Cefuroxim - 1 A Pharma 125mg/5ml Gran.z.Susp.Herst

1 A Pharma GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Cefuroxim →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N2 100 ML 19,18 €

Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.

Jetzt Fragen zu Medikamenten und Behandlungen stellen. Kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.

Jetzt KI fragen

Fachinformationen

Indikation

  • Cefuroxim - 1 A Pharma® 125 mg/5 ml wird angewendet zur Behandlung der nachfolgend genannten Infektionen bei Erwachsenen und Kindern ab 3 Monaten.
    • Akute Streptokokken-Tonsillitis und -Pharyngitis.
    • Akute bakterielle Sinusitis.
    • Akute Otitis media.
    • Akute Exazerbationen einer chronischen obstruktiven Lungenerkrankung.
    • Zystitis.
    • Pyelonephritis.
    • Unkomplizierte Infektionen der Haut und des Weichteilgewebes.
    • Behandlung einer Lyme-Borreliose im Frühstadium.
  • Die offiziellen Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von antibakteriellen Wirkstoffen sind zu berücksichtigen.

Dosierung

  • Die Behandlung dauert für gewöhnlich sieben (fünf bis zehn) Tage.
  • Die Dosis von Cefuroxim, die zur Behandlung einer individuellen Infektion gewählt wird, sollte Folgendes berücksichtigen:
    • die zu erwartenden Erreger und ihre wahrscheinliche Empfindlichkeit gegenüber Cefuroximaxetil
    • den Schweregrad und den Ort der Infektion
    • das Alter, das Gewicht und die Nierenfunktion des Patienten; wie unten dargestellt.
  • Die Dauer der Therapie sollte sich nach der Art der Infektion und der Reaktion des Patienten richten und im Allgemeinen nicht länger als empfohlen sein.
  • Tabelle 1: Erwachsene und Kinder (>/= 40 kg)
    • Akute Streptokokken-Tonsillitis und Pharyngitis, akute bakterielle Sinusitis: Zweimal täglich 250 mg
    • Akute Otitis media: Zweimal täglich 500 mg
    • Akute Exazerbationen einer chronischen obstruktiven Lungenerkrankung: Zweimal täglich 500 mg
    • Zystitis: Zweimal täglich 250 mg
    • Pyelonephritis: Zweimal täglich 250 mg
    • Unkomplizierte Infektionen der Haut und des Weichteilgewebes: Zweimal täglich 250 mg
    • Lyme-Borreliose: Zweimal täglich 500 mg für 14 (10 bis 21) Tage
  • Tabelle 2: Kinder (< 40 kg) (siehe auch Tabelle 3 und 4)
    • Akute Streptokokken-Tonsillitis und Pharyngitis: Zweimal täglich 10 mg/kg bis zu einer Höchstdosis von zweimal täglich 250 mg
    • Akute Otitis media: Zweimal täglich 15 mg/kg bis zu einer Höchstdosis von zweimal täglich 250 mg
    • Akute bakterielle Sinusitis: Zweimal täglich 10 mg/kg bis zu einer Höchstdosis von zweimal täglich 250 mg
    • Zystitis: Zweimal täglich 15 mg/kg bis zu einer Höchstdosis von zweimal täglich 250 mg
    • Pyelonephritis: Zweimal täglich 15 mg/kg bis zu einer Höchstdosis von zweimal täglich 250 mg für 10 bis 14 Tage
    • Unkomplizierte Infektionen der Haut und des Weichteilgewebes: Zweimal täglich 15 mg/kg bis zu einer Höchstdosis von zweimal täglich 250 mg
    • Lyme-Borreliose: Zweimal täglich 15 mg/kg bis zu einer Höchstdosis von zweimal täglich 250 mg für 14 (10 bis 21) Tage
  • Es liegen keine Erfahrungen mit der Anwendung von Cefuroxim - 1 A Pharma® 125 mg/5 ml bei Kindern unter 3 Monaten vor.
  • Bei Kleinkindern (ab einem Alter von 3 Monaten) und Kindern mit einem Körpergewicht von weniger als 40 kg sollte vorzugsweise eine Dosisanpassung bezogen auf das Körpergewicht vorgenommen werden.
