Ceftazidim Dr. Eberth 500mg
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N3 | 10 ST | 89,32 € |
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Indikation
- bei Erwachsenen und Kindern inklusive Neugeborenen (von Geburt an) zur Behandlung folgender Infektionen
- Nosokomiale Pneumonie
- Broncho-pulmonale Infektionen bei zystischer Fibrose
- Bakterielle Meningitis
- Chronisch eitrige Otitis media
- Maligne Otitis externa
- Komplizierte Harnwegsinfektionen
- Komplizierte Haut- und Weichteilinfektionen
- Komplizierte intraabdominale Infektionen
- Knochen- und Gelenksinfektionen
- Peritonitis assoziiert mit Dialyse bei CAPD-Patienten
- Behandlung von Patienten mit Bakteriämie im Zusammenhang oder bei vermutetem Zusammenhang mit einer der oben angeführten Infektionen
- kann zur Behandlung von neutropenischen Patienten mit Fieber, aufgrund einer vermuteten bakteriellen Infektion, eingesetzt werden
- kann als peri-operative Prophylaxe von Harnwegsinfekten bei Patienten, die sich einer transurethralen Resektion der Prostata (TURP) unterziehen, verwendet werden
- Hinweise
- bei der Wahl von Ceftazidim sein antibakterielles Spektrum berücksichtigen, welches hauptsächlich auf aerobe Gram-negative Bakterien limitiert ist
- Ceftazidim gemeinsam mit anderen antibakteriellen Substanzen anwenden, wenn die mögliche Bandbreite der verursachenden Bakterien nicht vom Wirkspektrum von Ceftazidim abgedeckt wird
- offizielle Richtlinien zum angemessenen Gebrauch von antibakteriellen Arzneimitteln berücksichtigen
Dosierung
Basiseinheit: 1 Durchstechflasche enthält 582 mg Ceftazidim 5 H2O, entsprechend 500 mg Ceftazidim
- Behandlung von Infektionen
- Erwachsene und Kinder >/= 40 kg
- Intermittierende Verabreichung
- Broncho-pulmonale Infektionen bei zystischer Fibrose
- Zu verabreichende Dosis: 100 - 150 mg / kg / Tag alle 8 Std., Max. 9 g / Tag1
- Fiebrige Neutropenie, Nosokomiale Pneumonie, Bakterielle Meningitis, Bakteriämie*
- Zu verabreichende Dosis: 2 g alle 8 Std.
- Knochen- und Gelenksinfektionen, Komplizierte Haut- und Weichteilinfektionen, Komplizierte intraabdominale Infektionen, Peritonitis assoziiert mit einer Dialyse bei CAPD-Patienten
- Zu verabreichende Dosis: 1 - 2 g alle 8 Std.
- Komplizierte Harnwegsinfektionen
- Zu verabreichende Dosis: 1 - 2 g alle 8 Std. oder 12 Std.
- Perioperative Prophylaxe bei transurethraler Prostata-Resektion
- Zu verabreichende Dosis: 1 g beim Start der Anästhesie und 2. Dosis beim Entfernen des Katheters
- Chronisch eitrige Otitis media, Maligne Otitis externa
- Zu verabreichende Dosis: 1 - 2 g alle 8 Std.
