Cimzia 200 mg Inj.-Lsg.i.e.Fertigspritze
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 3X2 ST | 4508,17 € |
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Indikation
- Erwachsene
- rheumatoide Arthritis
- in Kombination mit Methotrexat (MTX)
- Behandlung der mittelschweren bis schweren, aktiven rheumatoiden Arthritis (RA), wenn das Ansprechen auf langwirksame Antirheumatika (Disease-Modifying Antirheumatic Drugs [DMARDS]) einschließlich MTX ungenügend war
- in Fällen von Unverträglichkeit gegenüber MTX oder wenn die Fortsetzung der Behandlung mit MTX ungeeignet ist: Monotherapie möglich
- Behandlung der schweren, aktiven und fortschreitenden RA bei Patienten, die bisher nicht mit MTX oder anderen DMARDs behandelt wurden
- Behandlung der mittelschweren bis schweren, aktiven rheumatoiden Arthritis (RA), wenn das Ansprechen auf langwirksame Antirheumatika (Disease-Modifying Antirheumatic Drugs [DMARDS]) einschließlich MTX ungenügend war
- Hinweis
- gemeinsame Verabreichung mit MTX reduziert das Fortschreiten von radiologisch nachweisbaren Gelenkschäden und verbessert die körperliche Funktionsfähigkeit
- in Kombination mit Methotrexat (MTX)
- axiale Spondyloarthritis
- Patienten mit schwerer, aktiver axialer Spondyloarthritis, einschließlich
- ankylosierende Spondylitis (AS, radiographische axiale Spondyloarthritis)
- Patienten mit schwerer, aktiver ankylosierender Spondylitis, die ungenügend auf nichtsteroidale Antiphlogistika (NSAIDs) angesprochen haben oder die eine Intoleranz gegenüber NSAIDs besitzen
- axiale Spondyloarthritis ohne Röntgennachweis einer AS (nicht-radiographische axiale Spondyloarthritis)
- Patienten mit schwerer, aktiver axialer Spondyloarthritis ohne Röntgennachweis einer AS, aber mit objektiven Anzeichen der Entzündung, festgestellt durch erhöhtes C-reaktives Protein (CRP) und / oder mittels Magnetresonanztomographie (MRT), die ungenügend auf NSAIDs angesprochen haben oder die eine Intoleranz gegenüber NSAIDs besitzen
- ankylosierende Spondylitis (AS, radiographische axiale Spondyloarthritis)
- Patienten mit schwerer, aktiver axialer Spondyloarthritis, einschließlich
- Psoriasis-Arthritis
- in Kombination mit Methotrexat (MTX)
- Behandlung der aktiven Psoriasis-Arthritis, wenn das vorherige Ansprechen auf eine Therapie mit DMARDS ungenügend war
- in Fällen von Unverträglichkeit gegenüber MTX oder wenn die Fortsetzung der Behandlung mit MTX ungeeignet ist: Monotherapie möglich
- in Kombination mit Methotrexat (MTX)
- Plaque-Psoriasis
- Behandlung der mittelschweren bis schweren Plaque-Psoriasis bei Patienten, die Kandidaten für eine systemische Therapie sind
- Details zum therapeutischen Effekt: s. Fachinformation
- rheumatoide Arthritis
Dosierung
Basiseinheit: Fertigspritze, 1 ml Lösung enthält 200 mg Certolizumab Pegol (rekombinantes humanisiertes Antikörper-Fab-Fragment gegen Tumornekrosefaktor alpha (TNFalpha), in Escherichia coli exprimiert und mit Polyethylenglycol (PEG) konjugiert)
- rheumatoide Arthritis, axiale Spondyloarthritis, Psoriasis-Arthritis, Plaque-Psoriasis
- Erwachsene
- Hinweise
- Einleitung und Überwachung der Therapie von Fachärzten mit Erfahrung in der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen, für die das Arzneimittel zugelassen ist
- Patienten ist der spezielle Patientenpass auszuhändigen
- Initialdosis
- 400 mg Certolizumab Pegol, verabreicht in
- Woche 0: 2 Injektionen zu je 200 mg Certolizumab Pegol, s.c.
- Woche 2: 2 Injektionen zu je 200 mg Certolizumab Pegol, s.c.
- Woche 4: 2 Injektionen zu je 200 mg Certolizumab Pegol, s.c.
