CEFTAZIDIM-MIP 2g Pul.z.Her.e.Inj.-od.Infus.lsg.
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N3 | 10 ST | 278,09 € |
Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.
Jetzt Fragen zu Medikamenten und Behandlungen stellen. Kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.
Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- Anwendung bei folgenden Infektionen bei Erwachsenen und Kindern inklusive Neugeborenen (von Geburt an)
- Nosokomiale Pneumonie
- Broncho-pulmonale Infektionen bei zystischer Fibrose
- Bakterielle Meningitis
- Chronisch eitrige Otitis media
- Maligne Otitis externa
- Komplizierte Harnwegsinfektionen
- Komplizierte Haut- und Weichteilinfektionen
- Komplizierte intraabdominale Infektionen
- Knochen- und Gelenksinfektionen
- Peritonitis assoziiert mit Dialyse bei CAPD-Patienten
- Behandlung von Patienten mit Bakteriämie im Zusammenhang oder bei vermutetem Zusammenhang mit einer der oben angeführten Infektionen
- Behandlung von neutropenischen Patienten mit Fieber, aufgrund einer vermuteten bakteriellen Infektion
- als perioperative Prophylaxe für Harnwegsinfekte bei Patienten, die sich einer trans-urethralen Resektion der Prostata (TURP) unterziehen
- Hinweis:
- antibakterielles Spektrum von Ceftazidim berücksichtigen, welches hauptsächlich auf aerobe Gram-negative Bakterien limitiert ist
- ggf. Kombination mit anderen antibakteriellen Substanzen, wenn Bandbreite der verursachenden Bakterien nicht vom Wirkspektrum von Ceftazidim abgedeckt wird
- offizielle Richtlinien zum angemessenen Gebrauch von antibakteriellen Arzneimitteln berücksichtigen
Dosierung
Basiseinheit: 1 Durchstechflasche enthält 2,0 g Ceftazidim (als Ceftazidim 5 H2O)
- parenterale Behandlung folgender Infektionen, wenn diese durch Ceftazidim-empfindliche Keime verursacht werden
- die Dosis hängt ab von Schwere, Empfindlichkeit, Ort und Typ der Infektion und vom Alter und der Nierenfunktion des Patienten
- Broncho-pulmonale Infektionen bei zystischer Fibrose
- Erwachsene und Kinder (>= 40 kg KG)
- intermittierende Verabreichung:
- 100 - 150 mg Ceftazidim / kg KG / Tag, alle 8 Stunden
- tägliche Maximaldosis: 9 g Ceftazidim
- kontinuierliche Infusion: Startdosis 2 g Ceftazidim, gefolgt von einer kontinuierlichen Infusion von 4 - 6 g Ceftazidim / 24 Stunden
- intermittierende Verabreichung:
- Kinder und Kleinkinder (> 2 Monate), Kinder (< 40 kg KG)
- intermittierende Verabreichung:
- 150 mg Ceftazidim / kg KG / Tag, aufgeteilt auf 3 gleiche Dosen
- tägliche Maximaldosis: 6 g Ceftazidim
- kontinuierliche Infusion:
- Startdosis/Bolus: 60 - 100 mg Ceftazidim / kg KG, gefolgt von einer kontinuierlichen Infusion von 100 - 200 mg Ceftazidim / kg KG / Tag
- tägliche Maximaldosis: 6 g Ceftazidim
- intermittierende Verabreichung:
- Erwachsene und Kinder (>= 40 kg KG)
- Fiebrige Neutropenie; Bakterielle Meningitis; Bakteriämie
- Erwachsene und Kinder (>= 40 kg KG)
- intermittierende Verabreichung: 2 g Ceftazidim / 8 Stunden
- kontinuierliche Infusion: Startdosis: 2 g Ceftazidim, gefolgt von einer kontinuierlichen Infusion von 4 - 6 g Ceftazidim / 24 Stunden
- Kinder und Kleinkinder (> 2 Monate), Kinder (< 40 kg KG)
- intermittierende Verabreichung:
- 150 mg Ceftazidim / kg KG / Tag, aufgeteilt auf 3 gleiche Dosen
- tägliche Maximaldosis: 6 g Ceftazidim
- kontinuierliche Infusion:
- Startdosis/Bolus: 60 - 100 mg Ceftazidim / kg KG, gefolgt von einer kontinuierlichen Infusion von 100 - 200 mg Ceftazidim / kg KG / Tag
- tägliche Maximaldosis: 6 g Ceftazidim
- intermittierende Verabreichung:
- Erwachsene und Kinder (>= 40 kg KG)
- Nosokomiale Pneumonie
- Erwachsene und Kinder (>= 40 kg KG)
- intermittierende Verabreichung: 2 g Ceftazidim / 8 Stunden
