CARVEDILOL-TEVA 6.25mg Tabletten
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 30 ST | 12,94 € |
| N2 | 50 ST | 14,23 € |
| N3 | 100 ST | 15,51 € |
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Indikation
- essentielle Hypertonie
- chronisch stabile Angina pectoris
- Zusatzbehandlung bei mäßiger bis schwerer stabiler Herzinsuffizienz in Kombination mit der Standardtherapie (wie ACE-Hemmern und Diuretika mit oder ohne Digitalis)
- Hinweis: Patient muss vor Therapiebeginn mit der konventionellen Basis-Herzinsuffizienz-Therapie für mind. 4 Wochen stabil eingestellt sein
Dosierung
- essentielle Hypertonie
- allgemein
- Anwendung allein oder in Kombination mit anderen Antihypertonika, insbes. zusammen mit Thiazid-Diuretika
- 1mal tägliche Dosierung empfohlen
- max. Einzeldosis: 25 mg Carvedilol
- max. Tagesdosis: 50 mg Carvedilol
- Erwachsene
- initial: 12,5 mg Carvedilol 1mal / Tag für 2 Tage
- danach: 25 mg Carvedilol 1mal / Tag
- ggf. weitere Dosiserhöhung schrittweise in Intervallen von 2 Wochen oder in größeren Abständen
- ältere Patienten
- initial: 12,5 mg Carvedilol / Tag
- Initialdosis kann auch für weitere Behandlung ausreichend sein
- Dosiserhöhung bei ungenügender Wirkung schrittweise in Intervallen von 2 Wochen oder in größeren Abständen
- allgemein
- chronisch stabile Angina pectoris
- Erwachsene
- initial: 12,5 mg Carvedilol 2mal / Tag für 2 Tage
- danach: 25 mg Carvedilol 2mal / Tag
- ggf. weitere Dosiserhöhung schrittweise in Intervallen von 2 Wochen oder in größeren Abständen
- max. Tagesdosis: 100 mg aufgeteilt in 2 Einzeldosen
- ältere Patienten
- initial: 12,5 mg Carvedilol 2mal / Tag für 2 Tage
- anschließend: 25 mg Carvedilol 2mal / Tag (= maximale Tagesdosis)
- Erwachsene
- Herzinsuffizienz
- Behandlung einer mäßigen bis schweren Herzinsuffizienz zusätzlich zu einer konventionellen Basistherapie mit Diuretika, ACE-Hemmern, Digitalis und / oder Vasodilatatoren
- Voraussetzung für die Behandlung
- Patient sollte klinisch stabil sein
- keine Änderung der NYHA-Klasse
- kein Krankenhausaufenthalt wegen Herzinsuffizienz
- Basistherapie seit mind. 4 Wochen vor Behandlungsbeginn stabil
- Patient sollte verminderte linksventrikuläre Ejektionsfraktion aufweisen
- Herzfrequenz > 50 Schläge / Minute und systolischer Blutdruck > 85 mmHg
- initial: 3,125 mg Carvedilol 2mal / Tag für 2 Wochen
- Dosiserhöhung bei guter Verträglichkeit der initialen Dosis in Intervallen von 2 Wochen oder in größeren Abständen
- 6,25 mg Carvedilol 2mal / Tag, dann
- 12,5 mg Carvedilol 2mal / Tag und danach
- 25 mg Carvedilol 2mal / Tag
- höchste vom Patienten tolerierte Dosis anstreben
- Maximaldosis
- KG < 85 kg: 25 mg Carvedilol 2mal / Tag
- KG > 85 kg: 50 mg Carvedilol 2mal / Tag (nur wenn keine schwere Herzinsuffizienz vorliegt)
- vorsichtige Dosiserhöhung unter engmaschiger ärztlicher Überwachung des Patienten
- Hinweise
- zu Beginn der Behandlung oder infolge einer Steigerung der Dosis, insbesondere bei Patienten mit einer schweren Herzinsuffizienz und/oder unter einer hoch dosierten Diuretika-Behandlung, ggf. vorübergehende Verschlechterung der Symptome der Herzinsuffizienz möglich
- i. d. Regel kein Absetzen der Behandlung erforderlich
- Dosis sollte jedoch nicht erhöht werden
- Patient ist von einem Internisten/Kardiologen nach Behandlungsbeginn oder nach Erhöhung zu überwachen
- vor jeder Dosiserhöhung: Untersuchung auf potentielle Symptome einer Verschlechterung der Herzinsuffizienz oder Symptome einer übermäßigen Vasodilatation (z. B. Nierenfunktion, Körpergewicht, Blutdruck, Herzfrequenz und -rhythmus)
- Verschlechterung einer Herzinsuffizienz oder eine Flüssigkeitsretention
- Erhöhung der Diuretika-Dosis