- Broncho-pulmonale Infektionen bei zystischer Fibrose
- Kontinuierliche Infusion
- Fiebrige Neutropenie, Nosokomiale Pneumonie, Broncho-pulmonalInfektionen bei zystischer Fibrose, Bakterielle Meningitis, Bakteriämie*, Knochen- und Gelenksinfektionen, Komplizierte Haut- und Weichteilinfektionen, Komplizierte intraabdominale Infektionen, Peritonitis assoziiert mit einer Dialyse bei CAPD-Patienten
- Zu verabreichende Dosis: Startdosis 2 g gefolgt von kontinuierlicher Infusion von 4 - 6 g alle 24 Std.1
- Fiebrige Neutropenie, Nosokomiale Pneumonie, Broncho-pulmonalInfektionen bei zystischer Fibrose, Bakterielle Meningitis, Bakteriämie*, Knochen- und Gelenksinfektionen, Komplizierte Haut- und Weichteilinfektionen, Komplizierte intraabdominale Infektionen, Peritonitis assoziiert mit einer Dialyse bei CAPD-Patienten
- 1Erwachsene mit normaler Nierenfunktion haben 9 g / Tag ohne Nebenwirkungen vertragen
- * Im Zusammenhang mit einer in Kategorie "Indikation" angeführten Infektion oder bei Verdacht auf einen solchen Zusammenhang
- Intermittierende Verabreichung
- Kinder und Kleinkinder > 2 Monate und Kinder < 40 kg
- Intermittierende Verabreichung
- Komplizierte Harnwegsinfektionen , Chronisch eitrige Otitis media, Maligne Otitis externa
- Normale Dosierung: 100 - 150 mg / kg / Tag aufgeteilt auf 3 gleiche Dosen, Max. 6 g / Tag
- Neutropenische Kinder, Broncho-pulmonale Infektionen bei zystischer Fibrose, Bakterielle Meningitis, Bakteriämie*
- Normale Dosierung: 150 mg / kg / Tag aufgeteilt auf 3 gleiche Dosen, Max. 6 g / Tag
- Knochen- und Gelenksinfektionen, Komplizierte Haut- und Weichteilinfektionen, Komplizierte intraabdominale Infektionen, Peritonitis assoziiert mit einer Dialyse bei CAPD-Patienten
- Normale Dosierung: 100 - 150 mg / kg / Tag aufgeteilt auf 3 gleiche Dosen, Max. 6 g / Tag
- Komplizierte Harnwegsinfektionen , Chronisch eitrige Otitis media, Maligne Otitis externa
- Kontinuierliche Infusion
- Fiebrige Neutropenie, Nosokomiale Pneumonie, Broncho-pulmonale Infektionen bei zystischer Fibrose, Bakterielle Meningitis, Bakteriämie*, Knochen- und Gelenksinfektionen, Komplizierte Haut- und Weichteilinfektionen, Komplizierte intraabdominale Infektionen, Peritonitis assoziiert mit einer Dialyse und bei CAPD-Patienten
- Normale Dosierung: Startdosis/Bolus von 60 - 100 mg / kg, gefolgt von einer kontinuierlichen Infusion von 100 - 200 mg / kg / Tag, Max. 6 g / Tag
- Fiebrige Neutropenie, Nosokomiale Pneumonie, Broncho-pulmonale Infektionen bei zystischer Fibrose, Bakterielle Meningitis, Bakteriämie*, Knochen- und Gelenksinfektionen, Komplizierte Haut- und Weichteilinfektionen, Komplizierte intraabdominale Infektionen, Peritonitis assoziiert mit einer Dialyse und bei CAPD-Patienten
- Intermittierende Verabreichung
- Neugeborene und Kinder </= 2 Monate
- Intermittierende Verabreichung
- Bei den meisten Infektionen
- Normale Dosierung: 25 - 60 mg / kg / Tag aufgeteilt auf 2 gleiche Dosen
- Bei den meisten Infektionen
- 1Bei Neugeborenen und Kindern </= 2 Monaten kann die Serumhalbwertszeit von Ceftazidim 3 - 4mal so hoch sein wie bei Erwachsenen
- * Im Zusammenhang mit einer in Kategorie "Indikation" angeführten Infektion oder bei Verdacht auf einen solchen Zusammenhang
- Intermittierende Verabreichung
- Erwachsene und Kinder >/= 40 kg
