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Fachinformationen

Indikation

  • Therapie der Frühphase des Atemnotsyndroms (RDS) bei Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht von mind. 700 g

Dosierung

Basiseinheit: Zusammensetzung pro ml Suspension: Phospholipidfraktion aus der Schweinelunge 80 mg / ml, äquivalent ca. 74 mg / ml der Gesamtphospholipide und 0,9 mg / ml niedrigmolekulare hydrophobe Proteine

  • Therapie der Frühphase des Atemnotsyndroms (RDS) bei Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht von mind. 700 g
    • Behandlungsbeginn sobald wie möglich nach der RDS-Diagnose
    • Anwendung nur stationär von Ärzten mit Erfahrung und Ausbildung in der Betreuung und Wiederbelebung von Frühgeborenen
    • adäquate Beatmungs- und Überwachungseinrichtungen für Frühgeborene mit RDS müssen zur Verfügung stehen
    • Initialdosis: 200 mg / kg KG
    • Folgedosen: 100 mg / kg KG in Abständen von ca. 12 h, falls anzunehmen ist, dass ein RDS die Ursache eines unveränderten oder sich verschlechternden respiratorischen Zustands des Kindes ist
    • max. Gesamtdosis: 300 - 400 mg / kg KG
    • Leber- oder Nierenfunktionsstörungen
      • Sicherheit und Wirksamkeit nicht untersucht

Anwendungshinweise

  • zur intratrachealen oder intrabronchialen Instillation
  • Hinweise zur Aufbereitung des Arzneimittels s. Fachinformation
  • Einzeldosisbehältnis sollte vor Gebrauch auf Raumtemperatur erwärmt werden, z. B. indem das Produkt für einige Minuten in der Hand gehalten wird
  • dabei leicht umschwenken, um eine einheitliche Suspension zu erhalten
  • Verabreichung
    • a: durch Trennung des Kindes vom Respirator
      • nach kurzfristiger Trennung des Kindes vom Respirator werden 2,5 ml / kg (200 mg / kg) Suspension als Einzelbolus direkt in die untere Trachea über die Trachealsonde instilliert
      • nach ca. einminütiger druckkontrollierter manueller Beatmung wird das Kind wieder an den Respirator angeschlossen mit der gleichen Respirator-Einstellung wie vor der Verabreichung
      • ggf. erforderliche weitere Dosen (1,25 ml / kg) können auf dieselbe Weise verabreicht werden
    • b: ohne Trennung des Kindes vom Respirator
      • Instillation von 2,5 ml / kg (200 mg / kg) Suspension, als Einzelbolus, direkt in die untere Trachea durch Einführen eines Katheters durch den Absaugport und in die Trachealsonde
      • ggf. erforderliche weitere Dosen (1,25 ml / kg) können auf dieselbe Weise verabreicht werden
    • c: INtubation SURfactant Extubation - INSURE
      • Verabreichung der Suspension durch eine Trachealsonde im Kreißsaal vor Beginn der maschinellen Beatmung
      • in diesem Fall manuelle Beatmungsmethode anwenden
      • Extubation mit nachfolgendem Übergang auf CPAP kann dabei entweder im Kreißsaal oder nach Ankunft in der Neugeborenenstation durchgeführt werden
    • d: wenig Invasive Surfactant-Verabreichung mittels eines dünnen Katheters (LISA = Less Invasive Surfactant Administration)
      • bei spontan atmenden Frühgeborenen kann die Suspension alternativ mittels des sog. LISA-Verfahrens verabreicht werden
      • Dosierung entspricht den Angaben unter a und b
      • ein Katheter mit kleinem Durchmesser wird unter Visualisierung der Stimmbänder mittels Laryngoskopie direkt in die untere Trachea des Kindes platziert
      • die CPAP-Beatmung stellt dabei die kontinuierliche spontane Atmung sicher
      • Instillation als Einzelbolus über 0,5 - 3 Min.
      • nach der Instillation Katheter sofort entfernen
      • CPAP- Beatmung während der gesamten Verabreichung beibehalten
      • für die Surfactant-Verabreichung sollten dünne, für diesen Zweck CE-zertifizierte Katheter verwendet werden