- keine Dosiserhöhung von Carvedilol bis Patient stabil
- Auftreten einer Bradykardie oder Verlängerung der AV-Überleitungszeit
- Überprüfen des Digoxinspiegels
- ggf.Dosisreduktion oder vorübergehendes Absetzen der Behandlung
- in diesen Fällen kann die Einstellung häufig erfolgreich fortgesetzt werden
- erforderliche Erhaltungsdosis muss für jeden Patienten individuell unter strenger ärztlicher Überwachung ermittelt werden
- Langzeittherapie sollte dann mit der jeweils höchsten vertragenen Dosierung erfolgen
- Behandlungsunterbrechung > 1 Woche
- Wiederaufnahme mit 2mal / Tag mit verringerter Dosis und erneute schrittweise Erhöhung wie oben beschrieben
- Behandlungsunterbrechung > 2 Wochen
- Wiederaufnahme mit 3,125 mg Carvedilol 2mal / Tag für 2 Wochen und erneute schrittweise individuelle Einstellung
- Dauer der Behandlung
- i.d.R. Langzeittherapie
- wenn möglich, nicht abrupt absetzen
- über 1 bis 2 Wochen ausschleichend beenden
Dosisanpassung
- Niereninsuffizienz
- individuell dosieren
- mäßige bis schwere Niereninsuffizienz
- keine Hinweise einer Dosisanpassung aufgrund pharmakokinetische Parameter erforderlich
- Leberfunktionsstörung
- mäßiger Leberfunktionsstörung: Dosisanpassung kann erforderlich sein
- klinisch manifestierte Leberfunktionsstörung: kontraindiziert
- Kinder und Jugendliche < 18 Jahre
- Sicherheit ist nicht erwiesen
- Anwendung nicht empfohlen
- ältere Patienten
- sorgfältig überwachen
- Absetzen der Therapie sollte wie bei anderen Betablockern und insbes. bei Korornarpatienten schrittweise erfolgen
- bei essentieller Hypertonie
- initial: 12,5 mg Carvedilol
- oft auch als Langzeitbehandlung ausreichend
- bei ungenügender Wirkung
- Dosiserhöhung in Intervallen von mindestens 14 Tagen bis auf die Maximaldosen
- Einzeldosis: 25 mg Carvedilol
- Tageshöchstmenge: 50 mg Carvedilol
- initial: 12,5 mg Carvedilol
- bei chronisch stabiler Angina pectoris
- Maximaldosis: 25 mg Carvedilol 2mal / Tag
Kontraindikationen
Carvedilol - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Carvedilol
- kardiogener Schock
- instabile / dekompensierte Herzinsuffizienz
- akute Lungenembolie
- Prinzmetal Angina
- Hypotonie (systolischer Blutdruck < 85 mmHg)
- schwere Bradykardie < 50 Schläge/Min (Patienten, die wegen einer Herzinsuffizienz mit Carvedilol behandelt werden, sollten eine Ruheherzfrequenz >= 50/Min. haben)
- atrioventrikulärer (AV)-Block II. oder III. Grades (sofern kein permanenter Schrittmacher eingesetzt wird)
- Sinusknotensyndrom, einschließlich sinuatrialer Block
- Cor pulmonale
- Asthma bronchiale oder sonstige Atemwegserkrankungen mit bronchospastischer Komponente (z.B. chronisch obstruktiver Lungenerkrankung)
- unbehandeltes Phäochromozytom
- klinisch relevante Leberfunktionsstörungen
- metabolische Azidose
- gleichzeitige Therapie mit MAO-Hemmern (Ausnahme: MAO-B-Hemmer)
- gleichzeitige i.v. Therapie mit Verapamil, Diltiazem oder anderen Antiarrhythmika
- Stillzeit
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Carvedilol - peroral
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Bronchitis
- Pneumonie
- Infektionen der oberen Atemwege
- Harnwegsinfekte
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Anämie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Thrombozytopenie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Leukopenie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Überempfindlichkeit (allergische Reaktionen)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gewichtszunahme
- Hypercholesterinämie
- Verschlechterung der Blutglucoseregulationsmechanismen (Hyperglykämie, Hypoglykämie) bei Patienten mit Diabetes mellitus
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Depression
- depressive Verstimmung.
