CATAPRESAN 75
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N3 | 100 ST | 22,13 € |
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Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- Bluthochdruck, sofern nicht durch ein Phäochromozytom bedingt
Dosierung
- Bluthochdruck, sofern nicht durch ein Phäochromozytom bedingt
- Erwachsene
- individuelle Dosierung
- Anwendung unter regelmäßiger Kontrolle des Blutdrucks in der vorgeschriebenen Dosierung
- einschleichend dosieren
- erforderliche Tagesdosis: 150 - 600 µg Clonidinhydrochlorid, je nach blutdrucksenkendem Effekt
- tägliche Maximaldosis: 12 Tabletten (900 µg Clonidinhydrochlorid)
- ggf. notwendige Dosissteigerung erst nach 2 - 4 Wochen
- in Ausnahmefällen bei schweren Hochdruckformen
- tägliche Maximaldosis: 1,2 - 1,8 mg Clonidinhydrochlorid, parenteral, über den Tag verteilt
- Behandlung mittelschwerer Hypertonie
- initial: 1 Tablette (75 µg Clonidinhydrochlorid) 2mal / Tag
- schrittweise Steigerung, optional, in Abhängigkeit von Blutdrucksenkung
- tägliche Maximaldosis: 4 Tabletten (300 µg Clonidinhydrochlorid) 3mal / Tag
- Beenden der Therapie
- Dosis langsam stufenweise reduzieren um akute Absetzerscheinungen wie Blutdrucksteigerung und Herzjagen zu vermeiden; ggf. Umstellung auf niedrig dosierte Formen
- bei kombinierter Therapie mit beta-Rezeptorenblocker und notwendiger Unterbrechung der blutdrucksenkenden Therapie (Vermeidung lebensbedrohlicher unerwünschter Wirkungen durch sympathische Überaktivität)
- zuerst beta-Rezeptorenblocker langsam ausschleichend absetzen
- danach Clonidin absetzen (ebenfalls ausschleichend über mehrere Tage)
- Behandlungsdauer: bestimmt behandelnder Arzt
- blutdrucksenkender Effekt lässt sich durch kochsalzarme Kost sowie durch Gewichtsabnahme bei bestehendem Übergewicht wirkungsvoll unterstützen
- Bluthochdruck der durch ein Phäochromozytom verursacht ist: kein therapeutischer Effekt zu erwarten
- Erwachsene
Dosisanpassung
- Niereninsuffizienz
- besonders sorgfältige Einstellung mit häufigeren Blutdruckkontrollen
- prädialytische Patienten
- in der Regel 300 µg Clonidinhydrochlorid / Tag ausreichend
- Dialysepatienten
- keine zusätzliche Gabe erforderlich (nur geringe Entfernung durch Hämodialyse)
- ältere Patienten > 65 Jahre
- vorsichtige, langsame Blutdrucksenkung, d. h. initial niedrige Dosen
- Kinder und Jugendliche < 18 Jahre
- Anwendung nicht empfohlen (keine ausreichenden wissenschaftlichen Belege)
Kontraindikationen
Clonidin - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Clonidin
- bestimmte Erregungsbildungs- und Erregungsleitungsstörungen des Herzens, z.B. Sinusknotensyndrom oder AV-Block II. und III. Grades
- Herzschlagfolge < 50 Schläge/Min. (Bradykardie)
- Depressionen
- Stillzeit
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Clonidin - peroral
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Depression
- Schlafstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Albträume
- wahnhafte Wahrnehmung
- Halluzination
- ohne Häufigkeitsangabe
- Verwirrtheitszustand
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Schwindel
- Sedierung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Parästhesien
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Verminderung des Tränenflusses
- Akkommodationsstörungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Sinusbradykardie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- AV-Blockierungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Bradyarrhythmie
- Verstärkung einer bestehenden Herzinsuffizienz
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- orthostatische Dysregulation
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Raynaud-Syndrom
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Blutdruckanstieg bei Therapiebeginn
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Trockenheit der Nasenschleimhaut
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Mundtrockenheit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Obstipation
- Übelkeit
- Erbrechen
- Schmerzen in den Speicheldrüsen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Pseudoobstruktion des Kolons
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hautausschlag
- Juckreiz
- Urtikaria
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Alopezie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und ableitenden Harnwege
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Miktionsstörungen
- Abnahme der Harnproduktion (durch Minderperfusion der Niere)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- erektile Dysfunktion
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Gynäkomastie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Abnahme der Libido
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Müdigkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Unwohlsein
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Anstieg des Blutzuckers
- ohne Häufigkeitsangabe
- Veränderung der Leberfunktionstests
- positiver Coombs-Test
- Gewichtsabnahme
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
Anwendungshinweise
- Einnahme unzerkaut mit etwas Flüssigkeit
- Einnahme ist nicht an Mahlzeiten gebunden
- Einnahme in der Regel 2mal / Tag
Stillzeithinweise
Clonidin - peroral
- in der Stillzeit kontraindiziert
- Clonidin geht in die Muttermilch über
- nur unzureichende Daten über die Anwendung in der Stillperiode vorliegend
Schwangerschaftshinweise
Clonidin - peroral
- Clonidin darf in der Schwangerschaft nur bei strenger Indikationsstellung unter sorgfältiger Überwachung von Mutter und Kind angewendet werden
- nur unzureichende Daten über die Anwendung von Clonidin in der Schwangerschaft vorliegend (insbesondere im ersten Trimenon)
- Clonidin passiert die Plazentaschranke
- beim Feten kann eine Herzfrequenzsenkung auftreten
- in Einzelfällen vorübergehender Blutdruckanstieg beim Neugeborenen post partum beobachtet
- keine hinreichenden Erfahrungen zu den Langzeitauswirkungen einer pränatalen Exposition
- tierexperimentelle Studien
- präklinische Untersuchungen ergaben keine Hinweise auf indirekten oder direkten schädigenden Einfluss hinsichtlich der Reproduktionstoxizität
- Fertilität
- keine Untersuchungen zu Clonidin hinsichtlich der Wirkung auf die menschliche Fertilität durchgeführt
- präklinische Untersuchungen ergaben keine Hinweise auf indirekten oder direkten schädigenden Einfluss hinsichtlich der Fertilität
Warnhinweise
Clonidin - peroral
- besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich bei:
- koronarer Herzkrankheit, insbesondere bei frischem / im ersten Monat nach Myokardinfarkt
- schwerer Herzinsuffizienz (NYHA IV)
- fortgeschrittener chronischer arterieller Verschlusskrankheit, Raynaud-Syndrom und bei derThrombendangiitis obliterans
- zerebrovaskulärer Insuffizienz
- fortgeschrittener Niereninsuffizienz
- Obstipation
- Polyneuropathie
- Herzfrequenz
- Absinken der Herzfrequenz auf < 56 Schläge / Min. während Therapie mit Clonidin vermeiden
- Träger von Kontaktlinsen
- sollten die selten zu beobachtende Verminderung des Tränenflusses beachten
- akutes Absetzsyndrom
- nach plötzlichem Absetzen von Clonidin, insbesondere nach langfristiger Behandlung und hohen Dosierungen, sind akute Absetzerscheinungen beschrieben worden in Form von
- starker, evtl. auch lebensbedrohender Blutdrucksteigerung
- Herzjagen
- Herzrhythmusstörungen
- Unruhe
- Nervosität
- Zittern
- Kopfschmerzen
- und/oder Übelkeit
- ein übermäßiger Blutdruckanstieg in Folge des Absetzens der Clonidin-Therapie kann durch die intravenöse Gabe von Phentolamin oder Tolazolin behandelt werden
- nach plötzlichem Absetzen von Clonidin, insbesondere nach langfristiger Behandlung und hohen Dosierungen, sind akute Absetzerscheinungen beschrieben worden in Form von
- Kinder und Jugendliche
- Anwendung und Sicherheit von Clonidin bei Kindern und Jugendlichen nicht ausreichend durch randomisierte, kontrollierte Studien belegt
- kann daher für die Behandlung dieser Patienten nicht empfohlen werden
- Kinder mit ADHS
- insbesondere bei der nicht zugelassenen Anwendung von Clonidin mit Methylphenidat bei Kindern mit ADHS schwerwiegende unerwünschte Reaktionen, einschließlich Todesfällen, beobachtet
- daher wird von Clonidin in dieser Kombination abgeraten
- Anwendung und Sicherheit von Clonidin bei Kindern und Jugendlichen nicht ausreichend durch randomisierte, kontrollierte Studien belegt