- kontinuierliche Infusion: Startdosis 2 g Ceftazidim, gefolgt von einer kontinuierlichen Infusion von 4 - 6 g Ceftazidim / 24 Stunden
- Kinder und Kleinkinder (> 2 Monate), Kinder (< 40 kg KG)
- kontinuierliche Infusion:
- Startdosis/Bolus: 60 - 100 mg Ceftazidim / kg KG, gefolgt von einer kontinuierlichen Infusion von 100 - 200 mg Ceftazidim / kg KG / Tag
- tägliche Maximaldosis: 6 g Ceftazidim
- kontinuierliche Infusion:
- Erwachsene und Kinder (>= 40 kg KG)
- Knochen- und Gelenksinfektionen; Komplizierte Haut- und Weichteilinfektionen; Komplizierte intraabdominale Infektionen; Peritonitis assoziiert mit einer Dialyse bei Patienten mit CAPD
- Erwachsene und Kinder (>= 40 kg KG)
- intermittierende Verabreichung: 1 - 2 g Ceftazidim / 8 Stunden
- kontinuierliche Infusion: Startdosis 2 g Ceftazidim, gefolgt von einer kontinuierlichen Infusion von 4 - 6 g Ceftazidim / 24 Stunden
- Kinder und Kleinkinder (> 2 Monate), Kinder (< 40 kg KG)
- intermittierende Verabreichung:
- 100 - 150 mg Ceftazidim / kg KG /Tag, aufgeteilt auf 3 gleiche Dosen
- tägliche Maximaldosis: 6 g Ceftazidim
- kontinuierliche Infusion:
- Startdosis/Bolus: 60 - 100 mg Ceftazidim / kg KG, gefolgt von einer kontinuierlichen Infusion von 100 - 200 mg Ceftazidim / kg KG / Tag
- tägliche Maximaldosis: 6 g Ceftazidim
- intermittierende Verabreichung:
- Erwachsene und Kinder (>= 40 kg KG)
- Komplizierte Harnwegsinfektionen
- Erwachsene und Kinder (>= 40 kg KG)
- intermittierende Verabreichung: 1 - 2 g Ceftazidim / 8 oder 12 Stunden
- Kinder und Kleinkinder (> 2 Monate), Kinder (< 40 kg KG)
- intermittierende Verabreichung:
- 100 - 150 mg Ceftazidim / kg KG /Tag, aufgeteilt auf 3 gleiche Dosen
- tägliche Maximaldosis: 6 g Ceftazidim
- intermittierende Verabreichung:
- Erwachsene und Kinder (>= 40 kg KG)
- Perioperative Prophylaxe bei trans-urethraler Prostata Resektion
- Erwachsene und Kinder (>= 40 kg KG)
- intermittierende Verabreichung: 1 g Ceftazidim beim Start der Anästhesie und eine zweite Dosis beim Entfernen des Katheters
- Erwachsene und Kinder (>= 40 kg KG)
- Chronisch eitrige Otitis media; Maligne Otitis externa
- Erwachsene und Kinder (>= 40 kg KG)
- intermittierende Verabreichung: 1 - 2 g Ceftazidim / 8 Stunden
- Kinder und Kleinkinder (> 2 Monate), Kinder (< 40 kg KG)
- intermittierende Verabreichung:
- 100 - 150 mg / kg KG / Tag, aufgeteilt auf 3 gleiche Dosen
- tägliche Maximaldosis: 6 g Ceftazidim
- intermittierende Verabreichung:
- Erwachsene und Kinder (>= 40 kg KG)
Dosisanpassung
- Neugeborene und Kinder (<= 2 Monate)
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht bewiesen (bei Verabreichung als kontinuierliche Infusion)
- Serumhalbwertszeit von Ceftazidim kann 3 - 4mal so hoch sein wie bei Erwachsenen
- intermittierende Verabreichung:
- bei den meisten Infektionen: 25 - 60 mg Ceftazidim / kg KG / Tag, aufgeteilt auf 2 gleiche Dosen
- ältere Patienten (> 80 Jahre)
- tägliche Maximaldosis: 3 g Ceftazidim (altersbedingte verringerte Clearance von Ceftazidim)
- eingeschränkte Leberfunktion
- schwach oder moderat: keine Dosisanpassung erforderlich
- stark: engmaschige klinische Überwachung zur Sicherheit und Wirksamkeit (keine Studiendaten)
- eingeschränkte Nierenfunktion
- engmaschige klinische Überwachung zur Sicherheit und Wirksamkeit
- Dosisreduktion (Ceftazidim wird von den Nieren unverändert ausgeschieden)
- Initialdosis: 1 g Ceftazidim
- Erhaltungsdosis: auf Basis der Kreatinin-Clearance berrechnen
- intermittierende Infusion
- Erwachsene und Kinder (>= 40 kg KG )
- Kreatinin-Clearance 50 - 31 ml/ Min.; ungefähres Serum-Kreatinin 150 - 200 µmol / l (1,7 - 2,3 mg / dl)
- 1 g Ceftazidim / 12 Stunden
- Kreatinin-Clearance 30 - 16 ml/ Min.; ungefähres Serum-Kreatinin 200 - 350 µmol / l (2,3 - 4,0 mg / dl)
- 1 g Ceftazidim / 24 Stunden
