Cefpodoxim-ratiopharm 40 mg/5ml TS

ratiopharm GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Cefpodoxim →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 50 ML 18,20 €
N2 100 ML 23,10 €
N3 200 ML 31,50 €

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Fachinformationen

Indikation

Kinder >/= 4 Wochen bis 12 Jahre

  • Infektionen, die durch Cefpodoxim-empfindliche Erreger verursacht werden und einer oralen Therapie zugänglich sind
    • Infektionen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich
      • Tonsillitis, Pharyngitis
      • Sinusitis
      • akute Otitis media
    • Infektionen der Atemwege
      • Pneumonie / Bronchopneumonie
      • Akute Exazerbation einer chronischen Bronchitis (AECB)
    • Unkomplizierte Infektionen der Harnwege
    • Infektionen der Haut und Weichteile
  • Hinweis
    • allgemein anerkannte Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von antimikrobiellen Wirkstoffen sind zu berücksichtigen

Dosierung

Basiseinheit: 5 ml der zubereiteten Suspension enthalten 52,18 mg Cefpodoximproxetil, entsprechend 40 mg Cefpodoxim

  • Infektionen, die durch Cefpodoxim-empfindliche Erreger verursacht werden und einer oralen Therapie zugänglich sind
    • Kinder >/= 4 Wochen bis 12 Jahre
      • Normaldosis: 5 - 12 mg Cefpodoxim / kg KG / Tag (in 2 Einzeldosen mit 12 Std. Abstand)
      • i. A. 4 mg Cefpodoxim / kg KG 2mal / Tag
        • gewichtsadaptierte Cefpodoxim-Menge pro Einzeldosis (2mal tägliche Gabe beachten!)
          • 1 kg KG: 4 mg Cefpodoxim (= 0,5 ml) 2mal / Tag
          • 2 kg KG: 8 mg Cefpodoxim (= 1 ml) 2mal / Tag
          • 3 kg KG: 12 mg Cefpodoxim (= 1,5 ml) 2mal / Tag
          • 4 kg KG: 16 mg Cefpodoxim (= 2 ml) 2mal / Tag
          • 5 kg KG: 20 mg Cefpodoxim (= 2,5 ml) 2mal / Tag
          • 6 kg KG: 24 mg Cefpodoxim (= 3 ml) 2mal / Tag
          • 7 kg KG: 28 mg Cefpodoxim (= 3,5 ml) 2mal / Tag
          • 8 kg KG: 32 mg Cefpodoxim (= 4 ml) 2mal / Tag
          • 9 kg KG: 36 mg Cefpodoxim (= 4,5 ml) 2mal / Tag
          • 10 kg KG: 40 mg Cefpodoxim (= 5 ml) 2mal / Tag
          • 11 kg KG: 44 mg Cefpodoxim (= 5,5 ml) 2mal / Tag
          • 12 kg KG: 48 mg Cefpodoxim (= 6 ml) 2mal / Tag
          • 13 kg KG: 52 mg Cefpodoxim (= 6,5 ml) 2mal / Tag
          • 14 kg KG: 56 mg Cefpodoxim (= 7 ml) 2mal / Tag
          • 15 kg KG: 60 mg Cefpodoxim (= 7,5 ml) 2mal / Tag
          • 16 kg KG: 64 mg Cefpodoxim (= 8 ml) 2mal / Tag
          • 17 kg KG: 68 mg Cefpodoxim (= 8,5 ml) 2mal / Tag
          • 18 kg KG: 72 mg Cefpodoxim (= 9 ml) 2mal / Tag
          • 19 kg KG: 76 mg Cefpodoxim (= 9,5 ml) 2mal / Tag
          • 20 kg KG: 80 mg Cefpodoxim (= 10 ml) 2mal / Tag
          • 21 kg KG: 84 mg Cefpodoxim (= 10,5 ml) 2mal / Tag
          • 22 kg KG: 88 mg Cefpodoxim (= 11 ml) 2mal / Tag
          • 23 kg KG: 92 mg Cefpodoxim (= 11,5 ml) 2mal / Tag
          • 24 kg KG: 96 mg Cefpodoxim (= 12 ml) 2mal / Tag
          • 25 kg KG: 100 mg Cefpodoxim (= 12,5 ml) 2mal / Tag
      • Höchstdosis (Kinder >/= 25 kg KG)
        • 100 mg Cefpodoxim 2mal / Tag (= 200 mg Cefpodoxim / Tag)
        • es stehen auch Tabletten in geeigneter Dosierung zur Verfügung
    • Neugeborene < 4 Wochen
      • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
      • Anwendung kontraindiziert
    • Behandlungsdauer:
      • i. d. R. 5 - 10 Tage
      • Infektionen durch Streptococcus pyogenes
        • vorsorglich mind. 10 Tage, um Spätkomplikationen (rheumatisches Fieber oder Glomerulonephritis) vorzubeugen

