Cisatracurium-hameln 2mg/ml Inj.lsg./Inf.lsg.
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 10X2.5 ML | 28,64 € |
| N2 | 10X5 ML | 38,56 € |
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Indikation
- zur Anwendung bei chirurgischen und anderen Eingriffen sowie in der Intensivmedizin bei Erwachsenen und Kindern im Alter von 1 Monat oder älter als Muskelrelaxans begleitend zur Vollnarkose oder zur Sedierung in der Intensivmedizin sowie zur Erleichterung einer endotrachealen Intubation und mechanischen Beatmung
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml Injektionslösung/Infusionslösung enthält 2,68 mg Cisatracuriumbesilat, entsprechend 2 mg Cisatracurium
- Chirurgische und andere Eingriffen sowie in der Intensivmedizin
- Anwendung als intravenöse Bolusinjektion
- Endotracheale Intubation
- 0,15 mg / kg Körpergewicht (KG)
- gute Intubationsbedingungen sind üblicherweise innerhalb von 120 Sekunden nach Anwendung von Cisatracurium gegeben, wenn es nach Narkoseinduktion mit Propofol verabreicht wurde
- höhere Dosen verkürzen die Zeit bis zum Eintritt der neuromuskulären Blockade
- durchschnittliche pharmakodynamische Daten, nachdem Cistracurium in verschiedenen Dosen an gesunde erwachsene Patienten während einer Narkose mit Opioiden (Thiopental/Fentanyl/Midazolam) oder Propofol verabreicht wurde
- Anfangsdosis Cisatracurium: 0,1 mg / kg KG (Narkosebedingungen: Opioid)
- Zeit bis zu 90%iger T1*-Suppression: 3,4 Min
- Zeit bis zur maximalen T1*-Suppression: 4,8 Min
- Zeit bis zur 25%igen spontanen T1-Erholung: 45 Min
- Anfangsdosis Cisatracurium: 0,15 mg / kg KG (Narkosebedingungen: Propofol)
- Zeit bis zu 90%iger T1*-Suppression: 2,6 Min
- Zeit bis zur maximalen T1*-Suppression: 3,5 Min
- Zeit bis zur 25%igen spontanen T1-Erholung: 55 Min
- Anfangsdosis Cisatracurium: 0,2 mg / kg KG (Narkosebedingungen: Opioid)
- Zeit bis zu 90%iger T1*-Suppression: 2,4 Min
- Zeit bis zur maximalen T1*-Suppression: 2,9 Min
- Zeit bis zur 25%igen spontanen T1-Erholung: 65 Min
- Anfangsdosis Cisatracurium: 0,4 mg / kg KG (Narkosebedingungen: Opioid)
- Zeit bis zu 90%iger T1*-Suppression: 1,5 Min
- Zeit bis zur maximalen T1*-Suppression: 1,9 Min
- Zeit bis zur 25%igen spontanen T1-Erholung: 91 Min
- Anfangsdosis Cisatracurium: 0,1 mg / kg KG (Narkosebedingungen: Opioid)
- Enfluran- oder Isofluran-Narkosen können klinische Wirkdauer einer initialen Cisatracurium-Dosis um bis zu 15% verlängern
- Erhaltungsdosis
- neuromuskuläre Blockade kann mit Erhaltungsdosen von Cisatracurium verlängert werden
- 0,03 mg / kg KG unter Opioid- oder Propofolanästhesie bewirkt zusätzliche, klinisch effektive neuromuskuläre Blockade für die Dauer von ungefähr 20 Minuten
- wiederholte Verabreichung von Erhaltungsdosen führt zu keiner Kumulierung des neuromuskulär blockierenden Effekts
- Spontanerholung
- sobald spontane Erholung von der neuromuskulären Blockade eintritt, ist deren Dauer bis zur vollständigen Erholung unabhängig von der verabreichten Cisatracurium-Dosis
- mittlere Erholungszeiten betragen unter Opioid- oder Propofolanästhesie ungefähr 13 bzw. 30 Minuten für eine Erholung von 25% auf 75% bzw. von 5% auf 95%
- Aufhebung der neuromuskulären Blockade
- die durch Verabreichung von Cisatracurium erzielte neuromuskuläre Blockade ist mit Standarddosen von Cholinesterasehemmern leicht reversibel
- mittlere Erholungszeiten von 25% auf 75% bzw. bis zur vollständigen klinischen Erholung (T4:T1-Ratio >= 0,7) betragen ungefähr 4 bzw. 9 Minuten, wenn Antagonist bei einer durchschnittlichen T1-Erholung von 10% verabreicht wird
- Kinder
