Candecor comp 32mg/12.5mg Tabletten
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 28 ST | 16,45 € |
| N2 | 56 ST | 21,40 € |
| N3 | 98 ST | 28,71 € |
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Indikation
- Behandlung der essenziellen Hypertonie bei erwachsenen Patienten, deren Blutdruck mit einer Candesartancilexetil- oder Hydrochlorothiazid-Monotherapie nicht optimal kontrolliert werden kann
Dosierung
- Behandlung der essenziellen Hypertonie bei erwachsenen Patienten
- 1 Tablette 1mal / Tag
- eine Dosistitration der jeweiligen Komponenten (Candesartancilexetil und Hydrochlorothiazid) wird empfohlen
- wenn klinisch angezeigt, kann ein direkter Wechsel von der Monotherapie auf dieses Arzneimittel erwogen werden
- eine Dosistitration von Candesartancilexetil wird beim Wechsel von der Hydrochlorothiazid-Monotherapie empfohlen
- Anwendung bei Patienten, deren Blutdruck mit einer Candesartancilexetil- oder einer Hydrochlorothiazid-Monotherapie oder der Kombination beider in geringerer Dosierung nicht optimal kontrolliert werden kann
- Erreichen des Großteils der blutdrucksenkenden Wirkung innerhalb von 4 Wochen nach Behandlungsbeginn
- ältere Patienten
- keine Dosisanpassung erforderlich
- intravaskulärer Volumenmangel
- Patienten mit einem Hypotonierisiko, wie z. B. Patienten mit Verdacht auf Volumenmangel
- Dosistitration von Candesartancilexetil empfohlen
- Anfangsdosis von 4 mg Candesartancilexetil in Betracht ziehen
- Dosistitration von Candesartancilexetil empfohlen
- Patienten mit einem Hypotonierisiko, wie z. B. Patienten mit Verdacht auf Volumenmangel
- eingeschränkte Nierenfunktion
- leicht bis mittelschwer eingeschränkte Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance >/= 30 - 80 ml / min / 1,73 m2 Körperoberfläche)
- Dosistitration empfohlen
- schwer eingeschränkte Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 30 ml / min / 1,73 m2 Körperoberfläche)
- Anwendung kontraindiziert
- leicht bis mittelschwer eingeschränkte Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance >/= 30 - 80 ml / min / 1,73 m2 Körperoberfläche)
- eingeschränkte Leberfunktion
- leicht bis mittelschwere chronische Lebererkrankung
- Dosistitration von Candesartancilexetil empfohlen
- schwere Einschränkung der Leberfunktion und/oder Cholestase
- Anwendung kontraindiziert
- leicht bis mittelschwere chronische Lebererkrankung
- Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht belegt (keine Daten)
Kontraindikationen
Candesartan cilexetil, Hydrochlorothiazid - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Candesartan
- Überempfindlichkeit gegen Hydrochlorothiazid oder andere Sulfonamid-Derivate
- schwere Nierenfunktionsstörungen (Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min. / 1,73 m2 KOF)
- schwere Leberinsuffizienz und/oder Cholestase
- refraktäre Hypokaliämie und Hypercalcämie
- Gicht
- gleichzeitige Anwendung mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml / Min. / 1,73 m2 KOF)
- Schwangerschaft (2. und 3. Trimenon)
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Candesartan cilexetil, Hydrochlorothiazid - peroral
Candesartan plus Hydrochlorothiazid (Kombinationstherapie)
- in klinischen Studien mit Candesartan plus Hydrochlorothiazid waren Nebenwirkungen auf diejenigen beschränkt, die zuvor über Candesartan und/oder Hydrochlorothiazid berichtet wurden
Candesartan (Monotherapie)
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Atemwegsinfektion
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Leukopenie
- Neutropenie
- Agranulozytose
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Hyperkaliämie
- Hyponatriämie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindel/Drehschwindel, Benommenheit
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Husten
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Übelkeit
- ohne Häufigkeitsangabe
- Diarrhö
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- erhöhte Leberenzymwerte
- Leberfunktionsstörungen
- Hepatitis
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Angioödem
- Hautausschlag
- Urtikaria
- Pruritus
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Rückenschmerzen
- Arthralgie
- Myalgie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Niereninsuffizienz, einschließlich Nierenversagen bei empfindlichen Patienten
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
