Bupropion - 1 A Pharma 300 mg Tab.m.verän.Ws.-Frs.
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 30 ST | 51,47 € |
| N3 | 90 ST | 118,31 € |
| – | 60 ST | 85,85 € |
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Indikation
- Bupropion - 1 A Pharma® ist angezeigt zur Behandlung von Episoden einer Major Depression.
Dosierung
- Anwendung bei Erwachsenen
- Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 150 mg einmal täglich. Eine optimale Dosis wurde in klinischen Studien nicht ermittelt. Zeigt sich nach vierwöchiger Behandlung mit 150 mg keine Besserung, kann die Dosis auf 300 mg einmal täglich gesteigert werden. Zwischen den aufeinanderfolgenden Einzeldosen muss eine Zeitspanne von mindestens 24 Stunden liegen.
- Der Wirkungseintritt von Bupropion wurde 14 Tage nach Therapiebeginn festgestellt. Wie bei allen Antidepressiva zeigt sich die volle antidepressive Wirkung von Bupropion - 1 A Pharma® möglicherweise erst nach mehrwöchiger Behandlung.
- Patienten mit Depressionen sollten für einen ausreichenden Zeitraum von mindestens 6 Monaten behandelt werden, um sicherzugehen, dass sie symptomfrei sind.
- Schlaflosigkeit ist eine sehr häufige Nebenwirkung, die oft vorübergehend auftritt. Das Auftreten von Schlaflosigkeit kann vermindert werden, indem eine Einnahme vor dem Schlafengehen vermieden wird (vorausgesetzt, es liegen wenigstens 24 Stunden zwischen den Einzeldosen).
- Kinder und Jugendliche
- Bupropion - 1 A Pharma® ist nicht zur Anwendung bei Kindern oder Jugendlichen unter 18 Jahren indiziert. Die Sicherheit und Wirksamkeit von Bupropion bei Patienten unter 18 Jahren sind nicht belegt.
- Ältere Personen
- Die Wirksamkeit wurde bei älteren Personen nicht eindeutig gezeigt. In einer klinischen Studie wurden ältere Personen mit dem gleichen Dosierungsschema behandelt wie im Abschnitt „Anwendung bei Erwachsenen" beschrieben. Eine erhöhte Empfindlichkeit kann bei einigen älteren Personen nicht ausgeschlossen werden.
- Leberfunktionsstörungen
- Bupropion - 1 A Pharma® muss bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen mit Vorsicht angewendet werden. Aufgrund der erhöhten pharmakokinetischen Variabilität bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Leberfunktionsstörung beträgt die empfohlene Dosis für diese Patienten 150 mg einmal täglich.
- Nierenfunktionsstörungen
- Die empfohlene Dosis für diese Patienten beträgt 150 mg einmal täglich, da sich Bupropion und dessen aktive Metaboliten bei diesen Patienten in größerem Ausmaß als gewöhnlich anreichern können.
- Absetzen der Behandlung
- Obwohl in klinischen Studien mit Bupropion Absetzsymptome, die eher spontan als systematisch erfasst wurden, nicht beobachtet wurden, kann eine ausschleichende Therapie in Betracht gezogen werden. Bupropion hemmt selektiv die neuronale Wiederaufnahme von Katecholaminen. Ein Rebound-Effekt oder Absetzsymptome können daher nicht ausgeschlossen werden.
Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegen Bupropion oder einen der sonstigen Bestandteile.
- Bupropion - 1 A Pharma® ist bei Patienten kontraindiziert, die ein anderes Bupropion-haltiges Arzneimittel einnehmen, da das Auftreten von Krampfanfällen dosisabhängig ist und um eine Überdosierung zu vermeiden.
- Bupropion - 1 A Pharma® ist bei Patienten kontraindiziert, die derzeit an Krampfanfällen leiden oder jemals in der Vergangenheit an Krampfanfällen gelitten haben.
- Bupropion - 1 A Pharma® ist kontraindiziert bei Patienten mit einem Tumor des zentralen Nervensystems (ZNS).
- Bupropion - 1 A Pharma® ist kontraindiziert bei Patienten, die zu irgendeinem Zeitpunkt der Behandlung einen abrupten Entzug von Alkohol oder irgendeinem anderen Arzneimittel durchführen, von dem bekannt ist, dass ein Entzug mit dem Risiko des Auftretens von Krampfanfällen verbunden ist (insbesondere Benzodiazepine oder Benzodiazepin-ähnliche Arzneimittel).
- Die Anwendung von Bupropion - 1 A Pharma® ist bei Patienten mit schwerer Leberzirrhose kontraindiziert.
- Die Anwendung von Bupropion - 1 A Pharma® ist bei Patienten kontraindiziert, die derzeit an Bulimie oder Anorexia nervosa leiden oder bei denen eine dieser Erkrankungen in der Vergangenheit diagnostiziert wurde.