- bei rheumatoider Arthritis und Psoriasis-Arthritis
- MTX soweit möglich während der Behandlung mit dem Arzneimittel weiter verabreichen
- 400 mg Certolizumab Pegol, verabreicht in
- Erhaltungsdosis
- rheumatoide Arthritis
- 200 mg Certolizumab Pegol / 2 Wochen
- nach Bestätigung des klinischen Ansprechens
- alternative Erhaltungsdosierung von 400 mg Certolizumab Pegol / 4 Wochen erwägen
- MTX soweit möglich während der Behandlung mit dem Arzneimittel weiter verabreichen
- axiale Spondyloarthritis
- 200 mg Certolizumab Pegol / 2 Wochen oder
- 400 mg Certolizumab Pegol / 4 Wochen
- Patienten mit anhaltender Remission und einer mind. einjährigen Behandlung mit dem Arzneimittel
- reduzierte Erhaltungsdosis von 200 mg / 4 Wochen erwägen
- Psoriasis-Arthritis
- 200 mg Certolizumab Pegol / 2 Wochen
- nach Bestätigung des klinischen Ansprechens
- alternative Erhaltungsdosis von 400 mg Certolizumab Pegol / 4 Wochen erwägen
- MTX soweit möglich während der Behandlung mit dem Arzneimittel weiter verabreichen
- Behandlungsdauer
- klinisches Ansprechen innerhalb von 12 Wochen
- keine Anzeichen für einen therapeutischen Nutzen innerhalb der ersten 12 Wochen: Fortsetzung der Therapie sorgfältig zu überdenken
- rheumatoide Arthritis
- Plaque-Psoriasis
- 200 mg Certolizumab Pegol / 2 Wochen
- bei unzureichendem Ansprechen
- 400 mg Certolizumab Pegol / 2 Wochen erwägen
- Behandlungsdauer
- klinisches Ansprechen innerhalb von 16 Wochen
- keine Anzeichen für einen therapeutischen Nutzen innerhalb der ersten 16 Wochen: Fortsetzung der Therapie sorgfältig zu überdenken
- bei anfänglichem teilweisem Ansprechen kann es bei fortgesetzter Behandlung >/= Woche 16 hinaus zu einer weiteren Verbesserung kommen
- ausgelassene Dosis
- nächste Dosis injizieren, sobald sie sich der Patient daran erinnert
- anschließend: weitere Injektionen wie angewiesen fortsetzen
- Hinweise
- Erwachsene
Dosisanpassung
- Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
- Anwendung nicht empfohlen
- Unbedenklichkeit und Wirksamkeit nicht nachgewiesen
- keine Studien vorhanden
- ältere Personen (>/= 65 Jahre)
- Dosisanpassung nicht erforderlich
- Auswertung der Populationspharmakokinetik ergab keine altersbedingten Effekte
- Nieren- und Leberfunktionsstörung
- keine Untersuchungen vorhanden
- keine Dosierungsempfehlungen
Kontraindikationen
Certolizumab pegol - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Certolizumab Pegol
- aktive Tuberkulose oder andere schwere Infektionen wie z.B. Sepsis oder opportunistische Infektionen
- mittelschwere bis schwere Herzinsuffizienz (NYHA Grad III / IV)
Nebenwirkungen
Certolizumab pegol - invasiv
Nebenwirkungen in klinischen Studien und nach Zulassung
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- bakterielle Infektionen (einschließlich Abszess)
- virale Infektionen (einschließlich Herpes zoster, Papillomavirus und Influenza)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Sepsis (einschließlich Multiorganversagen, septischer Schock)
- Tuberkulose (einschließlich Miliar-, disseminierte und extrapulmonale Erkrankung)
- Pilzinfektionen (einschließlich opportunistischer)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschließlich Zysten und Polypen)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- maligne Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems (einschließlich Lymphome und Leukämie)
- solide Organtumore
- Nicht-Melanom-Hautkarzinome
- präkanzeröse Läsionen (einschließlich Leukoplakia oris, melanozytärer Naevus)
- benigne Tumore und Zysten (einschließlich Hautpapillom)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- gastrointestinale Tumore
- Melanome
- ohne Häufigkeitsangabe
- Merkelzell-Karzinom (Ereignis steht im Zusammenhang mit Klasse der TNF-Antagonisten, Inzidenz bei Certolizumab Pegol aber nicht bekannt)
- Kaposi-Sarkom
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- eosinophile Erkrankungen
- Leukopenie (einschließlich Neutropenie, Lymphopenie)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Anämie
- Lymphadenopathie
- Thrombozytopenie
- Thrombozytose
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Panzytopenie
- Splenomegalie
- Erythrozytose
- pathologische Leukozytenmorphologie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Vaskulitiden
- Lupus erythematodes
- Arzneimittelüberempfindlichkeit (einschließlich anaphylaktischer Schock)
- allergische Erkrankungen
- Autoantikörper positiv
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- angioneurotisches Ödem
- Sarkoidose
- Serum-Krankheit
- Pannikulitis (einschließlich Erythema nodosum)
- Verschlechterung der Symptome einer Dermatomyositis (Ereignisse stehen im Zusammenhang mit der Klasse der TNF-Antagonisten)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Endokrine Erkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Schilddrüsenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Elektrolytstörungen
- Dyslipidämie
- Appetitstörungen
- Gewichtsveränderung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hämosiderose
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Psychiatrische Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Angst und Stimmungsschwankungen (einschließlich assoziierter Symptome)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Selbstmordversuch
- Delirium
- geistige Beeinträchtigung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen (einschließlich Migräne)
- sensorische Anomalien
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- periphere Neuropathien
- Schwindel
- Tremor
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Krampfanfall
- Entzündung der Hirnnerven
- Koordinations- oder Gleichgewichtsstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Multiple Sklerose (Ereignis steht im Zusammenhang mit Klasse der TNF-Antagonisten, Inzidenz bei Certolizumab Pegol aber nicht bekannt)
- Guillain-Barré-Syndrom (Ereignis steht im Zusammenhang mit Klasse der TNF-Antagonisten, Inzidenz bei Certolizumab Pegol aber nicht bekannt)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Sehstörung (einschließlich verschlechtertes Sehvermögen)
- Augen- und Augenlidentzündung
- Störung der Tränensekretion
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Vertigo
- Tinnitus
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Kardiomyopathien (einschließlich Herzinsuffizienz)
- ischämische koronare Herzkrankheiten
- Arrhythmien (einschließlich Vorhofflimmern)
- Palpitationen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Perikarditis
- atrioventrikulärer Block
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- arterielle Hypertonie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hämorrhagie oder Blutung (beliebige Lokalisation)
- Hyperkoagulabilität (einschließlich Thrombophlebitis, Lungenembolie)
- Synkope
- Ödeme (einschließlich periphere, faziale Ödeme)
- Ekchymose (einschließlich Hämatome, Petechien)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- zerebrovaskulärer Insult
- Arteriosklerose
- Raynaud-Phänomen
- Livedo reticularis
- Teleangiektasie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Asthma und verwandte Symptome
- Pleuraerguss und Symptome
- Atemwegsobstruktion und -entzündung
- Husten
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- interstitielle Lungenerkrankung
- interstitielle Pneumonie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Übelkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Aszites
- gastrointestinales Geschwür
- gastrointestinale Perforation
- Entzündung des Gastrointestinaltrakts (beliebige Lokalisation)
- Stomatitis
- Dyspepsie
- aufgetriebenes Abdomen
- Trockenheit im Mund-Rachen-Raum
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Odynophagie
- Hypermotilität
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hepatitis (einschließlich erhöhte Leberenzyme)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hepatopathie (einschließlich Zirrhose)
- Cholestase
- erhöhte Bilirubinwerte im Blut
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Cholelithiasis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Ausschlag
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Alopezie
- Neuauftreten oder Verschlechterung einer Psoriasis (einschließlich palmoplantare pustuläre Psoriasis) und verwandte Erkrankungen
- Dermatitis
- Ekzeme
- Erkrankungen der Schweißdrüsen
- Hautulzera
- Photosensitivität
- Akne
- Hautdiskoloration
- trockene Haut
- Nagel- und Nagelbettstörungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hautexfoliation und -desquamation
- bullöse Erkrankungen
- Erkrankungen der Haarstruktur
- Stevens-Johnson-Syndrom (Ereignisse stehen im Zusammenhang mit der Klasse der TNF-Antagonisten)
- Erythema multiforme (Ereignisse stehen im Zusammenhang mit der Klasse der TNF-Antagonisten)
- lichenoide Reaktionen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Muskulatur
- Kreatinphosphokinase im Blut erhöht
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Nierenfunktionsstörungen
- Blut im Urin
- Symptome der Blase und Harnröhre
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Nephropathie (einschließlich Nephritis)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Menstruationszyklusstörungen und Metrorrhagien (einschließlich Amenorrhö)
- Erkrankungen der Brust
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- sexuelle Funktionsstörung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Fieber
- Schmerz (beliebige Lokalisation)
- Asthenie
- Pruritus (beliebige Lokalisation)
- Reaktionen an der Injektionsstelle
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schüttelfrost
- grippeähnliche Erkrankung
- veränderte Temperaturwahrnehmung
- Nachtschweiß
- Hautrötung mit Hitzegefühl
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Fistel (beliebige Lokalisation)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- erhöhte alkalische Phosphatasewerte im Blut
- verlängerte Blutgerinnungszeit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- erhöhte Harnsäurewerte im Blut
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hautverletzungen
- Wundheilungsstörung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Nebenwirkungen, die in anderen Anwendungsgebieten beobachtet wurden
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Magen-Darm-Stenose und -Obstruktionen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Azoospermie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Verschlechterung des allgemeinen Gesundheitszustands
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schwangerschaft, Wochenbett und perinatale Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Fehlgeburt
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Anwendungshinweise
- Injektionslösung
- s.c. Injektion
- geeignete Injektionsstellen: z. B. Oberschenkel oder Abdomen
- nach einer entsprechenden Einweisung in die Injektionstechnik
- Patienten können sich die Injektionen selbst geben
- Prüfung und durch den Arzt
- entsprechende medizinische Nachbeobachtung notwendig
- Fertigspritze mit Nadelschutzsystem: Anwendung nur durch medizinisches Fachpersonal
- weitere Hinweise s. Fachinformation
Stillzeithinweise
Certolizumab pegol - invasiv
- Certolizumab Pegol kann während der Stillzeit angewendet werden
- in einer klinischen Studie mit 17 stillenden Frauen, die mit Certolizumab Pegol behandelt wurden, wurde minimaler Transfer von Certolizumab Pegol vom Plasma in die Muttermilch beobachtet
- prozentualer Anteil der mütterlichen Certolizumab Pegol-Dosis, der innerhalb von 24 Stunden auf den Säugling übertragen wird, wird auf 0,04 - 0,3% geschätzt
- da Certolizumab Pegol ein Protein ist, das nach oraler Verabreichung im MagenMagen-Darm-Trakt abgebaut wird, ist zu erwartende absolute Bioverfügbarkeit sehr niedrig
Schwangerschaftshinweise
Certolizumab pegol - invasiv
- Anwendung während der Schwangerschaft nur, wenn dies klinisch notwendig ist
- aufgrund der Hemmung von TNFalpha könnte Anwendung während der Schwangerschaft normale Immunantwort von Neugeborenen beeinträchtigen
- klinische Studien
- Daten von > 1300 prospektiv gesammelten Schwangerschaften, in denen Certulizumab Pegol angewendet wurde und deren Schwangerschaftsausgang bekannt war, deuten darauf hin, dass Certulizumab Pegol keine Auswirkungen auf Fehlbildungen hat
- Daten beinhalten auch > 1000 Schwangerschaften, in denen Certulizumab Pegol im 1. Trimester angewendet wurde
- derzeit werden weitere Daten gesammelt, da die vorhandene klinische Erfahrungen noch zu gering sind, um mit angemessener Sicherheit ein mit der Anwendung von Certulizumab Pegol verbundenes erhöhtes Risiko ausschließen zu können
- in einer klinischen Studie wurden 16 Frauen während der Schwangerschaft mit Certolizumab Pegol (200 mg jede zweite Woche oder 400 mg jede vierte Woche) behandelt
- Plasmakonzentrationen von Certolizumab Pegol, die bei 14 Neugeborenen bei der Geburt gemessen wurden, lagen in 13 Proben unter der Nachweisgrenze (Below the Limit of Quantification/BLQ)
- in einer Probe wurden 0,042 µg/ml gemessen, wobei das Kind/Mutter-Verhältnis der Plasmakonzentration bei der Geburt 0,09% betrug
- in Woche 4 und 8 waren alle Plasmakonzentrationen der Säuglinge unter der Nachweisgrenze (BLQ)
- klinische Signifikanz sehr niedriger Konzentrationen Certolizumab Pegol bei Säuglingen nicht bekannt
- empfohlen, mind. 5 Monate nach der letzten Anwendung von Certulizumab Pegol während der Schwangerschaft zu warten, bevor Lebend- oder attenuierte Lebendimpfstoffe verabreicht werden (z. B. BCG-Impfstoffe), außer wenn Nutzen der Impfung für den Säugling das theoretische Risiko einer Impfung mit Lebend- oder attenuierten Lebendimpfstoffen deutlich überwiegt
- Daten von > 1300 prospektiv gesammelten Schwangerschaften, in denen Certulizumab Pegol angewendet wurde und deren Schwangerschaftsausgang bekannt war, deuten darauf hin, dass Certulizumab Pegol keine Auswirkungen auf Fehlbildungen hat
- nicht-klinische Studien lassen niedrigen oder vernachlässigbaren Plazentatransfer eines homologen Fab'-Fragments von Certolizumab Pegol (keine Fc-Region) vermuten
- tierexperimentelle Studien mit einem Nagetier-Anti-Ratte-TNFalpha
- keine Hinweise auf Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit oder Schädigung des Fötus
- Daten sind jedoch hinsichtlich der Reproduktionstoxizität beim Menschen nicht ausreichend
- Frauen im gebärfähigen Alter
- Frauen im gebärfähigen Alter sollten geeignete Empfängnisverhütungsmethoden anwenden und diese bis mind. 5 Monate nach der letzten Anwendung von Certulizumab Pegol fortführen
- aufgrund der Eliminationsrate von Certulizumab Pegol können bei Frauen, die eine Schwangerschaft planen, geeignete Empfängnisverhütungsmethoden für 5 Monate nach der letzten Anwendung in Erwägung gezogen werden
- allerdings sollte Behandlungsbedarf der Frauen ebenfalls berücksichtigt werden
- Fruchtbarkeit
- beobachtete Wirkungen auf die Parameter der Spermienbeweglichkeit und ein Trend zu einer reduzierten Spermienzahl bei männlichen Nagetieren haben keine erkennbare Auswirkung auf die Fruchtbarkeit
- klinische Studie zur Beurteilung der Wirkung auf die Parameter der Spermienqualität
- in einer klinischen Studie wurden 20 gesunde männliche Probanden randomisiert einer Behandlung mit einer Einzeldosis von 400 mg Certulizumab Pegol s.c. oder Placebo zugewiesen
- während der 14-wöchigen Nachbeobachtungszeit keine Wirkungen der Certulizumab Pegol-Behandlung auf die Parameter der Spermienqualität im Vergleich zu Placebo beobachtet
Warnhinweise
Certolizumab pegol - invasiv
- Therapie sollte von Fachärzten mit Erfahrung in der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen, für die Certolizumab Pegol zugelassen ist, eingeleitet und überwacht werden
- Patienten ist der spezielle Patientenpass auszuhändigen
- Rückverfolgbarkeit
- um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen Bezeichnung sowie Chargenbezeichnung des verwendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden
- Infektionen
- Patienten vor, während und nach der Behandlung engmaschig auf Anzeichen und Symptome von Infektionen einschließlich Tuberkulose überwachen
- aufgrund der Eliminationsdauer für Certolizumab Pegol von 5 Monaten Patienten über diesen Zeitraum überwachen
- bei Patienten mit einer klinisch bedeutsamen aktiven Infektion einschließlich chronischer oder lokalisierter Infektionen darf keine Behandlung eingeleitet werden, bis Infektion unter Kontrolle ist
- falls neue Infektion während der Behandlung auftritt, Patienten engmaschig überwachen
- bei Auftreten einer neuen, schwerwiegenden Infektion Certolizumab Pegol so lange absetzen, bis Infektion unter Kontrolle ist
- Anwendung sorgfältig abwägen
- bei Patienten mit anamnestisch vorhandenen rezidivierenden oder opportunistischen Infektionen
- bei Grunderkrankungen, die den Patienten anfällig für Infektionen machen könnten
- gleichzeitige Anwendung von Immunsuppressiva
- bei Patienten mit rheumatoider Arthritis treten aufgrund von Erkrankung und Begleitmedikation möglicherweise nicht die typischen Infektionssymptome (z.B. Fieber) auf
- früher Nachweis jeder Infektion, vor allem bei atypischen klinischen Manifestationen einer schweren Infektion, außerordentlich wichtig, um Verzögerungen bei Diagnose und Einleitung der Behandlung zu minimieren
- schwerwiegende Infektionen einschließlich Sepsis und Tuberkulose (einschließlich Miliartuberkulose, disseminierter und extrapulmonaler Tuberkulose) und opportunistische Infektionen (z.B. Histoplasmose, Nokardiose, Kandidamykose) wurden bei Patienten unter Behandlung mit Certolizumab Pegol gemeldet
- einige dieser Ereignisse verliefen tödlich
- Tuberkulose
- vor Behandlungsbeginn Patienten auf das Vorliegen einer aktiven oder auch inaktiven (latenten) Tuberkuloseinfektion untersuchen
- Untersuchung sollte eine detaillierte Anamnese mit einer persönlichen Tuberkulose-Krankengeschichte oder möglichen vorherigen Kontakten mit Patienten mit aktiver Tuberkulose und vorheriger und/oder aktueller Begleittherapie mit Immunsuppressiva umfassen
- geeignete Screening-Untersuchungen, z.B. Tuberkulinhauttest und Röntgen-Thorax-Aufnahme, bei allen Patienten durchführen
- nationale Empfehlungen beachten
- Durchführung dieser Tests in den Patientenpass eintragen
- Risiko von falsch-negativen Ergebnissen bei Tuberkulinhauttests, vor allem bei schwerkranken oder immunkompromittierten Patienten beachten
- bei Diagnose einer aktiven Tuberkulose vor oder während der Behandlung, keine Certolizumab Pegol-Behandlung einleiten bzw. Behandlung absetzen
- bei Verdacht auf eine inaktive („latente") Tuberkulose Arzt mit Erfahrung in der Behandlung von Tuberkulose hinzuziehen
- Nutzen-Risiko-Verhältnis einer Behandlung sehr sorgfältig abwägen bei
- Diagnose einer latenten Tuberkulose
- vor Behandlungsbeginn entsprechend den nationalen Empfehlungen eine geeignete tuberkulostatische Therapie durchführen
- Durchführung einer tuberkulostatischen Therapie ist vor Beginn einer Certolizumab Pegol-Therapie auch zu empfehlen
- bei Patienten mit latenter oder aktiver Tuberkulose in der Anamnese, bei denen keine angemessene Behandlung bestätigt werden kann
- bei Patienten, bei denen trotz eines negativen Tests auf latente Tuberkulose erhebliche Risikofaktoren für Tuberkulose vorliegen
- bei Verdacht einer latenten Tuberkuloseinfektion sollte vor Behandlungsbeginn mit Certolizumab Pegol biologische Tuberkulose-Screeningtests erwogen werden, unabhängig von einer BCG-Impfung
- Diagnose einer latenten Tuberkulose
- trotz einer vorhergehenden oder begleitenden Prophylaxe-Behandlung der Tuberkulose sind bei Patienten, die mit TNF-Antagonisten - einschließlich Certolizumab Pegol - behandelt wurden, Fälle einer aktiven Tuberkulose aufgetreten
- manche Patienten, die erfolgreich gegen aktive Tuberkulose behandelt wurden, entwickelten während der Behandlung mit Certolizumab Pegol wieder eine Tuberkulose
- Patienten anweisen ärztlichen Rat einzuholen, wenn während oder nach der Behandlung mit Certolizumab Pegol Anzeichen/Symptome (z.B. persistierender Husten, Auszehrung/Gewichtsverlust, niedriges Fieber, Abgeschlagenheit) auftreten, die an eine Tuberkuloseinfektion denken lassen
- Hepatitis B Virus-(HBV-) Reaktivierung
- Hepatitis B-Reaktivierung trat bei Patienten auf, die chronische Träger dieses Virus (d.h. Oberflächenantigen-positiv) sind und die mit TNF-Blocker, einschließlich Certolizumab Pegol, behandelt wurden
- einige Fälle mit tödlichem Ausgang
- Patienten sind auf Vorliegen einer HBV-Infektion zu testen, bevor die Behandlung eingeleitet wird
- bei Patienten, die positiv auf eine HBV-Infektion getestet werden, empfohlen, einen in der Behandlung der Hepatitis B erfahrenen Arzt zu konsultieren
- HBV-Träger, die eine Behandlung mit Certolizumab Pegol benötigen, sind während der gesamten Behandlungsdauer und bis mehrere Monate nach Ende der Behandlung engmaschig auf Anzeichen und Symptome einer aktiven HBV-Infektion zu überwachen
- adäquate Daten über die Behandlung von Patienten, die HBV-Träger sind, mit einem TNF-Blocker zusammen mit einer antiviralen Therapie zur Verhinderung einer HBV-Reaktivierung liegen nicht vor
- Patienten, bei denen es zu einer HBV-Reaktivierung kommt
- Therapie mit Certolizumab Pegol absetzen und wirksame antivirale Therapie mit angemessener unterstützender Behandlung einleiten
- Hepatitis B-Reaktivierung trat bei Patienten auf, die chronische Träger dieses Virus (d.h. Oberflächenantigen-positiv) sind und die mit TNF-Blocker, einschließlich Certolizumab Pegol, behandelt wurden
- Malignome und lymphoproliferative Erkrankungen
- Auswirkung einer Behandlung mit TNF-Antagonisten bei der Entwicklung von Malignomen nicht bekannt
- Vorsicht, wenn Behandlung mit TNF-Antagonisten bei Patienten mit Malignomen in der Anamnese erwogen wird oder wenn die Behandlung bei Patienten fortgesetzt werden soll, die Malignome entwickeln
- nach aktuellem Wissensstand kann ein mögliches Risiko für die Entwicklung von Lymphomen, Leukämien oder anderen bösartigen Erkrankungen bei Patienten, die mit einem TNF-Antagonisten behandelt werden, nicht ausgeschlossen werden
- in klinischen Studien mit Certolizumab Pegol und anderen TNF-Antagonisten wurden bei Patienten, die TNF-Antagonisten erhielten, mehr Fälle von Lymphomen und anderen malignen Erkrankungen beobachtet
- im Rahmen der Anwendung nach der Zulassung wurden Fälle von Leukämie bei Patienten, die mit einem TNF-Antagonisten behandelt wurden, beobachtet
- bei Patienten mit rheumatoider Arthritis mit länger bestehender, hochaktiver, entzündlicher Erkrankung besteht erhöhtes Grundrisiko, ein Lymphom und Leukämie zu entwickeln
- dies erschwert die Risikoeinschätzung
- keine Studien durchgeführt, in die Patienten mit einer malignen Anamnese eingeschlossen wurden oder in denen die Behandlung von Patienten fortgesetzt wurde, die unter Certolizumab Pegol-Therapie ein Malignom entwickelt haben
- Hautkrebs
- Melanome und Merkelzell-Karzinome bei Patienten unter Behandlung mit TNF-Antagonisten (einschließlich Certolizumab Pegol) beschrieben
- regelmäßige Hautuntersuchungen, besonders bei Patienten mit Risikofaktoren für Hautkrebs, empfohlen
- Malignome bei Kindern und Jugendlichen
- bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen (bis zu 22 Jahren), die im Rahmen der Anwendung nach der Zulassung eine Behandlung mit TNF-Antagonisten erhielten (Beginn der Behandlung im Alter </= 18 Jahre), wurde von Malignomen, bei einigen mit tödlichem Ausgang, berichtet
- bei etwa der Hälfte der Fälle handelte es sich um Lymphome
- die anderen Fälle umfassten eine Reihe verschiedener Malignome, darunter seltene Malignome, die üblicherweise im Zusammenhang mit einer Immunsuppression auftreten
- bei Kindern und Jugendlichen, die mit TNF-Antagonisten behandelt werden, kann ein Risiko für die Entwicklung von Malignomen nicht ausgeschlossen werden
- nach Markteinführung wurden bei Patienten, die mit TNF-Antagonisten behandelt wurden, Fälle von hepatosplenalen T-Zell-Lymphomen beobachtet
- diese seltene Form eines T-Zell-Lymphoms hat einen sehr aggressiven Krankheitsverlauf und führt in der Regel zum Tode
- Mehrzahl der aufgetretenen Fälle von hepatosplenalen T-Zell-Lymphomen sind bei Heranwachsenden und jungen, männlichen Erwachsenen mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa aufgetreten
- fast jeder dieser Patienten erhielt eine Behandlung mit den Immunsuppressiva Azathioprin und/oder 6-Mercaptopurin zusätzlich zu einem TNF-Antagonisten während oder vor der Diagnosestellung
- kann nicht ausgeschlossen werden, dass bei Patienten, die mit Certolizumab Pegol behandelt werden, ein Risiko für die Entwicklung eines hepatosplenalen T-Zell-Lymphoms besteht
- bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen (bis zu 22 Jahren), die im Rahmen der Anwendung nach der Zulassung eine Behandlung mit TNF-Antagonisten erhielten (Beginn der Behandlung im Alter </= 18 Jahre), wurde von Malignomen, bei einigen mit tödlichem Ausgang, berichtet
- Auswirkung einer Behandlung mit TNF-Antagonisten bei der Entwicklung von Malignomen nicht bekannt
- Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
- in einer explorativen klinischen Studie zur Anwendung eines anderen TNF-Antagonisten, Infliximab, bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease) wurden mehr Karzinome, vor allem in Lunge oder Kopf und Hals, bei mit Infliximab behandelten Patienten im Vergleich zu Kontrollpatienten beobachtet
- in allen Fällen starkes Rauchen in der Anamnese
- bei der Anwendung eines TNF-Antagonisten bei COPD-Patienten und auch bei Patienten mit erhöhtem Malignomrisiko aufgrund starken Rauchens Vorsicht geboten
- in einer explorativen klinischen Studie zur Anwendung eines anderen TNF-Antagonisten, Infliximab, bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease) wurden mehr Karzinome, vor allem in Lunge oder Kopf und Hals, bei mit Infliximab behandelten Patienten im Vergleich zu Kontrollpatienten beobachtet
- Dekompensierte Herzinsuffizienz
- bei mittelschwerer bis schwerer Herzinsuffizienz kontraindiziert
- in einer klinischen Studie mit einem anderen TNF-Antagonisten wurden Verschlechterung einer bestehenden Herzinsuffizienz und erhöhte Sterblichkeit aufgrund von dekompensierter Herzinsuffizienz beobachtet
- bei Patienten mit rheumatoider Arthritis unter Certulizumab Pegol-Behandlung wurden Fälle von Herzinsuffizienz berichtet
- bei Patienten mit leichter Herzinsuffizienz (NYHA Grad I/II) mit Vorsicht anwenden
- bei Patienten, bei denen neue Symptome einer Herzinsuffizienz auftreten oder wenn sich solche Symptome verschlimmern
- Behandlung absetzen
- Hämatologische Ereignisse
- unter TNF-Antagonisten seltene Fälle von Panzytopenie einschließlich aplastischer Anämie berichtet
- unerwünschte Ereignisse des hämatologischen Systems einschließlich medizinisch bedeutsamer Zytopenie (z.B. Leukopenie, Panzytopenie, Thrombozytopenie) wurden unter Certolizumab Pegol beobachtet
- alle Patienten sind anzuweisen, sofort einen Arzt aufzusuchen, wenn während einer Behandlung mit Certolizumab Pegol Anzeichen und Symptome auftreten, die auf Dyskrasien oder eine Infektion hinweisen könnten (z.B. anhaltendes Fieber, Blutergüsse, Blutungen, Blässe)
- bei Patienten mit bestätigten signifikanten hämatologischen Anomalien ist ein Absetzen der Therapie zu erwägen
- Neurologische Ereignisse
- Anwendung von TNF-Antagonisten wurde mit seltenen Fällen von Neuauftreten oder Verschlechterung klinischer Symptome und/oder röntgenologischer Hinweise einer demyelinisierenden Erkrankung einschließlich Multipler Sklerose in Verbindung gebracht
- bei Patienten mit vorbestehenden oder kürzlich aufgetretenen demyelinisierenden Erkrankungen vor Einleitung einer Certolizumab Pegol-Therapie Nutzen und Risiken der TNF-Antagonistenbehandlung sorgfältig abwägen
- selten wurden bei Patienten unter Certolizumab Pegol-Behandlung neurologische Störungen einschließlich Anfallserkrankungen, Neuritis und peripherer Neuropathie gemeldet
- Überempfindlichkeit
- in seltenen Fällen schwere Überempfindlichkeitsreaktionen nach Verabeichung gemeldet
- einige dieser Reaktionen traten nach der ersten Anwendung auf
- wenn schwere Reaktionen auftreten Certolizumab Pegol-Therapie sofort absetzen und geeignete Therapie einleiten
- Datenlage zur Anwendung von Certolizumab Pegol bei Patienten, die auf einen anderen TNF-Blocker mit Überempfindlichkeit reagiert haben, ist begrenzt
- bei diesen Patienten ist Vorsicht angebracht
- in seltenen Fällen schwere Überempfindlichkeitsreaktionen nach Verabeichung gemeldet
- Immunsuppression
- da der Tumornekrosefaktor (TNF) Entzündungen vermittelt und die Immunantworten der Zellen moduliert, besteht die Möglichkeit, dass TNF-Antagonisten einschließlich Certolizumab Pegol eine Immunsuppression verursachen, wodurch die Abwehr gegen Infektionen und Malignome beeinträchtigt wird
- Autoimmunität
- Behandlung mit Certulizumab Pegol kann zur Bildung von antinukleären Antikörpern (ANA) und gelegentlich zur Entwicklung von Lupus erythematodes-artigen Hautveränderungen („Lupus-Like Syndrome") führen
- Einfluss einer Langzeitbehandlung mit Certolizumab Pegol auf Entwicklung von Autoimmunkrankheiten ist unbekannt
- wenn bei einem Patienten nach der Behandlung Symptome auftreten, die auf ein „Lupus-Like Syndrome" hindeuten, Behandlung absetzen
- Certolizumab Pegol wurde nicht speziell in einem Lupus-Kollektiv untersucht
- Impfungen
- Patienten, die mit Certolizumab Pegol behandelt werden, dürfen Impfungen erhalten
- ausgenommen sind Lebendimpfstoffe
- keine Daten zu Reaktionen auf Impfungen mit Lebendimpfstoffen oder der sekundären Übertragung von Infektionen durch Lebendimpfstoffe bei Patienten unter Certolizumab Pegol-Behandlung vorliegend
- Lebendimpfstoffe sollten nicht gleichzeitig mit Certolizumab Pegol verabreicht werden
- ausgenommen sind Lebendimpfstoffe
- in placebo-kontrollierter Studie an Patienten mit rheumatoider Arthritis war bei gleichzeitiger Verabreichung von Certolizumab Pegol mit Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoff und Influenzaimpfstoff kein Unterschied hinsichtlich der Antikörperantwort zwischen den mit Certolizumab Pegol und den mit Placebo behandelten Gruppen erkennbar
- Patienten, die Certolizumab Pegol zusammen mit Methotrexat erhielten, zeigten eine geringere humorale Immunantwort im Vergleich zu Patienten, die ausschließlich Certolizumab Pegol erhielten
- klinische Bedeutung hiervon ist unbekannt
- Patienten, die Certolizumab Pegol zusammen mit Methotrexat erhielten, zeigten eine geringere humorale Immunantwort im Vergleich zu Patienten, die ausschließlich Certolizumab Pegol erhielten
- Patienten, die mit Certolizumab Pegol behandelt werden, dürfen Impfungen erhalten
- Gleichzeitige Anwendung mit anderen Biologika
- Anwendung zusammen mit Anakinra oder Abatacept nicht empfohlen
- schwere Infektionen und Neutropenien wurden in klinischen Studien bei gleichzeitiger Anwendung von Anakinra (einem Interleukin-1-Antagonisten) oder Abatacept (einem CD28-Modulator) und einem anderen TNF-Antagonisten, Etanercept, beobachtet ohne dass es einen zusätzliche Nutzen im Vergleich zu einer TNF-Antagonisten-Monotherapie gab
- aufgrund der Art der unerwünschten Ereignisse, die während der Kombinationstherapie eines anderen TNF-Antagonisten entweder mit Abatacept oder Anakinra beobachtet wurden, könnten ähnliche toxische Effekte auch aus der Kombination von Anakinra oder Abatacept und anderen TNF-Blockern resultieren
- Anwendung zusammen mit Anakinra oder Abatacept nicht empfohlen
- Operationen
- Erfahrung in Bezug auf die Unbedenklichkeit bei operativen Eingriffen bei Patienten unter Certolizumab Pegol-Behandlung ist begrenzt
- bei der Planung eines operativen Eingriffs sollte die Halbwertszeit von 14 Tagen von Certolizumab Pegol berücksichtigt werden
- bei einer geplanten Operation während der Behandlung mit Certolizumab engmaschig auf Infektionen überwachen und entsprechende Maßnahmen ergreifen
- Bestimmung der aktivierten partiellen Thromboplastinzeit (aPTT)
- bei mit Certolizumab Pegol behandelten Patienten wurde eine Beeinflussung von bestimmten Gerinnungstests festgestellt
- Certolizumab Pegol kann zu falsch-erhöhten aPTT-Testergebnissen bei Patienten ohne Gerinnungsstörungen führen
- diese Wirkung wurde im PTT-Lupus-Antikoagulanzien (LA)-Test und dem automatischen „Standard Target Activated Partial Thromboplastin time"-Test (STA-PTT) der Firma Diagnostica Stago und den HemosIL APTT-SP liquid und HemosIL lyophilised Silica-Tests der Fa. Instrumentation Laboratories beobachtet
- andere aPTT-Bestimmungen können ebenfalls betroffen sein
- keine Hinweise darauf, dass eine Certolizumab-Therapie in vivo eine Auswirkung auf die Gerinnung hat
- bei Certolizumab Pegol-Behandlung sollte Interpretation pathologischer Gerinnungswerte mit besonderer Sorgfalt erfolgen
- Beeinflussung von Bestimmungen der Thrombinzeit (TT) und der Prothrombinzeit (PT) wurde nicht beobachtet
- Ältere Patienten
- nur begrenzte Erfahrung
- in den klinischen Studien Inzidenz von Infektionen bei Patienten >/= 65 Jahre im Vergleich zu jüngeren Teilnehmern offensichtlich höher
- diese Patientengruppe mit Vorsicht behandeln, insbesondere erhöhte Aufmerksamkeit bzgl. des Auftretens von Infektionen