CAYSTON 75 mg Pul.u.Lsg.M.z.H.e.Loe.f.e.V.+Vernebl

Abacus Medicine A/S
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Aztreonam →

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N2 84 ST 3673,41 €

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Fachinformationen

Indikation

  • suppressive Behandlung chronischer Lungeninfektionen durch Pseudomonas aeruginosa bei Patienten mit Mukoviszidose (zystischer Fibrose, CF) ab einem Alter von 6 Jahren
  • Hinweis
    • offizielle Empfehlungen zur angemessenen Anwendung von Antibiotika berücksichtigen

Dosierung

Basiseinheit: 1 Durchstechflasche enthält Aztreonamlysin, entsprechend 75 mg Aztreonam; nach Rekonstitution enthält Lösung für einen Vernebler 75 mg Aztreonam

  • suppressive Behandlung chronischer Lungeninfektionen durch Pseudomonas aeruginosa bei Patienten mit Mukoviszidose
    • Erwachsene und Kinder >/= 6 Jahre
      • 75 mg 3mal / Tag (innerhalb von 24 h)
      • Behandlungsdauer: 28 Tage
      • Hinweise
        • zwischen den einzelnen Anwendungen: Abstand von mind. 4 Stunden einhalten
        • Anwendung in aufeinanderfolgenden Behandlungszyklen, bestehend aus einem 28-tägigen Behandlungszeitraum gefolgt von einer 28-tägigen Behandlungspause, möglich
    • Kinder < 6 Jahre
      • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
      • Dosierungsempfehlung kann nicht gegeben werden
    • ältere Patienten
      • keine Dosisanpassung
    • Niereninsuffizienz (Serumkreatininwert > Doppelte des oberen Normalwertes)
      • keine Dosisanpassung erforderlich
      • Anwendung mit Vorsicht
    • Leberinsuffizienz
      • keine Dosisanpassung erforderlich
      • schwere Leberinsuffizienz (ALT- oder AST-Werte > 5fache des oberen Normalwertes): keine Daten

Kontraindikationen

Aztreonam - pulmonal
  • Überempfindlichkeit gegen Aztreonam

Nebenwirkungen

Aztreonam - pulmonal
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • pfeifendes Atemgeräusch
      • Husten
      • pharyngolaryngeale Schmerzen
      • verstopfte Nase
      • Dispnoe
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Bronchospasmus
      • Brustbeschwerden
      • Rhinorrhoe
      • Hämoptyse
  • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Exanthem
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs-und Knochenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Arthralgie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Gelenkschwellung
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Fieber
  • Untersuchungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • verminderte Werte bei Lungenfunktionstests

Nebenwirkungen, die nach parenteraler Anwendung von Arzneimitteln, die Aztreonam enthalten, berichtet wurden:

  • ohne Häufigkeitsangabe
    • toxische epidermale Nekrolyse
    • Anaphylaxie
    • Purpura
    • Erythema multiforme
    • exfoliative Dermatitis
    • Urtikaria
    • Petechien
    • Pruritus
    • Schwitzen

Anwendungshinweise

  • Lösung zur Inhalation
  • Anwendung nur mit speziellem Vernebler und Aerosolerzeuger (siehe Gebrauchsinformation)
  • Patienten sollen vor jeder Dosis einen Bronchodilatator anwenden
    • kurz wirksame Bronchodilatatoren: 15 Min. - 4 h vor einer Aztreonam-Dosis
    • lang wirksame Bronchodilatatoren: 30 Min. - 12 h vor einer Aztreonam-Dosis
  • Patienten, die mehrere, unterschiedliche inhalative Therapien erhalten, wird für Verabreichung folgende Reihenfolge empfohlen
    • 1. Bronchodilatator
    • 2. Mukolytika
    • 3. zuletzt dieses Arzneimittel

Stillzeithinweise

Aztreonam - pulmonal
  • Aztreonam kann während der Stillzeit angewendet werden
  • nach Anwendung von Aztreonam zur Injektion wird Aztreonam in sehr geringen Konzentrationen in die menschliche Muttermilch ausgeschieden
  • nach Inhalation von Aztreonam entspricht die systemische Konzentration ungefähr 1 % der Konzentration nach einer Standarddosis von Aztreonam zur Injektion
    • deshalb, und aufgrund der geringen oralen Resorption, ist die Exposition bei gestillten Säuglingen, deren Mütter mit Aztreonam behandelt werden, wahrscheinlich äußerst gering

Schwangerschaftshinweise

Aztreonam - pulmonal
  • Aztreonam darf nicht während der Schwangerschaft verwendet werden, es sei denn, der klinische Zustand der Patientin erfordert eine Behandlung
  • keine Erfahrungen mit der Anwendung von Aztreonam bei Schwangeren
  • tierexperimentelle Studien
    • keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität
  • systemische Konzentration nach Inhalation von Aztreonam fällt im Vgl. zur Konzentration nach einer Standarddosis von Aztreonam zur Injektion niedrig aus (ungefähr 1 % der Konzentration nach einer Dosis von 500 mg Aztreonam zur Injektion)
  • Fertilität
    • präklinische Daten zur Fertilität für Aztreonam zur Injektion ergaben keine Hinweise auf unerwünschte Ereignisse