- Die gleichzeitige Anwendung von Bupropion - 1 A Pharma® und Monoaminoxidase-Hemmern (MAO-Hemmern oder MAOI) ist kontraindiziert. Zwischen dem Ende einer Behandlung mit irreversiblen MAO-Hemmern und dem Beginn der Behandlung mit Bupropion - 1 A Pharma® müssen mindestens 14 Tage vergehen. Bei reversiblen MAO-Hemmern ist ein Zeitraum von 24 Stunden ausreichend.
Therapiehinweise
Ausschleichend dosieren.
Nebenwirkungen
- Die folgende Aufstellung gibt Auskunft über Nebenwirkungen aufgrund klinischer Erfahrung, eingeteilt nach Häufigkeit und Systemorganklassen.
- Bei der Beschreibung der Häufigkeit des Auftretens der Nebenwirkungen wurden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
- Sehr häufig (>/= 1/10); häufig (>/= 1/100 bis < 1/10); gelegentlich (>/= 1/1000 bis < 1/100); selten (>/= 1/10 000 bis < 1/1000), sehr selten (< 1/10 000); nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- Nicht bekannt
- Anämie, Leukopenie und Thrombozytopenie
- Nicht bekannt
- Erkrankungen des Immunsystems*
- Häufig
- Überempfindlichkeitsreaktionen wie Urtikaria
- Sehr selten
- schwerwiegendere Überempfindlichkeitsreaktionen, darunter Angioödem, Dyspnoe/Bronchospasmus und anaphylaktischer Schock
- Auch über Arthralgie, Myalgie und Fieber wurde im Zusammenhang mit Hautausschlag und anderen Symptomen berichtet, die auf eine verzögerte Überempfindlichkeitsreaktion hinweisen. Diese Symptome können der Serumkrankheit ähneln.
- Häufig
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- Häufig
- Anorexie
- Gelegentlich
- Gewichtsverlust
- Sehr selten
- Schwankungen des Blutzuckerwertes
- Nicht bekannt
- Hyponatriämie
- Häufig
- Psychiatrische Erkrankungen
- Sehr häufig
- Schlaflosigkeit
- Häufig
- Agitiertheit, Angst
- Gelegentlich
- Depressionen, Verwirrtheit
- Sehr selten
- Aggressivität, feindseliges Verhalten, Reizbarkeit, Unruhe, Halluzinationen, ungewöhnliche Träume einschließlich Albträumen, Depersonalisation, Wahnvorstellungen, paranoide Vorstellungen
- Nicht bekannt
- suizidale Gedanken, suizidales Verhalten***, Psychose, Dysphemie
- Sehr häufig
- Erkrankungen des Nervensystems
- Sehr häufig
- Kopfschmerzen
- Häufig
- Zittern, Schwindel, Geschmacksstörungen
- Gelegentlich
- Konzentrationsstörungen
- Selten
- Krampfanfälle (siehe unten)**
- Sehr selten
- Dystonie, Ataxie, Parkinsonismus, Koordinationsstörungen, Beeinträchtigung des Gedächtnisses, Parästhesien, Synkope
- Nicht bekannt
- Serotonin-Syndrom****
- Sehr häufig
- Augenerkrankungen
- Häufig
- Sehstörungen
- Häufig
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- Häufig
- Tinnitus
- Häufig
- Herzerkrankungen
- Gelegentlich
- Tachykardie
- Sehr selten
- Palpitationen
- Gelegentlich
- Gefäßerkrankungen
- Häufig
- erhöhter Blutdruck (manchmal schwerwiegend), Gesichtsröte
- Sehr selten
- Vasodilatation, orthostatische Hypotonie
- Häufig
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- Sehr häufig
- Mundtrockenheit, gastrointestinale Störungen einschließlich Übelkeit und Erbrechen
- Häufig
- Bauchschmerzen, Obstipation
- Sehr häufig
- Leber- und Gallenerkrankungen
- Sehr selten
- erhöhte Leberenzymwerte, Gelbsucht, Hepatitis
- Sehr selten
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes*
- Häufig
- Hautausschlag, Juckreiz, Schwitzen
- Sehr selten
- Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, Exazerbation einer Psoriasis
- Nicht bekannt
- Verschlimmerung eines systemischen Lupus erythematodes, kutaner Lupus erythematodes
- Häufig
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- Sehr selten
- Muskelzucken
- Sehr selten
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- Sehr selten
- Änderungen in der Miktionsfrequenz und/oder Harnverhalt, Harninkontinenz
- Sehr selten
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- Häufig
- Fieber, Brustschmerzen, Asthenie
- Häufig
- * Überempfindlichkeit kann sich in Hautreaktionen äußern. Siehe „Erkrankungen des Immunsystems" und „Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes".
