cellondan 4mg Injektionslösung
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 5 ST | 42,72 € |
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Indikation
- Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen bei Therapie mit Zytostatika
- Prophylaxe und Therapie von Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen nach Operationen
Dosierung
Basiseinheit: 2 ml Injektionslösung (1 Ampulle) enthalten 5 mg Ondansetronhydrochlorid-Dihydrat (4 mg Ondansetron)
- Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen bei Therapie mit Zytostatika
- hochemetogene Chemotherapie, z.B. mit Cisplatin
- am Tag der Chemotherapie nach den therapeutischen Bedürfnissen
- 1. Möglichkeit
- initial, unmittelbar vor Gabe des Chemotherapeutikums: 8 mg Ondansetron langsam i.v. injizieren bzw. über 15 Min. infundieren
- im Anschluss
- 1 mg Ondansetron / Stunde als kontinuierliche i.v.-Infusion bis 24 Stunden
- alternativ: 8 mg Ondansetron 2mal je im Abstand von 2 - 4 Stunden als langsame i.v. Injektion oder Kurzzeit-Infusion über 15 Min.
- 2. Möglichkeit
- unmittelbar vor Gabe des Chemotherapeutikums: 16 mg Ondansetron, verdünnt mit 50 - 100 ml physiologischer Kochsalzlösung oder einer anderen kompatiblen Infusionslösung als i.v. Infusion über mind. 15 Min.
- max. Einzeldosis: 16 mg Ondansetron (aufgrund dosisabhängig steigenden Risikos einer QT-Verlängerung)
- 3. Möglichkeit
- unmittelbar vor Gabe des Chemotherapeutikums: 8 mg Ondansetron langsam i.v. injizieren
- 1. Möglichkeit
- Steigerung der antiemetogenen Wirksamkeit von Ondansetron: 20 mg Dexamethason-21-dihydrogenphosphat, Dinatriumsalz 1mal i.v. applizieren vor Beginn der Chemotherapie
- nach Chemotherapie: Behandlung bis zu insgesamt 5 Tage fortsetzen mit 8 mg Ondansetron 1mal / 12 Stunden (morgens und abends) oral
- am Tag der Chemotherapie nach den therapeutischen Bedürfnissen
- moderat emetogene Chemotherapieverfahren, z.B. mit Cyclophosphamid, Doxorubicin, Carboplatin
- 1. Möglichkeit
- unmittelbar vor Gabe des Chemotherapeutikums: 8 mg Ondansetron langsam i.v. injizieren bzw. über 15 Min. infundieren
- 2. Möglichkeit
- 1 bis 2 Stunden vor Chemotherapiegabe: 8 mg Ondansetron oral
- Behandlung bis zu insgesamt 5 Tage weiterführen mit 8 mg Ondansetron 1mal / 12 Stunden (morgens und abends) oral
- 1. Möglichkeit
- Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen bei Therapie mit Zytostatika bei Kindern (>/= 6 Monate) und Jugendliche
- Hinweise
- Dosisberechnung auf Grundlage der KOF oder des KG
- Dosierung nach KG führt im Vergleich zu Dosierung nach KOF zu höheren Tagesgesamtdosen
- Injektionslösung mit 5%iger Glucoselösung, 0,9%iger Natriumchloridlösung oder einer anderen kompatiblen Infusionslösung verdünnen
- i.v. Infusion über mind. 15 Min.
- keine Daten aus kontrollierten klinischen Studien zur Anwendung zur Prävention verzögerter oder prolongierter (verlängerter) Chemotherapie-induzierter Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen vorhanden
- keine Daten aus kontrollierten klinischen Studien zur Anwendung bei Strahlentherapie-induzierter Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen bei Kindern
- Dosisberechnung auf Grundlage der KOF oder des KG
- Dosierung nach KOF
- initial, unmittelbar vor Chemotherapie
- 5 mg Ondansetron / m2 KOF i.v.
- max. i.v.-Dosis: 8 mg Ondansetron
- Gabe von oralen Dosen kann 12 Stunden später erfolgen, über Zeitraum von bis zu 5 Tagen
- < 0,6 m2 KOF
- Tag 1:
- 5 mg Ondansetron / m2 KOF i.v.
- nach 12 Stunden: 2 mg Ondansetron
- Tag 2 - 6:
- 2 mg Ondansetron 1mal / 12 Stunden
- Tag 1:
- >/= 0,6 m2 KOF
- Tag 1:
- 5 mg Ondansetron / m2 KOF i.v.
- nach 12 Stunden: 4 mg Ondansetron
- Tag 2 - 6:
- 4 mg Ondansetron 1mal / 12 Stunden
- Tag 1:
- >/= 1,2 m2 KOF
- Tag 1:
- 5 mg oder 8 mg Ondansetron / m2 KOF i.v.
- nach 12 Stunden: 8 mg Ondansetron
- Tag 2 - 6:
- 8 mg Ondansetron 1mal / 12 Stunden
- Tag 1:
- tägliche Maximaldosis: 32 mg Ondansetron
- initial, unmittelbar vor Chemotherapie
- Dosierung nach KG
- Tag 1: initial, unmittelbar vor Chemotherapie
- 0,15 mg Ondansetron / kg KG i.v.
- bei Bedarf: 0,15 mg Ondansetron / kg KG 2mal i.v. mit Abstand von 4 Stunden
- Gabe von oralen Dosen kann 12 Stunden später erfolgen, über Zeitraum von bis zu 5 Tagen
- Tag 2 - 6:
- </= 10 kg KG
- 2 mg Ondansetron 1mal / 12 Stunden
- > 10 kg KG
- 4 mg Ondansetron 1mal / 12 Stunden
- </= 10 kg KG
- max. i.v.-Dosis: 8 mg Ondansetron
- tägliche Maximaldosis: 32 mg Ondansetron
- Tag 1: initial, unmittelbar vor Chemotherapie
- Hinweise
- Niereninsuffizienz
- keine Dosisanpassung
- Leberinsuffizienz
- mittel bis schwer
- tägliche Maximaldosis: 8 mg Ondansetron (oral oder i.v.; da Clearance signifikant verringert und Serumhalbwertszeit signifikant erhöht)
- mittel bis schwer
- ältere Patienten (> 65 Jahre)
- keine Dosisanpassung (Wirksamkeit und Verträglichkeit ähnlich wie bei jüngeren Erwachsenen)
- hochemetogene Chemotherapie, z.B. mit Cisplatin
- Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen nach Operationen
- Prophylaxe
- 1 Stunde vor der Narkose: 16 mg Ondansetron oral
- alternativ, bei Einleitung der Anästhesie: 4 mg Ondansetron langsam i.v. injizieren
- Therapie
- 4 mg Ondansetron langsam i.v. injizieren
- Kinder
- Prophylaxe oder Therapie: keine Studien zur oralen Anwendung von Ondansetron; langsam zu verabreichende i.v.-Injektion empfohlen
- Kinder (>/= 1 Monat) und Jugendliche
- Prophylaxe
- Operation unter Allgemeinanästhesie
- Einzeldosis von 0,1 mg Ondansetron / kg KG bis zu max. Dosis von 4 mg Ondansetron durch langsame i.v. Injektion (mind. über 30 Sek.) vor, während oder nach Einleitung der Anästhesie
- Operation unter Allgemeinanästhesie
- Therapie
- Operation unter Allgemeinanästhesie
- Einzeldosis von 0,1 mg Ondansetron / kg KG bis zu max. Dosis von 4 mg Ondansetron durch langsame i.v.-Injektion (mind. über 30 Sek.)
