CANDESARTAN ratiopharm comp. 32 mg/25 mg Tabletten

BB FARMA S.R.L.
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Candesartan/Hydrochlorothiazid →

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Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 28 ST 15,28 €
N2 56 ST 30,33 €
N3 98 ST 44,33 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Behandlung der essenziellen Hypertonie bei erwachsenen Patienten, deren Blutdruck mit einer Candesartancilexetil- oder Hydrochlorothiazid-Monotherapie nicht optimal kontrolliert werden kann

Dosierung

  • primäre Hypertonie
    • Erwachsene
      • 1 Tablette (32 mg Candesartancilexetil und 25 mg Hydrochlorothiazid) 1mal / Tag
      • Dosistitration der jeweiligen Komponenten (Candesartancilexetil und Hydrochlorothiazid) empfohlen
      • falls klinisch angezeigt, auch direkter Wechsel von der Monotherapie auf das Kombinationspräparat möglich
      • Dosistitration von Candesartancilexetil wird beim Wechsel von der Hydrochlorothiazid-Monotherapie empfohlen
      • Kombinationspräparat kann bei Patienten, deren Blutdruck mit einer Candesartancilexetil- oder einer Hydrochlorothiazid-Monotherapie oder dem Arzneimittel in geringerer Dosierung nicht optimal kontrolliert werden kann, angewendet werden
      • nach 4 Behandlungswochen ist die blutdrucksenkende Wirkung üblicherweise erreicht
    • ältere Patienten
      • keine Dosisanpassung erforderlich
    • Patienten mit einem Hypotonierisiko (z. B. Patienten mit Verdacht auf intravaskulärem Volumenmangel)
      • Dosistitration von Candesartancilexetil empfohlen
      • evtl. Anfangsdosis von 4 mg Candesartancilexetil erwägen
    • eingeschränkte Nierenfunktion
      • leicht bis mittelschwer (Kreatinin-Clearance 30 - 80 ml / Min. / 1,73 m2 KOF)
        • Dosistitration empfohlen
      • schwer (Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min. / 1,73 m2 KOF)
        • Anwendung kontraindiziert
    • eingeschränkte Leberfunktion
      • leichter bis mittelschwer
        • Dosistitration von Candesartancilexetil empfohlen
      • schwer und / oder Cholestase
        • Anwendung kontraindiziert
    • Kinder und Jugendliche (Geburt - 18 Jahre)
      • Sicherheit und Wirksamkeit nicht belegt
      • keine Daten verfügbar

Kontraindikationen

Candesartan cilexetil, Hydrochlorothiazid - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Candesartan
  • Überempfindlichkeit gegen Hydrochlorothiazid oder andere Sulfonamid-Derivate
  • schwere Nierenfunktionsstörungen (Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min. / 1,73 m2 KOF)
  • schwere Leberinsuffizienz und/oder Cholestase
  • refraktäre Hypokaliämie und Hypercalcämie
  • Gicht
  • gleichzeitige Anwendung mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml / Min. / 1,73 m2 KOF)
  • Schwangerschaft (2. und 3. Trimenon)

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Candesartan cilexetil, Hydrochlorothiazid - peroral

Candesartan plus Hydrochlorothiazid (Kombinationstherapie)

  • in klinischen Studien mit Candesartan plus Hydrochlorothiazid waren Nebenwirkungen auf diejenigen beschränkt, die zuvor über Candesartan und/oder Hydrochlorothiazid berichtet wurden

Candesartan (Monotherapie)

  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Atemwegsinfektion
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Leukopenie
      • Neutropenie
      • Agranulozytose
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Hyperkaliämie
      • Hyponatriämie
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schwindel/Drehschwindel, Benommenheit
      • Kopfschmerzen
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Husten
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Übelkeit
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Diarrhö
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • erhöhte Leberenzymwerte
      • Leberfunktionsstörungen
      • Hepatitis
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Angioödem
      • Hautausschlag
      • Urtikaria
      • Pruritus
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Rückenschmerzen
      • Arthralgie
      • Myalgie
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Niereninsuffizienz, einschließlich Nierenversagen bei empfindlichen Patienten

Hydrochlorothiazid (Monotherapie; Dosierung üblicherweise >= 25 mg / Tag)

