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Fachinformationen

Indikation

  • Spasmen im Bereich von Magen, Darm, Gallenwegen und ableitenden Harnwegen sowie der weiblichen Genitalien
  • zur Erleichterung der endoskopischen Untersuchungen und zur Funktionsdiagnostik bei Untersuchungen des Gastrointestinaltraktes

Dosierung

Basiseinheit: 1 Ampulle mit 1 ml Injektionslösung enthält 20 mg Butylscopolaminiumbromid

  • akute spastische Schmerzzuständen
    • Erwachsene
      • je nach Stärke der Beschwerden: 1 - 2 Ampullen (20 - 40 mg Butylscopolaminiumbromid)
      • tägliche Maximaldosis: 5 Ampullen (100 mg Butylscopolaminiumbromid)
    • Kinder > 6 Jahre und Jugendliche
      • 0,3 - 0,6 mg / kg KG
      • tägliche Maximaldosis: 1,5 mg / kg KG
    • Dauer der Anwendung
      • nicht über längere Zeiträume oder dauerhaft täglich anwenden ohne die Ursache der Schmerzzustände im Abdomen zu untersuchen

Kontraindikationen

Butylscopolamin - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Butylscopolaminiumbromid
  • mechanische Stenosen des MagenMagen-Darm-Trakts
  • Megacolon
  • Harnverhaltung bei subvesicaler Obstruktion (z.B. Prostataadenom)
  • Engwinkelglaukom
  • kardiale Tachykardie und Tachyarrhythmie
  • Myasthenia gravis
  • bei Patienten, die Antikoagulantien nehmen, darf die Injektionslösung nicht als intramuskuläre Injektion verabreicht werden, weil dies zu intramuskulären Hämatomen führen kann. Bei diesen Patienten sollte die Applikation s.c. oder langsam i.v. erfolgen

Nebenwirkungen

Butylscopolamin - invasiv
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Überempfindlichkeitsreaktionen:
        • Urtikaria
        • angioneurotisches Ödem
        • Dyspnoe
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Schockreaktion
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Hautreaktionen, wie Rash, Erythem und Pruritus
        • anaphylaktische Reaktionen
        • anaphylaktischer Schock mit u. U. Todesfolge
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • zentralnervöse Nebenwirkungen, wie Verwirrtheit, Erregtheit
        • aufgrund der chemischen Struktur erscheint das Auftreten unwahrscheinlich, kann jedoch bei Störungen der Blut-Hirn-Schranke nicht ausgeschlossen werden
  • Augenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Akkommodationsstörungen (gilt insb. für Patienten, die hyperop und nicht ausreichend korrigiert sind)
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Glaukomanfall (bei bisher unerkanntem Glaukom)
      • erhöhte Lichtempfindlichkeit (gilt insb. für Patienten, die hyperop und nicht ausreichend korrigiert sind)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Mydriasis
      • erhöhter Augeninnendruck
  • Herzerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Tachykardie
  • Gefässerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schwindel
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Blutdruckabfall
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Flush-Symptomatik
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hemmung der Speichelsekretion (z.B. Mundtrockenheit)
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Obstipation
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hemmung der Schweißsekretion (mit Auftreten von heißer roter Haut)
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Miktionsstörungen wie z. B.
        • Urinretention
        • Dysurie
        • Nachtröpfeln
        • verminderter Harnstrahl
        • Harnverhalt

Anwendungshinweise

  • Injektion kann i. m., s. c. oder langsam i. v. erfolgen

Stillzeithinweise

Butylscopolamin - invasiv
  • Butylscopolamin sollte in der Stillzeit nicht gegeben werden
    • es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist, oder ob auf die Behandlung mit Butylscopolamin verzichtet werden soll
      • sowohl Nutzen des Stillens für das Kind als auch Nutzen der Therapie für die Mutter berücksichtigen
  • Anticholinergika können die Laktation hemmen
  • Säuglinge können auf Anticholinergika empfindlich reagieren
    • Risiko für das Neugeborene / Kind kann nicht ausgeschlossen werden
  • nicht bekannt, ob Butylscopolamin bzw. seine Metabolite in die Muttermilch übergehen

Schwangerschaftshinweise

Butylscopolamin - invasiv
  • aus Vorsichtsgründen soll die Anwendung von Buscopan während der Schwangerschaft vermieden werden
    • Anwendung von Butylscopolamin nur unter strenger Indikationsstellung
  • Erfahrungen mit der Anwendung bei Schwangeren
    • nicht ausreichend oder nur sehr begrenzt
    • potenzielles Risiko für den Menschen ist nicht bekannt
  • tierexperimentellen Studien
    • haben Reproduktionstoxizität gezeigt
  • Fertilität
    • keine Studien zu den Auswirkungen auf die Fertilität am Menschen durchgeführt

Warnhinweise

Butylscopolamin - invasiv
  • Patienten mit bestehenden kardialen Risiken (koronare Herzkrankheit, Herzrhythmusstörungen)
    • Butylscopolamin kann Tachykardie, Hypotonie und Anaphylaxie verursachen
    • Anwendung mit Vorsicht bei Herzchirurgie sowie bei Patienten mit Herzerkrankungen wie
      • Herzinsuffizienz
      • Koronarer Herzkrankheit
      • Herzrhythmusstörungen
      • Hypertonie
    • Überwachung dieser Patienten wird empfohlen
    • Notfallausrüstung und Personal, das in seiner Verwendung geschult ist, müssen leicht verfügbar sein
    • Anwendung mit erhöhter Vorsicht bei Patienten
      • zur Durchführung endoskopischer Untersuchungen am oberen MagenMagen-Darm-Trakt
  • Anwendung bei Kindern
    • bei der Anwendung von Butylscopolamin ist erhöhte Vorsicht geboten, da Kinder eher zum Auftreten von Nebenwirkungen neigen, die auf die anticholinergen Wirkungen von Butylscopolamin zurückgehen
  • Glaukom
    • Anticholinergika wie Butylscopolamin können den Augeninnendruck erhöhen
    • wenn sich nach Injektion eine schmerzhafte Augenrötung mit Sehverlust entwickelt, könnte ein bisher nicht erkanntes Glaukom vorliegen
    • in diesem Fall sollte umgehend ein Augenarzt aufgesucht werden
  • Anaphylaxie
    • nach parenteraler Gabe sind anaphylaktische Reaktionen bis hin zum Schock aufgetreten
    • wie bei allen Arzneimitteln, die solche Reaktionen hervorrufen können, sollte Butylscopolamin nur unter entsprechender Beobachtung verabreicht werden
  • Abdominalbeschwerden
    • sollten schwere, unerklärte Schmerzen im Abdomen fortbestehen oder sich verschlimmern oder zusammen mit anderen Symptomen wie Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Veränderung der Darmmotilität, Verhärtung des Abdomes, herabgesetztem Blutdruck, Ohnmacht oder blutigem Stuhl auftreten, muss eine angemessene Diagnostik durchgeführt werden, um die Ursache dieser Symptome zu untersuchen