CLARITHROMYCIN-hameln 500 mg P.f.e.Kon.z.H.e.Inf.L
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| NotApplicable | 10 ST | – |
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Indikation
- zur parenteralen Therapie von Infektionen durch Clarithromycin-empfindliche Krankheitserreger bei Vorliegen der folgenden Krankheiten
- Infektionen der unteren Atemwege, wie z.B. akute und chronische Bronchitis und Pneumonie
- Infektionen der oberen Atemwege, wie z.B. Sinusitis, Pharyngitis und Tonsillitis
- Infektionen der Haut und des Weichteilgewebes (z.B. Folliculitis, Cellulitis, Erysipel)
- Hinweis:
- offizielle Empfehlungen zum adäquaten Gebrauch von antibakteriellen Arzneimitteln sind zu berücksichtigen
Dosierung
Basiseinheit: 1 Durchstechflasche enthält 500 mg Clarithromycin als Clarithromycin-Lactobionat; nach Rekonstitution Lösung etwa 2 mg/ml Clarithromycin
- Infektionen durch Clarithromycin-empfindliche Krankheitserreger
- Erwachsene
- 1,0 g / Tag, aufgeteilt auf zwei Dosen zu 500 mg in entsprechender Verdünnung
- Behandlungsdauer
- i.v. Therapie für 2 - 5 Tage (ggf. als orale Therapie mit Clarithromycin fortführen)
- Gesamtdauer der Behandlung: max. 14 Tage
- Kinder und Jugendliche (> 12 Jahre)
- s. Dosierung Erwachsene
- Kinder (< 12 Jahre)
- keine ausreichenden Daten zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit
- Anwendung nicht empfohlen
- ältere Patienten
- s. Dosierung Erwachsene
- Nierenfunktionsstörungen
- Kreatinin-Clearance < 30 ml/Min
- Dosis auf die Hälfte der empfohlenen Dosis verringern
- Kreatinin-Clearance < 30 ml/Min
- Erwachsene
Kontraindikationen
Clarithromycin - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Clarithromycin oder andere Makrolid-Antibiotika
- gleichzeitige Anwendung von Clarithromycin mit
- Astemizol, Cisaprid, Pimozid, Terfenadin, Domperidon
- da QT-Intervallverlängerung und kardiale Arrhythmien, einschließlich ventrikulärer Tachykardie, Kammerflimmern und „Torsades de pointes" ausgelöst werden können
- Ergotamin-Derivaten (Ergotamin oder Dihydroergotamin)
- da Ergotoxizität ausgelöst werden kann
- oralem Midazolam
- HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren (Statine), die weitgehend durch CYP3A4 metabolisiert werden (Lovastatin oder Simvastatin)
- erhöhtes Risiko einer Myopathie, einschließlich Rhabdomyolyse
- Ticagrelor, Ivabradin oder Ranolazin
- Colchicin
- Lomitapid
- Astemizol, Cisaprid, Pimozid, Terfenadin, Domperidon
- Patienten mit QT-Intervallverlängerung (kongenitale oder nachgewiesene erworbene Verlängerung der QT-Zeit) oder ventrikulärer Arrhythmie (einschließlich „Torsades de pointes") in der Anamnese
- Patienten mit Elektrolytstörungen (Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie) aufgrund des Risikos eines verlängerten QT-Intervalls
- schwere Leberinsuffizienz in Kombination mit eingeschränkter Nierenfunktion
Nebenwirkungen
Clarithromycin - invasiv
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Cellulitis
- Candidosen
- vaginale Infektion
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erysipel
- pseudomembranöse Kolitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Leukopenie
- Thrombozytopenie (berichtet bei immungeschwächten Patienten)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Agranulozytose
- Thrombozytopenie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- anaphylaktoide Reaktion
- Überempfindlichkeit
- ohne Häufigkeitsangabe
- anaphylaktische Reaktion
- Angioödem
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Anorexie
- verringerter Appetit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schlaflosigkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Ängstlichkeit
- Nervosität
- ohne Häufigkeitsangabe
- Psychotische Störung
- Depression
- Manie
- Halluzinationen
- Desorientierung
- Depersonalisation
- Alpträume
- Verwirrtheit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Dysgeusie
- Kopfschmerzen
- Geschmacksstörung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Bewusstseinsverlust
- Dyskinesie
- Benommenheit
- Somnolenz
- Tremor
- ohne Häufigkeitsangabe
- Ageusie
- Parosmie
- Anosmie
- Krampfanfälle
- Parästhesie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schwindel
- Schwerhörigkeit
- Tinnitus
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hörverluste (nach Absetzen des Arzneimittels meist reversibel)
- Hörstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzstillstand
- Vorhofflimmern
- QT-Intervallverlängerung auf dem EKG
- Extrasystole
- Palpitation
- ohne Häufigkeitsangabe
- ventrikuläre Fibrillation
- ventrikuläre Tachykardien
- "Torsades de pointes"
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Vasodilatation
- ohne Häufigkeitsangabe
- Blutungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Asthma
- Lungenembolie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Dyspnoe (berichtet bei immungeschwächten Patienten)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Durchfall
- Erbrechen
- Dyspepsie
- Übelkeit
- Bauchschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Ösophagitis
- Gastritis
- Obstipation
- Mundtrockenheit
- Aufstoßen
- Flatulenz
- Stomatitis
- Glossitis
- ohne Häufigkeitsangabe
- Verfärbung der Zunge
- Verfärbung der Zähne
- akute Pankreatitis
- Brechreiz
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- abnormer Leberfunktionstest
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- erhöhte Alanin-Aminotransferase
- erhöhte Aspartat-Aminotransferase
- ohne Häufigkeitsangabe
- Leberfunktionsstörungen
- hepatozelluläre und/oder cholestatische Hepatitis mit oder ohne Ikterus
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Ausschlag
- Hyperhidrose
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Bullöse Dermatitis
- Pruritus
- Urtikaria
- ohne Häufigkeitsangabe
- schwere arzneimittelinduzierte Hautreaktionen (SCAR) (z.B. akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP)
- Überempfindlichkeitsreaktionen mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (Hypersensitivitätssyndrom DRESS)
- Akne
- toxische epidermale Nekrolyse
- Stevens-Johnson-Syndrom
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur- und Bindegewebserkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Steifigkeit des Bewegungsapparats
- ohne Häufigkeitsangabe
- Myopathie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- erhöhter Kreatininspiegel im Blut
- erhöhter Ureaspiegel im Blut
- ohne Häufigkeitsangabe
- Nierenversagen
- interstitielle Nephritis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Phlebitis am Injektionsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schmerzen am Injektionsort
- Entzündung am Injektionsort
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Asthenie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Untersuchungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- erhöhter Blut-Harnstoff-Stickstoff
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- abnormes Albumin-Globulin-Verhältnis
- ohne Häufigkeitsangabe
- verlängerte Prothrombinzeit
- abnorme Urinfarbe
- erhöhtes International Normalized Ratio
- erhöhter Blut-Harnstoff-Stickstoff (berichtet bei immungeschwächten Patienten)
- Erhöhungen der Serum-Glutamat-Oxalacetat-Transaminase (SGOT) (berichtet bei immungeschwächten Patienten)
- Erhöhungen der Serum-GlutamatGlutamat-Pyruvat-Transaminase (SGPT) (berichtet bei immungeschwächten Patienten)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- ausschließlich zur i.v. Verabreichung
Stillzeithinweise
Clarithromycin - invasiv
- der Nutzen der Behandlung für die Mutter muss sorgfältig gegen das potentielle Risiko für das Kind abgewogen werden
- Clarithromycin geht in geringen Mengen in die Muttermilch über
- Schätzungen zufolge würde ein Säugling, der ausschließlich gestillt wird, etwa 1,7% der nach Körpergewicht berechneten Clarithromycin-Dosis der Mutter erhalten
- beim mit Muttermilch ernährten Säugling kann es zu Veränderungen der Darmflora mit Durchfällen und zu einer Sprosspilzbesiedlung kommen, so dass das Stillen eventuell unterbrochen werden muss
- Möglichkeit einer Sensibilisierung ebenfalls berücksichtigen
Schwangerschaftshinweise
Clarithromycin - invasiv
- Anwendung von Clarithromycin während der Schwangerschaft nicht empfohlen ohne vorhergehende sorgfältige Abwägung des Nutzens gegen die Risiken
- Sicherheit von Clarithromycin während der Schwangerschaft ist nicht nachgewiesen
- basierend auf Daten aus Tierstudien an Mäusen, Ratten, Hasen und Affen, sowie aufgrund von Erfahrungen beim Menschen
- Möglichkeit von negativen Auswirkungen auf embryofetale Entwicklung kann nicht ausgeschlossen werden
- Beobachtungsstudien zur Beurteilung der Exposition gegenüber Clarithromycin im 1. und 2. Trimenon der Schwangerschaft
- es wurde über erhöhtes Risiko einer Fehlgeburt im Vergleich zu keiner Anwendung von Antibiotika oder der Anwendung anderer Antibiotika im gleichen Zeitraum berichtet
- verfügbare epidemiologische Studien über Risiko schwerer angeborener Fehlbildungen im Zusammenhang mit Anwendung von Makroliden einschließlich Clarithromycin während Schwangerschaft liefern widersprüchliche Ergebnisse
Fertilität
- keine Erkenntnisse zu möglichen Auswirkungen auf die Fertilität beim Menschen vorliegend
- Fertilitätsstudien mit Ratten zeigten keine Hinweise auf schädliche Wirkungen
Warnhinweise
Clarithromycin - invasiv
- Leberfunktionsstörungen
- Metabolisierung von Clarithromycin erfolgt hauptsächlich über die Leber
- daher bei Anwendung bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion Vorsicht geboten
- bei Patienten mit Verdacht auf Störungen der Leberfunktion folgendes sorgfältig kontrollieren:
- Konzentration der Transaminasen (AST, ALT)
- Konzentration von Gamma-GT
- Konzentration der alkalischen Phosphatase
- Konzentration von Bilirubin im Serum
- im Zusammenhang mit Clarithromycin wurden Leberfunktionsstörungen, einschließlich erhöhter Leberenzymwerte, und hepatozellulärer Schädigungen und/oder cholestatische Hepatitis mit oder ohne Ikterus beobachtet
- diese Leberfunktionsstörung kann schwer sein, ist jedoch in der Regel reversibel
- in einigen Fällen Leberinsuffizienz mit tödlichem Ausgang berichtet, die in der Regel mit schweren zugrundeliegenden Erkrankungen und/oder anderen hepatotoxischen Medikationen in Zusammenhang stand
- sofortiger Behandlungsabbruch wenn Anzeichen und Symptome einer Hepatitis wie Anorexie, Ikterus, dunkler Urin, Pruritus oder ein empfindliches Abdomen auftreten
- Metabolisierung von Clarithromycin erfolgt hauptsächlich über die Leber
- Nierenfunktionsstörungen
- Vorsicht geboten bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz
- bei Vorliegen einer schweren Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) Anwendung von Clarithromycin nur unter genauer ärztlicher Beobachtung
- Kinder (< 12 Jahre)
- Anwendung nicht empfohlen, orale Suspension von Clarithromycin für die Anwendung bei Kindern sollte angewendet werden
- Schwangerschaft
- Verordnung an schwangere Patientinnen nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung, insbesondere während der ersten 3 Monate der Schwangerschaft
- siehe Rubrik Schwangerschaftshinweise
- Gleichzeitige Anwendung von Clarithromycin mit
- Colchicin
- gleichzeitige Anwendung von Clarithromycin und Colchicin ist kontraindiziert
- Post-Marketing-Berichte von Colchicin-Vergiftungen bei gleichzeitiger Gabe von Clarithromycin und Colchicin vorliegend, insbesondere bei älteren Patienten
- einige der Colchicin-Vergiftungen traten bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen auf
- über Todesfälle bei einigen solcher Patienten wurde berichtet
- Triazolobenzodiazepinen wie Triazolam und Midazolam
- bei gleichzeitiger Anwendung von Clarithromycin und Triazolobenzodiazepinen wie Triazolam und intravenösem oder oromukosalem Midazolam ist Vorsicht geboten
- Arzneimitteln, die zur Induktion des Cytochrom-CYP3A4-Enzyms führen
- Vorsicht bei der Anwendung
- oralen Antidiabetika / Insulin
- sorgfältige Überwachung des Blutzuckerspiegels empfohlen
- gleichzeitige Gabe von Clarithromycin und oralen Antidiabetika (wie Sulfonylharnstoffen) und/oder Insulin kann zu signifikanten Hypoglykämien führen
- oralen Antikoagulantien
- Risiko einer schwerwiegenden Blutung sowie signifikanter Erhöhungen des INR-Werts und der Prothrombinzeit, wenn Clarithromycin zusammen mit Warfarin verabreicht wird
- in der Zeit, in der Patienten gleichzeitig Clarithromycin und orale Antikoagulantien erhalten, sollten der INR-Wert und die Prothrombinzeit regelmäßig kontrolliert werden
- Vorsicht geboten bei gleichzeitiger Anwendung von Clarithromycin und direkten oralen Antikoagulantien wie z.B. Dabigatran, Rivaroxaban und Apixaban, insbesondere bei Patienten mit hohem Blutungsrisiko
- HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren (Statine)
- gleichzeitige Anwendung von Clarithromycin und Lovastatin oder Simvastatin ist kontraindiziert
- Vorsicht geboten wenn Clarithromycin und Statine gleichzeitig verordnet werden
- wurde von Patienten mit Rhabdomyolyse berichtet, die Clarithromycin und Statine gleichzeitig einnahmen
- Patienten sollten bezüglich Anzeichen und Symptomen einer Myopathie beobachtet werden
- wenn gleichzeitige Gabe von Clarithromycin und Statinen nicht vermieden werden kann
- niedrigste zugelassene Dosierung des Statins verordnen
- Verwendung eines anderen Statins, das nicht von der CYP3A-Metabolisierung abhängig ist (z.B. Fluvastatin), erwägen
- Colchicin
- Kardiovaskuläre Ereignisse
- bei der Behandlung mit Makroliden, einschließlich Clarithromycin, wurde eine verlängerte Repolarisationsphase des Herzens sowie eine Verlängerung des QT-Intervalls festgestellt, die ein Risiko von Herzrhythmusstörungen und Torsade-de-Pointes-Tachykardien bedingen können
- da die folgenden Situationen zu einem erhöhten Risiko für ventrikuläre Arrhythmien (einschließlich Torsade-de-Pointes-Tachykardien) führen können, sollte Clarithromycin daher mit Vorsicht bei folgenden Patientengruppen verabreicht werden:
- Patienten mit koronarer Herzerkrankung, schwerer Herzinsuffizienz, Reizweiterleitungsstörungen am Herzen oder klinisch relevanter Bradykardie
- Clarithromycin darf nicht bei Patienten mit Hypokaliämie verabreicht werden
- Patienten, die gleichzeitig andere QT-Intervall-verlängernde Arzneimittel einnehmen als solche, die kontraindiziert sind
- begleitende Verabreichung von Clarithromycin mit Astemizol, Cisaprid, Pimozid, Domperidon und Terfenadin ist kontraindiziert
- Clarithromycin darf nicht bei Patienten mit angeborener oder dokumentierter erworbener QT-Intervall-Verlängerung oder bei Patienten mit ventrikulären Arrhythmien verabreicht werden
- epidemiologische Studien zur Untersuchung des Risikos von unerwünschten kardiovaskulären Ereignissen bei der Verabreichung von Makroliden haben unterschiedliche Ergebnisse gezeigt
- einige Beobachtungsstudien haben ein seltenes, kurzzeitiges Risiko für Arrhythmien, Myokardinfarkte und kardiovaskuläre Mortalität bei der Verabreichung von Makroliden, einschließlich Clarithromycin, nachgewiesen
- diese Zusammenhänge sollten bei der Verschreibung von Clarithromycin im Rahmen der Nutzen-Risiko-Bewertung berücksichtigt werden
- Pneumonie
- bei stationär erworbener Pneumonie sollte Clarithromycin in Kombination mit zusätzlichen geeigneten Antibiotika verabreicht werden
- Infektionen der Haut und Weichteile von leichtem bis mäßigem Schweregrad
- diese Infektionen werden meist durch Staphylococcus aureus und Streptococcus pyogenes ausgelöst, die gegen Makrolide resistent sein können
- Empfindlichkeitstests sollten durchgeführt werden
- wenn Betalaktam- Antibiotika nicht angewendet werden können (z.B. aufgrund von Allergien), können andere Antibiotika wie z.B. Clindamycin Medikamente erster Wahl sein
- derzeit werden Makrolide nur bei manchen Infektionen der Haut und Weichteile in Betracht gezogen:
- bei Infektionen, die durch Corynebacterium minutissimum ausgelöst werden, bei Akne vulgaris und Erysipel
- in Fällen, in denen kein Penicillin angewendet werden kann
- diese Infektionen werden meist durch Staphylococcus aureus und Streptococcus pyogenes ausgelöst, die gegen Makrolide resistent sein können
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- bei schweren akuten Überempfindlichkeitsreaktionen wie Anaphylaxie, schweren arzneimittelinduzierten Hautreaktionen (SCAR) (z. B. akute generalisierte exanthematische Pustulose [AGEP],Stevens-Johnson-Syndrom, toxischepidermale Nekrolyse und Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom) Therapie mit Clarithromycin sofort abbrechen
- geeignete Notfallmaßnahmen dringend einleiten
- bei schweren akuten Überempfindlichkeitsreaktionen wie Anaphylaxie, schweren arzneimittelinduzierten Hautreaktionen (SCAR) (z. B. akute generalisierte exanthematische Pustulose [AGEP],Stevens-Johnson-Syndrom, toxischepidermale Nekrolyse und Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom) Therapie mit Clarithromycin sofort abbrechen
- Anhaltende und schwere Durchfälle und Koliken
- wie bei fast allen antibakteriellen Arzneimitteln, einschließlich Makroliden, wurde über Entzündung des Dickdarms (pseudomembranöse Kolitis) berichtet, die mild bis lebensbedrohlich verlaufen kann
- Clostridium-difficile-assoziierte Diarrhö (CDAD) bei Anwendung von fast allen Antibiotika, einschließlich Clarithromycin, berichtet, die in der Form eines leichten Durchfalls bis zur tödlich verlaufenden Kolitis auftreten kann
- Antibiotikabehandlung verändert die normale Darmflora, was zu einem übermäßigen Wachstum von C. difficile führen kann
- deshalb sollte bei Patienten mit Durchfall, der während oder nach der Therapie mit antibakteriellen Substanzen auftritt, eine CDAD erwogen werden
- CDAD kann auch noch 2 Monate nach Therapieende auftreten
- deshalb sorgfältige Anamnese nötig
- Antibiotikabehandlung verändert die normale Darmflora, was zu einem übermäßigen Wachstum von C. difficile führen kann
- abhägig von der Indikation muss Beendigung der Therapie erwogen und, falls erforderlich, sofort eine angemessene Behandlung eingeleitet werden
- Arzneimittel, die die Peristaltik hemmen, sind kontraindiziert
- Sinusitis
- Clarithromycin intravenös häufig nicht das Mittel der ersten Wahl
- Pharyngitis/Tonsillitis
- Clarithromycin ist häufig nicht das Mittel der ersten Wahl für die Behandlung der durch Streptococcus pyrogenes verursachten Pharyngitis oder Tonsillitis
- bei dieser Indikation sowie als Prophylaxe des akuten rheumatischen Fiebers ist Penicillin Behandlung der ersten Wahl
- akute Otitis media
- Clarithromycin intravenös häufig nicht das Mittel der ersten Wahl
- Resistenzen
- Langzeitverabreichung
- Langzeitverabreichung kann, so wie bei anderen Antibiotika, zur Kolonisation von nicht empfindlichen Bakterien und Pilzen führen
- im Falle einer Superinfektion
- geeignete Therapie eingeleiten
- Einnahme anderer Makrolid-Antibiotika sowie Lincomycin und Clindamycin
- auf mögliche Kreuzresistenz von Erregern gegenüber Clarithromycin und anderen Antibiotika aus der Gruppe der Makrolide (z.B. Erythromycin) sowie Lincomycin und Clindamycin achten
- gleichzeitige Gabe mehrerer Präparate aus dieser Substanzgruppe nicht empfehlenswert
- Langzeitverabreichung