Dosisanpassung

  • eingeschränkte Nierenfunktion
    • Kinder > 3 Monate
      • Dosierungsintervall verlängern, Gesamttagesdosis verringern:
        • Kreatinin-Clearance < 40 - 10 ml / Min. / 1,73 m2:
          • 1 Einzeldosis (übliche Dosierung) / 24 Std. (entspricht 1/2 der normalen Tagesdosis)
        • Kreatinin-Clearance < 10 ml / Min. / 1,73 m2:
          • 1 Einzeldosis (übliche Dosierung) / 48 Std. (entspricht 1/4 der normalen Tagesdosis)
        • Hämodialyse-Patienten:
          • 1 Einzeldosis (übliche Dosierung) nach jeder Dialyse (entspricht 1/2 der normalen Tagesdosis nach jeder Dialyse)
    • Säuglinge > 4 Wochen bis 3 Monate mit Niereninsuffizienz
      • Anwendung kontraindiziert, da keine Erfahrungen vorliegen

Kontraindikationen

Cefpodoxim - intraoral
  • Überempfindlichkeit gegen Cefpodoxim oder andere Cephalosporine
  • vorbekannte Überempfindlichkeitsreaktionen vom Soforttyp oder schwere Überempfindlichkeitsreaktionen, Anaphylaxie gegen Penicilline oder andere Betalaktam-Antibiotika
  • für Neugeborene bis zu einem Alter von 28 Tagen und Säuglinge von 4 Wochen bis 3 Monate mit Niereninsuffizienz kann die Behandlung mit Cefpodoxim nicht empfohlen werden, da bisher keine Erfahrungen vorliegen

Therapiehinweise

Einnahme während des Essens.

Nebenwirkungen

Cefpodoxim - intraoral
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Überempfindlichkeiten aller Schweregrade, z.B. Angioödem, Bronchospasmus bis zum lebensbedrohlichen Schock
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Superinfektion mit unempfindlichen Mikroorganismen, z.B. Hefepilze, Candida
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Thrombozytose (nach Beendigung der Therapie meist reversibel)
      • hämolytische Anämien
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Agranulozytose
      • hämolytische Anämie
      • Eosinophilie
      • Lymphozytose
      • Anämie
      • Leukopenie
      • Neutropenie
      • Leukozytose
      • Thrombozytopenie
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Appetitlosigkeit
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Kopfschmerzen
      • Parästhesien
      • Schwindel
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Tinnitus
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Störungen in Form von
        • Magendrücken
        • Übelkeit
        • Erbrechen
        • Blähungen
        • Durchfall
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • pseudomembranöse Enterokolitis
      • akute Pankreatitis
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Anstieg von Leberenzymen (Transaminasen, alkalische Phosphatase) und/oder Bilirubin als Zeichen einer (z.B. cholestatischen) Leberzellschädigung
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • akute Hepatitis
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hautveränderungen mit und ohne Juckreiz (Erythem, Exanthem, Urtikaria, Purpura)
      • Pruritus
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Erythema multiforme
      • Stevens-Johnson-Syndrom
      • Lyell-Syndrom
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • akute Niereninsuffizienz
      • Anstieg harnpflichtiger Substanzen (Kreatinin und Harnstoff) im Serum
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schwächezustände wie Asthenie, Ermüdung
      • Unwohlsein (Malaise)

Anwendungshinweise

  • Pulver zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen
    • Hinweise zur Zubereitung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Fachinformation
  • Einnahme mit einer Mahlzeit, da der Wirkstoff dann am besten vom Körper aufgenommen wird
  • Einnahme im Abstand von 12 Stunden