Dosisanpassung
- Neugeborene und Kinder </= 2 Monate
- Sicherheit und Wirksamkeit von Ceftazidim, verabreicht als kontinuierliche Infusion, nicht bewiesen
- Ältere Patienten (> 80 Jahre)
- Im Hinblick auf altersbedingte verringerte Clearance von Ceftazidim
- max. Dosis 3 g / Tag
- Im Hinblick auf altersbedingte verringerte Clearance von Ceftazidim
- eingeschränkte Leberfunktion
- schwach oder mäßig stark
- keine Notwendigkeit einer Dosisanpassung (lt. vorliegenden Daten)
- stark eingeschränkte Leberfunktion
- engmaschige klinische Überwachung zur Sicherheit und Wirksamkeit (keine Studiendaten)
- schwach oder mäßig stark
- eingeschränkte Nierenfunktion
- Dosis reduzieren (Ceftazidim wird von den Nieren unverändert ausgeschieden)
- Initialdosis: 1 g
- Erhaltungsdosis auf Basis der Kreatinin-Clearance berechnen
- intermittierende Infusion
- Erwachsene und Kinder >/= 40 kg
- Kreatinin-Clearance (ml/min): 50 - 31
- Ungefähres Serum-Kreatinin µmol/l (mg/dl): 150 - 200 (1,7 - 2,3)
- Empfohlene Einzeldosis (g): 1
- Dosierungsfrequenz (stündlich): 12
- Kreatinin-Clearance (ml/min): 30 - 16
- Ungefähres Serum-Kreatinin µmol/l (mg/dl): 200 - 350 (2,3 - 4,0)
- Empfohlene Einzeldosis (g): 1
- Dosierungsfrequenz (stündlich): 24
- Kreatinin-Clearance (ml/min): 15 - 6
- Ungefähres Serum-Kreatinin µmol/l (mg/dl): 350 - 500 (4,0 - 5,6)
- Empfohlene Einzeldosis (g): 0,5
- Dosierungsfrequenz (stündlich): 24
- Kreatinin-Clearance (ml/min): < 5
- Ungefähres Serum-Kreatinin µmol/l (mg/dl): > 500 (> 5,6)
- Empfohlene Einzeldosis (g): 0,5
- Dosierungsfrequenz (stündlich): 48
- Kreatinin-Clearance (ml/min): 50 - 31
- Patienten mit schweren Infektionen
- Dosis um 50 % erhöhen oder Dosierungsfrequenz erhöhen
- Bei Kindern
- Kreatinin-Clearance an Körperoberfläche oder fettfreie Körpermasse angepassen
- Kinder < 40 kg
- Kreatinin-Clearance (ml/min)**: 50 - 31
- Ungefähres Serum-Kreatinin* µmol/l (mg/dl): 150 - 200 (1,7 - 2,3)
- Empfohlene individuelle Dosis mg / kg Körpergewicht: 25
- Dosierungsfrequenz (stündlich): 12
- Kreatinin-Clearance (ml/min)**: 30 - 16
- Ungefähres Serum-Kreatinin* µmol/l (mg/dl): 200 - 350 (2,3 - 4,0)
- Empfohlene individuelle Dosis mg / kg Körpergewicht: 25
- Dosierungsfrequenz (stündlich): 24
- Kreatinin-Clearance (ml/min)**: 15 - 6
- Ungefähres Serum-Kreatinin* µmol/l (mg/dl): 350 - 500 (4,0 - 5,6)
- Empfohlene individuelle Dosis mg / kg Körpergewicht: 12,5
- Dosierungsfrequenz (stündlich): 24
- Kreatinin-Clearance (ml/min)**: < 5
- Ungefähres Serum-Kreatinin* µmol/l (mg/dl): > 500 (> 5,6)
- Empfohlene individuelle Dosis mg / kg Körpergewicht: 12,5
- Dosierungsfrequenz (stündlich): 48
- Kreatinin-Clearance (ml/min)**: 50 - 31
- * Serum-Kreatinin-Werte sind Richtwerte, welche möglicherweise nicht genau das gleiche Ausmaß von Einschränkung für alle Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion anzeigen
- ** Geschätzt aufgrund der Körperoberfläche, oder gemessen
- engmaschige klinische Überwachung zur Sicherheit und Wirksamkeit ist anzuraten
- Erwachsene und Kinder >/= 40 kg
- kontinuierliche Infusion
- Erwachsene und Kinder >/= 40 kg
- Kreatinin-Clearance (ml/min): 50 - 31
- Ungefähres Serum-Kreatinin µmol/l (mg/dl): 150 - 200 (1,7 - 2,3)
- Dosierungsfrequenz (stündlich): Startdosis 2 g gefolgt von 1 - 3 g / 24 Std.
- Kreatinin-Clearance (ml/min): 30 - 16
- Ungefähres Serum-Kreatinin µmol/l (mg/dl): 200 - 350 (2,3 - 4,0)
- Dosierungsfrequenz (stündlich): Startdosis 2 g gefolgt von 1 g / 24 Std.
- Kreatinin-Clearance (ml/min): </= 15
- Ungefähres Serum-Kreatinin µmol/l (mg/dl): > 350 (> 4,0)
- Dosierungsfrequenz (stündlich): Nicht untersucht
- Vorsicht bei Dosiswahl; engmaschige klinische Überwachung zur Sicherheit und Wirksamkeit ist anzuraten
- Kreatinin-Clearance (ml/min): 50 - 31
- Kinder < 40 kg
- Sicherheit und Wirksamkeit, verabreicht als kontinuierliche Infusion, nicht bewiesen
- engmaschige klinische Überwachung zur Sicherheit und Wirksamkeit ist anzuraten
- Bei Anwendung von Dauerinfusionen Kreatinin-Clearance der Körperoberfläche oder der Magermasse anpassen
- Erwachsene und Kinder >/= 40 kg
- intermittierende Infusion
- Hämodialyse
- Serumhalbwertszeit während der Hämodialyse variiert von 3 - 5 Std.
- Nach jeder Hämodialyse Erhaltungsdosis von Ceftazidim, siehe Fachinformation, erneut geben
- Peritonealdialyse
- Ceftazidim kann während der Peritonealdialyse und während der kontinuierlichen ambulanten Peritonealdialyse (CAPD) verwendet werden.
- Zusätzlich zur intravenösen Verabreichung kann Ceftazidim auch in die Dialyseflüssigkeit eingebracht werden (üblicherweise 125 - 250 mg auf 2 Liter Dialyselösung)
- Bei Patienten mit Nierenversagen mit kontinuierlicher arteriovenöser Hämodialyse oder Hochfluss-Hämofiltration auf Intensivstationen
- 1g / Tag entweder als Einzeldosis oder in aufgeteilten Dosen
- Bei Niedrigfluss-Hämofiltration folgen Sie der Dosierempfehlung für Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
- Patienten mit veno-venöser Hämofiltration und veno-venöser Hämodialyse
- Dosierempfehlung in der Fachinformation folgen
Kontraindikationen
Ceftazidim - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Ceftazidim oder andere Cephalosporine
- schwere Überempfindlichkeit (z.B. anaphylaktische Reaktion) gegen andere Beta- Lactam-Antibiotika (Penicilline, Monobactame und Carbapeneme) in der Anamnese
Nebenwirkungen
Ceftazidim - invasiv
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Candidiasis (einschließlich Vaginitis und orale Candidose)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Eosinophilie
- Thrombozytose
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Neutropenie
- Leukopenie
- Thrombozytopenie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Agranulozytose
- hämolytische Anämie
- Lymphozytose
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Anaphylaxie (einschließlich Bronchospasmus und/oder Hypotonie)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Nervensystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- ohne Häufigkeitsangabe
- neurologische Folgeerscheinungen
- Berichte von neurologischen Folgeerscheinungen einschließlich Zittern, Myoklonie, Krämpfen, Enzephalopathie und Koma bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, bei denen die Ceftazidim-Dosis nicht angemessen reduziert wurde
- Parästhesie
- neurologische Folgeerscheinungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Phlebitis oder Thrombophlebitis bei intravenöser Anwendung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Diarrhö
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Antibiotika-assoziierte Diarrhö und Colitis
- Diarrhö und Colitis können mit Clostridium difficile und einer pseudomembranösen Colitis in Zusammenhang stehen
- abdominale Schmerzen
- Übelkeit
- Erbrechen
- Antibiotika-assoziierte Diarrhö und Colitis
- ohne Häufigkeitsangabe
- Geschmacksstörung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- vorübergehender Anstieg eines oder mehrerer Leberenzyme (ALT/SGPT, AST/SOGT, LDH, GGT, alkalische Phosphatase)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Ikterus
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- makulopapulöser oder urtikarieller Ausschlag
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Pruritus
- ohne Häufigkeitsangabe
- toxische epidermale Nekrolyse
- Stevens-Johnson-Syndrom
- Erythema multiforme
- Angioödem
- Arzneimittelwirkung mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS, Drug Reaction with Eosinophilia and Systemic Symptoms)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- vorübergehende Erhöhung des Blutharnstoffes, des Blut-Harnstoff-Stickstoffes und/oder des Serum-Kreatinins
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- interstitielle Nephritis
- akutes Nierenversagen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schmerz und/oder Entzündung nach intramuskulärer Injektion
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Fieber
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- positiver Coombs-Test (positiver Coombs-Test entwickelt sich in ca. 5 % der Patienten und kann die Blut-Kreuzprobe beeinflussen)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- verabreichung durch i.v. Injektion oder Infusion, oder mittels tiefer i.m. Injektion
- Empfohlene i.m. Injektionsstellen
- obere äußere Quadrant des Gluteus maximus
- laterale Teil des Oberschenkels.
- Lösung kann direkt in Vene verabreicht oder in den Schlauch des Infusionsbestecks eingebracht werden, wenn Patient parenterale Flüssigkeiten erhält
- Üblicherweise i.v. Verabreichung mittels intermittierender Injektion oder kontinuierlicher Infusion empfohlen
- i.m. Verabreichung nur dann in Erwägung ziehen, wenn i.v. Verabreichung nicht möglich oder für den Patienten weniger geeignet
- Dosis hängt von Schwere, Empfindlichkeit, Ort und Typ der Infektion und vom Alter und der Nierenfunktion des Patienten ab
- Hinweise zur Rekonstitution des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Fachinformation
Stillzeithinweise
Ceftazidim - invasiv
- Ceftazidim kann während der Stillzeit angewendet werden
- Ceftazidim wird in geringen Mengen in die Muttermilch ausgeschieden, jedoch sind bei therapeutischen Dosen keine Auswirkungen auf gestillte Kinder zu erwarten
Schwangerschaftshinweise
Ceftazidim - invasiv
- Ceftazidim sollte schwangeren Frauen nur verschrieben werden, wenn der Nutzen das Risiko überwiegt
- Daten zur Anwendung von Ceftazidim bei schwangeren Frauen sind begrenzt
- tierexperimentelle Studien
- haben keine direkten oder indirekten schädlichen Wirkungen auf Schwangerschaft, embryonale/fötale Entwicklung, Geburtsvorgang oder postnatale Entwicklung gezeigt
- Fertilität
- keine Daten vorliegend
Warnhinweise
Ceftazidim - invasiv
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- wie bei allen Beta-Lactam-Antibiotika schwere und gelegentlich tödliche Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet
- im Falle einer schweren Überempfindlichkeitsreaktion muss Behandlung mit Ceftazidim sofort abgebrochen werden und angemessene Notfallsmaßnahmen müssen eingeleitet werden
- vor Beginn der Behandlung sollte festgestellt werden
- ob der Patient in seiner Vorgeschichte bereits schwere Überempfindlichkeitsreaktionen, hervorgerufen durch Ceftazidim, durch andere Cephalosporine oder durch andere Typen von Beta-Lactam-Antibiotika hatte
- Vorsicht, wenn Ceftazidim Patienten mit leichten Überempfindlichkeitsreaktionen gegen andere Beta-Lactam-Antibiotika in der Vorgeschichte verabreicht wird
- wie bei allen Beta-Lactam-Antibiotika schwere und gelegentlich tödliche Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet
- antibakterielles Wirkungsspektrum
- Ceftazidim hat ein eingeschränktes antibakterielles Wirkungsspektrum
- Ceftazidim zur alleinigen Behandlung mancher Infektionsarten nicht geeignet
- außer der Erreger ist bereits dokumentiert und als empfindlich bekannt oder es besteht ein sehr großer Verdacht, dass die wahrscheinlichsten Erreger für die Behandlung mit Ceftazidim geeignet sind
- trifft insbesondere bei Erwägungen zur Behandlung von Patienten mit Bakteriämie und zur Behandlung der bakteriellen Meningitis, Haut- und Weichteilinfektionen sowie Knochen- und Gelenksinfektionen zu
- zusätzlich ist Ceftazidim empfindlich auf Hydrolyse durch einige der erweiterten Spektren von Beta-Lactamasen (ESBLs)
- deshalb sollte die Information über die Prävalenz von ESBL produzierenden Organismen berücksichtigt werden, wenn Ceftazidim zur Behandlung ausgesucht wird
- Antibiotika-assoziierte Coliti, pseudomembranöse Colitis
- Antibiotika-assoziierte Colitis und pseudomembranöse Colitis bei fast allen Antibiotika berichtet, einschließlich Ceftazidim
- können in ihrer Ausprägung von mild bis lebensbedrohlich schwanken
- bei Patienten beachten, die an einer Diarrhö während oder anschließend an die Behandlung mit Ceftazidim leiden
- ggf. Abbruch der Behandlung mit Ceftazidim und spezifische Behandlung gegen Clostridium difficile erwägen
- Arzneimittel, die die Peristaltik hemmen, sind kontrainidiziert
- Antibiotika-assoziierte Colitis und pseudomembranöse Colitis bei fast allen Antibiotika berichtet, einschließlich Ceftazidim
- Vermehrtes Wachstum von nichtempfindlichen Keimen
- längere Anwendung kann zu vermehrtem Wachstum von nichtempfindlichen Keimen (z.B. Enterokokken, Pilze) führen, was eine Unterbrechung der Behandlung oder andere angemessene Maßnahmen erfordern kann
- regelmäßige Überprüfung des Zustandes des Patienten wichtig
- Nierenfunktion, Niereninsuffizienz
- gleichzeitige Behandlung mit hohen Dosen Cephalosporin und nephrotoxischen Arzneimitteln wie Aminoglykosiden oder wirksamen Diuretika (z.B. Furosemid) kann die Nierenfunktion ungünstig beeinflussen
- Niereninsuffizienz
- Ceftazidim wird über die Nieren ausgeschieden, daher sollte Dosis entsprechend der Einschränkung der Nierenfunktion reduziert werden
- Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sollten zur Sicherheit und Wirksamkeit engmaschiger kontrolliert werden
- neurologische Folgen gelegentlich berichtet, wenn die Dosis bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion nicht reduziert wurde
- Beeinflussung von Laborparametern
- Ceftazidim beeinflusst Enzym-basierte Tests für Glykosurie nicht, aber eine leichte Beeinflussung (falsch-positiv) der Kupfer- Reduktionsmethode (Benedict, Fehling, Clinitest) kann vorkommen
- Ceftazidim beeinflusst den alkalischen Pikrat-Test für Kreatinin nicht
- bei ungefähr 5 % der Patienten fällt durch die Behandlung mit Ceftazidim der Coombs-Test positiv aus, was die Blut-Kreuzprobe beeinträchtigen kann