Warnhinweise

Aztreonam - pulmonal
  • allergische Reaktionen
    • falls es zu einer allergischen Reaktion auf Aztreonam kommt, ist das Arzneimittel abzusetzen und eine entsprechende Behandlung einzuleiten
    • Entwicklung eines Exanthems kann auf eine allergische Reaktion gegenüber Aztreonam hinweisen
    • bei Patienten mit einer bekannten Allergie gegenüber Betalactam-Antibiotika wie Penicillinen, Cephalosporinen und / oder Carbapenemen kann eine Kreuzreaktivität auftreten
    • nach den im Tierversuch und beim Menschen erhobenen Daten ist das Risiko einer Kreuzreaktivität zwischen Aztreonam und Betalactam-Antibiotika gering
    • Aztreonam (Monobactam) nur schwach immunogen
    • bei der Verabreichung von Aztreonam an Patienten mit bekannter Betalactam-Allergie Vorsicht geboten
    • folgende seltene und schwerwiegende Nebenwirkungen wurden nach parenteraler Anwendung von Arzneimitteln, die Aztreonam enthalten, beobachtet
      • toxische epidermale Nekrolyse
      • Anaphylaxie
      • Purpura
      • Erythema multiforme
      • exfoliative Dermatitis
      • Urtikaria
      • Petechien
      • Pruritus
      • Schwitzen
  • Bronchospasmus
    • (akute Verminderung des FEV1um >/= 15 %) ist eine Komplikation bei Aerosoltherapien
    • wurde nach der Anwendung von Aztreonam berichtet
    • Patienten sollten vor jeder Aztreonam-Dosis einen Bronchodilatator anwenden
    • wenn vermutet wird, dass ein Bronchospasmus Teil einer allergischen Reaktion ist, sollten entsprechende Maßnahmen ergriffen werden
  • Hämoptyse
    • die Inhalation vernebelter Lösungen kann einen Hustenreflex auslösen
    • die Anwendung von Aztreonam bei pädiatrischen CF-Patienten wurde mit Hämoptyse während der Behandlungszyklen assoziiert und könnte die dafür zugrunde liegenden Ursachen verstärkt haben
    • die Verabreichung von Aztreonam bei CF-Patienten mit aktiver Hämoptyse sollte nur dann erfolgen, wenn der Nutzen der Behandlung das Risiko, weitere Blutungen auszulösen, überwiegt
  • weitere Vorsichtsmaßnahmen
    • klinische Studien
      • Wirksamkeit und Unbedenklichkeit von Aztreonam wurde bei Patienten mit erwarteten FEV1-Prozentwerten von > 75 % nicht untersucht
      • Patienten, bei denen innerhalb der vorhergehenden 2 Jahre Burkholderia cepacia aus dem Sputum isoliert worden war, waren ausgeschlossen
    • Aztreonam zur Injektion
      • darf nicht im Altera- oder in anderen Verneblern angewendet werden
      • wurde nicht für die Inhalation formuliert, enthält Arginin, das zu einer entzündlichen Reaktion in der Lunge führen kann
    • Resistenz gegen Aztreonam und andere Antibiotika sowie unter der Behandlung in Erscheinung tretende Mikroorganismen
      • Entwicklung von antibiotikaresistenten P.-aeruginosa-Keimen und eine Superinfektion mit anderen pathogenen Keimen zählen zu den möglichen Risiken einer Antibiotikatherapie
      • die Resistenzentwicklung unter einer Inhalationstherapie mit Aztreonam könnte die verfügbaren Therapiemöglichkeiten während akuter Exazerbationen einschränken
      • klinische Studien
        • eine Abnahme der Empfindlichkeit von P.-aeruginosa gegen Aztreonam und andere Betalactam-Antibiotika wurde beobachte
        • in einer 24-wöchigen aktiv kontrollierten klinischen Studie zur Aztreonam-Therapie wurden Erhöhungen der MHK90-Werte für alle P.-aeruginosa-Isolate und der prozentualen Anteile der Patienten mit P.-aeruginosa-Keimen mit Resistenz (MHK-Werte über der parenteralen Empfindlichkeitsgrenze) gegen Aztreonam, gegen mind. ein Betalactam-Antibiotikum und gegen alle 6 getesteten Betalactam-Antibiotika beobachtet
        • eine verminderte Empfindlichkeit von P.-aeruginosa hatte jedoch keine Aussagekraft für die klinische Wirksamkeit einer Therapie mit Aztreonam während des Studienzeitraums
        • unter den Patienten mit multiresistenten P.-aeruginosa-Keimen wurde nach einer Behandlung mit Aztreonam eine Verbesserung der Atemwegssymptomatik und der Lungenfunktion beobachtet
        • das Auftreten einer parenteralen P.-aeruginosa-Resistenz gegen Aztreonam oder andere Betalactam-Antibiotika könnte mögliche Auswirkungen auf die Behandlung akuter pulmonaler Exazerbationen mit systemischen Antibiotika haben
        • bei Patienten, die mehrere Behandlungszyklen mit Aztreonam erhalten hatten, war im Verlauf der Zeit eine erhöhte Prävalenz von Methicillin-resistentem Staphylococcus aureus (MRSA), Methicillin-sensitivem S. aureus (MSSA) sowie von Aspergillus- und Candida-Spezies zu beobachten
        • in der Literatur wurde über einen Zusammenhang zwischen persistierendem Nachweis von MRSA und einem ungünstigeren klinischen Verlauf berichtet
        • während klinischer Studien mit Aztreonam war ein Nachweis von MRSA nicht mit einer Verschlechterung der Lungenfunktion assoziiert