Hydrochlorothiazid (Monotherapie; Dosierung üblicherweise >= 25 mg / Tag)
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Leukopenie
- Neutropenie/Agranulozytose
- Thrombozytopenie
- aplastische Anämie
- Knochenmarkdepression
- hämolytische Anämie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- anaphylaktische Reaktionen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
- ohne Häufigkeitsangabe
- nicht-melanozytärer Hautkrebs (NMSC; Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hyperglykämie
- Hyperurikämie
- Störungen des Elektrolythaushaltes (einschl. Hyponatriämie und Hypokaliämie)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Schlafstörungen
- Depression
- Unruhe
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Benommenheit
- (Dreh)Schwindel
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Parästhesie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- vorübergehendes Verschwommensehen / unscharfes Sehen
- ohne Häufigkeitsangabe
- akute Myopie
- akutes Engwinkelglaukom
- Aderhauterguss
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Herzerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- kardiale Arrhythmien
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Gefäßerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- orthostatische Hypotonie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- nekrotisierende Angiitis (Vaskulitis, kutane Vaskulitis)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Atemnotsyndrom (einschließlich Pneumonitis und Lungenödeme)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- akutes Atemnotsyndrom (ARDS)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Anorexie
- Appetitlosigkeit
- Magenreizung
- Diarrhö
- Obstipation
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Pankreatitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Leber- und Gallenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Ikterus (intrahepatischer cholestatischer Ikterus)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hautausschlag
- Urtikaria
- Photosensibilität/Lichtempfindlichkeitsreaktionen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- toxische epidermale Nekrolyse
- ohne Häufigkeitsangabe
- systemischer Lupus erythematodes
- systemischer Lupus erythematodes-ähnliche Reaktionen
- kutaner Lupus erythematodes
- Reaktivierung von kutanem Lupus erythematodes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Muskelkrämpfe
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Glucosurie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Nierenfunktionsstörungen
- interstitielle Nephritis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwäche
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Fieber
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Anstieg von Cholesterol und Triglyceriden
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Anstieg von Blut-Harnstoff-Stickstoff (BUN) und Serumkreatinin
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- zum Einnehmen
- Einnahme mit oder ohne Nahrung möglich
Stillzeithinweise
Candesartan cilexetil, Hydrochlorothiazid - peroral
- Anwendung während der Stillzeit nicht empfohlen
- Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (Candesartan)
- Anwendung nicht empfohlen, da keine Erkenntnisse zur Anwendung in der Stillzeit vorliegen
- alternative antihypertensive Therapie mit einem besser geeigneten Sicherheitsprofil bei Anwendung in der Stillzeit vorziehen
- insbesondere, wenn Neugeborene oder Frühgeborene gestillt werden
- Hydrochlorothiazid
- Anwendung während der Stillzeit nicht empfohlen
- Hydrochlorothiazid geht in geringen Mengen in die Muttermilch über
- Thiaziddiuretika, angewandt in hohen Dosen zur intensiven Diurese, können die Laktation hemmen
Schwangerschaftshinweise
Candesartan cilexetil, Hydrochlorothiazid - peroral
- kontraindiziert im 2. und 3. Trimenon
- Anwendung im 1. Trimenon nicht empfohlen
- Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (AIIRAs, Candesartan)
- kontraindiziert im 2. und 3. Trimenon
- fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion, Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation)
- neonatal-toxische Effekte (Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie)
- im Falle einer Exposition mit AIIRAs ab dem 2. Trimenon Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen
- Anwendung im 1. Trimenon nicht empfohlen
- keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach Anwendung von ACE- Hemmern während des 1. Trimenons
- geringfügig erhöhtes Risiko kann jedoch nicht ausgeschlossen werden
- auch wenn keine kontrollierten epidemiologischen Daten zum Risiko von AIIRAs vorliegen, so bestehen möglicherweise für diese Arzneimittelklasse vergleichbare Risiken
- sofern Fortsetzen der AIIRA-Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen, die planen, schwanger zu werden, auf eine alternative antihypertensive Therapie mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden
- wird Schwangerschaft festgestellt, Behandlung mit AIIRAs unverzüglich beenden und, wenn erforderlich, alternative Therapie beginnen
- keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach Anwendung von ACE- Hemmern während des 1. Trimenons
- Säuglinge, deren Mütter AIIRAs eingenommen haben, sollten engmaschig hinsichtlich einer Hypotonie untersucht werden
- kontraindiziert im 2. und 3. Trimenon
- Hydrochlorothiazid
- nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Hydrochlorothiazid in der Schwangerschaft, insbesondere während des 1. Trimenons
- aufgrund des pharmakologischen Wirkmechanismus von Hydrochlorothiazid kann es bei Anwendung während des 2. und 3. Trimenons zu einer Störung der feto-plazentaren Perfusion und zu fetalen und neonatalen Auswirkungen wie Ikterus, Störung des Elektrolythaushalts und Thrombozytopenien kommen
- Ergebnisse aus Tierstudien sind unzureichend
- Hydrochlorothiazid ist plazentagängig
- Schwangerschaftsödeme, Schwangerschaftshypertonie oder Präeklampsie
- aufgrund des Risikos eines verringerten Plasmavolumens und einer plazentaren Hypoperfusion, ohne den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen, sollte Hydrochlorothiazid bei Schwangerschaftsödemen, Schwangerschaftshypertonie oder einer Präeklampsie nicht zur Anwendung kommen
- bei essentieller Hypertonie schwangerer Frauen sollte Hydrochlorothiazid nur in den seltenen Fällen, in denen keine andere Behandlung möglich ist, angewandt werden
Warnhinweise
Candesartan cilexetil, Hydrochlorothiazid - peroral
- duale Blockade des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)
- gibt Belege, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (AIIRAs) oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht
- duale Blockade des RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren deshalb nicht empfohlen
- wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen
- ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden
- gibt Belege, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (AIIRAs) oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht
- eingeschränkte Nierenfunktion
- wie bei anderen Arzneimitteln, die das RAAS hemmen, ist bei empfindlichen Patienten, die mit Candesartan/Hydrochlorothiazid behandelt werden, mit Veränderungen der Nierenfunktion zu rechnen
- Nierentransplantation
- nur begrenzte klinische Daten über die Anwendung von Candesartan/Hydrochlorothiazid bei Patienten, die sich einer Nierentransplantation unterzogen haben
- Nierenarterienstenose
- bei Patienten mit bilateraler Nierenarterienstenose oder einer Arterienstenose bei Einzelniere kann es bei der Anwendung von Arzneimitteln, die das RAAS beeinflussen (einschließlich Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten wie Candesartan), zu einem Anstieg des Blutharnstoffs und des Serum-Kreatinins kommen
- intravaskulärer Volumenmangel
- Anwendung von Candesartan/Hydrochlorothiazid nicht empfohlen, bevor ein Volumen- und / oder Natriummangel nicht korrigiert worden ist
- bei Patienten mit intravaskulärem Volumen- und / oder Natriummangel kann eine symptomatische Hypotonie auftreten, wie dies auch für andere, das RAAS beeinflussende Substanzen, beschrieben wird
- Anästhesie und Operationen
- aufgrund der Blockade des RAAS kann bei Patienten, die mit AIIRAs behandelt werden, unter Narkose und bei chirurgischen Eingriffen Hypotonie auftreten
- sehr selten ist Hypotonie so stark ausgeprägt, dass die intravenöse Gabe von Flüssigkeiten und / oder Vasopressoren erforderlich ist
- eingeschränkte Leberfunktion
- Thiazide sollten bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion oder fortschreitender Lebererkrankung mit Vorsicht eingesetzt werden, da in diesen Fällen schon geringfügige Änderungen des Flüssigkeits- und Elektrolythaushaltes ein hepatisches Koma auslösen können