  • Cefuroximaxetil Tabletten und Cefuroximaxetil Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen sind nicht bioäquivalent und daher nicht auf einer Milligramm-pro-Milligramm-Basis substituierbar.
  • Die Tabellen 3 und 4 dienen, eingeteilt nach Körpergewicht, als Richtlinie für eine vereinfachte Gabe, z. B. mit dem Messlöffel (5 ml) für das Mehrdosenbehältnis zu 125 mg/5 ml.
  • Tabelle 3: 10 mg/kg-Dosierung für Kinder ab 3 Monaten und Gewicht < 40 kg
    • Körpergewicht (kg): 4 bis 6
      • Dosis (mg) zweimal täglich: 40 bis 60
      • Volumen an rekonstituierter Suspension pro Dosis (ml): 2,5
    • Körpergewicht (kg): 6 bis 12,5
      • Dosis (mg) zweimal täglich: 60 bis 125
      • Volumen an rekonstituierter Suspension pro Dosis (ml): 2,5 bis 5
    • Körpergewicht (kg): 12,5 bis 25
      • Dosis (mg) zweimal täglich: 125 bis 250
      • Volumen an rekonstituierter Suspension pro Dosis (ml): 5 bis 10
    • Körpergewicht (kg): mehr als 25
      • Dosis (mg) zweimal täglich: 250
      • Volumen an rekonstituierter Suspension pro Dosis (ml): 10
  • Tabelle 4: 15 mg/kg-Dosierung für Kinder ab 3 Monaten und Gewicht < 40 kg
    • Körpergewicht (kg): 4 bis 6
      • Dosis (mg) zweimal täglich: 60 bis 90
      • Volumen an rekonstituierter Suspension pro Dosis (ml): 2,5 bis 5
    • Körpergewicht (kg): 6 bis 12
      • Dosis (mg) zweimal täglich: 90 bis 180
      • Volumen an rekonstituierter Suspension pro Dosis (ml): 5 bis 7,5
    • Körpergewicht (kg): 12 bis 16
      • Dosis (mg) zweimal täglich: 180 bis 240
      • Volumen an rekonstituierter Suspension pro Dosis (ml): 7,5 bis 10
    • Körpergewicht (kg): mehr als 16
      • Dosis (mg) zweimal täglich: 250
      • Volumen an rekonstituierter Suspension pro Dosis (ml): 10
  • Um bei sehr jungen Kindern die Compliance zu steigern und die Dosiergenauigkeit zu verbessern, kann mit dem Mehrdosenbehältnis eine Dosierspritze mitgeliefert werden.
  • Eingeschränkte Nierenfunktion
    • Die Sicherheit und Wirksamkeit von Cefuroximaxetil wurden bei niereninsuffizienten Patienten nicht nachgewiesen.
    • Cefuroxim wird hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden. Bei Patienten mit deutlicher Einschränkung der Nierenfunktion wird empfohlen, die Cefuroxim-Dosis entsprechend der verlangsamten Elimination zu reduzieren. Cefuroxim kann durch eine Dialyse wirksam aus dem Körper entfernt werden.
  • Tabelle 5: Empfohlene Dosierung von Cefuroxim - 1 A Pharma® 125 mg/5 ml bei eingeschränkter Nierenfunktion
    • Kreatinin-Clearance: >/= 30 ml/min/1,73 m2
      • T1/2 (h): 1,4 - 2,4
      • Empfohlene Dosierung: Keine Dosisanpassung erforderlich (Gabe der Standarddosis von zweimal täglich 125 mg bis 500 mg)
    • Kreatinin-Clearance: 10 - 29 ml/min/1,73 m2
      • T1/2 (h): 4,6
      • Empfohlene Dosierung: Gabe der Standard-Einzeldosis alle 24 Stunden
    • Kreatinin-Clearance: < 10 ml/min/1,73 m2
      • T1/2 (h): 16,8
      • Empfohlene Dosierung: Gabe der Standard-Einzeldosis alle 48 Stunden
    • Kreatinin-Clearance: Während der Hämodialyse
      • T1/2 (h): 2 - 4
      • Empfohlene Dosierung: Am Ende jeder Dialysesitzung sollte eine zusätzliche Standard Einzeldosis gegeben werden
  • Eingeschränkte Leberfunktion
    • Es liegen keine Daten zu Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion vor. Da Cefuroxim hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden wird, ist nicht mit einer Beeinflussung der Pharmakokinetik von Cefuroxim durch eine bestehende Leberfunktionsstörung zu rechnen.
  • Abhängig von der Dosierung sind andere Darreichungsformen verfügbar.

Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegen Cefuroxim oder einen der sonstigen Bestandteile.
  • Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Antibiotika aus der Gruppe der Cephalosporine.
  • Schwere Überempfindlichkeit (z. B. anaphylaktische Reaktion) gegen andere Betalaktam-Antibiotika (Penicilline, Carbapeneme und Monobactame) in der Krankheitsgeschichte.

Therapiehinweise

Einnahme während des Essens.

Nebenwirkungen

  • Die häufigsten Nebenwirkungen sind vermehrtes Wachstum von Candida, Eosinophilie, Kopfschmerzen, Schwindel, gastrointestinale Beschwerden und ein vorübergehender Anstieg der Leberenzyme.
  • Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen handelt es sich um Schätzwerte, da für die meisten Reaktionen keine geeigneten Daten (z. B. aus Placebo kontrollierten Studien) zur Berechnung ihrer Inzidenz zur Verfügung standen. Darüber hinaus kann die Inzidenz von Nebenwirkungen unter Cefuroximaxetil je nach Anwendungsgebiet variieren.
  • Daten aus klinischen Studien wurden verwendet, um die Häufigkeit von sehr häufigen bis seltenen Nebenwirkungen zu ermitteln. Die Häufigkeitsangaben für alle anderen Nebenwirkungen (d. h. diejenigen mit einer Inzidenz von < 1/10.000) beruhen überwiegend auf Daten, die nach der Zulassung gesammelt wurden, und reflektieren eher die Melderate als deren tatsächliche Häufigkeit. Placebo kontrollierte Daten lagen nicht vor. Sofern die Inzidenzen anhand der Daten aus klinischen Studien berechnet wurden, beruhten diese auf den (nach Einschätzung der Prüfärzte) arzneimittelbedingten Ereignissen. Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben.
  • Alle Grade behandlungsbedingter Nebenwirkungen werden nachfolgend gemäß MedDRA-Systemorganklassen, Häufigkeit und Schweregrad aufgelistet. Den Häufigkeitsangaben liegt folgende Klassifizierung zugrunde: sehr häufig >/= 1/10; häufig >/= 1/100 bis < 1/10, gelegentlich >/= 1/1.000 bis < 1/100; selten >/= 1/10.000 bis < 1/1.000; sehr selten < 1/10.000 und nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
    • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
      • Häufig: Vermehrtes Wachstum von Candida
      • Nicht bekannt: Vermehrung von Clostridioides difficile
    • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
      • Häufig: Eosinophilie
      • Gelegentlich: positiver Coombs-Test, Thrombozytopenie, Leukopenie (bisweilen sehr ausgeprägt)
      • Nicht bekannt: Hämolytische Anämie
    • Erkrankungen des Immunsystems
      • Nicht bekannt: Arzneimittelfieber, Serumkrankheit, Anaphylaxie, Jarisch-Herxheimer-Reaktion
    • Erkrankungen des Nervensystems
      • Häufig: Kopfschmerz, Schwindel
    • Herzerkrankungen
      • Nicht bekannt: Kounis-Syndrom
    • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
      • Häufig: Diarrhö, Übelkeit, Bauchschmerzen
      • Gelegentlich: Erbrechen
      • Nicht bekannt: Pseudomembranöse Kolitis
    • Leber- und Gallenerkrankungen
      • Häufig: Vorübergehender Anstieg der Leberenzymwerte
      • Nicht bekannt: Gelbsucht (überwiegend cholestatisch), Hepatitis
    • Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
      • Gelegentlich: Hautausschläge
      • Nicht bekannt: Urtikaria, Pruritus, Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse (exanthematische Nekrolyse) (siehe Erkrankungen des Immunsystems), angioneurotisches Ödem, Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)
  • Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
    • Den Cephalosporinen ist als Klasseneffekt die Tendenz eigen, sich an die Oberfläche der Zellmembran roter Blutkörperchen zu binden und dort mit gegen das Arzneimittel gerichteten Antikörpern zu reagieren. Hieraus kann ein positiver Coombs-Test (mit Auswirkungen auf Kreuzblutuntersuchungen) sowie sehr selten eine hämolytische Anämie resultieren.
    • Es wurden vorübergehende Erhöhungen der Leberenzyme im Serum beobachtet, die für gewöhnlich reversibel waren.
  • Kinder und Jugendliche
    • Das Sicherheitsprofil für Cefuroximaxetil bei Kindern und Jugendlichen stimmt mit dem bei Erwachsenen beobachteten Profil überein.

