Cefadroxil 500 TS - 1 A Pharma 500 mg/5 ml PSE

1 A Pharma GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Cefadroxil →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 60 ML 25,28 €
N2 100 ML 37,69 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Cefadroxil 500 TS - 1 A Pharma® ist angezeigt bei Kindern ab 28 Tage und Erwachsenen zur Behandlung durch Cefadroxil-empfindliche Erreger verursachte Infektionen, wenn eine orale Therapie angezeigt ist:
    • Infektionen des oberen Respirationstrakts: Streptokokken-Pharyngitis und -Tonsillitis
    • Infektionen des unteren Respirationstrakts: ambulant erworbene Pneumonie
    • Infektionen der Harnwege: Pyelonephritis, Zystitis
    • Infektionen der Haut und des Weichteilgewebes: Abszesse, Furunkulose, Impetigo, Erysipel, Pyodermie, Lymphadenitis
  • Die offiziellen Richtlinien zur sachgerechten Anwendung von Antibiotika sind zu beachten.

Dosierung

  • Die Dosierung richtet sich nach Art und Schwere der Infektion und muss in jedem Einzelfall vom Arzt festgelegt werden.
  • Früh- und Neugeborene bis unter 28 Tage
    • Cefadroxil 500 TS - 1 A Pharma® ist zur Behandlung von Früh- und Neugeborenen nicht zugelassen. Außerdem ist Cefadroxil 500 TS - 1 A Pharma® aufgrund der Darreichungsform zur Behandlung von Früh- und Neugeborenen nicht geeignet.
  • Säuglinge ab 28 Tagen, Kleinkinder und Kinder bis zu einem Körpergewicht von 40 kg
    • Säuglinge ab 28 Tagen, Kleinkinder und Kinder bis zu einem Körpergewicht von 40 kg erhalten bei normaler Nierenfunktion eine Tagesdosis von 50 mg Cefadroxil/kg Körpergewicht, aufgeteilt in 2 Einzelgaben.
    • Je nach Schweregrad der Erkrankung und Empfindlichkeit der Erreger kann die Tagesdosis bis auf 100 mg Cefadroxil/kg Körpergewicht, aufgeteilt in 2 bis 3 Einzelgaben, erhöht werden.
    • Zur Therapie der Streptokokken-Tonsillopharyngitis (Mandel-Rachen-Entzündung) ist eine Tagesdosis von 25 mg Cefadroxil/kg Körpergewicht ausreichend. Diese Dosis wird auf einmal verabreicht und sollte stets zur gleichen Tageszeit eingenommen werden.
  • Kinder ab 40 kg Körpergewicht (KG), Jugendliche und Erwachsene
    • Kinder ab 40 kg Körpergewicht, Jugendliche und Erwachsene mit normaler Nierenfunktion erhalten im Allgemeinen zweimal 1 g Cefadroxil pro Tag.
    • Je nach Schweregrad der Erkrankung und Empfindlichkeit der Erreger kann die Tagesdosis bis auf 4 g Cefadroxil erhöht werden. Hierfür stehen höher konzentrierte Darreichungsformen, z. B. Cefadroxil - 1 A Pharma® 1000 mg Tabletten, zur Verfügung.
    • Zur Therapie der Streptokokken-Tonsillopharyngitis (Mandel-Rachen-Entzündung) ist die Gabe von 1 g Cefadroxil einmal pro Tag ausreichend. Diese Tagesdosis sollte stets zur gleichen Tageszeit eingenommen werden.
  • Die Behandlungsdauer ist vom Ansprechen der Erreger bzw. von der Schwere der Infektion abhängig.
  • Die Einnahme soll nach Keimbeseitigung und Abklingen des klinischen Erscheinungsbildes noch 2 bis 3 Tage fortgesetzt werden.