  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Leukopenie
      • Neutropenie/Agranulozytose
      • Thrombozytopenie
      • aplastische Anämie
      • Knochenmarkdepression
      • hämolytische Anämie
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • anaphylaktische Reaktionen
  • Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • nicht-melanozytärer Hautkrebs (NMSC; Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom)
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hyperglykämie
      • Hyperurikämie
      • Störungen des Elektrolythaushaltes (einschl. Hyponatriämie und Hypokaliämie)
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Schlafstörungen
      • Depression
      • Unruhe
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Benommenheit
      • (Dreh)Schwindel
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Parästhesie
  • Augenerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • vorübergehendes Verschwommensehen / unscharfes Sehen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • akute Myopie
      • akutes Engwinkelglaukom
      • Aderhauterguss
  • Herzerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • kardiale Arrhythmien
  • Gefäßerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • orthostatische Hypotonie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • nekrotisierende Angiitis (Vaskulitis, kutane Vaskulitis)
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Atemnotsyndrom (einschließlich Pneumonitis und Lungenödeme)
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • akutes Atemnotsyndrom (ARDS)
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Anorexie
      • Appetitlosigkeit
      • Magenreizung
      • Diarrhö
      • Obstipation
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Pankreatitis
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Ikterus (intrahepatischer cholestatischer Ikterus)
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hautausschlag
      • Urtikaria
      • Photosensibilität/Lichtempfindlichkeitsreaktionen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • toxische epidermale Nekrolyse
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • systemischer Lupus erythematodes
      • systemischer Lupus erythematodes-ähnliche Reaktionen
      • kutaner Lupus erythematodes
      • Reaktivierung von kutanem Lupus erythematodes
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Muskelkrämpfe
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Glucosurie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Nierenfunktionsstörungen
      • interstitielle Nephritis
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schwäche
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Fieber
  • Untersuchungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Anstieg von Cholesterol und Triglyceriden
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Anstieg von Blut-Harnstoff-Stickstoff (BUN) und Serumkreatinin

Anwendungshinweise

  • Tabletten zum Einnehmen
  • Einnahme mit oder ohne Nahrung
  • Bioverfügbarkeit von Candesartan wird durch Nahrung nicht beeinflusst
  • es gibt keine klinisch signifikante Wechselwirkung zwischen Hydrochlorothiazid und Nahrung

Stillzeithinweise

Candesartan cilexetil, Hydrochlorothiazid - peroral
  • Anwendung während der Stillzeit nicht empfohlen
  • Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (Candesartan)
    • Anwendung nicht empfohlen, da keine Erkenntnisse zur Anwendung in der Stillzeit vorliegen
    • alternative antihypertensive Therapie mit einem besser geeigneten Sicherheitsprofil bei Anwendung in der Stillzeit vorziehen
      • insbesondere, wenn Neugeborene oder Frühgeborene gestillt werden
  • Hydrochlorothiazid
    • Anwendung während der Stillzeit nicht empfohlen
    • Hydrochlorothiazid geht in geringen Mengen in die Muttermilch über
    • Thiaziddiuretika, angewandt in hohen Dosen zur intensiven Diurese, können die Laktation hemmen