- ** Die Häufigkeit von Krampfanfällen liegt bei ca. 0,1% (1/1000). Der häufigste Krampfanfallstyp ist der generalisierte tonisch-klonische Krampfanfall, ein Krampfanfallstyp, der in einigen Fällen zu postiktaler Verwirrtheit oder Gedächtnisstörungen führen kann.
- *** Fälle von suizidalen Gedanken oder suizidalem Verhalten während der Therapie mit Bupropion oder kurze Zeit nach Beendigung der Behandlung sind berichtet worden.
- **** Ein Serotonin-Syndrom kann als Folge einer Wechselwirkung zwischen Bupropion und serotonergen Arzneimitteln, wie selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern (SSRI) oder SerotoninSerotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmern (SNRI), auftreten.
Anwendungshinweise
- Bupropion - 1 A Pharma® ist zum Einnehmen bestimmt. Die Tabletten müssen im Ganzen geschluckt werden. Die Tabletten dürfen nicht geteilt, zerkleinert oder zerkaut werden, da dies zu einem erhöhten Risiko von Nebenwirkungen einschließlich Krampfanfällen führen kann.
- Bupropion - 1 A Pharma® kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.
Stillzeithinweise
- Bupropion und seine Metaboliten werden in die Muttermilch ausgeschieden. Es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob auf das Stillen oder auf die Behandlung mit Bupropion - 1 A Pharma® verzichtet werden soll. Dabei sollen sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau berücksichtigt werden.
Schwangerschaftshinweise
- Einige epidemiologische Studien zu Schwangerschafts-Ausgängen nach mütterlicher Exposition mit Bupropion im ersten Trimenon berichteten einen Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für bestimmte kongenitale kardiovaskuläre Fehlbildungen, speziell Ventrikelseptumdefekte und Defekte des linken Ausflusstrakts. Diese Ergebnisse sind nicht konsistent zwischen den Studien. Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität.
- Bupropion - 1 A Pharma® darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, dass eine Behandlung mit Bupropion aufgrund des klinischen Zustandes der Frau erforderlich ist und alternative Behandlungsmethoden keine Option sind.
- Fertilität
- Es liegen keine Daten zur Auswirkung von Bupropion auf die Fertilität beim Menschen vor. Eine Reproduktionsstudie an Ratten ergab keinen Hinweis auf eine Beeinträchtigung der Fertilität.
Warnhinweise
- Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
- Krampfanfälle
- Die empfohlene Dosis von Bupropion Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung sollte nicht überschritten werden, da Bupropion mit einem dosisabhängigen Risiko für das Auftreten von Krampfanfällen verbunden ist. Die Gesamtinzidenz von Krampfanfällen im Zusammenhang mit Bupropion Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung betrug in klinischen Studien bei Dosen bis zu 450 mg/Tag ungefähr 0,1%.
- Es besteht ein erhöhtes Risiko, dass bei Anwendung von Bupropion Krampfanfälle auftreten, wenn prädisponierende Risikofaktoren vorliegen, die die Krampfschwelle herabsetzen. Daher sollte Bupropion - 1 A Pharma® bei Patienten mit einem oder mehreren prädisponierenden Faktoren für die Herabsetzung der Krampfschwelle mit Vorsicht angewendet werden.
- Alle Patienten sollten auf mögliche prädisponierende Faktoren hin untersucht werden, dazu gehören:
- gleichzeitige Anwendung anderer Arzneimittel, von denen bekannt ist, dass sie die Krampfschwelle herabsetzen (z. B. Antipsychotika, Antidepressiva, Antimalariamittel, Tramadol, Theophyllin, systemische Steroide, Chinolone und sedierende Antihistaminika)
- Alkoholmissbrauch
- Anamnese eines Schädel-Hirn-Traumas
- Diabetes, der mit blutzuckersenkenden Arzneimitteln oder Insulin behandelt wird
- Behandlung mit Stimulanzien oder Appetitzüglern
- Patienten, die während der Behandlung mit Bupropion - 1 A Pharma® einen Krampfanfall erleiden, müssen Bupropion - 1 A Pharma® absetzen und dürfen die Behandlung nicht wieder aufnehmen.
- Wechselwirkungen
- Aufgrund pharmakokinetischer Wechselwirkungen können die Plasmaspiegel von Bupropion oder seiner Metaboliten verändert werden, wodurch das Potenzial für Nebenwirkungen (z. B. Mundtrockenheit, Schlaflosigkeit, Krampfanfälle) möglicherweise erhöht wird. Daher ist Vorsicht geboten, wenn Bupropion gleichzeitig mit Arzneimitteln angewendet wird, welche die Metabolisierung von Bupropion induzieren oder hemmen können.