- Kreatinin-Clearance 15 - 6 ml/ Min.; ungefähres Serum-Kreatinin 350 - 500 µmol / l (4,0 - 5,6 mg / dl)
- 0,5 g Ceftazidim / 24 Stunden
- Kreatinin-Clearance < 5 ml/ Min.; ungefähres Serum-Kreatinin > 500 µmol / l (> 5,6 mg / dl)
- 0,5 g Ceftazidim / 48 Stunden
- Kreatinin-Clearance 50 - 31 ml/ Min.; ungefähres Serum-Kreatinin 150 - 200 µmol / l (1,7 - 2,3 mg / dl)
- Kinder (< 40 kg KG )
- Kreatinin-Clearance geschätzt aufgrund der KOF oder gemessen
- Kreatinin-Clearance 50 - 31 ml / Min.; ungefähres Serum-Kreatinin 150 - 200 µmol / l (1,7 - 2,3 mg / dl)
- 25 mg Ceftazidim / kg KG / 12 Stunden
- Kreatinin-Clearance 30 - 16 ml / Min.; ungefähres Serum-Kreatinin 200 - 350 µmol / l (2,3 - 4,0 mg / dl)
- 25 mg Ceftazidim / kg KG / 24 Stunden
- Kreatinin-Clearance 15 - 6 ml / Min.; ungefähres Serum-Kreatinin 350 - 500 µmol / l (4,0 - 5,6 mg / dl)
- 12,5 mg Ceftazidim / kg KG / 24 Stunden
- Kreatinin-Clearance < 5 ml / Min.; ungefähres Serum-Kreatinin > 500µmol / l (> 5,6 mg/ dl)
- 12,5 mg Ceftazidim / kg KG / 48 Stunden
- Erwachsene und Kinder (>= 40 kg KG )
- kontinuierliche Infusion
- Erwachsene und Kinder (>= 40 kg KG )
- Kreatinin-Clearance 50 - 31 ml / Min.; ungefähres Serum-Kreatinin 150 - 200 µmol / l (1,7 - 2,3 mg / dl)
- Startdosis 2 g Ceftazidim, gefolgt von 1 - 3 g Ceftazidim / 24 Stunden
- Kreatinin-Clearance 30 - 16 ml / Min.; ungefähres Serum-Kreatinin 200 - 350 µmol / l (2,3 - 4,0 mg / dl)
- Startdosis 2 g Ceftazidim, gefolgt von 1 g Ceftazidim / 24 Stunden
- Kreatinin-Clearance <= 15 ml / Min.; ungefähres Serum-Kreatinin > 350µmol / l (> 4,0 mg / dl)
- nicht untersucht
- Kreatinin-Clearance 50 - 31 ml / Min.; ungefähres Serum-Kreatinin 150 - 200 µmol / l (1,7 - 2,3 mg / dl)
- Kinder (< 40 kg KG )
- bei Kindern die Kreatinin-Clearance an die KOF oder fettfreie Körpermasse anpassen
- Sicherheit und Effektivität von Ceftazidim (kontinuierliche Infusion) nicht bewiesen; ggf. engmaschige Überwachung
- Erwachsene und Kinder (>= 40 kg KG )
- intermittierende Infusion
- Patienten mit schweren Infektionen: Dosiserhöhung um 50 % oder Erhöhung der Dosierungsfrequenz
- Dialyse
- Hämodialyse
- Serumhalbwertszeit während Hämodialyse variiert von 3 - 5 Stunden
- nach jeder Hämodialyse sollte entsprechende Ceftazidim-Erhaltungsdosis erneut gegeben werden
- Peritonealdialyse
- Ceftazidim kann während der Peritonealdialyse und während der kontinuierlichen ambulanten Peritonealdialyse verwendet werden (CAPD)
- zusätzlich zur i.v. Verabreichung kann Ceftazidim auch in die Dialyseflüssigkeit eingebracht werden (üblicherweise 125 - 250 mg Ceftazidim / 2 Liter Dialyselösung)
- Patienten mit Nierenversagen mit kontinuierlicher arteriovenöser Hämodialyse oder Hochfluss-Hämofiltration auf Intensivstationen:
- 1 g Ceftazidim / Tag, entweder als Einzeldosis oder in aufgeteilten Dosen
- Niedrigfluss-Hämofiltration
- Dosisempfehlung für Patienten mit Niereninsuffizienz folgen
- Dosierungsempfehlungen bei kontinuierlicher venöser Hämofiltration und kontinuierlicher venöser Hämodialyse
- siehe Fachinformation
- Hämodialyse
Kontraindikationen
Ceftazidim - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Ceftazidim oder andere Cephalosporine
- schwere Überempfindlichkeit (z.B. anaphylaktische Reaktion) gegen andere Beta- Lactam-Antibiotika (Penicilline, Monobactame und Carbapeneme) in der Anamnese
Nebenwirkungen
Ceftazidim - invasiv
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Candidiasis (einschließlich Vaginitis und orale Candidose)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Eosinophilie
- Thrombozytose
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Neutropenie
- Leukopenie
- Thrombozytopenie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Agranulozytose