- Endotracheale Intubation (Kinder im Alter von 1 Monat bis 12 Jahren)
- 0,15 mg / kg KG, schnell verabreicht über 5 bis 10 Sekunden
- endotracheale Intubation kann 120 Sekunden nach Verabreichung dieser Dosis durchgeführt werden
- Anwendung von Cisatracurium zur Intubation bei Kindern der ASA-Klassen III - IV wurde nicht untersucht; nur begrenzte Daten zum Einsatz von Cisatracurium bei Kleinkindern unter 2 Jahren während längeren oder größeren Eingriffen bzw. Operationen vorhanden
- bei Kindern von 1 Monat bis 12 Jahren zeigt Cisatracurium kürzere klinisch effektive Wirkdauer und rascheres spontanes Abklingprofil als bei Erwachsenen unter ähnlichen anästhetischen Bedingungen
- Kinder von 1 Monat bis 11 Monaten
- Dosis Cisatracurium: 0,15 mg / kg KG (Narkosebedingungen: Halothan)
- Zeit bis zu 90%igen Suppression: 1,4 Min
- Zeitspanne bis zur maximalen Suppression: 2,0 Min
- Zeitspanne bis zur 25%igen spontanen T1-Erholung: 52 Min
- Dosis Cisatracurium: 0,15 mg / kg KG (Narkosebedingungen: Opioid)
- Zeit bis zu 90%igen Suppression: 1,4 Min
- Zeitspanne bis zur maximalen Suppression: 1,9 Min
- Zeitspanne bis zur 25%igen spontanen T1-Erholung: 47 Min
- Dosis Cisatracurium: 0,15 mg / kg KG (Narkosebedingungen: Halothan)
- Kinder von 1 Jahr bis 12 Jahren
- Dosis Cisatracurium: 0,15 mg / kg KG (Narkosebedingungen: Halothan)
- Zeit bis zu 90%igen Suppression: 2,3 Min
- Zeitspanne bis zur maximalen Suppression: 3,0 Min
- Zeitspanne bis zur 25%igen spontanen T1-Erholung: 43 Min
- Dosis Cisatracurium: 0,15 mg / kg KG (Narkosebedingungen: Opioid)
- Zeit bis zu 90%igen Suppression: 2,6 Min
- Zeitspanne bis zur maximalen Suppression: 3,6 Min
- Zeitspanne bis zur 25%igen spontanen T1-Erholung: 38 Min
- Dosis Cisatracurium: 0,15 mg / kg KG (Narkosebedingungen: Halothan)
- wenn Cisatracurium zur Intubation nicht erforderlich ist: geringere Dosierung als 0,15 mg / kg KG kann angewendet werden
- Kinder von 2 Jahren bis 12
- Dosis Cisatracurium: 0,08 mg / kg KG (Narkosebedingungen: Halothan)
- Zeit bis zu 90%igen Suppression: 1,7 Min
- Zeitspanne bis zur maximalen Suppression: 2,5 Min
- Zeitspanne bis zur 25%igen spontanen T1-Erholung: 31 Min
- Dosis Cisatracurium: 0,1 mg / kg KG (Narkosebedingungen: Opioid)
- Zeit bis zu 90%igen Suppression: 1,7 Min
- Zeitspanne bis zur maximalen Suppression: 2,8 Min
- Zeitspanne bis zur 25%igen spontanen T1-Erholung: 28 Min
- Dosis Cisatracurium: 0,08 mg / kg KG (Narkosebedingungen: Halothan)
- Kinder von 2 Jahren bis 12
- Anwendung von Cisatracurium nach vorheriger Gabe von Suxamethonium wurde bei Kindern klinisch nicht geprüft
- Halothan kann die klinisch effektive Wirkdauer von Cisatracurium um bis zu 20% verlängern; keine Daten über pädiatrische Anwendung von Cisatracurium während einer Anästhesie mit anderen halogenisierten Fluorkohlenwasserstoff-Anästhetika vorhanden; es kann aber davon ausgegangen werden, dass auch diese Substanzen die effektive klinische Wirkungsdauer einer Cisatracurium-Dosis verlängern
- Erhaltungsdosis (Kinder von 2 bis 12 Jahren)
- neuromuskuläre Blockade kann mit Erhaltungsdosen von Cisatracurium verlängert werden
- Kinder von 2 bis 12 Jahren: Dosis von 0,02 mg / kg KG führt zu einer ungefähr 9-minütigen Verlängerung der klinisch effektiven neuromuskulären Blockade während einer Halothan Anästhesie
- wiederholte Verabreichung von Erhaltungsdosen führt nicht zu Kumulierung des neuromuskulär blockierenden Effekts
- Kinder unter 2 Jahren: aufgrund der unzureichenden Daten keine Empfehlungen zur Erhaltungsdosis; allerdings deuten sehr begrenzte Daten aus klinischen Studien an Kindern unter 2 Jahren darauf hin, dass Erhaltungsdosierungen von 0,03 mg / kg KG eine neuromuskuläre Blockade während einer Opioidan-Narkose um bis zu 25 Minuten verlängern
- Spontanerholung
- sobald es zu spontaner Erholung der neuromuskulären Blockade kommt, ist die Dauer bis zur vollständigen Erholung unabhängig von der applizierten Cisatracurium-Dosis
- während einer Opioid- oder Halothananästhesie betragen die mittleren Zeiten für eine Erholung von 25% auf 75% und für 5% auf 95% ungefähr 11 bzw. 28 Minuten
- Aufhebung der neuromuskulären Blockade
- durch die Verabreichung von Cisatracurium erzielte neuromuskuläre Blockade ist mit Standarddosierungen von Cholinesterasehemmern leicht reversibel
- mittlere Zeiten für Erholung von 25% auf 75% bzw. bis zur vollen klinischen Erholung (T4:T1-Ratio >= 0,7) betragen ungefähr 2 bzw. 5 Minuten, wenn der Antagonist bei einer durchschnittlichen T1-Erholung von 13% verabreicht wird
- Endotracheale Intubation (Kinder im Alter von 1 Monat bis 12 Jahren)
- Endotracheale Intubation
- Anwendung als intravenöse Infusion
- Erwachsene und Kinder im Alter von 2 bis 12 Jahren
- Aufrechterhaltung einer neuromuskulären Blockade durch Infusion von Cisatracurium mit einer initialen Infusionsrate von 3 µg / kg KG / Min. (0,18 mg / kg KG / Stunde) möglich
- dabei wird eine 89 bis 99%ige T1-Suppression nach Anzeichen einer spontanen Erholung wiederhergestellt
- nach einer anfänglichen Periode der Stabilisierung der neuromuskulären Blockade sollte bei den meisten Patienten eine Infusionsrate von 1 bis 2 µg / kg KG / Min. (0,06 bis 0,12 mg / kg KG / Stunde) ausreichen, um Blockade aufrecht zu erhalten
- bei Verabreichung von Cisatracurium während einer Isofluran- oder Enflurananästhesie kann Reduktion der Infusionsrate um bis zu 40% erforderlich werden
- Infusionsrate abhängig von Cisatracuriumkonzentration in der Infusionslösung, dem angestrebten Grad der neuromuskulären Blockade und dem Gewicht des Patienten
- Richtlinien für den Einsatz von unverdünntem Cisatracurium
- Dosis von 1,0 µg / kg KG / Stunde:
- bei KG von 20 kg: Infusionsrate von 0,6 ml / Stunde
- bei KG von 70 kg: Infusionsrate von 2,1 ml / Stunde
- bei KG von 100 kg: Infusionsrate von 3,0 ml / Stunde
- Dosis von 1,5 µg / kg KG / Stunde:
- bei KG von 20 kg: Infusionsrate von 0,9 ml / Stunde
- bei KG von 70 kg: Infusionsrate von 3,2 ml / Stunde
- bei KG von 100 kg: Infusionsrate von 4,5 ml / Stunde
- Dosis von 2,0 µg / kg KG / Stunde:
- bei KG von 20 kg: Infusionsrate von 1,2 ml / Stunde
- bei KG von 70 kg: Infusionsrate von 4,2 ml / Stunde
- bei KG von 100 kg: Infusionsrate von 6,0 ml / Stunde
- Dosis von 3,0 µg / kg KG / Stunde:
- bei KG von 20 kg: Infusionsrate von 1,8 ml / Stunde
- bei KG von 70 kg: Infusionsrate von 6,3 ml / Stunde
- bei KG von 100 kg: Infusionsrate von 9,0 ml / Stunde
- Dosis von 1,0 µg / kg KG / Stunde:
- Dauerinfusion mit konstanter Infusionsrate führt nicht zu progressiver Zu- oder Abnahme der neuromuskulären Blockade
- nach Absetzen der Infusion erfolgt Spontanerholung von der neuromuskulären Blockade mit der gleichen Geschwindigkeit wie nach Verabreichung einer einzelnen Bolusinjektion
- Erwachsene und Kinder im Alter von 2 bis 12 Jahren
- Anwendung als intravenöse Bolusinjektion und/oder intravenöse Infusion
- Dosierung bei Intensivpatienten
- Verabreichung von Cisatracurium an erwachsene Patienten auf der Intensivstation als Bolusinjektion und/oder als Infusion möglich
- anfängliche Infusionsrate von 3 µg / kg KG / Min. (0,18 mg / kg KG / Stunde) wird für erwachsene Patienten auf der Intensivstation empfohlen
- Dosierungserfordernisse können zwischen den einzelnen Patienten sehr stark variieren und mit der Zeit zu- oder abnehmen; in klinischen Studien betrug die durchschnittliche Infusionsrate 3 µg / kg KG / Min. (Bereich: 0,5 bis 10,2 µg / kg KG / Min. [0,03 bis 0,6 mg / kg KG / Stunde])
- bei Patienten auf Intensivstation betrug die mittlere Zeit bis zur vollen Spontanerholung nach einer Langzeitinfusion von Cisatracurium (bis zu 6 Tagen) ungefähr 50 Min.
- Erholungsprofil nach Cisatracurium-Infusionen bei Patienten auf der Intensivstation ist unabhängig von der Infusionsdauer
- Dosierung bei Intensivpatienten
- Anwendung als intravenöse Bolusinjektion
Dosisanpassung
- Neugeborene (jünger als 1 Monat)
- Anwendung von Cisatracurium wurde nicht geprüft (daher Cisatracurium nicht empfohlen)
- ältere Patienten
- keine Dosisanpassungen erforderlich
- Cisatracurium hat bei diesen Patienten ein ähnliches pharmakodynamisches Profil wie bei jungen Erwachsenen, kann aber einen etwas langsameren Wirkungseintritt zeigen
- Nierenfunktionsstörungen
- keine Dosisanpassungen erforderlich
- evtl. etwas langsamerer Wirkungseintritt
- Leberfunktionsstörungen
- keine Dosisanpassungen erforderlich
- evtl. etwas langsamerer Wirkungseintritt
- Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen
- nach Verabreichung in Form einer raschen Bolusinjektion (über 5 - 10 Sekunden) an erwachsene Patienten mit schweren kardiovaskulären Erkrankungen (New York Heart Association Klasse I - III), die sich einer Koronararterienbypassimplantation unterzogen, wurde Cisatracurium in keiner der geprüften Dosierungen (bis zu 0,4 mg / kg KG (8mal ED95) in Zusammenhang mit klinisch signifikanten kardiovaskulären Effekten gebracht
- allerdings für Dosierungen > 0,3 mg / kg KG nur limitierte Daten vorhanden
- Kinder
- Einsatz von Cisatracurium wurde nicht untersucht
Kontraindikationen
Cisatracurium - invasiv
- bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Cisatracurium oder Atracurium
Nebenwirkungen
Cisatracurium - invasiv
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- anaphylaktische Reaktionen
- anaphylaktischer Schock
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Bradykardie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypotonie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hautrötung (Flush)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Bronchospasmus
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hautausschlag
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Myopathie
- Muskelschwäche
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
Anwendungshinweise
- zur intravenösen Anwendung
- Arzneimittel nur zur einmaligen Anwendung bestimmt (enthält kein Konservierungsmittel)
- Arzneimittel vor Anwendung visuell überprüfen
- Lösung nur verwenden, wenn sie klar und farblos oder fast farblos bis leicht gelb/grünlichgelb, praktisch frei von Partikeln sowie das Behältnis unbeschädigt ist; wenn sich das Aussehen verändert hat oder das Behältnis beschädigt ist, Arzneimittel verwerfen
- wenn andere Arzneimittel durch dieselbe Verweilnadel oder -kanüle verabreicht werden, wird empfohlen, dass jedes Arzneimittel mit einer adäquaten Menge einer geeigneten Infusionslösung ausgespült wird, z. B. Natriumchlorid-Lösung 9 mg/ml (0,9%)
Lagerung und Haltbarkeit
- Haltbarkeit nach Anbruch:
- Arzneimittel sofort nach Öffnen der Ampulle verwenden
- zubereitete Infusionslösung:
- nach Verdünnung auf Konzentrationen zwischen 0,1 mg und 2 mg Cisatracurium/ml ist Cisatracurium für 24 Stunden bei 25 °C physikalisch und chemisch in folgenden Lösungen stabil:
- Natriumchlorid-Lösung 9 mg/ml (0,9%)
- Natriumchlorid-Lösung 9 mg/ml (0,9%) und Glucose-Lösung 50 mg/ml (5%)
- Glucose-Lösung 50 mg/ml (5%)
- aus mikrobiologischer Sicht gebrauchsfertige Zubereitung sofort verwenden
- gebrauchsfertige Zubereitung normalerweise nicht länger als 24 Stunden bei 2 bis 8 °C aufbewahren
- nach Verdünnung auf Konzentrationen zwischen 0,1 mg und 2 mg Cisatracurium/ml ist Cisatracurium für 24 Stunden bei 25 °C physikalisch und chemisch in folgenden Lösungen stabil:
Inkompatibilitäten
- Arzneimittel darf, außer mit den oben aufgeführten, nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden
- Cisatracurium nicht mit alkalischen Lösungen, z. B. Thiopental-Natrium, in derselben Spritze mischen oder durch dieselbe Nadel verabreichen
- Cisatracurium ist nicht kompatibel mit Ketorolac, Trometamol oder Propofol-Injektionsemulsion
Stillzeithinweise
Cisatracurium - invasiv
- als Vorsichtsmaßnahme sollte das Stillen während der Behandlung unterbrochen werden
- es wird empfohlen, für 5 Halbwertszeiten von Cisatracurium auf das Stillen zu verzichten, d. h.
- etwa 3 Stunden nach der letzten Cisatracurium-Dosis oder nach dem Ende der Cisatracurium-Infusion
- es wird empfohlen, für 5 Halbwertszeiten von Cisatracurium auf das Stillen zu verzichten, d. h.
- Risiko für das gestillte Kind kann nicht ausgeschlossen werden
- aufgrund der kurzen Halbwertszeit ist jedoch ein Einfluss auf das gestillte Kind nicht zu erwarten
- wenn die Mutter wieder mit dem Stillen beginnt, nachdem die Wirkungen der Substanz abgeklungen sind
- aufgrund der kurzen Halbwertszeit ist jedoch ein Einfluss auf das gestillte Kind nicht zu erwarten
- nicht bekannt, ob Cisatracurium oder seine Metaboliten in die Muttermilch übergehen
Schwangerschaftshinweise
Cisatracurium - invasiv
- Cisatracurium sollte nicht während der Schwangerschaft angewendet werden
- keine ausreichenden Daten zur Anwendung von Cisatracurium bei schwangeren Frauen vorliegend
- mögliches Risiko für Menschen unbekannt
- tierexperimentelle Studien
- unzureichende Daten bezgl.
- Auswirkungen auf die Schwangerschaft
- embryonaler / fetaler Entwicklung
- Geburt
- postnataler Entwicklung
- unzureichende Daten bezgl.
- Fertilität
- keine Studien zur Fertilität durchgeführt
Warnhinweise
Cisatracurium - invasiv
- Allgemein
- Cisatracurium lähmt die Atem- und Skelettmuskulatur, ohne das Bewusstsein oder die Schmerzwahrnehmung zu beeinträchtigen
- Cisatracurium sollte nur von folgenden Ärzten verabreicht werden
- einem Anästhesisten
- unter Aufsicht eines Anästhesisten
- unter Aufsicht eines anderen Arztes, der mit der Anwendung und Wirkung von Muskelrelaxanzien vertraut ist
- folgende Möglichkeiten müssen zur Verfügung stehen
- zur endotrachealen Intubation
- zum Erhalt der Lungenventilation
- zur angemessenen arteriellen Oxygenierung
- Cisatracurium sollte nur von folgenden Ärzten verabreicht werden
- Cisatracurium lähmt die Atem- und Skelettmuskulatur, ohne das Bewusstsein oder die Schmerzwahrnehmung zu beeinträchtigen
- Überempfindlichkeit
- Cisatracurium sollte nur mit Vorsicht an Patienten verabreicht werden, die eine Überempfindlichkeit gegenüber anderen Muskelrelaxanzien gezeigt haben
- Berichte über hohe Rate (> 50 %) einer Kreuzüberempfindlichkeit zwischen Muskelrelaxanzien
- Cisatracurium sollte nur mit Vorsicht an Patienten verabreicht werden, die eine Überempfindlichkeit gegenüber anderen Muskelrelaxanzien gezeigt haben
- Herzfrequenz
- Cisatracurium weist keine signifikanten Vagus- oder Ganglien-blockierenden Effekte auf
- kein klinisch relevanter Einfluss auf die Herzfrequenz
- wirkt nicht Bradykardien entgegen, die durch Gabe anderer bei der Anästhesie verwendeter Arzneimittel, oder die nach Vagusreizung im Laufe von chirurgischen Eingriffen eventuell verursacht worden sind
- Cisatracurium weist keine signifikanten Vagus- oder Ganglien-blockierenden Effekte auf
- Patienten mit Myasthenia gravis oder anderen neuromuskulären Erkrankungen
- zeigen eine stark erhöhte Empfindlichkeit gegenüber nicht-depolarisierenden Muskelrelaxanzien
- bei diesen Patienten wird eine Anfangsdosis </= 0,02 mg / kg Körpergewicht (KG) empfohlen
- Säure-Basen- und / oder Serumelektrolyt-Haushalt
- schwere Störungen können die Empfindlichkeit von Patienten gegenüber Muskelrelaxanzien herauf- oder herabsetzen
- Neugeborene < 1 Monat
- keine Erfahrungen zur Anwendung von Cisatracurium bei Neugeborenen < 1 Monat vorliegend
- in dieser Patientengruppe wurden keine klinischen Prüfungen durchgeführt
- keine Erfahrungen zur Anwendung von Cisatracurium bei Neugeborenen < 1 Monat vorliegend
- maligne Hyperthermie
- keine Studien über die Anwendung von Cisatracurium bei Patienten, bei denen in der Vergangenheit eine maligne Hyperthermie aufgetreten ist, vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- Studien an für maligne Hyperthermie empfindlichen Schweinen
- Cisatracurium löst dieses Syndrom bei dieser Spezies nicht aus
- Studien an für maligne Hyperthermie empfindlichen Schweinen
- Operation mit induzierter Unterkühlung
- keine Studien zur Anwendung von Cisatracurium bei Patienten, die einer Operation mit induzierter Unterkühlung (25 - 28 °C) unterzogen werden, vorhanden
- Infusionsrate, die benötigt wird, um eine angemessene Relaxierung während des operativen Eingriffs zu erhalten, kann unter diesen Bedingungen signifikant reduziert sein (wie bei anderen Muskelrelaxanzien)
- Patienten mit Verbrennungen
- Cisatracurium wurde nicht bei Patienten mit Verbrennungen untersucht
- Möglichkeit einer Dosiserhöhung und einer verkürzten Wirkungsdauer muss berücksichtigt werden, wenn Cisatracurium diesen Patienten verabreicht wird (wie bei anderen nicht-depolarisierenden Muskelrelaxanzien)
- Patienten auf der Intensivstation
- tierexperimentelle Studien
- Laudanosin, ein Metabolit von Cisatracurium und Atracurium, wurde mit einer vorübergehenden Hypotonie und bei einigen Arten mit zerebral erregenden Effekten in Verbindung gebracht
- nach Verabreichung hoher Dosen in Tierstudien
- bei der empfindlichsten Tierart traten diese Effekte bei Plasma-Laudanosin-Konzentrationen auf, die vergleichbar zu denjenigen waren, die bei einigen Patienten auf der Intensivstation nach längerer Infusion von Atracurium gemessen wurden
- Laudanosin, ein Metabolit von Cisatracurium und Atracurium, wurde mit einer vorübergehenden Hypotonie und bei einigen Arten mit zerebral erregenden Effekten in Verbindung gebracht
- entsprechend der niedrigeren Infusionsrate von Cisatracurium betragen die Plasma-Laudanosin-Konzentrationen ca. 1/3 gegenüber denen nach einer Atracurium-Infusion
- seltene Meldungen über Krämpfe bei Patienten auf Intensivstationen, die neben anderen Arzneimitteln Atracurium erhalten haben
- diese Patienten hatten gewöhnlich eine oder mehrere medizinische Prädispositionen für Krämpfe, z.B.
- Schädeltrauma
- hypoxische Enzephalopathie
- Hirnödem
- virale Enzephalitis
- Urämie
- kausaler Zusammenhang mit Laudanosin wurde nicht festgestellt
- diese Patienten hatten gewöhnlich eine oder mehrere medizinische Prädispositionen für Krämpfe, z.B.
- tierexperimentelle Studien