Calquence 100 mg Filmtabletten

kohlpharma GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Acalabrutinib →

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N2 60 ST 6181,10 €

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Fachinformationen

Indikation

Erwachsene

  • Monotherapie oder in Kombination mit Obinutuzumab zur Behandlung von Patienten mit nicht vorbehandelter chronischer lymphatischer Leukämie (CLL)
  • in Kombination mit Venetoclax mit oder ohne Obinutuzumab zur Behandlung von Patienten mit nicht vorbehandelter chronischer lymphatischer Leukämie (CLL)
  • Monotherapie zur Behandlung von Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL), die mind. eine Vorbehandlung erhalten haben
  • in Kombination mit Bendamustin und Rituximab (BR) zur Behandlung von Patienten mit nicht vorbehandeltem Mantelzell-Lymphom (MCL), die nicht für eine autologe Stammzelltransplantation (ASCT) geeignet sind
  • Monotherapie zur Behandlung von Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem Mantelzell-Lymphom (MCL), die zuvor nicht mit einem BTK-Inhibitor behandelt wurden

Dosierung

  • Monotherapie oder in Kombination mit Obinutuzumab zur Behandlung nicht vorbehandelter chronischer lymphatischer Leukämie (CLL); in Kombination mit Venetoclax mit oder ohne Obinutuzumab zur Behandlung nicht vorbehandelter chronischer lymphatischer Leukämie (CLL); Monotherapie zur Behandlung chronischer lymphatischer Leukämie (CLL); in Kombination mit Bendamustin und Rituximab (BR) zur Behandlung von nicht vorbehandeltem Mantelzell-Lymphom (MCL); Monotherapie zur Behandlung von rezidiviertem oder refraktärem Mantelzell-Lymphom (MCL)
    • Hinweis: Einleitung und Überwachung von einem Arzt, der mit der Anwendung von onkologischen Arzneimitteln vertraut ist
    • Monotherapie oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln
      • 100 mg Acalabrutinib 2mal / Tag
      • Dosierungsintervall: ungefähr 12 Stunden
      • max. Tagesdosis: 200 mg Acalabrutinib
      • Kombinationsregime der einzelnen Arzneimittel: s. Fachinformationen
    • Monotherapie oder in Kombination mit Obinutuzumab
      • Behandlungsdauer: bis zur Krankheitsprogression oder inakzeptablen Toxizität
    • in Kombination mit Venetoclax mit oder ohne Obinutuzumab
      • Behandlungsdauer: bis zur Krankheitsprogression, inakzeptablen Toxizität oder dem Abschluss von 14 Behandlungszyklen (jeder Zyklus dauert 28 Tage)
      • Gabe von Acalabrutinib
        • ab Tag 1 von Zyklus 1
        • Behandlungsdauer: insgesamt 14 Zyklen
      • Gabe von Venetoclax
        • ab Tag 1 von Zyklus 3
        • initial: 20 mg
        • wöchentliche Erhöhung auf 50 mg, 100 mg, 200 mg und schließlich 400 mg
        • Behandlungsdauer: insgesamt 12 Zyklen
      • falls Kombination mit Venetoclax und Obinutuzumab
        • Tag 1 von Zyklus 2: 100 mg, gefolgt von 900 mg an Tag 1 oder 2
        • Tag 8 und 15 von Zyklus 2: 1000 mg
        • Tag 1 von Zyklus 3 - 7: 1000 mg
        • Behandlungsdauer: insgesamt 6 Zyklen
    • in Kombination mit Bendamustin und Rituximab
      • jeder Zyklus dauert 28 Tage
      • Gabe von Acalabrutinib
        • ab Tag 1 von Zyklus 1
        • Behandlungsdauer: bis zur Krankheitsprogression oder inakzeptablen Toxizität
      • Gabe von Bendamustin
        • an den Tagen 1 und 2 eines jeden Zyklus: 90 mg / m2
        • Behandlungsdauer: insgesamt 6 Zyklen
      • Gabe von Rituximab
        • an Tag 1 eines jeden Zyklus: 375 mg / m2
        • Behandlungsdauer: insgesamt 6 Zyklen
      • Patienten, die nach den ersten 6 Zyklen auf die Behandlung ansprechen (partielles Ansprechen [partial response, PR] oder komplettes Ansprechen [complete response, CR])
        • können eine Erhaltungsdosis erhalten
          • ab Zyklus 8 - Zyklus 30
            • an Tag 1 eines jeden 2. Zyklus: 375 mg / m2 Rituximab
        • Behandlungsdauer: für max. 12 zusätzliche Dosen
    • versäumte Einnahme
      • >/= 3 Stunden: Patienten anweisen, die nächste Dosis planmäßig einzunehmen
      • keine doppelte Dosis einnehmen, um eine versäumte Dosis nachzuholen

Dosisanpassung

  • Nebenwirkungen des Grades >/= 3
    • Monotherapie und in Kombination mit Obinutuzumab: s. Tabelle 1
    • in Kombination mit Bendamustin und Rituximab: s. Tabelle 2
    • Tabelle 1: empfohlene Dosisanpassungen aufgrund von Nebenwirkungen*
      • Thrombozytopenie des Grades 3 mit Blutungen
      • Thrombozytopenie des Grades 4 oder
      • Neutropenie des Grades 4, die > 7 Tage andauert
      • nichthämatologische Toxizitäten des Grades 3 oder höher
        • Auftreten der Nebenwirkung zum 1. oder 2. Mal
          • Unterbrechung der Behandlung
          • sobald Toxizitätssymptome auf Grad 1 oder Ausgangswert zurückgegangen sind: Behandlung mit 100 mg Acalabrutinib / 12 Stunden fortsetzen
        • Auftreten der Nebenwirkung zum 3. Mal
          • Unterbrechung der Behandlung
          • sobald die Toxizitätssymptome auf Grad 1 oder den Ausgangswert zurückgegangen sind: Behandlung mit reduzierter Dosierungshäufigkeit 100 mg Acalabrutinib 1mal / Tag fortsetzen
        • Auftreten der Nebenwirkung zum 4. Mal
          • Absetzen der Behandlung
      • * Einstufung der Nebenwirkungen gemäß Common Terminology Criteria for Adverse Events (CTCAE, Allgemeine Terminologiekriterien von Nebenwirkungen), Version 4.03, des National Cancer Institute (NCI, US amerikanisches Krebsforschungszentrum)
    • Tabelle 2. empfohlene Dosisanpassung aufgrund von Nebenwirkungen des Grades >/= 3* bei Patienten, die Acalabrutinib in Kombination mit Bendamustin und Rituximab erhalten
      • Neutropenie
        • Anpassung der Bendamustin-Dosis
          • bei Neutropenie des Grades 3 oder des Grades 4
            • Unterbrechung der Bendamustin-Behandlung
            • sobald die Toxizität auf Grad </= 2 oder den Ausgangswert zurückgegangen ist: Bendamustin-Behandlung mit 70 mg / m2 fortsetzen
            • Bendamustin absetzen, wenn eine zusätzliche Dosisreduktion erforderlich ist
        • Anpassung der Acalabrutinib-Dosis
          • wenn die Neutropenie des Grades 4 >/= 7 Tage anhält: Acalabrutinib-Behandlung unterbrechen
          • sobald die Toxizität auf Grad </= 2 oder den Ausgangswert zurückgegangen ist: Einnahme von Acalabrutinib mit der Anfangsdosis (1. Auftreten der Nebenwirkung) oder in reduzierter Dosierungshäufigkeit von 100 mg 1mal / Tag (2. und 3. Auftreten der Nebenwirkung) fortsetzen
          • beim 4. Auftreten der Nebenwirkung Acalabrutinib-Behandlung absetzen
      • Thrombozytopenie
        • Anpassung der Bendamustin-Dosis
          • bei Thrombozytopenie des Grades 3 oder des Grades 4
            • Unterbrechung der Bendamustin-Behandlung
            • sobald die Toxizität auf Grad </= 2 oder den Ausgangswert zurückgegangen ist: Bendamustin-Behandlung mit 70 mg / m2 fortsetzen
            • Bendamustin absetzen, wenn eine zusätzliche Dosisreduktion erforderlich ist
        • Anpassung der Acalabrutinib-Dosis
          • bei Thrombozytopenie des Grades 3 mit erheblichen Blutungen oder des Grades 4 ist die Acalabrutinib-Behandlung zu unterbrechen
          • sobald die Toxizität auf Grad </= 2 oder den Ausgangswert zurückgegangen ist: Einnahme von Acalabrutinib mit der Anfangsdosis (1. Auftreten der Nebenwirkung) oder mit einer reduzierten Dosierungshäufigkeit von 100 mg 1mal / Tag (2. und 3. Auftreten) fortsetzen
          • bei Thrombozytopenie mit erheblichen Blutungen Acalabrutinib-Behandlung beim 3. Auftreten der Nebenwirkung absetzen
          • beim 4. Auftreten der Nebenwirkung Acalabrutinib-Behandlung absetzen
      • andere hämatologische Toxizität des Grades 4§ oder unkontrollierbare Toxizität des Grades 3
        • Anpassung der Bendamustin-Dosis†
          • Unterbrechung der Bendamustin-Behandlung
          • sobald die Toxizität auf Grad </= 2 oder den Ausgangswert zurückgegangen ist: Bendamustin-Behandlung mit 70 mg / m2 fortsetzen
          • Bendamustin absetzen, wenn eine zusätzliche Dosisreduktion erforderlich ist
        • Anpassung der Acalabrutinib-Dosis
          • Unterbrechung der Acalabrutinib-Behandlung
          • sobald die Toxizität auf Grad </= 2 oder den Ausgangswert zurückgegangen ist: Einnahme von Acalabrutinib mit der Anfangsdosis (1. Auftreten der Nebenwirkung) oder in reduzierter Dosierungshäufigkeit von 100 mg 1mal / Tag (2. und 3. Auftreten der Nebenwirkung) fortsetzen
          • beim 4. Auftreten der Nebenwirkung Acalabrutinib-Behandlung absetzen
      • nicht-hämatologische Toxizitäten des Grades 3 oder höher
        • Anpassung der Bendamustin-Dosis
          • Unterbrechung der Bendamustin-Behandlung
          • sobald die Toxizität auf Grad 1 oder den Ausgangswert zurückgegangen ist: Bendamustin-Behandlung mit 70 mg / m2 fortsetzen
          • Bendamustin absetzen, wenn eine zusätzliche Dosisreduktion erforderlich ist
        • Anpassung der Acalabrutinib-Dosis
          • Unterbrechung der Acalabrutinib-Behandlung
          • sobald die Toxizität auf Grad 2 oder den Ausgangswert zurückgegangen ist: Einnahme von Acalabrutinib mit der Anfangsdosis (1. Auftreten der Nebenwirkung) oder in reduzierter Dosierungshäufigkeit von 100 mg 1mal / Tag (2. Auftreten der Nebenwirkung) fortsetzen
          • beim 3. Auftreten der Nebenwirkung Acalabrutinib-Behandlung absetzen
      • * Nebenwirkungen, eingestuft nach den Common Terminology Criteria for Adverse Events des National Cancer Institute (NCI CTCAE) Version 4.03
      • für alle Toxizitäten, die nicht in dieser Tabelle aufgeführt sind, s. Fachinformation für Bendamustin
      • vor Anpassung der Bendamustin-Dosis: Anwendung von myeloischen Wachstumsfaktoren in Betracht ziehen
      • § Lymphopenie des Grades 4 ist ein erwartetes Ergebnis der Behandlung mit Bendamustin und Rituximab - eine Dosisanpassung aufgrund von Lymphopenie ist nur zu erwarten, wenn dies von den Prüfärzten als klinisch wichtig erachtet wird, z. B. bei damit verbundenen rezidivierenden Infektionen
      • die Dosis kann nach Ermessen des Arztes erneut erhöht werden, wenn der Patient eine reduzierte Dosis für >/= 4 Wochen verträgt
    • weitere Informationen zur Behandlung von Toxizitäten
      • s. Fachinformation der einzelnen Arzneimittel, die in Kombination mit Acalabrutinib angewendet werden
  • Wechselwirkungen
    • Tabelle 3: Anwendung mit CYP3A-Inhibitoren oder -Induktoren
      • CYP3A-Inhibitoren
        • gleichzeitige Anwendung mit starken CYP3A-Inhibitoren
          • gleichzeitige Anwendung vermeiden
          • bei kurzzeitiger Anwendung (z. B. Antiinfektiva </= 7 Tage): Behandlung mit Acalabrutinib unterbrechen
        • gleichzeitige Anwendung mit mäßig starken CYP3A-Inhibitoren
          • keine Dosisanpassung
          • Patienten engmaschig auf Nebenwirkungen überwachen
        • gleichzeitige Anwendung mit schwachen CYP3A-Inhibitoren
          • keine Dosisanpassung
      • CYP3A-Induktoren
        • gleichzeitige Anwendung mit starken CYP3A-Induktoren
          • gleichzeitige Anwendung vermeiden
      • gleichzeitige Anwendung mit Magensäure-reduzierende Wirkstoffen (Protonenpumpeninhibitoren, H2-Rezeptorantagonisten, Antazida) möglich
  • ältere Patienten (>/= 65 Jahre)
    • keine Dosisanpassung erforderlich
  • Nierenfunktionsstörung
    • keine spezifischen klinischen Studien durchgeführt
    • leicht oder mäßig (Kreatinin-Clearance >/= 30 ml / Min.)
      • keine Dosisanpassung erforderlich
      • Hydratation aufrechterhalten und Serumkreatinin-Spiegel regelmäßig überprüfen
    • schwer (Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min.)
      • Nutzen-Risiko-Abwägung
      • Patienten engmaschig auf Anzeichen einer Toxizität überwachen
    • schwer oder Dialysepatienten
      • keine Daten vorhanden
  • Leberfunktionsstörung
    • leicht bis mäßig (Child-Pugh-Stadium A, Child-Pugh-Stadium B oder Gesamtbilirubin zwischen dem 1,5- und 3-Fachen des oberen Normwertes [upper limit of normal, ULN] und beliebiger AST)
      • keine Dosisanpassung erforderlich
    • mäßig
      • engmaschig auf Anzeichen einer Toxizität überwachen
    • schwer (Child-Pugh-Stadium C oder Gesamtbilirubin >3-Fache des ULN und beliebiger AST)
      • Anwendung nicht empfohlen
  • schwere Herzerkrankung
    • Patienten wurden von klinischen Studien ausgeschlossen
  • Kinder und Jugendliche (0 - 18 Jahre)
    • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
    • keine Daten vorhanden

Kontraindikationen

Acalabrutinib - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Acalabrutinib

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Acalabrutinib - peroral

Acalabrutinib-Monotherapie (gemäß Common Terminology Criteria for Adverse Events des National Cancer Institute (NCI CTCAE), Version 4.03)

  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Infektion der oberen Atemwege
      • Pneumonie
      • Sinusitis
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Harnwegsinfektion
      • Bronchitis
      • Herpes-Virus-Infektionen (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
      • Nasopharyngitis
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Aspergillus-Infektionen (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
      • Hepatitis-B-Reaktivierung
  • Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • sekundäre Primärtumoren (SPT) (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • nichtmelanozytärer Hautkrebs (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
      • sekundäre Primärtumoren, ausgenommen nichtmelanozytärem Hautkrebs (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Neutropenie (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
      • Anämie (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
      • Thrombozytopenie (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Lymphozytose
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Tumorlyse-Syndrom
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Kopfschmerzen
      • Schwindel
  • Herzerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Vorhofflimmern/-flattern (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
  • Gefäßerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Hämorrhagie/Hämatom (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
      • Prellungen
      • Hypertonie (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Petechien
      • Ekchymose
      • Epistaxis
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • gastrointestinale Blutung
      • intrakranielle Blutung
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Diarrhoe
      • Übelkeit
      • Verstopfung
      • Abdominalschmerzen (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
      • Erbrechen
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Hautausschlag (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • muskuloskelettale Schmerzen (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
      • Arthralgie
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Fatigue
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Asthenie
  • Untersuchungen (dargestellt als Wert des CTCAE-Grades)
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Hämoglobin verringert (stellt die Inzidenz von Laborbefunden dar, nicht die von gemeldeten Nebenwirkungen)
      • absolute Neutrophilenzahl verringert (stellt die Inzidenz von Laborbefunden dar, nicht die von gemeldeten Nebenwirkungen)
      • Thrombozyten verringert (stellt die Inzidenz von Laborbefunden dar, nicht die von gemeldeten Nebenwirkungen)

Acalabrutinib-Kombinationstherapie bei Patienten mit hämatologischen Malignomen (gemäß Common Terminology Criteria for Adverse Events des National Cancer Institute (NCI CTCAE), Version 4.03)

Acalabrutinib + Obinutuzumab

  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Infektion der oberen Atemwege
      • Sinusitis
      • Nasopharyngitis
      • Harnwegsinfektionen
      • Pneumonie
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Bronchitis
      • Herpes-Virus-Infektionen (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • progressive multifokale Leukoenzephalopathie
      • Hepatitis-B-Reaktivierung
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Aspergillus-Infektionen (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
  • Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • sekundäre Primärtumoren (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • nichtmelanozytärer Hautkrebs (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
      • sekundäre Primärtumoren, ausgenommen nichtmelanozytärem Hautkrebs (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Neutropenie (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
      • Thrombozytopenie (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
      • Anämie (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Lymphozytose
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Tumorlyse-Syndrom
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Kopfschmerzen
      • Schwindel
  • Herzerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Vorhofflimmern/-flattern (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
  • Gefäßerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Hämorrhagie/Hämatom (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
      • Prellungen
      • Petechien
      • Hypertonie (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Ekchymose
      • gastrointestinale Blutung
      • Epistaxis
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • intrakranielle Blutung
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Diarrhoe
      • Übelkeit
      • Verstopfung
      • Erbrechen
      • Abdominalschmerzen (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Hautausschlag (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • muskuloskelettale Schmerzen (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
      • Arthralgie
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Fatigue
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Asthenie
  • Untersuchungen (dargestellt als Wert des CTCAE-Grades)
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • absolute Neutrophilenzahl verringert (stellt die Inzidenz von Laborbefunden dar, nicht die von gemeldeten Nebenwirkungen)
      • Thrombozyten verringert (stellt die Inzidenz von Laborbefunden dar, nicht die von gemeldeten Nebenwirkungen
      • Hämoglobin verringert (stellt die Inzidenz von Laborbefunden dar, nicht die von gemeldeten Nebenwirkungen)

Acalabrutinib + Bendamustin + Rituximab (BR)

  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Infektion der oberen Atemwege
      • Harnwegsinfektionen
      • Pneumonie
      • Herpes-Virus-Infektionen (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Sinusitis
      • Nasopharyngitis
      • Bronchitis
      • Hepatitis-B-Reaktivierung
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Aspergillus-Infektionen (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • progressive multifokale Leukoenzephalopathie
  • Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • sekundäre Primärtumoren (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
      • nichtmelanozytärer Hautkrebs (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • sekundäre Primärtumoren, ausgenommen nichtmelanozytärem Hautkrebs (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Neutropenie (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
      • Thrombozytopenie (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
      • Anämie (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Lymphozytose
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Tumorlyse-Syndrom
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Kopfschmerzen
      • Schwindel
  • Herzerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Vorhofflimmern/-flattern (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
  • Gefäßerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Hämorrhagie/Hämatom (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
      • Prellungen
      • Hypertonie (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Petechien
      • Ekchymose
      • Epistaxis
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • gastrointestinale Blutung
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • intrakranielle Blutung
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Pneumonitis (ein Ereignis mit tödlichem Ausgang wurde berichtet)
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Diarrhoe
      • Übelkeit
      • Verstopfung
      • Erbrechen
      • Abdominalschmerzen (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Hautausschlag (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • muskuloskelettale Schmerzen (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
      • Arthralgie
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Fatigue
      • Asthenie
  • Untersuchungen (dargestellt als Wert des CTCAE-Grades)
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • absolute Neutrophilenzahl verringert (stellt die Inzidenz von Laborbefunden dar, nicht die von gemeldeten Nebenwirkungen)
      • Thrombozyten verringert (stellt die Inzidenz von Laborbefunden dar, nicht die von gemeldeten Nebenwirkungen
      • Hämoglobin verringert (stellt die Inzidenz von Laborbefunden dar, nicht die von gemeldeten Nebenwirkungen)
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Alaninaminotransferase erhöht (Nebenwirkung nur im Acalabrutinib+BR-Arm in der ECHO-Studie)
      • Aspartataminotransferase erhöht (Nebenwirkung nur im Acalabrutinib+BR-Arm in der ECHO-Studie)

Acalabrutinib + Venetoclax

  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Infektion der oberen Atemwege
      • Sinusitis
      • Nasopharyngitis
      • Harnwegsinfektionen
      • Pneumonie
      • Bronchitis
      • Herpes-VirusInfektionen (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Progressive multifokale Leukoenzephalopathie
      • Hepatitis-B-Reaktivierung
      • Aspergillus-Infektionen (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
  • Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • sekundäre Primärtumore (SPT) (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
      • nichtmelanozytärer Hautkrebs (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
      • SPT, ausgenommen nichtmelanozytärer Hautkrebs (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Neutropenie (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Thrombozytopenie (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
      • Anämie (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Lymphozytose
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Tumorlyse-Syndrom
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Kopfschmerzen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schwindel
  • Herzerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Vorhofflimmern/-flattern (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
  • Gefäßerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Hämatom (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
      • Prellungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Petechien
      • Ekchymose
      • Hämorrhagie/Hämatom (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
      • Hypertonie (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
      • Epistaxis
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • gastrointestinale Blutung
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • intrakranielle Blutung
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Diarrhoe
      • Übelkeit
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Verstopfung
      • Erbrechen
      • Abdominalschmerzen (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Hautausschlag (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
  • Erkrankungen der Skelettmuskulatur, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • muskuloskelettale Schmerzen (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
      • Arthralgie
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Fatigue
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Asthenie
  • Untersuchungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • absolute Neutrophilenzahl verringert (stellt die Inzidenz von Laborbefunden dar, nicht die von gemeldeten Nebenwirkungen)
      • Thrombozyten verringert (stellt die Inzidenz von Laborbefunden dar, nicht die von gemeldeten Nebenwirkungen)
      • Hämoglobin verringert (stellt die Inzidenz von Laborbefunden dar, nicht die von gemeldeten Nebenwirkungen)

Acalabrutinib + Venetoclax + Obinutuzumab

  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Infektion der oberen Atemwege
      • Sinusitis
      • Nasopharyngitis
      • Harnwegsinfektionen
      • Pneumonie
      • Bronchitis
      • Herpes-VirusInfektionen (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Aspergillus-Infektionen (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • progressive multifokale Leukoenzephalopathie
      • Hepatitis-B-Reaktivierung (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
  • Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • sekundäre Primärtumore (SPT) (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
      • nichtmelanozytärer Hautkrebs (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
      • SPT, ausgenommen nichtmelanozytärer Hautkrebs (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Neutropenie (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
      • Thrombozytopenie (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Anämie (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Lymphozytose
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Tumorlyse-Syndrom
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Kopfschmerzen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schwindel
  • Herzerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Vorhofflimmern/-flattern (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
  • Gefäßerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Hämatom (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
      • Prellungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Petechien
      • Ekchymose
      • Hämorrhagie/Hämatom (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
      • Hypertonie (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
      • Epistaxis
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • gastrointestinale Blutung
      • intrakranielle Blutung
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Diarrhoe
      • Übelkeit
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Verstopfung
      • Erbrechen
      • Abdominalschmerzen (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Hautausschlag (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
  • Erkrankungen der Skelettmuskulatur, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • muskuloskelettale Schmerzen (beinhaltet mehrfache UAW-Begriffe)
      • Arthralgie
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Fatigue
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Asthenie
  • Untersuchungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • absolute Neutrophilenzahl verringert (stellt die Inzidenz von Laborbefunden dar, nicht die von gemeldeten Nebenwirkungen)
      • Thrombozyten verringert (stellt die Inzidenz von Laborbefunden dar, nicht die von gemeldeten Nebenwirkungen)
      • Hämoglobin verringert (stellt die Inzidenz von Laborbefunden dar, nicht die von gemeldeten Nebenwirkungen)

Anwendungshinweise

  • Tabletten im Ganzen mit Wasser jeden Tag etwa zur gleichen Zeit einnehmen
  • Einnahme unabhängig von den Mahlzeiten
  • Tabletten nicht zerkauen, zerstoßen oder auflösen

Stillzeithinweise

Acalabrutinib - peroral
  • stillenden Müttern wird geraten, während der Behandlung mit Acalabrutinib und 2 Tage nach Erhalt der letzten Dosis nicht zu stillen
  • ein Risiko für den Säugling kann nicht ausgeschlossen werden
  • es ist nicht bekannt, ob Acalabrutinib beim Menschen in die Muttermilch übertritt
  • es liegen keine Daten darüber vor, ob sich Acalabrutinib auf den gestillten Säugling oder auf die Milchproduktion auswirkt
  • Acalabrutinib und sein aktiver Metabolit fanden sich in der Milch laktierender Ratten

Schwangerschaftshinweise

Acalabrutinib - peroral
  • Acalabrutinib sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, der klinische Zustand der Frau erfordert eine Behandlung
  • es liegen keine oder nur unzureichende Daten zur Anwendung von Acalabrutinib bei schwangeren Frauen vor
  • Frauen im gebärfähigen Alter
    • sollte geraten werden, während der Behandlung mit Acalabrutinib nicht schwanger zu werden
  • tierexperimentelle Studien
    • es kann ein Risiko für den Fötus durch eine Acalabrutinib-Exposition während der Schwangerschaft bestehen
    • Dystokie (schwieriger oder langwieriger Geburtsverlauf) wurde in einer Studie an Ratten beobachtet und die Verabreichung an trächtige Kaninchen war mit einem verminderten fötalen Wachstum verbunden
  • Fertilität
    • es liegen keine Daten zu den Auswirkungen von Acalabrutinib auf die Fertilität beim Menschen vor
    • in einer nicht klinischen Studie mit Acalabrutinib an männlichen und weiblichen Ratten wurden keine unerwünschten Auswirkungen auf Fertilitätsparameter beobachtet

Warnhinweise

Acalabrutinib - peroral
  • Blutungen
    • schwere Blutungsereignisse, einschließlich intrakranieller und gastrointestinaler Blutungen, einige mit tödlichem Ausgang, traten bei Patienten mit hämatologischen Malignomen auf, die mit Acalabrutinib als Monotherapie oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln behandelt wurden
      • diese Ereignisse traten sowohl bei Patienten mit als auch ohne Thrombozytopenie auf
    • insgesamt handelte es sich bei den Blutungsereignissen um weniger schwere Ereignisse, einschließlich
      • Hämatome
      • Petechien
    • Mechanismus für die Blutungsereignisse ist nicht vollständig geklärt
    • Patienten, die antithrombotische Wirkstoffe erhalten, haben möglicherweise ein erhöhtes Blutungsrisiko
    • antithrombotische Wirkstoffe sollten mit Vorsicht angewendet werden
    • eine zusätzliche Überwachung auf Anzeichen einer Blutung sollte in Betracht gezogen werden, wenn eine gleichzeitige Anwendung medizinisch notwendig ist
    • Warfarin oder andere Vitamin-K-Antagonisten sollten nicht gleichzeitig mit Acalabrutinib angewendet werden
    • Nutzen und Risiko einer Unterbrechung der Acalabrutinib-Behandlung für mindestens 3 Tage vor und nach einem chirurgischen Eingriff sollte abgewogen werden
  • Infektionen
    • schwerwiegende Infektionen (hervorgerufen durch Bakterien, Viren oder Pilze), einschließlich Ereignisse mit tödlichem Ausgang
      • traten bei Patienten mit hämatologischen Malignomen auf, die mit Acalabrutinib als Monotherapie oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln behandelt wurden
    • diese Infektionen traten vorwiegend bei Nichtvorhandensein von Neutropenie auf, wobei eine neutropenische Infektion bei 10,1 % der Patienten, die eine Monotherapie erhielten, und bei 26,8 % der Patienten, die eine Kombinationstherapie erhielten, berichtet wurde
    • Infektionen aufgrund von Reaktivierungen des Hepatitis-B-Virus (HBV) und Herpes-Zoster-Virus (HZV) sowie Aspergillosen und progressive multifokale Leukoenzephalopathien (PML) traten auf
  • Virus-Reaktivierung
    • Fälle von Hepatitis-B-Reaktivierung wurden bei Patienten, die Acalabrutinib erhielten, berichtet
    • Hepatitis-B-Virus (HBV)-Status sollte vor Beginn der Behandlung mit Acalabrutinib bestimmt werden
    • Patienten mit positiver Hepatitis-B-Serologie sollte vor Behandlungsbeginn ein Spezialist für Lebererkrankungen konsultiert werden
    • Patient sollte gemäß den lokalen medizinischen Standards überwacht und behandelt werden, um eine Hepatitis-B-Reaktivierung zu verhindern
    • nach Anwendung von Acalabrutinib bei Patienten mit vorangegangener oder gleichzeitiger immunsuppressiver Therapie wurde über Fälle von progressiver multifokaler Leukoenzephalopathie (PML), auch mit tödlichem Ausgang, berichtet
    • bei Patienten mit neu auftretenden oder sich verschlechternden neurologischen, kognitiven oder verhaltensbezogenen Anzeichen oder Symptomen sollten Ärzte bei der Differenzialdiagnose eine PML in Betracht ziehen
    • bei Verdacht auf eine PML
      • entsprechende diagnostische Untersuchungen durchführen
      • Behandlung mit Acalabrutinib unterbrechen
        • bis PML ausgeschlossen wurde
    • wenn Zweifel bestehen, sollten eine Überweisung an einen Neurologen und entsprechende diagnostische Verfahren für den Nachweis einer PML, einschließlich einer MRT-Untersuchung vorzugsweise mit Kontrastmittel, Liquortests auf JC-Virus- DNA und wiederholte neurologische Untersuchungen in Erwägung gezogen werden
    • bei Patienten mit einem erhöhten Risiko für opportunistische Infektionen ist eine Prophylaxe gemäß Behandlungsstandard in Betracht zu ziehen
    • Patienten sollten auf Anzeichen und Symptome einer Infektion überwacht und entsprechend medizinisch behandelt werden
  • Zytopenien
    • Therapiebedingte Zytopenien des Grades 3 oder 4 einschließlich
      • Neutropenie
      • Anämie
      • Thrombozytopenie
    • traten bei Patienten mit hämatologischen Malignomen auf, die mit Acalabrutinib als Monotherapie oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln behandelt wurden
    • wenn medizinisch indiziert, sollte eine Kontrolle des großen Blutbildes erfolgen
  • sekundär auftretende Primärtumoren
    • einschließlich Hautkrebs und weißer Hautkrebs
      • traten bei Patienten mit hämatologischen Malignomen auf, die mit Acalabrutinib als Monotherapie oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln behandelt wurden
    • Hautkrebs wurde häufig berichtet
    • Patienten sollten auf Auftreten von Hautkrebs überwacht und auf Sonnenschutz hingewiesen werden
  • Vorhofflimmern / -flattern
    • trat bei Patienten mit hämatologischen Malignomen auf, die mit Acalabrutinib als Monotherapie oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln behandelt wurden
    • Patienten sollten auf Symptome von Vorhofflimmern und Vorhofflattern überwacht werden (z. B. Palpitationen, Schwindel, Synkope, Brustschmerz, Dyspnoe)
    • bei medizinischer Indikation sollte ein EKG abgeleitet werden
    • bei Patienten, die ein Vorhofflimmern unter der Therapie mit Acalabrutinib entwickeln, sollte eine sorgfältige Überprüfung des Risikos für eine thromboembolische Erkrankung vorgenommen werden
    • bei Patienten mit einem hohen Risiko für eine thromboembolische Erkrankung sollten eine engmaschig kontrollierte Behandlung mit Antikoagulanzien und alternative Behandlungsoptionen zu Acalabrutinib in Betracht gezogen werden
  • Tumorlyse-Syndrom
    • im Rahmen der Acalabrutinib-Therapie wurde über Tumorlyse-Syndrom (TLS) berichtet
    • Patienten, bei denen ein Risiko für TLS vermutet wird (z. B. Vorhandensein einer großen Tumormasse zu Beginn der Behandlung), sollten im Hinblick auf ein mögliches TLS-Risiko beurteilt und bei entsprechender klinischer Indikation engmaschig überwacht werden
  • interstitielle Lungenerkrankung/Pneumonitis
    • interstitielle Lungenerkrankung (ILD)/Pneumonitis wurde bei Patienten berichtet, die mit Acalabrutinib in Kombination mit Bendamustin und Rituximab bei MCL behandelt wurden
    • die Patienten sollten auf Atemwegssymptome, die auf ILD/Pneumonitis hindeuten (z. B. Husten, Dyspnoe oder Hypoxie), überwacht und ILD/Pneumonitis sollte bei entsprechender klinischer Indikation behandelt werden
  • andere Arzneimittel
    • gleichzeitige Anwendung von starken CYP3A4-Inhibitoren und Acalabrutinib kann zu gesteigerter Acalabrutinib-Exposition und somit zu einem höheren Risiko für eine Toxizität führen
    • umgekehrt kann eine gleichzeitige Anwendung von CYP3A4-Induktoren zu einer verminderten Acalabrutinib-Exposition und somit zu einem Risiko mangelnder Wirksamkeit führen
    • gleichzeitige Anwendung mit starken CYP3A-Inhibitoren sollte vermieden werden
    • werden diese Inhibitoren kurzzeitig eingesetzt (z. B. Antiinfektiva für bis zu sieben Tage), sollte die Behandlung mit Acalabrutinib unterbrochen werden
    • bei Anwendung eines mäßig starken CYP3A-Inhibitors sollten Patienten engmaschig auf Anzeichen einer Toxizität überwacht werden
    • gleichzeitige Anwendung von starken CYP3A4-Induktoren sollte wegen des Risikos mangelnder Wirksamkeit vermieden werden