- hämolytische Anämie
- Lymphozytose
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Anaphylaxie (einschließlich Bronchospasmus und/oder Hypotonie)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Nervensystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- ohne Häufigkeitsangabe
- neurologische Folgeerscheinungen
- Berichte von neurologischen Folgeerscheinungen einschließlich Zittern, Myoklonie, Krämpfen, Enzephalopathie und Koma bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, bei denen die Ceftazidim-Dosis nicht angemessen reduziert wurde
- Parästhesie
- neurologische Folgeerscheinungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Phlebitis oder Thrombophlebitis bei intravenöser Anwendung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Diarrhö
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Antibiotika-assoziierte Diarrhö und Colitis
- Diarrhö und Colitis können mit Clostridium difficile und einer pseudomembranösen Colitis in Zusammenhang stehen
- abdominale Schmerzen
- Übelkeit
- Erbrechen
- Antibiotika-assoziierte Diarrhö und Colitis
- ohne Häufigkeitsangabe
- Geschmacksstörung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- vorübergehender Anstieg eines oder mehrerer Leberenzyme (ALT/SGPT, AST/SOGT, LDH, GGT, alkalische Phosphatase)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Ikterus
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- makulopapulöser oder urtikarieller Ausschlag
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Pruritus
- ohne Häufigkeitsangabe
- toxische epidermale Nekrolyse
- Stevens-Johnson-Syndrom
- Erythema multiforme
- Angioödem
- Arzneimittelwirkung mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS, Drug Reaction with Eosinophilia and Systemic Symptoms)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- vorübergehende Erhöhung des Blutharnstoffes, des Blut-Harnstoff-Stickstoffes und/oder des Serum-Kreatinins
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- interstitielle Nephritis
- akutes Nierenversagen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schmerz und/oder Entzündung nach intramuskulärer Injektion
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Fieber
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- positiver Coombs-Test (positiver Coombs-Test entwickelt sich in ca. 5 % der Patienten und kann die Blut-Kreuzprobe beeinflussen)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Pulver zur Herstellung einer Injektions- oder Infusionslösung
- intravenöse Injektion oder Infusion
- üblicherweise wird die i.v. Verabreichung, intermittierende Injektion oder kontinuierliche Infusion empfohlen
- die Ceftazidim-Lösung kann direkt in die Vene verabreicht oder in den Schlauch des Infusionsbestecks eingebracht werden, wenn der Patient parenterale Flüssigkeiten erhält
- weitere Hinweise zu Rekonstitution und Handhabung s. Fachinformation
Stillzeithinweise
Ceftazidim - invasiv
- Ceftazidim kann während der Stillzeit angewendet werden
- Ceftazidim wird in geringen Mengen in die Muttermilch ausgeschieden, jedoch sind bei therapeutischen Dosen keine Auswirkungen auf gestillte Kinder zu erwarten
Schwangerschaftshinweise
Ceftazidim - invasiv
- Ceftazidim sollte schwangeren Frauen nur verschrieben werden, wenn der Nutzen das Risiko überwiegt
- Daten zur Anwendung von Ceftazidim bei schwangeren Frauen sind begrenzt
- tierexperimentelle Studien
- haben keine direkten oder indirekten schädlichen Wirkungen auf Schwangerschaft, embryonale/fötale Entwicklung, Geburtsvorgang oder postnatale Entwicklung gezeigt
- Fertilität
- keine Daten vorliegend
Warnhinweise
Ceftazidim - invasiv
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- wie bei allen Beta-Lactam-Antibiotika schwere und gelegentlich tödliche Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet
- im Falle einer schweren Überempfindlichkeitsreaktion muss Behandlung mit Ceftazidim sofort abgebrochen werden und angemessene Notfallsmaßnahmen müssen eingeleitet werden
- vor Beginn der Behandlung sollte festgestellt werden
- ob der Patient in seiner Vorgeschichte bereits schwere Überempfindlichkeitsreaktionen, hervorgerufen durch Ceftazidim, durch andere Cephalosporine oder durch andere Typen von Beta-Lactam-Antibiotika hatte
- Vorsicht, wenn Ceftazidim Patienten mit leichten Überempfindlichkeitsreaktionen gegen andere Beta-Lactam-Antibiotika in der Vorgeschichte verabreicht wird
- wie bei allen Beta-Lactam-Antibiotika schwere und gelegentlich tödliche Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet
- antibakterielles Wirkungsspektrum
- Ceftazidim hat ein eingeschränktes antibakterielles Wirkungsspektrum
- Ceftazidim zur alleinigen Behandlung mancher Infektionsarten nicht geeignet
- außer der Erreger ist bereits dokumentiert und als empfindlich bekannt oder es besteht ein sehr großer Verdacht, dass die wahrscheinlichsten Erreger für die Behandlung mit Ceftazidim geeignet sind
- trifft insbesondere bei Erwägungen zur Behandlung von Patienten mit Bakteriämie und zur Behandlung der bakteriellen Meningitis, Haut- und Weichteilinfektionen sowie Knochen- und Gelenksinfektionen zu
- zusätzlich ist Ceftazidim empfindlich auf Hydrolyse durch einige der erweiterten Spektren von Beta-Lactamasen (ESBLs)
- deshalb sollte die Information über die Prävalenz von ESBL produzierenden Organismen berücksichtigt werden, wenn Ceftazidim zur Behandlung ausgesucht wird
- Antibiotika-assoziierte Coliti, pseudomembranöse Colitis
- Antibiotika-assoziierte Colitis und pseudomembranöse Colitis bei fast allen Antibiotika berichtet, einschließlich Ceftazidim
- können in ihrer Ausprägung von mild bis lebensbedrohlich schwanken
- bei Patienten beachten, die an einer Diarrhö während oder anschließend an die Behandlung mit Ceftazidim leiden
- ggf. Abbruch der Behandlung mit Ceftazidim und spezifische Behandlung gegen Clostridium difficile erwägen
- Arzneimittel, die die Peristaltik hemmen, sind kontrainidiziert
- Antibiotika-assoziierte Colitis und pseudomembranöse Colitis bei fast allen Antibiotika berichtet, einschließlich Ceftazidim
- Vermehrtes Wachstum von nichtempfindlichen Keimen
- längere Anwendung kann zu vermehrtem Wachstum von nichtempfindlichen Keimen (z.B. Enterokokken, Pilze) führen, was eine Unterbrechung der Behandlung oder andere angemessene Maßnahmen erfordern kann
- regelmäßige Überprüfung des Zustandes des Patienten wichtig
- Nierenfunktion, Niereninsuffizienz
- gleichzeitige Behandlung mit hohen Dosen Cephalosporin und nephrotoxischen Arzneimitteln wie Aminoglykosiden oder wirksamen Diuretika (z.B. Furosemid) kann die Nierenfunktion ungünstig beeinflussen
- Niereninsuffizienz
- Ceftazidim wird über die Nieren ausgeschieden, daher sollte Dosis entsprechend der Einschränkung der Nierenfunktion reduziert werden
- Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sollten zur Sicherheit und Wirksamkeit engmaschiger kontrolliert werden
- neurologische Folgen gelegentlich berichtet, wenn die Dosis bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion nicht reduziert wurde
- Beeinflussung von Laborparametern
- Ceftazidim beeinflusst Enzym-basierte Tests für Glykosurie nicht, aber eine leichte Beeinflussung (falsch-positiv) der Kupfer- Reduktionsmethode (Benedict, Fehling, Clinitest) kann vorkommen
- Ceftazidim beeinflusst den alkalischen Pikrat-Test für Kreatinin nicht
- bei ungefähr 5 % der Patienten fällt durch die Behandlung mit Ceftazidim der Coombs-Test positiv aus, was die Blut-Kreuzprobe beeinträchtigen kann