Schwangerschaftshinweise

Candesartan cilexetil, Hydrochlorothiazid - peroral
  • kontraindiziert im 2. und 3. Trimenon
  • Anwendung im 1. Trimenon nicht empfohlen
  • Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (AIIRAs, Candesartan)
    • kontraindiziert im 2. und 3. Trimenon
      • fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion, Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation)
      • neonatal-toxische Effekte (Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie)
      • im Falle einer Exposition mit AIIRAs ab dem 2. Trimenon Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen
    • Anwendung im 1. Trimenon nicht empfohlen
      • keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach Anwendung von ACE- Hemmern während des 1. Trimenons
        • geringfügig erhöhtes Risiko kann jedoch nicht ausgeschlossen werden
        • auch wenn keine kontrollierten epidemiologischen Daten zum Risiko von AIIRAs vorliegen, so bestehen möglicherweise für diese Arzneimittelklasse vergleichbare Risiken
      • sofern Fortsetzen der AIIRA-Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen, die planen, schwanger zu werden, auf eine alternative antihypertensive Therapie mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden
      • wird Schwangerschaft festgestellt, Behandlung mit AIIRAs unverzüglich beenden und, wenn erforderlich, alternative Therapie beginnen
    • Säuglinge, deren Mütter AIIRAs eingenommen haben, sollten engmaschig hinsichtlich einer Hypotonie untersucht werden
  • Hydrochlorothiazid
    • nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Hydrochlorothiazid in der Schwangerschaft, insbesondere während des 1. Trimenons
    • aufgrund des pharmakologischen Wirkmechanismus von Hydrochlorothiazid kann es bei Anwendung während des 2. und 3. Trimenons zu einer Störung der feto-plazentaren Perfusion und zu fetalen und neonatalen Auswirkungen wie Ikterus, Störung des Elektrolythaushalts und Thrombozytopenien kommen
    • Ergebnisse aus Tierstudien sind unzureichend
    • Hydrochlorothiazid ist plazentagängig
    • Schwangerschaftsödeme, Schwangerschaftshypertonie oder Präeklampsie
      • aufgrund des Risikos eines verringerten Plasmavolumens und einer plazentaren Hypoperfusion, ohne den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen, sollte Hydrochlorothiazid bei Schwangerschaftsödemen, Schwangerschaftshypertonie oder einer Präeklampsie nicht zur Anwendung kommen
    • bei essentieller Hypertonie schwangerer Frauen sollte Hydrochlorothiazid nur in den seltenen Fällen, in denen keine andere Behandlung möglich ist, angewandt werden