- keine klinische Erfahrungen bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion vorliegend
- Aorten- und Mitralklappenstenose (obstruktive hypertrophe Kardiomyopathie)
- besondere Vorsicht bei Patienten, die unter hämodynamisch relevanter Aorten- oder Mitralklappenstenose bzw. obstruktiver hypertropher Kardiomyopathie leiden
- primärer Hyperaldosteronismus
- Anwendung von Candesartan/Hydrochlorothiazid bei dieser Patientengruppe nicht empfohlen
- Patienten mit primärem Hyperaldosteronismus sprechen im Allgemeinen nicht auf eine Behandlung mit blutdrucksenkenden Arzneimitteln an, die über eine Hemmung des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems wirken
- Störung des Elektrolythaushalts
- regelmäßige Bestimmung der Serumelektrolyte sollte in geeigneten Abständen durchgeführt werden
- Thiazide, Hydrochlorothiazid eingeschlossen, können Störung des Flüssigkeits- oder Elektrolythaushaltes verursachen (Hypercalcämie, Hypokaliämie, Hyponatriämie, Hypomagnesiämie und hypochlorämische Alkalose)
- Hypercalcämie
- Thiaziddiuretika können die renale Calciumausscheidung vermindern und zeitweilig zu leicht erhöhten Serumcalciumspiegeln führen
- ausgeprägte Hypercalcämie kann ein Anzeichen einer latenten Überfunktion der Nebenschilddrüse sein
- Thiazide sollten vor einer Funktionskontrolle der Nebenschilddrüse abgesetzt werden
- Hypokaliämie
- Hydrochlorothiazid erhöht dosisabhängig die renale Kaliumausscheidung
- kann zu einer Hypokaliämie führen
- diese Wirkung von Hydrochlorothiazid scheint in Kombination mit Candesartan weniger ausgeprägt zu sein
- Risiko einer Hypokaliämie kann erhöht sein
- bei Patienten mit Leberzirrhose
- bei Patienten mit forcierter Diurese
- bei Patienten mit unzureichender oraler Elektrolytaufnahme
- bei Patienten mit gleichzeitiger Anwendung von Corticosteroiden oder adrenokortikotropem Hormon (ACTH)
- Hydrochlorothiazid erhöht dosisabhängig die renale Kaliumausscheidung
- Hyperkaliämie
- Behandlung mit Candesartan kann Hyperkaliämie verursachen, insbesondere bei Vorliegen einer Herzinsuffizienz und / oder einer eingeschränkten Nierenfunktion
- gleichzeitige Anwendung von Candesartan/Hydrochlorothiazid mit ACE-Hemmern, Aliskiren, kaliumsparenden Diuretika, Kaliumpräparaten, kaliumhaltigen Salzersatzmitteln oder anderen Arzneimitteln, die den Serumkaliumspiegel erhöhen können (z.B. Heparin-Natrium oder Cotrimoxazol, auch bekannt als Trimethoprim/Sulfamethoxazol), können zu einer Erhöhung des Serumkaliumspiegels führen
- je nach Bedarf sollte der Kaliumwert kontrolliert werden
- Hypomagnesiämie
- Thiazide steigern renale Ausscheidung von Magnesium, was zu Hypomagnesiämie führen kann
- metabolische und endokrine Effekte
- Behandlung mit einem Thiaziddiuretikum kann Glucosetoleranz beeinträchtigen
- Dosisanpassung von Antidiabetika, einschließlich Insulin, kann erforderlich sein
- latenter Diabetes mellitus kann unter Thiazidtherapie manifest werden
- Erhöhungen der Cholesterin- und der Triglyceridspiegel mit Thiaziddiuretika in Verbindung gebracht
- bei den im Arzneimittel enthaltenen Dosen nur minimale Wirkungen beobachtet
- Thiaziddiuretika erhöhen die Serumharnsäurekonzentration und können bei prädisponierten Patienten Gicht auslösen
- Behandlung mit einem Thiaziddiuretikum kann Glucosetoleranz beeinträchtigen
- Lichtempfindlichkeit
- im Zusammenhang mit der Anwendung von Thiaziddiuretika über Lichtempfindlichkeitsreaktionen berichtet
- falls Photosensibilität auftritt empfohlen, die Behandlung zu beenden
- falls Wiederaufnahme der Behandlung erforderlich ist, empfohlen, diejenigen Bereiche, die der Sonne oder künstlicher UVA-Strahlung ausgesetzt werden, zu schützen
- Schwangerschaft
- Behandlung mit AIIRAs sollte nicht während der Schwangerschaft begonnen werden
- Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch
- Umstellung auf alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil sollte für Schwangere erfolgen, es sei denn, eine Fortführung der Behandlung mit AIIRAs ist zwingend erforderlich
- wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist Behandlung mit AIIRAs unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen
- nicht-melanozytärer Hautkrebs (NMSC)
- in zwei epidemiologischen Studien auf der Grundlage des dänischen nationalen Krebsregisters erhöhtes Risiko von NMSC [Basalzellkarzinom (BCC) und Plattenepithelkarzinom (SCC)] mit steigender kumulativer Dosis von Hydrochlorothiazid (HCT) beobachtet
- photosensibilisierende Wirkungen von HCT könnten zur Entstehung von NMSC beitragen
- Patienten, die HCT einnehmen, sollten über das NMSC-Risiko informiert werden und es sollte ihnen geraten werden, ihre Haut regelmäßig auf neue Läsionen zu prüfen und unverzüglich alle verdächtigen Hautveränderungen zu melden
- den Patienten sollten mögliche vorbeugende Maßnahmen empfohlen werden, um das Risiko von Hautkrebs zu minimieren; z.B. Einschränkung der Exposition gegenüber Sonnenlicht und UV-Strahlung oder im Fall einer Exposition Verwendung eines angemessenen Sonnenschutzes
- verdächtige Hautveränderungen sollten unverzüglich untersucht werden, ggf. einschließlich histologischer Untersuchungen von Biopsien
- bei Patienten, bei denen bereits ein NMSC aufgetreten ist, sollte die Verwendung von HCT überprüft werden
- in zwei epidemiologischen Studien auf der Grundlage des dänischen nationalen Krebsregisters erhöhtes Risiko von NMSC [Basalzellkarzinom (BCC) und Plattenepithelkarzinom (SCC)] mit steigender kumulativer Dosis von Hydrochlorothiazid (HCT) beobachtet
- Patienten, deren Gefäßtonus und Nierenfunktion vorwiegend von der Aktivität des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems abhängen (z.B. Patienten mit schwerer Stauungsherzinsuffizienz oder mit einer renalen Grunderkrankung, einschließlich Nierenarterienstenose)
- Behandlung mit Arzneimitteln, die das RAAS beeinflussen - einschließlich AIIRAs - mit akuter Hypotonie, Urämie / Azotämie, Oligurie oder selten akutem Nierenversagen in Verbindung gebracht
- Patienten mit ischämischer Herzerkrankung oder arteriosklerotischer zerebrovaskulärer Erkrankung
- übermäßiger Blutdruckabfall kann zu einem Myokardinfarkt oder einem Schlaganfall führen
- Überempfindlichkeitsreaktionen auf Hydrochlorothiazid
- können bei Patienten unabhängig von einer Vorgeschichte von Allergien oder Asthma bronchiale auftreten, sind jedoch bei Patienten mit entsprechender Vorgeschichte wahrscheinlicher
- Lupus erythematodes
- unter Therapie mit Thiaziddiuretika Möglichkeit einer Exazerbation oder Aktivierung von systemischem Lupus erythematode berichtet
- blutdrucksenkende Wirkung des Arzneimittels kann durch andere Antihypertensiva verstärkt werden
- Aderhauterguss (choroidaler Erguss), akute Myopie und sekundäres Winkelverschlussglaukom
- Sulfonamide und Sulfonamid-Derivate können eine idiosynkratische Reaktion auslösen, die zu einem Aderhauterguss mit Gesichtsfelddefekt, transienter Myopie und zu einem akuten Winkelverschlussglaukom führen kann
- Symptome umfassen das akute Einsetzen einer verminderten Sehschärfe oder Augenschmerzen und treten typischerweise innerhalb von Stunden bis Wochen nach Einnahme des Arzneimittels auf
- unbehandeltes akutes Winkelverschlussglaukom kann zu dauerhaftem Sehverlust führen
- als Erstmaßnahme ist das Arzneimittel so schnell wie möglich abzusetzen
- umgehende medizinische oder operative Behandlungen müssen in Betracht gezogen werden, wenn der intraokulare Druck außer Kontrolle bleibt
- Risikofaktoren für die Entwicklung eines akuten Winkelverschlussglaukoms können auch bekannte Sulfonamid- oder Penicillinallergien sein
- Sulfonamide und Sulfonamid-Derivate können eine idiosynkratische Reaktion auslösen, die zu einem Aderhauterguss mit Gesichtsfelddefekt, transienter Myopie und zu einem akuten Winkelverschlussglaukom führen kann
- akute Atemwegstoxizität
- sehr seltene schwere Fälle von akuter Atemwegstoxizität, einschließlich des akuten Atemnotsyndroms (ARDS), nach der Einnahme von Hydrochlorothiazid berichtet
- Lungenödem entwickelt sich typischerweise innerhalb von Minuten bis Stunden nach der Einnahme von Hydrochlorothiazid
- zu den Symptomen gehören zu Beginn Dyspnoe, Fieber, Verschlechterung der Lungenfunktion und Hypotonie
- bei Verdacht auf ARDS sollte Candesartan/Hydrochlorothiazid abgesetzt und eine angemessene Behandlung eingeleitet werden
- Hydrochlorothiazid darf nicht bei Patienten angewendet werden, bei denen nach der Einnahme von Hydrochlorothiazid bereits einmal ein ARDS aufgetreten ist
- sehr seltene schwere Fälle von akuter Atemwegstoxizität, einschließlich des akuten Atemnotsyndroms (ARDS), nach der Einnahme von Hydrochlorothiazid berichtet
- Doping
- die Anwendung des Arzneimittels kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen