CABOMETYX 40 mg Filmtabletten

Ipsen Pharma GmbH GB Specialty Care
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Cabozantinib-L-malat →

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N1 30 ST 4931,43 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Nierenzellkarzinoms (renal cell carcinoma, RCC)
    • Monotherapie für Behandlung des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms (renal cell carcinoma, RCC)
      • für die Erstlinienbehandlung von erwachsen Patienten mit mittlerem oder hohem Risiko
      • bei Erwachsenen nach vorangegangener zielgerichteter Therapie gegen VEGF (vaskulärer endothelialer Wachstumsfaktor)
    • in Kombination mit Nivolumab
      • für Erstlinienbehandlung des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms bei Erwachsenen
  • Leberzellkarzinom (hepatocellular carcinoma, HCC)
    • Monotherapie für die Behandlung des Leberzellkarzinoms (hepatocellular carcinoma, HCC) bei Erwachsenen, die zuvor mit Sorafenib behandelt wurden
  • differenziertes Schilddrüsenkarzinom (differentiated thyroid carcinoma, DTC)
    • Monotherapie für die Behandlung von Erwachsenen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem differenziertem Schilddrüsenkarzinom (DTC)
      • die refraktär gegenüber Radiojod (RAI) sind oder dafür nicht in Frage kommen und bei denen während oder nach einer vorherigen systemischen Therapie eine Progression aufgetreten ist
  • neuroendokrine Tumore
    • zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit nicht resezierbaren oder metastasierten, gut differenzierten extra-pankreatischen (epNET) und pankreatischen (pNET) neuroendokrinen Tumoren, die nach mindestens einer vorherigen systemischen Therapie (andere systemische Therapie als Somatostatinanaloga) progredient sind

Dosierung

  • Behandlung als Monotherapie des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms (RCC) bei nicht vorbehandelten Erwachsenen mit mittlerem oder hohem Risiko und bei Erwachsenen nach vorangegangener zielgerichteter Therapie gegen VEGF (vaskulärer endothelialer Wachstumsfaktor), in Kombination mit Nivolumab für Erstlinienbehandlung des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms bei Erwachsenen; als Monotherapie für die Behandlung des Leberzellkarzinoms (HCC) bei Erwachsenen, die zuvor mit Sorafenib behandelt wurden; als Monotherapie für die Behandlung von Erwachsenen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem differenziertem Schilddrüsenkarzinom (DTC); Behandlung von erwachsenen Patienten mit nicht resezierbaren oder metastasierten, gut differenzierten extra-pankreatischen (epNET) und pankreatischen (pNET) neuroendokrinen Tumoren, die nach mindestens einer vorherigen systemischen Therapie (andere systemische Therapie als Somatostatinanaloga) progredient sind
    • Behandlung sollte durch einen Arzt eingeleitet werden, der in der Anwendung von Arzneimitteln gegen Krebs erfahren ist
    • Cabozantinib-Tabletten und -Kapseln nicht bioäquivalent
      • sollten nicht gegeneinander ausgetauscht werden
    • Monotherapie bei RCC, HCC, DTC und NET
      • 60 mg Cabozantinib 1mal / Tag
      • Behandlungsdauer
        • Behandlung so lange fortsetzen, bis Patient klin. nicht mehr von Behandlung profitiert oder eine nicht akzeptable Toxizität auftritt
    • Kombination mit Nivolumab in der Erstlinienbehandlung bei fortgeschrittenem RCC
      • 40 mg Cabozantinib 1mal / Tag in Kombination mit 240 mg Nivolumab / 2 Wochen oder 480 mg Nivolumab / 4 Wochen i.v.
      • Behandlungsdauer
        • Fortsetzen mit Cabozantinib bis zur Progression der Erkrankung oder bis zum Auftreten nicht akzeptabler Toxizität
        • Fortsetzen mit Nivolumab bis zur Progression der Erkrankung oder bis zum Auftreten nicht akzeptabler Toxizität oder bis zu 24 Monate bei Patienten ohne Krankheitsprogression (Hinweise zur Dosierung s. Fachinformation von Nivolumab)
    • Anpassung der Therapie
      • zur Beherrschung vermuteter Nebenwirkungen ggf. vorübergehende Unterbrechung der Therapie und / oder Dosisreduktion erforderlich
        • falls Dosisreduktion erforderlich
          • Monotherapie
            • Senkung zunächst auf 40 mg / Tag
            • danach auf 20 mg / Tag
          • Kombinationstherapie mit Nivolumab
            • Senkung auf 20 mg Cabozantinib / Tag
            • danach auf 20 mg Cabozantinib / 2 Tage
            • Hinweise zur Dosierung von Nivolumab s. Fachinformation
      • Dosisunterbrechungen zur Beherrschung von Toxizitäten des Grades 3 oder höher gem. CTCAE oder bei nicht tolerierbaren Toxizitäten des Grades 2 empfohlen
      • Dosisreduktionen bei Ereignissen empfohlen, die im Fall ihres Fortbestehens zu einem schwerwiegenden oder nicht tolerierbaren Zustand führen würden
      • empfohlene Dosisanpassungen beim Auftreten von Nebenwirkungen
        • Grad-1- und Grad-2-Nebenwirkungen, die tolerierbar und leicht zu kontrollieren sind
          • Dosisanpassung i. d. R. nicht erforderlich
          • supportive Maßnahmen einleiten, falls indiziert
        • Grad-2-Nebenwirkungen, die nicht tolerierbar sind und mit Dosisreduktion oder supportiven Maßnahmen nicht kontrolliert werden können
          • Behandlung unterbrechen, bis Nebenwirkung auf Grad </= 1 abgeklungen ist
          • supportive Maßnahmen einleiten, falls indiziert
          • Wiederaufnahme mit reduzierter Dosis erwägen
        • Grad-3-Nebenwirkungen (ausgenommen sind klin. nicht relevante Laborwertabnormitäten)
          • Behandlung unterbrechen, bis Nebenwirkung auf Grad </= 1 abgeklungen ist
          • supportive Maßnahmen einleiten, falls indiziert
          • Behandlung mit reduzierter Dosis wieder aufnehmen
        • Grad-4-Nebenwirkungen (ausgenommen klinisch nicht relevante Laborwertabnormitäten)
          • Behandlung unterbrechen
          • angemessene medizinische Versorgung anweisen
          • wenn Nebenwirkung auf Grad </= 1 abgeklungen ist, Behandlung mit reduzierter Dosis wieder aufnehmen
          • wenn Nebenwirkung nicht abklingt: dauerhaft absetzen
        • Erhöhung der Leberenzymwerte bei RCC in Kombinationstherapie mit Nivolumab
          • ALT oder AST > 3 x ULN aber </= 10 x ULN, ohne Gesamtbilirubin >/= 2 x ULN
            • Behandlung unterbrechen, bis Nebenwirkung auf Grad </= 1 abgeklungen ist
            • Behandlung mit Kortikosteroiden kann in Betracht gezogen werden, bei Verdacht auf eine immunvermittelte Reaktion (s. Fachinformation Nivolumab)
            • Wiederaufnahme der Behandlung mit einem Präparat oder nacheinander mit beiden Präparaten nach Abklingen der Nebenwirkungen möglich
            • bei Wiederaufnahme von Nivolumab s. Fachinformation von Nivolumab
          • ALT oder AST > 10 x ULN, oder > 3 x ULN mit Gesamtbilirubin >/= 2 x ULN
            • Cabozantinib und Nivolumab dauerhaft absetzen
            • Behandlung mit Kortikosteroiden kann in Betracht gezogen werden, bei Verdacht auf eine immunvermittelte Reaktion (s. Fachinformation Nivolumab)
        • Hinweise
          • Toxizitätsgrade entsprechen den National Cancer Institute Common Terminology Criteria for Adverse Events Version 4.0 (NCI-CTCAE v4)
          • ULN = oberer Normbereich (upper limit of normal)
          • ALT = Alanin-Aminotransferase
          • AST = Aspartat-Aminotransferase
    • versäumte Dosis
      • versäumte Dosis nicht mehr einnehmen, wenn Zeitraum bis zur Einnahme der nächsten Dosis < 12 Std.
    • Begleitmedikation
      • starke CYP3A4-Inhibitoren
        • Anwendung mit Vorsicht
      • starke CYP3A4-Induktoren
        • Langzeitanwendung vermeiden
      • Wahl einer alternativen Begleitmedikation ohne oder mit einem nur minimalen Potenzial zur Induktion oder Inhibition von CYP3A4 in Erwägung ziehen

Dosisanpassung

  • ältere Patienten >/= 65 Jahre
    • keine spezielle Dosisanpassung empfohlen
  • Kinder und Jugendliche < 18 Jahre
    • Sicherheit und Wirksamkeit bisher noch nicht erwiesen
    • bei zurzeit vorliegenden Daten kann jedoch keine Dosierungsempfehlung gegeben werden
  • eingeschränkte Nierenfunktion
    • leicht oder mittelschwer
      • Anwendung mit Vorsicht
    • schwer
      • Anwendung nicht empfohlen (Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen)
  • eingeschränkte Leberfunktion
    • leicht
      • keine Dosisanpassung erforderlich
    • mittelschwer (Child-Pugh B)
      • keine Dosisempfehlungen (begrenzt verfügbaren Daten)
      • engmaschige Überwachung allgemeiner Sicherheitsparameter empfohlen
    • schwer (Child-Pugh C)
      • Anwendung nicht empfohlen (keine klinischen Erfahrungen)
  • eingeschränkte Herzfunktion
    • nur begrenzte Daten, daher keine spezifischen Dosisempfehlungen
  • Ethnie
    • keine Dosisanpassungen erforderlich

Kontraindikationen

Cabozantinib - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Cabozantinib

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Cabozantinib - peroral

Cabozantinib (Monotherapie)

  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Abszess, einschl.
        • viszerale Abszesse
        • Haut- und Zahnabszesse
        • intraabdominale Abszesse
      • Pneumonie
      • Follikulitis
      • Pilzinfektion, einschließlich
        • Haut
        • Mund
        • Genitalien
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Aspergillom
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Anämie
      • Thrombozytopenie / Thrombozytenzahl erniedrigt
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Neutropenie / Neutrophilenzahl erniedrigt
      • Lymphopenie / Lymphozytenzahl erniedrigt
      • Leukozytenzahl erniedrigt
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Eosinophilenzahl erhöht und Eosinophilie
      • Thrombozytenzahl erhöht und Thrombozytose
  • Endokrine Erkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Hypothyreose und Thyroidea stimulierendes Hormon im Blut erhöht
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Appetitabnahme
      • erniedrigte biochemische Parameter:
        • Hypomagnesiämie und Magnesium im Blut erniedrigt
        • Hypokaliämie und Kalium im Blut erniedrigt
        • Hypoalbuminämie und Albumin im Blut erniedrigt
        • Hypocalcämie und Calcium im Blut erniedrigt
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Dehydratation
      • erhöhte biochemische Parameter:
        • Hyperglykämie
        • Hyperkaliämie
      • erniedrigte biochemische Parameter:
        • Hypophosphatämie und Phosphat im Blut erniedrigt
        • Hyponatriämie
        • Hypoglykämie
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Angst
      • Depression
      • Verwirrtheit
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • ungewöhnliche Träume
      • Delirium
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Dysgeusie
      • Kopfschmerzen
      • Schwindel
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • periphere Neuropathie, hauptsächlich sensorisch
      • Parästhesien
      • Ageusie
      • Tremor
      • Schlaganfall
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Ataxie
      • Aufmerksamkeitsstörung
      • hepatische Enzephalopathie
      • Bewusstseinsverlust
      • Sprachstörung
      • posteriores reversibles Enzephalopathie-Syndrom (PRES)
      • Krämpfe
  • Augenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • verschwommenes Sehen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Katarakt
      • Konjunktivitis
  • Erkrankungen des Ohrs und Labyrinths
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Ohrenschmerzen
      • Tinnitus
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hypoakusis
  • Herzerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Vorhofflimmern
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Angina pectoris
      • supraventrikuläre Tachykardie
      • akuter Myokardinfarkt
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Verlängerung des QT-Intervalls
        • Anstieg des korrigierten QT-Intervalls nach Fridericia (QTcF) um 10 - 15 ms gegenüber dem Ausgangswert an Tag 29 (aber nicht an Tag 1) nach Beginn der Cabozantinib-Behandlung (mit einer Dosis von 140 mg täglich) wurde in einer kontrollierten klinischen Studie bei Krebspatienten beobachtet
        • diese Wirkung war nicht mit einer Veränderung der kardialen Wellenformmorphologie oder neuen Rhythmen assoziiert
        • keiner der mit Cabozantinib behandelten Patienten hatte ein QTcF > 500 ms
  • Gefäßerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Hypertonie und Blutdruck erhöht
      • Hämorrhagie
        • einschließlich Epistaxis
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hypotonie und Blutdruck erniedrigt
      • thromboembolische Ereignisse
        • venöse Thrombose/Thromboembolien
        • tiefe Venenthrombose
        • arterielle Thrombose/Thromboembolien
        • Embolie
      • Blässe
      • periphere Durchblutungsstörungen mit Kältegefühl
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • hypertensive Krise
      • arterielle Embolie
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Aneurysmen und Arteriendissektion
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Dysphonie
      • oropharyngeale Schmerzen
      • Dyspnoe
      • Husten
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • nicht-gastrointestinale (GI) Fistel, z. B.
        • in der Luftröhre
        • als Pneumomediastinum
        • in Trachea und Ösophagus
      • Blutung der Atemwege, einschl.
        • Lunge
        • Bronchien
        • Trachea
      • Aspirationspneumonie
      • Lungenembolie
      • allergische Rhinitis
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Atelektasen
      • Pharynxödem
      • Pneumonitis
      • Pneumothorax
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Diarrhoe
      • Übelkeit
      • Erbrechen
      • Stomatitis
      • Obstipation
      • abdominale Schmerzen
        • abdominale Beschwerden
        • Ober- und Unterbauchschmerzen
      • Dysphagie
      • Dyspepsie
      • Glossodynie
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • gastrointestinale Perforation (tödliche Fälle wurden berichtet)
      • gastrointestinale Fisteln
      • gastrointestinale Blutung
      • Pankreatitis
      • Analfissur
      • Analentzündung
      • Cheilitis
      • gastroösophagale Refluxkrankheit
      • Hämorrhoiden
      • Schmerzen im Mund
      • Mundtrockenheit
      • Flatulenz
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Ösophagitis
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • gastrointestinale Störungen
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • hepatische Enzephalopathie
      • Cholelithiasis
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • cholestatische Hepatitis
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • palmar-plantares Erythrodysästhesie-Syndrom (PPES)
      • farbliche Veränderungen der Haare
      • Hautausschlag, einschl.
        • Dermatitis
        • akneähnliche Dermatitis
        • bullöse Dermatitis
        • exfoliativen Hautausschlag
        • erythematösen Ausschlag
        • follikulären Ausschlag
        • makulären Ausschlag
        • makulopapulösen Ausschlag
        • papulösen Ausschlag
        • juckenden Ausschlag
        • Arzneimittelexanthem
      • trockene Haut
      • Alopezie
      • Erythem
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hyperkeratose
      • Akne
      • Blasen
      • unnatürliches Haarwachstum
      • Hautabschälung
      • Hypopigmentierung der Haut
      • Pruritus
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hautgeschwür
      • Teleangiektasie
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • kutane Vaskulitis
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Arthralgie
      • Muskelkrämpfe
      • Schmerzen in den Extremitäten
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kieferosteonekrose
      • Muskuloskelettaler Brustschmerz
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Rhabdomyolyse
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Proteinurie
      • Dysurie
      • Hämaturie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • akutes Nierenversagen
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Amenorrhö
      • Vaginalblutung
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Erschöpfung
      • Schleimhautentzündung
      • Asthenie
      • Fatigue
      • periphere Ödeme
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • gestörte Wundheilung / Wundheilungsstörungen, einschl.
        • verzögerte Heilung
        • Komplikation an der Inzisionsstelle
        • Wunddehiszenz
      • Schüttelfrost
      • Gesichtsödem
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Zyste
      • Gesichtsschmerzen
      • lokalisiertes Ödem
  • Untersuchungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Gewichtsabnahme
      • abnorme Leberfunktionstests
        • erhöhte Serumspiegel der
          • Alaninaminotransferase (ALT)
          • Aspartataminotransferase (AST)
          • alkalischen Phosphatase (ALP)
        • Anstieg des LDH-Spiegels im Blut
      • erhöhte biochemische Parameter:
        • Anstieg des TSH-Spiegels im Blut und Thyroidea stimulierendes Hormon im Blut erhöht
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • erhöhte biochemische Parameter:
        • Kreatinin im Blut erhöht
        • erhöhte Lipase
        • Anstieg der Gamma-GT-Serumspiegel
        • Anstieg der Amylase-Serumspiegel
        • Anstieg des Cholesterin-Serumspiegels
        • Triglyzeride im Blut erhöht
        • Hyperbilirubinämie und Bilirubin in Blut erhöht
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Verkürzung der aktivierten partiellen Thromboplastin-Zeit

Cabozantinib in Kombination mit Nivolumab (angegebene Häufigkeiten unerwünschter Wirkungen sind möglicherweise nicht vollständig auf Cabozantinib allein zurückzuführen, sondern können auch durch die Grunderkrankung oder die Kombination mit Nivolumab bedingt sein)

  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Infekt der oberen Atemwege
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Pneumonie
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Eosinophilie
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Überempfindlichkeit, einschließlich
        • anaphylaktischer Reaktion
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • infusionsbedingte Überempfindlichkeitsreaktion
  • Endokrine Erkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Hypothyreose
      • Hyperthyreose
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Nebenniereninsuffizienz
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hypophysitis
      • Thyreoiditis
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Appetitabnahme
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Dehydratation
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Dysgeusie
      • Schwindel
      • Kopfschmerzen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • periphere Neuropathie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • autoimmune Enzephalitis
      • Guillain-Barré Syndrom
      • myasthenisches Syndrom
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Tinnitus
  • Augenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • trockenes Auge
      • verschwommenes Sehen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Uveitis
  • Herzerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Vorhofflimmern
      • Tachykardie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Myokarditis
  • Gefäßerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Hypertonie
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Thrombose, einschließlich
        • Pfortaderthrombose
        • Lungenvenenthrombose
        • Lungenthrombose
        • Aortenthrombose
        • arterielle Thrombose
        • tiefe Venenthrombose
        • Beckenvenenthrombose
        • Thrombose der Vena cava
        • venöse Thrombose
        • venöse Thrombose einer Extremität
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • arterielle Embolie
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Dysphonie
      • Dyspnoe
      • Husten
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Pneumonitis
      • Lungenembolie
      • Epistaxis
      • Pleuraerguss
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Pneumothorax
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Diarrhö
      • Erbrechen
      • Übelkeit
      • Obstipation
      • Stomatitis
      • Bauchschmerzen
      • Dyspepsie
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Colitis
      • Gastritis
      • Schmerzen im Mund
      • Mundtrockenheit
      • Hämorrhoiden
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Pankreatitis
      • Perforation des Dünndarms (Berichte über tödliche Fälle)
      • Glossodynie
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hepatitis
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Vanishing-bile-duct-Syndrom bei vorheriger oder gleichzeitiger Exposition mit Immuncheckpoint-Inhibitoren
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Palmar-plantares Erythrodysästhesie-Syndrom
      • Hautausschlag, einschließlich
        • Dermatitis
        • akneähnliche Dermatitis
        • bullöse Dermatitis
        • exfoliativer Hautausschlag
        • erythematöser Ausschlag
        • follikulärer Ausschlag
        • makulärer Ausschlag
        • makulopapulöser Ausschlag
        • papulöser Ausschlag
        • juckender Ausschlag
        • Arzneimittelexanthem
      • Pruritus
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Alopezie
      • trockene Haut
      • Erythem
      • Änderung der Haarfarbe
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Psoriasis
      • Urtikaria
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • kutane Vaskulitis
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • muskuloskelettale Schmerzen, einschließlich
        • Rückenschmerzen
        • Knochenschmerzen
        • muskuloskelettale Schmerzen in der Brust
        • muskuloskelettale Beschwerden
        • Myalgie
        • Nackenschmerzen
        • Schmerzen in den Extremitäten
        • Schmerzen in der Wirbelsäule
      • Arthralgie
      • Muskelkrämpfe
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Arthritis
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Myopathie
      • Kieferosteonekrose
      • Fisteln
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Proteinurie
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Nierenversagen
      • akute Nierenschädigung
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Nephritis
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Fatigue
      • Pyrexie
      • Ödeme
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schmerzen
      • Thoraxschmerzen
  • Untersuchungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • ALT erhöht
      • AST erhöht
      • Hypophosphatämie
      • Hypokalzämie
      • Hypomagnesiämie
      • Hyponatriämie
      • Hyperglykämie
      • Lymphopenie
      • alkalische Phosphatase erhöht
      • erhöhte Lipase
      • erhöhte Amylase
      • Thrombozytopenie
      • Kreatinin erhöht
      • Anämie
      • Leukopenie
      • Hyperkaliämie
      • Neutropenie
      • Hyperkalzämie
      • Hypoglykämie
      • Hypokaliämie
      • Gesamtbilirubin erhöht
      • Hypermagnesiämie
      • Hypernatriämie
      • Gewichtsabnahme
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Cholesterin erhöht
      • Hypertriglyceridämie
    • Hinweis: die Häufigkeit der Laborwerte spiegelt den Anteil der Patienten wider, bei denen eine Verschlechterung gegenüber den Ausgangslaborwerten festgestellt wurde, mit Ausnahme von Gewichtsabnahme, erhöhtem Cholesterin und Hypertriglyzeridämie

Anwendungshinweise

  • zum Einnehmen
  • Tabletten im Ganzen schlucken und nicht zerdrücken
  • mind. 2 Std. vor und bis 1 Std. nach der Einnahme nichts essen

Stillzeithinweise

Cabozantinib - peroral
  • wegen der potenziellen Gefahr für den Säugling sollten Mütter während der Behandlung mit Cabozantinib und mind. 4 Monate nach Abschluss der Therapie nicht stillen
  • nicht bekannt, ob Cabozantinib und / oder seine Metaboliten beim Menschen in die Muttermilch ausgeschieden werden

Schwangerschaftshinweise

Cabozantinib - peroral
  • Cabozantinib darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, eine Behandlung mit Cabozantinib ist aufgrund des klinischen Zustandes der Frau erforderlich
  • keine Studien über die Anwendung von Cabozantinib bei Schwangeren vorliegend
  • tierexperimentelle Studien
    • zeigten embryo-fetale und teratogene Wirkungen
    • potenzielles Risiko für den Menschen nicht bekannt
  • gebärfähige Frauen / Empfängnisverhütung bei Männern und Frauen
    • gebärfähige Frauen darauf hinweisen, dass sie während der Behandlung mit Cabozantinib eine Schwangerschaft vermeiden müssen
    • Partnerinnen von männlichen Patienten, die mit Cabozantinib behandelt werden, müssen ebenfalls eine Schwangerschaft verhüten
    • sowohl männliche als auch weibliche Patienten sowie deren Partner / -innen müssen während der Therapie und für mind. 4 Monate nach Abschluss der Therapie effektive Empfängnisverhütungsmethoden anwenden
      • orale Kontrazeptiva wahrscheinlich nicht ausreichend sicher wirksam
        • sollten zusammen mit einer anderen Empfängnisverhütungsmethode angewendet werden, z. B.
          • Barrieremethode
  • Fertilität
    • über die Auswirkung auf die menschliche Fertilität keine Daten vorliegend
    • präklinische Studienergebnisse
      • Beeinträchtigung der Fertilität von Mann und Frau durch die Behandlung mit Cabozantinib wahrscheinlich
    • Männern als auch Frauen sollte eine genetische Beratung empfohlen werden
    • vor Beginn der Behandlung Spermakonservierung erwägen

Warnhinweise

Cabozantinib - peroral
  • Auftreten unerwünschter Ereignisse
    • die meisten Nebenwirkungen treten früh im Verlauf der Behandlung auf
    • das Nebenwirkungsmanagement kann eine vorübergehende Therapieunterbrechung oder Dosisreduktion von Cabozantinib erfordern (siehe Rubrik "Dosierung und Art der Anwendung")
    • Nebenwirkungen, die im Allgemeinen früh auftreten, sind z. B.
      • Hypocalciämie
      • Hypokaliämie
      • Thrombozytopenie
      • Hypertonie
      • palmar-plantares Erythrodysästhesie-Syndrom (PPES)
      • Proteinurie
      • gastrointestinale (GI) Ereignisse
        • abdominale Schmerzen
        • Schleimhautentzündung
        • Obstipation
        • Diarrhö
        • Erbrechen
      • Arzt sollte den Patienten in den ersten 8 Wochen der Behandlung engmaschig überwachen
        • Entscheidung darüber, ob Dosisanpassungen gerechtfertigt sind
    • in der zulassungsrelevanten klinischen Studie zur Behandlung des medullären Schilddrüsenkarzinoms
      • kam es bei 79 % bzw. 72 % der mit Cabozantinib behandelten Patienten zu Dosissenkungen bzw. Dosisunterbrechungen
      • bei 41 % der Patienten waren 2 Dosissenkungen erforderlich
      • medianer Zeitraum bis zur ersten Dosissenkung betrug 43 Tage und bis zur ersten Dosisunterbrechung 33 Tage
      • daher wird in den ersten acht Wochen der Behandlung eine engmaschige Überwachung der Patienten empfohlen
    • in den zulassungsrelevanten klinischen Studien zur Monotherapie bei RCC (METEOR, CABOSUN), HCC (CELESTIAL), DTC (COSMIC-311) und NET (CABINET)
      • traten Dosisreduktionen aufgrund von unterwünschten Ereignissen bei 46-67 % und Therapieunterbrechungen bei 70-84 % der mit Cabozantinib behandelten Patienten auf
      • bei 9,4 - 33 % der Patienten waren zwei Dosisreduktionen erforderlich
      • die mediane Zeit bis zur ersten Dosisreduktion betrug 38 - 106 Tage und bis zur ersten Therapieunterbrechung 28 - 68 Tage
    • Cabozantinib in Kombination mit Nivolumab in der Erstlinienbehandlung des fortgeschrittenen RCC inklinischer Studie (CA2099ER)
      • wenn Cabozantinib in Kombination mit Nivolumab in der Erstlinienbehandlung des fortgeschrittenen RCC gegeben wird, kam es in der klinischen Studie (CA2099ER) bei 54,1 % bzw. 73,4 % der Patienten zu einer Dosisreduktion bzw. Therapieunterbrechung von Cabozantinib aufgrund eines unerwünschten Ereignisses
      • zwei Dosisreduktionen waren bei 9,4 % der Patienten notwendig
      • die mediane Zeit bis zur ersten Dosisreduktion betrug 106 Tage und bis zur ersten Therapieunterbrechung 68 Tage
  • Hepatotoxizität
    • abnorme Leberfunktionstests wurden häufig bei mit Cabozantinib behandelten Patienten beobachtet, z. B.
      • Anstieg der Alanin-Aminotransferase (ALT)
      • Anstieg der Aspartat-Aminotransferase (AST)
      • Anstieg des Bilirubins
    • empfohlen, vor Behandlungsbeginn mit Cabozantinib Leberfunktionstests (ALT, AST und Bilirubin) durchzuführen und während der Behandlung streng zu überwachen
    • bei Patienten mit sich verschlechternden Leberfunktionstestergebnissen, die mit der Behandlung mit Cabozantinib assoziiert werden
      • d. h. für die keine alternativen Ursachen vorliegen
        • Empfehlungen zur Dosisanpassung (siehe Rubrik "Dosierung und Dauer der Anwendung") sollten befolgt werden
    • bei Kombination von Cabozantinib mit Nivolumab bei Patienten mit fortgeschrittenem RCC wurden ALT- und AST-Erhöhungen Grad 3 und 4 häufiger berichtet im Vergleich zur Cabozantinib Monotherapie (siehe Rubrik "Nebenwirkungen")
      • vor Beginn sowie regelmäßig während einer Behandlung sollen Leberenzymwerte überwacht werden
      • Anwendungshinweise für beide Arzneimittel sollen befolgt werden
    • es wurde über seltene Fälle des Vanishingbile-duct-Syndroms berichtet
      • alle Fälle traten bei Patienten auf, die Immuncheckpoint-Inhibitoren entweder vor oder gleichzeitig mit einer Cabozantinib-Behandlung erhalten haben
    • Cabozantinib wird hauptsächlich über die Leber ausgeschieden
    • strengere Überwachung allgemeiner Sicherheitsparameter wird bei Patienten mit leichter oder mittelschwerer Leberfunktionsstörung empfohlen
    • ein verhältnismäßig größerer Anteil der Patienten mit mittelschwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh B) entwickelte eine hepatische Enzephalopathie unter Behandlung mit Cabozantinib
    • Cabozantinib wird nicht zur Anwendung bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh C) empfohlen
  • hepatische Enzephalopathie
    • in der HCC-Studie
      • wurde hepatische Enzephalopathie häufiger im Cabozantinib- als im Placebo-Arm berichtet
      • wurde Cabozantinib mit folgenden Nebenwirkungen in Verbindung gebracht
        • Diarrhö
        • Erbrechen
        • Appetitabnahme
        • Elektrolytstörungen
      • bei HCC-Patienten mit beeinträchtigter Leberfunktion können diese nicht-hepatischen Effekte auslösende Faktoren für die Entwicklung einer hepatischen Enzephalopathie sein
      • Patienten sollten auf Anzeichen und Symptome einer hepatischen Enzephalopathie überwacht werden
  • Perforationen, Fisteln und intraabdominale Abszesse
    • Beobachtung von
      • schwerwiegende Magen-Darm-Perforationen und Fisteln, manchmal mit tödlichem Verlauf
      • intraabdominale Abzesse
    • engmaschige Überwachung vor Beginn der Cabozantinib-Therapie und in der Folge auf Symptome für Perforationen und Fisteln, inkl. Abszesse und Sepsis von Patienten
      • bei denen vor kurzem eine Radiotherapie durchgeführt wurde
      • die an einer entzündlichen Darmerkrankung (wie z. B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Peritonitis, Appendizitis oder Divertikulitis) leiden
      • bei denen der Tumor den GI-Trakt infiltriert hat
      • bei denen der Tumor die Luftröhre, Bronchien oder Speiseröhre infiltriert hat
      • die unter Komplikationen eines vorausgegangenen chirurgischen Eingriffs im GI-Trakt leiden, insb.
        • wenn diese mit Heilungsverzögerungen oder unvollständiger Heilung einhergehen
      • die unter Komplikationen einer vorausgegangenen Radiotherapie der Brusthöhle (einschl. des Mediastinums) leiden
    • bei Auftreten von Mukositis nach dem Beginn der Therapie
      • nicht-GI Fisteln sollten ggf. ausgeschlossen werden
    • anhaltende bzw. wiederkehrende Diarrhoe während der Behandlung kann ein Risikofaktor für die Entstehung von Analfisteln sein
    • Patienten mit Magen-Darm- bzw. GI-Perforation oder einer GI - oder nicht-GI Fistel (die nicht angemessen behandelt werden kann)
      • Cabozantinib sollte abgesetzt werden
  • gastrointestinale Störungen
    • am häufigsten berichtete gastrointestinale Nebenwirkungen
      • Diarrhoe
      • Übelkeit / Erbrechen
      • Appetitabnahme
      • Stomatitis / Schmerzen im Mund
    • es sollte unverzüglich eine medizinische Behandlung, inklusive einer unterstützenden Therapie mit folgenden Arzneimitteln eingeleitet werden, um Dehydratation, Elektrolytstörungen und Gewichtsverlust zu vermeiden
      • Antiemetika
      • Antidiarrhoika
      • Antacida
    • bei anhaltenden oder wieder auftretenden signifikanten gastrointestinalen Nebenwirkungen
      • Dosisunterbrechung oder -reduktion bzw. ein dauerhafter Abbruch der Behandlung mit Cabozantinib in Betracht ziehen
  • thromboembolische Ereignisse
    • unter Cabozantinib venöse Thromboembolien, inkl. Lungenembolie, und arterielle Thromboembolien, manchmal tödlich, beobachtet
    • mit Vorsicht angewenden bei Patienten mit
      • einem Risiko für Thromboembolien
      • entsprechende Ereignisse in der Vorgeschichte
    • in der HCC-Studie (CELESTIAL)
      • Beobachtung von Pfortaderthrombosen, einschließlich eines tödlichen Ereignisses
      • Patienten mit Invasion der Pfortader in der Vorgeschichte
        • schienen ein höheres Risiko für die Entwicklung einer Pfortaderthrombose zu haben
    • Patienten, die einen akuten Herzinfarkt oder eine andere klinisch signifikante arterielle thromboembolische Komplikation erleiden
      • Cabozantinib muss abgesetzt werden
    • in der CABINET-Studie traten bei Studienteilnehmer, die mit Cabozantinib behandelt wurden, thromboembolische Ereignissen in der pNET-Kohorte häufiger auf (19 %) im Vergleich zur epNET-Kohorte (3,8 %)
  • Blutungen
    • schwere Blutungen, manchmal tödlich, beobachtet
    • sorgfältige Untersuchung vor Beginn der Cabozantinib-Therapie
      • bei Patienten mit einer Vorgeschichte von schweren Blutungen
      • bei Patienten mit Anzeichen für einen Tumorbefall der Luftröhre oder Bronchien
      • bei Patienten mit einer Vorgeschichte mit Hämoptyse vor Einleitung der Behandlung
    • Cabozantinib soll nicht angewendet werden
      • bei Patienten die schwere Blutungen haben oder ein Risiko dafür aufweisen
      • bei vor kurzem aufgetretener Hämoptyse
    • in der HCC-Studie (CELESTIAL)
      • Berichte über Blutungen mit tödlichem Verlauf häufiger unter Cabozantinib als unter Placebo
        • prädisponierende Risikofaktoren für schwere Blutungen können bei Patienten mit fortgeschrittenem HCC Tumorinvasionen der wichtigsten Blutgefäße einschließen und das Vorliegen einer zugrunde liegenden Leberzirrhose, die zu Ösophagusvarizen, portaler Hypertonie und Thrombozytopenie führt
    • in der CELESTIAL-Studie
      • waren Patienten mit gleichzeitiger Behandlung mit Antikoagulantien oder Thrombozytenaggregationshemmer ausgeschlossen
      • Patienten mit unbehandelten oder unvollständig behandelten Varizen mit Blutungen oder hohem Risiko für Blutungen waren ebenfalls von dieser Studie ausgeschlossen
    • Studie mit Cabozantinib in Kombination mit Nivolumab bei fortgeschrittenem RCC (CA2099ER) in der Erstlinientherapie
      • schloss Patienten mit Antikoagulanzien in therapeutischen Dosen aus
  • Aneurysmen und Arteriendissektion
    • Verwendung von VEGF-Signalweg-Hemmern bei Patienten mit oder ohne Hypertonie kann die Entstehung von Aneurysmen und / oder Arteriendissektion begünstigen
      • vor Beginn der Behandlung mit Cabozantinib sollte dieses Risiko bei Patienten mit Risikofaktoren wie Hypertonie oder Aneurysmen in der Vorgeschichte sorgfältig abgewogen werden
  • Thrombozytopenie
    • in der HCC-Studie (CELESTIAL) und der DTC-Studie (COSMIC-311) und in der NET-Studie (CABINET)
      • wurde über Thrombozytopenie und verminderte Thrombozytenzahl berichtet
    • Thrombozyten-Spiegel sollte während der Behandlung mit Cabozantinib überwacht werden
    • Dosis sollte entsprechend der Schwere der Thrombozytopenie angepasst werden (siehe Rubrik "Dosierung und Dauer der Anwendung")
  • Wundheilungsstörungen
    • Wundheilungsstörungen unter Cabozantinib beobachtet
    • Behandlung mit Cabozantinib sollte nach Möglichkeit mind. 28 Tage vor einem geplanten chirurgischen Eingriff, inkl. zahnärztlicher Eingriffe oder Operationen, beendet werden
    • Entscheidung zur Wiederaufnahme der Cabozantinib-Therapie nach der Operation sollte sich auf die klinische Beurteilung einer angemessenen Wundheilung stützen
    • Patienten mit behandlungsbedürftigen Wundheilungsstörungen
      • Cabozantinib soll abgesetzt werden
  • Hypertonie
    • Hypertonie, einschließlich hypertensive Krise, beobachtet
    • Blutdruck sollte vor Beginn der Behandlung gut eingestellt sein
    • nach Beginn der Behandlung mit Cabozantinib
      • Blutdruck sollte frühzeitig und regelmäßig bei allen Patienten überwacht und bei Bedarf mit einer geeigneten blutdrucksenkenden Therapie behandelt werden
    • wenn die Hypertonie trotz Antihypertensiva-Therapie fortbesteht sollte die Behandlung mit Cabozantinib unterbrochen werden
      • bis der Blutdruck unter Kontrolle ist
        • danach kann die Behandlung mit Cabozantinib mit einer reduzierten Dosis wieder aufgenommen werden
    • Cabozantinib sollte abgesetzt werden
      • bei schwerer Hypertonie, die trotz Antihypertensiva-Therapie und Reduktion der Cabozantinib-Dosis fortbesteht
      • bei Auftreten einer hypertensiven Krise
  • Osteonekrose
    • unter Cabozantinib Fälle von Osteonekrose des Kiefers beobachtet
    • vor Beginn einer Behandlung mit Cabozantinib und regelmäßig während der Cabozantinib-Behandlung
      • zahnärztliche Untersuchung soll durchgeführt werden
    • Patienten müssen eine Unterweisung in Mundhygiene erhalten
    • vor invasiven zahnärztlichen Eingriffen oder geplanten zahnärztlichen Operationen
      • Cabozantinib-Behandlung sollte nach Möglichkeit mind. 28 Tage vor dem geplanten Eingriff ausgesetzt werden
    • Vorsicht bei Patienten geboten, die Arzneimittel erhalten, die mit Kieferosteonekrose assoziiert sind, z.B.
      • Bisphosphonate
    • bei Auftreten einer Kieferosteonekrose
      • Cabozantinib muss abgesetzt werden
  • palmar-plantares Erythrodysästhesie-Syndrom (PPES)
    • unter Cabozantinib Fälle von palmar-plantarem Erythrodysaesthesia-Syndrom beobachtet
    • bei Auftreten eines schweren PPES
      • Unterbrechung der Cabozantinib-Therapie erwägen
      • sobald PPES auf Grad 1 abgeklungen ist
        • Cabozantinib-Behandlung sollte mit einer niedrigeren Dosis wieder aufgenommen werden
  • Proteinurie
    • Proteinurie unter Cabozantinib beobachtet
    • während der Cabozantinib-Behandlung
      • Urin sollte regelmäßig auf Protein untersucht werden
    • Patienten, die ein nephrotisches Syndrom entwickeln
      • Cabozantinib sollte abgesetzt werden
  • posteriores reversibles Enzephalopathie-Syndrom (PRES)
    • posteriores reversibles Enzephalopathie-Syndrom (PRES) unter Cabozantinib beobachtet
    • Syndrom sollte bei jedem Patienten in Betracht gezogen werden mit
      • multiplen Symptomen bzw. Symptomen, die auf ein PRES hinweisen, einschließlich
        • Krampfanfällen
        • Kopfschmerzen
        • visuellen Störungen
        • Verwirrung
        • veränderter Mentalfunktion
    • Cabozantinib-Behandlung muss bei Patienten mit PRES abgesetzt werden
  • Verlängerung des QT-Intervalls
    • Cabozantinib sollte mit Vorsicht angewendet werden bei Patienten
      • mit einem verlängerten QT-Intervall in der Vorgeschichte
      • die mit Antiarrhythmika behandelt werden
      • mit einer relevanten Vorkrankung des Herzens
      • mit Badykardie
      • mit Elektrolytstörungen
    • während der Cabozantinib-Behandlung regelmäßige Überwachung erwägen mittels EKG und Elektrolytuntersuchungen zu erwägen
      • Calcium, Kalium und Magnesium im Serum
    • mit Vorsicht anwenden
      • gleichzeitige Behandlung mit starken CYP3A4-Inhibitoren, die zu einem Anstieg der Cabozantinib-Plasmakonzentrationen führen können
  • Funktionsstörung der Schilddrüse
    • vor Beginn der Cabozantinib-Behandlung
      • Patienten mit vorbestehender Hypothyreose oder Hyperthyreose sollen entsprechend den medizinischen Leitlinien behandelt werden
    • zu Beginn der Behandlung
      • bei allen Patienten wird eine Laboruntersuchung der Schilddrüsenfunktion empfohlen
    • während der Behandlung mit Cabozantinib
      • alle Patienten sind engmaschig auf Anzeichen und Symptome einer Schilddrüsenfunktionsstörung zu untersuchen
    • Patienten, bei denen eine Schilddrüsenfunktionsstörung auftritt
      • sollen entsprechend den medizinischen Leitlinien behandelt werden
  • biochemische Labortestabweichungen
    • Cabozantinib wurde mit einem erhöhten Auftreten von Elektrolytstörungen in Verbindung gebracht, einschließlich
      • Hypo- und Hyperkaliämie
      • Hypomagnesiämie
      • Hypocalciämie
      • Hyponatriämie
    • Hypocalciämie
      • bei Patienten mit Schilddrüsenkrebs im Vergleich zu Patienten mit anderen Krebsarten häufiger und / oder in höherem Schweregrad (einschließlich Grad 3 und 4) beobachtet
    • empfohlen, während der Behandlung mit Cabozantinib, die biochemischen Parameter zu überwachen
      • falls erforderlich, eine geeignete Ersatztherapie nach klinischem Standard einzuleiten
    • Dosisunterbrechung oder -reduktion bzw. dauerhaftes Absetzen von Cabozantinib sollten bei anhaltenden oder wiederkehrenden signifikanten Abweichungen in Betracht gezogen werden (siehe Rubrik "Dosierung und Dauer der Anwendung")
  • CYP3A4-Induktoren und -Inhibitoren
    • Cabozantinib ist ein CYP3A4-Substrat
    • gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die starke CYP3A4-Inhibitoren sind, sollte mit Vorsicht erfolgen
      • gleichzeitige Anwendung von Cabozantinib mit dem starken CYP3A4-Inhibitor Ketoconazol führte zu einem Anstieg des Cabozantinib-Plasmaspiegels
    • Langzeitgabe von starken CYP3A4-Induktoren mit Cabozantinib sollte vermieden werden
      • gleichzeitige Anwendung von Cabozantinib mit dem starken CYP3A4-Induktor Rifampicin führte zu einer Abnahme des Cabozantinib-Plasmaspiegels
  • P-Glykoprotein-Substrate
    • in einem bidirektionalen Assaysystem mit MDCK-MDR1-Zellen erwies sich Cabozantinib als Inhibitor (IC50 = 7,0 µM), aber nicht als Substrat von P-Glykoprotein (P-gp)-Transportaktivitäten
      • Cabozantinib kann die Plasmakonzentrationen von gleichzeitig angewendeten P-gp-Substraten potenziell erhöhen
      • Patienten sollten deshalb vor der Anwendung eines P-gp-Substrats während der Einnahme von Cabozantinib gewarnt werden, z.B.
        • Fexofenadin
        • Aliskiren
        • Ambrisentan
        • Dabigatranetexilat
        • Digoxin
        • Colchicin
        • Maraviroc
        • Posaconazol
        • Ranolazin
        • Saxagliptin
        • Sitagliptin
        • Talinolol
        • Tolvaptan
  • MRP2-Inhibitoren
    • Gabe von MRP2-Inhibitoren kann zu Anstieg der Cabozantinib-Plasmakonzentration führen
    • Vorsicht bei gleichzeitiger Anwendung von MRP2-Inhibitoren, wie
      • Ciclosporin
      • Efavirenz
      • Emtricitabin