- Kinder (< 2 Jahre)
- nur begrenzte Daten
- Operation unter Allgemeinanästhesie
- Prophylaxe
- Niereninsuffizienz
- keine Dosisanpassung
- Leberinsuffizienz
- mittel bis schwer
- tägliche Maximaldosis: 8 mg Ondansetron (oral oder i.v.; da Clearance signifikant verringert und Serumhalbwertszeit signifikant erhöht)
- mittel bis schwer
- ältere Patienten (> 65 Jahre)
- begrenzte Erfahrungen
- gute Verträglichkeit bei Patienten, die eine Chemotherapie erhielten
- Prophylaxe
Kontraindikationen
Ondansetron - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Ondansetron oder andere selektive 5-HT3-Rezeptorantagonisten (z. B. Granisetron, Dolasetron)
- gleichzeitige Anwendung mit Apomorphin
Nebenwirkungen
Ondansetron - invasiv
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Überempfindlichkeitsreaktionen vom Soforttyp (manchmal schwerwiegend) einschließlich Anaphylaxie (potenziell lebensbedrohlich)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Krampfanfälle (z. B. epileptische Spasmen)
- Bewegungsstörungen einschl. Extrapyramidalreaktionen wie
- dystonische Reaktionen
- akute, krisenhafte Störungen der Okulomotorik mit Blickabweichung (Crisis oculogyris)
- Dyskinesien
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Benommenheit (vorwiegend bei schneller i.v.-Verabreichung)
- Schwindel (vorwiegend bei schneller i.v.-Verabreichung)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Depressionen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Augenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- vorübergehende Sehstörungen (z.B. Schleiersehen, verschwommene Sicht) überwiegend bei i.v.-Verabreichung
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- vorübergehende Blindheit (überwiegend bei i.v.-Verabreichung)
- meistens bildete sich die Blindheit innerhalb von 20 Min. zurück
- die meisten Patienten wurden mit Chemotherapeutika behandelt, einschließlich Cisplatin
- Ursache von einigen der berichteten Fälle von vorübergehender Blindheit war kortikalen Ursprungs
- ohne definitiven Hinweis auf bleibende klinische Folgen
- vorübergehende Blindheit (überwiegend bei i.v.-Verabreichung)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Arrhythmie (in Einzelfällen tödlicher Verlauf)
- Brustschmerzen mit oder ohne ST-Streckensenkung im EKG
- Bradykardie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- QTc-Verlängerung (einschl. Torsade de Pointes)
- ohne Häufigkeitsangabe
- myokardiale Ischämie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Wärmegefühl
- Hitzewallungen mit Rötung der Haut
- Flush
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypotonie (Blutdruckabfall)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schluckauf
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Obstipation
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- asymptomatische Erhöhung von Leberwerten (trat üblicherweise bei Patienten auf, die eine Chemotherapie mit Cisplatin erhalten hatten)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Überempfindlichkeitsreaktionen am Verabreichungsort (z. B. Hautausschlag, Urtikaria, Juckreiz)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- toxische Hauteruptionen, einschließlich toxischer epidermaler Nekrolyse
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- lokale Irritationen an der Einstichstelle bei i.v.-Verabreichung (insbesondere bei wiederholter Anwendung)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- zur i.v. Injektion, oder nach vorgeschriebener Verdünnung, zur i.v. Infusion
- Kinder (>/= 6 Monate) und Jugendliche
- Injektionslösung sollte mit kompatibler Infusionslösung verdünnt werden
- Infusion über mind. 15 Min. i.v. verabreichen
- Mischbarkeit der Injektionslösung mit folgenden Infusionslösungen
- Natriumchloridlösung 0,9%
- Glucoselösung 5%
- Mannitollösung 10%
- Ringerlösung
- Kaliumchlorid- / Natriumchloridlösung (0,3 / 0,9%)
- Kaliumchlorid- / Glucoselösung (0,3 / 5%)
- Lösungen vor Gebrauch frisch zubereiten
- Injektionslösung darf nicht im Autoklaven sterilisiert werden
- Verabreichung mit anderen Arzneimittellösungen
- Dexamethason-21-dihydrogenphosphat, Dinatriumsalz
- Zusatz von 20 mg Dexamethason-21-dihydrogenphosphat, Dinatriumsalz als langsame i.v. Injektion über 2 - 5 Min. mittels Y-Stück zu Ondansetron enthaltendem Infusionssystem möglich, mit dem 8 oder 16 mg Ondansetron in 50 - 100 ml einer kompatiblen Infusionslösung als Kurzzeit-Infusion über ca. 15 Min. verabreicht werden
- folgende Infusionslösungen nur über Y-Stück dem Ondansetron enthaltenden Infusionssystem zugeben, wobei Ondansetron-Konzentration im Bereich von 16 - 160 µg / ml (z.B. 8 mg / 500 ml bzw. 8 mg / 50 ml) und Infusionsrate bei 1 mg Ondansetron / Stunde liegen sollte
- Cisplatin-haltige Lösungen
- max. 0,48 mg Cisplatin / ml (z.B. 240 mg / 500 ml) können über 1 bis 8 Stunden gegeben werden
- Carboplatin-haltige Lösungen
- max. 0,18 - 9,9 mg Carboplatin / ml (z.B. 90 mg / 500 ml bzw. 990 mg / 100 ml) können über 10 Min. bis zu 1 Stunde gegeben werden
- Fluorouracil-haltige Lösungen
- max. 0,8 mg Fluorouracil / ml (z.B. 2,4 g / 3 l oder 400 mg / 500 ml) können mit Infusionsrate von mind. 20 ml / Stunde (500 ml / 24 Stunden) gegeben werden
- höhere Fluorouracil-Konzentrationen: Fällung von Ondansetron
- können Magnesiumchlorid bis zu 0,045% (m/v) enthalten
- Etoposid-haltige Lösungen
- max. 0,14 - 0,25 mg Etoposid / ml (z.B. 70 mg / 500 ml bzw. 250mg / 1 l) können über 30 Min. bis zu 1 Stunde gegeben werden
- Ceftazidim-haltige Lösungen
- 250 - 2000 mg Ceftazidim, nach Angaben des Herstellers zubereitet (2,5 ml Wasser für Injektionszwecke für 250 mg bzw. 10 ml für 2 g Ceftazidim): können als i.v. Bolusinjektion über ca. 5 Min. gegeben werden
- Cyclophosphamid-haltige Lösungen
- 100 mg - 1 g Cyclophosphamid, nach Angaben des Herstellers zubereitet (5 ml Wasser für Injektionszwecke für 100 mg Cyclophosphamid): i.v. Bolusinjektion über ca. 5 Min.
- Doxorubicin-haltige Lösungen
- 10 - 100 mg Doxorubicin, nach Angaben des Herstellers zubereitet (5 ml Wasser für Injektionszwecke für 10 mg Doxorubicin): i.v. Bolusinjektion über ca. 5 Min.
- Cisplatin-haltige Lösungen
- Dexamethason-21-dihydrogenphosphat, Dinatriumsalz
Aufbrauchfristen
- Verdünnungen mit o. g. Infusionslösungen: bis zu 7 Tage bei Raumtemperatur oder im Kühlschrank physikalisch und chemisch stabil
- aus mikrobiologischen Gründen: Lösungen sofort verwenden
- werden Lösungen nicht sofort verwendet: Dauer der Aufbewahrung der gebrauchsfertigen Lösungen und Aufbewahrungsbedingungen liegen in Verantwortung des Verbrauchers
Inkompatibilitäten
- Injektionslösung darf nicht mit anderen als o. g. Arzneimitteln gemischt werden
- Verabreichung von Fluorouracil-haltigen Lösungen mit > 0,8 mg Fluorouracil / ml: Ausfällung von Ondansetron
Stillzeithinweise
Ondansetron - invasiv
- Stillen während der Behandlung nicht empfohlen
- Untersuchungen haben gezeigt, dass Ondansetron in die Muttermilch von säugenden Tieren übergeht
Schwangerschaftshinweise
Ondansetron - invasiv
- Ondansetron sollte nicht während des 1. Trimenons der Schwangerschaft verwendet werden
- 1. Trimenon
- ausgehend von der Erfahrung beim Menschen aus epidemiologischen Studien wird vermutet, dass Ondansetron orofaziale Fehlbildungen verursacht, wenn es im 1. Trimenon der Schwangerschaft verabreicht wird
- in einer Kohortenstudie mit 1,8 Millionen Schwangeren war die Anwendung von Ondansetron im 1. Trimenon mit einem erhöhten Risiko für Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten verbunden (3 zusätzliche Fälle pro 10 000 behandelte Frauen; adjustiertes relatives Risiko, 1,24, (95 % CI 1,03-1,48))
- die verfügbaren epidemiologischen Studien zu Herzfehlbildungen zeigen widersprüchliche Ergebnisse
- tierxperimentelle Studien
- zeigen keine direkten oder indirekten schädlichen Auswirkungen in Bezug auf die Reproduktionstoxizität
- Frauen im gebärfähigen Alter
- Frauen im gebärfähigen Alter sollten eine Schwangerschaftsverhütung in Erwägung ziehen
- Fertilität
- es liegen keine Daten über die Auswirkung von Ondansetron auf die menschliche Fertilität vor
Warnhinweise
Ondansetron - invasiv
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- bei Patienten beobachtet, die diese Erscheinungen auch nach Gabe anderer selektiver 5-HT3-Antagonisten gezeigt haben
- bei Auftreten von Atembeschwerden sollten diese symptomatisch behandelt und aufmerksam durch den Arzt überwacht werden, da Atembeschwerden Symptome einer beginnenden Überempfindlichkeitsreaktion sein können
- EKG-Veränderungen
- Ondansetron verlängert dosisabhängig das QT-Intervall
- in der Post-Marketing-Spontanberichtserfassung / nach Markteinführung Fälle von Torsade de Pointes berichtet
- Patienten mit angeborenem Long-QT-Syndrom
- Anwendung von Ondansetron vermeiden
- Patienten mit verlängerter QTc-Zeit oder falls sich diese entwickeln kann
- Ondansetron nur mit Vorsicht anwenden
- zu dieser Patientengruppe zählen Personen
- mit Elektrolytstörungen
- mit kongestiver Herzinsuffizienz
- mit Bradyarrhythmien
- die andere Arzneimittel einnehmen, die eine Verlängerung des QT-Intervalls oder Elektrolytstörungen hervorrufen
- myokardiale Ischämie
- Berichte über myokardiale Ischämie, bei Patienten die mit Ondansetron behandelt wurden (vorwiegend während einer intravenösen Verabreichung)
- vor allem bei intravenöser Gabe traten die Symptome in einigen Fällen unmittelbar nach der Verabreichung auf, die aber bei sofortiger Behandlung wieder abklangen
- daher sollte während und nach der Gabe von Ondansetron Vorsicht gelten
- Patienten sollten auf die Anzeichen und Symptome einer myokardialen Ischämie aufmerksam gemacht werden
- sollte sich nach der Verabreichung von Ondansetron eine myokardiale Ischämie entwickeln, kann eine medizinische Intervention erforderlich sein
- Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie
- sollte vor Anwendung von Ondansetron korrigiert werden
- Serotonin-Syndrom
- Berichte über Auftreten eines serotonergen Syndroms (potenziell lebensbedrohlich) bei gleichzeitiger Anwendung von Ondansetron mit anderen serotonergen Arzneimitteln (einschließlich selektiven Serotoninwiederaufnahme-Hemmern (SSRI), Noradrenalinwiederaufnahme-Hemmern (SNRI) und Buprenorphin) einschließlich
- veränderter mentaler Status
- Instabilität des autonomen Nervensystems
- neuromuskulärenStörungen
- gastrointestinale Symptome
- wenn eine gemeinsame Behandlung mit Ondansetron und anderen serotonergen Arzneimitteln klinisch erforderlich sein sollte
- engmaschige Überwachung des Patienten empfohlen
- insbesonders bei Behandlungsbeginn und Dosiserhöhung
- wird ein Serotoninsyndrom vermutet, je nach Schwere der Symptome
- eine Dosisverringerung oder das Absetzen der Behandlung in Erwägung ziehen
- Berichte über Auftreten eines serotonergen Syndroms (potenziell lebensbedrohlich) bei gleichzeitiger Anwendung von Ondansetron mit anderen serotonergen Arzneimitteln (einschließlich selektiven Serotoninwiederaufnahme-Hemmern (SSRI), Noradrenalinwiederaufnahme-Hemmern (SNRI) und Buprenorphin) einschließlich
- Darmmotilität
- Ondansetron verlängert nachweislich die Dickdarmpassage
- Patienten mit Anzeichen einer subaktuen Darmobstruktion sollten nach Gabe von Ondansetron überwacht werden
- okkulte Blutungen
- Prophylaxe von Übelkeit und Erbrechen mit Ondansetron kann nach Operationen an den Rachenmandeln okkulte Blutungen maskieren
- betroffene Patienten sollten nach Gabe von Ondansetron sorgfältig überwacht werden
- Kinder und Jugendliche
- Kinder und Jugendliche, die Ondansetron zusammen mit hepatotoxischen Chemotherapeutika erhalten, sollten eng auf Leberfunktionsstörungen hin überwacht werden
- Ondansetron ist nicht für die Prävention und Behandlung von postoperativer Übelkeit und Erbrechen bei Kindern nach intra-abdominaler Operation indiziert
- Übelkeit und Erbrechen induziert durch Chemotherapie (CINV)
- bei Berechnung der Dosierung bezogen auf mg / kg Körpergewicht und Gabe von 3 Dosen im Abstand von jeweils 4 Stunden ergibt sich eine höhere tägliche Gesamtdosis als nach einer einzigen Gabe von 5 mg / m2, gefolgt von einer oralen Gabe
- vergleichende Untersuchungen der Wirksamkeit dieser unterschiedlichen Dosisregime wurden in klinischen Studien nicht durchgeführt
- Vergleiche der Ergebnisse verschiedener Studien lassen auf ähnliche Wirksamkeit beider Regime schließen