CEPHALEX - CT 500mg Filmtabletten

AbZ Pharma GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Cefalexin →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 10 ST 16,24 €
N3 30 ST 25,92 €

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Fachinformationen

Indikation

  • akute und chronische bakterielle Infektionen verschiedenster Lokalisation und Intensität mit Cephalexin-empfindlichen Keimen, wie z.B. Infektionen
    • der Atemwege
    • des Hals-Nasen-Ohren-Bereichs
    • der Nieren, ableitenden Harnwege und der Geschlechtsorgane (einschl. akuter Prostatitis)
    • der Haut und der Weichteile
    • der Knochen und Gelenke

Dosierung

  • Infektionen verschiedenster Lokalisation und Intensität mit Cephalexin-empfindlichen Keimen
    • Erwachsene und Jugendliche (>/= 12 Jahre)
      • 1 - 4 g Cephalexin / Tag, aufgeteilt in 3(- 4) Einzeldosen alle (6 -)8 Std.
    • Säuglinge und Kinder (< 12 Jahre)
      • diese Darreichungsform aufgrund der Wirkstärke nicht geeignet
    • Hinweis: Patienten mit schweren Magen- und Darmstörungen mit Erbrechen und Durchfällen
      • keine Anwendung, da ausreichende Resorption nicht gewährleistet ist
      • parenterale Anwendung in Erwägung ziehen
    • Behandlungsdauer
      • richtet sich nach Krankheitsverlauf
      • 7 - 10 Tage bzw. noch 2 - 3 Tage nach Abklingen der Krankheitssymptome
      • Infektionen hervorgerufen durch Beta-hämolysierende Streptokokken
        • mind. 10 Tage (Vorbeugung von Spätkomplikationen wie rheumatisches Fieber, Glomerulonephritis)

Dosisanpassung

  • Niereninsuffizienz
    • stark eingeschränkte Nierenfunktion
      • Dosierungsintervall verlängern, da Kumulation von Cephalexin zu erwarten ist
      • Erwachsene und Kinder (>/= 12 Jahre)
        • Dosierungsintervall
          • Kreatinin-Clearance 30 - 15 ml / Min.
            • 8 - 12 Std.
          • Kreatinin-Clearance 15 - 5 ml / Min.
            • 24 Std.
          • Kreatinin-Clearance < 5 ml / Min.
            • 48 Std.
    • Erwachsene und Kinder (>/= 12 Jahre)
      • tägliche Maximaldosis
        • Kreatinin-Clearance 50 - 20 ml / Min.
          • 3,0 g Cephalexin
        • Kreatinin-Clearance 20 - 5 ml / Min.
          • 1,5 g Cephalexin
        • Kreatinin-Clearance < 5 ml / Min.
          • 0,5 g Cephalexin

Kontraindikationen

Cefalexin - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Cefalexin oder andere Cephalosporine
  • anamnestisch vorbekannte und nachgewiesene schwere Überempfindlichkeitsreaktionen und Sofortreaktionen auf Penicilline und andere Betalaktam-Antibiotika
    • Parallelallergie mit anderen Betalaktam-Antibiotika (z.B. Penicillinen) kann bestehen

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Cefalexin - peroral
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • langfristige oder wiederholte Anwendung von Cefalexin kann zu Superinfektionen mit resistenten Bakterien und Sprosspilzen (z.B. Moniliasis vaginalis) führen
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Blutbildveränderungen (reversibel)
        • Thrombozytopenie
        • Neutropenie
        • Leukopenie
        • Eosinophilie
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Stevens-Johnson-Syndrom und Lyell-Syndrom
      • anaphylaktischer Schock
      • allergische Reaktionen in Form von Hautausschlag mit Juckreiz, Schwellungen (Quincke-Ödem)
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Appetitlosigkeit
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Verwirrtheitszustand
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Kopfschmerzen
      • Schwindel
      • Ermüdung
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • pseudomembranöse Enterokolitis
      • folgende Beschwerden meist leichter Natur und klingen häufig während, sonst nach dem Absetzen der Therapie ab:
        • Diarrhoe
        • Übelkeit
        • Erbrechen
        • Meteorismus
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • leichte, vorübergehende Erhöhung der SGOT und SGPT, vorübergehende Hepatitis und cholestatische Gelbsucht
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP)
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • interstitielle Nephritis

