CEFPO BASICS 200mg Filmtabletten

Basics GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Cefpodoxim →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 10 ST 23,60 €
N1 15 ST 27,94 €
N2 20 ST 31,29 €

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Fachinformationen

Indikation

Erwachsene und Jugendliche >/= 12 Jahre

  • durch Cefpodoxim-empfindliche Erreger verursachte Infektionen, die einer oralen Therapie zugänglich sind
    • Infektionen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich
      • Tonsillitis
      • Pharyngitis
      • Sinusitis
    • Infektionen der Atemwege
      • akute bakterielle Bronchitis
      • akute Exazerbationen einer chronischen Bronchitis
      • bakterielle Pneumonie
    • Infektionen der Harnwege
      • unkomplizierte Infektionen der oberen Harnwege (Pyelonephritis)
      • unkomplizierte Infektionen der unteren Harnwege (Cystitis) der Frau
    • Gonorrhö
      • akute gonorrhoische Urethritis des Mannes
      • akute, unkomplizierte Gonokokkeninfektion der Frau
    • Infektionen der Haut und Weichteile
  • Hinweis
    • offizielle Richtlinien für angemessenen Gebrauch antimikrobieller Wirkstoffe bei Anwendung berücksichtigen

Dosierung

  • durch Cefpodoxim-empfindliche Erreger verursachte Infektionen
    • Erwachsene und Kinder (>/= 12 Jahre)
      • Dosierung in Abhängigkeit von Art der Erkrankung
      • max. Tagesdosis: 400 mg Cefpodoxim
      • Tonsillitis, Pharyngitis, unkomplizierte Infektionen der unteren Harnwege (Cystitis) der Frau
        • 100 mg Cefpodoxim 2mal / Tag morgens und abends
      • Sinusitis, akute Bronchitis, Exazerbation einer chronischen Bronchitis, bakterielle Pneumonie, unkomplizierte Infektionen der oberen Harnwege, Infektionen der Haut und Weichteile
        • 1 Tablette (200 mg Cefpodoxim) 2mal / Tag morgens und abends
      • akute gonorrhoische Urethritis des Mannes, akute Gonokokkeninfektion der Frau
        • Einmalgabe: 1 Tablette (200 mg Cefpodoxim)
        • Behandlungserfolg durch kulturelle Kontrolle 3 - 4 Tage nach Behandlungsende überprüfen
    • Behandlungsdauer
      • üblicherweise 5 - 10 Tage
      • akute unkomplizierte Gonorrhö: Einmalgabe
      • Infektionen durch Streptococcus pyogenes: 10 Tage
        • zur Vorbeugung von Spätkomplikationen wie rheumatischen Fieber oder einer schweren Nierenerkrankung

Dosisanpassung

  • eingeschränkte Nierenfunktion
    • Dosierung in Abhängigkeit von der Art der Erkrankung
    • Kreatinin-Clearance 10 - 40 ml / Min. / 1,73m2
      • Hälfte der für die jeweilige Indikation empfohlenen Tagesdosis als Einzeldosis von 100 mg bzw. 200 mg Cefpodoxim alle 24 Stunden
    • Kreatinin-Clearance < 10 ml / Min. / 1,73 m2
      • entsprechende Einzeldosis von 100 mg bzw. 200 mg Cefpodoxim alle 48 Stunden
    • Hämodialyse-Patienten
      • entsprechende Einzeldosis von 100 mg bzw. 200 mg Cefpodoxim nach jeder Dialyse
    • akute gonorrhoische Urethritis/Zervizitis
      • unabhängig von einer eingeschränkten Nierenfunktion: Einmalgabe von 200 mg Cefpodoxim
    • Kinder und Jugendliche mit Niereninsuffizienz
      • keine Dosierungsempfehlungen vorliegend
  • Leberfunktionsstörungen, ältere Patienten mit normaler Nierenfunktion
    • keine Dosisanpassung notwendig

Kontraindikationen

Cefpodoxim - peroral
  • Überempfindlichkeit gegenüber Cefpodoxim oder anderen Cephalosporinen
  • vorbekannte Überempfindlichkeitsreaktionen vom Soforttyp oder schwere Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Penicilline oder andere Betalaktam-Antibiotika

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Cefpodoxim - peroral
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Überempfindlichkeiten aller Schweregrade, z.B. Angioödem, Bronchospasmus bis zum lebensbedrohlichen Schock
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Superinfektion mit unempfindlichen Mikroorganismen, z.B. Hefepilze, Candida
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Thrombozytose (nach Beendigung der Therapie meist reversibel)
      • hämolytische Anämien
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Agranulozytose
      • hämolytische Anämie
      • Eosinophilie
      • Lymphozytose
      • Anämie
      • Leukopenie
      • Neutropenie
      • Leukozytose
      • Thrombozytopenie
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Appetitlosigkeit
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Kopfschmerzen
      • Parästhesien
      • Schwindel
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Tinnitus
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Störungen in Form von
        • Magendrücken
        • Übelkeit
        • Erbrechen
        • Blähungen
        • Durchfall
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • pseudomembranöse Enterokolitis
      • akute Pankreatitis
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Anstieg von Leberenzymen (Transaminasen, alkalische Phosphatase) und/oder Bilirubin als Zeichen einer (z.B. cholestatischen) Leberzellschädigung
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • akute Hepatitis
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hautveränderungen mit und ohne Juckreiz (Erythem, Exanthem, Urtikaria, Purpura)
      • Pruritus
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Erythema multiforme
      • Stevens-Johnson-Syndrom
      • Lyell-Syndrom
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • akute Niereninsuffizienz
      • Anstieg harnpflichtiger Substanzen (Kreatinin und Harnstoff) im Serum
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schwächezustände wie Asthenie, Ermüdung
      • Unwohlsein (Malaise)