- Bupropion hemmt die Metabolisierung über das Cytochrom P450-Isoenzym 2D6. Vorsicht ist geboten, wenn gleichzeitig Arzneimittel angewendet werden, die über dieses Enzym metabolisiert werden.
- In der Literatur wurde gezeigt, dass Arzneimittel, die das Cytochrom P450-Isoenzym 2D6 hemmen, zu reduzierten Konzentrationen von Endoxifen, dem aktiven Metaboliten von Tamoxifen, führen können. Daher sollte die Anwendung von Bupropion, das ein CYP2D6-Inhibitor ist, während einer Behandlung mit Tamoxifen, wann immer möglich, vermieden werden.
- Neuropsychiatrische Störungen
- Suizid/Suizidgedanken oder klinische Verschlechterung
- Depressive Erkrankungen sind mit einem erhöhten Risiko für die Auslösung von Suizidgedanken, selbstschädigendem Verhalten und Suizid (Suizid-bezogene Ereignisse) verbunden. Dieses erhöhte Risiko besteht, bis es zu einer signifikanten Linderung der Symptome kommt. Da diese nicht unbedingt schon während der ersten Behandlungswochen auftritt, sollten die Patienten bis zum Eintritt einer Besserung engmaschig überwacht werden. Die bisherige klinische Erfahrung zeigt, dass das Suizidrisiko zu Beginn einer Behandlung ansteigen kann.
- Bei Patienten mit suizidalem Verhalten in der Anamnese oder solchen, die vor der Therapie ausgeprägte Suizidabsichten hatten, ist das Risiko für die Auslösung von Suizidgedanken oder -versuchen erhöht. Sie sollten daher während der Behandlung besonders sorgfältig überwacht werden.
- Eine Meta-Analyse von Placebo-kontrollierten klinischen Studien zur Anwendung von Antidepressiva bei Erwachsenen mit psychiatrischen Störungen zeigte für Patienten unter 25 Jahren, die Antidepressiva einnahmen, ein erhöhtes Risiko für suizidales Verhalten im Vergleich zu Placebo.
- Die Arzneimitteltherapie sollte mit einer engmaschigen Überwachung der Patienten, vor allem der Patienten mit hohem Suizidrisiko, insbesondere zu Beginn der Behandlung und nach Dosisanpassungen einhergehen. Patienten (und deren Betreuer) sind auf die Notwendigkeit einer Überwachung hinsichtlich jeder klinischen Verschlechterung, des Auftretens von suizidalem Verhalten oder Suizidgedanken und ungewöhnlicher Verhaltensänderungen hinzuweisen. Sie sollten unverzüglich medizinischen Rat einholen, wenn derartige Symptome auftreten.
- Es sollte beachtet werden, dass das Auftreten einiger neuropsychiatrischer Symptome entweder in Zusammenhang mit der zugrunde liegenden Erkrankung oder mit der medikamentösen Behandlung stehen kann (siehe „Neuropsychiatrische Symptome einschließlich manischer Episoden und bipolarer Störungen" im nachfolgenden Text und Kategorie "Nebenwirkungen").
- Bei Patienten, die das Auftreten von Suizidgedanken und suizidales Verhalten zeigen, sollte ein Wechsel des therapeutischen Regimes oder auch die Möglichkeit des Absetzens des Arzneimittels in Betracht gezogen werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn diese Symptome schwerwiegend sind, plötzlich auftreten oder bisher beim Patienten nicht aufgetreten sind.
- Neuropsychiatrische Symptome einschließlich manischer Episoden und bipolarer Störungen
- Es wurden neuropsychiatrische Symptome berichtet. Insbesondere wurde eine psychotische und manische Symptomatik beobachtet, die vorwiegend bei Patienten mit einer psychiatrischen Erkrankung in der Vorgeschichte auftrat. Darüber hinaus kann eine Episode einer Major Depression die erste Manifestation einer bipolaren Störung sein. Es wird allgemein angenommen (ist allerdings noch nicht mit kontrollierten Studien nachgewiesen), dass die Behandlung einer solchen Episode allein mit einem Antidepressivum die Wahrscheinlichkeit für ein beschleunigtes Auftreten einer gemischten/manischen Episode bei Patienten erhöht, bei denen das Risiko für das Auftreten einer bipolaren Störung besteht. Begrenzte klinische Daten zur Anwendung von Bupropion in Kombination mit Stimmungsstabilisatoren bei Patienten mit einer bipolaren Störung in der Vorgeschichte lassen vermuten, dass die Rate von Übergängen zur Manie („Switch"-Rate) gering ist. Vor der Einleitung einer Therapie mit einem Antidepressivum sollten die Patienten angemessen untersucht werden, um festzustellen, ob ein Risiko für das Auftreten einer bipolaren Störung besteht. Eine solche Untersuchung sollte eine genaue psychiatrische Anamnese beinhalten, einschließlich der Familienanamnese im Hinblick auf Suizide, bipolare Störungen und Depressionen.
