Calciumfolinat-GRY 500
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 50 ML | 173,04 € |
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Indikation
- Entgegenwirken oder Verringerung der Toxizität und der Wirkung von Folsäure-Antagonisten wie Methotrexat bei der zytotoxischen Therapie oder bei Überdosierung bei Erwachsenen und Kindern ("Calciumfolinat-Rescue")
- in Kombination mit 5-Fluorouracil in der zytotoxischen Therapie
- bei fortgeschrittenem oder metastasiertem kolorektalem Karzinom
- als adjuvante Chemotherapie des Kolonkarzinoms im Stadium III (T1-4 N1-2) nach vorausgegangener kurativer Resektion des Primärtumors
Dosierung
Basiseinheit: 1 Durchstechflasche enthält 10 mg/ ml Folinsäure, als Calciumfolinat
- Calciumfolinat-Rescue in der Methotrexat-Therapie :
- Dosierungsschema stark abhängig von der Anwendungsart und -methode der mittel- oder hochdosierten Methotrexat-Anwendung
- Vorgabe durch Methotrexat-Protokoll
- Richtlinien bei Erwachsenen, Älteren und Kindern
- parenterale Anwendung der Calciumfolinat-Rescue bei Patienten mit Malabsorptionssyndrom oder anderen gastrointestinalen Störungen wenn die enterale Absorption nicht sichergestellt ist
- parenterale Anwendung bei Dosierungen > 20 - 50 mg Calciumfolinat
- Calciumfolinat-Rescue wird notwendig, wenn Methotrexat in Dosen über 500 mg/ m2 Körperoberfläche gegeben wird und sollte bei Dosen von 100 mg bis 500 mg/ m2 Körperoberfläche in Erwägung gezogen werden
- Dosierung und Dauer abhängig von der Art und Dosierung der Methotrexat-Therapie, Auftreten der Symptome der Toxizität und der individuellen Exkretionskapazität von Methotrexat
- i. d. R. erste Dosis Calciumfolinat 15 mg (6 - 12 mg / m2 KOF) 12 - 24 Std. nach Beginn der Methotrexat-Infusion
- gleiche Dosis alle 6 Std. während der folgenden 72 Std.
- nach mehreren parenteralen Dosen Übergang zur oralen Form
- Zusätzliche Maßnahmen
- Aufrechterhaltung eines hohen Urinflusses und Alkalisierung des Urins
- Überwachung der Nierenfunktion durch tägliche Messungen des Serumkreatinins
- Messung des verbliebenen Methotrexat-Blutspiegels nach 48 Std.
- > / = 0,5 µmol/ l:
- zusätzlich 15 mg/ m2 KOF/ 6 Std. über 48 Std. oder bis der Methotrexat-Spiegel niedriger ist als 0,05 µmol/ l
- > / = 1 µmol/ l:
- zusätzlich 100 mg/ m2 KOF/ 6 Std. über 48 Std. oder bis der Methotrexat-Spiegel niedriger ist als 0,05 µmol/ l
- > / = 2 µmol/ l:
- zusätzlich 200 mg/ m2 KOF/ 6 Std. über 48 Std. oder bis der Methotrexat-Spiegel niedriger ist als 0,05 µmol/ l
- > / = 0,5 µmol/ l:
- Dosierungsschema stark abhängig von der Anwendungsart und -methode der mittel- oder hochdosierten Methotrexat-Anwendung
- Kombination mit 5-Fluorouracil in der zytotoxischen Therapie:
- Fortgeschrittenes oder metastasiertes kolorektales Karzinom:
- verschiedene Therapieprotokolle und Dosierungen werden verwendet, ohne dass eine Dosierung als die optimale Dosierung nachgewiesen wurde
- folgende Schemata wurden bei Erwachsenen und Älteren zur Therapie des fortgeschrittenen oder metastasierten kolorektalen Karzinomsangewendet und werden als Beispiele genannt
- keine Daten über die Anwendung dieser Kombinationen bei Kindern
- Zweiwöchentliches Therapieprotokoll:
- 200 mg/ m2 KOF Calciumfolinat i. v. über 2 Std.
- dann Bolus von 400 mg/ m2 KOF 5-Fluorouracil und 22 Std. Infusion von 600 mg/ m2 KOF 5-Fluorouracil an 2 aufeinander folgenden Tagen, alle 2 Wochen an den Tagen 1 und 2
- Wöchentliches Therapieprotokoll:
- 20 mg/ m2 KOF Calciumfolinat i. v. als Bolus oder 200 - 500 mg/ m2 KOF Calciumfolinat i. v. über 2 Std.
- mit i.v.-Bolus von 500 mg/ m2 KOF 5-Fluorouracil zur Mitte oder zum Ende der Calciumfolinat-Infusion
- Monatliches Therapieprotokoll:
- 20 mg/ m2 KOF Calciumfolinat i. v. als Bolus oder 200 - 500 mg/ m2 KOF Calciumfolinat i. v. über 2 Std.
- dann i.v.-Bolus von 425 oder 370 mg/ m2 KOF 5-Fluorouracil an 5 aufeinander folgenden Tagen
- Modifizierung der 5-Fluorouracil-Dosen:
- ggf. Modifizierung der 5-Fluorouracil-Dosen und der Behandlungsintervalle in Abhängigkeit vom Zustand des Patienten, des klinischen Ansprechens und der dosislimitierenden Toxizität notwendig
- s. Produktinformation zu 5-Fluorouracil
- Reduzierung der Calciumfolinat-Dosierung nicht notwendig
- Anzahl der Wiederholungszylken im Ermessen des Arztes
- ggf. Modifizierung der 5-Fluorouracil-Dosen und der Behandlungsintervalle in Abhängigkeit vom Zustand des Patienten, des klinischen Ansprechens und der dosislimitierenden Toxizität notwendig
- Adjuvante Chemotherapie des Kolonkarzinoms im Stadium III (T1-4 N1-2) nach vorausgegangener kurativer Resektion des Primärtumors:
- nachfolgende Dosierungsschemata können derzeit empfohlen werden:
- Wöchentliches Therapieprotokoll:
- 200 mg/ m2 KOF Calciumfolinat i. v. über 2 Std.
- dann i.v.-Bolus von 500 mg/ m2 KOF 5-Fluorouracil 1 Std. nach Beginn der Calciumfolinat-Infusion 1mal/ Woche über 6 Wochen
- 6 Zyklen mit 2 Wochen Pause zwischen den Therapiekursen
- Dauer: max. 1 Jahr (unabhängig von Dosisanpassungen oder Therapieunterbrechungen)
- Therapieprotokoll mit "low-dose"-Folinsäure:
- 20 mg/ m2 KOF Calciumfolinat i. v. als Bolus
- dann i.v.-Bolus von 425 mg/ m2 KOF 5-Fluorouracil an den Tagen 1 - 5 eines Therapiezyklus' für insgesamt 6 Therapiezyklen
- Wiederholung nach 4 und 8 Wochen, anschließend alle 5 Wochen
- ggf. Dosisanpassungen in Abhängigkeit vom Auftreten toxischer Nebenwirkungen
- Therapieunterbrechung bei Auftreten hämatologischer Toxizität:
- Leukozyten < 3.500 oder Thrombozyten < 100.000:
- Therapie unterbrechen bis Anstieg der Leukozyten (>/= 3.500) und Thrombozyten (>/= 100.000)
- Leukozyten < 2.500 oder Thrombozyten < 75.000:
- Therapie unterbrechen bis Anstieg der Leukozyten (>/= 3.500) und Thrombozyten (>/= 100.000) jedoch für mindestens 3 Wochen
- Leukozyten < 3.500 oder Thrombozyten < 100.000:
- Therapieunterbrechung bei Auftreten gastrointestinaler (GI) Toxizität:
- Leichte bis mittelschwere Stomatitis u./o. leichte Diarrhoe (2 Stühle/ Tag):
- Therapie unterbrechen bis Normalisierung eintritt
- Schwere Stomatitis u./o. mittelschwere bis schwere Diarrhoe (3 - 6 Stühle/ Tag):
- Therapie unterbrechen bis Normalisierung eintritt jedoch für mindestens 3 Wochen
- Gastrointestinale Blutungen, behindernde Diarrhoe (>/= 7 Stühle/ Tag) ± exfoliative Dermatitis:
- Therapie absetzen
- Leichte bis mittelschwere Stomatitis u./o. leichte Diarrhoe (2 Stühle/ Tag):
- Wöchentliches Therapieprotokoll:
- nachfolgende Dosierungsschemata können derzeit empfohlen werden:
- Fortgeschrittenes oder metastasiertes kolorektales Karzinom:
- Antidot gegen die Folsäure-Antagonisten Trimetrexat, Trimethoprim und Pyrimethamin:
- Trimetrexat-Toxizität:
- Prävention:
- täglich während der Behandlung und während der 72 Std. nach der letzten Trimetrexat-Dosis
- i.v.: 20 mg/ m2 KOF Calciumfolinat über 5 - 10 Minuten/ 6 Std. bis zum Erreichen der tägl. Gesamtdosis von 80 mg/ m2 KOF
- oder oral: 4 Dosen von je 20 mg/ m2 KOF Calciumfolinat in gleichen Zeitabständen
- Dosierung in Abhängigkeit von der hämatologischen Toxizität von Trimetrexat
- Überdosierung (möglicherweise auftretend bei Trimetrexat-Dosen von über 90 mg/m ohne begleitende Calciumfolinat-Anwendung):
- nach dem Absetzen von Trimetrexat: Gabe von 40 mg/ m2 KOF Calciumfolinat i.v. alle 6 Stunden für 3 Tage
- Prävention:
- Trimethoprim-Toxizität:
- nach dem Absetzen von Trimethoprim: Gabe von 3 - 10 mg Calciumfolinat/ Tag bis zur Wiederherstellung eines normalen Blutbildes
- Pyrimethamin-Toxizität:
- Im Falle einer Hochdosis-Therapie mit Pyrimethamin oder bei längerer Behandlung mit niedrigen Dosen: zeitgleich 5 - 50 mg Calciumfolinat/ Tag basierend auf den Ergebnissen des peripheren Blutbilds
- Trimetrexat-Toxizität:
Kontraindikationen
Calciumfolinat - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Calciumfolinat
- perniziöse Anämie oder andere Anämien durch Vitamin B12-Mangel
Nebenwirkungen
Calciumfolinat - invasiv
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- allergische Reaktionen (einschließlich anaphylaktoide / anaphylaktische Reaktionen)
- Urticaria
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Psychiatrische Erkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Schlaflosigkeit
- Unruhe
- Depression (nach hohen Dosen)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Nervensystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Anstieg der Anfallshäufigkeit bei Epileptikern
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- gastrointestinale Störungen nach hohen Dosen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Haut- und des Unterhautzellgewebes
- ohne Häufigkeitsangabe
- Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxische epidermale Nekrolyse (TEN)
- beobachtet bei Patienten, die Folinsäure in Kombination mit anderen Wirkstoffen erhielten, die bekanntermaßen mit diesen Erkrankungen verbunden sind
- einige Fälle davon tödlich
- kann nicht ausgeschlossen werden, dass Folinsäure zum Auftreten von SJS / TEN beigetragen hat
- beobachtet bei Patienten, die Folinsäure in Kombination mit anderen Wirkstoffen erhielten, die bekanntermaßen mit diesen Erkrankungen verbunden sind
- Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxische epidermale Nekrolyse (TEN)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Fieber (nach der Anwendung als Injektionslösung)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Kombinationstherapie mit 5-Fluorouracil
- Sicherheitsprofil abhängig von von dem für 5-FU angewendeten Therapieschema, bedingt durch die Verstärkung der durch 5-FU bedingten Toxizitäten
- zusätzliche Nebenwirkungen bei Kombination mit 5-FU
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Knochenmarkinsuffizienz, einschließlich Todesfälle
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hyperammonämie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Haut- und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Palmar-Plantar-Erythrodysästhesie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Mukositis, einschließlich Stomatitis und Cheilitis
- Todesfälle aufgrund Mukositis aufgetreten
- Mukositis, einschließlich Stomatitis und Cheilitis
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- monatliches Therapieprotokoll
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erbrechen
- Übelkeit
- Diarrhoe
- bei Patienten mit Diarrhö kann eine rasche, zum Tod führende klinische Verschlechterung auftreten
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- (schwere) muköse Toxizität
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- keine Verstärkung der anderen durch 5-Fluorouracil induzierten Toxizitäten (z.B. Neurotoxizität)
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- wöchentliches Therapieprotokoll
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Diarrhö höheren Schweregrades und Dehydrierung
- die eine stationäre Einweisung für die Behandlung erforderlich machen und sogar zum Tod führen können
- Diarrhö höheren Schweregrades und Dehydrierung
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Anwendungshinweise
- Anwendung der Injektionslösung nur i.v. oder i.m.
- intravenöse Infusion
- max. 160 mg/ Minute (aufgrund des hohen Calciumgehaltes)
- Verdünnung vor Gebrauch mit 0,9% Natriumchlorid-Lösung oder 5% Glucose-Lösung
Stillzeithinweise
Calciumfolinat - invasiv
- Calciumfolinat kann während der Stillzeit angewandt werden, wenn dies im Rahmen der therapeutischen Indikationen als notwendig erachtet wird
- nicht bekannt, ob Calciumfolinat in die menschliche Muttermilch übergeht
- keine adäquaten und gut kontrollierten Studien mit Stillenden durchgeführt
- Kombinationsbehandlung mit Methotrexat
- sollte trotz Stillzeit eine Behandlung mit Methotrexat oder anderen Folsäure-Antagonisten erfolgen, gibt es hinsichtlich der Anwendung von Calciumfolinat zur Verringerung der Toxizität oder um den Effekten entgegenzuwirken, keine Beschränkungen
- Fachinformation von Methotrexat beachten
- Kombinationsbehandlung mit 5-FU
- 5-FU während der Stillzeit kontraindiziert; gilt auch für die kombinierte Anwendung von Calciumfolinat mit 5-FU
- Fachinformation von 5-FU beachten
Schwangerschaftshinweise
Calciumfolinat - invasiv
- keine Hinweise, dass Folinsäure schädliche Wirkungen verursacht, wenn sie während der Schwangerschaft gegeben wird
- keine adäquaten und gut kontrollierten Studien mit Schwangeren durchgeführt
- keine Tierstudien zur Reproduktionstoxikologie von Calciumfolinat durchgeführt
- Kombinationsbehandlung mit Methotrexat
- während einer Schwangerschaft sollte Methotrexat nur nach strenger Indikationsstellung, bei der der Nutzen des Arzneimittels für die Mutter gegen das mögliche Risiko für den Fötus abgewogen wird, angewandt werden
- sollte trotz Schwangerschaft oder Stillzeit eine Behandlung mit Methotrexat oder anderen Folsäure-Antagonisten erfolgen, gibt es hinsichtlich der Anwendung von Calciumfolinat zur Verringerung der Toxizität oder um den Effekten entgegenzuwirken, keine Beschränkungen
- Fachinformation von Methotrexat beachten
- Kombinationsbehandlung mit 5-FU
- 5-FU während der Schwangerschaft kontraindiziert; gilt auch für die kombinierte Anwendung von Calciumfolinat mit 5-FU
- Fachinformation von 5-FU beachten
- Fertilität
- Folinsäure ist ein Zwischenprodukt im Folsäure-Metabolismus und kommt natürlich im Körper vor
- deswegen wurden nicht-klinische Studien zur Reproduktionstoxizität nicht durchgeführt
Warnhinweise
Calciumfolinat - invasiv
- Kombinationsbehandlung mit Methotrexat oder 5-Fluorouracil
- Anwendung nur unter der direkten Aufsicht eines Arztes, der Erfahrung mit der Anwendung von Chemotherapeutika bei Krebserkrankungen hat
- Maskierung eines Vitamin B12-Mangels
- Behandlung mit Calciumfolinat kann eine perniziöse Anämie oder andere Anämien, die durch Vitamin B12-Mangel verursacht sind, maskieren
- Makrozytose bedingt durch zytotoxische Arzneimittel sollte nicht mit Folinsäure behandelt werden
- viele zytotoxische Arzneimittel (direkte oder indirekte Hemmer der DNS-Synthese, z.B. Hydroxycarbamid, Cytarabin, Mercaptopurin, Thioguanin) führen zu einer Makrozytose
- Epileptiker, die mit Phenobarbital, Phenytoin, Primidon und Succinimiden behandelt werden:
- evtl. Erhöhung der Anfallsfrequenz, bedingt durch eine Abnahme der Plasmakonzentrationen der antiepileptischen Arzneimittel
- während der Anwendung sowie nach Absetzen: klinische Überwachung, möglicherweise Überwachung der Plasmaspiegel, und falls notwendig Dosisanpassung des Antiepileptikums empfohlen
- Calciumfolinat / 5-Fluorouracil (5-FU)
- Calciumfolinat kann das Toxizitätsrisiko von 5-FU, besonders bei älteren oder geschwächten Patienten, verstärken
- dosislimitierende Anzeichen: Leukopenie, Mukositis, Stomatitis und/oder Diarrhöe
- bei Auftreten von Toxizität: stärkere Dosisreduktion der 5-FU-Dosierung erforderlich als bei alleiniger Gabe von 5-FU
- Patienten mit Symptomen einer gastrointestinalen Toxizität, unabhängig vom Schweregrad
- Kombinationsbehandlung mit 5-FU weder einleiten noch aufrechterhalten bis der Patient keine Symptome mehr zeigt
- Patienten mit Diarrhoe
- Diarrhöe kann Zeichen einer gastrointestinalen Toxizität sein
- sorgfältige Überwachung bis Patient symptomfrei ist
- da eine rasche klinische, zum Tod führende Verschlechterung auftreten kann
- bei Auftreten von Diarrhöe und / oder Stomatitis:
- Dosisreduktion von 5-FU empfohlen, bis zum vollständigen Abklingen der Symptome
- besonders ältere Patienten und Patienten, die aufgrund ihrer Erkrankung in einem schlechten Allgemeinzustand sind
- erhöhtes Risiko für das Auftreten dieser Toxizitäten
- Behandlung dieser Patienten mit besonderer Vorsicht
- ältere Patienten und Patienten, die sich einer vorgehenden Strahlentherapie unterzogen haben
- Therapiebeginn mit einer reduzierten Dosierung von 5-FU empfohlen
- Kontrolle des Calciumspiegels
- bei zu niedrigem Calcium-Spiegel ggf. zusätzliche Gabe von Calcium
- Calciumfolinat kann das Toxizitätsrisiko von 5-FU, besonders bei älteren oder geschwächten Patienten, verstärken
- Calciumfolinat / Methotrexat
- für spezielle Einzelheiten zur Reduktion der Methotrexat-Toxizität Fachinformation von Methotrexat beachten
- Calciumfolinat hat keinen Einfluss auf die nicht-hämatologischen Toxizitäten von Methotrexat, wie die Nephrotoxizität als Folge von Methotrexat und/oder der Ausfällung von Metaboliten in der Niere
- bei Patienten mit einer verzögerten frühen Methotrexat-Elimination:
- hohe Wahrscheinlichkeit, dass sie ein reversibles Nierenversagen und alle mit Methotrexat verbundenen Toxizitäten entwickeln (Fachinformation für Methotrexat beachten)
- das Vorhandensein einer vorbestehenden oder Methotrexat-induzierten Niereninsuffizienz ist möglicherweise mit einer verzögerten Exkretion von Methotrexat verbunden
- kann die Notwendigkeit höherer Dosen oder einer länger dauernden Anwendung von Calciumfolinat notwendig machen
- zu hohe Calciumfolinat-Dosen vermeiden (mögliche Herabsetzung der Antitumor-Aktivität von Methotrexat), besonders bei ZNS-Tumoren, in denen sich Calciumfolinat nach wiederholten Behandlungszyklen anreichert
- Methotrexat-Resistenz als Folge eines verminderten Membrantransportes legt auch eine Resistenz gegen die Folinsäure-Rescue nahe (gleicher Transportmechanismus)
- versehentliche Überdosierung eines Folsäure-Antagonisten wie Methotrexat als medizinischen Notfall behandeln
- je länger das Zeitintervall zwischen der Methotrexat-Anwendung und der Calciumfolinat-Rescue, desto geringer die Wirksamkeit von Calciumfolinat als Gegenmaßnahme zur Verminderung der Toxizität
- Möglichkeit, dass Patient andere Medikamente einnimmt, die mit Methotrexat interagieren, (z.B. Medikamente, die mit der Methotrexat-Elimination oder der Bindung an Serumalbumin interagieren)
- immer in Betracht gezogen werden, wenn Laborabweichungen oder klinische Toxizitäten beobachtet werden