CitraFleet Pul.z.Herst.e.Lös.z. Einnehmen (Beutel)

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 2 ST 25,83 €
KTP 25X2 ST 579,77 €
KTP 100X2 ST 1848,78 €
KTP 250X2 ST 3818,35 €
KTP 1000 ST 6469,73 €

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Fachinformationen

Indikation

  • zur Darmreinigung vor jeder diagnostischen Untersuchung, die nur bei einem gut gereinigten Darm sinnvoll durchgeführt werden kann, z. B. eine Koloskopie oder Röntgenuntersuchung bei Erwachsenen (einschließlich ältere Patienten) >/= 18 Jahre

Dosierung

  • Darmreinigung vor diagnostischen Untersuchungen
    • Erwachsene (>= 18 Jahre), ältere Patienten
      • 1 Beutel 2mal
        • 1 Beutel am Abend vor der Untersuchung und der 2. Beutel am Morgen des Untersuchungstags einnehmen oder
      • 1 Beutel 2mal
        • 1 Beutel am Nachmittag und der 2. Beutel am Abend vor der Untersuchung einnehmen
        • empfohlen, wenn die Untersuchung am frühen Morgen stattfindet oder
      • 1 Beutel 2mal
        • beide Beutel am Morgen des Untersuchungstags einnehmen
        • dieses Behandlungsregime ist nur dann geeignet, wenn die Untersuchung für den Nachmittag/Abend geplant ist
      • Zeitabstand zwischen der Einnahme der beiden Beutel:
        • mind. 5 Stunden
      • Dauer der Darmreinigung
        • max. 24 Stunden, da sich bei einer längeren Vorbereitung das Risiko für Störungen im Wasser- und Elektrolythaushalt erhöhen kann
    • Hinweise
      • nicht als „normales" Abführmittel anwenden
    • Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
      • wahrscheinlich infolge der Dehydratation kann es zu Müdigkeit oder Schwindel kommen, wobei dies einen geringen oder mäßigen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen haben kann
    • stark eingeschränkte Nierenfunktion
      • Anhäufung von Magnesium im Plasma möglich: in solchenFällen auf ein anderes Präparat ausweichen
    • gebrechliche oder geschwächte Patienten:
      • in seltenen Fällen kann es zu schweren und möglicherweise tödlich verlaufenden Elektrolytstörungen oder Nierenfunktionsstörungen kommen
        • daher vor Beginn der Anwendung des Arzneimittels bei einem Patienten in dieser Risikogruppe eine sorgfältige NutzenRisiko-Abwägung vornehmen

Kontraindikationen

Natriumpicosulfat, Kombinationen - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Natriumpicosulfat, Magnesiumoxid oder Zitronensäure
  • dekompensierte Herzinsuffizienz
  • schwere Dehydratation
  • Hypermagnesiämie
  • Retention von Mageninhalt
  • gastrointestinale Ulcerationen
  • toxische Kolitis
  • toxisches Megakolon
  • Ileus
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Aszites
  • abdominalchirurgischer Notfall, z.B.
    • akute Appendizitis
  • bekannte gastrointestinale Obstruktion oder Perforation bzw. Verdacht darauf
  • Rhabdomyolyse
    • Laxantien rufen Rhabdomyolyse hervor; können zur Exazerbation dieser Erkrankung führen
  • aktive entzündliche Darmerkrankung, z.B. Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa
  • stark eingeschränkte Nierenfunktion
    • kann zur Akkumulation von Magnesium im Plasma kommen
    • in diesen Fällen muss ein anderes Arzneimittel verwendet werden

Nebenwirkungen

Natriumpicosulfat, Kombinationen - peroral
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • anaphylaktische / anaphylaktoide Reaktion
      • Überempfindlichkeit
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hypokaliämie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Hyponatriämie (mit oder ohne damit einhergehende Konvulsionen)
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schlafstörung
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Epilepsie
      • generalisierter tonischgeneralisierter tonisch-klonischer Anfall / Grand-Mal-Anfall
        • bei Epileptikern vereinzelt über Krampfanfälle / generalisierte tonischgeneralisierte tonisch-klonische Anfälle ohne assoziierte Hyponatriämie berichtet
      • Krampfanfall / Konvulsionen
      • Verlust oder Einschränkung des Bewusstseins
      • Synkope
      • Schwindel
      • Verwirrtheitszustände (inklusive Desorientierung)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Präsynkope
  • Gefäßerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • orthostatische Hypotonie
      • Synkope
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Bauchschmerzen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Mundtrockenheit
      • Übelkeit / Nausea
      • Blähbauch
      • Analbeschwerden
      • Proktalgie
      • Erbrechen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Stuhlinkontinenz
      • Diarrhoe (primäre klinische Wirkung des Arzneimittels)
        • nach Markteinführung wurde vereinzelt über schwere Diarrhoen berichtet
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Ulcera im Ileum
        • vereinzelt über leichte reversible aphtoide Ulcera im Ileum berichtet
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Flatulenz
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hautausschläge, einschließlich erythematöser und makulopapulöser Rash
      • Urtikaria
      • Purpura
      • Pruritus
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Durstgefühl
      • Müdigkeit
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Schmerzen

Anwendungshinweise

  • Einnahme der Lösung nach Rekonstitution des Pulvers
  • am Tag vor Untersuchung: ballaststoffarme Nahrungsmittel oder nur klare Flüssigkeiten empfohlen
  • nach Beginn der Behandlung und bis zum Abschluss der Untersuchung keine feste Nahrung einnehmen
  • um gewünschten Effekt zu erzielen, muss die Osmolarität des Produkts erhalten bleiben: jeden Beutel in einem Glas Wasser auflösen
  • direkt nach Einnahme eines Beutels keine weitere Flüssigkeit mehr einnehmen, um das Produkt nicht weiter zu verdünnen
  • ab 10 Minuten nach der Einnahme jedes rekonstituierten Beutels wird empfohlen etwa 1,5 bis 2 Liter verschiedener klarer Flüssigkeiten in Portionen zu ungefähr 250-400ml/Stunde zu sich zu nehmen
    • klare Suppen und/oder Elektrolytlösungen
    • nicht ausschließlich klares oder entmineralisiertes Wasser trinken
  • mindestens 2 Stunden vor der Untersuchung nüchtern sein, um gegebenenfalls die Bedingungen für eine Narkose zu erfüllen
  • zur Vermeidung einer Komplexbildung mit Magnesium
    • Antibiotika aus Gruppe der Tetrazykline und Fluorchinolone sowie Penicillamin
      • mind. 2 Stunden vor und mind. 6 Stunden nach diesem Präparat einnehmen

Rekonstitution des Pulvers

  • Inhalt 1 Beutels in 1 Tasse Wasser (ca. 150 ml) auflösen
  • 2 - 3 Min. lang umrühren, dann trinken
  • wenn Lösung heiß wird: so lange warten bis sie ausreichend abgekühlt ist

Stillzeithinweise

Natriumpicosulfat, Kombinationen - peroral
  • aufgrund der pharmakokinetischen Eigenschaften der Wirkstoffe kann in der Stillzeit eine Behandlung in Betracht gezogen werden
  • keine Erfahrungen zur Anwendung während der Stillzeit vorliegend

Schwangerschaftshinweise

Natriumpicosulfat, Kombinationen - peroral
  • aus Sicherheitsgründen ist auf die Anwendung während der Schwangerschaft möglichst zu verzichten, da es sich bei Picosulfat um ein stimulierendes Laxans handelt
  • keine klinische Daten zu exponierten Schwangerschaften vorliegend
  • tierexperimentelle Studien
    • haben Reproduktionstoxizität gezeigt
  • Fertilität
    • keine Daten zur Wirkung auf die Fertilität beim Menschen vorliegend
    • Fertilität von männlichen und weiblichen Ratten wurde von oralen Dosen von Natriumpicosulfat von bis zu 100 mg / kg nicht beeinträchtigt

Warnhinweise

Natriumpicosulfat, Kombinationen - peroral
  • Arzneimittel darf nicht als „normales" Abführmittel angewendet werden
  • klinisch relevanter Nutzen der Darmreinigung vor geplanten, offenen kolorektalen chirurgischen Eingriffen nicht nachgewiesen
    • Darmreinigungsmittel sollten vor einer Darmoperation nur angewendet werden, wenn dies eindeutig notwendig ist
    • Risiken der Behandlung sollten, je nach gewähltem chirurgischen Verfahren, sorgfältig gegen den möglichen Nutzen und die Notwendigkeit zur Darmreinigung abgewogen werden
  • besondere Vorsicht bei der Verordnung im Hinblick auf das eventuelle Vorliegen bekannter Gegenanzeigen
    • besonders zu achten ist dabei auch auf
      • den hohen Stellenwert einer ausreichenden Hydratation
      • bei den (nachfolgend genannten) Risikopatienten auf die Durchführung von Elektrolytbestimmungen vor und nach der Behandlung
    • gebrechliche oder geschwächte Patienten
      • vor Beginn der Anwendung bei einem Patienten in dieser Risikogruppe sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung vornehmen
      • in seltenen Fällen könnte es zu schweren und möglicherweise tödlich verlaufenden Elektrolytstörungen oder Nierenfunktionsstörungen kommen
    • besondere Vorsicht (unter Umständen) bei
      • älteren und geschwächten Patienten
      • Personen mit erhöhtem Hypokaliämie- oder Hyponatriämierisiko
    • Anwendung nur mit Vorsicht
      • bei Patienten mit bekannten Störungen des Wasser- und / oder Elektrolythaushaltes
      • bei Patienten unter einer Behandlung mit Arzneimitteln, die den Wasser- und/oder Elektrolythaushalt beeinflussen könnten, wie z.B. Diuretika, Kortikosteroide oder Lithium
      • bei Patienten, bei denen erst vor kurzem ein chirurgischer Eingriff im Magen-Darm-Bereich durchgeführt wurde
      • bei Patienten mit Niereninsuffizienz
      • bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Dehydratation
      • bei Patienten mit Hypotonie oder einer Herzerkrankung
      • bei zuvor auf bestimmte Arzneimittel gut eingestellte Patienten
        • das Arzneimittel kann die Resorption regelmäßig oral eingenommener Arzneimittel verändern
        • so liegen beispielsweise bei zuvor mit Antiepileptika gut eingestellten Epilepsiepatienten Einzelfallmeldungen über die Auslösung zerebraler Krampfanfälle vor
      • bei Patienten mit geringem Körpergewicht
      • bei Kindern
      • bei Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen
  • Patienten mit Anzeichen oder Symptomen einer Hypokaliämie oder Hyponatriämie
    • bei diesen Patienten sind umgehend Maßnahmen zur Wiederherstellung des Flüssigkeits- / Elektrolythaushalts zu ergreifen
      • wenn zum Ausgleich des Flüssigkeitsverlustes ausschließlich Wasser getrunken wird, kann ein Elektrolytungleichgewicht die Folge sein, was in schweren Fällen zu Komplikationen wie Krampfanfälle und Koma führen kann
  • Dauer der Darmreinigung
    • sollte 24 Stunden nicht überschreiten, da sich bei einer längeren Vorbereitung das Risiko für Störungen im Wasser- und Elektrolythaushalt erhöhen kann
  • Durchfall, der durch die abführende Wirkung dieses Arzneimittels bedingt ist
    • kann zu Flüssigkeits- und Elektrolytverlusten, Hypovolämie und Hypotonie führen
    • zusätzlich kann der vasovagale Reflex durch abdominale Stimuli (z.B. Schmerzen) ausgelöst werden, was zu einem niedrigen Blutdruck und zur Bewusstlosigkeit führen kann
    • ausreichende Aufnahme von klaren Flüssigkeiten ist erforderlich
  • schwere und/oder anhaltende Bauchschmerzen mit oder ohne rektale Blutungen nach der Verabreichung
    • das Arzneimittel kann aphthoide Geschwüre der Dickdarmschleimhaut hervorrufen
    • über schwere Fälle von Colitis (einschließlich ischämischer Colitis) berichtet, die einen Krankenhausaufenthalt erforderlich machten
    • daher sollte diese Diagnose in Betracht gezogen werden, wenn nach der Verabreichung schwere und/oder anhaltende Bauchschmerzen mit oder ohne rektale Blutungen auftreten