Stillzeithinweise

Cefpodoxim - intraoral
  • Cefpodoxim sollte in der Stillzeit nur nach einer sorgfältigen Nutzen/Risiko-Abwägung angewendet werden
  • Cefpodoxim geht in geringen Mengen in die Muttermilch über
    • beim mit Muttermilch ernährten Säugling kann es deshalb zu Veränderungen der Darmflora mit Durchfällen und zu einer Sprosspilzbesiedlung kommen, so dass das Stillen eventuell unterbrochen werden muss
    • Möglichkeit einer Sensibilisierung ebenfalls berücksichtigen

Schwangerschaftshinweise

Cefpodoxim - intraoral
  • aufgrund der fehlenden klinischen Erfahrung sollte Cefpodoxim insbesondere in den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft nur nach sorgfältiger Nutzen/Risiko-Abwägung angewendet werden
  • keine hinreichenden Daten für die Verwendung von Cefpodoxim bei Schwangeren vorliegend
  • tierexperimentelle Studien
    • ergaben keinen Hinweis auf teratogene oder fetotoxische Wirkungen von Cefpodoximproxetil

Warnhinweise

Cefpodoxim - intraoral
  • Hinweis
    • allgemein anerkannte Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von antimikrobiellen Wirkstoffen bei der Anwendung berücksichtigen
  • Patienten mit jeglicher Überempfindlichkeit gegen Penicillin und andere Betalaktam-Antibiotika
    • besondere Vorsicht vor der Anwendung von Cefpodoxim erforderlich, da eine Parallelallergie bestehen kann
  • Patienten mit allergischer Reaktionsbereitschaft sonstiger Art (z.B. Heuschnupfen oder Asthma bronchiale)
    • ebenfalls besondere Vorsicht, da in diesen Fällen das Risiko für schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen erhöht ist
  • Überempfindlichkeitsreaktionen
    • Überempfindlichkeitsreaktionen aller Schweregrade bis hin zum anaphylaktischen Schock können bei der Anwendung von Cefpodoxim auftreten
    • bei schweren akuten Überempfindlichkeitsreaktionen muss die Behandlung mit Cefpodoxim sofort abgebrochen werden, und entsprechende Notfallmaßnahmen müssen unverzüglich eingeleitet werden
  • schwere Magen-Darm-Störungen mit Erbrechen und Durchfall
    • bei schweren Magen-Darm-Störungen mit Erbrechen und Durchfall Einnahme von Cefpodoxim nicht angebracht, da eine ausreichende Aufnahme aus dem MagenMagen-Darm-Trakt nicht gewährleistet ist
  • Auftreten von schweren, anhaltenden Durchfällen während oder nach Beendigung der Therapie
    • bei Auftreten von schweren, anhaltenden Durchfällen während oder nach Beendigung der Therapie mit Cefpodoxim besteht Verdacht auf eine schwerwiegende und u.U. lebensbedrohliche Dickdarmentzündung (pseudomembranöse Enterokolitis), meist ausgelöst durch Clostridium difficile
    • in diesem Fall muss Cefpodoxim unverzüglich abgesetzt und sofort eine entsprechende Behandlung eingeleitet werden
      • peristaltikhemmende Mittel sind kontraindiziert
  • Anwendung kann zu Erbrechen und Durchfall führen
    • in diesem Fall kann die Wirksamkeit dieses und/oder anderer eingenommener Arzneimittel (wie z.B. oraler Kontrazeptiva) beeinträchtigt werden
  • langfristige oder wiederholte Anwendung von Cefpodoxim
    • kann zu einer Superinfektion und Kolonisation mit resistenten Keimen oder Sprosspilzen führen (z.B. Mundsoor, Vaginitis)
  • Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, Lyell-Syndrom
    • wenn derartige Symptome auftreten, Medikament absetzen
  • Patienten mit Niereninsuffizienz
    • Kreatinin-Clearance > 40 ml/Min.: Änderung der Dosierung ist nicht notwendig
    • bei Kreatinin-Clearance < 40 mlMin. und bei Hämodialyse-Patienten ist Verlängerung des Dosisintervalls erforderlich
  • Einfluss auf klinisch-chemische Parameter
    • unter der Behandlung mit Cephalosporinen können der Coombs-Test und nicht-enzymatische Methoden zur Bestimmung von Glukose im Harn falsch-positive Ergebnisse zeigen