CUROSURF 240
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| NotApplicable | 3 ML | – |
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Indikation
- Therapie der Frühphase des Atemnotsyndroms (RDS) bei Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht von mind. 700 g
Dosierung
Basiseinheit: Zusammensetzung pro ml Suspension: Phospholipidfraktion aus der Schweinelunge 80 mg / ml, äquivalent ca. 74 mg / ml der Gesamtphospholipide und 0,9 mg / ml niedrigmolekulare hydrophobe Proteine
- Therapie der Frühphase des Atemnotsyndroms (RDS) bei Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht von mind. 700 g
- Behandlungsbeginn sobald wie möglich nach der RDS-Diagnose
- Anwendung nur stationär von Ärzten mit Erfahrung und Ausbildung in der Betreuung und Wiederbelebung von Frühgeborenen
- adäquate Beatmungs- und Überwachungseinrichtungen für Frühgeborene mit RDS müssen zur Verfügung stehen
- Initialdosis: 200 mg / kg KG
- Folgedosen: 100 mg / kg KG in Abständen von ca. 12 h, falls anzunehmen ist, dass ein RDS die Ursache eines unveränderten oder sich verschlechternden respiratorischen Zustands des Kindes ist
- max. Gesamtdosis: 300 - 400 mg / kg KG
- Leber- oder Nierenfunktionsstörungen
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht untersucht
Anwendungshinweise
- zur intratrachealen oder intrabronchialen Instillation
- Hinweise zur Aufbereitung des Arzneimittels s. Fachinformation
- Einzeldosisbehältnis sollte vor Gebrauch auf Raumtemperatur erwärmt werden, z. B. indem das Produkt für einige Minuten in der Hand gehalten wird
- dabei leicht umschwenken, um eine einheitliche Suspension zu erhalten
- Verabreichung
- a: durch Trennung des Kindes vom Respirator
- nach kurzfristiger Trennung des Kindes vom Respirator werden 2,5 ml / kg (200 mg / kg) Suspension als Einzelbolus direkt in die untere Trachea über die Trachealsonde instilliert
- nach ca. einminütiger druckkontrollierter manueller Beatmung wird das Kind wieder an den Respirator angeschlossen mit der gleichen Respirator-Einstellung wie vor der Verabreichung
- ggf. erforderliche weitere Dosen (1,25 ml / kg) können auf dieselbe Weise verabreicht werden
- b: ohne Trennung des Kindes vom Respirator
- Instillation von 2,5 ml / kg (200 mg / kg) Suspension, als Einzelbolus, direkt in die untere Trachea durch Einführen eines Katheters durch den Absaugport und in die Trachealsonde
- ggf. erforderliche weitere Dosen (1,25 ml / kg) können auf dieselbe Weise verabreicht werden
- c: INtubation SURfactant Extubation - INSURE
- Verabreichung der Suspension durch eine Trachealsonde im Kreißsaal vor Beginn der maschinellen Beatmung
- in diesem Fall manuelle Beatmungsmethode anwenden
- Extubation mit nachfolgendem Übergang auf CPAP kann dabei entweder im Kreißsaal oder nach Ankunft in der Neugeborenenstation durchgeführt werden
- d: wenig Invasive Surfactant-Verabreichung mittels eines dünnen Katheters (LISA = Less Invasive Surfactant Administration)
- bei spontan atmenden Frühgeborenen kann die Suspension alternativ mittels des sog. LISA-Verfahrens verabreicht werden
- Dosierung entspricht den Angaben unter a und b
- ein Katheter mit kleinem Durchmesser wird unter Visualisierung der Stimmbänder mittels Laryngoskopie direkt in die untere Trachea des Kindes platziert
- die CPAP-Beatmung stellt dabei die kontinuierliche spontane Atmung sicher
- Instillation als Einzelbolus über 0,5 - 3 Min.
- nach der Instillation Katheter sofort entfernen
- CPAP- Beatmung während der gesamten Verabreichung beibehalten
- für die Surfactant-Verabreichung sollten dünne, für diesen Zweck CE-zertifizierte Katheter verwendet werden
- a: durch Trennung des Kindes vom Respirator