb kürzester Zeit ab
- hohe Opioiddosen werden nur dann vertragen, wenn diese über längere Zeit eingenommen werden
- Patient über die Opioidtoleranz und Gefahren eines Rückfalls inklusive tödlicher Überdosierung mit entsprechender Deutlichkeit aufklären
- Behandlungsziele und Absetzen der Behandlung
- vor Behandlungsbeginn
- Behandlungsstrategie, einschließlich Behandlungsdauer und Behandlungsziele gemeinsam mit dem Patienten vereinbaren
- während der Behandlung
- häufiger Kontakt zwischen Arzt und Patient, um Notwendigkeit einer fortgesetzten Behandlung zu beurteilen, die Beendigung der Behandlung in Erwägung zu ziehen und die Dosis bei Bedarf anzupassen
- wenn ein Patient die Therapie nicht länger benötigt: Dosis allmählich reduzieren, um das Auftreten von Entzugserscheinungen zu vermeiden
- vor Behandlungsbeginn
- vor Behandlungsbeginn und Einleitung der Therapie
- Erwachsene und Jugendliche (>/= 15 Jahre)
Dosisanpassung
- CYP3A-Hemmer
- Arzneimittel, die das Enzym CYP3A4 hemmen, können zu erhöhten Buprenorphin-Konzentrationen führen
- ggf. Reduzierung der Buprenorphin-Dosis erforderlich
- Patienten, die bereits mit CYP3A4-Hemmern behandelt werden
- Dosistitration mit Vorsicht, da eine geringere Dosis ausreichend sein kann
- Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
- Auswirkung auf die Pharmakokinetik von Buprenorphin ist nicht bekannt
- leichte bis mäßige
- Pharmakokinetik ggf. verändert
- niedrigere Anfangsdosierungen und sorgfältige Dosistitration empfohlen
- mäßig bis stark
- Wirkstoff wird extensiv metabolisiert
- höhere Plasmaspiegel sind zu erwarten
- schwer: kontraindiziert
- Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
- keine Dosisanpassungen erforderlich
- schwer (CLCR < 30 ml / Min.): Vorsicht geboten
- ältere Patienten (>/= 65 Jahre)
- zur Sicherheit und Wirksamkeit liegen keine Daten vor
- Patienten im höheren Lebensalter und Patienten mit schlechtem körperlichem Allgemeinzustand reagieren ggf. empfindlicher auf Opioide: Dosiseinstellung sollte mit besonderer Vorsicht erfolgen
- Kinder und Jugendliche (< 15 Jahre)
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
- keine Daten vorhanden
- Jugendliche 15 - 18 Jahre
- sorgfältig überwachen aufgrund unzureichender Daten
Kontraindikationen
Buprenorphin - intraoral
- Überempfindlichkeit gegen Buprenorphin
- schwere respiratorische Insuffizienz, Atemdepression, Obstruktion der Atemwege
- akute abdominelle Krankheitszustände, Ileus, gastrointestinale Motilitätsstörungen
- schwere Leberinsuffizienz
- akuter Alkoholismus oder Delirium tremens
- schwere Kopfverletzungen und erhöhter Hirndruck wegen der atemdepressiven Wirkung von Opioiden und der Gefahr einer weiteren Erhöhung des cerebrospinalen Drucks
- Behandlung mit Monoaminoxidasehemmern (MAO-Hemmern, auch innerhalb von 2 Wochen nach deren Absetzen)
- vor einer Operation oder innerhalb der ersten 24 Stunden nach einer Operation
- gleichzeitige Anwendung von Opioidantagonisten (Naltrexon, Nalmefen) für die Behandlung von Alkohol- oder Opioidabhängigkeit
- Stillzeit
- Kinder und Jugendliche (Altersgrenzen siehe jeweilige Herstellerinformationen)
- für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen < 18 Jahren mit Buprenorphin liegen keine Erkenntnisse zu Wirksamkeit und Unbedenklichkeit vor
Therapiehinweise
Ausschleichend dosieren.