Anwendungshinweise

  • Einnahme der jeweiligen Einzeldosis im Abstand von ca. 12 Stunden (Ausnahme: Niereninsuffizienz)
  • Einnahme der Tabletten
    • mit einer Mahlzeit (Wirkstoff wird dann am besten vom Körper aufgenommen)
    • unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser)

Stillzeithinweise

Cefpodoxim - peroral
  • Cefpodoxim wird in die Muttermilch ausgeschieden
  • beim gestillten Säugling können Durchfall und Pilzinfektionen der Schleimhäute auftreten, weshalb das Stillen während der Behandlung mit Cefpodoxim unterbrochen werden sollte
  • Möglichkeit einer Sensibilisierung sollte berücksichtigt werden

Schwangerschaftshinweise

Cefpodoxim - peroral
  • als Vorsichtsmaßnahme sollte Cefpodoxim während der Schwangerschaft, v.a. während des 1. Trimenons, nur nach einer sorgfältigen Nutzen-Risiko-Abschätzung durch den behandelnden Arzt angewendet werden
  • keine Erfahrungen beim Menschen mit der Anwendung in der Schwangerschaft vorliegend
  • tierexperimentelle Studien
    • bei Ratten für Cefpodoxim ein Plazentaübergang nachgewiesen
    • Tierstudien lassen nicht auf reproduktionstoxische Wirkungen schließen
  • Fertilität
    • unerwünschte Wirkungen auf die Fertilität oder Reproduktion bei Ratten wurden bei Dosen bis zu 100 mg / kg KG (etwa das doppelte der maximal empfohlenen Tagesdosis beim Menschen auf der Basis mg/m2 KOF) nicht beobachtet

Warnhinweise

Cefpodoxim - peroral
  • Hinweis
    • allgemein anerkannte Empfehlungen für den angemessenen Gebrauch von antibakteriellen Wirkstoffen bei der Anwendung berücksichtigen
  • Patienten mit jeglicher Überempfindlichkeit gegen Penicillin und andere Betalaktam-Antibiotika
    • besondere Vorsicht, da eine Parallelallergie bestehen kann
  • Patienten mit allergischer Reaktionsbereitschaft sonstiger Art (z.B. Heuschnupfen oder Asthma bronchiale)
    • Cefpodoxim sollte ebenfalls mit besonderer Vorsicht angewendet werden, da in diesen Fällen das Risiko für schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen erhöht ist
  • Überempfindlichkeitsreaktionen
    • Überempfindlichkeitsreaktionen aller Schweregrade bis hin zum anaphylaktischen Schock können bei der Anwendung von Cefpodoxim auftreten
    • bei schweren akuten Überempfindlichkeitsreaktionen muss die Behandlung sofort abgebrochen werden, und entsprechende Notfallmaßnahmen müssen unverzüglich eingeleitet werden
  • bei schweren Magen-Darm-Störungen mit Erbrechen und Durchfall
    • Einnahme von peroralen Cefpodoxim-Darreichungsformen nicht angebracht, da eine ausreichende Aufnahme aus dem MagenMagen-Darm-Trakt nicht gewährleistet ist
  • Auftreten von schweren, anhaltenden Durchfällen während oder nach Beendigung der Cefpodoxim-Therapie
    • Verdacht auf eine schwerwiegende und u.U. lebensbedrohliche Dickdarmentzündung (pseudomembranöse Enterokolitis), meist ausgelöst durch Clostridium difficile
    • in Abhängigkeit von der Indikation muss in diesem Fall Cefpodoxim unverzüglich abgesetzt und sofort eine entsprechende Behandlung eingeleitet werden (z B. Einnahme von speziellen Antibiotika/Chemotherapeutika, deren Wirksamkeit klinisch erwiesen ist)
      • peristaltikhemmende Mittel sind kontraindiziert
  • Erbrechen, Durchfall
    • Anwendung von Cefpodoxim kann zu Erbrechen und Durchfall führen
    • in diesem Fall kann die Wirksamkeit dieses und/oder anderer eingenommener Arzneimittel (wie z.B. oraler Kontrazeptiva) beeinträchtigt werden
  • Staphylokokkenpneumonie
    • Cefpodoxim ist kein bevorzugtes Antibiotikum zur Behandlung einer Staphylokokkenpneumonie
  • langfristige oder wiederholte Anwendung
    • langfristige oder wiederholte Anwendung kann zu einer Superinfektion und Kolonisation mit resistenten Keimen oder Sprosspilzen führen (z.B. Mundsoor, Vaginitis)
  • Cefpodoxim absetzen bei Symptomen wie:
    • Erythema multiforme
    • Stevens-Johnson-Syndrom
    • Lyell-Syndrom
  • Patienten mit Niereninsuffizienz
    • bei Kreatinin-Clearance > 40 ml / Min. Dosisanpassung nicht erforderlich
    • bei Kreatinin-Clearance < 40 ml / Min. und bei Hämodialyse-Patienten Verlängerung des Dosisintervalls erforderlich
  • Einfluss auf klinisch-chemische Parameter
    • unter der Behandlung mit Cephalosporinen können der Coombs-Test und nicht-enzymatische Methoden zur Bestimmung von Glukose im Harn falsch-positive Ergebnisse zeigen