Warnhinweise

Candesartan cilexetil, Hydrochlorothiazid - peroral
  • duale Blockade des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)
    • gibt Belege, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (AIIRAs) oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht
      • duale Blockade des RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren deshalb nicht empfohlen
    • wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen
    • ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden
  • eingeschränkte Nierenfunktion
    • wie bei anderen Arzneimitteln, die das RAAS hemmen, ist bei empfindlichen Patienten, die mit Candesartan/Hydrochlorothiazid behandelt werden, mit Veränderungen der Nierenfunktion zu rechnen
  • Nierentransplantation
    • nur begrenzte klinische Daten über die Anwendung von Candesartan/Hydrochlorothiazid bei Patienten, die sich einer Nierentransplantation unterzogen haben
  • Nierenarterienstenose
    • bei Patienten mit bilateraler Nierenarterienstenose oder einer Arterienstenose bei Einzelniere kann es bei der Anwendung von Arzneimitteln, die das RAAS beeinflussen (einschließlich Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten wie Candesartan), zu einem Anstieg des Blutharnstoffs und des Serum-Kreatinins kommen
  • intravaskulärer Volumenmangel
    • Anwendung von Candesartan/Hydrochlorothiazid nicht empfohlen, bevor ein Volumen- und / oder Natriummangel nicht korrigiert worden ist
    • bei Patienten mit intravaskulärem Volumen- und / oder Natriummangel kann eine symptomatische Hypotonie auftreten, wie dies auch für andere, das RAAS beeinflussende Substanzen, beschrieben wird
  • Anästhesie und Operationen
    • aufgrund der Blockade des RAAS kann bei Patienten, die mit AIIRAs behandelt werden, unter Narkose und bei chirurgischen Eingriffen Hypotonie auftreten
    • sehr selten ist Hypotonie so stark ausgeprägt, dass die intravenöse Gabe von Flüssigkeiten und / oder Vasopressoren erforderlich ist
  • eingeschränkte Leberfunktion
    • Thiazide sollten bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion oder fortschreitender Lebererkrankung mit Vorsicht eingesetzt werden, da in diesen Fällen schon geringfügige Änderungen des Flüssigkeits- und Elektrolythaushaltes ein hepatisches Koma auslösen können
    • keine klinische Erfahrungen bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion vorliegend
  • Aorten- und Mitralklappenstenose (obstruktive hypertrophe Kardiomyopathie)
    • besondere Vorsicht bei Patienten, die unter hämodynamisch relevanter Aorten- oder Mitralklappenstenose bzw. obstruktiver hypertropher Kardiomyopathie leiden
  • primärer Hyperaldosteronismus
    • Anwendung von Candesartan/Hydrochlorothiazid bei dieser Patientengruppe nicht empfohlen
    • Patienten mit primärem Hyperaldosteronismus sprechen im Allgemeinen nicht auf eine Behandlung mit blutdrucksenkenden Arzneimitteln an, die über eine Hemmung des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems wirken
  • Störung des Elektrolythaushalts
    • regelmäßige Bestimmung der Serumelektrolyte sollte in geeigneten Abständen durchgeführt werden
    • Thiazide, Hydrochlorothiazid eingeschlossen, können Störung des Flüssigkeits- oder Elektrolythaushaltes verursachen (Hypercalcämie, Hypokaliämie, Hyponatriämie, Hypomagnesiämie und hypochlorämische Alkalose)
    • Hypercalcämie
      • Thiaziddiuretika können die renale Calciumausscheidung vermindern und zeitweilig zu leicht erhöhten Serumcalciumspiegeln führen
      • ausgeprägte Hypercalcämie kann ein Anzeichen einer latenten Überfunktion der Nebenschilddrüse sein
        • Thiazide sollten vor einer Funktionskontrolle der Nebenschilddrüse abgesetzt werden
    • Hypokaliämie
      • Hydrochlorothiazid erhöht dosisabhängig die renale Kaliumausscheidung
        • kann zu einer Hypokaliämie führen
        • diese Wirkung von Hydrochlorothiazid scheint in Kombination mit Candesartan weniger ausgeprägt zu sein
      • Risiko einer Hypokaliämie kann erhöht sein
        • bei Patienten mit Leberzirrhose
        • bei Patienten mit forcierter Diurese
        • bei Patienten mit unzureichender oraler Elektrolytaufnahme
        • bei Patienten mit gleichzeitiger Anwendung von Corticosteroiden oder adrenokortikotropem Hormon (ACTH)
    • Hyperkaliämie
      • Behandlung mit Candesartan kann Hyperkaliämie verursachen, insbesondere bei Vorliegen einer Herzinsuffizienz und / oder einer eingeschränkten Nierenfunktion
      • gleichzeitige Anwendung von Candesartan/Hydrochlorothiazid mit ACE-Hemmern, Aliskiren, kaliumsparenden Diuretika, Kaliumpräparaten, kaliumhaltigen Salzersatzmitteln oder anderen Arzneimitteln, die den Serumkaliumspiegel erhöhen können (z.B. Heparin-Natrium oder Cotrimoxazol, auch bekannt als Trimethoprim/Sulfamethoxazol), können zu einer Erhöhung des Serumkaliumspiegels führen
      • je nach Bedarf sollte der Kaliumwert kontrolliert werden
    • Hypomagnesiämie
      • Thiazide steigern renale Ausscheidung von Magnesium, was zu Hypomagnesiämie führen kann
  • metabolische und endokrine Effekte
    • Behandlung mit einem Thiaziddiuretikum kann Glucosetoleranz beeinträchtigen
      • Dosisanpassung von Antidiabetika, einschließlich Insulin, kann erforderlich sein
      • latenter Diabetes mellitus kann unter Thiazidtherapie manifest werden