Nebenwirkungen
Buprenorphin - intraoral
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Bronchitis
- Infektion
- Influenza
- Pharyngitis
- Rhinitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Harnwegsinfektion
- Vaginalinfektion
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Lymphadenopathie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Anämie
- Leukozytose
- Leukopenie
- Thrombozytopenie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Überempfindlichkeit
- zu den häufigsten Anzeichen und Symptomen einer Überempfindlichkeit zählen Hautausschläge, Urtikaria und Pruritus
- Fälle von Bronchospasmus, Atemdepression, Angioödem und anaphylaktischem Schock berichtet
- Überempfindlichkeit
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- anaphylaktischer Schock
- Angioödem / angioneurotisches Ödem (Quincke-Ödem)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Appetitlosigkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- verminderter Appetit
- Hyperglykämie
- Hyperlipidämie
- Hypoglykämie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Schlaflosigkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Unruhe
- Angst
- Depression
- verminderte Libido
- Feindseligkeit
- Nervosität
- Benommenheit
- Paranoia
- anomales Denken
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Halluzinationen
- abnorme Träume
- Agitiertheit
- Apathie
- Depersonalisation
- Euphorie
- Feindseligkeit
- ohne Häufigkeitsangabe
- Arzneimittelabhängigkeit
- bei Patienten mit ausgeprägter Drogenabhängigkeit
- initiale Gabe von Buprenorphin kann zu einem Arzneimittelentzugssyndrom führen, das dem für Naloxon beschriebenen Entzugssyndrom ähnlich ist, wenn es angewendet wird, bevor die agonistischen Wirkungen, die ein vor Kurzem stattgefundener Opioidgebrauch oder -missbrauch ausgelöst hat, abgeklungen sind
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Vertigo
- Schwindel
- Hypertonie
- Migräne
- Parästhesie
- Schläfrigkeit / Somnolenz
- Synkope
- Tremor
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Amnesie
- Hyperkinesie
- Krampfanfall
- Sprachstörung
- ohne Häufigkeitsangabe
- Synkope
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Lakrimationsstörung (Tränenfluss)
- Mydriasis
- Amblyopie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Konjunktivitis
- Miosis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Verlängerung des QT-Intervalls im EKG
- Palpitationen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Angina pectoris
- Bradykardie
- Myokardinfarkt
- Tachykardie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- orthostatische Hypotonie
- Vasodilatation
- Hypertonie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypotonie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Orthostasesyndrom
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Nasenfluss
- Husten
- Dyspnoe
- Gähnen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Atemdepression
- Asthma
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Bronchospasmus
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Übelkeit
- Obstipation
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Diarrhö
- Mundtrockenheit
- Dyspepsie
- gastrointestinale Störungen
- Flatulenz
- Zahnerkrankungen
- Erbrechen
- Bauchschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Mundulzeration
- Verfärbung der Zunge
- ohne Häufigkeitsangabe
- Karies
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Lebernekrose
- Hepatitis
- ohne Häufigkeitsangabe
- Transaminasenerhöhung
- akute Hepatitis
- zytolytische Hepatitis
- Ikterus
- hepatische Nekrose
- hepatorenales Syndrom
- hepatische Enzephalopathie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hyperhidrosis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hautausschlag
- Pruritus
- Urtikaria
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Akne
- Alopezie
- Dermatitis exfoliativa
- trockene Haut
- Raumforderung der Haut
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Arthralgie
- Rückenschmerzen
- Knochenschmerzen
- Muskelspasmen
- Myalgie
- Nackenschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Arthritis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Dysmenorrhö
- Erektionsstörung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Amenorrhoe
- Ejakulationsstörung
- Menorrhagie
- Metrorrhagie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Anomalie des Urins
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Albuminurie
- Dysurie
- Hämaturie
- Nephrolithiasis
- Harnretention
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Asthenie
- Arzneimittelentzugssyndrom
- Schmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Brust(korb)schmerzen
- Schüttelfrost, Frösteln
- Unwohlsein
- periphere Ödeme
- Pyrexie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypothermie
- ohne Häufigkeitsangabe
- neonatales Arzneimittelentzugssyndrom bei Neugeborenen berichtet, deren Mütter während der Schwangerschaft Buprenorphin erhalten hatten
- dieses Syndrom kann leichter und langwieriger sein als ein durch µ-Opioid-Vollagonisten bedingtes Entzugssyndrom
- Art des Syndroms kann in Abhängigkeit von der Vorgeschichte des Drogenkonsums der Mutter variieren
- in Fällen intravenösen Missbrauchs:
- lokale, in manchen Fällen septische Reaktionen (Abszess, Cellulitis)
- potenziell schwerwiegende akute Hepatitis
- andere akute Infektionen, wie Pneumonie und Endokarditis
- neonatales Arzneimittelentzugssyndrom bei Neugeborenen berichtet, deren Mütter während der Schwangerschaft Buprenorphin erhalten hatten
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Untersuchungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gewichtsabnahme
- abnormer Leberfunktionstest
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- erhöhter Kreatininwert im Blut
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Verletzung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hitzschlag
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Sublingualtablette zur Auflösung unter der Zunge
- Patienten darüber informieren, dass sublinguale Anwendung die einzige wirksame und sichere Art der Anwendung dieses Arzneimittels darstellt
- Tablette bis zur vollständigen Auflösung (ca. 5 - 10 Min.) unter der Zunge halten
- bis zur vollständigen Auflösung der Tablette: nicht schlucken und keine Speisen oder Getränke einnehmen
- Sublingualtabletten sind für die orale Anwendung nicht geeignet
- nicht auflösen und injizieren, da dies zu schweren Nebenwirkungen mit tödlichem Verlauf (Atemdepression, schwere Leberschäden) und zu schweren lokalen Reaktionen, manchmal septischer Art, führen kann
Stillzeithinweise
Buprenorphin - intraoral
- kontraindiziert in der Stillzeit
- Stillen sollte während der Behandlung mit Buprenorphin eingestellt werden
- Buprenorphin und dessen Metaboliten werden in die Muttermilch ausgeschieden
- Untersuchungen an Ratten haben gezeigt, dass Buprenorphin die Laktation hemmt
- klinische Daten fehlen
Schwangerschaftshinweise
Buprenorphin - intraoral
- Buprenorphin darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, dass eine Behandlung mit Buprenorphin aufgrund des klinischen Zustandes der Frau erforderlich ist
- Buprenorphin sollte während der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der potenzielle Nutzen das potenzielle Risiko für den Fötus überwiegt
- sollte eine Verabreichung von Buprenorphin zum Ende der Schwangerschaft hin notwendig sein, muss das Neugeborene engmaschig überwacht werden
- zudem sollte die Anwendung von Buprenorphin während der Schwangerschaft durch den Arzt sorgfältig überprüft werden
- keine (ausreichenden) oder nur begrenzte Daten zur Anwendung von Buprenorphin bei Schwangeren vorliegend (< 300 Schwangerschaftsausgänge)
- tierexperimentelle Studien
- haben keine Reproduktionstoxizität gezeigt
- das potentielle Risiko für den Menschen ist unbekannt
- gegen Ende der Schwangerschaft kann Buprenorphin auch nach kurzer Anwendungsdauer eine Atemdepression beim Neugeborenen hervorrufen
- Entzugssyndrom beim Neugeborenen
- Langzeitanwendung während der letzten drei Schwangerschaftsmonate kann zu einem Entzugssyndrom beim Neugeborenen führen (z.B. Hypertonie, neonataler Tremor, neonatale Agitation, Myoklonus oder Krämpfe)
- Syndrom tritt im Allgemeinen mit einer Verzögerung von einigen Stunden bis zu einigen Tagen nach der Geburt auf
- wegen der langen Halbwertszeit von Buprenorphin sollte in Betracht gezogen werden, das ungeborene Kind am Ende der Schwangerschaft mehrere Tage lang zu überwachen, um dem Risiko einer Atemdepression oder eines Entzugssyndroms bei Neugeborenen vorzubeugen
- Fertilität
- keine, oder nur begrenzte Daten zum Einfluss von Buprenorphin auf die menschliche Fertilität vorliegend
- tierexperimentelle Studien haben eine Verringerung der weiblichen Fertilität unter hohen Dosen gezeigt (systemische Exposition > 2,4-Fache der Exposition des Menschen bei der empfohlenen Höchstdosis von 24 mg Buprenorphin / Tag, basierend auf den AUC-Werten)
Warnhinweise
Buprenorphin - intraoral
- nur für die Behandlung einer Opioidabhängigkeit bestimmt
- empfohlen, dass die Therapie von einem Arzt verordnet wird, der eine umfassende Versorgung und Betreuung des opioidabhängigen Patienten sicherstellt
- Behandlung unter Aufsicht eines Arztes mit Erfahrung in der Behandlung von Opiatabhängigkeit/-sucht bzw. Drogenabhänbgiger und, wann immer möglich, in Zentren, die sich auf die Behandlung der Drogenabhängigkeit spezialisiert haben
- Dauer der Anwendung
- richtet sich nach dem vereinbarten Behandlungsziel
- Ausgang der Behandlung hängt von der verschriebenen Dosis und auch von den kombinierten medizinischen, psychologischen, sozialen und unterweisenden Maßnahmen während der Überwachung des Patienten ab
- besondere Risiken bei Patienten unter Substitutionsbehandlung
- vor Behandlungsbeginn muss die Opiatabhängigkeit durch ein positives Urin-Screening auf Opiate bestätigt sein
- Buprenorphin hat ein Missbrauchs- und Abhängigkeitspotenzial, das dem anderer starker Opioide entspricht
- während der Substitutionsbehandlung regelmäßig Harnkontrollen (Harnabgabe unter Sicht), u.a. auf Opioide (auch quantitativ), Barbiturate, Methaqualon und Benzodiazepine, falls ratsam auf Cocain und Amphetamine und deren Metaboliten zu veranlassen
- der/die Patientin sollte auf Einstichstellen untersucht werden
- bei hohen Tagesdosen besonders engmaschige Überwachung hinsichtlich somatischer und psychischer Beschwerden erforderlich
- bei Anwendung eines Opioidantagonisten kommt es zu Entzugserscheinungen
- Beendigung der Einnahme soll zur Vermeidung von Entzugserscheinungen nur ausschleichend erfolgen
- Absetzen der Behandlung kann zu Entzugserscheinungen, die verzögert auftreten können (bis zu 2 Wochen), führen
- nicht bestimmungsgemäßer Gebrauch, Missbrauch und Entwendung / Verbreitung
- Buprenorphin als sublinguale Darreichungsform darf keinesfalls parenteral angewendet werden, da es durch rasche Gewebeanflutung mit hohen Wirkstoffkonzentrationen zu schweren Nebenwirkungen mit tödlichem Verlauf kommen kann; mögliche Folgen missbräuchlicher Injektion der aufgelösten, sublingualen Darreichungsform:
- Tod durch Atemstillstand nach zu rascher Aufnahme des Wirkstoffes
- Überempfindlichkeitsreaktion (periphere Blutdrucksenkung bis hin zum Kreislaufschock)
- lokale Reaktion wie Thrombophlebitis, Abszess an der Einstichstelle
- systemische Reaktionen wie Thromboembolien bis hin zu Lungenembolien
- Bakteriämie inklusive Sepsis und Endokarditis
- Hepatitis, akute Leberschäden
- sublinguale Darreichungsform
- Arzt muss den Patienten darauf hinweisen, dass die sublinguale Anwendung die einzig wirksame und sichere Verabreichungsart für dieses Arzneimittel ist und ihn mit entsprechender Deutlichkeit über mögliche Folgen eines Missbrauchs informieren
- Buprenorphin kann, wie andere legale oder illegale Opioide auch, missbräuchlich oder nicht bestimmungsgemäß angewendet werden
- Risiken einer missbräuchlichen oder nicht bestimmungsgemäßen Anwendung sind z.B. Überdosierung, Verbreitung von hämatogen übertragenen viralen oder lokalen und systemischen Infektionen, Atemdepression und Leberschädigung
- das Risiko von schweren Nebenwirkungen wie Überdosierung oder Behandlungsabbruch ist erhöht, wenn der Patient zu wenig Buprenorphin erhält und beginnt, die Entzugssymptome mit Opiaten, Alkohol oder anderen Sedativa und Hypnotika (insbesondere Benzodiazepine) selbst zu behandeln
- missbräuchliche Anwendung von Buprenorphin durch Personen, denen das Arzneimittel nicht verordnet wurde
- beinhaltet außerdem das Risiko neuer Drogenabhängiger, die Buprenorphin als Hauptdroge missbrauchen, wenn das Arzneimittel direkt vom betreffenden Patienten zum illegalen Gebrauch in Umlauf gebracht, oder wenn es nicht genügend gegen Diebstahl gesichert wird
- suboptimale Behandlung mit Buprenorphin kann einen Arzneimittelmissbrauch durch den Patienten zur Folge haben, was zu Überdosierung oder Behandlungsabbruch führen kann
- ein Patient, der eine zu niedrige Dosis Buprenorphin erhält, könnte auf unkontrollierte Entzugssymptome weiterhin mit der Selbstbehandlung mit Opioiden, Alkohol oder sonstigen Sedativa / Hypnotika, z.B. Benzodiazepinen, reagieren
- um das Risiko eines nicht bestimmungsgemäßen Gebrauchs und Missbrauchs zu minimieren, sollten die Ärzte bei der Verordnung und Ausgabe von Buprenorphin das Risiko der Verbreitung in illegale Märkte berücksichtigen und geeignete Vorsichtsmaßnahmen ergreifen
- in der frühen Therapiephase sollten nicht mehrere Dosen gleichzeitig verschrieben und dem Bedarf des Patienten angemessene Nachbeobachtungstermine zur klinischen Überwachung angesetzt werden
- zu Beginn der Behandlung das Arzneimittel nicht zur Einnahme mit nach Hause geben
- Buprenorphin als sublinguale Darreichungsform darf keinesfalls parenteral angewendet werden, da es durch rasche Gewebeanflutung mit hohen Wirkstoffkonzentrationen zu schweren Nebenwirkungen mit tödlichem Verlauf kommen kann; mögliche Folgen missbräuchlicher Injektion der aufgelösten, sublingualen Darreichungsform:
- Take-Home-Verschreibung
- während der Einleitung der Therapie wird eine tägliche Ausgabe von Buprenorphin an den Patienten empfohlen
- nach der Stabilisierung kann vertrauenswürdigen Patienten ein Vorrat , der für mehrere Behandlungstage ausreicht, gegeben werden gemäß den lokalen Bestimmungen
- im Falle einer Take-Home-Verschreibung hat der Arzt dafür Sorge zu tragen, dass die aus der Mitgabe des Substitutionsmittels resultierenden Risiken einer Selbst- oder Fremdgefährdung so weit wie möglich ausgeschlossen werden und der Patient das ihm verschriebene Substitutionsmittel bestimmungsgemäß verwendet
- bei missbräuchlicher, nicht bestimmungsgemäßer Anwendung durch den Patienten ist die Take-Home-Verschreibung sofort einzustellen. Eine missbräuchliche Anwendung liegt vor, wenn der Patient ihn gefährdende Stoffe wie z B. Benzodiazepine verwendet oder Buprenorphin i.v. injiziert
- während der Einleitung der Therapie wird eine tägliche Ausgabe von Buprenorphin an den Patienten empfohlen
- Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
- bei Auftreten folgender Erkrankungen während der Anwendung von Buprenorphin Vorsicht geboten und Arzneimitteldosis ggf. herabsetzen:
- Asthma bronchiale oder respiratorische Insuffizienz (z.B. chronisch obstruktive Lungenerkrankung, Cor pulmonale, eingeschränkte Atemreserve, Hypoxie, Hyperkapnie oder Kyphoskoliose, einer Verkrümmung der Wirbelsäule mit potenziell resultierender Atemnot)
- (vorbestehende) Atemdepression
- Patienten sollten engmaschig auf Anzeichen und Symptome von Atemdepression und Sedierung überwacht werden
- dringend empfohlen, Patienten und ihre Bezugspersonen über diese Symptome zu informieren
- einige Todesfälle infolge von Atemdepression beschrieben, insbesondere bei kombinierter Anwendung von Buprenorphin mit Benzodiazepinen oder wenn Buprenorphin nicht gemäß der Fachinformation angewendet wurde
- auch bei gleichzeitiger Anwendung von Buprenorphin zusammen mit anderen zentral dämpfenden Arzneimitteln besteht ein erhöhtes Risiko von Atemdepression, die möglicherweise tödlich verlaufen kann
- Todesfälle auch in Zusammenhang mit der gleichzeitigen Anwendung von Buprenorphin und anderen zentral dämpfenden Mitteln, z.B. Alkohol und anderen Opioiden, berichtet
- bei Anwendung von Buprenorphin bei nicht opioidabhängigen Personen, die keine Toleranz gegenüber den Wirkungen von Opioiden haben, kann eine möglicherweise tödliche Atemdepression auftreten
- Buprenorphin kann bei Kindern und nicht abhängigen Personen bei versehentlicher oder absichtlicher Einnahme zu einer schweren, möglicherweise tödlichen Atemdepression führen
- Patienten müssen ermahnt werden
- die Packung an einem sicheren Ort aufzubewahren
- die Packung nie im Voraus zu öffnen
- die Packung für Kinder und andere Haushaltsmitglieder unerreichbar aufzubewahren,
- dieses Arzneimittel nie vor Kindern einzunehmen
- bei versehentlicher Einnahme oder Verdacht auf Einnahme umgehend Notdient verständigen
- Kinder und nicht abhängige Personen sind vor der Einnahme zu schützen
- Patienten müssen ermahnt werden
- Patienten sollten engmaschig auf Anzeichen und Symptome von Atemdepression und Sedierung überwacht werden
- Risiken einer gleichzeitigen Anwendung von sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepine oder verwandte Arzneimittel
- gleichzeitige Anwendung von Buprenorphin und sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepine oder verwandte Arzneimittel kann zu Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod führen
- aufgrund dieser Risiken gleichzeitige Verschreibung mit diesen sedierenden Arzneimitteln nur bei den Patienten angebracht, für die es keine alternativen Behandlungsmöglichkeiten gibt
- wenn dennoch eine gleichzeitige Verschreibung von Buprenorphin zusammen mit Sedativa für notwendig erachtet wird
- sollte die niedrigste wirksame Dosis angewendet werden, und die Behandlungsdauer sollte so kurz wie möglich sein
- Patienten sollten engmaschig auf Anzeichen und Symptome von Atemdepression und Sedierung überwacht werden
- in diesem Zusammenhang dringend empfohlen, Patienten und ihre Bezugspersonen über diese Symptome zu informieren
- gleichzeitige Anwendung von Buprenorphin und sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepine oder verwandte Arzneimittel kann zu Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod führen
- ZNS-dämpfende Wirkung / ZNS-Depression
- Buprenorphin kann Benommenheit hervorrufen, insbesondere wenn es zusammen mit Alkohol oder zentral dämpfenden Mitteln (z.B. Benzodiazepine, Tranquilizern, Sedativa oder Hypnotika) eingenommen wird
- Risiken der gleichzeitigen Anwendung mit Alkohol, alkoholischen Getränken oder alkoholhaltigen Arzneimittel
- gleichzeitige Anwendung von Opioiden, einschließlich Buprenorphin, und Alkohol kann zu Sedierung, Atemdepression, Koma und zum Tod führen
- während der Behandlung mit Buprenorphin dürfen keine alkoholischen Getränke oder alkoholhaltigen Arzneimittel eingenommen werden, es muss auf Alkohol verzichtet werden
- ärztliche Überwachung erforderlich bei gleichzeitiger Anwendung von
- zentral dämpfenden Arzneimitteln
- anderen Opioidderivaten (Analgetika und Antitussiva)
- bestimmten Antidepressiva
- sedativen H1-Rezeptorantagonisten
- Barbituraten
- Anxiolytika
- Neuroleptika
- Clonidin und verwandten Substanzen
- Patient entsprechend darüber aufklären, dass der Konsum von Alkohol, illegalen Opioiden, anderen zentral dämpfenden Substanzen oder Arzneimitteln (wie z. B. Benzodiazepinen oder Hypnotika) bzw. anderen Substitutionsmitteln in Anbetracht der Potenzierung der Atemdepression zum Tod durch Atemstillstand führen kann
- Hepatitis und hepatische Ereignisse
- bei allen Patienten sollten in regelmäßigen Abständen Leberfunktionstests vorgenommen werden
- in klinischen Studien und Nebenwirkungsberichten nach Markteinführung bei Opioidabhängigen Fälle von akuter Leberschädigung beschrieben
- Spektrum der abnormen Veränderungen reicht von passageren asymptomatischen Erhöhungen der Lebertransaminasen bis hin zu Berichten von zytolytischer Hepatitis, Leberversagen, Lebernekrose, hepatorenalem Syndrom, hepatischer Enzephalopathie und Tod
- in vielen Fällen könnten vorbestehende mitochondrale Störungen (Abweichungen der Leberenzymwerte, genetische Erkrankungen, Infektionen mit dem Hepatitis-B- oder Hepatitis-C-Virus, Alkoholmissbrauch, Anorexie, die gleichzeitige Anwendung von anderen potenziell hepatotoxischen Arzneimitteln oder Mitochondrientoxinen (wie z. B. Acetylsalicylsäure, Isoniazid, Valproat, Amiodaron, Proteasehemmer, antiretrovirale Nukleosidanaloga)) oder ein fortbestehender intravenöser Drogenmissbrauch ursächlich sein oder dazu beitragen
- vor der Verordnung von Buprenorphin und während der Therapie müssen diese zugrundeliegenden Faktoren berücksichtigt werden
- bei Verdacht auf ein hepatisches Ereignis
- weitergehende biologische und ätiologische Evaluierung erforderlich
- ausgehend von den Befunden kann das Arzneimittel vorsichtig abgesetzt werden, um Entzugssymptome und einen erneuten illegalen Drogenabusus zu verhindern
- bei Fortführung der Therapie Leberfunktion engmaschig überwachen
- bei allen Patienten sollten in regelmäßigen Abständen Leberfunktionstests vorgenommen werden
- Leberfunktionsstörung
- vor Einleitung der Therapie sollten die Leberfunktionswerte und der Virushepatitis-Status bestimmt werden
- bei Patienten mit positivem Virushepatitisbefund, bei Patienten, die Begleitmedikation erhalten , und / oder bei Patienten, bei denen eine Leberfunktionsstörung vorliegt
- besteht das Risiko einer schnelleren Leberschädigung
- regelmäßige Kontrolle der Leberfunktion wird empfohlen
- Einfluss einer beeinträchtigten Leberfunktion auf die Pharmakokinetik von Buprenorphin in einer Anwendungsbeobachtung untersucht
- da Buprenorphin überwiegend in der Leber metabolisiert wird, wurden bei Patienten mit mittelschwerer und schwerer Leberfunktionsstörung erhöhte Plasmaspiegel von Buprenorphin nach Einzeldosisgabe festgestellt
- Patienten sollten auf Anzeichen und Symptome von Opioid-Entzugserscheinungen und einer durch erhöhte Buprenorphinkonzentration verursachten Toxizität oder Überdosierung überwacht werden
- hepatische Metabolismus von Buprenorphin kann bei Leberinsuffizienz verändert sein, was zu erhöhten Plasmakonzentrationen von Buprenorphin führen kann
- Reduktion der Buprenorphin- Dosis kann erforderlich sein
- Patienten mit mäßiger Beeinträchtigung der Leberfunktion
- Vorsicht bei der Anwendung
- Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung
- kontraindiziert
- Nierenfunktionsstörung
- Ausscheidung über die Niere kann verzögert / verlängert sein, da 20 - 30 % der applizierten Dosis renal eliminiert werden
- Metaboliten von Buprenorphin akkumulieren bei Patienten mit Niereninsuffizienz
- dennoch spielt Ausscheidung über die Niere in der Gesamt-Clearance von Buprenorphin eine relativ geringe Rolle, daher ist in der Regel keine auf der Nierenfunktion basierende Dosisänderung erforderlich
- Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min.)
- Vorsicht bei der Anwendung
- kardiovaskuläres System und Arrhythmien
- besonders sorgfältige medizinische Überwachung in folgenden Fällen erforderlich:
- Patienten mit nachweislichen oder vermuteten EKG-Veränderungen (Verlängerung des QT-Intervalls im EKG) oder einem Ungleichgewicht des Elektrolythaushalts, v.a. Kaliummangel (Hypokaliämie)
- klinisch signifikante Verringerung der Herzfrequenz (Bradykardie)
- Behandlung mit bestimmten Arzneimitteln gegen Arrhythmie (Antiarrhythmika der Klassen I und III)
- Arrhythmien
- klinische Studien haben Belege dafür erbracht, dass eine Verlängerung des QT-Intervalls sehr oft während einer Behandlung mit reinen µ-Opioidrezeptoragonisten auftritt, was bedeutet, dass das Risiko des Auftretens einer polymorphen ventrikulären Tachykardie (Torsade de pointes) besteht
- während einer Behandlung mit Buprenorphin, einem partiellen µ-Opioidrezeptoragonisten, kam es in klinischen Studien häufig zu einer Verlängerung des QT-Intervalls, deren Ursache noch nicht mit hundertprozentiger Sicherheit geklärt werden konnte
- bei Patienten, bei denen die potenziellen Vorteile einer Buprenorphin-Therapie das Risiko des Auftretens einer Tachykardie überwiegen
- sollte vor Behandlungsbeginn und nach zweiwöchiger Behandlung ein EKG durchgeführt werden, um die Auswirkungen von Buprenorphin auf das QT-Intervall festzustellen und zu beziffern
- dementsprechend ratsam, vor und nach einer Dosiserhöhung ein EKG durchzuführen
- besonders sorgfältige medizinische Überwachung in folgenden Fällen erforderlich:
- beschleunigt einsetzendes Opioidentzugssyndrom
- zu Beginn der Behandlung mit Buprenorphin muss sich der Arzt über das partiell agonistische Wirkungsprofil von Buprenorphin im Klaren sein
- aufgrund der partiell agonistischen Wirkung von Buprenorphin muss der Patient darauf vorbereitet werden, dass die ersten 24 Stunden der Buprenorphin-Substitutionsbehandlung unangenehm, mit leichten Opiat-Entzugssymptomen, sein können
- Buprenorphin kann bei opioidabhängigen Patienten zum beschleunigten Eintreten von Entzugssymptomen führen, wenn es verabreicht wird, bevor die agonistischen Wirkungen, die sich aus der jüngsten Opioidanwendung oder -missbrauch ergeben, nachgelassen haben
- insbesondere wenn es dem Patienten früher als 6 Stunden nach der letzten Anwendung von Heroin oder eines anderen kurzwirksamen Opioids oder früher als 24 Stunden nach der letzten Methadon-Dosis verabreicht wird
- Patienten sollten in der Umstellungsphase von Methadon auf Buprenorphin genau beobachtet werden, da von Entzugssymptomen berichtet wurde
- zur Verhinderung eines beschleunigten Entzugs sollte die Einleitung der Behandlung mit Buprenorphin erfolgen, wenn objektive Anzeichen und Symptome eines leichten bis mäßigen Entzugs vorliegen
- Entzugssymptome können auch mit einer suboptimalen Dosierung assoziiert sein
- Bewusstseinsstörungen
- Hypovolämie
- obstruktive oder entzündliche Darmerkrankungen
- Verdacht auf Ileus
- Pankreatitis
- Harnleiterkoliken
- Phäochromozytom
- besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich bei Alkoholismus in der Vorgeschichte
- bei Auftreten folgender Erkrankungen während der Anwendung von Buprenorphin Vorsicht geboten und Arzneimitteldosis ggf. herabsetzen:
- schlafbezogene Atmungsstörungen
- Opioide können schlafbezogene Atmungsstörungen einschließlich zentraler Schlafapnoe und schlafbezogener Hypoxämie verursachen
- Anwendung von Opioiden geht mit einer dosisabhängigen Erhöhung des Risikos für eine zentrale Schlafapnoe einher
- bei Patienten mit zentraler Schlafapnoe sollte eine Verringerung der Opioidgesamtdosis in Betracht gezogen werden
- Toleranz und Opioidgebrauchsstörung (Missbrauch und Abhängigkeit)
- Buprenorphin ist ein partieller µ (mü)-Opiatrezeptoragonist
- Dauertherapie führt zur Abhängigkeit vom Opioidtyp
- tierexperimentelle Studien und die klinische Erfahrung haben gezeigt, dass Buprenorphin zur Abhängigkeit führen kann, wobei diese Abhängigkeit jedoch nicht so stark ausgeprägt ist wie bei einem vollen Agonisten bzw. Morphin
- bei wiederholter Anwendung von Opioiden wie Buprenorphin können sich eine Toleranz, eine physische und psychische Abhängigkeit und eine Opioidgebrauchsstörung entwickeln
- durch Missbrauch oder absichtliche Falschanwendung von Buprenorphin kann es zu einer Überdosierung und/oder zum Tod kommen
- Risiko, eine Opioidgebrauchsstörung zu entwickeln, ist bei Patienten mit Substanzgebrauchsstörung (einschließlich Alkoholgebrauchsstörung) in der persönlichen oder familiären Vorgeschichte (Eltern oder Geschwister), bei Rauchern oder bei Patienten mit anderen psychischen Erkrankungen in der persönlichen Vorgeschichte (z. B. Major Depression, Angststörungen und Persönlichkeitsstörungen) erhöht
- vor Beginn der Behandlung und während der Behandlung sollten die Behandlungsziele und ein Plan für die Beendigung der Behandlung mit dem Patienten vereinbart werden
- Patienten müssen auf Anzeichen eines Suchtverhaltens (drug-seeking behaviour) überwacht werden (z. B. zu frühe Anfrage nach Folgerezepten)
- hierzu gehört auch die Überprüfung der gleichzeitigen Anwendung von Opioiden und Psychopharmaka (wie Benzodiazepinen)
- bei Patienten mit Anzeichen und Symptomen einer Opioidgebrauchsstörung sollte die Konsultation eines Suchtspezialisten in Betracht gezogen werden
- plötzliches Absetzen nicht empfohlen
- da dies zu einem Entzugssyndrom führen kann, das möglicherweise auch verzögert eintritt
- eine bestehende Opiatabhängigkeit kann durch Substitutionsbehandlung nicht rückgängig gemacht werden
- daher ist es wichtig, den Empfehlungen zur Therapieeinleitung, Dosisanpassung und Überwachung des Patienten zu folgen
- Anwendung bei Kindern und Jugendlichen (Altersgrenzen können abweichen, detailierte Informationen siehe jeweilige Herstellerinformation)
- Alter 15 - 18 Jahre: aufgrund mangelnder Daten für Jugendliche sollten Patienten dieser Altersgruppe während der Therapie engmaschiger überwacht werden bzw. das Arzneimittel nur mit Vorsicht eingenommen werden bzw. ist die Anwendung kontraindiziert - siehe Herstellerinformation
- Alter < 15 Jahre: sollte nicht angewendet werden bzw. kontraindiziert, keine Daten zur Anwendung vorliegend - siehe Herstellerinformation
- Allgemeine Warnhinweise für die Anwendung von Opioiden
- Opioide können bei ambulant behandelten Patienten eine orthostatische Hypotonie verursachen / Arzneimittel kann ein Orthostasesyndrom auslösen
- Liquordruck
- Opioide können zu einem erhöhten Liquordruck führen, der Krampfanfälle verursachen kann, so dass Opioide bei Patienten mit Kopfverletzungen, intrakraniellen Läsionen, anderen Zuständen mit möglicher Erhöhung des Liquordrucks oder Krampfanfällen in der Krankengeschichte mit Vorsicht anzuwenden sind
- Vorsicht bei der Anwendung von Opioiden bei
- Hypotonie
- Prostatahypertrophie
- Urethralstenose
- Myxödem
- Hypothyreose
- Nebenniereninsuffizienz (z.B. Morbus Addison)
- älteren oder geschwächten Patienten
- eine durch Opioide verursachte Miosis, Veränderungen des Bewusstseinszustands und Veränderungen der Schmerzwahrnehmung als Symptom einer Krankheit
- können die Patientenbeurteilung beeinträchtigen und die Diagnose oder den klinischen Verlauf einer Begleiterkrankung verschleiern
- bei Schmerzen unter einer Substitutionsbehandlung ist nach Verifizierung des somatischen Korrelats eine zusätzlich analgetische Medikation erforderlich (ggf. Betreuung über Spezialeinrichtung)
- Patienten mit Dysfunktion der Gallenwege
- Opioide erhöhen den Druck im Gallengang
- Vorsicht bei der Anwendung von Opioiden
- gleichzeitige Einnahme mit
- Monoaminoxidase-Hemmern (MAO-Hemmern)
- kann zu einer Verstärkung der Wirkung von Opioiden führen (ausgehend von der Erfahrung mit Morphin)
- mit anderen serotonergen Arzneimitteln wie MAO-Hemmern, selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (Selective Serotonin Re-Uptake Inhibitors,SSRI), Serotonin-Noradrenalin Wiederaufnahmehemmern (Serotonin Norepinephrine Re-Uptake Inhibitors, SNRI) oder trizyklischen Antidepressiva
- kann zu einem Serotoninsyndrom, einer potenziell lebensbedrohlichen Erkrankung, führen
- wenn eine gleichzeitige Behandlung mit anderen serotonergen Arzneimitteln klinisch angezeigt ist
- sorgfältige Beobachtung des Patienten empfohlen, insbesondere bei Behandlungsbeginn und Dosiserhöhungen
- Symptome des Serotoninsyndroms umfassen unter anderem Veränderungen des Gemütszustandes, autonome Instabilität, neuromuskuläre Auffälligkeiten und/oder gastrointestinale Symptome
- wenn ein Serotoninsyndrom vermutet wird, sind je nach der Schwere der Symptome
- Dosisverringerung oder das Absetzen der Behandlung in Erwägung zu ziehen
- Arzneimittel, die das Enzym CYP3A4 hemmen
- können zu einer erhöhten Konzentration von Buprenorphin führen
- eine Reduktion der Buprenorphindosis kann notwendig sein
- bei Patienten, die bereits mit CYP3A4-Hemmern behandelt werden, ist eine vorsichtige Buprenorphin Dosistitration angezeigt, da eine geringe Dosis bei diesen Patienten ausreichend sein kann
- Monoaminoxidase-Hemmern (MAO-Hemmern)
- Suizidversuche
- Suizidversuche mit Opioiden sind Bestandteil des klinischen Zustandsbildes der Substanzabhängigkeit, v. a. in Kombination mit
- trizyklischen Antidepressiva
- Alkohol und
- weiteren auf das ZNS einwirkenden Stoffen
- individuelle Evaluation und Behandlungsplanung, die eine stationäre Versorgung einschließen kann, sollten bei Patienten in Betracht gezogen werden, die trotz angemessener pharmakotherapeutischer Intervention unkontrollierten Drogenkonsum und persistierendes, stark gefährdetes Verhalten zeigen
- Suizidversuche mit Opioiden sind Bestandteil des klinischen Zustandsbildes der Substanzabhängigkeit, v. a. in Kombination mit
- Doping und Drogen-Screening
- Anwendung kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen
- Sportler müssen sich der Tatsache bewusst werden, dass es durch die Anwendung zu positiven „Dopingtests" kommen kann
- missbräuchliche Anwendung zu Dopingzwecken kann die Gesundheit gefährden
- zum Drogen-Screening sollten in regelmäßigen Zeitabständen Urintests durchgeführt werden
- Anwendung kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen