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| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 1 ST | 118,74 € |
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Indikation
Erwachsene und Jugendliche (>/= 16 Jahre)
- Behandlung von Opioidabhängigkeit im Rahmen medizinischer, sozialer und psychotherapeutischer Maßnahmen
Dosierung
Basiseinheit: 1 Fertigspritze enthält 24 mg Buprenorphin
- Behandlung von Opioidabhängigkeit
- Hinweise
- Anwendung nur durch medizinisches Fachpersonal
- bei Verordnung und Ausgabe geeignete Vorsichtsmaßnahmen ergreifen
- Patient soll Nachsorgebesuche wahrnehmen, bei denen entsprechend den Bedürfnissen des Patienten eine klinische Überwachung stattfindet
- Anwendung zu Hause oder Selbstinjektion des Arzneimittels durch den Patienten sind nicht zulässig
- besondere Vorsichtsmaßnahmen vor Einleitung der Behandlung
- um Auslösung von Entzugssymptomen zu vermeiden: Behandlung beginnen, wenn objektive und eindeutige Anzeichen für einen leichten bis mittelschweren Entzug vorliegen
- Art des angewendeten Opioids (d. h. lang- oder kurzwirksames Opioid), Zeitraum seit der letzten Opioidanwendung und Grad der Opioidabhängigkeit berücksichtigen
- Patienten, die Heroin oder kurzwirksame Opioide anwenden
- Initialdosis von Buprenorphin frühestens 6 Stunden nach der letzten Opioidanwendung anwenden
- Patienten unter Methadon
- vor Behandlungsbeginn: Methadon-Dosis mit Buprenorphin auf max. 30 mg / Tag reduzieren
- Buprenorphin frühestens 24 Stunden nach Erhalt der letzten Methadon-Dosis anwenden
- Buprenorphin kann bei methadonabhängigen Patienten das Auftreten von Entzugssymptomen auslösen
- Dosierung Erwachsene und Jugendliche >/=16 Jahre
- Einleitung der Behandlung bei Patienten, die noch kein Buprenorphin erhalten
- bevor erstmalig wöchentliches Buprenorphin angewendet wird: Bestätigung der Verträglichkeit
- 4 mg Dosis Buprenorphin sublingual, anschließend 1 Stunde lang beobachten
- empfohlene Startdosis
- 16 mg und
- 1 oder 2 zusätzliche 8 mg Dosen im Abstand von mind. 1 Tag
- Zieldosis während der 1. Behandlungswoche: 24 mg oder 32 mg
- empfohlene Dosis für 2. Behandlungswoche
- Gesamtdosis, die während der Woche der Behandlungseinleitung angewendet wurde
- Behandlung mit monatlichem Buprenorphin
- Behandlungsbeginn nach Einleitung der Behandlung mit wöchentlichem Buprenorphin und wenn Patienten auf wöchentliche Behandlung stabilisiert sind (nach >/= 4 Wochen, wo es geeignet ist) möglich
- empfohlene Dosisumrechnung bei der Umstellung von wöchentlicher auf monatliche Dosierung oder von monatlicher auf wöchentliche Dosierung (Tabelle 1)
- wöchentliche Dosis: 16 mg
- monatliche Dosis: 64 mg
- wöchentliche Dosis: 24 mg
- monatliche Dosis: 96 mg
- wöchentliche Dosis: 32 mg
- monatliche Dosis: 128 mg
- wöchentliche Dosis: 16 mg
- bevor erstmalig wöchentliches Buprenorphin angewendet wird: Bestätigung der Verträglichkeit
- Umstellung von sublingualen Buprenorphin-Arzneimitteln auf invasiv verabreichtes Buprenorphin
- Patienten, die mit sublingualem Buprenorphin behandelt wurden
- direkte Umstellung auf wöchentliches oder monatliches invasiv verabreichtes Buprenorphin, beginnend am Tag nach der letzten täglichen Behandlungsdosis mit sublingualem Buprenorphin möglich
- übliche tägliche Behandlungsdosen mit sublingualem Buprenorphin und entsprechende empfohlene wöchentliche und monatliche Dosen von invasiv verabreichtem Buprenorphin (Tabelle 1)
- tägliche Dosis sublinguales Buprenorphin: 2 - 6 mg
- wöchentliche Dosis invasiv verabreichtes Buprenorphin: 8 mg
- monatliche Dosis invasiv verabreichtes Buprenorphin: -
- tägliche Dosis sublinguales Buprenorphin: 8 - 10 mg
- wöchentliche Dosis invasiv verabreichtes Buprenorphin: 16 mg
- monatliche Dosis invasiv verabreichtes Buprenorphin: 64 mg
- tägliche Dosis sublinguales Buprenorphin: 12 - 16 mg
- wöchentliche Dosis invasiv verabreichtes Buprenorphin: 24 mg
- monatliche Dosis invasiv verabreichtes Buprenorphin: 96 mg
- tägliche Dosis sublinguales Buprenorphin: 18 - 24 mg
- wöchentliche Dosis invasiv verabreichtes Buprenorphin: 32 mg
- monatliche Dosis invasiv verabreichtes Buprenorphin: 128 mg
- tägliche Dosis sublinguales Buprenorphin: 26 - 32 mg
- direkte Umstellung auf monatliche Dosis von 160 mg Buprenorphin subkutan möglich
- engmaschige Überwachung während des Dosierungszeitraums nach der Umstellung erforderlich
- direkte Umstellung auf monatliche Dosis von 160 mg Buprenorphin subkutan möglich
- tägliche Dosis sublinguales Buprenorphin: 2 - 6 mg
- während des Dosierungszeitraums nach der Umstellung wird eine engmaschigere Überwachung der Patienten empfohlen
- Buprenorphin-Dosis in mg kann zwischen sublingualen Arzneimitteln variieren (jedes einzelne Arzneimittel gesondert berücksichtigen)
- Patienten, die mit sublingualem Buprenorphin behandelt wurden
- Erhaltungsbehandlung und Dosisanpassung
- wöchentliche oder monatliche Anwendung möglich
- Dosen können erhöht oder verringert werden
- Patienten können zwischen wöchentlicher und monatlicher Anwendung wechseln
- entsprechend den Bedürfnissen des einzelnen Patienten und der klinischen Beurteilung durch den behandelnden Arzt
- entsprechende Dosisempfehlungen bei Wechsel beachten (s. o., Tabelle 1)
- nach einer Umstellung ggf. engmaschigere Überwachung der Patienten erforderlich
- Beurteilung der Langzeit-Behandlung beruht auf Daten über 48 Wochen
- zusätzliche Dosen
- max. 1 zusätzliche Dosis mit 8 mg bei außerplanmäßigen Termin zwischen den regulären wöchentlichen bzw. monatlichen Dosen möglich, basierend auf dem individuellen temporären Bedarf des Patienten
- wöchentliche Höchstdosis für Patienten, die 1 wöchentliche Behandlung erhalten
- 32 mg mit 1 zusätzlichen Dosis in der Höhe von 8 mg
- monatliche Höchstdosis für Patienten, die 1 monatliche Behandlung erhalten
- 160 mg Buprenorphin / Monat
- versäumte Dosen
- zur Vermeidung versäumter Dosen
- wöchentliche Dosis kann bis zu 2 Tage vor oder nach dem wöchentlichen Zeitpunkt und
- monatliche Dosis bis zu 1 Woche vor oder nach dem monatlichen Zeitpunkt angewendet werden
- wenn eine Dosis versäumt wird: nächste Dosis, sobald wie möglich anwenden
- zur Vermeidung versäumter Dosen
- Beendigung der Behandlung
- Depot-Eigenschaften und auftretende Entzugssymptome berücksichtigen
- Umstellen des Patienten auf sublinguales Buprenorphin
- 1 Woche nach der letzten wöchentlichen bzw. 1 Monat nach der letzten monatlichen Dosis (siehe Tabelle 1)
- Einleitung der Behandlung bei Patienten, die noch kein Buprenorphin erhalten
- Hinweise
Dosisanpassung
- ältere Patienten (> 65 Jahre)
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
- Dosierungsempfehlung kann nicht gegeben werden
- empfohlene Dosierung für ältere Patienten (mit normaler Nierenfunktion)
- siehe Dosierung für jüngere Patienten (mit normaler Nierenfunktion)
- verminderte Nieren- / Leberfunktion: ggf. Dosisanpassung erforderlich
- Leberfunktionsstörung
- mittelschwer: Anwendung mit Vorsicht
- schwer: kontraindiziert
- Nierenfunktionsstörung
- keine Änderung erforderlich
- schwer (Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min.): Vorsicht geboten
- Kinder und Jugendliche (< 16 Jahre)
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
- keine Daten vorhanden
Kontraindikationen
Buprenorphin - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Buprenorphin
- schwere respiratorische Insuffizienz
- schwere Leberfunktionsstörung
- akuter Alkoholismus
- Delirium tremens
- gleichzeitige Anwendung von Opioidantagonisten (Naltrexon, Nalmefen) zur Behandlung von Alkohol- oder Opioidabhängigkeit
- zusätzlich bei fester invasiver Darreichungsform (Implantat)
- bei Patienten mit Keloidbildung oder hypertropher Narbenbildung dürfen keine subkutanen Eingriffe erfolgen
- beim Entfernen des Implantats kann es zu Problemen kommen
- Patienten, bei denen eine MRT kontraindiziert ist
- bei Patienten mit Keloidbildung oder hypertropher Narbenbildung dürfen keine subkutanen Eingriffe erfolgen
Therapiehinweise
Einschleichend dosieren.
Nebenwirkungen
Buprenorphin - invasiv
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Infektion
- Virusinfektion
- Influenza / Grippe
- Pharyngitis
- Rhinitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Cellulitis (am Anwendungsort)
- Hautinfektion
- Peritonsillarabszess
- pustulöser Ausschlag
- Harnwegsinfektion
- vulvovaginale Pilzinfektion
- Infektion am Anwendungsort
- Abszess am Anwendungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Lymphadenopathie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Neutropenie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Überempfindlichkeit
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- anaphylaktischer Schock
- angioneurotisches Ödem (Quincke-Ödem)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- verminderter Appetit / Appetitlosigkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- anomale Gewichtszunahme
- Dehydratation
- Appetitsteigerung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Schlaflosigkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Unruhe
- Angstgefühl
- Agitiertheit
- Depressionen
- Feindseligkeit
- Nervosität
- Benommenheit
- abnormes Denken
- Paranoia
- medizinische Abhängigkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- verminderte Libido
- euphorische Stimmung
- verminderte Libido
- Schlafstörung
- Apathie
- erniedrigtes Orgasmusempfinden
- Reizbarkeit
- Agitiertheit
- anomales Denken
- Halluzinationen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Lethargie
- Sedierung
- Somnolenz
- Schwindel
- Migräne
- Parästhesie
- Synkope
- Tremor
- Sprachstörungen
- erhöhter Muskeltonus
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypersomnie
- Hypästhesie
- getrübter Bewusstseinszustand
- ohne Häufigkeitsangabe
- Krampfanfall
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Tränenflussstörung
- Mydriasis
- Miosis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Augenfluss
- Erkrankung des Tränenapparats
- verschwommenes Sehen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Vertigo
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Verlängerung des QT-Intervalls im EKG
- Palpitationen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Vorhofflattern
- Bradykardie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- orthostatischer Blutdruckabfall
- Vasodilatation
- Hypotonie
- Hypertonie
- Hitzewallung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Nasenfluss
- Husten
- Dyspnoe
- Gähnen
- Asthma
- Bronchitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Atemdepression
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Bronchospasmus
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Übelkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Verstopfung
- Erbrechen
- Abdominalschmerzen
- Flatulenz
- Dyspepsie
- Mundtrockenheit
- Durchfall
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts / gastrointestinale Störungen
- Zahnerkrankung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Blutstuhl
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- hepatische Nekrose
- Hepatitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hautausschlag
- Pruritus
- Urtikaria
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- makulöser Ausschlag
- kalter Schweiß
- trockene Haut
- Hautläsion
- Ekchymose (am Anwendungsort)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erythem
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Arthralgie
- Rückenschmerzen
- Myalgie
- Muskelspasmen
- Nackenschmerzen
- Knochenschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gliederbeschwerden
- Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems
- Schmerz in einer Extremität
- kraniomandibuläres Syndrom
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Harnverhalt
- Harndrang
- Pollakisurie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Dysmenorrhoe
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erektionsstörung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Asthenie
- Hyperhidrosis
- Arzneimittelentzugssyndrom
- Schmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Müdigkeit
- Hämatom am Anwendungsort
- Schmerzen am Anwendungsort
- Juckreiz / Pruritus am Anwendungsort
- Erythem am Anwendungsort
- Schwellung (am Anwendungsort)
- Reaktionen am Anwendungsort
- Verhärtung am Anwendungsort
- Raumforderung am Anwendungsort
- Blutung am Anwendungsort
- Narbenbildung am Anwendungsort
- peripheres Ödem
- Unwohlsein
- Fieber / Pyrexie
- Schüttelfrost
- neonatales Arzneimittelentzugssyndrom
- Schmerzen im Brustkorb / Brustschmerzen
- Ermüdung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Entzündung am Anwendungsort
- Urtikaria am Anwendungsort
- Unbehagen
- Gesichtsödem
- Kältegefühl
- Ödem am Anwendungsort
- verzögerte Heilung am Anwendungsort
- Parästhesie am Anwendungsort
- Ausschlag am Anwendungsort
- Ausstoßung der festen invasiven Darreichungsform (Implantat)
- Narben am Anwendungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Untersuchungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- abnorme Leberfunktionstests
- erhöhte Leberenzymwerte einschl.
- Alaninaminotransferase erhöht (ALT)
- Aspartataminotransferase erhöht (AST)
- Gamma-Glutamyltransferase erhöht (GGT)
- alkalische Phosphatase erhöht
- Bilirubin im Blut erhöht
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gewicht erniedrigt
- Lactatdehydrogenase im Blut erhöht
- Gewicht erhöht
- alkalische Phosphatase im Blut erniedrigt
- Amylase erhöht
- Bicarbonat im Blut erhöht
- Cholesterin im Blut erniedrigt
- Glucose im Blut erhöht
- Hämatokrit erniedrigt
- Hämoglobin erniedrigt
- Lipase erhöht
- Lymphozytenzahl erniedrigt
- mittlerer Hämoglobingehalt der Erythrozyten erhöht
- mittleres Erythrozytenvolumen anomal
- Monozytenzahl erhöht
- Neutrophilenzahl erhöht
- Thrombozytenzahl vermindert
- Erythrozytenzahl erniedrigt
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schmerzen während eines Eingriffes (am Anwendungsort)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- durch Eingriff bedingter Schwindel
- Komplikation nach einem Eingriff (beobachtet am Anwendungsort und anderen Stellen)
- Kontusion (beobachtet am Anwendungsort und anderen Stellen)
- Wunddehiszenz am Anwendungsort
- Wanderung der festen invasiven Darreichungsform (Implantat)
- defektes Instrument
- Bruch der festen invasiven Darreichungsform (Implantat) mit einhergehender Nebenwirkung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- nur zur s.c. Anwendung bestimmt
- darf nicht intravaskulär (intravenös), intramuskulär oder intradermal (in die Haut) angewendet werden
- langsam und vollständig in das subkutane Gewebe verschiedener Bereiche (Gesäß, Oberschenkel, Bauch oder Oberarm) injizieren, sofern ausreichend subkutanes Gewebe vorhanden ist
- als Einzelinjektion und nicht geteilt anwenden
- jeder Bereich kann mehrere Injektionsstellen aufweisen
- sowohl bei wöchentlichen als auch bei monatlichen Injektionen sollte eine Rotation der Injektionsstellen erfolgen
- es sollten mind. 8 Wochen vor einer erneuten Injektion einer wöchentlichen Dosis in eine der zuvor verwendeten Injektionsstellen vergehen
- keine klinischen Daten, die für eine erneute Injektion der monatlichen Dosis in dieselbe Injektionsstelle sprechen
- Entscheidung, eine erneute Injektion an derselben Stelle vorzunehmen, sollte auch auf dem klinischen Urteil der behandelnden Ärzte basieren
- weitere Hinweise s. Fachinformation
Stillzeithinweise
Buprenorphin - invasiv
- flüssige invasive Darreichungsform
- sollte während der Stillzeit mit Vorsicht angewendet werden
- Buprenorphin und seine Metabolite werden in die Muttermilch ausgeschieden
- der Nutzen des Stillens für die Entwicklung und Gesundheit des Kinds sollten zusammen mit dem klinischen Bedarf der Mutter für Buprenorphin und jeglichen möglichen unerwünschten Wirkungen des Arzneimittels oder der zugrundeliegenden mütterlichen Erkrankung auf das gestillte Kind in Betracht gezogen werden
- stillenden Frauen, die Buprenorphin enthaltende Arzneimittel einnehmen, ist zu raten, das Kind auf verstärkte Schläfrigkeit und Atembeschwerden zu beobachten
- sollte während der Stillzeit mit Vorsicht angewendet werden
- feste invasive Darreichungsform (Implantat)
- Stillen soll während der Behandlung mit Buprenorphin unterbrochen werden
- Buprenorphin und seine Metabolite werden in die Muttermilch ausgeschieden
- in solchen Mengen, dass Auswirkungen auf das gestillte Neugeborene / Kind wahrscheinlich sind
- Buprenorphin und seine Metabolite werden in die Muttermilch ausgeschieden
- Stillen soll während der Behandlung mit Buprenorphin unterbrochen werden
Schwangerschaftshinweise
Buprenorphin - invasiv
- Buprenorphin darf während der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der potenzielle Nutzen das potenzielle Risiko für den Fetus überwiegt und eine Behandlung aufgrund des klinischen Zustandes der Patientin erforderlich ist
- wegen der langen Halbwertszeit von Buprenorphin sollte das Neugeborene nach der Geburt mehrere Tage lang überwacht werden, um dem Risiko einer Atemdepression oder eines Entzugssyndroms beim Neugeborenen vorzubeugen
- bisher keine oder nur sehr begrenzte Daten zur Anwendung von Buprenorphin bei Schwangeren vorliegend
- gegen Ende der Schwangerschaft
- Buprenorphin überwindet leicht die Plazentaschranke und kann auch nach kurzer Anwendungsdauer eine Atemdepression beim Neugeborenen hervorrufen
- die Anwendung von Buprenorphin vor der Entbindung kann zu einer Atemdepression beim Neugeborenen führen
- Neugeborene sind genau auf Anzeichen einer Atemdepression zu überwachen
- Langzeitanwendung (während der letzten 3 Schwangerschaftsmonate)
- kann zu einem Entzugssyndrom beim Neugeborenen führen (z. B. Hypertonus, neonataler Tremor, neonatale Agitation, Myoklonus oder Konvulsionen)
- Syndrom kann leichter ausgeprägt sein und länger andauern als das bei kurzwirksamen µ-Opioid-Vollagonisten
- Syndrom tritt i.A. mit einer Verzögerung von einigen Stunden bis einigen Tagen nach der Geburt auf
- Merkmale des Syndroms können in Abhängigkeit vom vorherigen Drogenmissbrauch der Mutter variieren
- kann zu einem Entzugssyndrom beim Neugeborenen führen (z. B. Hypertonus, neonataler Tremor, neonatale Agitation, Myoklonus oder Konvulsionen)
- opioidabhängige Frauen, die eine Erhaltungstherapie mit Buprenorphin erhalten, benötigen während der Wehen möglicherweise eine zusätzliche Analgesie
- tierexperimentelle Studien
- flüssige invasive Darreichungsform
- es können produktspezifisch unterschiedliche Informationen zur Reproduktionstoxizität vorliegen (siehe jeweilige Herstellerinformation)
- feste invasive Darreichungsform (Implantat)
- haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt
- das mögliche Risiko für den Menschen ist nicht bekannt
- haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt
- flüssige invasive Darreichungsform
- feste invasive Darreichungsform (Implantat)
- Anwendung während der Schwangerschaft und bei Frauen im gebärfähigen Alter, die nicht verhüten, wird nicht empfohlen
- wegen der mangelnden Möglichkeiten einer Erhöhung der Dosis und den erhöhten Dosisanforderungen während der Schwangerschaft wird diese Darreichungsform nicht als optimale Therapiewahl bei Schwangeren betrachtet
- daher sollte bei Schwangeren nicht mit einer Behandlung begonnen werden
- wird eine Frau während der Behandlung schwanger, ist der Nutzen für die Patientin gegen das Risiko für den Fetus abzuwägen
- in dieser Situation werden üblicherweise andere Buprenorphin-Behandlungen / -Darreichungsformen als geeigneter angesehen
- Fertilität
- keine oder begrenzte Daten zu den Auswirkungen von Buprenorphin auf die menschliche Fertilität vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- es können produktspezifisch unterschiedliche Informationen zur Fertilität vorliegen (siehe jeweilige Herstellerinformation)
Warnhinweise
Buprenorphin - invasiv
- allgemein
- flüssige invasive Darreichungsform
- Buprenorphin darf nur durch medizinisches Fachpersonal angewendet werden
- feste invasive Darreichungsform (Implantat)
- Behandlung muss unter Aufsicht eines Arztes mit Erfahrung in der Behandlung von Opioidabhängigkeit /-sucht erfolgen
- Einführen und Entfernen der festen invasiven Darreichungsform (Implantat) muss durch einen Arzt vorgenommen werden, der kleinere Eingriffe vornehmen kann und im Einführen und Entfernen geschult wurde
- flüssige invasive Darreichungsform
- Anwendung
- zutreffend für flüssige invasive Darreichungsform (siehe jeweilige Herstellerinformation)
- Risiko von schweren Schäden oder Tod bei falscher Anwendung
- Vorsichtsmaßnahmen und detaillierte Informationen zur korrekten Applikation siehe jeweilige Herstellerinformation
- Risiko von schweren Schäden oder Tod bei falscher Anwendung
- zutreffend für flüssige invasive Darreichungsform (siehe jeweilige Herstellerinformation)
- nicht bestimmungsgemäßer Gebrauch und Missbrauch von flüssigen invasiven Darreichungsformen
- Buprenorphin kann ähnlich wie andere legale oder illegale Opioide missbräuchlich oder nicht bestimmungsgemäß angewendet werden
- Risiken einer missbräuchlichen oder nicht bestimmungsgemäßen Anwendung sind z. B.
- Überdosierung
- Verbreitung von hämatogen übertragenen viralen oder lokalen Infektionen
- Atemdepression
- Leberschädigung
- eine missbräuchliche Anwendung von Buprenorphin durch eine andere Person, als den vorgesehenen Patienten, beinhaltet außerdem das Risiko neuer Drogenabhängiger, die Buprenorphin als Hauptdroge missbrauchen, und kann entstehen, wenn das Arzneimittel zum illegalen Gebrauch in Umlauf gebracht oder wenn es nicht genügend gegen Diebstahl gesichert wird
- es besteht das Risiko, dass ein Patient, der eine zu niedrige Dosis Buprenorphin erhält, wegen unkontrollierter Entzugssymptome mit einer Selbstbehandlung mit Opioiden, Alkohol oder sonstigen Sedativa / Hypnotika, insbesondere Benzodiazepinen, reagiert
- um das Risiko eines nicht bestimmungsgemäßen Gebrauchs und Missbrauchs zu minimieren
- bei der Verordnung und Ausgabe von Buprenorphin sollten geeignete Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden
- medizinisches Fachpersonal muss Buprenorphin direkt beim Patienten anwenden
- Anwendung zu Hause oder Selbstanwendung des Arzneimittels durch den Patienten sind nicht zulässig
- jeder Versuch, das Depot zu entfernen oder eine Manipulation an der Injektionsstelle, sollte im gesamten Verlauf der Behandlung nachweislich klinisch überwacht werden
- geringe Mengen von Buprenorphin können im Applikationsbesteck verbleiben und müssen angemessen entsorgt werden
- bei der Verordnung und Ausgabe von Buprenorphin sollten geeignete Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden
- nicht bestimmungsgemäßer Gebrauch und Entwendung von festen invasiven Darreichungsformen (Implantat), detaillierte Informationen siehe jeweilige Herstellerinformation
- Buprenorphin hat Missbrauchspotential
- es besteht die Gefahr einer Entwendung zu kriminellen Zwecken
- Risiken und Stabilität des Patienten bei der Behandlung der Opioidabhängigkeit sind bei der Entscheidung, ob das Arzneimittel für den Patienten geeignet ist, zu berücksichtigen
- beim Missbrauch von Buprenorphin besteht das Risiko, dass es zu einer Überdosierung und zum Tod kommt
- Risiko steigt bei gleichzeitigem Missbrauch von Buprenorphin und Alkohol und anderen Substanzen, insb.
- Benzodiazepinen
- Risiko steigt bei gleichzeitigem Missbrauch von Buprenorphin und Alkohol und anderen Substanzen, insb.
- alle Patienten sind auf Zustände zu überwachen, die auf eine Entwendung oder eine Progression der Opioidabhängigkeit hindeuten, sowie auf Abhängigkeitsverhalten, das darauf hinweist, dass eine intensivere und strukturiertere Behandlung des Gebrauchs von Substanzen erforderlich ist
- Buprenorphin hat Missbrauchspotential
- Depoteigenschaften (zutreffend für Depotformulierungen - für detaillierte Informationen siehe jeweilige Herstellerinformation)
- Depoteigenschaften des Arzneimittels müssen berücksichtigt werden
- während der Behandlung, einschl.
- Einleitung
- Beendigung
- während der Behandlung, einschl.
- insbesondere Patienten mit Begleitmedikationen und / oder Begleiterkrankungen müssen auf folgende Anzeichen und Symptome überwacht werden, die durch höhere oder niedrigere Buprenorphinspiegel verursacht werden
- Toxizität
- Überdosierung
- Entzug
- Depoteigenschaften des Arzneimittels müssen berücksichtigt werden
- Atemdepression
- Berichte über einige Todesfälle infolge von Atemdepression bei Patienten, die mit Buprenorphin behandelt wurden, insb.
- bei kombinierter Anwendung mit Benzodiazepinen
- wenn Buprenorphin nicht gemäß der Produktinformation angewendet wurde
- Berichte über Todesfälle auch in Zusammenhang mit der gleichzeitigen Anwendung von Buprenorphin und anderen zentral dämpfenden Mitteln, z.B.
- Alkohol
- Gabapentinoide, wie z.B.
- Pregabalin
- Gabapentin
- andere Opioide
- Buprenorphin sollte bei Patienten mit respiratorischer Insuffizienz mit Vorsicht angewendet werden, z.B.
- chronisch obstruktive Lungenerkrankung
- Asthma (bronchiale)
- Cor pulmonale
- eingeschränkte Atemreserve
- Hypoxie
- Hyperkapnie
- vorbestehende Atemdepression
- Kyphoskoliose (Verkrümmung der Wirbelsäule, was möglicherweise zu Kurzatmigkeit führt)
- Buprenorphin kann bei Kindern und nicht opioidabhängigen Personen (die nicht an die Wirkung von Opioiden gewöhnt sind) bei versehentlicher oder absichtlicher Anwendung zu einer schweren, möglicherweise tödlichen Atemdepression führen
- die Patienten sind vor den potenziellen Gefahren der Selbstbehandlung mit Benzodiazepinen oder anderen zentral dämpfenden Mitteln während der Behandlung mit Buprenorphin zu warnen
- Berichte über einige Todesfälle infolge von Atemdepression bei Patienten, die mit Buprenorphin behandelt wurden, insb.
- Risiken einer gleichzeitigen Anwendung von sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepinen oder verwandten Arzneimitteln
- die gleichzeitige Anwendung von Buprenorphin und sedierenden Arzneimitteln wie Benzdiazepinen oder verwandten Arzneimitteln kann zu Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod führen
- aufgrund dieser Risiken ist die gleichzeitige Anwendung mit diesen sedierenden Arzneimitteln nur bei den Patienten angebracht, für die es keine alternativen Behandlungsmöglichkeiten gibt
- wenn dennoch eine gleichzeitige Anwendung von Buprenorphin zusammen mit Sedativa für notwendig erachtet wird, sollte die niedrigste wirksame Dosis für Benzodiazepine und zentral dämpfende Arzneimittel angewendet werden und die Behandlungsdauer sollte so kurz wie möglich sein
- die Patienten sollten engmaschig auf Anzeichen und Symptome von Atemdepression und Sedierung überwacht werden
- in diesem Zusammenhang wird dringend empfohlen, Patienten und ihre Bezugspersonen über diese Symptome zu informieren
- ZNS-dämpfende Wirkung / ZNS-Depression
- Buprenorphin kann Benommenheit hervorrufen, insbes. bei gemeinsamer Anwendung mit Alkohol oder Mitteln, die das zentrale Nervensystem dämpfen, z.B.
- Benzodiazepine
- Tranquilizer
- Sedativa
- Gabapentinoide
- Hypnotika
- um sicherzustellen, dass die Behandlung sicher eingeleitet werden kann
- vor Einleitung der Therapie sind die medizinische Krankengeschichte und Behandlungsvorgeschichte des Patienten, einschließlich die Anwendung nicht opioider psychoaktiver Substanzen, zu prüfen
- während der Behandlung mit Buprenorphin dürfen keine alkoholischen Getränke oder alkoholhaltigen Arzneimittel eingenommen werden
- die gleichzeitige Anwendung von zentral dämpfenden Arzneimitteln, anderen Opioidderivaten (Analgetika und Antitussiva), bestimmten Antidepressiva, sedativen H1-Rezeptorantagonisten, Barbituraten, Anxiolytika, Neuroleptika, Clonidin und verwandten Substanzen erfordert ärztliche Überwachung
- Buprenorphin kann Benommenheit hervorrufen, insbes. bei gemeinsamer Anwendung mit Alkohol oder Mitteln, die das zentrale Nervensystem dämpfen, z.B.
- Abhängigkeit (Entzugsanzeichen und -symptome)
- Buprenorphin wirkt am µ-Opioidrezeptor partiell agonistisch
- Dauertherapie kann zu Opioidabhängigkeit führen
- tierexperimentelle Studien sowie klinische Daten
- Buprenorphin kann zu einer Abhängigkeit führen, wobei diese Abhängigkeit jedoch nicht so stark ausgeprägt ist wie bei einem vollen Agonisten, z. B.
- Morphin
- Buprenorphin kann zu einer Abhängigkeit führen, wobei diese Abhängigkeit jedoch nicht so stark ausgeprägt ist wie bei einem vollen Agonisten, z. B.
- ein plötzlicher Abbruch der Behandlung oder eine Dosisreduktion kann Entzugssymptome hervorrufen, die in der Regel leichter sind als bei vollen Agonisten
- angesichts der langen Halbwertszeit von Buprenorphin (43 bis 60 Tage) ist zu erwarten, dass mögliche Entzugsanzeichen und -symptome verspätet auftreten
- im Monat nach dem Abbruch der Behandlung mit Buprenorphin wurden keine Entzugsanzeichen und -symptome beobachtet
- Patienten, bei denen die Behandlung beendet wird, sollten noch mehrere Monate lang auf Entzugsanzeichen und -symptome hin überwacht und entsprechend behandelt werden
- feste invasive Darreichungsformen (Implantat)
- wenn nach dem Entfernen von Implantaten nicht sofort neue eingesetzt werden, müssen die Patienten, sublinguales Buprenorphin (2 bis 8 mg/Tag), je nach klinischer Notwendigkeit erhalten, bis die Behandlung mit dem Implantat fortgesetzt wird
- Patienten, die sich zur Beendigung der Behandlung mit einem Implantat entscheiden, sind hinsichtlich eines Entzugssyndroms zu überwachen, wobei zu erwägen ist, die Dosis des sublingualen Buprenorphin schrittweise zu verringern
- Buprenorphin wirkt am µ-Opioidrezeptor partiell agonistisch
- Serotoninsyndrom
- gleichzeitige Anwendung von Buprenorphin mit anderen serotonergen Arzneimitteln kann zu einem Serotoninsyndrom, einer potenziell lebensbedrohlichen Erkrankung, führen
- serotonerge Arzneimittel wie
- MAO-Hemmer
- selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (Selective Serotonin Re-Uptake Inhibitors, SSRI)
- SerotoninSerotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (Serotonin Norepinephrine Re-Uptake Inhibitors, SNRI)
- trizyklische Antidepressiva
- serotonerge Arzneimittel wie
- wenn gleichzeitige Behandlung mit anderen serotonergen Arzneimitteln klinisch angezeigt ist
- sorgfältige Beobachtung des Patienten empfohlen insbesondere bei
- Behandlungsbeginn
- Dosiserhöhungen
- sorgfältige Beobachtung des Patienten empfohlen insbesondere bei
- Symptome des Serotoninsyndroms u.a.
- Veränderungen des Gemütszustandes
- autonome Instabilität
- neuromuskuläre Auffälligkeiten und / oder
- gastrointestinale Symptome
- wenn ein Serotoninsyndrom vermutet wird
- je nach der Schwere der Symptome eine Dosisverringerung oder das Absetzen der Behandlung in Erwägung zu ziehen
- gleichzeitige Anwendung von Buprenorphin mit anderen serotonergen Arzneimitteln kann zu einem Serotoninsyndrom, einer potenziell lebensbedrohlichen Erkrankung, führen
- Hepatitis und hepatische Ereignisse
- empfohlen, vor Therapiebeginn Ausgangswerte der Leberfunktionswerte und den Virushepatitis-Status zu bestimmen
- höheres Risiko für eine Leberschädigung bei
- Patienten mit positivem Virushepatitisbefund
- Patienten, die bestimmte Begleitmedikationen erhalten
- Patienten, bei denen eine Leberfunktionsstörung vorliegt
- regelmäßige Kontrolle der Leberfunktion bei allen Patienten empfohlen
- in den zulassungsrelevanten klinischen Studien zu Buprenorphin (flüssige invasive Darreichungsform) wurden keine Fälle von schweren oder akuten Leberschäden beobachtet, die auf eine schwere Arzneimittel-induzierte Hepatotoxizität hindeuten
- in klinischen Studien und in Berichten zu Nebenwirkungen nach der Markteinführung
- Berichte über Fälle von akuter Leberschädigung mit Buprenorphin-haltigen Arzneimitteln (sublinguale Anwendung) bei opioidabhängigen Patienten
- Spektrum der abnormen Veränderungen reicht von passageren asymptomatischen Erhöhungen der Lebertransaminasen, vereinzelten Bilirubinanstiegen bis hin zu Fallberichten über
- zytolytische Hepatitis
- Leberversagen
- Lebernekrose
- hepatorenales Syndrom
- hepatische Enzephalopathie
- Tod
- in vielen Fällen können folgende Faktoren ursächlich sein oder dazu beitragen
- vorbestehende Leberfunktionsstörungen
- abnorme Veränderungen der Leberenzymwerte
- genetische Erkrankung
- Infektionen mit dem Hepatitis-B- oder Hepatitis-C-Virus
- Alkoholmissbrauch
- Anorexie
- gleichzeitige Anwendung von anderen potenziell hepatotoxischen Arzneimitteln
- Vorgeschichte mit alkoholbedingter Hepatitis / Pankreatitis
- erhöhte Leberwerte beim Screening und / oder zu Studienbeginn
- fortbestehender intravenöser Drogenmissbrauch / Anwendung von Arzneimitteln
- vorbestehende Leberfunktionsstörungen
- vor der Verordnung von Buprenorphin und während der Behandlung müssen diese zugrunde liegenden Faktoren, einschließlich der Bestätigung des viralen Hepatitis-Status, berücksichtigt werden
- bei Verdacht auf ein hepatisches Ereignis
- weitergehende biologische und ätiologische Evaluierung erforderlich
- Bewertung der Leberfunktion erforderlich, einschließlich der Überlegung, ob die Behandlung mit Buprenorphin (in Abhängigkeit von den Befunden) abgesetzt werden kann
- ausgehend von den Befunden kann das Arzneimittel vorsichtig abgesetzt werden, um Entzugssymptome und einen erneuten illegalen Drogenabusus zu verhindern
- Überwachung über den wöchentlichen und monatlichen Behandlungszeitraum hinaus kann erforderlich sein
- bei Fortsetzung der Behandlung ist die Leberfunktion engmaschig zu überwachen
- beschleunigt einsetzendes Opioidentzugssyndrom
- es ist wichtig, sich zu Beginn der Behandlung mit Buprenorphin über das partiell agonistische Wirkungsprofil von Buprenorphin im Klaren zu sein
- Buprenorphin hat bei opioidabhängigen Patienten (momentane körperliche Abhängigkeit von Opioid-Vollagonisten wie beispielsweise Heroin, Morphin oder Methadon) zum beschleunigten Eintreten von (Opioid-)Entzugssymptomen und Opioidentzugserscheinungen geführt
- wenn es vor dem Abklingen agonistischer Wirkungen aufgrund von kürzlicher Opioidanwendung oder kürzlichem Opioidmissbrauch angewendet wurde
- vergewissern Sie sich, dass bei den Patienten vor der invasiven Anwendung von Buprenorphin eine Einleitung der Behandlung mit einem buprenorphinhaltigen Arzneimittel erfolgt ist
- um einen beschleunigt einsetzenden Entzug zu vermeiden, sollte die Einleitung der Behandlung dann erfolgen, wenn objektive Anzeichen und Symptome eines leichten bis mittelschweren Entzugs erkennbar sind
- Absetzen der Behandlung kann zu Entzugssyndrom mit verzögertem Eintreten führen
- vor Anwendung von festen invasiven Darreichungsformen (Implantat)
- es ist sicherzustellen, dass Patienten eine entsprechende Einleitungsphase mit sublingualem Buprenorphin oder Buprenorphin / Naloxon durchlaufen haben oder bereits klinisch stabil auf Buprenorphin oder Buprenorphin / Naloxon eingestellt sind
- Leberfunktionsstörung
- Buprenorphin wird extensiv in der Leber metabolisiert
- Einfluss einer Leberfunktionsstörung auf die Pharmakokinetik von flüssigem invasivem Buprenorphin wurde nicht untersucht
- in einer pharmakokinetischen Studie mit sublingualem Buprenorphin
- im Gegensatz zu Patienten mit leichter Leberfunktionsstörung und Gesunden waren bei Patienten mit mittelschwerer und schwerer Leberfunktionsstörung die Plasmaspiegel von Buprenorphin höher und die Halbwertszeit länger
- Patienten mit leichter bis mittelschwerer Leberfunktionsstörung oder Patienten, die während der Behandlung mittelschwere bis schwere Leberfunktionsstörungen entwickeln, sollten mehrere Monate lang auf Anzeichen und Symptome von beschleunigtem Opioidentzug, Toxizität oder Überdosierung, verursacht durch erhöhte Buprenorphinspiegel, überwachen
- bei Patienten mit mittelschwerer Leberfunktionsstörung mit Vorsicht anwenden, da die Buprenorphinplasmaspiegel nicht rasch gesenkt werden können
- Leberfunktion während der Behandlung regelmäßig überwachen
- Anwendung bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung kontraindiziert
- Nierenfunktionsstörung
- die Elimination über die Niere spielt eine relativ geringe Rolle
- ca. 30 % der angewendeten Dosis werden über die Nieren ausgeschieden
- renale Elimination kann verlängert sein
- es ist keine Dosisanpassung erforderlich
- ca. 30 % der angewendeten Dosis werden über die Nieren ausgeschieden
- Metaboliten von Buprenorphin akkumulieren bei Patienten mit Niereninsuffizienz
- bei Anwendung bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (Creatinin-Clearance < 30 ml / min) Vorsicht geboten
- in klinischen Studien waren keine Patienten mit Nierenfunktionsstörungen beteiligt
- die Elimination über die Niere spielt eine relativ geringe Rolle
- QT-Verlängerung / kardiale Elektrophysiologie
- es hat sich gezeigt, dass buprenorphinhaltige Arzneimittel mit einer QTc-Verlängerung in Zusammenhang stehen
- QTc-Befunde aus zulassungsrelevanten klinischen Studien lieferten keine Anhaltspunkte für eine Buprenorphin-induzierte QTc-Verlängerung
- besonders sorgfältige medizinische Überwachung und Vorsicht geboten bei
- gleichzeitiger Anwendung mit anderen Arzneimitteln, die das QT-Intervall verlängern z.B. eine Behandlung mit bestimmten Arzneimitteln gegen Arrhythmie (Antiarrhythmika der Klassen I und III)
- Patienten mit einem QT-Syndrom bzw. EKG-Veränderungen (nachweislich oder vermutet) in der Vorgeschichte
- Patienten mit anderen Risikofaktoren für eine QT-Verlängerung z.B. einem Ungleichgewicht des Elektrolythaushalts, vor allem Kaliummangel (Hypokaliämie)
- eine klinisch signifikante Verringerung der Herzfrequenz (Bradykardie)
- Behandlung akuter Schmerzen / Schmerzmanagement
- während der Behandlung mit Buprenorphin können Situationen entstehen, in denen Patienten eine Behandlung akuter Schmerzen oder eine Anästhesie (einschließlich regionaler / lokaler Anästhesie) benötigen
- nach Möglichkeit sind diese Patienten mit einem nicht opioiden Analgetikum zu behandeln
- Patienten, die zur Analgesie eine Opioid-Therapie benötigen, können unter Aufsicht eines Arztes mit einem hochaffinen Voll-Opioid-Analgetikum mit besonderer Beachtung der Atemfunktion unter der Aufsicht von medizinischem Fachpersonal behandelt werden
- zur Behandlung akuter Schmerzen während der fortgesetzten Anwendung von Buprenorphin kann eine kombinierte Anwendung von Opioiden mit hoher Affinität für den µ-Opioidrezeptor (z.B. Fentanyl), nicht-opioiden Analgetika und Regionalanästhesie erforderlich sein
- bei der Titration oraler oder intravenöser kurzwirksamer schmerzstillender Opioide (Morphin mit sofortiger Freisetzung, Oxycodon oder Fentanyl) bis zur gewünschten analgetischen Wirkung könnten bei Patienten, die mit Buprenorphin behandelt werden, höhere Dosen erforderlich sein
- es besteht ein höheres Toxizitätspotenzial bei der Anwendung von Opioiden
- Patienten während der Behandlung überwachen, insb.
- Atemfunktion
- Gabe von Opioiden als Bestandteil einer Anästhesie
- Patienten kontinuierlich durch Personen zu überwachen, die nicht an der Durchführung des Eingriffs oder der diagnostischen Maßnahme beteiligt sind
- Therapie mit Opioiden muss von Ärzten durchgeführt werden, die geschult sind in der Anwendung von Analgetika / Anästhetika und in der Behandlung der respiratorischen Wirkungen hochwirksamer Opioide, insb.
- dem Freimachen der Atemwege
- der Freihaltung der Atemwege
- der assistierten Beatmung
- die Patienten sind darauf hinzuweisen, dass es wichtig ist, ihre Familienmitglieder und enge Freunde für den Notfall zu informieren, dass diese das behandelnde medizinische Fachpersonal oder die Notärzte über die körperliche Opioidabhängigkeit des Patienten und die Behandlung mit Buprenorphin aufklären
- die obigen Anweisungen gelten auch für jeden Patienten, der innerhalb der letzten6 Monate die Behandlung mit Buprenorphin beendet haben
- während der Behandlung mit Buprenorphin können Situationen entstehen, in denen Patienten eine Behandlung akuter Schmerzen oder eine Anästhesie (einschließlich regionaler / lokaler Anästhesie) benötigen
- Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
- Sicherheit und Wirksamkeit von Buprenorphin bei Kindern und Jugendlichen < 16 Jahren nicht erwiesen
- aufgrund begrenzter Daten für Jugendliche (Alter 16 oder 17 Jahre) sollten Patienten dieser Altersgruppe während der Behandlung engmaschig überwacht werden
- schlafbezogene Atmungsstörungen
- Opioide können schlafbezogene Atmungsstörungen einschließlich zentraler Schlafapnoe und schlafbezogener Hypoxämie verursachen
- Anwendung von Opioiden geht mit einer dosisabhängigen Erhöhung des Risikos für eine zentrale Schlafapnoe einher
- bei Patienten mit zentraler Schlafapnoe sollte eine Verringerung der Opioidgesamtdosis in Betracht gezogen werden
- allgemeine Vorsichtsmaßnahmen / Warnhinweise bei der Anwendung von Opioiden / Klasseneffekte
- Opioide können (bei ambulanten Patienten) orthostatische Hypotonie verursachen
- Opioide können zu einem erhöhten Liquordruck führen, der Krampfanfälle verursachen kann
- mit Vorsicht anwenden bei Patienten mit
- Kopfverletzungen
- intrakraniellen Läsionen
- anderen Zuständen mit möglicher Erhöhung des Liquordrucks
- Krampfanfällen in der Vorgeschichte
- mit Vorsicht anwenden bei Patienten mit
- Vorsicht ist geboten, wenn Opioide bei Patienten mit folgenden Erkrankungen angewendet werden
- Hypotonie
- Prostatahypertrophie
- Urethralstenose
- eine durch Opioide verursachte Miosis, Veränderungen des Bewusstseinszustands oder Veränderungen der Schmerzwahrnehmung als Symptom einer Krankheit können die Patientenbeurteilung beeinträchtigen
- oder Diagnose oder den klinischen Verlauf einer Begleiterkrankung verschleiern
- Opioide bei Patienten mit folgenden Erkrankungen mit Vorsicht anwenden
- Myxödem
- Hypothyreose
- Nebenniereninsuffizienz, z.B.
- Morbus Addison
- Opioide führen nachweislich zu einer Erhöhung des Drucks im Gallengang
- mit Vorsicht anzuwenden bei Patienten mit einer Funktionsstörung des Gallengangs
- bei älteren oder geschwächten Patienten sind Opioide mit Vorsicht anzuwenden
- aufgrund von Erfahrungen mit Morphin
- gleichzeitige Anwendung von Monoaminoxidase-Hemmern (MAO-Hemmer) kann zu einer Verstärkung der Wirkungen von Opioiden führen
- Suizidversuche mit Opioiden
- vor allem in Kombination mit trizyklischen Antidepressiva, Alkohol und weiteren auf das ZNS einwirkenden Stoffen, sind Bestandteil des klinischen Zustandsbildes der Substanzabhängigkeit
- individuelle Evaluation und Behandlungsplanung, die eine stationäre Versorgung einschließen kann, sollten bei Patienten in Betracht gezogen werden, die trotz angemessener pharmakotherapeutischer Intervention unkontrollierten Drogenkonsum und persistierendes, stark gefährdetes Verhalten zeigen
- zum Drogen-Screening sollten in regelmäßigen Zeitabständen Urintests durchgeführt werden
- die Anwendung von Buprenorphin kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen
- CYP3A-Inhibitoren
- Arzneimittel, die das Enzym CYP3A4 hemmen, können zu einer Erhöhung der Konzentrationen von Buprenorphin führen
- Patienten sind engmaschig auf Anzeichen von Toxizität zu überwachen
- wenn Patienten, die Buprenorphin erhalten, gleichzeitig hochwirksame CYP3A4-Inhibitoren, z.B.
- Proteaseinhibitoren wie
- Ritonavir
- Nelfinavir
- Indinavir
- Azol-Antimykotika wie
- Ketoconazol
- Itraconazol
- Makrolid-Antibiotika
- Proteaseinhibitoren wie
- wenn Patienten, die Buprenorphin erhalten, gleichzeitig hochwirksame CYP3A4-Inhibitoren, z.B.
- um die Eignung des Patienten festzustellen
- vor Einleitung der Behandlung mit Buprenorphin muss der Arzt die Behandlungsvorgeschichte des Patienten auf gleichzeitige Anwendung von CYP3A4-Inhibitoren prüfen
- Überwachung der Behandlung bei Anwendung fester invasiver Darreichungsformen (Implantat)
- Patienten sind darauf hinzuweisen, dass es vor allem in der 1. Woche nach dem Beginn der Anwendung zu Somnolenz kommen kann
- Einführstelle ist eine Woche nach dem Eingriff und danach regelmäßig auf Anzeichen von Infektionen oder anderen Problemen bei der Wundheilung zu untersuchen, einschl.
- Anzeichen einer Implantatextrusion durch die Haut
- sowie dem nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch oder Missbrauch
- für die meisten Patienten wird empfohlen, dass zur kontinuierlichen Beratung und psychosozialen Unterstützung der Zeitplan einen Besuch mindestens 1 Mal im Monat vorsieht
- schwerwiegende Komplikationen durch das Einführen und Entfernen fester invasiver Darreichungsformen (Implantate)
- beim unsachgemäßen Einführen von Implantaten im Oberarm kann es zu seltenen, aber schwerwiegenden Komplikationen wie beispielsweise Nervenschäden und Migration kommen, was zu Embolien und zum Tod führen kann
- weitere Komplikationen nach dem Einführen oder während des Entfernens sind außerdem
- lokale Migration
- Vorwölbung
- Ausstoßung
- Bruch des Implantats
- bei der Migration des Implantats muss dieses durch eine chirurgische Intervention entfernt werden
- subkutanes Einführen ist erforderlich
- um durch Abtasten die richtige Positionierung bestätigen zu können
- bei zu tiefem Einführen der Implantate (intramuskulär oder im Bindegewebe) können beim Einführen oder Entfernen Nerven oder Gefäße geschädigt werden
- um durch Abtasten die richtige Positionierung bestätigen zu können
- an den Stellen, an denen die Implantate eingesetzt oder entfernt werden, können Infektionen auftreten
- übermäßiges Abtasten kurz nach dem Einführen der Implantate kann das Infektionsrisiko erhöhen
- bei unsachgemäßer Entfernung besteht das Risiko für Infektionen im Bereich der Implantationsstelle und des Bruchs eines Implantats
- in seltenen Fällen konnten Implantate oder Teile nicht lokalisiert und daher nicht entfernt werden
- Ausstoßung fester invasiver Darreichungsformen (Implantat)
- bei spontaner Ausstoßung des Implantats nach dem Einführen sind folgende Schritte einzuleiten
- Patient muss den Arzt, der den Eingriff vorgenommen hat, schnellstmöglich aufsuchen
- Patient ist anzuweisen
- Implantat in ein Glasgefäß mit Deckel zu legen
- Implantat vor dem Zugriff durch andere Personen, insbesondere Kinder, geschützt sicher aufzubewahren
- Implantat dem Arzt zu übergeben, damit dieser feststellen kann, ob das Implantat vollständig ausgestoßen wurde
- zu beachten
- Buprenorphin kann bei Kindern, die versehentlich damit in Kontakt kommen, zu schwerer, möglicherweise tödlicher, Atemdepression führen
- bringt der Patient das ausgestoßene Implantat zurück, muss dessen Länge gemessen werden
- um sicherzustellen, dass das Implantat vollständig ausgestoßen wurde
- Einschnittstelle muss auf Infektionen überprüft werden
- liegt eine Infektion vor
- diese ist entsprechend zu behandeln
- es muss entschieden werden, ob die verbliebenen Implantate entfernt werden müssen
- liegt eine Infektion vor
- ist das ausgestoßene Implantat nicht intakt, muss der Arzt den Bereich der Einführstelle abtasten, um die Position verbliebener Implantatteile zu bestimmen
- verbliebene Implantatteile sind anhand der in der jeweiligen Herstellerinformation beschriebenen Vorgehensweise zu entfernen
- kann ein verbliebenes Implantat nicht ertastet werden, ist eine Untersuchung mittels Ultraschall oder MRT, wie in der jeweiligen Herstellerinformation beschrieben, vorzunehmen
- der Arzt muss den Patienten bis zum Einsetzen eines Ersatzimplantats sorgfältig auf Entzugserscheinungen oder andere klinische Indikatoren überwachen
- die eine zusätzliche Gabe von sublingualem Buprenorphin erforderlich machen könnten
- das oder die Ersatzimplantate sind im selben Arm einzusetzen, und zwar medial oder lateral zu den In-situ-Implantaten
- alternativ können Ersatzimplantate auch im gegenüberliegenden Arm eingesetzt werden
- bei spontaner Ausstoßung des Implantats nach dem Einführen sind folgende Schritte einzuleiten
- Haut - nur relevant bei Anwendung fester invasiver Darreichungsformen (Implantat)
- mit Vorsicht anzuwenden
- bei Patienten mit Bindegewebserkrankungen (z. B. Sklerodermie) in der Krankengeschichte
- bereits wiederholt aufgetretenen Infektionen durch Methicillin-resistente Staphylococcus aureus
- kontraindiziert bei Patienten, wenn es an der Stelle, an der es implantiert werden soll, bereits früher zur Keloidbildung oder zu hypertropher Narbenbildung kam
- es kann beim Entfernen des Implantats zu Problemen kommen
- mit Vorsicht anzuwenden