- Tierdaten ergeben einen Hinweis auf ein Missbrauchspotenzial. Studien zum Missbrauchspotenzial beim Menschen und umfangreiche klinische Erfahrung zeigen jedoch, dass Bupropion ein geringes Missbrauchspotenzial hat.
- Klinische Erfahrungen mit Bupropion bei Patienten, die sich einer Elektrokrampftherapie (EKT) unterzogen, sind begrenzt. Bei der Behandlung von Patienten, die Bupropion einnehmen und sich gleichzeitig einer EKT unterziehen, ist Vorsicht geboten.
- Suizid/Suizidgedanken oder klinische Verschlechterung
- Überempfindlichkeit
- Bupropion - 1 A Pharma® muss unverzüglich abgesetzt werden, wenn bei Patienten während der Behandlung eine Überempfindlichkeitsreaktion auftritt. Dem behandelnden Arzt sollte bewusst sein, dass die Symptome nach Absetzen von Bupropion - 1 A Pharma® weiter fortschreiten oder rezidivieren können; eine symptomatische Behandlung sollte deshalb über einen ausreichenden Zeitraum (mindestens eine Woche) sichergestellt sein. Zu den typischen Symptomen zählen Hautausschlag, Juckreiz, Urtikaria oder Brustschmerzen, schwerwiegendere Reaktionen können jedoch auch Angioödem, Dyspnoe/Bronchospasmus, anaphylaktischen Schock, Erythema multiforme oder Stevens-Johnson-Syndrom umfassen. Arthralgie, Myalgie und Fieber wurden ebenfalls in Verbindung mit Hautausschlag und anderen Symptomen beobachtet, die auf eine verzögerte Überempfindlichkeitsreaktion hindeuten.
- Bei den meisten Patienten besserten sich die Symptome nach Absetzen von Bupropion und dem Beginn einer Behandlung mit Antihistaminika oder Kortikosteroiden und verschwanden nach einiger Zeit ganz.
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Zur Anwendung von Bupropion zur Behandlung von Depressionen bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen liegen nur begrenzte klinische Erfahrungen vor. Vorsicht ist geboten bei der Behandlung dieser Patienten. In Studien zur Raucherentwöhnung wurde Bupropion allerdings von Patienten mit ischämischer Herz-Kreislauf-Erkrankung im Allgemeinen gut vertragen.
- Blutdruck
- Es wurde gezeigt, dass Bupropion bei nicht-depressiven Patienten mit Hypertonie Grad I keinen signifikanten Blutdruckanstieg verursacht. Aus der klinischen Anwendung liegen jedoch Berichte über Blutdruckerhöhung vor, die in einigen Fällen schwerwiegend waren und eine sofortige Behandlung erforderten. Dies wurde bei Patienten mit oder ohne vorbestehendem Bluthochdruck beobachtet.
- Zu Beginn der Behandlung sollte der Ausgangswert des Blutdrucks bestimmt und anschließend kontrolliert werden, insbesondere bei Patienten mit vorbestehender Hypertonie. Bei einem klinisch signifikanten Blutdruckanstieg sollte das Absetzen von Bupropion - 1 A Pharma® in Erwägung gezogen werden.
- Die gleichzeitige Anwendung von Bupropion und einem Nikotin-haltigen transdermalen System kann zu einem Blutdruckanstieg führen.
- Brugada-Syndrom
- Bupropion kann das Brugada-Syndrom, eine seltene Erbkrankheit des kardialen Natriumkanals mit charakteristischen EKG-Änderungen (Rechtsschenkelblock und ST-Streckenhebung in der rechten Brustwandableitung), demaskieren, welches zum Herzstillstand und plötzlichen Tod führen kann. Bei Patienten mit dem Brugada-Syndrom oder einer familiären Vorgeschichte mit Herzstillstand oder plötzlichem Tod ist Vorsicht geboten.
- Besondere Patientengruppen
- Kinder und Jugendliche
- Bei Kindern und Jugendlichen mit einer Major Depression und anderen psychiatrischen Erkrankungen ist die Behandlung mit Antidepressiva mit einem erhöhten Risiko für das Auftreten von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten verbunden.
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Bupropion wird extensiv in der Leber zu seinen aktiven Metaboliten verstoffwechselt, die weiter metabolisiert werden. Es wurden keine statistisch signifikanten Unterschiede in der Pharmakokinetik von Bupropion bei Patienten mit einer milden bis mittelschweren Leberzirrhose im Vergleich zu gesunden Probanden beobachtet, aber die Bupropion-Plasmaspiegel zeigten eine höhere Variabilität zwischen den einzelnen Patienten. Daher muss Bupropion - 1 A Pharma® mit Vorsicht bei Patienten mit einer leichten bis mittelschweren Leberfunktionsstörung angewendet werden.
- Alle Patienten mit einer Leberfunktionsstörung müssen engmaschig auf mögliche unerwünschte Wirkungen (z. B. Schlaflosigkeit, Mundtrockenheit, Krampfanfälle) überwacht werden, die auf hohe Wirkstoff- oder Metabolitenspiegel hinweisen können.
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Bupropion wird hauptsächlich in Form seiner Metaboliten über den Urin ausgeschieden. Daher können Bupropion und seine wirksamen Metaboliten bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion in einem größeren Ausmaß als gewöhnlich akkumulieren. Der Patient muss engmaschig auf mögliche Nebenwirkungen (z. B. Schlaflosigkeit, Mundtrockenheit, Krampfanfälle) überwacht werden, die auf hohe Wirkstoff- oder Metabolitenspiegel hinweisen können.
- Ältere Personen
- Die Wirksamkeit wurde bei älteren Personen nicht eindeutig gezeigt. In einer klinischen Studie wurden ältere Personen mit dem gleichen Dosierungsschema behandelt wie Erwachsene (siehe Kategorie "Dosierung und Dauer der Anwendung" unter „Anwendung bei Erwachsenen"). Eine erhöhte Empfindlichkeit kann bei einigen älteren Personen nicht ausgeschlossen werden.
- Kinder und Jugendliche
- Beeinflussung von Urinuntersuchungen
- Da Bupropion eine Amphetamin-ähnliche chemische Struktur aufweist, beeinflusst es die Untersuchungsmethode, die in einigen Urindrogenschnelltests verwendet wird. Dies kann, insbesondere für Amphetamine, zu falsch positiven Resultaten führen. Ein positives Ergebnis sollte normalerweise durch eine spezifischere Methode bestätigt werden.
- Unsachgemäße Art der Anwendung
- Bupropion - 1 A Pharma® ist ausschließlich zum Einnehmen vorgesehen. Die Inhalation von zerkleinerten Tabletten oder die Injektion von gelöstem Bupropion wurde berichtet und kann zu einer raschen Freisetzung, schnelleren Resorption und einer möglichen Überdosierung führen. Krampfanfälle und/oder Todesfälle wurden berichtet, wenn Bupropion intranasal oder mittels parenteraler Injektion angewendet wurde.
- Serotonin-Syndrom
- Nach der Markteinführung gab es Berichte über ein Serotonin-Syndrom, einen potenziell lebensbedrohlichen Zustand, wenn Bupropion zusammen mit einem serotonergen Wirkstoff, wie z. B. Selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern (SSRI) oder SerotoninSerotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmern (SNRI), angewendet wird. Wenn eine gleichzeitige Behandlung mit anderen serotonergen Wirkstoffen klinisch angezeigt ist, wird eine sorgfältige Beobachtung des Patienten empfohlen, insbesondere zu Beginn der Behandlung und bei Dosiserhöhungen.
- Symptome eines Serotonin-Syndroms können Veränderungen des mentalen Zustands (z. B. Agitiertheit, Halluzinationen, Koma), autonome Instabilität (z. B. Tachykardie, labiler Blutdruck, Hyperthermie), neuromuskuläre Auffälligkeiten (z. B. Hyperreflexie, Koordinationsstörungen, Rigidität) und/oder gastrointestinale Symptome (z. B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall) einschließen. Bei Verdacht auf ein Serotonin-Syndrom ist je nach Schweregrad der Symptome eine Dosisreduktion oder das Absetzen der Behandlung in Erwägung zu ziehen.
- Sonstige Bestandteile
- Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette, d. h. es ist nahezu „natriumfrei".
- Krampfanfälle
- Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
- Hemmstoffe der Monoaminoxidase A und B verstärken über einen anderen Mechanismus als Bupropion auch die katecholaminergen Stoffwechselwege. Deshalb ist die gleichzeitige Anwendung von Bupropion - 1 A Pharma® und Monoaminoxidase-Hemmern (MAO-Hemmer) kontraindiziert, da ein erhöhtes Potenzial für Nebenwirkungen durch deren Kombination besteht. Zwischen dem Ende einer Behandlung mit irreversiblen MAO-Hemmern und dem Beginn der Behandlung mit Bupropion - 1 A Pharma® müssen mindestens 14 Tage vergehen. Bei reversiblen MAO-Hemmern ist ein Zeitraum von 24 Stunden ausreichend.
- Wirkung von Bupropion auf andere Arzneimittel
- Obwohl Bupropion nicht über das Cytochrom-P450-Isoenzym 2D6 (CYP2D6) metabolisiert wird, hemmen Bupropion und sein Hauptmetabolit Hydroxybupropion den CYP2D6-Stoffwechselweg. Die gleichzeitige Anwendung von Bupropion und Desipramin bei gesunden Probanden, von denen bekannt war, dass sie relativ rasche CYP2D6-Metabolisierer sind, führte zu einem hohen (2- bis 5-fachen) Anstieg der Cmax und der AUC von Desipramin. Die Hemmung von CYP2D6 hielt für mindestens 7 Tage nach der letzten Dosis Bupropion an.