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schlafstörungen
- Albträume
- Halluzinationen
- Verwirrtheit
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Psychosen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Schwindel
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Präsynkopen, Synkopen
- Müdigkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Parästhesien
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Sehstörungen
- verringerter Tränenfluss (trockenes Auge), besonders bei Kontaktlinsenträgern
- Augenreizung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Herzinsuffizienz
- Herzversagen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Bradykardie
- Hypervolämie
- Flüssigkeitsüberlastung, v.a. während der Titrationsphase
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- AV-Block
- Verschlechterung einer Herzinsuffizienz, v.a. während der Titrationsphase
- Angina pectoris
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Gefäßerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hypotonie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- orthostatische Hypotonie
- Ödeme inklusive generalisierte Ödeme
- Ödeme in den abhängigen Partien
- periphere und genitale Ödeme
- Beinödeme
- Störungen der peripheren Zirkulation (kalte Extremitäten, periphäre Verschlusskrankheit, Verschlechterung einer intermittierenden Claudicatio und von Raynauds Phänomenen)
- Hypertonie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Dyspnoe
- Lungenödem
- Asthma bei prädisponierten Patienten
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- verstopfte Nase
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Übelkeit
- Durchfall
- Erbrechen
- Dyspepsie
- Bauchschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Verstopfung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Mundtrockenheit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erhöhung von
- Alaninaminotransferase (ALAT)
- Aspertataminotransferase (ASAT)
- Gammaglutamyltransferase (GGT)
- Erhöhung von
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hautreaktionen (z.B. allergisches Exanthem, Dermatitis, Urtikaria, Pruritus, psoriasiforme und Lichenplanus-ähnliche Hautläsionen; bestehende Läsionen können sich verschlechtern)
- ohne Häufigkeitsangabe
- schwere Hautreaktionen (z.B. Erythema multiforme, Steven-Johnson-Syndrom, Toxische epidermale Nekrolyse)
- Alopezie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gliederschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Nierenversagen und abnormale Nierenfunktion bei Patienten mit generalisierten Gefäßerkrankungen und/oder Niereninsuffizienz
- Miktionsstörungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Harninkontinenz bei Frauen (reversibel nach Absetzen)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- erektile Dysfunktion, Impotenz
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Asthenie (inklusive Erschöpfung, beobachtet besonders zu Beginn der Therapie, normalerweise leicht ausgeprägt)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schmerzen
- Ödeme
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Anwendungshinweise
- Einnahme der Tabletten zu den Mahlzeiten (langsamere Resorption und möglicherweise Verminderung orthostatischer Effekte)
Stillzeithinweise
Carvedilol - peroral
- kontraindiziert während der Stillzeit
- im Fall einer Behandlung mit Carvedilol muss abgestillt werden
- aus Studien mit laktierenden Tieren geht hervor, dass Carvedilol und/oder seine Metabolite in die Muttermilch von Ratten ausgeschieden werden und dort akkumulieren (Carvedilol ist lipophil)
- nicht bekannt, ob Carvedilol beim Menschen in die Muttermilch übergeht
Schwangerschaftshinweise
Carvedilol - peroral
- Carvedilol sollte in der Schwangerschaft nur dann eingesetzt werden, wenn der Nutzen für die Mutter das potenzielle Risiko für das ungeborene Kind bzw. das Neugeborene rechtfertigt
- Behandlung mit Beta-Rezeptorenblockern sollte 72 - 48 Stunden vor dem erwarteten Geburtstermin beendet werden
- ist dies nicht möglich, muss das Neugeborene für die ersten 48 - 72 Lebensstunden überwacht werden