    • Erhöhungen der Cholesterin- und der Triglyceridspiegel mit Thiaziddiuretika in Verbindung gebracht
      • bei den im Arzneimittel enthaltenen Dosen nur minimale Wirkungen beobachtet
    • Thiaziddiuretika erhöhen die Serumharnsäurekonzentration und können bei prädisponierten Patienten Gicht auslösen
  • Lichtempfindlichkeit
    • im Zusammenhang mit der Anwendung von Thiaziddiuretika über Lichtempfindlichkeitsreaktionen berichtet
    • falls Photosensibilität auftritt empfohlen, die Behandlung zu beenden
      • falls Wiederaufnahme der Behandlung erforderlich ist, empfohlen, diejenigen Bereiche, die der Sonne oder künstlicher UVA-Strahlung ausgesetzt werden, zu schützen
  • Schwangerschaft
    • Behandlung mit AIIRAs sollte nicht während der Schwangerschaft begonnen werden
    • Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch
      • Umstellung auf alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil sollte für Schwangere erfolgen, es sei denn, eine Fortführung der Behandlung mit AIIRAs ist zwingend erforderlich
    • wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist Behandlung mit AIIRAs unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen
  • nicht-melanozytärer Hautkrebs (NMSC)
    • in zwei epidemiologischen Studien auf der Grundlage des dänischen nationalen Krebsregisters erhöhtes Risiko von NMSC [Basalzellkarzinom (BCC) und Plattenepithelkarzinom (SCC)] mit steigender kumulativer Dosis von Hydrochlorothiazid (HCT) beobachtet
      • photosensibilisierende Wirkungen von HCT könnten zur Entstehung von NMSC beitragen
    • Patienten, die HCT einnehmen, sollten über das NMSC-Risiko informiert werden und es sollte ihnen geraten werden, ihre Haut regelmäßig auf neue Läsionen zu prüfen und unverzüglich alle verdächtigen Hautveränderungen zu melden
      • den Patienten sollten mögliche vorbeugende Maßnahmen empfohlen werden, um das Risiko von Hautkrebs zu minimieren; z.B. Einschränkung der Exposition gegenüber Sonnenlicht und UV-Strahlung oder im Fall einer Exposition Verwendung eines angemessenen Sonnenschutzes
    • verdächtige Hautveränderungen sollten unverzüglich untersucht werden, ggf. einschließlich histologischer Untersuchungen von Biopsien
    • bei Patienten, bei denen bereits ein NMSC aufgetreten ist, sollte die Verwendung von HCT überprüft werden
  • Patienten, deren Gefäßtonus und Nierenfunktion vorwiegend von der Aktivität des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems abhängen (z.B. Patienten mit schwerer Stauungsherzinsuffizienz oder mit einer renalen Grunderkrankung, einschließlich Nierenarterienstenose)
    • Behandlung mit Arzneimitteln, die das RAAS beeinflussen - einschließlich AIIRAs - mit akuter Hypotonie, Urämie / Azotämie, Oligurie oder selten akutem Nierenversagen in Verbindung gebracht
  • Patienten mit ischämischer Herzerkrankung oder arteriosklerotischer zerebrovaskulärer Erkrankung
    • übermäßiger Blutdruckabfall kann zu einem Myokardinfarkt oder einem Schlaganfall führen
  • Überempfindlichkeitsreaktionen auf Hydrochlorothiazid
    • können bei Patienten unabhängig von einer Vorgeschichte von Allergien oder Asthma bronchiale auftreten, sind jedoch bei Patienten mit entsprechender Vorgeschichte wahrscheinlicher
  • Lupus erythematodes
    • unter Therapie mit Thiaziddiuretika Möglichkeit einer Exazerbation oder Aktivierung von systemischem Lupus erythematode berichtet
  • blutdrucksenkende Wirkung des Arzneimittels kann durch andere Antihypertensiva verstärkt werden
  • Aderhauterguss (choroidaler Erguss), akute Myopie und sekundäres Winkelverschlussglaukom
    • Sulfonamide und Sulfonamid-Derivate können eine idiosynkratische Reaktion auslösen, die zu einem Aderhauterguss mit Gesichtsfelddefekt, transienter Myopie und zu einem akuten Winkelverschlussglaukom führen kann
      • Symptome umfassen das akute Einsetzen einer verminderten Sehschärfe oder Augenschmerzen und treten typischerweise innerhalb von Stunden bis Wochen nach Einnahme des Arzneimittels auf
    • unbehandeltes akutes Winkelverschlussglaukom kann zu dauerhaftem Sehverlust führen
    • als Erstmaßnahme ist das Arzneimittel so schnell wie möglich abzusetzen
    • umgehende medizinische oder operative Behandlungen müssen in Betracht gezogen werden, wenn der intraokulare Druck außer Kontrolle bleibt
    • Risikofaktoren für die Entwicklung eines akuten Winkelverschlussglaukoms können auch bekannte Sulfonamid- oder Penicillinallergien sein
  • akute Atemwegstoxizität
    • sehr seltene schwere Fälle von akuter Atemwegstoxizität, einschließlich des akuten Atemnotsyndroms (ARDS), nach der Einnahme von Hydrochlorothiazid berichtet
      • Lungenödem entwickelt sich typischerweise innerhalb von Minuten bis Stunden nach der Einnahme von Hydrochlorothiazid
      • zu den Symptomen gehören zu Beginn Dyspnoe, Fieber, Verschlechterung der Lungenfunktion und Hypotonie
    • bei Verdacht auf ARDS sollte Candesartan/Hydrochlorothiazid abgesetzt und eine angemessene Behandlung eingeleitet werden
    • Hydrochlorothiazid darf nicht bei Patienten angewendet werden, bei denen nach der Einnahme von Hydrochlorothiazid bereits einmal ein ARDS aufgetreten ist
  • Doping
    • die Anwendung des Arzneimittels kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen