CLAVERSAL 500MG ZAEPFCHEN
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 10 ST | 25,24 € |
| N2 | 30 ST | 47,29 € |
| N3 | 120 ST | 161,28 € |
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Indikation
- Akutbehandlung der Colitis ulcerosa, beschränkt auf das Rektum
Dosierung
- Akutbehandlung und Rezidivprophylaxe der Colitis ulcerosa
- Erwachsene und Kinder >/= 6 Jahre
- Akutbehandlung, je nach den klinischen Erfordernissen des Einzelfalls:
- 1 Zäpfchen 2 - 3mal / Tag (entsprechend 1,0 - 1,5 g Mesalazin)
- morgens und abends bzw. morgens, mittags und abends
- falls nach Eintritt einer Remission Rezidivprophylaxe erforderlich, Zäpfchen mit niedrigerer Dosis verwenden:
- 1 Zäpfchen mit 250 mg Mesalazin 3 - 6mal / Tag (entsprechend 0,75 - 1,5 g Mesalazin)
- morgens, mittags und abends
- Behandlungsdauer
- wird vom Arzt bestimmt
- Kinder und Jugendliche
- keine Anwendung bei Säuglingen und Kindern < 6 Jahre (begrenzte Erfahrungen und Daten)
- Nieren- und / oder Leberinsuffizienz
- schwer (GFR < 30 ml / Min. / 1,73 m2)
- Anwendung kontraindiziert
- schwer (GFR < 30 ml / Min. / 1,73 m2)
- Akutbehandlung, je nach den klinischen Erfordernissen des Einzelfalls:
- Erwachsene und Kinder >/= 6 Jahre
Kontraindikationen
Mesalazin - rektal
- Überempfindlichkeit gegen Mesalazin
- Überempfindlichkeit gegen Salicylate oder deren Derivate
- schwere Leber- und/oder Nierenfunktionsstörungen (GFR < 30 ml / Min. / 1,73m2)
- hämorrhagische Diathese
Nebenwirkungen
Mesalazin - rektal
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Überempfindlichkeitsreaktionen wie
- allergische Exantheme
- Medikamentenfieber
- Lupuserythematodes-Syndrom
- Pancolitis
- anaphylaktische Reaktion
- Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom)
- Überempfindlichkeitsreaktionen wie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Blutbildveränderungen
- Anämie
- aplastische Anämie
- Agranulozytose
- Panzytopenie
- Neutropenie
- Leukopenie
- Thrombozytopenie
- Eosinophilie (als Teil einer allergischen Reaktion)
- Blutbildveränderungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Augenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Konjunktivitis
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- periphere Neuropathie
- benigne intrakranielle Hypertonie bei Heranwachsenden
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Myokarditis
- Mechanismus von Mesalazin-induzierter Myokarditis ist unbekannt, könnte aber allergischen Ursprungs sein
- Perikarditis
- Mechanismus von Mesalazin-induzierter Perikarditis ist unbekannt, könnte aber allergischen Ursprungs sein
- Myokarditis
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Perikarderguss
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- allergische und fibrotische Lungenreaktionen (einschließlich Dyspnoe, Husten, Bronchospasmus, Alveolitis, pulmonale Eosinophilie, Lungeninfiltrat, Pneumonitis, eosinophile Pneumonie)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Bronchiolitis
- Bronchiolitis obliterans
- Pneumonie
- interstitielle Pneumonie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Abdominalschmerzen
- Diarrhö
- Flatulenz
- Übelkeit
- Erbrechen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- akute Pankreatitis
- Mechanismus von Mesalazin-induzierter Pankreatitis ist unbekannt, könnte aber allergischen Ursprungs sein
- Pancolitis
- Unwohlsein
- erhöhte Amylasewerte (Blut und/oder Urin)
- Verstopfung
- akute Pankreatitis
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Verschlimmerung der Colitis-Symptome
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Nierenfunktionsstörungen einschließlich akuter und chronischer interstitieller Nephritis und Niereninsuffizienz
- Mechanismus von Mesalazin-induzierter Nephritis ist unbekannt, könnte aber allergischen Ursprungs sein
- nephrotisches Syndrom
- Verfärbung des Urins
- Nierenfunktionsstörungen einschließlich akuter und chronischer interstitieller Nephritis und Niereninsuffizienz
- ohne Häufigkeitsangabe
- Nephrolithiasis
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Ausschlag (inkl. Urtikaria, erythematösem Hautausschlag)
- Exanthem
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Lichtempfindlichkeit
- schwerwiegendere Reaktionen berichtet bei Patienten mit bereits bestehenden Hauterkrankungen, wie beispielsweise atopischer Dermatitis und atopischem Ekzem
- Pruritus
- Lichtempfindlichkeit
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- (reversible) Alopezie (Haarausfall)
- Quincke-Ödem
- Erythema multiforme
- allergische Dermatitis
- Stevens-Johnson-Syndrom (SJS)
- toxische epidermale Nekrolyse (TEN)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Myalgie
- Arthralgie
- Lupus erythematodes-ähnliche Reaktionen (system. Lupus erythematodes s. Erkrankungen des Immunsystems)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Veränderungen der Leberfunktionsparameter (erhöhte Leberenzymwerte, Cholestaseparameter und Bilirubinwerte)
- Hepatotoxizität (inkl. Hepatitis, cholestatische Hepatitis, Zirrhose, Leberversagen)
- Mechanismus von Mesalazin-induzierter Hepatitis ist unbekannt, könnte aber allergischen Ursprungs sein
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Oligospermie (reversibel)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- abdominelles Spannungsgefühl
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Analbeschwerden
- lokale Beschwerden wie Reizung, Schmerzen und Brennen (am Verabreichungsort)
- schmerzhafter Stuhldrang
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Medikamentenfieber
- ohne Häufigkeitsangabe
- Fatigue
- Asthenie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- zur rektalen Anwendung
- Entleerung des Darms vor Anwendung des Arzneimittels
- Zäpfchen tief in den After einführen
Stillzeithinweise
Mesalazin - rektal
- es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung mit Mesalazin verzichtet werden soll
- dabei sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch Nutzen der Therapie für die Frau berücksichtigen
- Mesalazin sollte nur angewendet werden, wenn der potenzielle Nutzen das mögliche Risiko übersteigt
- dabei sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch Nutzen der Therapie für die Frau berücksichtigen
- N-Acetyl-5-Aminosalicylsäure / Mesalazin werden in die Muttermilch ausgeschieden
- die Mesalazin-Konzentration in der Muttermilch ist geringer als im Blut der Mutter,
- wohingegen der Metabolit Acetyl-Mesalazin in ähnlichen oder höheren Konzentrationen vorliegt
- Überempfindlichkeitsreaktionen wie Durchfall können beim Säugling nicht ausgeschlossen werden
- falls der Säugling Durchfall entwickelt, sollte das Stillen beendet werden
- es wurden keine kontrollierten Studien während der Stillzeit durchgeführt, bisher liegen nur begrenzte Erfahrungen mit Mesalazin während der Stillzeit bei Frauen vor
Schwangerschaftshinweise
Mesalazin - rektal
- Mesalazin sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden,
- außer der potenzielle Nutzen übersteigt das mögliche Risiko
- es ist bekannt, dass Mesalazin die Plazentaschranke passiert, und seine Konzentration im Nabelschnurplasma ist niedriger als die Konzentration im mütterlichen Plasma
- der Metabolit Acetyl-Mesalazin kommt in ähnlichen oder höheren Konzentrationen in der Nabelschnur und im mütterlichen Plasma vor
- keine ausreichenden Daten zur Anwendung bei schwangeren Frauen vorliegend
- Informationen zu einer begrenzten Anzahl von Schwangerschaften lassen keine negativen Auswirkungen von Mesalazin auf die Schwangerschaft oder auf die Gesundheit des Fötus oder des Neugeborenen erkennen
- Daten zeigen keine erhöhte Gesamtrate angeborener Missbildungen
- einige Daten zeigen eine erhöhte Rate von Früh- und Totgeburten und geringem Geburtsgewicht, jedoch treten diese negativen Auswirkungen auf den Schwangerschaftsverlauf auch in Verbindung mit akuten Schüben der chronisch entzündlichen Darmerkrankung auf (s.u.)
- bei Neugeborenen, deren Mütter mit Mesalazin behandelt wurden, Veränderungen des Blutbildes (Panzytopenie, Leukopenie, Thrombozytopenie und Anämie) beobachtet
- Einzelfall: unter Langzeitanwendung einer hohen Mesalazin-Dosis (2 - 4 g/Tag, oral) während der Schwangerschaft Nierenversagen bei einem Neugeborenen beobachtet
- Informationen zu einer begrenzten Anzahl von Schwangerschaften lassen keine negativen Auswirkungen von Mesalazin auf die Schwangerschaft oder auf die Gesundheit des Fötus oder des Neugeborenen erkennen
- derzeit keine weiteren relevanten epidemiologischen Informationen verfügbar
- Grunderkrankung „Chronisch entzündliche Darmerkrankung"
- Grunderkrankung selbst kann in der Schwangerschaft das Risiko für Früh- und Totgeburten sowie ein geringeres Geburtsgewicht erhöhen
- tierexperimentelle Studien
- Untersuchungen an Tieren mit oraler Applikation weisen keine direkten oder indirekten negativen Effekte hinsichtlich Trächtigkeit, embryonaler/fötaler Entwicklung, Geburt oder postnataler Entwicklung auf
- Fertilität
- beim Menschen keine Daten in Bezug auf die Auswirkungen von Mesalazin auf die weibliche und männliche Fertilität
- tierexperimentelle Studien
- ergaben keine Hinweise auf eine Beeinträchtigung der weiblichen und männlichen Fertilität
Warnhinweise
Mesalazin - rektal
- Behandlung sollte i.A. unter ärztlicher Aufsicht erfolgen
- Blutuntersuchungen (Differenzialblutbild; Leberfunktionsparameter wie ALT oder AST; Serum-Harnstoff (BUN) und Serum-Kreatinin) sowie Urinstatus (Teststreifen/ Sediment)
- sollten vor und während der Behandlung nach Ermessen des behandelnden Arztes erhoben werden
- Richtlinie: Kontrollen 14 Tage nach Beginn der Behandlung, dann 2- bis 3-mal nach jeweils weiteren 4 Wochen empfohlen
- bei normalem Befund sind vierteljährliche, beim Auftreten zusätzlicher Krankheitszeichen sofortige Kontrolluntersuchungen erforderlich
- Blutdyskrasien
- schwere Blutdyskrasien nach der Behandlung mit Mesalazin sehr selten von Blutdyskrasien berichtet
- beim Auftreten von unerklärlichen Blutungen, Hämatomen, Purpura, Anämie, Fieber oder Halsschmerzen sollten hämatologische Untersuchungen durchgeführt werden
- bei Verdacht auf schwere Blutdyskrasien muss die Behandlung abgebrochen werden
- gleichzeitige Behandlung mit Mesalazin kann bei Patienten, die Azathioprin oder 6-Mercaptopurin erhalten, das Risiko für schwere Blutdyskrasien erhöhen
- Leberinsuffizienz
- Vorsicht bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen
- bei Patienten, die Präparate mit Mesalazin erhalten, wurde von erhöhten Leberenzymkonzentrationen berichtet
- Leberfunktion sorgfältig überwachen
- Leberfunktionsparameter wie ALT oder AST sollten nach Ermessen des behandelnden Arztes vor und während der Behandlung überprüft werden
- Nierenfunktionsstörungen
- Mesalazin sollte nicht bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen angewendet werden
- an Mesalazin-bedingte Nephrotoxizität sollte gedacht werden, wenn sich die Nierenfunktion während der Behandlung verschlechtert
- es wurden Fälle von Nephrolithiasis bei Verabreichung von Mesalazin gemeldet (einschl. Nierensteinen mit einem Gehalt von 100 % Mesalazin)
- während der Behandlung ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sicherzustellen
- Kontrollen
- Nierenfunktion sorgfältig überwachen
- Nierenfunktion sollte besonders während der Initialphase regelmäßig überwacht werden (z.B. Serum-Kreatinin)
- Urinstatus (Teststreifen) sollte nach Ermessen des behandelnden Arztes vor und während der Behandlung überprüft werden
- gleichzeitige Behandlung mit anderen als nephrotoxisch bekannten Stoffen wie NSARs und Azathioprin kann das Risiko renaler Nebenwirkungen erhöhen
- Patienten mit hämorrhagischer Diathese
- Mesalazin sollte nicht angewendet werden
- Patienten mit aktivem Magen- oder Duodenalgeschwür (akutem peptischen Ulkus)
- Vorsicht bei der Anwendung
- Lungenfunktionsstörung, Asthma
- bei Vorliegen einer Lungenfunktionsstörung, insbesondere Asthma, während der Therapie mit dem Arzneimittel eine besonders sorgfältige Überwachung des Patienten angezeigt
- Kardiale Reaktionen
- Mesalazin-induzierte kardiale Überempfindlichkeitsreaktionen (Myo- und Perikarditis) selten beschrieben
- bei Patienten, die aufgrund ihres Krankheitszustandes zur Entwicklung einer Myo- oder Perikarditis neigen, ist bei der Verschreibung dieses Medikaments Vorsicht geboten
- bei Verdacht auf diese Nebenwirkungen oder deren Auftreten muss die Behandlung abgebrochen werden und Mesalazinhaltige Produkte dürfen nicht wieder angewendet werden
- Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Sulfasalazin-haltigen Präparaten
- Behandlung mit Mesalazin nur unter sorgfältiger ärztlicher Kontrolle beginnen
- Behandlung sofort abbrechen bei akuten Unverträglichkeitsreaktionen wie z.B. Bauchkrämpfe, akute Bauchschmerzen, Fieber, schwere Kopfschmerzen und Hautausschläge
- Kinder und Jugendliche
- Wirksamkeit bei Kindern ist nur in begrenztem Umfang belegt
- bei der Anwendung nur wenige Erfahrungen vorliegend
- schwere Nebenwirkungen der Haut
- es wurde über schwere arzneimittelinduzierte Hautreaktionen (Severe cutaneous adverse reactions, SCARs), einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) und toxischer epidermaler Nekrolyse (TEN), im Zusammenhang mit Mesalazin-Behandlungen berichtet
- Mesalazin sollte beim ersten Auftreten von Anzeichen und Symptomen schwerer Hautreaktionen wie z. B. Hautausschlag, Schleimhautläsionen oder sonstigen Anzeichen einer Überempfindlichkeit abgesetzt werden