Cerdelga 84mg Hartkapseln
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 56 ST | 25444,76 € |
| N3 | 196 ST | 88912,50 € |
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Indikation
- Erwachsene
- Langzeitbehandlung von erwachsenen Patienten mit Morbus Gaucher Typ 1 (GD1), die in Bezug auf Cytochrom-P450 Typ 2D6 (CYP2D6) langsame Metabolisierer (poor metabolisers, PMs), intermediäre Metabolisierer (intermediate metabolisers, IMs) oder schnelle Metabolisierer (extensive metabolisers, EMs) sind
- Kinder und Jugendliche (6 bis < 18 Jahre), Körpergewicht >/= 15 kg
- die mit einer Enzymersatztherapie (enzyme replacement therapy, ERT) stabilisiert und CYP2D6 PMs, IMs oder EMs sind
Dosierung
- Behandlung von Patienten mit Morbus Gaucher Typ 1 (GD 1)
- allgemein
- Therapieeinleitung und -überwachung von einem Arzt, der mit der Behandlung der Gaucher-Krankheit vertraut ist
- Auswahl der Patienten
- vor Behandlungsbeginn muss bei den Patienten eine CYP2D6-Genotypisierung vorgenommen werden, um deren CYP2D6-Metabolisierungstyp zu bestimmen
- Eliglustat bei Patienten, die in Bezug auf CYP2D6 ultraschnelle Metabolisierer sind (ultra-rapid metabolisers, URMs), oder bei Patienten mit unklarem Metabolisierungstyp nicht anwenden
- Dosierung
- Erwachsene
- 84 mg Eliglustat 2mal / Tag für in Bezug auf CYP2D6 IMs und EMs
- 84 mg Eliglustat 1mal / Tag für in Bezug auf CYP2D6 PMs
- Kinder und Jugendliche (6 bis < 18 Jahre), >/= 15 kg KG
- >/= 50 kg KG
- CYP2D6 EMs und IMs
- 84 mg Eliglustat 2mal / Tag
- CYP2D6 PMs
- 84 mg Eliglustat 1mal / Tag
- CYP2D6 EMs und IMs
- 25 bis < 50 kg KG
- CYP2D6 EMs und IMs
- 84 mg Eliglustat 2mal / Tag
- CYP2D6 PMs
- 42 mg Eliglustat 1mal / Tag
- CYP2D6 EMs und IMs
- 15 bis < 25 kg KG
- CYP2D6 EMs und IMs
- 42 mg Eliglustat 2mal / Tag
- CYP2D6 PMs
- 21 mg Eliglustat 1mal / Tag
- CYP2D6 EMs und IMs
- >/= 50 kg KG
- Erwachsene
- Vorgehen bei versäumter Einnahme
- verschriebene Dosis zum nächsten planmäßigen Zeitpunkt einnehmen
- folgende Dosis nicht verdoppeln
- allgemein
Dosisanpassung
- ältere Patienten
- begrenzte Erfahrung
- Daten deuten darauf hin, dass eine Dosisanpassung nicht erforderlich ist
- Leberfunktionsstörung
- CYP2D6 EM
- leichte Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Stadium A)
- Inhibitoren: Eliglustat allein
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Inhibitoren: Eliglustat allein
- mittelschwere Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Stadium B)
- Inhibitoren: Eliglustat allein
- Anwendung nicht empfohlen
- Inhibitoren: Eliglustat allein
- schwere Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Stadium C)
- Inhibitoren: Eliglustat allein, Eliglustat + jeglicher CYP-Inhibitor
- Anwendung kontraindiziert
- Inhibitoren: Eliglustat allein, Eliglustat + jeglicher CYP-Inhibitor
- leichte (Child-Pugh-Stadium A) oder mittelschwere Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Stadium B)
- Inhibitoren: Eliglustat + starker oder mäßig starker CYP2D6-Inhibitor
- Anwendung kontraindiziert
- Inhibitoren: Eliglustat + starker oder mäßig starker CYP2D6-Inhibitor
- leichte Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Stadium A)
- Inhibitoren: Eliglustat + schwacher CYP2D6-Inhibitor; oder starker, mäßig starker oder schwacher CYP3A-Inhibitor
- 1mal tägliche Dosis in Betracht ziehen
- Inhibitoren: Eliglustat + schwacher CYP2D6-Inhibitor; oder starker, mäßig starker oder schwacher CYP3A-Inhibitor
- leichte Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Stadium A)
- IM oder PM
- jeder Schweregrad
- Anwendung nicht empfohlen
- jeder Schweregrad
- CYP2D6 EM
- Nierenfunktionsstörung
- CYP2D6 EM
- leichte, mittelschwere oder schwere Nierenfunktionsstörung
- keine Dosisanpassung erforderlich
- terminale Niereninsuffizienz (end stage renal disease, ESRD)
- Anwendung nicht empfohlen
- leichte, mittelschwere oder schwere Nierenfunktionsstörung
- IM oder PM
- leichte, mittelschwere oder schwere Nierenfunktionsstörung oder ESDR
- Anwendung nicht empfohlen
- leichte, mittelschwere oder schwere Nierenfunktionsstörung oder ESDR
- CYP2D6 EM
- Kinder und Jugendliche < 6 Jahre, < 15 kg KG
- limitierte Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit
- keine Daten vorliegend, die die Anwendung von Eliglustat bei Kindern < 15 kg KG unterstützen
- zurzeit vorliegende Daten werden beschrieben (s. Fachinformation)
Kontraindikationen
Eliglustat - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Eliglustat
- Patienten, die in Bezug auf CYP2D6 intermediäre Metabolisierer (IMs) oder schnelle Metabolisierer (EMs) sind und einen starken oder mäßig starken CYP2D6-Inhibitor gleichzeitig mit einem starken oder mäßig starken CYP3A-Inhibitor einnehmen
- Patienten, die in Bezug auf CYP2D6 langsame Metabolisierer (PMs) sind und einen starken CYP3A-Inhibitor einnehmen
- Patienten, die in Bezug auf CYP2D6 schnelle Metabolisierer (EMs) mit schwerer Leberfunktionsstörung und bei in Bezug auf CYP2D6 schnelle Metabolisierer (EMs) mit leichter oder mittelschwerer Leberfunktionsstörung, die einen starken oder mäßig starken CYP2D6-Inhibitor einnehmen
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Eliglustat - peroral
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- traten in der placebokontrollierten Zulassungsstudie unter Placebo genauso häufig oder häufiger auf als unter Eliglustat
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Dysgeusie
- traten in der placebokontrollierten Zulassungsstudie unter Placebo genauso häufig oder häufiger auf als unter Eliglustat
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Palpitationen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Rachenreizung
- Husten
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Dyspepsie
- Übelkeit
- Obstipation
- gastroösophageale Refluxerkrankung
- Gastritis
- Dysphagie
- Mundtrockenheit
- Flatulenz
- traten in der placebokontrollierten Zulassungsstudie unter Placebo genauso häufig oder häufiger auf als unter Eliglustat:
- Schmerzen im Oberbauch
- Diarrhö
- Bauchschmerzen
- aufgetriebener Bauch
- Erbrechen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- trockene Haut
- Urtikaria (trat in der placebokontrollierten Zulassungsstudie unter Placebo genauso häufig oder häufiger auf als unter Eliglustat)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Arthralgie
- traten in der placebokontrollierten Zulassungsstudie unter Placebo genauso häufig oder häufiger auf als unter Eliglustat
- Schmerz in einer Extremität
- Rückenschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Fatigue
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Einnahme der Kapseln unabhängig von den Mahlzeiten
- Verzehr von Grapefruits oder deren Saft vermeiden
- Einnahme unzerkaut in Ganzen vorzugsweise mit Wasser
- Kapseln nicht zerstoßen oder auflösen
- das Mischen des Kapselinhalts (Eliglustat-Pulver) mit Nahrungsmitteln oder Getränken wurde nicht untersucht
- Kinder: orale Einnahme bei Kindern, die Kapseln im Ganzen schlucken können
Stillzeithinweise
Eliglustat - peroral
- Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau berücksichtigen bei der Entscheidung, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung mit Eliglustat verzichtet werden soll, bzw. die Behandlung mit Eliglustat zu unterbrechen ist
- nicht bekannt, ob Eliglustat und/oder dessen Metabolite in die Muttermilch übergehen
- tierexperimentelle Studien
- Übergang in die Muttermilch
- Risiko für das Neugeborene/den Säugling kann nicht ausgeschlossen werden
Schwangerschaftshinweise
Eliglustat - peroral
- aus Vorsichtsgründen soll Anwendung während der Schwangerschaft vermieden werden
- keine oder nur sehr begrenzte Daten zur Anwendung von Eliglustat bei Schwangeren
- tierexperimentelle Studien
- keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf die Reproduktionstoxizität
- Fertilität
- bei Ratten Wirkungen auf die Hoden und eine reversible Hemmung der Spermatogenese beobachtet
- Relevanz dieser Beobachtungen für den Menschen nicht bekannt
- bei Ratten Wirkungen auf die Hoden und eine reversible Hemmung der Spermatogenese beobachtet
Warnhinweise
Eliglustat - peroral
- Patienten mit kardialen Vorerkrankungen
- Anwendung von Eliglustat bei Patienten mit kardialen Vorerkrankungen in klinischen Studien nicht untersucht
- da Eliglustat bei erheblich erhöhten Plasmakonzentrationen voraussichtlich leichte Verlängerungen der EKG-Intervalle verursacht, sollte die Anwendung von Eliglustat bei Patienten mit Herzerkrankungen (Herzinsuffizienz, kurz zurückliegender akuter Myokardinfarkt, Bradykardie, Störungen der Erregungsleitung mit Blockbildung, ventrikuläre Arrhythmie), Long-QT-Syndrom und in Kombination mit Antiarrhythmika der Klasse IA (z. B. Chinidin) und der Klasse III (z.B. Amiodaron, Sotalol) vermieden werden
- Patienten mit Leberfunktionsstörung und gleichzeitige Anwendung mit anderen Arzneimitteln
- gleichzeitige Anwendung von Eliglustat mit CYP2D6- oder CYP3A4-Inhibitoren kann bei in Bezug auf CYP2D6 EMs mit leichter Leberfunktionsstörung zu einer weiteren Steigerung der Eliglustat-Plasmakonzentrationen führen
- Ausmaß dieser Wirkung ist abhängig vom gehemmten Enzym und der Wirkstärke des Inhibitors
- bei in Bezug auf CYP2D6 EMs mit leichter Leberfunktionsstörung, die einen schwachen CYP2D6-Inhibitor oder einen starken, mäßig starken oder schwachen CYP3A-Inhibitor einnehmen
- wird eine einmal tägliche Dosis empfohlen (z. B. bei der Einnahme einer Dosis von 84 mg Eliglustat zweimal täglich sollte auf 84 mg Eliglustat einmal täglich angepasst werden)
- gleichzeitige Anwendung von Eliglustat mit CYP2D6- oder CYP3A4-Inhibitoren kann bei in Bezug auf CYP2D6 EMs mit leichter Leberfunktionsstörung zu einer weiteren Steigerung der Eliglustat-Plasmakonzentrationen führen
- Patienten mit Nierenfunktionsstörung
- nur begrenzt oder keine Daten bei in Bezug auf CYP2D6 schnellen Metabolisierern (EMs), intermediären Metabolisierern (IMs) oder langsamen Metabolisierern (PMs) mit terminaler Niereninsuffizienz (ESRD) und bei in Bezug auf CYP2D6 intermediären Metabolisierern (IMs) oder langsamen Metabolisierern (PMs) mit leichter, mittelschwerer oder schwerer Niereninsuffizienz vorliegend
- Anwendung von Eliglustat bei diesen Patienten nicht empfohlen
- nur begrenzt oder keine Daten bei in Bezug auf CYP2D6 schnellen Metabolisierern (EMs), intermediären Metabolisierern (IMs) oder langsamen Metabolisierern (PMs) mit terminaler Niereninsuffizienz (ESRD) und bei in Bezug auf CYP2D6 intermediären Metabolisierern (IMs) oder langsamen Metabolisierern (PMs) mit leichter, mittelschwerer oder schwerer Niereninsuffizienz vorliegend
- Überwachung des klinischen Ansprechens
- einige therapienaive Patienten zeigten eine Verringerung des Milzvolumens um weniger als 20 % (suboptimale Ergebnisse) nach 9 Behandlungsmonaten
- für diese Patienten sollte eine Überwachung hinsichtlich einer weiteren Verbesserung oder eine alternative Behandlungsmethode in Betracht gezogen werden
- bei Patienten mit stabilem Krankheitsverlauf, die von einer Enzymersatztherapie auf Eliglustat umgestellt werden, sollte zur Sicherstellung eines weiterhin stabilen Krankheitsverlaufes eine regelmäßige Kontrolle (z.B. nach 6 Monaten und anschließend in regelmäßigen Abständen) hinsichtlich aller Krankheitsmanifestationen des Morbus Gaucher erfolgen
- Wiederaufnahme der Enzymersatztherapie oder eine alternative Behandlungsmethode sollte im Einzelfall bei Patienten in Betracht gezogen werden, die unzureichend ansprechen
- einige therapienaive Patienten zeigten eine Verringerung des Milzvolumens um weniger als 20 % (suboptimale Ergebnisse) nach 9 Behandlungsmonaten