Clindamycin KABI 600mg/4ml

Fresenius Kabi Deutschland GmbH
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Wirkstoff: Clindamycin →

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Fachinformationen

Indikation

  • Behandlung schwerer Infektionen durch Clindamycin-empfindliche Erreger
    • 1. Wahl bei Infektionen durch anareobe Bakterien
    • Alternative bei Infektionen durch aerobe Bakterien, wenn andere Antibiotika unwirksam oder kontraindiziert sind (z.B bei Penicillin-Allergie)
    • Staphylokokken-Infektionen der Knochen und Gelenke (z.B. Osteomyelitis und septische Arthritis)
    • durch anaerobe Erreger verursachte chronische Sinusitis
    • Infektionen der unteren Atemwege (Aspirationspneumonie, Lungenabszess, nekrotisierende Pneumonie und Empyem)
    • bei Verdacht einer polymikrobiellen Lungeninfektion: gleichzeitige Gabe eines Arzneimittels gegen gramnegative Bakterien
    • Infektionen des Bauchraums (z.B. Peritonitis und abdominelle Abszesse), bei denen Clindamycin das Mittel der Wahl ist (in Kombination mit einem Antibiotikum, das gegen aerobe gram-negative Bakterien wirksam ist)
    • Infektionen des Beckens und der weiblichen Geschlechtsorgane (z.B. entzündliche Beckenerkrankung, Endometritis, perivaginale Infektionen, Tuboovarialabszesse, Salpingitis und Beckengewebsentzündungen) in Kombination mit einem Arzneimittel gegen aerobe gram-negative Bakterien
    • Infektionen der Haut und Weichteile
  • Hinweis
    • Beachtung der offiziellen Empfehlungen zur sachgemäßen Anwendung von Antibiotika

Dosierung

Basiseinheit: 1 ml enthält 150 mg Clindamycin entsprechend 178,2 mg Clindamycinphosphat

  • Behandlung schwerer Infektionen, die durch Clindamycin-empfindliche Erreger verursacht werden
    • Erwachsene und Jugendliche > 12 Jahre
      • tägliche Maximaldosis: 18 ml Injektionslösung (2,7 g Clindamycin) / Tag in 2 - 4 Einzeldosen (bei lebensbedrohlichen Infektionen bis zu 4,8 g Clindamycin / Tag)
      • weniger komplizierte Infektionen
        • 8 - 12 ml Injektionslösung (1,2 - 1,8 g Clindamycin) / Tag in 3 - 4 gleichen Einzeldosen
      • schwere Infektionen
        • 12 - 18 ml Injektionslösung (1,8 - 2,7 g Clindamycin) / Tag in 2 - 4 gleichen Einzeldosen, i.d.R. in Kombination mit einem Antibiotikum gegen aerobe gram-negative Bakterien
    • Säuglinge (> 4 Wochen) und Kinder (bis 12 Jahre)
      • schwere Infektionen
        • 15 - 25 mg Clindamycin / kg KG / Tag in 3 - 4 gleichen Einzeldosen
        • tägliche Gesamtdosis >/= 300 mg Clindamycin unabhängig vom Körpergewicht
      • sehr schwere Infektionen
        • 25 - 40 mg Clindamycin / kg KG / Tag in 3 - 4 gleichen Einzeldosen
        • tägliche Gesamtdosis >/= 300 mg Clindamycin unabhängig vom Körpergewicht
    • Hinweis
      • maximale Einzeldosis bei intramuskulärer Injektion: 0,6 g Clindamycin
      • maximale Einzeldosis bei intravenöser Infusion: 1,2 g Clindamycin / Stunde
    • Dauer der Anwendung
      • nachgewiesener oder auch vermuteter Verdacht auf Infektionen mit ß-hämolysierenden Streptokokken
        • Fortsetzen der Behandlung für mind. 10 Tage
      • Kleinkinder < 3 Jahre
        • Anwendung nicht länger als 7 Tage, sofern keine längere Behandlungsdauer erfordelich ist (Arzneimittel enthält Benzylalkohol)
    • ältere Patienten
      • Halbwertszeit, Verteilungsvolumen, Clearance sowie das Ausmaß der Absorption nach Gabe von Clindamycinphosphat unverändert
      • Datenanalyse aus klinischen Studien zeigte keinen altersabhängigen Anstieg der Toxizität
      • Dosierungsrichtlinien sollten nicht allein vom Alter beeinflusst werden
    • Niereninsuffizienz
      • Eliminations-Halbwertszeit von Clindamycin verlängert sich
      • leicht - mäßig schwer
        • Dosisreduktion in der Regel nicht erforderlich
      • schwer oder Anurie
        • Überwachung der Plasmaspiegel von Clindamycin
        • entsprechend den Ergebnissen dieser Maßnahme kann eine Dosisverringerung notwendig werden oder eine Verlängerung des Dosierungsintervalles von 8 oder sogar von 12 Stunden
    • Leberinsuffizienz
      • mittelschwer bis schwer
        • Eliminations-Halbwertzeit von Clindamycin verlängert sich
        • Dosisreduktion in der Regel nicht erforderlich, wenn Clindamycin alle 8 h gegeben wird
      • schwer
        • Überwachung der Plasmaspiegel von Clindamycin
        • entsprechend den Ergebnissen dieser Maßnahme kann eine Dosisverringerung notwendig werden oder eine Verlängerung des Dosierungsintervalles
    • Hämodialyse
      • Clindamycin ist nicht hämodialysierbar
      • daher vor oder nach einer Dialyse keine zusätzliche Dosis erforderlich