Anwendungshinweise

  • Zum Einnehmen
  • Die Cefuroximaxetil Suspension soll zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen werden, um eine optimale Resorption zu erreichen.
  • Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
    • Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.
    • Hinweise zur Zubereitung/Verabreichung
      • Die Flasche muss vor der Einnahme des Arzneimittels kräftig geschüttelt werden.
      • Die rekonstituierte Suspension kann im Kühlschrank bei 2 bis 8°C 10 Tage lang aufbewahrt werden.
      • Falls gewünscht, kann die Cefuroxim - 1 A Pharma® 125 mg/5 ml-Suspension aus dem Mehrdosenbehältnis in kalten Fruchtsäften oder milchhaltigen Getränken weiter verdünnt werden, muss dann aber sofort eingenommen werden.
      • Bitte beachten Sie, dass die Zubereitung der Suspension vor der Verabreichung der ersten Dosis mehr als eine Stunde in Anspruch nehmen kann. Darin enthalten ist die Zeit, die die Suspension benötigt, um sich im Kühlschrank zu „setzen".
        • 1. Schütteln Sie die Flasche, um den Inhalt aufzulockern. Das gesamte Granulat in der Flasche sollte rieselfähig sein. Entfernen Sie den Flaschenverschluss und die Heißsiegelmembran. Sollte letztere beschädigt sein oder fehlen, muss das Produkt an den Apotheker zurückgegeben werden.
        • 2. Füllen Sie den Messbecher mit der auf dem Etikett angegebenen Menge oder bis zur Markierung mit kaltem Wasser. Wenn das Wasser vorher gekocht wurde, muss es sich auf Raumtemperatur abkühlen, bevor es eingefüllt wird. Das Cefuroxim - 1 A Pharma® 125 mg/5 ml Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen soll nicht mit heißen oder warmen Flüssigkeiten gemischt werden. Es muss kaltes Wasser genommen werden, damit die Suspension nicht zu dickflüssig wird.
        • 3. Füllen Sie die komplette Menge an kaltem Wasser in die Flasche. Setzen Sie den Flaschenverschluss wieder auf. Lassen Sie die Flasche stehen, damit sich das Wasser komplett mit dem Granulat vermischt; dies kann ungefähr eine Minute dauern.
        • 4. Drehen Sie die Flasche auf den Kopf und schütteln Sie sie (mindestens 15 Sekunden lang) kräftig, bis sich das gesamte Granulat mit dem Wasser vermischt hat.
        • 5. Drehen Sie die Flasche wieder in die aufrechte Position und schütteln Sie sie nochmals kräftig für mindestens eine Minute, bis sich das gesamte Granulat mit dem Wasser vermischt hat.
      • Lagern Sie die Flasche sofort bei 2 bis 8°C im Kühlschrank (nicht einfrieren) und lassen Sie sie vor der ersten Einnahme für mindestens eine Stunde stehen. Cefuroxim - 1 A Pharma® 125 mg/5 ml Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen ist nach Zubereitung zu jeder Zeit kühl zu lagern, und die rekonstituierte Suspension ist 10 Tage bei Lagerung im Kühlschrank (2 bis 8°C) haltbar.
