Corifeo 20mg

Recordati Pharma GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Lercanidipin →

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Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 28 ST 23,54 €
N3 100 ST 37,78 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Erwachsene
    • Behandlung von leichtem bis mittelschwerem essenziellem Bluthochdruck

Dosierung

  • leichter bis mittelschwerer essenzieller Bluthochdruck
    • Erwachsene
      • 10 mg Lercanidipinhydrochlorid 1mal / Tag
      • abhängig vom Ansprechen des Patienten, schrittweise Dosiserhöhung auf 20 mg
      • max. blutdrucksenkende Wirkung in ca. 2 Wochen erreicht
      • Patienten, die mit einem einzigen blutdrucksenkenden Wirkstoff nicht ausreichend eingestellt werden können
        • zusätzliche Gabe von Lercanidipin zur Behandlung mit einem Beta-Adrenorezeptorenblocker (Atenolol), einem Diuretikum (Hydrochlorothiazid) oder einem ACE-Hemmer (Captopril oder Enalapril) nützlich
      • höhere Dosierung ohne Wirkungssteigerung, jedoch mit verstärkten Nebenwirkungen (Dosis-Wirkungskurve mit Plateau bei 20 - 30 mg)

Dosisanpassung

  • ältere Patienten
    • Behandlungsbeginn mit bes. Vorsicht
    • Anpassung der täglichen Dosis nicht erforderlich
  • Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
    • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
    • keine Daten vorhanden
  • Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörungen
    • leicht - mittelschwer
      • Behandlungsbeginn mit bes. Vorsicht
      • Erhöhung der Tagesdosis auf 20 mg Lercanidipinhydrochlorid mit Vorsicht (übliches Dosierungsschema scheint vertragen zu werden)
    • Leberfunktionsstörungen
      • aufgrund möglicher Verstärkung der blutdrucksenkenden Wirkung Dosisanpassung erwägen
    • schwere Leber- oder Nierenfunktionsstörungen (GFR < 30 ml / Min.), einschließlich Dialyse-Patienten
      • kontraindiziert

Kontraindikationen

Lercanidipin - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Lercanidipin
  • Obstruktion des linksventrikulären Ausflusstraktes
  • unbehandelte kongestive Herzinsuffizienz
  • instabile Angina pectoris
  • kürzlich (innerhalb eines Monats) aufgetretener Myokardinfarkt
  • schwere Nierenfunktionsstörungen (GFR < 30 ml / Min.) einschließlich Dialyse-Patienten
  • schwere Leberfunktionsstörungen
  • gleichzeitige Einnahme mit
    • starken CYP-3A4-Inhibitoren
    • Ciclosporin
    • Grapefruit oder Grapefruitsaft

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Lercanidipin - peroral
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Überempfindlichkeit
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schwindelgefühl
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Somnolenz
      • Synkope
  • Herzerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Tachykardie
      • Palpitationen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Angina pectoris
      • präkordiale Schmerzen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Verstärkung einer Angina pectoris (Zunahme der Häufigkeit, Dauer und des Schweregrades der Anfälle)
      • Myokardinfarkt
  • Gefäßerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hitzegefühl
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hypotonie
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Dyspepsie
      • Übelkeit
      • Oberbauchschmerzen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Diarrhoe
      • Erbrechen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Zahnfleischhypertrophie
      • trübes Peritonealeffluat
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Serum-Transaminasen erhöht
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Ausschlag
      • Pruritus
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Urtikaria
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Angioödem
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Myalgie
  • Erkrankungen der Nieren und der Harnwege
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Polyurie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Pollakisurie
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • peripheres Ödem
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Asthenie
      • Ermüdung
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Brustkorbschmerzen

Anwendungshinweise

  • Tabletten zum Einnehmen
  • vorzugsweise am Morgen, mind. 15 Min. vor dem Frühstück verabreichen
  • nicht zusammen mit Grapefruitsaft einnehmen

Stillzeithinweise

Lercanidipin - peroral
  • Lercanidipin soll während der Stillzeit nicht angewendet werden
  • nicht bekannt, ob Lercanidipin / Metabolite in die Muttermilch übergehen
  • Risiko für das Neugeborene / Kind kann nicht ausgeschlossen werden

Schwangerschaftshinweise

Lercanidipin - peroral
  • Anwendung während Schwangerschaft und bei Frauen im gebärfähigen Alter, die nicht verhüten, wird nicht empfohlen
  • keine Erfahrungen mit der Anwendung von Lercanidipin bei Schwangeren vorliegend
  • tierexperimentelle Studien
    • zeigten keine teratogenen Wirkungen, obwohl diese mit anderen Dihydropyridin-Verbindungen beobachtet wurden
  • Fertilität
    • keine klinischen Daten zu Lercanidipin vorliegend
    • bei einigen mit Kanalblockern behandelten Patienten wurde über reversible biochemische Veränderungen in den Spermatozoenköpfen berichtet, die die Befruchtung beeinflussen können
    • in Fällen, in denen eine wiederholte künstliche Befruchtung erfolglos war und keine andere Erklärung gefunden wurde, sollte Möglichkeit des Calciumkanalblockers als Ursache in Erwägung gezogen werden

Warnhinweise

Lercanidipin - peroral
  • Sick-Sinus-Syndrom
    • Vorsicht bei Verabreichung an Patienten mit Sick-Sinus-Syndrom (ohne Schrittmacher)
  • linksventrikulärer Dysfunktion
    • obwohl in kontrollierten hämodynamischen Studien keine Beeinträchtigung der Ventrikelfunktion festgestellt wurde, ist Vorsicht geboten bei Patienten mit linksventrikulärer Funktionsstörung
  • ischämischer Herzerkrankung
    • kurzwirksame Calcium-Antagonisten vom Dihydropyridin-Typ können mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko bei Patienten mit ischämischen Herzerkrankungen einhergehen
    • obwohl Lercanidipin langwirksam ist, ist bei diesen Patienten Vorsicht geboten
    • einige Dihydropyridine können selten zu Präkordialschmerzen oder Angina pectoris führen
    • sehr selten kann es bei Patienten mit bereits bestehender Angina pectoris zur Zunahme von Häufigkeit, Dauer und Schweregrad dieser Anfälle kommen
    • vereinzelt Auftreten eines Myokardinfarkts möglich
  • Alkohol
    • Alkohol sollte vermieden werden, da er die Wirkung von gefäßerweiternden blutdrucksenkenden Arzneimitteln verstärken kann
  • CYP3A4-Induktoren
    • CYP3A4-Induktoren wie Antikonvulsiva (z.B. Phenytoin, Carbamazepin) und Rifampicin können den Lercanidipin-Plasmaspiegel erniedrigen
    • Wirksamkeit von Lercanidipin kann dadurch geringer sein als erwartet
  • Anwendung bei Nieren- oder Leberfunktionsstörungen
    • zu Beginn der Behandlung mit besonderer Vorsicht vorgehen bei Patienten mit leichten bis mittelschweren Nierenfunktionsstörungen
      • auch wenn übliche empfohlene Dosis von 10mg täglich vertragen werden sollte, ist Vorsicht geboten bei Erhöhung der Tagesdosis auf 20mg
    • blutdrucksenkende Wirkung kann sich bei Patienten mit mittelschweren Leberfunktionsstörungen verstärken
      • daher Dosisanpassung erwägen
    • Lercanidipin ist bei Patienten mit schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen (GFR < 30 ml / Min.), einschließlich Dialyse-Patienten, kontraindiziert
  • Peritonealdialyse
    • Lercanidipin ist mit Entwicklung von trübem Peritonealdialysat bei Patienten unter Peritonealdialyse in Verbindung gebracht worden
    • Trübung ist bedingt durch erhöhte Triglyceridkonzentration im Peritonealdialysat
    • obwohl Mechanismus unbekannt ist, neigt Trübung dazu, nach Absetzen von Lercanidipin abzuklingen
    • wichtig, diesen Zusammenhang zu kennen, da trübes Peritonealdialysat mit infektiöser Peritonitis verwechselt werden und somit zu einer unnötigen Krankenhauseinweisung und empirischer Antibiotikagabe führen kann
  • Kinder und Jugendliche
    • Sicherheit und Wirksamkeit von Lercanidipin bei Kindern nicht nachgewiesen