Calciumfolinat Vipharm 10mg/ml Inj.Lsg. 500mg

Vipharm GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Folinsäure →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 50 ML 176,17 €
N1 100 ML 340,96 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Anwendung in der zytotoxischen Therapie
    • als "Calciumfolinat-Rescue"
      • Verringerung/ Entgegenwirken der Toxizität und Wirkung von Folsäure-Antagonisten wie Methotrexat bei der zytotoxischen Therapie oder Überdosierung bei Erwachsenen und Kindern
    • in Kombination mit 5-Fluorouracil
      • bei fortgeschrittenem oder metastasiertem kolorektalem Karzinom
  • Behandlung von Folsäuremangelzuständen unterschiedlicher Genese, die durch diätetische Maßnahmen nicht zu beheben sind
    • Vitamin-B12-Mangel differentialdiagnostisch ausschließen
    • Anwendung von Folsäure ausreichend

Dosierung

Basiseinheit: 1 Durchstechflasche mit Injektionslösung enthält 10 mg Folinsäure (als Calciumfolinat) / ml.

  • Calciumfolinat-Rescue in der Methotrexat(MTX)-Therapie
    • individuell dosieren, abhängig von Anwendungsart und -methode der mittel- oder hochdosierten MTX-Anwendung
    • parenterale Anwendung bei Malabsorptionssyndromen oder anderen gastrointestinalen Störungen (enterale Absorption nicht sichergestellt) und bei Dosierungen > 25 - 50 mg Calciumfolinat (sättigbare enterale Absorption)
    • Erwachsene, Ältere und Kinder
      • notwendig bei > 500 mg MTX / m2 KOF; in Erwägung ziehen bei 100 - 500 mg MTX / m2 KOF
      • initial: 15 mg Calciumfolinat (6 - 12 mg Calciumfolinat / m2 KOF) 12 - 24 Stunden (spätestens 24 Stunden) nach Beginn der MTX-Infusion
      • Dosiswiederholung 1mal / 6 Stunden für 72 Stunden
      • nach mehreren parenteralen Dosen Übergang auf orale Form möglich
      • 48 Stunden nach Start der MTX-Infusion Messung des verbliebenen MTX-Spiegels
        • zusätzliche Verabreichung 1mal / 6 Stunden über 48 Stunden oder bis MTX-Spiegel < 0,05 µmol / l
          • MTX-Blutspiegel >= 0,5 µmol / l
            • 15 mg Calciumfolinat / m2 KOF
          • MTX-Blutspiegel >= 1,0 µmol / l
            • 100 mg Calciumfolinat / m2 KOF
          • MTX-Blutspiegel >= 2,0 µmol / l
            • 200 mg Calciumfolinat / m2 KOF
      • zusätzliche Maßnahmen, die eine prompte Ausscheidung von MTX sicherstellen (Aufrechterhaltung eines hohen Urinflusses und Alkalisierung des Urins); Überwachung der Nierenfunktion durch tägliche Messungen des Serumkreatinins
  • Kombination mit 5-Fluorouracil (5-FU) in der zytotoxischen Therapie
    • Fortgeschrittenes oder metastasiertes kolorektales Karzinom
      • Verwendung verschiedener Therapieprotokolle und Dosierungen, ohne dass eine Dosierung als die optimale Dosierung nachgewiesen wurde.
      • Erwachsene und Ältere
        • 2wöchentliches Therapieprotokoll
          • 200 mg Calciumfolinat / m2 KOF als i.v. Infusion über 2 Stunden, gefolgt von
          • 400 mg 5-FU / m2 KOF als Bolus und
          • 600 mg 5-FU / m2 KOF als Infusion über 22 Stunden an 2 aufeinanderfolgenden Tagen
          • Anwendung 1mal / 2 Wochen (Tage 1 und 2)
        • wöchentliches Therapieprotokoll
          • 500 mg Calciumfolinat / m2 KOF als i.v. Infusion über 2 Stunden
          • 500 mg 5-FU / m2 KOF als i.v. Bolusinjektion 1 Stunde nach Beginn der Calciumfolinat-Infusion
          • 1 Zyklus = 6 wöchentliche Therapien mit anschließend 2 Wochen Pause
          • Behandlungsdauer: üblicherweise 6 Zyklen
        • monatliche Therapieprotokolle
          • 20 mg Calciumfolinat / m2 KOF als i.v. Bolusinjektion, unmittelbar gefolgt von
            • 425 mg 5-FU / m2 KOF als i.v. Bolusinjektion während 5 aufeinanderfolgenden Tagen
            • Wiederholung 1mal / 4 - 5 Wochen
            • Behandlungsdauer: üblicherweise 6 Zyklen
          • 200 mg Calciumfolinat / m2 KOF als i.v. Bolusinjektion, unmittelbar gefolgt von
            • 370 mg 5-FU / m2 KOF als i.v. Bolusinjektion während 5 aufeinanderfolgenden Tagen
            • Wiederholung 1mal / 4 Wochen
            • Behandlungsdauer: üblicherweise 6 Zyklen
        • Anzahl der Wiederholungszyklen im Ermessen des behandelnden Arztes, abhängig vom Ansprechen der Therapie und/ oder dem Auftreten inakzeptabler Nebenwirkungen
        • Modifizierung der 5-FU-Dosen
          • Modifizierung der 5-FU-Dosen und Behandlungsintervalle in Abhängigkeit vom Zustand des Patienten, des klinischen Ansprechens und der dosislimitierenden Toxizität möglicherweise notwendig
          • Reduzierung der Calciumfolinat-Dosierung nicht notwendig
      • Kinder
        • keine Daten über Anwendung dieser Kombinationen
  • Antidot gegen Folsäure-Antagonisten Trimetrexat, Trimethoprim und Pyrimethamin
    • Trimetrexat-Toxizität
      • Prävention
        • Anwendung von Calciumfolinat während Behandlung mit Trimetrexat und während 72 Stunden nach der letzten Trimetrexat-Dosis
        • 20 mg Calciumfolinat / m2 KOF i.v. über 5 - 10 Min. 1mal / 6 Stunden oder
          • max. Tagesdosis: 80 mg Calciumfolinat / m2 KOF
        • 20 mg Calciumfolinat / m2 KOF oral 4mal / Tag in gleichen Zeitabständen
        • Anpassung der täglichen Calciumfolinat-Dosen in Abhängigkeit von hämatologischer Toxizität von Trimetrexat
      • Überdosierung (möglich bei > 90 mg Trimetrexat / m2 KOF ohne begleitende Calciumfolinat-Anwendung)
        • nach Absetzen von Trimetrexat: 40 mg Calciumfolinat / m2 KOF i.v. 1mal / 6 Stunden für 3 Tage
    • Trimethoprim-Toxizität
      • nach Absetzen von Trimethoprim 3 - 10 mg Calciumfolinat / Tag
      • Behandlungsdauer: bis Wiederherstellung eines normalen Blutbildes
    • Pyrimethamin-Toxizität (Hochdosis-Therapie mit Pyrimethamin oder bei längerer Behandlung mit niedrigen Dosen)
      • zeitgleich 5 - 50 mg Calciumfolinat / Tag, basierend auf Ergebnissen des peripheren Blutbildes
  • Behandlung von Folsäuremangelzuständen
    • 5 (- max. 15) mg Folinsäure / Tag

Kontraindikationen

Calciumfolinat - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Calciumfolinat
  • perniziöse Anämie oder andere Anämien durch Vitamin B12-Mangel

Nebenwirkungen

Calciumfolinat - invasiv
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • allergische Reaktionen (einschließlich anaphylaktoide / anaphylaktische Reaktionen)
      • Urticaria
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Schlaflosigkeit
      • Unruhe
      • Depression (nach hohen Dosen)
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Anstieg der Anfallshäufigkeit bei Epileptikern
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • gastrointestinale Störungen nach hohen Dosen
  • Erkrankungen der Haut- und des Unterhautzellgewebes
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxische epidermale Nekrolyse (TEN)
        • beobachtet bei Patienten, die Folinsäure in Kombination mit anderen Wirkstoffen erhielten, die bekanntermaßen mit diesen Erkrankungen verbunden sind
          • einige Fälle davon tödlich
        • kann nicht ausgeschlossen werden, dass Folinsäure zum Auftreten von SJS / TEN beigetragen hat
  • Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Fieber (nach der Anwendung als Injektionslösung)

Kombinationstherapie mit 5-Fluorouracil

  • Sicherheitsprofil abhängig von von dem für 5-FU angewendeten Therapieschema, bedingt durch die Verstärkung der durch 5-FU bedingten Toxizitäten
  • zusätzliche Nebenwirkungen bei Kombination mit 5-FU
    • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Knochenmarkinsuffizienz, einschließlich Todesfälle
    • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Hyperammonämie
    • Erkrankungen der Haut- und des Unterhautzellgewebes
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Palmar-Plantar-Erythrodysästhesie
    • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Mukositis, einschließlich Stomatitis und Cheilitis
          • Todesfälle aufgrund Mukositis aufgetreten
  • monatliches Therapieprotokoll
    • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Erbrechen
        • Übelkeit
        • Diarrhoe
          • bei Patienten mit Diarrhö kann eine rasche, zum Tod führende klinische Verschlechterung auftreten
    • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • (schwere) muköse Toxizität
    • keine Verstärkung der anderen durch 5-Fluorouracil induzierten Toxizitäten (z.B. Neurotoxizität)
  • wöchentliches Therapieprotokoll
    • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Diarrhö höheren Schweregrades und Dehydrierung
          • die eine stationäre Einweisung für die Behandlung erforderlich machen und sogar zum Tod führen können

Anwendungshinweise

  • Anwendung nur i.v. oder i.m.
  • max. Infusionsgewschwindigkeit bei i.v. Anwendung: 160 mg Calciumfolinat / Min. (Calciumgehalt der Lösung)
  • zur i.v. Infusion vor Gebrauch verdünnen (0,9%ige NaCl-Lösung oder 5%ige Glucose-Lösung)

Stillzeithinweise

Calciumfolinat - invasiv
  • Calciumfolinat kann während der Stillzeit angewandt werden, wenn dies im Rahmen der therapeutischen Indikationen als notwendig erachtet wird
  • nicht bekannt, ob Calciumfolinat in die menschliche Muttermilch übergeht
  • keine adäquaten und gut kontrollierten Studien mit Stillenden durchgeführt
  • Kombinationsbehandlung mit Methotrexat
    • sollte trotz Stillzeit eine Behandlung mit Methotrexat oder anderen Folsäure-Antagonisten erfolgen, gibt es hinsichtlich der Anwendung von Calciumfolinat zur Verringerung der Toxizität oder um den Effekten entgegenzuwirken, keine Beschränkungen
    • Fachinformation von Methotrexat beachten
  • Kombinationsbehandlung mit 5-FU
    • 5-FU während der Stillzeit kontraindiziert; gilt auch für die kombinierte Anwendung von Calciumfolinat mit 5-FU
    • Fachinformation von 5-FU beachten

Schwangerschaftshinweise

Calciumfolinat - invasiv
  • keine Hinweise, dass Folinsäure schädliche Wirkungen verursacht, wenn sie während der Schwangerschaft gegeben wird
  • keine adäquaten und gut kontrollierten Studien mit Schwangeren durchgeführt
  • keine Tierstudien zur Reproduktionstoxikologie von Calciumfolinat durchgeführt
  • Kombinationsbehandlung mit Methotrexat
    • während einer Schwangerschaft sollte Methotrexat nur nach strenger Indikationsstellung, bei der der Nutzen des Arzneimittels für die Mutter gegen das mögliche Risiko für den Fötus abgewogen wird, angewandt werden
    • sollte trotz Schwangerschaft oder Stillzeit eine Behandlung mit Methotrexat oder anderen Folsäure-Antagonisten erfolgen, gibt es hinsichtlich der Anwendung von Calciumfolinat zur Verringerung der Toxizität oder um den Effekten entgegenzuwirken, keine Beschränkungen
    • Fachinformation von Methotrexat beachten
  • Kombinationsbehandlung mit 5-FU
    • 5-FU während der Schwangerschaft kontraindiziert; gilt auch für die kombinierte Anwendung von Calciumfolinat mit 5-FU
    • Fachinformation von 5-FU beachten
  • Fertilität
    • Folinsäure ist ein Zwischenprodukt im Folsäure-Metabolismus und kommt natürlich im Körper vor
    • deswegen wurden nicht-klinische Studien zur Reproduktionstoxizität nicht durchgeführt

Warnhinweise

Calciumfolinat - invasiv
  • Kombinationsbehandlung mit Methotrexat oder 5-Fluorouracil
    • Anwendung nur unter der direkten Aufsicht eines Arztes, der Erfahrung mit der Anwendung von Chemotherapeutika bei Krebserkrankungen hat
  • Maskierung eines Vitamin B12-Mangels
    • Behandlung mit Calciumfolinat kann eine perniziöse Anämie oder andere Anämien, die durch Vitamin B12-Mangel verursacht sind, maskieren
  • Makrozytose bedingt durch zytotoxische Arzneimittel sollte nicht mit Folinsäure behandelt werden
    • viele zytotoxische Arzneimittel (direkte oder indirekte Hemmer der DNS-Synthese, z.B. Hydroxycarbamid, Cytarabin, Mercaptopurin, Thioguanin) führen zu einer Makrozytose
  • Epileptiker, die mit Phenobarbital, Phenytoin, Primidon und Succinimiden behandelt werden:
    • evtl. Erhöhung der Anfallsfrequenz, bedingt durch eine Abnahme der Plasmakonzentrationen der antiepileptischen Arzneimittel
    • während der Anwendung sowie nach Absetzen: klinische Überwachung, möglicherweise Überwachung der Plasmaspiegel, und falls notwendig Dosisanpassung des Antiepileptikums empfohlen
  • Calciumfolinat / 5-Fluorouracil (5-FU)
    • Calciumfolinat kann das Toxizitätsrisiko von 5-FU, besonders bei älteren oder geschwächten Patienten, verstärken
      • dosislimitierende Anzeichen: Leukopenie, Mukositis, Stomatitis und/oder Diarrhöe
    • bei Auftreten von Toxizität: stärkere Dosisreduktion der 5-FU-Dosierung erforderlich als bei alleiniger Gabe von 5-FU
    • Patienten mit Symptomen einer gastrointestinalen Toxizität, unabhängig vom Schweregrad
      • Kombinationsbehandlung mit 5-FU weder einleiten noch aufrechterhalten bis der Patient keine Symptome mehr zeigt
    • Patienten mit Diarrhoe
      • Diarrhöe kann Zeichen einer gastrointestinalen Toxizität sein
      • sorgfältige Überwachung bis Patient symptomfrei ist
        • da eine rasche klinische, zum Tod führende Verschlechterung auftreten kann
      • bei Auftreten von Diarrhöe und / oder Stomatitis:
        • Dosisreduktion von 5-FU empfohlen, bis zum vollständigen Abklingen der Symptome
      • besonders ältere Patienten und Patienten, die aufgrund ihrer Erkrankung in einem schlechten Allgemeinzustand sind
        • erhöhtes Risiko für das Auftreten dieser Toxizitäten
        • Behandlung dieser Patienten mit besonderer Vorsicht
      • ältere Patienten und Patienten, die sich einer vorgehenden Strahlentherapie unterzogen haben
        • Therapiebeginn mit einer reduzierten Dosierung von 5-FU empfohlen
    • Kontrolle des Calciumspiegels
      • bei zu niedrigem Calcium-Spiegel ggf. zusätzliche Gabe von Calcium
  • Calciumfolinat / Methotrexat
    • für spezielle Einzelheiten zur Reduktion der Methotrexat-Toxizität Fachinformation von Methotrexat beachten
    • Calciumfolinat hat keinen Einfluss auf die nicht-hämatologischen Toxizitäten von Methotrexat, wie die Nephrotoxizität als Folge von Methotrexat und/oder der Ausfällung von Metaboliten in der Niere
    • bei Patienten mit einer verzögerten frühen Methotrexat-Elimination:
      • hohe Wahrscheinlichkeit, dass sie ein reversibles Nierenversagen und alle mit Methotrexat verbundenen Toxizitäten entwickeln (Fachinformation für Methotrexat beachten)
      • das Vorhandensein einer vorbestehenden oder Methotrexat-induzierten Niereninsuffizienz ist möglicherweise mit einer verzögerten Exkretion von Methotrexat verbunden
        • kann die Notwendigkeit höherer Dosen oder einer länger dauernden Anwendung von Calciumfolinat notwendig machen
    • zu hohe Calciumfolinat-Dosen vermeiden (mögliche Herabsetzung der Antitumor-Aktivität von Methotrexat), besonders bei ZNS-Tumoren, in denen sich Calciumfolinat nach wiederholten Behandlungszyklen anreichert
    • Methotrexat-Resistenz als Folge eines verminderten Membrantransportes legt auch eine Resistenz gegen die Folinsäure-Rescue nahe (gleicher Transportmechanismus)
    • versehentliche Überdosierung eines Folsäure-Antagonisten wie Methotrexat als medizinischen Notfall behandeln
      • je länger das Zeitintervall zwischen der Methotrexat-Anwendung und der Calciumfolinat-Rescue, desto geringer die Wirksamkeit von Calciumfolinat als Gegenmaßnahme zur Verminderung der Toxizität
    • Möglichkeit, dass Patient andere Medikamente einnimmt, die mit Methotrexat interagieren, (z.B. Medikamente, die mit der Methotrexat-Elimination oder der Bindung an Serumalbumin interagieren)
      • immer in Betracht gezogen werden, wenn Laborabweichungen oder klinische Toxizitäten beobachtet werden