      • Die Flasche ist vor jeder Einnahme kräftig zu schütteln. Eine Dosierspritze oder ein Messlöffel ist zur Einnahme für jede Dosis beigefügt.
      • Gebrauchsanweisung für den Gebrauch der Dosierspritze (falls beigefügt)
        • 1. Entfernen Sie die Verschlusskappe und führen Sie den Adapter in den Flaschenhals ein. Drücken Sie diesen komplett herunter, bis der Adapter fest im Flaschenhals steckt. Drehen Sie die Flasche um.
        • 2. Ziehen Sie den Kolben aus dem Spritzenzylinder heraus, bis die erforderliche Dosis durch Aufziehen des Kolbens bis zur entsprechenden Markierung auf dem Spritzenzylinder abgemessen ist.
        • 3. Drehen Sie die Flasche und die Spritze in eine aufrechte Position. Während Sie die Spritze und den Kolben festhalten um sicher zu stellen, dass der Kolben sich nicht bewegen kann, ziehen Sie die Spritze von der Flasche ab und lassen dabei den Plastikadapter im Flaschenhals stecken.
        • 4. Während der Patient aufrecht sitzt, platzieren Sie die Spitze der Spritze im Mund des Patienten, und zwar an der Wangeninnenseite.
        • 5. Drücken Sie den Spritzenkolben langsam herunter, um die Arzneimitteldosis abzugeben ohne dabei ein Würgen zu verursachen. Spritzen Sie die Dosis dabei NICHT zu stark heraus.
        • 6. Nach Verabreichen der Dosis setzen Sie die Verschlusskappe wieder auf, ohne den Plastikadapter zu entfernen. Nehmen Sie die Spritze auseinander und waschen Sie diese gründlich mit sauberem Wasser. Lassen Sie den Kolben und den Spritzenzylinder an der Luft trocknen.
    • Die rekonstituierte Suspension oder das Granulat dürfen nicht mit heißen Flüssigkeiten gemischt werden.

Stillzeithinweise

  • Cefuroxim wird in geringen Mengen in die Muttermilch ausgeschieden. In therapeutischen Dosen sind Nebenwirkungen beim gestillten Säugling nicht zu erwarten, obwohl ein Risiko für Durchfall und Pilzinfektionen der Schleimhäute nicht ausgeschlossen werden kann. Unter Umständen muss daher abgestillt werden.
  • Die Möglichkeit einer Sensibilisierung ist zu berücksichtigen. Cefuroxim sollte während der Stillzeit nur nach einer Nutzen-Risiko-Abwägung durch den behandelnden Arzt angewendet werden.

Schwangerschaftshinweise

  • Es liegen nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Cefuroxim bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf die Schwangerschaft, die embryonale oder fetale Entwicklung, den Geburtsverlauf oder die postnatale Entwicklung. Cefuroxim - 1 A Pharma® 125 mg/5 ml sollte Schwangeren nur verordnet werden, wenn der therapeutische Nutzen die Risiken überwiegt.
  • Fertilität
    • Es liegen keine Daten zum Einfluss von Cefuroximaxetil auf die Fertilität beim Menschen vor. Reproduktionsstudien an Tieren haben keine Auswirkungen auf die Fertilität gezeigt.

Warnhinweise

  • Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
    • Überempfindlichkeitsreaktionen
      • Besondere Vorsicht ist bei Patienten geboten, bei denen schon einmal eine allergische Reaktion auf Penicilline oder andere Betalaktam-Antibiotika aufgetreten ist, da in solchen Fällen die Gefahr einer Kreuzallergie besteht. Wie bei allen Betalaktam-Antibiotika wurden schwerwiegende und mitunter tödlich verlaufende Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet. Es wurde über Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet, die zum Kounis-Syndrom (akuter allergischer Koronararterienspasmus, der einen Myokardinfarkt zur Folge haben kann) geführt haben. Bei Auftreten von schweren Überempfindlichkeitsreaktionen müssen die Behandlung mit Cefuroxim sofort abgebrochen und geeignete Notfallmaßnahmen eingeleitet werden.
      • Vor Beginn einer Behandlung ist der Patient sorgfältig nach schweren Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Cefuroxim, andere Cephalosporine oder andere Betalaktam-Antibiotika in der Krankheitsgeschichte zu befragen. Bei Patienten mit leichter Überempfindlichkeit gegen andere Betalaktam-Antibiotika in ihrer Vorgeschichte sollte Cefuroxim mit Vorsicht angewendet werden.
    • Schwerwiegende kutane Nebenwirkungen (SCARS)
      • Schwerwiegende kutane Nebenwirkungen, einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxischer epidermaler Nekrolyse (TEN) und der Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), die lebensbedrohlich oder tödlich sein können, wurden in Zusammenhang mit der Anwendung von Cefuroxim berichtet.
      • Zum Zeitpunkt der Verschreibung sollten die Patienten auf die Anzeichen und Symptome hingewiesen und engmaschig auf Hautreaktionen überwacht werden. Sollten Anzeichen und Symptome auftreten, die auf diese Nebenwirkungen hindeuten, sollte Cefuroxim umgehend abgesetzt und eine alternative Behandlung in Betracht gezogen werden. Wenn der Patient während der Anwendung von Cefuroxim eine schwerwiegende Nebenwirkung wie SJS, TEN oder DRESS entwickelt hat, darf bei diesem Patienten zu keiner Zeit eine erneute Behandlung mit Cefuroxim erfolgen.
    • Jarisch-Herxheimer-Reaktion
      • Im Zusammenhang mit der Behandlung einer Lyme-Borreliose mit Cefuroximaxetil wurde über das Auftreten einer Jarisch-Herxheimer-Reaktion berichtet. Diese beruht direkt auf der bakteriziden Wirkung von Cefuroximaxetil auf das für die Lyme-Borreliose verantwortliche Bakterium, den Spirochäten Borrelia burgdorferi. Die Patienten sollten darauf hingewiesen werden, dass es sich hierbei um eine häufige und für gewöhnlich spontan abklingende Folge der antibiotischen Therapie einer Lyme-Borreliose handelt.
    • Vermehrtes Wachstum von nicht empfindlichen Mikroorganismen
      • Wie auch bei anderen Antibiotika kann die Anwendung von Cefuroximaxetil zu vermehrtem Wachstum von Candida führen. Die Anwendung über einen längeren Zeitraum kann außerdem zu vermehrtem Wachstum von anderen, nicht empfindlichen Erregern (z. B. Enterokokken und Clostridioides difficile) führen, wodurch ein Abbruch der Behandlung erforderlich werden kann.
      • Bei fast allen Antibiotika, einschließlich Cefuroxim, wurde über Fälle von Antibiotika-assoziierter Kolitis berichtet, deren Schweregrad leicht bis lebensbedrohlich sein kann. An diese Diagnose muss bei Patienten gedacht werden, bei denen während oder unmittelbar nach der Behandlung mit Cefuroxim Durchfälle auftreten. Ein Abbruch der Behandlung mit Cefuroxim und die Einleitung einer spezifisch gegen Clostridioides difficile gerichteten Therapie müssen in Betracht gezogen werden. Arzneimittel, die die Peristaltik hemmen, dürfen nicht verabreicht werden.
    • Beeinträchtigung von labordiagnostischen Untersuchungen
      • Die Entwicklung eines positiven Coombs-Tests im Zusammenhang mit der Anwendung von Cefuroxim kann das Ergebnis von Kreuzblutuntersuchungen beeinflussen.
      • Es wird empfohlen für die Blutzuckerbestimmung bei Patienten, die Cefuroximaxetil einnehmen, entweder die Glucoseoxidase- oder die Hexokinase-Methode zu verwenden, da Ferrocyanid-Tests zu falsch negativen Ergebnissen führen können.
    • Wichtige Information zu den sonstigen Bestandteilen
      • Die in der Cefuroximaxetil Suspension enthaltene Menge an Saccharose muss bei der Behandlung von Diabetikern berücksichtigt werden, und die Patienten sind entsprechend aufzuklären.
      • Enthält 0,021 g Aspartam (E 951) je Einzeldosis zu 5 ml. Aspartam ist eine Quelle für Phenylalanin und sollte deshalb bei Patienten mit Phenylketonurie mit Vorsicht angewendet werden.
      • Enthält 3,1 g Saccharose je Einzeldosis zu 5 ml. Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-Intoleranz, Glucose-Galactose-Malabsorption oder Saccharase-Isomaltase-Mangel sollten Cefuroxim - 1 A Pharma® 125 mg/5 ml Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen nicht einnehmen.
      • Enthält 6 mg Propylenglycol (E 1520) je Einzeldosis zu 5 ml.
      • Enthält 4,5 mg Benzylalkohol (E 1519) je Einzeldosis zu 5 ml. Benzylalkohol kann allergische Reaktionen hervorrufen. Benzylalkohol muss bei Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion und bei Patientinnen, die schwanger sind oder stillen, aufgrund des Risikos einer Akkumulation und Toxizität (metabolische Azidose) mit Vorsicht angewendet werden. Größere Mengen an Benzylalkohol sollten mit Vorsicht und nur falls erforderlich angewendet werden, insbesondere bei Personen mit Leber- oder Nierenfunktionseinschränkung, da das Risiko einer Akkumulation besteht.
  • Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
    • Arzneimittel zur Senkung des Magensäuregehaltes können die Bioverfügbarkeit von Cefuroximaxetil im Vergleich zum Nüchternzustand vermindern und tendieren dazu, den Effekt einer verbesserten Resorption bei Einnahme nach einer Mahlzeit aufzuheben.
    • Cefuroxim wird durch glomeruläre Filtration und tubuläre Sekretion ausgeschieden. Die gleichzeitige Anwendung von Probenecid wird nicht empfohlen. Die gleichzeitige Anwendung von Probenecid erhöht signifikant die Maximalkonzentration, die Fläche unter der Serumkonzentrations-Zeit-Kurve und die Eliminationshalbwertszeit von Cefuroxim.
    • Die gleichzeitige Anwendung von oralen Antikoagulantien kann zu einem INR-Anstieg führen.
  • Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt. Da dieses Arzneimittel Schwindel hervorrufen kann, sollten die Patienten angewiesen werden, beim Autofahren und beim Bedienen von Maschinen vorsichtig zu sein.
  • Überdosierung
    • Eine Überdosierung kann zu neurologischen Symptomen einschließlich Enzephalopathie, Krampfanfällen und Koma führen.
    • Die Symptome einer Überdosierung können auch auftreten, wenn die Dosierung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion nicht adäquat angepasst wird.
    • Der Serumspiegel von Cefuroxim kann mittels Hämodialyse und Peritonealdialyse gesenkt werden.