DAFIRO 10 mg/160 mg Filmtabletten

Pharma Gerke Arzneimittelvertriebs GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Amlodipin/Valsartan →

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Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N3 98 ST 113,09 €

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Fachinformationen

Indikation

  • essentielle Hypertonie
  • Hinweise
    • bei Patienten angezeigt, deren Blutdruck durch eine Monotherapie (10 mg Amlodipin oder 160 mg Valsartan) nicht ausreichend kontrolliert werden kann
    • bei Patienten anwenden, deren Blutdruck mit der Kombination 5 mg Amlodipin und 160 mg Valsartan nicht ausreichend kontrolliert werden kann

Dosierung

  • essentielle Hypertonie
    • individuelle Dosiseinstellung mit den Einzelsubstanzen empfohlen
    • falls klinisch vertretbar direkte Umstellung von Monotherapie auf fixe Kombination erwägen
    • 1 Tablette (10 mg Amlodipin plus 160 mg Valsartan) / Tag

Dosisanpassung

  • Nierenfunktionsstörungen:
    • leicht - mittelschwer: keine Dosisanpassung erforderlich
    • mittelschwer: Überwachung der Kalium- und Kreatininwerte
  • Leberfunktionsstörungen:
    • vorsichtige Anwendung
    • leichte bis mittelschwere Leberfunktionsstörung ohne Cholestase:
      • Maximaldosis: 80 mg Valsartan
      • aufgrund des höheren Gehaltes an Valsartan (160 mg / Tablette) daher keine Anwendung
  • Gallenwegsobstruktion:
    • vorsichtige Anwendung
  • Ältere Patienten (>= 65 Jahre):
    • Vorsicht bei Dosiserhöhung
  • Kinder und Jugendliche < 18 Jahre:
    • Anwendung aufgrund fehlender Daten nicht empfohlen

Kontraindikationen

Valsartan und Amlodipin - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Amlodipin, Valsartan oder gegen Dihydropyridin-Derivate
  • schwere Leberinsuffizienz, biliäre Leberzirrhose oder Cholestase
  • gleichzeitige Anwendung mit Aliskiren bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml / Min. / 1,73 m2)
  • Schwangerschaft (2. und 3. Trimenon)
  • schwere Hypotonie
  • Schock, einschl.
    • kardiogener Schock
  • Obstruktion des linksventrikulären Ausflusstrakts, z.B.
    • hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie und hochgradige Aortenstenose
  • hämodynamisch instabile Herzinsuffizienz nach akutem Myokardinfarkt

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Valsartan und Amlodipin - peroral

Valsartan plus Amlodipin (Fixkombination)

  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Nasopharyngitis
      • Influenza
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Überempfindlichkeit
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hypokaliämie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Anorexie
      • Hypercalciämie
      • Hyperlipidämie
      • Hyperurikämie
      • Hyponatriämie
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Angst
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Koordinationsstörungen
      • Schwindel
      • Schwindel bei Lagewechsel
      • Parästhesien
      • Somnolenz
  • Augenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Beeinträchtigung des Sehvermögens
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Sehstörungen
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Tinnitus
  • Herzerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Palpitationen
      • Tachykardie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Synkope
  • Gefäßerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • orthostatische Hypotonie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Hypotonie
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Husten
      • Schmerzen im Hals- und Rachenraum
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • abdominale Beschwerden, Oberbauchschmerzen
      • Verstopfung
      • Diarrhö
      • Mundtrockenheit
      • Übelkeit
  • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Erythem
      • Ausschlag
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Exanthem
      • Hyperhidrosis
      • Pruritus
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Arthralgie
      • Rückenschmerzen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Muskelkrämpfe
      • Schweregefühl
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Pollakisurie
      • Polyurie
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • erektile Dysfunktion
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Asthenie
      • Erschöpfung
      • Gesichtsödeme
      • Flush, Flush mit Wärmegefühl
      • Ödeme
      • periphere Ödeme
      • eindrückbare Ödeme

Amlodipin (Monotherapie)

  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Leukopenie
      • Thrombozytopenie, manchmal mit Purpura
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Überempfindlichkeit
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Hyperglykämie
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Depression
      • Schlaflosigkeit / Schlafstörungen
      • Stimmungsschwankungen, einschl.
        • Angst
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Verwirrung
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schwindel
      • Kopfschmerzen
      • Somnolenz
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Geschmacksstörungen
      • Parästhesien
      • Synkope
      • Tremor
      • Hypästhesie
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Hypertonus
      • periphere Neuropathie, Neuropathie
      • extrapyramidales Syndrom
  • Augenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Sehstörungen, einschl.
        • Diplopie
      • Beeinträchtigung des Sehvermögens
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Tinnitus
  • Herzerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Palpitationen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Arrhythmien, einschl.
        • Bradykardie
        • ventrikuläre Tachykardie
        • Vorhofflimmern
      • Myokardinfarkt
  • Gefäßerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Flush
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hypotonie
      • hypotone Kreislaufreaktionen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Vaskulitis
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Dyspnoe
      • Rhinitis
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Husten
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • abdominale Beschwerden, Oberbauchschmerzen
      • Übelkeit
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Veränderung der Stuhlgewohnheiten
      • Diarrhö
      • Mundtrockenheit
      • Dyspepsie
      • Erbrechen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Gastritis
      • Gingivahyperplasie
      • Pankreatitis
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • abnormer Leberfunktionstest, einschließlich Anstieg des Bilirubins im Blut
        • meistens im Zusammenhang mit Cholestase
      • Anstieg hepatischer Enzyme
        • meistens im Zusammenhang mit Cholestase
      • Hepatitis
      • intrahepatische Cholestase, Ikterus
  • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Alopezie
      • Exanthem
      • Hyperhidrosis
      • Photosensibilitätsreaktion
      • Pruritus
      • Purpura
      • Ausschlag
      • Verfärbung der Haut
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Angioödem
      • Erythema (exsudativum) multiforme
      • Urtikaria und andere Formen von Ausschlag
      • exfoliative Dermatitis
      • Stevens-Johnson-Syndrom
      • Quincke-Ödem
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • toxische epidermale Nekrolyse
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Knöchelschwellung
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Arthralgie
      • Rückenschmerzen
      • Gelenkschwellung
      • Muskelkrämpfe
      • Myalgie
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Miktionsstörungen / erhöhte Miktionsfrequenz
      • Nykturie
      • Pollakisurie
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Impotenz
      • Gynäkomastie
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Erschöpfung
      • Ödeme
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Asthenie
      • Unwohlsein, allgemeines Krankheitsgefühl
      • nicht-kardiale Schmerzen im Brustkorb
      • Schmerzen
      • vermehrtes Schwitzen
      • Thoraxschmerzen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Müdigkeit
  • Untersuchungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Gewichtszunahme
      • Gewichtsabnahme

Valsartan-Monotherapie

  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Abnahme des Hämoglobins und des Hämatokrits
      • Neutropenie
      • Thrombozytopenie, manchmal mit Purpura
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich Serumkrankheit
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schwindel
  • Gefäßerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Vaskulitis
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Husten
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • abdominale Beschwerden, Oberbauchschmerzen
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • abnormer Leberfunktionstest, einschließlich Anstieg des Bilirubins im Blut
  • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Angioödem
      • bullöse Dermatitis
      • Pruritus
      • Ausschlag
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Myalgie
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Blutkreatininspiegel erhöht
      • Niereninsuffizienz und Nierenfunktionsstörung
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Erschöpfung
  • Untersuchungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Blutkaliumspiegel erhöht

Anwendungshinweise

  • Einnahme mit etwas Wasser, mit oder ohne Nahrung

Stillzeithinweise

Valsartan und Amlodipin - peroral
  • Anwendung nicht empfohlen
    • keine Informationen über die Anwendung während der Stillzeit verfügbar
  • stattdessen alternative Therapien mit besser bekanntem Sicherheitsprofil vorziehen, insb.
    • wenn ein Neugeborenes oder eine Frühgeburt gestillt wird
  • nicht bekannt, ob Amlodipin Auswirkungen auf Säuglinge hat
    • Amlodipin geht beim Menschen in die Muttermilch über
    • Anteil der mütterlichen Dosis, der auf den Säugling übergeht, wird in einem Interquartilbereich von 3 - 7 % geschätzt, mit einem Maximum von 15 %

Schwangerschaftshinweise

Valsartan und Amlodipin - peroral
  • kontraindiziert im 2. und 3. Trimenon
  • Anwendung nicht empfohlen im 1. Trimenon
  • Amlodipin
    • Anwendung während der Schwangerschaft wird nur dann empfohlen, wenn keine sichereren Therapiealternativen zur Verfügung stehen und die Krankheit ein höheres Risiko für Mutter und Fötus bedingt
    • Sicherheit von Amlodipin während der Schwangerschaft bisher noch nicht bestätigt
    • tierexperimentelle Studien
      • Reproduktionstoxizität bei hohen Dosen
  • Valsartan
    • Anwendung von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (AIIRAs)
      • kontraindiziert während des 2. und 3. Trimenons
      • nicht empfohlen während des 1. Trimenons
    • epidemiologische Datenlage hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach Exposition gegenüber ACE-Hemmern während des 1. Trimenons nicht schlüssig
      • geringfügige Zunahme des Risikos kann jedoch nicht ausgeschlossen werden
      • obwohl es keine kontrollierten epidemiologischen Daten zum Risiko durch Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (AIIRAs) gibt, könnte ein ähnliches Risiko auch für diese Arzneimittelklasse bestehen
    • Patientinnen, die eine Schwangerschaft planen, sollten auf alternative blutdrucksenkende Therapien umgestellt werden, die ein bekanntes Sicherheitsprofil in der Schwangerschaft aufweisen
      • außer in dem Fall, dass eine Fortführung der Behandlung mit AIIRAs für dringend erforderlich gehalten wird
    • wenn Schwangerschaft festgestellt wird
      • Behandlung mit AIIRAs sollte unverzüglich abgebrochen werden und, falls erforderlich, mit einer alternativen Therapie begonnen werden
    • Exposition gegenüber AIIRAs während des 2. und 3. Schwangerschaftstrimenons beim Menschen hat toxische Wirkung auf
      • den Fetus
        • Verschlechterung der Nierenfunktion
        • Oligohydramnie
        • Verzögerung der Ossifikation des Schädels
      • das Neugeborene
        • Nierenversagen
        • Hypotonie
        • Hyperkaliämie
    • Ultraschalluntersuchung der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen
      • falls Exposition gegenüber AIIRAs ab dem 2. Trimenon erfolgt sein sollte
    • Neugeborene, deren Mütter AIIRAs eingenommen haben
      • sollten eng auf eine Hypotonie überwacht werden
  • Fertilität
    • keine klinischen Studien mit dem Kombinationsarzneimittel zur Fertilität vorliegend
    • Valsartan
      • hatte keine negativen Wirkungen auf die Reproduktionsleistung von männlichen oder weiblichen Ratten bei Dosen von bis zu 200 mg / kg KG / Tag
        • dies ist das 6-Fache der empfohlenen Maximaldosis beim Menschen auf mg / m2-Basis
        • Berechnungen gehen von einer oralen Dosis von 320 mg / Tag und einem 60-kg-Patienten aus
    • Amlodipin
      • bei einigen mit Calciumkanalblockern behandelten Patienten reversible biochemische Veränderungen im Kopfteil der Spermatozoen beobachtet
      • klinischen Daten in Hinblick auf einen möglichen Einfluss von Amlodipin auf die Fertilität sind noch ungenügend
      • in einer Studie an Ratten zeigten sich Auswirkungen auf die Fertilität der männlichen Tiere

Warnhinweise

Valsartan und Amlodipin - peroral
  • hypertensive Krise
    • Sicherheit und Wirksamkeit von Amlodipin konnten bei einer hypertensiven Krise noch nicht bestätigt werden
  • Schwangerschaft
    • Therapie mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (AIIRAs) sollte nicht während der Schwangerschaft begonnen werden
    • außer in dem Fall, dass eine Fortführung der Behandlung mit AIIRAs für dringend erforderlich gehalten wird
      • sollten Patientinnen, die eine Schwangerschaft planen, auf alternative blutdrucksenkende Therapien umgestellt werden, die ein bekanntes Sicherheitsprofil in der Schwangerschaft aufweisen
    • wenn Schwangerschaft festgestellt wird
      • Behandlung mit AIIRAs unverzüglich abbrechen
      • falls erforderlich, mit einer alternativen Therapie beginnen
  • Patienten mit Natrium- und / oder Volumenmangel
    • übermäßige Blutdrucksenkung bei 0,4% der Patienten mit unkomplizierter Hypertonie, die mit Amlodipin plus Valsartan in placebokontrollierten Studien behandelt wurden, beobachtet
    • bei Patienten mit aktiviertem Renin-Angiotensin-System (wie Patienten mit Volumen- und / oder Salzmangel unter hochdosierter Diuretikatherapie), die Angiotensin-Rezeptoren-Blocker erhalten
      • symptomatische Hypotonie kann auftreten
      • empfohlen, einen solchen Zustand vor Beginn der Behandlung auszugleichen oder die Patienten zu Behandlungsbeginn medizinisch engmaschig zu überwachen
    • falls unter der Behandlung Hypotonie auftritt
      • Patient sollte in eine liegende Position gebracht und, falls erforderlich, physiologische Kochsalzlösung intravenös infundiert werden
        • nach Stabilisierung des Blutdrucks kann Behandlung fortgeführt werden
  • Hyperkaliämie
    • gleichzeitige Anwendung mit folgenden Arzneimitteln sollte mit Vorsicht und unter häufiger Kontrolle des Kaliumspiegels erfolgen
      • Kaliumpräparate
      • kaliumsparende Diuretika
      • kaliumhaltige Salzersatzmittel
      • andere Arzneimittel, die den Kaliumspiegel erhöhen (Heparin usw.)
  • Nierenarterienstenose
    • Vorsicht bei der Behandlung von Hypertonie bei Patienten mit einseitiger oder beidseitiger Nierenarterienstenose oder Arterienstenose einer Einzelniere
      • Blut-Harnstoff und Serumkreatinin können sich bei diesen Patienten erhöhen
  • Nierentransplantation
    • bisher keine Erfahrungen zur sicheren Anwendung bei Patienten, die vor kurzem eine Nierentransplantation hatten
  • Leberfunktionsstörungen
    • besondere Vorsicht, wenn das Arzneimittel bei Patienten mit leichten bis mittelschweren Leberfunktionsstörungen oder einer Gallenwegsobstruktion angewendet wird
    • Valsartan
      • wird hauptsächlich unverändert über die Galle ausgeschieden
      • bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Leberfunktionsstörung ohne Cholestase beträgt die max. empfohlene Dosis 80 mg Valsartan
    • Amlodipin
      • bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion sind die Halbwertszeit von Amlodipin verlängert und die AUC-Werte erhöht
      • Dosisempfehlungen bestehen nicht
  • Nierenfunktionsstörungen
    • leichte bis mittelschwere Nierenfunktionsstörungen (GFR > 30 ml / Min. / 1,73 m2)
      • keine Dosisanpassung erforderlich
    • mittelschwere Nierenfunktionsstörung
      • Überwachung der Kaliumwerte und Kreatinin
  • primärer Hyperaldosteronismus
    • Patienten mit primärem Hyperaldosteronismus sollten nicht mit dem Angiotensin-II-Antagonisten Valsartan behandelt werden
      • ihr Renin-Angiotensin-System ist von der Primärerkrankung betroffen
  • Angioödeme
    • unter Valsartan-Behandlung wurden Angioödeme, inklusive Anschwellen von Larynx und Glottis, die eine Verengung der Atemwege und / oder Anschwellen von Gesicht, Lippen, Pharynx und / oder der Zunge bewirken, berichtet
      • bei einigen dieser Patienten traten Angioödeme schon vorher unter anderen Arzneimitteln einschließlich Inhibitoren des Angiotensin-konvertierenden Enzyms (ACE-Hemmern) auf
    • Valsartan plus Amlodipin sollte bei Patienten, die Angioödeme entwickeln, sofort abgesetzt und darf nicht erneut verabreicht werden
  • Herzinsuffizienz / Post-Myokard-Infarkt
    • als Folge der Hemmung des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems können bei entsprechend veranlagten Personen Veränderungen der Nierenfunktion erwartet werden
    • Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz, deren Nierenfunktion möglicherweise von der Aktivität des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems abhängig ist
      • Behandlung mit ACE-Hemmern und Angiotensin-Rezeptor-Antagonisten war mit Oligurie und/oder progressiver Azotämie und (selten) akutem Nierenversagen und/oder Tod verbunden
      • ähnliche Ereignisse für Valsartan berichtet
    • Evaluierung von Patienten mit Herzinsuffizienz oder Post-Myokard-Infarkt
      • sollte immer eine Beurteilung der Nierenfunktion beinhalten
    • placebokontrollierte Langzeitstudie (PRAISE-2) mit Amlodipin bei Patienten mit einer nicht ischämischen Herzinsuffizienz nach NYHA III und IV (Klassifizierung nach der New York Heart Association)
      • Amlodipin war mit einer erhöhten Anzahl von Berichten über Lungenödeme verbunden, obwohl es im Vergleich zu Placebo keinen signifikanten Unterschied in der Häufigkeit der Verschlechterung der Herzinsuffizienz gab
    • Calciumkanalblocker, einschließlich Amlodipin, sollten bei Patienten mit dekompensierter Herzinsuffizienz mit Vorsicht angewendet werden
      • können das Risiko zukünftiger kardiovaskulärer Ereignisse sowie das Mortalitätsrisiko erhöhen
  • Aorten- und Mitralklappenstenose
    • besondere Vorsicht bei Patienten mit Mitralklappenstenose bzw. signifikanter Aortenstenose, die nicht hochgradig ist
      • wie bei allen anderen Vasodilatatoren
  • duale Blockade des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)
    • Belege dafür, dass gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-Rezeptor-Antagonisten (ARBs) oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht
    • duale Blockade des RAAS durch gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, ARBs oder Aliskiren deshalb nicht empfohlen
    • wenn Therapie mit dualer Blockade als absolut notwendig erachtet wird
      • nur unter Aufsicht eines Spezialisten
      • und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck
    • ACE-Hemmer und ARBs sollten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden
    • Valsartan plus Amlodipin wurde bei keiner anderen Patientenpopulation außer Hypertonikern untersucht