CitraFleet Plv.z.Her.e.Lsg.z.Einnehmen Beutel
EMRA-MED Arzneimittel GmbH
Wirkstoff: Citronensäure/Magnesium/Natrium picosulfat →
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 2 ST | 24,53 € |
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Indikation
- zur Darmreinigung vor jeder diagnostischen Untersuchung, die nur bei einem gut gereinigten Darm sinnvoll durchgeführt werden kann, z. B. eine Koloskopie oder Röntgenuntersuchung bei Erwachsenen (einschließlich ältere Patienten) >/= 18 Jahre
Dosierung
- Darmreinigung vor diagnostischen Untersuchungen
- Erwachsene (>= 18 Jahre), ältere Patienten
- 1 Beutel 2mal
- 1 Beutel am Abend vor der Untersuchung und der 2. Beutel am Morgen des Untersuchungstags einnehmen oder
- 1 Beutel 2mal
- 1 Beutel am Nachmittag und der 2. Beutel am Abend vor der Untersuchung einnehmen
- empfohlen, wenn die Untersuchung am frühen Morgen stattfindet oder
- 1 Beutel 2mal
- beide Beutel am Morgen des Untersuchungstags einnehmen
- dieses Behandlungsregime ist nur dann geeignet, wenn die Untersuchung für den Nachmittag/Abend geplant ist
- Zeitabstand zwischen der Einnahme der beiden Beutel:
- mind. 5 Stunden
- Dauer der Darmreinigung
- max. 24 Stunden, da sich bei einer längeren Vorbereitung das Risiko für Störungen im Wasser- und Elektrolythaushalt erhöhen kann
- 1 Beutel 2mal
- Hinweise
- nicht als „normales" Abführmittel anwenden
- Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- wahrscheinlich infolge der Dehydratation kann es zu Müdigkeit oder Schwindel kommen, wobei dies einen geringen oder mäßigen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen haben kann
- stark eingeschränkte Nierenfunktion
- Anhäufung von Magnesium im Plasma möglich: in solchenFällen auf ein anderes Präparat ausweichen
- gebrechliche oder geschwächte Patienten:
- in seltenen Fällen kann es zu schweren und möglicherweise tödlich verlaufenden Elektrolytstörungen oder Nierenfunktionsstörungen kommen
- daher vor Beginn der Anwendung des Arzneimittels bei einem Patienten in dieser Risikogruppe eine sorgfältige NutzenRisiko-Abwägung vornehmen
- in seltenen Fällen kann es zu schweren und möglicherweise tödlich verlaufenden Elektrolytstörungen oder Nierenfunktionsstörungen kommen
- Erwachsene (>= 18 Jahre), ältere Patienten
Kontraindikationen
Natriumpicosulfat, Kombinationen - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Natriumpicosulfat, Magnesiumoxid oder Zitronensäure
- dekompensierte Herzinsuffizienz
- schwere Dehydratation
- Hypermagnesiämie
- Retention von Mageninhalt
- gastrointestinale Ulcerationen
- toxische Kolitis
- toxisches Megakolon
- Ileus
- Übelkeit
- Erbrechen
- Aszites
- abdominalchirurgischer Notfall, z.B.
- akute Appendizitis
- bekannte gastrointestinale Obstruktion oder Perforation bzw. Verdacht darauf
- Rhabdomyolyse
- Laxantien rufen Rhabdomyolyse hervor; können zur Exazerbation dieser Erkrankung führen
- aktive entzündliche Darmerkrankung, z.B. Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa
- stark eingeschränkte Nierenfunktion
- kann zur Akkumulation von Magnesium im Plasma kommen
- in diesen Fällen muss ein anderes Arzneimittel verwendet werden
Nebenwirkungen
Natriumpicosulfat, Kombinationen - peroral
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- anaphylaktische / anaphylaktoide Reaktion
- Überempfindlichkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypokaliämie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hyponatriämie (mit oder ohne damit einhergehende Konvulsionen)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schlafstörung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Epilepsie
- generalisierter tonischgeneralisierter tonisch-klonischer Anfall / Grand-Mal-Anfall
- bei Epileptikern vereinzelt über Krampfanfälle / generalisierte tonischgeneralisierte tonisch-klonische Anfälle ohne assoziierte Hyponatriämie berichtet
- Krampfanfall / Konvulsionen
- Verlust oder Einschränkung des Bewusstseins
- Synkope
- Schwindel
- Verwirrtheitszustände (inklusive Desorientierung)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Präsynkope
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefäßerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- orthostatische Hypotonie
- Synkope
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Bauchschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Mundtrockenheit
- Übelkeit / Nausea
- Blähbauch
- Analbeschwerden
- Proktalgie
- Erbrechen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Stuhlinkontinenz
- Diarrhoe (primäre klinische Wirkung des Arzneimittels)
- nach Markteinführung wurde vereinzelt über schwere Diarrhoen berichtet
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Ulcera im Ileum
- vereinzelt über leichte reversible aphtoide Ulcera im Ileum berichtet
- Ulcera im Ileum
- ohne Häufigkeitsangabe
- Flatulenz
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hautausschläge, einschließlich erythematöser und makulopapulöser Rash
- Urtikaria
- Purpura
- Pruritus
- ohne Häufigkeitsangabe
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Durstgefühl
- Müdigkeit
- ohne Häufigkeitsangabe
- Schmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Einnahme der Lösung nach Rekonstitution des Pulvers
- am Tag vor Untersuchung: ballaststoffarme Nahrungsmittel oder nur klare Flüssigkeiten empfohlen
- nach Beginn der Behandlung und bis zum Abschluss der Untersuchung keine feste Nahrung einnehmen
- um gewünschten Effekt zu erzielen, muss die Osmolarität des Produkts erhalten bleiben: jeden Beutel in einem Glas Wasser auflösen
- direkt nach Einnahme eines Beutels keine weitere Flüssigkeit mehr einnehmen, um das Produkt nicht weiter zu verdünnen
- ab 10 Minuten nach der Einnahme jedes rekonstituierten Beutels wird empfohlen etwa 1,5 bis 2 Liter verschiedener klarer Flüssigkeiten in Portionen zu ungefähr 250-400ml/Stunde zu sich zu nehmen
- klare Suppen und/oder Elektrolytlösungen
- nicht ausschließlich klares oder entmineralisiertes Wasser trinken
- mindestens 2 Stunden vor der Untersuchung nüchtern sein, um gegebenenfalls die Bedingungen für eine Narkose zu erfüllen
- zur Vermeidung einer Komplexbildung mit Magnesium
- Antibiotika aus Gruppe der Tetrazykline und Fluorchinolone sowie Penicillamin
- mind. 2 Stunden vor und mind. 6 Stunden nach diesem Präparat einnehmen
- Antibiotika aus Gruppe der Tetrazykline und Fluorchinolone sowie Penicillamin
Rekonstitution des Pulvers
- Inhalt 1 Beutels in 1 Tasse Wasser (ca. 150 ml) auflösen
- 2 - 3 Min. lang umrühren, dann trinken
- wenn Lösung heiß wird: so lange warten bis sie ausreichend abgekühlt ist
Stillzeithinweise
Natriumpicosulfat, Kombinationen - peroral
- aufgrund der pharmakokinetischen Eigenschaften der Wirkstoffe kann in der Stillzeit eine Behandlung in Betracht gezogen werden
- keine Erfahrungen zur Anwendung während der Stillzeit vorliegend
Schwangerschaftshinweise
Natriumpicosulfat, Kombinationen - peroral
- aus Sicherheitsgründen ist auf die Anwendung während der Schwangerschaft möglichst zu verzichten, da es sich bei Picosulfat um ein stimulierendes Laxans handelt
- keine klinische Daten zu exponierten Schwangerschaften vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- haben Reproduktionstoxizität gezeigt
- Fertilität
- keine Daten zur Wirkung auf die Fertilität beim Menschen vorliegend
- Fertilität von männlichen und weiblichen Ratten wurde von oralen Dosen von Natriumpicosulfat von bis zu 100 mg / kg nicht beeinträchtigt
Warnhinweise
Natriumpicosulfat, Kombinationen - peroral
- Arzneimittel darf nicht als „normales" Abführmittel angewendet werden
- klinisch relevanter Nutzen der Darmreinigung vor geplanten, offenen kolorektalen chirurgischen Eingriffen nicht nachgewiesen
- Darmreinigungsmittel sollten vor einer Darmoperation nur angewendet werden, wenn dies eindeutig notwendig ist
- Risiken der Behandlung sollten, je nach gewähltem chirurgischen Verfahren, sorgfältig gegen den möglichen Nutzen und die Notwendigkeit zur Darmreinigung abgewogen werden
- besondere Vorsicht bei der Verordnung im Hinblick auf das eventuelle Vorliegen bekannter Gegenanzeigen
- besonders zu achten ist dabei auch auf
- den hohen Stellenwert einer ausreichenden Hydratation
- bei den (nachfolgend genannten) Risikopatienten auf die Durchführung von Elektrolytbestimmungen vor und nach der Behandlung
- gebrechliche oder geschwächte Patienten
- vor Beginn der Anwendung bei einem Patienten in dieser Risikogruppe sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung vornehmen
- in seltenen Fällen könnte es zu schweren und möglicherweise tödlich verlaufenden Elektrolytstörungen oder Nierenfunktionsstörungen kommen
- besondere Vorsicht (unter Umständen) bei
- älteren und geschwächten Patienten
- Personen mit erhöhtem Hypokaliämie- oder Hyponatriämierisiko
- Anwendung nur mit Vorsicht
- bei Patienten mit bekannten Störungen des Wasser- und / oder Elektrolythaushaltes
- bei Patienten unter einer Behandlung mit Arzneimitteln, die den Wasser- und/oder Elektrolythaushalt beeinflussen könnten, wie z.B. Diuretika, Kortikosteroide oder Lithium
- bei Patienten, bei denen erst vor kurzem ein chirurgischer Eingriff im Magen-Darm-Bereich durchgeführt wurde
- bei Patienten mit Niereninsuffizienz
- bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Dehydratation
- bei Patienten mit Hypotonie oder einer Herzerkrankung
- bei zuvor auf bestimmte Arzneimittel gut eingestellte Patienten
- das Arzneimittel kann die Resorption regelmäßig oral eingenommener Arzneimittel verändern
- so liegen beispielsweise bei zuvor mit Antiepileptika gut eingestellten Epilepsiepatienten Einzelfallmeldungen über die Auslösung zerebraler Krampfanfälle vor
- bei Patienten mit geringem Körpergewicht
- bei Kindern
- bei Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen
- besonders zu achten ist dabei auch auf
- Patienten mit Anzeichen oder Symptomen einer Hypokaliämie oder Hyponatriämie
- bei diesen Patienten sind umgehend Maßnahmen zur Wiederherstellung des Flüssigkeits- / Elektrolythaushalts zu ergreifen
- wenn zum Ausgleich des Flüssigkeitsverlustes ausschließlich Wasser getrunken wird, kann ein Elektrolytungleichgewicht die Folge sein, was in schweren Fällen zu Komplikationen wie Krampfanfälle und Koma führen kann
- bei diesen Patienten sind umgehend Maßnahmen zur Wiederherstellung des Flüssigkeits- / Elektrolythaushalts zu ergreifen
- Dauer der Darmreinigung
- sollte 24 Stunden nicht überschreiten, da sich bei einer längeren Vorbereitung das Risiko für Störungen im Wasser- und Elektrolythaushalt erhöhen kann
- Durchfall, der durch die abführende Wirkung dieses Arzneimittels bedingt ist
- kann zu Flüssigkeits- und Elektrolytverlusten, Hypovolämie und Hypotonie führen
- zusätzlich kann der vasovagale Reflex durch abdominale Stimuli (z.B. Schmerzen) ausgelöst werden, was zu einem niedrigen Blutdruck und zur Bewusstlosigkeit führen kann
- ausreichende Aufnahme von klaren Flüssigkeiten ist erforderlich
- schwere und/oder anhaltende Bauchschmerzen mit oder ohne rektale Blutungen nach der Verabreichung
- das Arzneimittel kann aphthoide Geschwüre der Dickdarmschleimhaut hervorrufen
- über schwere Fälle von Colitis (einschließlich ischämischer Colitis) berichtet, die einen Krankenhausaufenthalt erforderlich machten
- daher sollte diese Diagnose in Betracht gezogen werden, wenn nach der Verabreichung schwere und/oder anhaltende Bauchschmerzen mit oder ohne rektale Blutungen auftreten