- Die gleichzeitige Behandlung mit Arzneimitteln, die überwiegend über CYP2D6 metabolisiert werden und eine geringe therapeutische Breite haben, soll in deren unterem Dosierungsbereich begonnen werden. Dazu gehören bestimmte Antidepressiva (z. B. Desipramin, Imipramin), Antipsychotika (z. B. Risperidon, Thioridazin), Betablocker (z. B. Metoprolol), selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) und Typ-1C-Antiarrhythmika (z. B. Propafenon, Flecainid). Wenn Bupropion - 1 A Pharma® zusätzlich zu einer Behandlung angewendet wird, bei der der Patient bereits ein solches Arzneimittel erhält, muss eine Reduktion der Dosierung des bereits angewendeten Arzneimittels in Betracht gezogen werden. In diesen Fällen muss der zu erwartende Nutzen einer Behandlung mit Bupropion - 1 A Pharma® sorgfältig gegen die möglichen Risiken abgewogen werden.
- Nach der Markteinführung wurde über ein Serotonin-Syndrom, einen potenziell lebensbedrohlichen Zustand, berichtet, wenn Bupropion zusammen mit einem serotonergen Wirkstoff, wie z. B. Selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern (SSRI) oder SerotoninSerotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmern (SNRI), angewendet wird.
- Arzneimittel, die eine metabolische Aktivierung durch CYP2D6 benötigen, um zu wirken (z. B. Tamoxifen), können eine verringerte Wirksamkeit haben, wenn sie zusammen mit CYP2D6-Inhibitoren, wie z. B. Bupropion, angewendet werden.
- Obwohl Citalopram (ein SSRI) nicht in erster Linie über CYP2D6 metabolisiert wird, führte Bupropion in einer Studie zu einem Anstieg der Cmax- und AUC-Werte von Citalopram um 30% beziehungsweise um 40%.
- Die gleichzeitige Anwendung von Digoxin mit Bupropion kann die Digoxinspiegel senken. Basierend auf einem studienübergreifenden Vergleich war bei gesunden Freiwilligen die Digoxin AUC0-24 h herabgesetzt und die renale Clearance erhöht. Dem behandelnden Arzt sollte bewusst sein, dass die Digoxinspiegel bei Absetzen von Bupropion wieder ansteigen können und der Patient sollte im Hinblick auf eine mögliche Digoxintoxizität überwacht werden.
- Wirkung anderer Arzneimittel auf Bupropion
- Bupropion wird vor allem über das Cytochrom-P450-Isoenzym 2B6 (CYP2B6) zu seinem aktiven Hauptmetaboliten Hydroxybupropion verstoffwechselt. Eine gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die die Metabolisierung von Bupropion über das CYP-Isoenzym 2B6 beeinflussen können (beispielsweise CYP2B6-Substrate: Cyclophosphamid, Ifosfamid und CYP2B6-Inhibitoren: Orphenadrin, Ticlopidin, Clopidogrel), kann erhöhte Bupropion-Plasmaspiegel und niedrigere Plasmaspiegel des aktiven Metaboliten Hydroxybupropion zur Folge haben. Die klinischen Folgen der Hemmung der Metabolisierung von Bupropion über das CYP2B6-Enzym und die daraus folgenden Änderungen im Verhältnis der Bupropion/Hydroxybupropion-Plasmaspiegel sind bisher nicht bekannt.
- Metamizol kann metabolisierende Enzyme einschließlich CYP2B6 und CYP3A4 induzieren. Die gleichzeitige Anwendung von Metamizol mit Bupropion kann zu einer Verringerung der Plasmakonzentrationen von Bupropion mit einer potenziellen Abnahme der klinischen Wirksamkeit führen. Daher ist bei gleichzeitiger Anwendung von Metamizol Vorsicht geboten. Das klinische Ansprechen und/oder die Wirkstoffspiegel sollten entsprechend überwacht werden.
- Da Bupropion extensiv metabolisiert wird, ist Vorsicht angezeigt, wenn Bupropion gleichzeitig mit Arzneimitteln angewendet wird, von denen bekannt ist, dass sie die Metabolisierung induzieren (z. B. Carbamazepin, Phenytoin, Ritonavir, Efavirenz) oder hemmen (z. B. Valproat), da diese möglicherweise die klinische Wirksamkeit und Sicherheit von Bupropion beeinflussen.
- In einer Reihe von Studien an gesunden Probanden verringerten Ritonavir (100 mg zweimal täglich oder 600 mg zweimal täglich) oder Ritonavir 100 mg plus Lopinavir 400 mg zweimal täglich die verfügbare Konzentration von Bupropion und seinen Hauptmetaboliten dosisabhängig um etwa 20 bis 80%. Ebenso verringerten 600 mg Efavirenz einmal täglich über zwei Wochen die verfügbare Konzentration von Bupropion bei gesunden Probanden um ungefähr 55%. Die klinischen Folgen der verringerten verfügbaren Konzentration sind unklar, können aber eine verminderte Wirksamkeit in der Behandlung von Episoden einer Major Depression umfassen. Patienten, die eines dieser Arzneimittel einnehmen, können höhere Dosen an Bupropion benötigen; die empfohlene Höchstdosis von Bupropion sollte jedoch nicht überschritten werden.
- Weitere Informationen zu Wechselwirkungen
- Die Anwendung von Bupropion - 1 A Pharma® bei Patienten, die gleichzeitig entweder Levodopa oder Amantadin erhalten, muss mit Vorsicht erfolgen. Begrenzte klinische Daten lassen auf eine höhere Inzidenz von Nebenwirkungen (z. B. Übelkeit, Erbrechen und neuropsychiatrische Auffälligkeiten) bei Patienten schließen, die Bupropion gleichzeitig mit entweder Levodopa oder Amantadin erhalten.
- Obwohl klinische Daten eine pharmakokinetische Wechselwirkung von Bupropion und Alkohol nicht erkennen lassen, gab es seltene Berichte über neuropsychiatrische Nebenwirkungen oder eine verminderte Alkoholtoleranz bei Patienten, die während der Behandlung mit Bupropion Alkohol zu sich nahmen. Der Alkoholkonsum sollte während der Behandlung mit Bupropion auf ein Minimum beschränkt oder vermieden werden.
- Pharmakokinetische Studien zu Bupropion und gleichzeitig angewendeten Benzodiazepinen wurden bisher nicht durchgeführt. In-vitro-Stoffwechselwege lassen auf keine derartige Wechselwirkung schließen. Nach der gleichzeitigen Anwendung von Bupropion und Diazepam bei gesunden Probanden war die Sedierung geringer als nach der Anwendung von Diazepam allein.
- Die Kombination von Bupropion und Antidepressiva (mit Ausnahme von Desipramin und Citalopram), Benzodiazepinen (mit Ausnahme von Diazepam) oder Neuroleptika wurde bisher nicht systematisch untersucht. Auch die klinischen Erfahrungen einer Kombination mit Johanniskraut sind begrenzt.
- Die gleichzeitige Anwendung von Bupropion und einem Nikotin-haltigen transdermalen System kann zu einem Blutdruckanstieg führen.
- Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Wie andere auf das ZNS wirkende Arzneimittel kann Bupropion die Fähigkeit beeinflussen, Tätigkeiten durchzuführen, die Urteilsfähigkeit sowie motorische oder kognitive Fähigkeiten voraussetzen. Die Patienten sollten daher Vorsicht walten lassen, wenn sie die Absicht haben, Fahrzeuge zu führen oder Maschinen zu bedienen, es sei denn, sie sind sich sicher, dass Bupropion ihre diesbezüglichen Fähigkeiten nicht negativ beeinflusst.
- Überdosierung
- Akute Überdosierungen, die die 10-fache therapeutische Höchstdosis überschritten, wurden berichtet. Zusätzlich zu den oben aufgeführten Nebenwirkungen führte Überdosierung zu Symptomen wie Schläfrigkeit, Bewusstseinsverlust und/oder Veränderungen im Elektrokardiogramm (EKG), wie Erregungsleitungsstörungen (darunter Verbreiterung des QRS-Komplexes), Arrhythmien und Tachykardien. Über eine QTc-Verlängerung wurde ebenfalls berichtet. Sie wurde jedoch im Allgemeinen im Zusammenhang mit einer Verbreiterung des QRS-Komplexes und einer erhöhten Herzfrequenz festgestellt.
- Obgleich sich die meisten Patienten ohne Folgen erholten, wurden selten Todesfälle in Verbindung mit einer Überdosierung von Bupropion bei Patienten berichtet, die hohe Überdosen des Wirkstoffs einnahmen. Es wurde auch über das Auftreten eines Serotonin-Syndroms berichtet.
- Behandlung
- Im Falle einer Überdosierung wird die Aufnahme in ein Krankenhaus empfohlen. EKG und Vitalzeichen müssen kontrolliert werden.
- Freihalten der Atemwege, Sauerstoffzufuhr und Ventilation sind zu gewährleisten. Die Anwendung von Aktivkohle wird empfohlen. Es ist kein spezifisches Antidot für Bupropion bekannt. Die weitere Behandlung sollte den klinischen Erfordernissen entsprechend erfolgen.