Kontraindikationen

Clindamycin - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Clindamycin oder Lincomycin (es besteht eine Parallelallergie)
  • Information zu produktspezifischen Hilfsstoffen
    • die jeweilige Produktinformation ist zu beachten

Nebenwirkungen

Clindamycin - invasiv
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • pseudomembranöse Enterocolitis
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Vaginalinfektion
      • Clostridium-difficile-Kolitis
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • reversible toxische oder allergische Auswirkungen auf das Blutbild in Form von
        • Agranulozytose
        • Neutropenie
        • Thrombozytopenie
        • Leukopenie
        • Eosinophilie
        • Granulozytopenie
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Arzneimittelfieber
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • anaphylaktische Reaktionen
      • anaphylaktischer Schock (mit Schwellung von Gesicht, Gefäßen oder Larynx, Atembeschwerden bis zum Kreislaufkollaps)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • anaphylaktoide Reaktion
      • Überempfindlichkeit
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Dysgeusie
      • neuromuskulär blockierende Wirkung
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Geschmacks- und Geruchsstörungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Schwindel
      • Schläfrigkeit
      • Kopfschmerzen
  • Herzerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Herz- und Atemstillstand
  • Gefäßerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Thrombophlebitis
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hypotonie
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Durchfall
      • abdominale Schmerzen
      • Erbrechen
      • Übelkeit
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Ösophagitis
      • Glossitis
      • Stomatitis
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • vorübergehende Hepatitis mit cholestatischem Ikterus
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Ikterus
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • makulopapulöses Exanthem
      • masernähnliches Exanthem
      • Urtikaria
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Allergien in Form von masernähnlichem Exanthem, Pruritus und Urtikaria
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Stevens-Johnson-Syndrom (SJS)
      • toxisch-epidermale Nekrolyse (TEN)
      • Lyell-Syndrom
      • exfoliative Dermatitis
      • bullöse Dermatitis
      • Vaginitis
      • Schwellungen (Quincke-/Angioödem)
      • Erythema multiforme
      • Pruritus
      • desquamatöse und bullöse Dermatitis
      • Scheidenkatarrh
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Ausschlag und Blasenbildung (Überempfindlichkeitsreaktionen)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • akut generalisierendes pustulöses Exanthem (AGEP)
      • Medikamentenausschlag mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom)
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Gelenkschwellungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Polyarthritis
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • akute Nierenschädigung
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • nach intravenöser Infusion
        • Reaktionen an der Infusionsstelle wie
          • Schmerzen
          • Thrombophlebitis
      • nach intra-muskulärer Injektion
        • Reaktionen an der Injektionsstelle wie
          • Schmerzen
          • Indurationen und sterile Abszesse
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Reizungen an der Injektionsstelle
      • bei schneller intravenöser Verabreichung
        • Unverträglichkeitsreaktionen in Form von
          • Hitzegefühl
          • Brechreiz
          • Übelkeit
          • selten ernsthafte Herz-Kreislauf-Störungen (z.B. Blutdruckabfall und Herzstillstand)
  • Untersuchungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Leberfunktionstest anomal
      • vorübergehender leichter Anstieg der Serumtransaminasen

Anwendungshinweise

  • zur intravenösen Infusion
    • Verdünnung der Lösung vor intravenöser Infusion (</= 18 mg Clindamycin / ml Lösung)
    • Infusion über mind. 10 - 60 Minuten
  • zur intramuskulären Injektion
    • unverdünnte Anwendung
  • weitere Hinweise zur Verdünnung siehe Fachinformation

Stillzeithinweise

Clindamycin - invasiv
  • wegen der Gefahr von schwerwiegenden Nebenwirkungen beim gestillten Säugling soll Clindamycin von stillenden Müttern nicht angewendet werden bzw. muss eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen
  • Clindamycin geht bei Menschen in die Muttermilch über
    • systemisch angewendetes Clindamycin erreicht Werte von < 0,5 - 3,8 µg / ml in der menschlichen Muttermilch
  • beim gestillten Säugling sind negative Auswirkungen auf die gastrointestinale Flora wie Sensibilisierungen, Hautausschlag, Durchfälle oder Blut im Stuhl und Sprosspilzbesiedlung der Schleimhäute nicht auszuschließen

Schwangerschaftshinweise

Clindamycin - invasiv
  • sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung und Vorsicht bei einer Anwendung während der Schwangerschaft
  • Clindamycin passiert die Plazentaschranke
    • es wird angenommen, dass im Fötus eine therapeutisch wirksame Konzentration erreicht wird
  • Beobachtungen am Menschen haben bisher keinen Hinweis auf fruchtschädigende Einflüsse ergeben
  • Daten aus einer begrenzten Anzahl der im 1. Trimester exponierten Schwangerschaften zeigen keine unerwünschten Wirkungen von Clindamycin auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des Fötus / Neugeborenen
  • eine umfangreiche Studie an schwangeren Frauen, in der ca. 650 Neugeborene untersucht wurden, die während des 1. Trimenons Clindamycin ausgesetzt waren
    • zeigte keine unerwünschten Wirkungen von Clindamycin auf die Schwangerschaft oder auf die Gesundheit des Fötus / Neugeborenen
    • zeigte keinen Anstieg an Missbildungen
    • dennoch ist Datenlage bezüglich der Sicherheit von Clindamycin während der Schwangerschaft unzureichend
  • tierexperimentelle Studien
    • zeigten keine Reproduktionstoxizität
    • lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen auf Schwangerschaft, embryonale / fetale Entwicklung, Geburt oder postnatale Entwicklung schließen
  • Fertilität
    • Tierstudien zeigten keine Hinweise auf Fertilitätsstörungen
    • Humandaten zur Wirkung von Clindamycin auf die Fertilität liegen nicht vor

Warnhinweise

Clindamycin - invasiv
  • Vorsicht bei
    • eingeschränkter Leberfunktion
    • eingeschränkter Nierenfunktion
    • Störungen der neuromuskulären Übertragung (Myasthenia gravis, Parkinson- Krankheit)
    • Magen-Darm-Erkrankungen in der Vorgeschichte (z.B. frühere Entzündungen des Dickdarms)
    • Atopie
    • Allergien
    • Asthma
  • Clindamycin sollte nicht bei akuten Infektionen der Atemwege angewendet werden, wenn diese durch Viren verursacht sind
  • schwere Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich schwerer Hautreaktionen
    • schwere Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich Angioödem berichtet, einschließlich schwerer Hautreaktionen wie z.B.
      • Medikamentenausschlag mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom)
      • Stevens-Johnson-Syndrom (SJS)
      • toxisch-epidermale Nekrolyse (TEN)
      • akut generalisierendes pustulöses Exanthem (AGEP)
    • beim Auftreten einer Überempfindlichkeit oder schweren Hautreaktion sollte Behandlung abgebrochen werden und geeignete Behandlung eingeleitet werden
    • anaphylaktische Reaktionen können, sogar nach der ersten Anwendung, in einen lebensbedrohlichen Schock übergehen
      • bei Auftreten muss Behandlung mit Clindamycin sofort abgebrochen und übliche entsprechende Notfallmaßnahmen eingeleitet werden
        • z.B. Antihistaminika, Corticosteroide, Sympathomimetika und ggf. Beatmung
  • bei Langzeittherapie (Behandlung > 10 Tage bzw. > 3 Wochen; siehe jeweilige Produktinformation)
    • in regelmäßigen Abständen sollten Blutbild sowie Leber- und Nierenfunktion kontrolliert werden
    • langfristige und wiederholte Anwendung kann zu einer Superinfektion bzw. Kolonisation mit resistenten Keimen oder Sprosspilzen der Haut und Schleimhäute führen
  • Nierenschädigung
    • Fälle von akuter Nierenschädigung, einschließlich akuten Nierenversagens, wurden gelegentlich berichtet
    • bei Patienten, die eine länger andauernde Therapie erhalten, bei Patienten mit vorbestehenden Nierenfunktionsstörungen oder bei Patienten die gleichzeitig nephrotoxische Medikamente anwenden
      • Überwachung der Nierenfunktion in Betracht ziehen
  • Colitis
    • bei Anwendung von nahezu allen Antibiotika, einschließlich Clindamycin, Clostridium-difficile -assoziierte Diarrhöen (CDAD) berichtet
      • von leichtem Durchfall bis zu einer Kolitis mit letalem Ausgang
        • Berichte über einige schwere und persistierende Fälle von Diarrhoe während der Behandlung oder danach
        • manchmal wurden in Verbindung mit der Diarrhoe Blut und Schleim in den Faeces gefunden, und akute Kolitis war manchmal die Folge der Diarrhoe
    • Therapie mit Antibiotika verändert die normale Darmflora, was zu einer Überwucherung mit C. difficile führen kann
      • C. difficile produziert die Toxine A und B, die zur Entwicklung von CDAD beitragen und eine Hauptursache für die „antibiotikaassoziierte Kolitis" darstellen
    • Hypertoxinproduzierende Stämme von C. difficile sind mit einer erhöhten Morbidität und Mortalität assoziiert
      • derartige Infektionen können therapieresistent gegenüber einer antibiotischen Therapie sein
      • können eventuell eine Kolektomie notwendig machen
    • CDAD ist bei allen Patienten mit Durchfall nach antibiotischer Behandlung in Betracht zu ziehen
      • sorgfältige medikamentöse Anamnese durchführen, da eine CDAD bis zu 2 Monate nach Durchführung einer Antibiotikatherapie auftreten kann
      • daraus kann sich eine Kolitis, einschließlich einer pseudomembranösen Kolitis entwickeln, deren Schweregrad von leicht bis tödlich reichen kann
    • bei Verdacht auf antibiotikaassoziierte Diarrhö oder antibiotikaassoziierte Kolitis und bei bestätigter antibiotikaassoziierter Diarrhö oder antibiotikaassoziierter Kolitis
      • in Abhängigkeit der Indikation Abbruch der Behandlung erwägen
      • sofort geeignete Behandlung einleiten (z.B. Einnahme von speziellen Antibiotika / Chemotherapeutika, deren Wirksamkeit klinisch erwiesen ist)
        • in dieser Situation sind Peristaltikhemmer kontraindiziert
    • Vorsicht, wenn Clindamycin einem Patienten verschrieben wird, der zu gastrointestinalen Krankheiten neigt, insbesondere zu Colitis
  • Meningitis
    • Clindamycin eignet sich nicht zur Therapie einer Meningitis, da Clindamycin nicht in ausreichender Konzentration in den Liquor cerebrospinalis diffundiert
  • Clindamycin-Behandlung u.U. mögliche Behandlungsalternative bei Penicillin-Allergie (Penicillin-Überempfindlichkeit)
    • Kreuzallergie zwischen Clindamycin und Penicillin nicht bekannt und aufgrund der Strukturunterschiede der Substanzen auch nicht zu erwarten
    • gibt jedoch in Einzelfällen Informationen über Anaphylaxie (Überempfindlichkeit) auch gegen Clindamycin bei Personen mit bereits bestehender Penicillin-Allergie
      • sollte bei einer Clindamycin-Behandlung von Patienten mit Penicillin-Allergie beachtet werden
  • Neugeborene und Kleinkinder
    • besondere Anwendungshinweise aufgrund produktspezifischer Zusammensetzung möglich
      • die jeweilige Produktinformation ist zu beachten