  • Im Allgemeinen ist eine Therapiedauer zwischen 5 und 10 Tagen ausreichend. Bei Infektionen mit betahämolysierenden Streptokokken sollte die Behandlungsdauer, wie bei anderen Antibiotika auch, mindestens 10 Tage betragen.
  • Dosierungsempfehlungen
    • Einen Anhaltspunkt für die Dosierung der gebrauchsfertigen Suspension gibt die folgende Tabelle 1. Der entscheidende Parameter für die Dosierung ist das Körpergewicht des Kindes.
    • Zur korrekten Abmessung der Dosis ist der Packung eine 5-ml-Dosierspritze mit 0,1-ml-Skalierung beigefügt.
    • Tabelle 1: Dosierung von Cefadroxil 500 TS - 1 A Pharma®
      • Ungefähres Alter: Säuglinge ab 28 Tagen bis 3 Monate
        • Körpergewicht (KG): 5 kg
          • Dosierungsempfehlung/Tag:
            • Alle Indikationen (außer Mandel-Rachen-Entzündung) (50 mg/kg KG/Tag): 2-mal 1,25 ml
            • Mandel-Rachen-Entzündung (25 mg/kg KG/Tag): 1-mal 1,25 ml
      • Ungefähres Alter: 4 - 6 Monate
        • Körpergewicht (KG): 6 - 7 kg
          • Dosierungsempfehlung/Tag:
            • Alle Indikationen (außer Mandel-Rachen-Entzündung) (50 mg/kg KG/Tag): 2-mal 1,5 ml
            • Mandel-Rachen-Entzündung (25 mg/kg KG/Tag): 1-mal 1,5 ml
      • Ungefähres Alter: 6 - 12 Monate
        • Körpergewicht (KG): 8 - 10 kg
          • Dosierungsempfehlung/Tag:
            • Alle Indikationen (außer Mandel-Rachen-Entzündung) (50 mg/kg KG/Tag): 2-mal 2 bis 2,5 ml
            • Mandel-Rachen-Entzündung (25 mg/kg KG/Tag): 1-mal 2 bis 2,5 ml
      • Ungefähres Alter: 1 - 2 Jahre
        • Körpergewicht (KG): 11 - 14 kg
          • Dosierungsempfehlung/Tag:
            • Alle Indikationen (außer Mandel-Rachen-Entzündung) (50 mg/kg KG/Tag): 2-mal 2,5 bis 3,5 ml
            • Mandel-Rachen-Entzündung (25 mg/kg KG/Tag): 1-mal 2,5 bis 3,5 ml
      • Ungefähres Alter: 3 - 6 Jahre
        • Körpergewicht (KG): 15 - 17 kg
          • Dosierungsempfehlung/Tag:
            • Alle Indikationen (außer Mandel-Rachen-Entzündung) (50 mg/kg KG/Tag): 2-mal 3,75 bis 4 ml
            • Mandel-Rachen-Entzündung (25 mg/kg KG/Tag): 1-mal 3,75 bis 4 ml
        • Körpergewicht (KG): 18 - 21 kg
          • Dosierungsempfehlung/Tag:
            • Alle Indikationen (außer Mandel-Rachen-Entzündung) (50 mg/kg KG/Tag): 2-mal 4,5 bis 5 ml
            • Mandel-Rachen-Entzündung (25 mg/kg KG/Tag): 1-mal 4,5 bis 5 ml
        • Körpergewicht (KG): 22 - 23 kg
          • Dosierungsempfehlung/Tag:
            • Alle Indikationen (außer Mandel-Rachen-Entzündung) (50 mg/kg KG/Tag): 2-mal 6 ml
            • Mandel-Rachen-Entzündung (25 mg/kg KG/Tag): 1-mal 6 ml
      • Ungefähres Alter: 7 - 12 Jahre
        • Körpergewicht (KG): 24 - 27 kg
          • Dosierungsempfehlung/Tag:
            • Alle Indikationen (außer Mandel-Rachen-Entzündung) (50 mg/kg KG/Tag): 2-mal 6 bis 6,5 ml
            • Mandel-Rachen-Entzündung (25 mg/kg KG/Tag): 1-mal 6 bis 6,5 ml
        • Körpergewicht (KG): 28 - 31 kg
          • Dosierungsempfehlung/Tag:
            • Alle Indikationen (außer Mandel-Rachen-Entzündung) (50 mg/kg KG/Tag): 2-mal 7 bis 7,5 ml
            • Mandel-Rachen-Entzündung (25 mg/kg KG/Tag): 1-mal 7 bis 7,5 ml
        • Körpergewicht (KG): 32 - 35 kg
          • Dosierungsempfehlung/Tag:
            • Alle Indikationen (außer Mandel-Rachen-Entzündung) (50 mg/kg KG/Tag): 2-mal 8 bis 8,5 ml
            • Mandel-Rachen-Entzündung (25 mg/kg KG/Tag): 1-mal 8 bis 8,5 ml
        • Körpergewicht (KG): 36 - 38 kg
          • Dosierungsempfehlung/Tag:
            • Alle Indikationen (außer Mandel-Rachen-Entzündung) (50 mg/kg KG/Tag): 2-mal 9 bis 9,5 ml
            • Mandel-Rachen-Entzündung (25 mg/kg KG/Tag): 1-mal 9 bis 9,5 ml
        • Körpergewicht (KG): 39 - 40 kg
          • Dosierungsempfehlung/Tag:
            • Alle Indikationen (außer Mandel-Rachen-Entzündung) (50 mg/kg KG/Tag): 2-mal 9,5 bis 10 ml
            • Mandel-Rachen-Entzündung (25 mg/kg KG/Tag): 1-mal 9,5 bis 10 ml
      • Ungefähres Alter: Kinder, Jugendliche und Erwachsene
        • Körpergewicht (KG): über 40 kg
          • Dosierungsempfehlung/Tag:
            • Alle Indikationen (außer Mandel-Rachen-Entzündung) (50 mg/kg KG/Tag): 2-mal 10 ml
            • Mandel-Rachen-Entzündung (25 mg/kg KG/Tag): 1-mal 10 ml
  • Dosierung bei Erwachsenen mit Niereninsuffizienz
    • Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance </= 50 ml x min-1 x (1,73 m2)-1 Körperoberfläche) muss der individuelle Wert zugrunde gelegt werden. Die Initialdosis soll der eines Patienten mit normaler Nierenfunktion entsprechen. Die Erhaltungsdosis ist, wie in der Tabelle 2 angegeben, zu reduzieren.
    • Tabelle 2: Dosis und Dosierungsintervalle bei eingeschränkter Nierenfunktion
      • Kreatinin-Clearance (ml x min-1 x [1,73 m2]-1 Körperoberfläche): 50 bis 25
        • Serum-Kreatinin (mg/100 ml): 1,4 bis 2,5
        • Initialdosis (mg): 1000
        • Erhaltungsdosis (mg): 500
        • Dosierungsintervall: alle 12 Stunden
      • Kreatinin-Clearance (ml x min-1 x [1,73 m2]-1 Körperoberfläche): 25 bis 10
        • Serum-Kreatinin (mg/100 ml): 2,5 bis 5,6
        • Initialdosis (mg): 1000
        • Erhaltungsdosis (mg): 500
        • Dosierungsintervall: alle 24 Stunden
      • Kreatinin-Clearance (ml x min-1 x [1,73 m2]-1 Körperoberfläche): 10 bis 0
        • Serum-Kreatinin (mg/100 ml): > 5,6
        • Initialdosis (mg): 1000
        • Erhaltungsdosis (mg): 500
        • Dosierungsintervall: alle 36 Stunden
    • Bei forcierter Diurese wird ein Absinken der Blutspiegel herbeigeführt.
  • Dosierung bei Leberinsuffizienz
    • Keine Anpassung erforderlich.
  • Hämodialyse
    • Bei Patienten mit Hämodialyse gibt man jeweils am Ende eines Hämodialysevorgangs einmalig eine zusätzliche Dosis von 500 bis 1000 mg Cefadroxil.
  • Ältere Patienten
    • Da Cefadroxil über die Nieren ausgeschieden wird, sollte die Dosis, falls erforderlich, wie im Abschnitt „Dosierung bei Erwachsenen mit Niereninsuffizienz" beschrieben, angepasst werden. Bei älteren Patienten mit normaler Nierenfunktion sind keine speziellen Dosisanpassungen notwendig.

Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, andere Cephalosporine oder einen der sonstigen Bestandteile
  • vorbekannte schwere Überempfindlichkeitsreaktionen oder Reaktionen vom Soforttyp auf Penicilline oder andere Betalaktam-Antibiotika

Nebenwirkungen

  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • Häufigkeit nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
      • Superinfektion und Kolonisation mit resistenten Keimen oder Sprosspilzen (z. B. Mundsoor, Vaginitis) bei langfristiger oder wiederholter Anwendung
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • Gelegentlich (>/= 1/1.000 bis < 1/100)
      • reversible Blutbildveränderungen (Eosinophilie, Leukopenie, Neutropenie, Thrombozytopenie) sind allergischer und toxischer Art
    • Sehr selten (< 1/10.000)
      • hämolytische Anämie
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • Gelegentlich (>/= 1/1.000 bis < 1/100)
      • Überempfindlichkeitsreaktionen wie Arzneimittelfieber
    • Häufigkeit nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
      • anaphylaktischer Schock
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • Häufigkeit nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
      • Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindelgefühl, Nervosität und Schlafstörungen bei Hochdosistherapie oder bei stark eingeschränkter Nierenfunktion. Krampfanfälle
  • Augenerkrankungen
    • Häufigkeit nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
      • Sehstörungen, über deren Kausalzusammenhang jedoch keine Aussagen gemacht werden können
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • Gelegentlich (>/= 1/1.000 bis < 1/100)
      • Appetitlosigkeit, abdominale Schmerzen, Diarrhö, Erbrechen, Magendrücken, Übelkeit, Zungenbrennen meist leichter Natur und häufig während, sonst nach Absetzen der Therapie rasch abklingend
    • Häufigkeit nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
      • pseudomembranöse Enterocolitis, reversible Zahnverfärbungen
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • Gelegentlich (>/= 1/1.000 bis < 1/100)
      • Anstieg von AP, SGOT und SGPT
    • Selten (>/= 1/10.000 bis < 1/1.000)
      • Lebererkrankungen einschließlich Cholestase
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
    • Gelegentlich (>/= 1/1.000 bis < 1/100)
      • angioneurotisches Ödem, Exantheme, Pruritus und Urtikaria
    • Häufigkeit nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
      • Erythema exsudativum multiforme (z. B. Stevens-Johnson-Syndrom)
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • Gelegentlich (>/= 1/1.000 bis < 1/100)
      • Gelenkschmerzen
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • Selten (>/= 1/10.000 bis < 1/1.000)
      • Nierenerkrankungen mit vorübergehendem Anstieg des Harnstickstoffs im Blut und des Serumkreatininspiegels, interstitielle Nephritis

Anwendungshinweise

  • Zum Einnehmen nach Zubereitung der Suspension.
  • Zubereitung der Suspension
    • Pulver in der geschlossenen Flasche kurz aufschütteln
    • kindersicheren Verschluss durch Niederdrücken und gleichzeitiges Linksdrehen öffnen
    • kaltes Leitungswasser bis zur Markierung einfüllen
    • Flasche verschließen und kräftig schütteln
    • falls erforderlich erneut mit Wasser bis zur Markierung auffüllen und schütteln bis die Suspension das Niveau der Markierung an der Flasche erreicht hat.
    • Der beiliegende gelochte Stopfen (Adapter) wird als Verbindungsstück zwischen Flasche und Dosierspritze in den Flaschenhals gedrückt und verbleibt dort.
  • Entnahme der zubereiteten Suspension
    • Vor jedem Gebrauch ist die Flasche kräftig zu schütteln und etwas stehen zu lassen bis sich der auftretende Schaum abgesetzt hat.
    • Die verordnete Menge an Suspension wird mit der beiliegenden Dosierspritze entnommen.
  • Einnahme der zubereiteten Suspension
    • Die zubereitete Suspension kann entweder direkt aus der Dosierspritze eingenommen oder zunächst auf einen Löffel gegeben werden.
    • Nach jedem Gebrauch ist die Flasche gut zu verschließen und die Dosierspritze durch mehrmaliges Füllen und Entleeren mit klarem Wasser zu reinigen.
    • Die Suspension kann unabhängig von der Nahrungsaufnahme eingenommen werden. Magenempfindliche Patienten sollten Cefadroxil 500 TS - 1 A Pharma® jedoch nach dem Essen einnehmen.

Stillzeithinweise

  • Cefadroxil geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Beim mit Muttermilch ernährten Säugling kann es deshalb zu Veränderungen der Darmflora mit Durchfällen und zu einer Sprosspilzbesiedlung kommen, sodass das Stillen eventuell unterbrochen werden muss. Die Möglichkeit einer Sensibilisierung ist ebenfalls zu berücksichtigen. Cefadroxil sollte in der Stillzeit nur nach einer sorgfältigen Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden.

Schwangerschaftshinweise

  • Es liegen keine hinreichenden Daten für die Verwendung von Cefadroxil bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien ergaben keinen Hinweis auf teratogene Wirkungen von Cefadroxil. Aufgrund der fehlenden klinischen Erfahrung sollte Cefadroxil, insbesondere in den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft, nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden.

Warnhinweise

  • Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
    • Schwere kutane Nebenwirkungen (SCAR)
      • Schwere kutane Nebenwirkungen (SCAR) wie Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxische epidermale Nekrolyse (TEN), Arzneimittelreaktionen mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS) und akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP), die lebensbedrohlich oder tödlich sein können, wurden im Zusammenhang mit der Behandlung mit Beta-Lactam-Antibiotika berichtet.
      • Zum Zeitpunkt der Verschreibung sollten die Patienten über die Anzeichen und Symptome von Hautreaktionen aufgeklärt werden.
      • Wenn Anzeichen und Symptome auftreten, die auf diese Reaktionen hindeuten, sollte Cefadroxil sofort abgesetzt und eine alternative Behandlung in Betracht gezogen werden. Wenn der Patient unter der Anwendung von Cefadroxil SJS, TEN, AGEP oder DRESS entwickelt hat, darf die Behandlung mit Cefadroxil zu keinem Zeitpunkt wieder aufgenommen werden.
    • Allergische Reaktionen
      • Bei Auftreten allergischer Reaktionen (Urtikaria, Exanthem, Pruritus, Abfallen des Blutdrucks und erhöhte Herzfrequenz, Atemprobleme, Kollaps, anaphylaktischer Schock etc.) muss die Behandlung unverzüglich abgebrochen werden, und es müssen geeignete Gegenmaßnahmen getroffen werden.
      • Mit besonderer Vorsicht sollte Cefadroxil bei Personen angewendet werden, die in ihrer Vorgeschichte an ausgeprägten Allergien oder an Asthma litten.
      • Bei Patienten mit bekannter, nicht schwerer Überempfindlichkeit gegen Penicillin oder andere Nicht-Cephalosporin-Betalaktame sollte Cefadroxil mit besonderer Vorsicht eingesetzt werden, da hier Kreuzallergien auftreten (Häufigkeit 5 bis 10%).
    • Eingeschränkte Nierenfunktion
      • Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist Vorsicht geboten; die Dosierung muss entsprechend dem Grad der Nierenfunktionseinschränkung angepasst werden.
      • Cephalosporine werden als Auslöser von Krämpfen diskutiert, insbesondere bei Patienten mit Nierenschäden, die ohne Dosisanpassung mit Cephalosporinen therapiert werden. Beim Auftreten von Krampfanfällen unter einer Cephalosporintherapie sollte die Therapie abgebrochen werden und, wenn klinisch indiziert, entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.
    • Gastrointestinale Störungen
      • Cefadroxil muss bei Patienten mit anamnestisch bekannten gastrointestinalen Störungen, besonders bei Colitis, mit Vorsicht eingesetzt werden.
      • Bei Patienten mit schweren Magen- und Darm-Störungen, mit Erbrechen und Durchfällen sollte von der Behandlung mit Cefadroxil abgesehen werden, da eine ausreichende Resorption nicht gewährleistet ist. Es sollte dann ein injizierbares Cephalosporin in Erwägung gezogen werden.
    • Pseudomembranöse Colitis
      • Bei schwerer und anhaltender Diarrhö, während oder nach Abschluss der Therapie, ist an eine mit Antibiotikatherapie in Zusammenhang stehende pseudomembranöse Colitis zu denken. In diesem Fall muss Cefadroxil unverzüglich abgesetzt und eine geeignete Behandlung eingeleitet werden.
      • Antiperistaltika sind kontraindiziert.
    • Langzeitanwendung
      • Bei Langzeitanwendung sind häufige Kontrollen des Blutbildes sowie regelmäßige Leber- und Nierenfunktionstests angeraten. Außerdem können bei Langzeitanwendung von Cefadroxil Superinfektionen mit Pilzen (z. B. Candida) auftreten.
      • Bei schweren lebensbedrohlichen Infektionen oder Infektionen, die eine höhere Dosierung oder wiederholte Anwendung erfordern, kann die parenterale Anwendung von Cephalosporinen von Vorteil sein.
      • Die Anwendung von Cefadroxil kann zu Erbrechen und Durchfall führen. In diesem Fall kann die Wirksamkeit dieses Arzneimittels und/oder anderer eingenommener Arzneimittel (wie z. B. oraler Kontrazeptiva) beeinträchtigt werden.
      • Unter der Behandlung mit Cefadroxil ist darauf zu achten, dass in seltenen Fällen ein falsch positives Ergebnis des Coombs-Tests auftreten kann. Ebenfalls kann der Nachweis von Harnzucker falsch positiv ausfallen, wenn mit nichtenzymatischen Methoden, wie z. B. Benedict-, Fehling- oder Kupfersulfat-Lösung, getestet wird.
    • Weitere Hinweise
      • Cefadroxil geht nicht in den Liquor cerebrospinalis über und ist für die Behandlung einer Meningitis nicht geeignet.
      • Penicillin ist das Mittel der ersten Wahl zur Behandlung von Streptococcus-pyogenes-Infektionen und zur Prophylaxe von rheumatischem Fieber. Die Daten zu Cefadroxil sind noch nicht ausreichend stichhaltig für eine Prophylaxe-Anwendung.
    • Dieses Arzneimittel enthält Saccharose, Natriumbenzoat, Natrium und Benzylalkohol.
      • Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-Intoleranz, einer Glucose-Galactose-Malabsorption oder Saccharase-Isomaltase-Mangel sollten Cefadroxil 500 TS - 1 A Pharma® nicht einnehmen.
      • 1 ml Suspension enthält 0,46 g Saccharose.
      • Dies ist bei Patienten mit Diabetes mellitus zu berücksichtigen.
      • Dieses Arzneimittel enthält 5 mg Natriumbenzoat pro 5 ml Suspension.
      • Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro 5 ml Suspension zum Einnehmen, d. h. es ist nahezu „natriumfrei".
      • Benzylalkohol kann allergische Reaktionen hervorrufen.
      • Benzylalkohol wurde mit dem Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen („Gasping-Syndrom") bei Neugeborenen und Kleinkindern in Verbindung gebracht.
      • Große Mengen Benzylalkohol sollten wegen des Risikos der Akkumulation und Toxizität (metabolische Azidose) nur mit Vorsicht und wenn absolut nötig angewendet werden, insbesondere bei Personen mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion und in der Schwangerschaft und Stillzeit.
  • Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
    • Gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen:
      • Die gleichzeitige Behandlung mit Cefadroxil und Aminoglykosid-Antibiotika, Polymyxin B, Colistin oder hoch dosierten Schleifendiuretika ist zu vermeiden, da solche Kombinationen nephrotoxische Wirkungen verstärken können.
      • Cefadroxil sollte nicht mit bakteriostatischen Antibiotika (z. B. Chloramphenicol, Erythromycin, Sulfonamiden oder Tetracyclinen) kombiniert werden, da hinsichtlich der antibakteriellen Wirkung antagonistische Effekte auftreten können.
    • Gleichzeitige Anwendung sollte mit besonderer Vorsicht erfolgen:
      • Bei gleichzeitiger Anwendung mit Antikoagulanzien oder mit Thrombozyten-Aggregationshemmern kann es zu einer Beeinflussung der Blutgerinnung kommen. Die Gerinnungsparameter sollten häufiger kontrolliert werden, um hämorrhagische Komplikationen zu vermeiden.
      • Die gleichzeitige Gabe von Probenecid führt über eine Hemmung der renalen Ausscheidung zu höheren und länger anhaltenden Konzentrationen von Cefadroxil im Serum und in der Galle.
      • Cefadroxil bindet an Colestyramin, was zu einer verminderten Bioverfügbarkeit von Cefadroxil führen kann.
  • Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Cefadroxil kann Kopfschmerzen, Benommenheit, Nervosität, Schlaflosigkeit und Müdigkeit verursachen und kann so die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen beeinflussen.
  • Überdosierung
    • Schwere allgemeine Vergiftungserscheinungen mit Cefadroxil sind kaum zu erwarten und beim Menschen bisher auch nicht beobachtet worden. Vor dem Hintergrund der mit anderen Cephalosporinen gesammelten Erfahrungen sind jedoch folgende Symptome denkbar: Übelkeit, Halluzinationen, Hyperreflexie, extrapyramidale Symptome, Bewusstseinseintrübung bis hin zu Koma und Nierenfunktionsstörungen.
    • Ein spezifisches Antidot ist nicht bekannt. Symptomatische Behandlung sowie zusätzliche Überwachung von Wasser- und Elektrolythaushalt, SäureSäure-Basen-Haushalt und Nierenfunktion sind bis zur Wiederherstellung normaler Werte zu empfehlen. Aus dem Organismus kann Cefadroxil durch Hämodialyse entfernt werden. Während 6- bis 8-stündiger Dialyse nehmen die Serumkonzentrationen bei anurischen Patienten um ca. 75% ab.