Anwendungshinweise

  • Einnahme unabhängig von den Mahlzeiten unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser)
  • magenempfindliche Patienten
    • Einnahme nach dem Essen
  • keine Anwendung bei schweren Magen- und Darmstörungen mit Erbrechen und Durchfällen (ausreichende Resorption nicht gewährleistet; parenterale Anwendung in Erwägung ziehen)

Stillzeithinweise

Cefalexin - peroral
  • Cefalexin wird in geringen Konzentrationen mit der Muttermilch ausgeschieden
  • Cefalexin sollte in der Stillzeit nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden, wobei die möglichen Nachteile für den Säugling (Einfluss auf die Darmflora mit möglicher Sprosspilzbesiedelung und Sensibilisierung gegen Cephalosporinantibiotika) berücksichtigt werden müssen
    • beim gestillten Säugling kann es zu Durchfällen und Sprosspilzbesiedlung kommen

Schwangerschaftshinweise

Cefalexin - peroral
  • als Vorsichtsmaßnahme sollte Cefalexin bis zum Vorliegen weiterer Erfahrungen während der Schwangerschaft, insbesondere im 1. Trimenon, nur nach strenger Nutzen- Risiko-Abwägung angewendet werden
  • Cefalexin ist plazentagängig und
  • ausreichende Erfahrungen mit einer Anwendung am Menschen während der Schwangerschaft liegen bislang nicht vor
  • tierexperimentelle Studien
    • lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen auf die Reproduktion schließen

Warnhinweise

Cefalexin - peroral
  • Überempfindlichkeit
    • Patienten mit Überempfindlichkeit geringerer Schweregrade auf Penicillin oder andere Betalaktam-Antibiotika
      • Cefalexin mit besonderer Vorsicht anwenden, da Parallelallergie bestehen kan
    • Patienten mit allergischer Reaktionsbereitschaft sonstiger Art (z.B. mit Heuschnupfen oder Asthma bronchiale)
      • Cefalexin sollte ebenfalls mit besonderer Vorsicht angewendet werden, da in diesen Fällen das Risiko für schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen erhöht ist
    • bei Auftreten schwerer akuter Überempfindlichkeitsreaktionen, z.B. Anaphylaxie, Schweißausbruch, Übelkeit, Zyanose
      • Behandlung mit Cefalexin muss sofort abgebrochen werden und geeignete Notfallmaßnahmen müssen eingeleitet werden
  • Akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP)
    • im Zusammenhang mit der Behandlung mit Cefalexin akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP) als Nebenwirkung berichtet
    • zum Zeitpunkt der Verschreibung sollten die Patienten auf die Anzeichen und Symptome hingewiesen und engmaschig im Hinblick auf Hautreaktionen überwacht werden
    • wenn Anzeichen und Symptome, die auf diese Nebenwirkungen hinweisen, auftreten, sollte die Behandlung mit Cefalexin unverzüglich beendet und eine alternative Behandlung in Betracht gezogen werden
      • die meisten dieser Reaktionen traten in der ersten Behandlungswoche auf
  • Patienten mit schweren Magen- und Darmstörungen mit Erbrechen und Durchfällen
    • von der Behandlung mit Cefalexin peroral sollte abgesehen werden, da eine ausreichende Absorption nicht gewährleistet ist
    • parenterale Anwendung sollte in Erwägung gezogen werden
  • Erbrechen, Durchfall
    • Anwendung von Cefalexin kann zu Erbrechen und Durchfall führen
    • in diesem Fall kann die Wirksamkeit dieses und/oder anderer eingenommener Arzneimittel (z.B. oraler Kontrazeptiva) beeinträchtigt werden
  • Niereninsuffizienz
    • bei eingeschränkter Nierenfunktion mit einer glomerulären Filtrationsrate < 50 ml / Min. ist eine Verlängerung des Dosierungsintervalls zu empfehlen, da mit einer Kumulation von Cefalexin gerechnet werden muss
  • Pseudomembranöse Enterocolitis
    • treten während oder in den ersten Wochen nach Therapie mit Cefalexin schwere, anhaltende Durchfälle auf, ist an eine pseudomembranöse Colitis zu denken
      • Beendigung der Therapie in Abhängigkeit von der Indikation erwägen
      • ggf. sofort angemessene Behandlung einleiten
        • Arzneimittel, die die Peristaltik hemmen, kontraindiziert