- Beta-Rezeptorenblocker
- vermindern die Plazentaperfusion
- in der Folge kann es zum intrauterinen Fruchttod des Feten, zu Fehl- und Frühgeburten kommen
- außerdem können sowohl beim Feten als auch beim Neugeborenen unerwünschte Wirkungen (insbesondere Hypoglykämie und Bradykardie) auftreten
- in der postnatalen Phase besteht für das Neugeborene ein erhöhtes Risiko hinsichtlich kardialer und pulmonaler Komplikationen
- vermindern die Plazentaperfusion
- keine klinischen Daten über exponierte Schwangere für Carvedilol vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- haben Reproduktionstoxizität gezeigt
- Fertilität
- in Tierstudien Störungen der weiblichen Fertilität nach einer Behandlung mit Carvedilol beobachtet
Warnhinweise
Carvedilol - peroral
- Essentielle Hypertonie
- Carvedilol kann bei essentieller Hypertonie allein oder in Kombination mit anderen blutdrucksenkenden Mitteln, insbesondere zusammen mit Thiazid-Diuretika, angewendet werden
- wenn eine (Vor-)Behandlung mit Diuretika besteht, wird empfohlen, diese - falls möglich - ggf. vor Beginn der Carvedilol Therapie kurzfristig abzusetzen, um einen möglicherweise übermäßigen Blutdruckabfall zu vermeiden
- da keine ausreichenden klinischen Erfahrungen vorliegen, soll Carvedilol nicht angewendet werden bei
- labiler oder sekundärer Hypertonie
- kompletten Schenkelblockbildern
- Neigung zu Blutdruckabfall bei Lagewechsel (Orthostase)
- akuten entzündlichen Herzerkrankungen
- hämodynamisch wirksamen Veränderungen der Herzklappen oder des Herzausflusstraktes
- Endstadien peripherer arterieller Durchblutungsstörungen
- gleichzeitiger Therapie mit alpha1-Rezeptorantagonisten oder alpha2-Rezeptoragonisten
- sollten - in begründeten Ausnahmefällen - Carvedilol und Clonidin gleichzeitig angewendet werden, darf Clonidin erst dann stufenweise abgesetzt werden, wenn einige Tage zuvor die Behandlung mit Carvedilol beendet worden ist
- Carvedilol kann bei essentieller Hypertonie allein oder in Kombination mit anderen blutdrucksenkenden Mitteln, insbesondere zusammen mit Thiazid-Diuretika, angewendet werden
- Chronische (kongestive) Herzinsuffizienz
- Carvedilol soll grundsätzlich immer zusätzlich zu der Herzinsuffizienz-Standardtherapie (bestehend aus Diuretika, Digitalis, ACE-Hemmern und/oder anderen Vasodilatatoren) eingesetzt werden
- Carvedilol-Behandlung darf nur begonnen werden, wenn der Patient mit der konventionellen Basis-Herzinsuffizienz-Therapie stabil eingestellt ist, d.h. die Dosierung dieser bereits bestehenden Standardtherapie muss vor Therapiebeginn mit Carvedilol zumindest für vier Wochen stabil sein
- nach Gabe der ersten Carvedilol-Dosis, aber auch bei Dosissteigerung, kann es zu einem verstärkten Blutdruckabfall kommen
- insbesondere bei
- Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz (NYHA >= III)
- Salz- und/oder Flüssigkeitsmangel (z.B. hoch dosierte Diuretika-Therapie)
- älteren Patienten (>= 70 Jahre)
- Patienten mit niedrigem Ausgangsblutdruck (z.B. systolisch < 100 mmHg)
- diese Patienten sollen nach Gabe der ersten Carvedilol-Dosis sowie bei Erhöhung der Dosierung ca. 2 Stunden ärztlich überwacht werden, um eine unkontrolliert auftretende hypotone Reaktion zu vermeiden
- insbesondere bei
- bei Patienten mit (kongestiver) Herzinsuffizienz kann es während der Auftitrierung der Dosis von Carvedilol zu einer Verschlechterung der Herzinsuffizienz oder zu Flüssigkeitsretention kommen
- bei Auftreten solcher Symptome sollte die Diuretika-Dosis erhöht werden und die Carvedilol-Dosis nicht weiter erhöht werden, bis eine klinische Stabilität erreicht ist
- gelegentlich kann es aber auch notwendig sein, die Carvedilol-Dosis zu reduzieren oder, in seltenen Fällen, die Behandlung vorübergehend zu unterbrechen
- solche Vorfälle schließen eine anschließende erfolgreiche Titration von Carvedilol nicht aus
- aufgrund des negativen Effektes auf die AV-Überleitung sollte Carvedilol mit Vorsicht bei Patienten mit AV-Block I. Grades angewendet werden
- gleichzeitige Gabe von Carvedilol und Herzglykosiden
- erhöhte Vorsicht, da beide Substanzen eine Verzögerung der AV-Überleitung bewirken
- Carvedilol soll grundsätzlich immer zusätzlich zu der Herzinsuffizienz-Standardtherapie (bestehend aus Diuretika, Digitalis, ACE-Hemmern und/oder anderen Vasodilatatoren) eingesetzt werden
- Nierenfunktion bei (kongestiver) Herzinsuffizienz
- bei chronisch herzinsuffizienten Patienten mit niedrigem Blutdruck (systolisch < 100 mmHg), die zusätzlich an ischämischer Herzkrankheit oder generalisierten Gefäßerkrankungen und/oder an Niereninsuffizienz leiden, unter Behandlung mit Carvedilol eine reversible Verschlechterung der Nierenfunktion beobachtet
- deshalb muss bei Patienten mit diesen Risikofaktoren die Nierenfunktion während der Einstellung der Carvedilol-Therapie häufig kontrolliert werden
- bei Verschlechterung der Nierenfunktion soll die Carvedilol Dosierung reduziert oder ggf. die Therapie abgesetzt werden
- Linksventrikuläre Dysfunktion nach akutem Myokardinfarkt
- bevor Behandlung mit Carvedilol begonnen wird
- muss Patient klinisch stabil sein
- außerdem sollte der Patient mind. während der zurückliegenden 48 Stunden einen ACE-Hemmer erhalten haben und die Dosis dieses ACE-Hemmers sollte mind. während der zurückliegenden 24 Stunden stabil gewesen sein
- Patienten mit instabiler Angina pectoris
- für die Anwendung von Carvedilol bei Patienten mit instabiler Angina pectoris nur begrenzte klinische Erfahrungen vorliegend, sollte Carvedilol bei dieser Symptomatik nur mit Vorsicht angewendet werden
- bevor Behandlung mit Carvedilol begonnen wird
- Chronisch obstruktive Lungenerkrankung
- Patienten mit Atemwegserkrankungen mit bronchospastischer Komponente dürfen nicht mit Carvedilol behandelt werden
- bei Patienten mit einer Neigung zu Bronchospasmen kann als Folge eines möglichen erhöhten Widerstands der Luftwege Atemnot auftreten
- Chronische obstruktive pulmonale Erkrankung (COPD)
- Patienten mit COPD mit bronchospastischer Komponente, die keine orale oder inhalative Medikation erhalten, sollten Carvedilol mit besonderer Vorsicht anwenden, und nur dann, wenn der Nutzen die Risiken überwiegt
- bei Patienten mit Neigung zu Bronchospasmen können Symptome des respiratorischen Distress infolge einer möglichen Widerstandserhöhung der Atemwege aufkommen
- solche Patienten sollten zu Beginn der Therapie und während der Titrationsphase durchgehend überwacht werden
- Dosis reduzieren, sobald Anzeichen von Bronchospasmen festgestellt werden
- Diabetes
- Carvedilol sollte bei Patienten mit Diabetes mellitus mit Vorsicht angewendet werden, da sich die Ergebnisse der Blutzuckerkontrolle verschlechtern oder frühe Warnzeichen bzw. Symptome einer akuten Hypoglykämie maskiert oder vermindert sein können
- bei diesen Patienten muss die Blutglucose-Konzentration zu Beginn der Behandlung bzw. bei Veränderung der Carvedilol-Dosierung regelmäßig kontrolliert werden
- blutzuckersenkende Therapie ggf. entsprechend anpassen
- besonders sorgfältige ärztliche Überwachung bei Diabetikern mit stark schwankenden Blutzuckerwerten notwendig
- auch bei strengem Fasten ist sorgfältige ärztliche Überwachung der Blutglucose-Konzentration erforderlich
- Betablocker können die Insulinresistenz erhöhen und Symptome einer Hypoglykämie maskieren
- allerdings haben zahlreiche Studien nachgewiesen, dass sich gefäßerweiternde Beta-Blocker, wie Carvedilol, günstiger auf die Glukose- und Lipidprofile auswirken
- Carvedilol sollte bei Patienten mit Diabetes mellitus mit Vorsicht angewendet werden, da sich die Ergebnisse der Blutzuckerkontrolle verschlechtern oder frühe Warnzeichen bzw. Symptome einer akuten Hypoglykämie maskiert oder vermindert sein können
- Periphere Gefäßerkrankung und Raynaud Krankheit
- Carvedilol sollte bei Patienten mit peripheren Gefäßerkrankungen (z.B. Raynaud Krankheit) mit Vorsicht angewendet werden, da Beta-Rezeptorenblocker Symptome von arteriellen Durchblutungsstörungen auslösen oder verschlechtern können
- Hyperthyreose
- Carvedilol kann die Symptome einer Hyperthyreose maskieren
- Anästhesie und größere Operationen
- Vorsicht, wegen der blutdrucksenkenden Wirkung von Carvedilol und der Addition der negativ inotropen Effekte von Carvedilol und einigen Anästhetika
- Bradykardie
- Carvedilol kann Bradykardie verursachen
- in der Regel sollte die Dosis von Carvedilol reduziert werden, wenn die Pulsfrequenz < 55 Schläge / Min. abfällt
- Überempfindlichkeit
- bei Patienten mit schweren Überempfindlichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte und bei Patienten unter Hyposensibilisierungstherapie Vorsicht bei der Anwendung von Beta-Rezeptor-blockierenden Substanzen wie Carvedilol, da sowohl die Empfindlichkeit gegen Allergene als auch die Schwere von Überempfindlichkeitsreaktionen erhöht werden kann
- Schwere Hautreaktionen
- sehr seltene Fälle von schweren Hautreaktionen, z.B. toxische epidermale Nekrolyse (TEN) und Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), während der Behandlung mit Carvedilol berichtet
- Carvedilol sollte bei Patienten, die schwere Hautreaktionen haben, die möglicherweise Carvedilol zugeschrieben werden können, dauerhaft abgesetzt werden
- Psoriasis
- bei Patienten mit Psoriasis in der Eigen- oder Familienanamnese sollte die Verordnung von Arzneimitteln mit beta-blockierenden Eigenschaften nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen
- Gleichzeitige Anwendung von Calciumkanalblockern und Antiarrhythmika
- sorgfältige Überwachung von Blutdruck, Herzfrequenz und -rhythmus (EKG, insbesondere bei Verapamil oder Diltiazem) erforderlich bei gleichzeitiger Anwendung von Calciumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazem-Typ oder anderen Antiarrhythmika, da es verstärkt zu Blutdruckabfall, Bradykardie und/oder Herzrhythmusstörungen kommen kann
- Phäochromozytom
- Patienten mit Phäochromozytom dürfen erst nach ausreichender Alpha-Rezeptorenblockade mit Beta-Rezeptorenblockern therapiert werden
- obwohl Carvedilol alpha- und beta-blockierende pharmakologische Eigenschaften hat, liegen für dessen Anwendung bei dieser Erkrankung keine Erfahrungen vor
- daher sollte Carvedilol bei Patienten mit Verdacht auf Phäochromozytom mit Vorsicht angewendet werden
- Angina pectoris, Prinzmetal-Angina
- Carvedilol bei Patienten mit diagnostizierter Prinzmetal-Angina kontraindiziert
- Anwendung von Carvedilol bei Patienten mit Verdacht auf Prinzmetal-Angina sollte mit Vorsicht erfolgen
- Wirkstoffe mit nicht selektiven beta-blockierenden Eigenschaften können bei Patienten mit Prinzmetal-Angina Brustschmerzen provozieren
- gibt keine klinischen Erfahrungen mit Carvedilol bei diesen Patienten, obwohl die alpha-blockierenden Eigenschaften von Carvedilol solche Symptome verhindern könnten
- Entzugssyndrom
- Carvedilol-Behandlung sollte nicht plötzlich abgebrochen werden, insbesondere bei Patienten mit chronisch stabiler Angina pectoris oder solchen mit ischämie-bedingter Herzinsuffizienz
- gehäufte und/oder intensivere Angina-pectoris-Anfälle, selten auch Herzinfarkte sowie kurzfristig übermäßige, abrupte Blutdruckanstiege können verursacht werden
- schrittweise Reduzierung der Dosis über einen Zeitraum von 2 Wochen empfohlen
- falls notwendig, sollte bei Patienten mit Angina pectoris gleichzeitig eine antianginöse Ersatztherapie eingeleitet werden, um einer Verschlechterung der Angina pectoris vorzubeugen
- Carvedilol-Behandlung sollte nicht plötzlich abgebrochen werden, insbesondere bei Patienten mit chronisch stabiler Angina pectoris oder solchen mit ischämie-bedingter Herzinsuffizienz
- Kontaktlinsen
- bei Kontaktlinsenträgern Möglichkeit eines verminderten Tränenflusses beachten
- Doping
- Anwendung kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen
- Anwendung als Dopingmittel kann zu einer Gefährdung der Gesundheit führen
- Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
- Anwendung aufgrund nicht ausreichender Daten zur Unbedenklichkeit nicht empfohlen
- Ältere Patienten
- ältere Patienten können empfindlicher auf Carvedilol reagieren und sollten sorgfältiger überwacht werden
- wie bei anderen Beta-Rezeptorenblockern und insbesondere bei Koronarpatienten sollte Carvedilol schrittweise abgesetzt werden