Comboval 10 mg/ml + 3 mg/ml Infusionslösung.
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 10 ST | 68,21 € |
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Indikation
Erwachsene
- kurzzeitige symptomatische Behandlung akuter mäßig starker Schmerzen, wenn eine i.v. Anwendung als klinisch erforderlich erachtet wird und/oder wenn andere Arten der Anwendung nicht möglich sind
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml Infusionslösung enthält 10 mg Paracetamol und Ibuprofen-Natriumdihydrat, entsprechend 3 mg Ibuprofen
- akute mäßig starke Schmerzen
- Erwachsene > 50 kg KG
- 1 Durchstechflasche (100 ml) als 15-minütige Infusion, falls notwendig, alle 6 Stunden
- max. Tagesdosis: 4 Durchstechflaschen (400 ml), entsprechend 4000 mg Paracetamol und 1200 mg Ibuprofen
- Erwachsene </= 50 kg KG
- 1,5 ml / kg KG als 15-minütige Infusion, falls notwendig, alle 6 Stunden
- max. Einzeldosis: 75 ml (restliche Infusionslösung der Durchstechflasche verwerfen)
- max. Tagesdosis: 3000 mg Paracetamol und 900 mg Ibuprofen
- Kinder und Jugendliche < 18 Jahre
- Anwendung kontraindiziert
- ältere Patienten
- Dosiswahl mit Vorsicht
- Beginn am unteren Ende des Dosierungsbereichs, da diese Patienten häufiger eine eingeschränkte Leber-, Nieren- oder Herzfunktion aufweisen, an Begleiterkrankungen leiden oder eine Begleitmedikation erhalten
- erhöhtes Risiko für schwerwiegende Folgen von Nebenwirkungen
- Anwendung der niedrigsten wirksamen Dosis über den kürzest möglichen Zeitraum
- Überprüfung der Behandlung in regelmäßigen Abständen
- wenn kein Nutzen gesehen wird oder beim Auftreten einer Unverträglichkeit
- Abbrechen der Behandlung
- regelmäßige Überwachung auf gastrointestinale Blutungen
- eingeschräkte Nierenfunktion
- Dosierung mit Vorsicht
- individuelle Bestimmung der Dosierung
- leichte bis mäßige Niereninsuffizienz
- Reduktion der Anfangsdosis
- Dosis so niedrig wie möglich halten
- Anwendung über den kürzest möglichen Zeitraum, der zur Symptomkontrolle erforderlich ist
- Überwachung der Niereninsuffizienz
- schwere Niereninsuffizienz
- Anwendung kontraindiziert
- eingeschränkte Leberfunktion
- Patienten mit zusätzlichen Risikofaktoren für Hepatotoxizität
- Tagesgesamtdosis von 3000 mg Paracetamol nicht überschreiten
- zusätzliche Risikofaktoren für Hepatotoxizität:
- hepatozelluläre Insuffizienz
- chronischer Alkoholismus
- chronische Malnutrition (niedrige Gluthationreserven in der Leber)
- Dehydratation
- schwere Leberinsuffizienz
- Anwendung kontraindiziert
- Patienten mit Symptomen und/oder Anzeichen, die auf eine Leberfunktionsstörung hindeuten, oder mit abnormalen Leberfunktionswerten
- Beurteilung im Hinblick auf die Entwicklung einer schweren Leberreaktion unter Therapie mit Ibuprofen
- Arzneimittel absetzen
- klinische Anzeichen und Symptome, die auf die Entwicklung einer Lebererkrankung hinweisen oder wenn systemische Manifestationen auftreten (z.B. Eosinophilie, Hautausschlag, usw.)
- Absetzen des Arzneimittels
- Patienten mit zusätzlichen Risikofaktoren für Hepatotoxizität
- Dauer der Anwendung
- zur kurzzeitigen Anwendung für max. 2 Tage
- Anwendung der zur Symptomkontrolle erforderlichen niedrigsten wirksamen Dosis über den kürzest möglichen Zeitraum
- Minimierung von Nebenwirkungen
- Erwachsene > 50 kg KG
Kontraindikationen
Ibuprofen, Paracetamol - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Paracetamol, Ibuprofen oder andere NSAR
- schwere Herzinsuffizienz (NYHA-Klasse IV)
- aktiver Alkoholismus
- da ein chronischer übermäßiger Alkoholkonsum die Patienten für Hepatotoxizität prädisponieren kann (aufgrund der Paracetamol-Komponente)
- Patienten, bei denen nach Einnahme von Acetylsalicylsäure oder anderen NSAR Asthma, Urtikaria oder allergische Reaktionen aufgetreten sind
- gastrointestinale Blutungen oder Perforation in der Anamnese im Zusammenhang mit einer vorherigen Therapie mit NSAR
- bestehende oder wiederholt aufgetretene peptische Ulzera oder Hämorrhagien
- mindestens 2 unterschiedliche Episoden nachgewiesener Ulzeration oder Blutung
- schwere Leberfunktionsstörungen
- schwere Nierenfunktionsstörungen
- zerebrovaskuläre oder andere aktive Blutung
- Blutgerinnungsstörungen und Erkrankungen, die die Blutungsneigung erhöhen
- schwere Dehydratation
- verursacht durch Erbrechen, Diarrhoe oder unzureichende Flüssigkeitsaufnahme
- 3. Schwangerschaftsdrittel
- Patienten < 18 Jahre
Nebenwirkungen
Ibuprofen, Paracetamol - invasiv
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- im zeitlichen Zusammenhang mit der Anwendung von NSAR wurde eine Exazerbation infektionsbedingter Entzündungen beschrieben (z. B. Entwicklung einer nekrotisierenden Fasziitis)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Verminderung von Hämoglobin und Hämatokrit
- wenngleich kein kausaler Zusammenhang nachgewiesen wurde, wurde unter der Therapie mit dem Arzneimittel über Blutungsepisoden (z. B. Epistaxis, Menorrhagie) berichtet
- Verminderung von Hämoglobin und Hämatokrit
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Störungen der Hämatopoese wurden nach der Anwendung von Ibuprofen berichtet, standen jedoch nicht unbedingt in kausalem Zusammenhang mit dem Arzneimittel, z. B.
- Agranulozytose
- Anämie
- aplastische Anämie
- hämolytische Anämie
- Leukopenie
- Neutropenie
- Panzytopenie
- Thrombozytopenie mit oder ohne Purpura
- Störungen der Hämatopoese wurden nach der Anwendung von Ibuprofen berichtet, standen jedoch nicht unbedingt in kausalem Zusammenhang mit dem Arzneimittel, z. B.
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- allergische Reaktionen wurden berichtet, jedoch wurde kein kausaler Zusammenhang nachgewiesen:
- Serumkrankheit
- Lupus-erythematodes-Syndrom
- Vaskulitis in Form von Purpura Schönlein-Henoch
- Angioödem
- allergische Reaktionen wurden berichtet, jedoch wurde kein kausaler Zusammenhang nachgewiesen:
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich Hautausschlag und Kreuzsensitivität mit Sympathomimetika
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gynäkomastie
- hypoglykämische Reaktion
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- metabolische Nebenwirkungen einschließlich metabolischer Azidose, Hypokaliämie
- im Fall einer metabolischen Azidose ist die Kausalität unsicher, da mehr als ein Arzneimittel eingenommen wurde
- der Fall von metabolischer Azidose trat nach Einnahme von 75 g Paracetamol, 1,95 g Acetylsalicylsäure und einer geringen Menge eines flüssigen Haushaltsreinigers auf
- der Patient hatte zudem eine Vorgeschichte mit Konvulsionen, die nach Bericht der Autoren zu einem erhöhten Laktatspiegel, einem Anhaltspunkt für metabolische Azidose, beigetragen haben könnten
- metabolische Nebenwirkungen, einschließlich metabolischer Azidose, wurden nach einer massiven Überdosierung von Paracetamol berichtet
- metabolische Nebenwirkungen einschließlich metabolischer Azidose, Hypokaliämie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindel
- Kopfschmerzen
- Nervosität
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Depression
- Schlaflosigkeit
- Verwirrtheit
- emotionale Labilität
- Somnolenz
- aseptische Meningitis mit Fieber und Koma
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Parästhesie
- Halluzinationen
- abnorme Träume
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Paradoxe Stimulation
- Optikusneuritis
- psychomotorische Störung
- extrapyramidale Effekte
- Tremor
- Konvulsionen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Amblyopie
- verschwommenes Sehen und/oder verminderte Sehkraft, Gesichtsfeldausfälle und/oder Veränderungen der Farbwahrnehmung sind aufgetreten, haben sich jedoch nach Beendigung der Therapie gewöhnlich zurückgebildet
- Patienten mit Augenbeschwerden sollten augenärztlich untersucht werden, wobei auch das zentrale Gesichtsfeld zu prüfen ist
- Amblyopie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Tinnitus (unter Ibuprofen-haltigen Arzneimitteln)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Vertigo
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Ödem, Flüssigkeitseinlagerung
- Flüssigkeitseinlagerungen gehen nach Absetzen des Arzneimittels im Allgemeinen sofort zurück
- Ödem, Flüssigkeitseinlagerung
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Palpitationen
- Tachykardie
- Arrhythmie und andere Herzrhythmusstörungen
- Hypertonie und Herzinsuffizienz
- wurden in Zusammenhang mit NSAR-Behandlung berichtet
- ohne Häufigkeitsangabe
- Kounis-Syndrom
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefäßerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- geringfügig erhöhtes Risiko arterieller thrombotischer Ereignisse
- klinische Studien weisen darauf hin, dass die Anwendung von Ibuprofen, insbesondere in hohen Dosen (2.400 mg/Tag), möglicherweise mit einem geringfügig erhöhten Risiko arterieller thrombotischer Ereignisse (zum Beispiel Myokardinfarkt oder Schlaganfall) assoziiert ist
- geringfügig erhöhtes Risiko arterieller thrombotischer Ereignisse
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- verdickte Atemwegssekrete
- Stridor
- bei Kindern, die sich einer Tonsillektomie unterzogen haben, wurde Stridor berichtet
- Hypoxämie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Reaktivität der Atemwege, einschließlich
- Asthma
- Asthma-Exazerbationen
- Bronchospasmus
- Dyspnoe
- Reaktivität der Atemwege, einschließlich
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Abdominalschmerz
- Diarrhoe
- Dyspepsie
- Übelkeit
- Magenbeschwerden
- Erbrechen
- Flatulenz
- Obstipation
- leichter Blutverlust aus dem Gastrointestinaltrakt, der in Ausnahmefällen Anämie verursachen kann
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- peptische / gastrointestinale Ulzera
- Perforation oder gastrointestinale Blutung mit den Symptomen Meläna und Hämatemesis
- besonders bei älteren Patienten, mitunter mit tödlichem Verlauf
- ulzerierende Stomatitis
- Exazerbation von Colitis und Morbus Crohn
- Gastritis
- Pankreatitis
- säurebedingte peptische Erkrankung
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Ösophagitis
- Bildung diaphragmaartiger Darmstrikturen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Leberschaden, vor allem bei Langzeittherapie
- Leberversagen
- Leberfunktionsstörung
- Hepatitis
- Ikterus
- bei Überdosierung kann Paracetamol akutes Leberversagen, Leberinsuffizienz, Lebernekrose und Leberschädigung verursachen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hautausschlag (einschließlich makulopapulöser Typ)
- Pruritus
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Alopezie
- Hyperhidrose
- Purpura
- Photosensitivität
- Exfoliative Dermatitis
- schwere bzw. bullöse Reaktionen, einschließlich
- exfoliative Dermatitis
- Erythema multiforme
- Stevens-Johnson-Syndrom
- toxisch epidermale Nekrolyse
- schwerwiegende Hautreaktionen
- in Ausnahmefällen kann es zu einem Auftreten von schwere Hautinfektionen und Weichteilkomplikationen während einer Varizelleninfektion kommen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Arzneimittelwirkung mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom), akutes generalisiertes pustulöses Exanthem (AGEP)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Harnretention
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Nierengewebsschädigung (Papillennekrosen), insbesondere unter Langzeittherapie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Nephrotoxizität verschiedener Formen, einschließlich interstitielle Nephritis, nephrotisches Syndrom sowie akute und chronische Niereninsuffizienz
- renale Nebenwirkungen werden zumeist nach Überdosierung, chronischem Missbrauch (oft mehrerer Schmerzmittel) oder im Zusammenhang mit Paracetamol-bedingter Hepatotoxizität beobachtet
- akute tubuläre Nekrose
- tritt zumeist im Zusammenhang mit Leberinsuffizienz auf, wurde jedoch in seltenen Fällen auch als Einzelbefund beobachtet
- Nierenzellkarzinom
- eine mögliche Erhöhung des Risikos für Nierenzellkarzinom wurde ebenfalls mit der Langzeitanwendung von Paracetamol in Verbindung gebracht
- terminale Niereninsuffizienz
- eine Fallkontrollstudie zu Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz wies darauf hin, dass die Langzeitanwendung von Paracetamol das Risiko einer terminalen Niereninsuffizienz signifikant erhöhen kann, vor allem bei Patienten, die mehr als 1.000 mg täglich anwenden
- Nephrotoxizität verschiedener Formen, einschließlich interstitielle Nephritis, nephrotisches Syndrom sowie akute und chronische Niereninsuffizienz
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Fieber
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erschöpfung
- Unwohlsein
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Untersuchungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Alaninaminotransferase erhöht
- Gamma-Glutamyltransferase erhöht
- abnormale Leberfunktionswerte unter Paracetamol
- Blutkreatinin erhöht
- Blutharnstoff erhöht
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Aspartataminotransferase erhöht
- alkalische Phosphatase im Blut erhöht
- Kreatinphosphokinase im Blut erhöht
- Hämoglobin verringert
- Thrombozytenzahl erhöht
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- erhöhte Harnsäurekonzentrationen im Blut
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- postoperative Blutung nach Tonsillektomie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Anwendungshinweise
- Anwendung als 15-minütige Infusion
- zum Entnehmen der Lösung, den Stopfen an der speziell markierten Stelle mit einer 0,8 mm-Kanüle (21-Gauge-Kanüle) senkrecht durchstechen
- wenn keine volle Durchstechflasche (100 ml) benötigt wird
- korrekte Menge infundieren
- restliche Lösung verwerfen
- engmaschige Überwachung der Verabreichung insbesondere gegen Ende der Infusion
- vor allem bei zentralnervösen Infusionen (Vermeidung einer Luftembolie)
Stillzeithinweise
Ibuprofen, Paracetamol - invasiv
- angesichts der unten genannten Befunde ist es bei kurzzeitiger Behandlung mit der für dieses Arzneimittel empfohlenen Dosis nicht erforderlich, das Stillen zu unterbrechen
- für therapeutische Dosen während einer Kurzzeit-Behandlung erscheint ein Einfluss auf den Säugling unwahrscheinlich
- Paracetamol
- geht in die Muttermilch über, jedoch nicht einer klinisch signifikanten Menge, und
- gemäß den vorliegenden veröffentlichten Daten stellt das Stillen keine Kontraindikation dar, solange die empfohlene Dosierung nicht überschritten wird
- Ibuprofen und seine Metaboliten
- können in sehr geringen Mengen in die Muttermilch übergehen
- Paracetamol
Schwangerschaftshinweise
Ibuprofen, Paracetamol - invasiv
- das Arzneimittel ist im 3. Schwangerschaftsdrittel kontraindiziert, aufgrund der Ibuprofen-Komponente
- während des 1. und 2. Schwangerschaftsdrittels sollte Ibuprofen nur gegeben werden, wenn dies eindeutig notwendig ist
- falls Ibuprofen von einer Frau angewendet wird, die versucht, schwanger zu werden, oder wenn es während des 1. und 2. Schwangerschaftsdrittels angewendet wird, sollte die Dosis so niedrig und die Behandlungsdauer so kurz wie möglich gehalten werden
- es liegen keine Erfahrungen zur Anwendung dieses Arzneimittels bei Schwangeren vor
- Ibuprofen / Prostaglandin-Synthese-Hemmer
- die Hemmung der Prostaglandinsynthese kann die Schwangerschaft und / oder die embryo-fetale Entwicklung negativ beeinflussen
- Oligohydramnion
- ab der 20. Schwangerschaftswoche kann die Anwendung von nicht-steroidalen Antirheumatika ein durch eine fötale Nierenfunktionsstörung ausgelöstes Oligohydramnion verursachen
- kann kurz nach Beginn der Behandlung auftreten und ist in der Regel nach Absetzen der Behandlung reversibel
- zusätzlich Fälle berichtet, bei denen nach der Behandlung im 2. Trimenon eine Verengung des Ductus arteriosus auftrat, wobei sich diese in den meisten Fällen nach dem Absetzen der Behandlung zurückgebildet hat
- somit sollte das Arzneimittel während des 1. und 2. Trimenons nicht gegeben werden, es sei denn, dies ist unbedingt notwendig
- nach einer mehrtägigen Anwendung ab der 20. Schwangerschaftswoche
- sollte eine pränatale Überwachung hinsichtlich eines Oligohydramnions und einer Verengung des Ductus arteriosus in Betracht gezogen werden
- das Arzneimittel sollte abgesetzt werden, wenn ein Oligohydramnion oder eine Verengung des Ductus arteriosus festgestellt wird
- ab der 20. Schwangerschaftswoche kann die Anwendung von nicht-steroidalen Antirheumatika ein durch eine fötale Nierenfunktionsstörung ausgelöstes Oligohydramnion verursachen
- während des 3. Trimenons können alle Prostaglandinsynthesehemmer
- den Fetus folgenden Risiken aussetzen:
- kardiopulmonale Toxizität (vorzeitige Verengung/vorzeitiger Verschluss des Ductus arteriosus und pulmonaler Hypertonie)
- Nierenfunktionsstörung (siehe oben, Oligohydramnion)
- die Mutter und das Kind, am Ende der Schwangerschaft, folgenden Risiken aussetzen:
- mögliche Verlängerung der Blutungszeit, ein thrombozytenaggregationshemmender Effekt, der selbst bei sehr geringen Dosen auftreten kann
- Hemmung von Uteruskontraktionen, mit der Folge eines verspäteten oder verlängerten Geburtsvorganges
- daher kontraindiziert im 3. Trimenon
- den Fetus folgenden Risiken aussetzen:
- Daten aus epidemiologischen Studien weisen auf ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten sowie kardiale Missbildungen und Gastroschisis nach der Anwendung eines Prostaglandinsynthese-Hemmers in der Frühschwangerschaft hin
- das absolute Risiko kardiovaskulärer Fehlbildungen erhöhte sich von weniger als 1 % auf etwa 1,5 %
- es wird angenommen, dass das Risiko mit der Dosis und der Dauer der Therapie steigt
- tierexperimentelle Studien
- bei Tieren wurde nachgewiesen, dass die Gabe eines Prostaglandinsynthese-Hemmers zu erhöhtem prä- und postimplantärem Verlust und zu embryo-fetaler Letalität führt
- ferner wurden erhöhte Inzidenzen verschiedener Missbildungen, einschließlich kardiovaskulrer Missbildungen, bei Tieren berichtet, die während der Phase der Organogenese einen Prostaglandinsynthese-Hemmer erhielten
- Paracetamol
- eine große Datenmenge zur Anwendung von Paracetamol bei Schwangeren weist weder auf eine Fehlbildung verursachende noch auf fetale/neonatale Toxizität hin
- epidemiologische Studien zur neurologischen Entwicklung von Kindern, die im Uterus Paracetamol ausgesetzt waren, weisen keine eindeutigen Ergebnisse auf
- falls klinisch erforderlich, kann Paracetamol während der Schwangerschaft angewendet werden
- es sollte jedoch mit der geringsten wirksamen Dosis für den kürzest möglichen Zeitraum und mit der geringstmöglichen Häufigkeit angewendet werden
- Fertilität
- die Anwendung des Arzneimittels kann die weibliche Fertilität beeinträchtigen und wird für Frauen, die versuchen, schwanger zu werden, nicht empfohlen
- bei Frauen, die Schwierigkeiten haben, schwanger zu werden, oder bei denen Untersuchungen zur Infertilität durchgeführt werden, sollte das Absetzen des Arzneimittels in Betracht gezogen werden
Warnhinweise
Ibuprofen, Paracetamol - invasiv
- Nebenwirkungen
- können minimiert werden, wenn die zur Symptomkontrolle erforderliche niedrigste wirksame Dosis über den kürzest möglichen Zeitraum angewendet wird
- dieses Arzneimittel ist zur kurzzeitigen Anwendung bestimmt
- eine Anwendung für mehr als 2 Tage wird nicht empfohlen
- bei Anwendung von NSAR können durch gleichzeitigen Konsum von Alkohol, Wirkstoff-bedingte Nebenwirkungen, insbesondere solche, die den Gastrointestinaltrakt oder das zentrale Nervensystem betreffen, verstärkt werden
- gleichzeitige Einnahme mit NSAR
- gleichzeitige Anwendung mit NSAR, einschließlich selektiver Cyclooxygenase-2-Hemmer, sollte vermieden werden
- Überdosierung
- um das Risiko einer Überdosierung zu vermeiden,
- ist zu überprüfen, dass andere Arzneimittel kein Paracetamol enthalten
- sind die empfohlenen maximalen Dosen einzuhalten (siehe Kategorie "Dosierung")
- um das Risiko einer Überdosierung zu vermeiden,
- kardiovaskuläre thrombotische Ereignisse
- klinische Studien weisen darauf hin, dass die Anwendung von Ibuprofen, insbesondere in hohen Dosen (2.400 mg / Tag), möglicherweise mit einem geringfügig erhöhten Risiko arterieller thrombotischer Ereignisse assoziiert ist
- zum Beispiel Myokardinfarkt oder Schlaganfall
- insgesamt weisen epidemiologische Studien nicht darauf hin, dass Ibuprofen in niedrigen Dosen (z. B. </= 1.200 mg/Tag) mit einem erhöhten Risiko arterieller thrombotischer Ereignisse assoziiert ist
- Ibuprofen sollte bei folgenden Patienten nur nach sorgfältiger Abwägung angewendet und hohe Dosen (2.400 mg / Tag) vermieden werden
- Patienten mit unkontrollierter Hypertonie
- Patienten mit Herzinsuffizienz (NYHA II-III)
- Patienten mit bestehender ischämischer Herzkrankheit
- Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit und/oder
- Patienten mit zerebrovaskulärer Erkrankung
- eine sorgfältige Abwägung sollte auch vor Beginn einer Langzeitbehandlung von Patienten mit Risikofaktoren für kardiovaskuläre Ereignisse stattfinden, insbesondere wenn hohe Dosen von Ibuprofen (2.400 mg/Tag) erforderlich sind
- z. B. Hypertonie, Hyperlipidämie, Diabetes mellitus, Raucher
- Kounis-Syndrom
- bei mit Ibuprofen behandelten Patienten wurden Fälle von Kounis-Syndrom berichtet
- das Kounis-Syndrom umfasst kardiovaskuläre Symptome infolge einer allergischen Reaktion oder Überempfindlichkeitsreaktion definiert mit einer Verengung der Koronararterien und kann potenziell zu einem Myokardinfarkt führen
- bei mit Ibuprofen behandelten Patienten wurden Fälle von Kounis-Syndrom berichtet
- klinische Studien weisen darauf hin, dass die Anwendung von Ibuprofen, insbesondere in hohen Dosen (2.400 mg / Tag), möglicherweise mit einem geringfügig erhöhten Risiko arterieller thrombotischer Ereignisse assoziiert ist
- Eingeschränkte Leberfunktion
- die Anwendung von Paracetamol in höheren als den empfohlenen Dosen kann zu Hepatotoxizität und sogar zum Leberversagen und zum Tod führen
- da Ibuprofen Berichten zufolge einen leichten und vorübergehenden Einfluss auf die Leberenzyme hat, sollten darüber hinaus in regelmäßigen Abständen die Leberfunktionswerte kontrolliert werden bei
- Patienten mit Leberfunktionsstörung oder anamnestisch bekannter Lebererkrankung sowie
- Patienten unter Langzeitbehandlung mit Ibuprofen oder Paracetamol
- Patienten, die Anzeichen einer Verschlechterung der Leberfunktion aufweisen
- Dosisreduktion empfohlen
- Patienten, bei denen eine schwere Leberinsuffizienz auftritt
- Behandlung muss abgebrochen werden
- schwere Leberreaktionen, einschließlich Ikterus und Fälle von Hepatitis mit tödlichem Ausgang, wurden, wenngleich selten, unter Ibuprofen wie auch unter anderen NSAR, berichtet
- Ibuprofen absetzen
- wenn abnormale Leberwerte anhalten oder sich verschlechtern
- wenn klinische Anzeichen und Symptome auf die Entwicklung einer Lebererkrankung hinweisen, oder
- wenn systemische Manifestationen auftreten (z. B. Eosinophilie, Hautausschlag usw.)
- beide Wirkstoffe, insbesondere Paracetamol, haben Berichten zufolge Hepatotoxizität und sogar Leberversagen verursacht
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Paracetamol kann bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung ohne Dosierungsanpassung angewendet werden
- bei Patienten mit mäßiger bis schwerer Niereninsuffizienz besteht ein minimales Risiko einer Paracetamol-Toxizität
- in Anbetracht der Ibuprofen-Komponente dieses Arzneimittels ist jedoch Vorsicht geboten, wenn bei dehydrierten Patienten eine Behandlung mit Ibuprofen eingeleitet wird
- die beiden Hauptmetaboliten von Ibuprofen werden vorwiegend über den Urin ausgeschieden, und eine Nierenfunktionsstörung kann zu deren Anreicherung führen
- die Signifikanz dieser Anreicherung ist unbekannt
- NSAR haben, Berichte zufolge, verschiedene Formen von Nephrotoxizität verursacht:
- interstitielle Nephritis
- nephritisches Syndrom
- Nierenversagen
- eine durch Ibuprofen verursachte Nierenfunktionsstörung ist im Allgemeinen reversibel
- die Anwendung von NSAR kann zur Beeinträchtigung der Nierenfunktion führen
- daher ist bei folgenden Patientengruppen Vorsicht geboten
- Patienten mit Nieren-, Herz- oder Leberfunktionsstörung
- Patienten, die Diuretika oder ACE-Hemmer anwenden
- ältere Patienten
- bei diesen Patienten sollten die Dosis so niedrig wie möglich gehalten und die Nierenfunktionswerte überwacht werden
- daher ist bei folgenden Patientengruppen Vorsicht geboten
- bei Patienten, bei denen eine schwere Niereninsuffizienz auftritt, muss die Behandlung abgebrochen werden
- kombinierte Anwendung von ACE-Hemmern oder Angiotensin-Rezeptor-Antagonisten, Entzündungshemmern und Thiaziddiuretika
- die gleichzeitige Anwendung eines ACE-hemmenden Arzneimittels (ACE-Hemmer oder Angiotensin-Rezeptor-Antagonist), eines Entzündungshemmers (NSAR oder COX-2-Hemmer) und eines Thiaziddiuretikums erhöht das Risiko einer Nierenfunktionsstörung
- darin eingeschlossen ist die Anwendung in Festdosis-Kombinationspräparate, die mehr als eine Wirkstoffklasse enthalten
- die kombinierte Anwendung dieser Arzneimittel sollte mit einer verstärkten Kontrolle des Serumkreatinins einhergehen, insbesondere bei Einleitung der Kombinationstherapie
- die Kombination von Arzneimitteln dieser drei Klassen sollte insbesondere bei älteren Patienten und Patienten mit vorbestehender Nierenfunktionsstörung vorsichtig erfolgen
- die gleichzeitige Anwendung eines ACE-hemmenden Arzneimittels (ACE-Hemmer oder Angiotensin-Rezeptor-Antagonist), eines Entzündungshemmers (NSAR oder COX-2-Hemmer) und eines Thiaziddiuretikums erhöht das Risiko einer Nierenfunktionsstörung
- Ältere Patienten
- eine Verminderung der empfohlenen Dosierung ist nicht erforderlich
- hinsichtlich der Anwendung von Ibuprofen ist allerdings Vorsicht geboten, da es bei Erwachsenen > 65 Jahren nicht ohne Berücksichtigung von Begleiterkrankungen und Begleitmedikationen angewendet werden sollte, weil das Risiko von Nebenwirkungen erhöht ist
- insbesondere Herzinsuffizienz, gastrointestinale Ulzeration und Nierenfunktionsstörung
- hämatologische Effekte
- selten wurde über Blutdyskrasien berichtet
- bei Patienten, die langfristig mit Ibuprofen behandelt werden, sollte das Blutbild regelmäßig kontrolliert werden
- Anaphylaktoide Reaktionen
- als Standardpraxis während einer intravenösen Infusion wird eine engmaschige Überwachung des Patienten empfohlen, insbesondere zu Beginn der Infusion, um eine etwaige anaphylaktische Reaktion gegen die Wirkstoffe oder die sonstigen Bestandteile zu erkennen
- schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. anaphylaktischer Schock) werden sehr selten beobachtet
- bei ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion nach Anwendung des Arzneimittels muss die Therapie abgebrochen werden und eine symptomatische Behandlung begonnen werden
- der Symptomatik entsprechende, medizinisch erforderliche Maßnahmen müssen durch fachkundige Personen eingeleitet werden
- Gerinnungsstörungen
- wie andere NSAR kann Ibuprofen die Thrombozytenaggregation hemmen
- bei gesunden Personen hat sich gezeigt, dass Ibuprofen die Blutungszeit verlängert (jedoch innerhalb des Normbereichs)
- da diese Verlängerung der Blutungszeit bei Patienten mit bestehenden Hämostasestörungen erheblich sein kann, sollten Ibuprofen-haltige Präparate bei Patienten mit endogenen Gerinnungsstörungen und Patienten unter Antikoagulationstherapie mit Vorsicht angewendet werden
- Patienten mit Gerinnungsstörungen oder Patienten, die sich einer Operation unterziehen, sollten überwacht werden
- eine besondere medizinische Überwachung ist bei Anwendung bei Patienten unmittelbar nach einem größeren chirurgischen Eingriff erforderlich
- Gastrointestinale Ereignisse
- Gastrointestinale (GI) Blutung, Ulzeration oder Perforation, auch mit tödlichem Ausgang, wurden unter allen NSAR berichtet
- sie traten zu allen Behandlungszeitpunkten mit oder ohne Warnsymptome bzw. schwerwiegende GI-Ereignisse in der Anamnese auf
- das Risiko von GI-Blutung, Ulzeration und Perforation ist höher mit steigender NSAR-Dosis,
- bei
- Patienten mit Ulzera in der Anamnese, insbesondere mit den Komplikationen Blutung oder Perforation
- älteren Patienten
- diese Patienten sollten die Behandlung mit der niedrigsten verfügbaren Dosis beginnen
- bei
- bei diesen Patienten sowie bei Patienten, die eine begleitende Therapie mit niedrig dosierter Acetylsalicylsäure oder sonstigen Arzneimitteln, die das gastrointestinale Risiko erhöhen können, benötigen, sollte eine Kombinationstherapie mit protektiven Substanzen (z. B. Misoprostol oder Protonenpumpenhemmern) in Betracht gezogen werden
- Patienten mit GI-Toxizität in der Anamnese, insbesondere ältere Patienten, sollten alle ungewöhnlichen abdominellen Symptome (vor allem GI-Blutungen) insbesondere am Anfang der Therapie melden
- Vorsicht ist geboten, wenn Patienten gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die das Risiko für Ulzera oder Blutungen erhöhen können, wie z. B.
- orale Corticosteroide
- Antikoagulanzien wie Warfarin
- selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer oder
- Thrombozytenaggregationshemmer wie Acetylsalicylsäure
- aufgrund der Ibuprofen-Komponente sollte das Arzneimittel bei Patienten mit GI-Erkrankung in der Anamnese (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) sowie bei Patienten mit Porphyrie mit Vorsicht angewendet werden
- bei älteren Patienten treten Nebenwirkungen von NSAR, insbesondere gastrointestinale Blutung und Perforation, die auch tödlich verlaufen können, gehäuft auf
- dieses Arzneimittel ist bei Hinweisen auf eine gastrointestinale Blutung oder Ulzeration abzusetzen
- Gastrointestinale (GI) Blutung, Ulzeration oder Perforation, auch mit tödlichem Ausgang, wurden unter allen NSAR berichtet
- Hypertonie
- NSAR können
- zum Neuauftreten von Hypertonie führen oder
- eine vorbestehende Hypertonie verschlimmern, und
- Patienten, die Antihypertensiva zusammen mit NSAR einnehmen, sprechen möglicherweise schlechter auf Antihypertensiva an
- NSAR sollten bei Patienten mit Hypertonie mit Vorsicht verordnet werden
- der Blutdruck sollte während der Einleitung der NSAR-Therapie engmaschig und danach in regelmäßigen Abständen überwacht werden
- NSAR können
- Herzinsuffizienz
- bei Patienten mit Flüssigkeitseinlagerung oder Herzinsuffizienz ist Vorsicht geboten
- da bei einigen Patienten unter der Anwendung von NSAR Flüssigkeitseinlagerung und Ödeme beobachtet wurden
- bei Patienten mit Flüssigkeitseinlagerung oder Herzinsuffizienz ist Vorsicht geboten
- Schwere Hautreaktionen
- schwere Hautreaktionen wurden im Zusammenhang mit der Anwendung von Ibuprofen berichtet, die lebensbedrohlich oder tödlich sein können, einschließlich
- exfoliative Dermatitis
- Erythema multiforme
- Stevens-Johnson-Syndrom (SJS)
- toxische epidermale Nekrolyse (TEN)
- Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom)
- akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP)
- die meisten dieser Reaktionen traten innerhalb des ersten Monats auf
- wenn Anzeichen und Symptome auftreten, die auf diese Reaktionen hinweisen
- Behandlung unverzüglich absetzen und eine angemessene alternative Behandlung in Betracht ziehen
- in Ausnahmefällen kann es zu einem Auftreten von schweren Hautinfektionen und Weichteilkomplikationen während einer Varizelleninfektion kommen
- bis jetzt konnte die Beteiligung von NSAR an einer Verschlimmerung dieser Infektionen nicht ausgeschlossen werden
- es ist daher empfehlenswert, die Anwendung des Arzneimittels bei Vorliegen einer Varizellen-Infektion zu vermeiden
- schwere Hautreaktionen wurden im Zusammenhang mit der Anwendung von Ibuprofen berichtet, die lebensbedrohlich oder tödlich sein können, einschließlich
- vorbestehendes Asthma
- Ibuprofen-haltige Arzneimittel sollten bei Patienten mit Acetylsalicylsäure-sensitivem Asthma nicht und bei Patienten mit vorbestehendem Asthma mit Vorsicht angewendet werden
- ophthalmologische Effekte
- unter NSAR wurden ophthalmologische Nebenwirkungen beobachtet, deshalb sollten Patienten, bei denen unter Behandlung mit Ibuprofen-haltigen Arzneimitteln Sehstörungen auftreten, augenärztlich untersucht werden
- aseptische Meningitis
- unter Ibuprofen-haltigen Arzneimitteln wurde aseptische Meningitis nur in seltenen Fällen, zumeist, jedoch nicht immer, bei Patienten mit systemischem Lupus erythematodes (SLE) oder anderen Bindegewebserkrankungen berichtet
- potenzielle Beeinflussung von Laborwerten
- bei Verwendung der gängigen Analysesysteme werden Laborwerte nicht durch Paracetamol beeinflusst
- allerdings besteht, wie unten beschrieben, bei bestimmten Laborverfahren die Möglichkeit einer Beeinflussung:
- Urinanalyse
- Paracetamol in therapeutischen Dosen kann die Bestimmung der 5-Hydroxyindolessigsäure (5HIAA) beeinflussen und falsch-positive Ergebnisse erzeugen
- falsche Werte können vermieden werden, indem die Anwendung von Paracetamol einige Stunden vor und während der Urinsammlung ausgesetzt wird
- Maskierung der Symptome der zugrundeliegenden Infektionen
- das Arzneimittel kann Infektionssymptome maskieren, was zu einem verspäteten Einleiten einer geeigneten Behandlung und damit zur Verschlechterung der Infektion führen kann
- dies wurde bei bakteriellen, ambulant erworbenen Pneumonien und bakteriell verursachten Komplikationen bei Varizellen beobachtet
- wenn das Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen im Zusammenhang mit einer Infektion verabreicht wird, wird eine Überwachung der Infektion empfohlen
- ambulant behandelte Patienten sollten einen Arzt konsultieren, falls die Symptome anhalten oder sich verschlimmern
- Urinanalyse
- längerdauernde Anwendung von Analgetika
- bei längerdauernder Anwendung von Analgetika können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch Erhöhung der Dosis des Arzneimittels behandelt werden dürfen
- besondere Vorsichtsmaßnahmen
- manches deutet darauf hin, dass Arzneimittel, die die Cyclooxygenase / Prostaglandinsynthese hemmen, durch eine Wirkung auf die Ovulation die weibliche Fertilität beeinträchtigen können
- dies ist nach dem Absetzen des Arzneimittels reversibel
- Ibuprofen sollte bei Patienten mit angeborener Störung des Porphyrinstoffwechsels (z. B. akute intermittierende Porphyrie) nur nach strenger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses angewendet werden
- Vorsicht ist bei Patienten mit bestimmten Erkrankungen geboten, da sich diese verschlimmern könnten:
- bei Patienten, die auf andere Substanzen allergisch reagieren, da für sie bei der Anwendung dieses Arzneimittels ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Überempfindlichkeitsreaktionen besteht
- bei Patienten, die an Heuschnupfen, Nasenpolypen oder chronisch-obstruktiven Atemwegserkrankungen leiden, da für sie ein erhöhtes Risiko für das Auftreten allergischer Reaktionen besteht
- diese können sich äußern als Asthmaanfälle (sog. AnalgetikaAsthma), Quincke-Ödem oder Urtikaria