DAFIRO HCT 5 mg/160 mg/12.5 mg Filmtabletten

Pharma Gerke Arzneimittelvertriebs GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Amlodipin/Hydrochlorothiazid/Valsartan →

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Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N3 98 ST 123,01 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Behandlung der essenziellen Hypertonie
    • als Ersatztherapie bei erwachsenen Patienten, deren Blutdruck durch die Kombination ausAmlodipin, Valsartan und Hydrochlorothiazid (HCT), die entweder in Form der drei einzelnen Komponenten oder als Zweierkombination und einer Einzelkomponente gegeben wurde, ausreichend kontrolliert ist

Dosierung

  • essentielle Hypertonie
    • 1 Tablette (5 mg Amlodipin und 160 mg Valsartan und 12,5 mg Hydrochlorothiazid) 1mal / Tag, morgens
    • Maximaldosis: 10 mg Amlodipin und 320 mg Valsartan und 25 mg Hydrochlorothiazid / Tag
    • Vor der Umstellung auf das Kombipräparat, sollten die Patienten durch eine stabile Dosis der Einzelkomponenten, die zur selben Zeit eingenommen werden, kontrolliert sei
    • die Dosierung sollte der Dosierung der Einzelbestandteile der Kombination zum Zeitpunkt der Umstellung entsprechen

Dosisanpassung

  • Niereninsuffizienz
    • leichte bis mittelschwere Nierenfunktionsstörungen
      • keine Dosisanpassung nötig
    • mittelschwere Nierenfunktionsstörungen
      • Überwachung von Kaliumspiegel und Kreatinin
    • schwere Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min)
      • wegen des Hydrochlorothiazidanteils kontraindiziert
  • Leberinsuffizienz
    • leichte bis mittelschwere Leberfunktionsstörung ohne Cholestase
      • maximale Dosis: 80 mg Valsartan
      • ungeeignet für diese Patientengruppe
    • schwere Leberfunktionstörung
      • wegen der Hydrochlorothiazid- und Valsartananteile kontraindiziert
  • Herzinsuffizienz und koronare Herzkrankheit
    • wenig Erfahrungen, insbesondere mit der höchsten Dosierung
    • Vorsicht geboten, insbesondere bei Höchstdosis 10 mg Amlodipin / 320 mg Valsartan / 25 mg Hydrochlorothiazid
  • Ältere Patienten (> 65 Jahre )
    • Vorsicht, einschließlich einer häufigeren Blutdruckkontrolle, insbesonderebei der Höchstdosis: 10 mg Amlodipin / 320 mg Valsartan / 25 mg Hydrochlorothiazid
  • Kinder (< 18 Jahre)
    • Es gibt keine passende Anwendung des Kombipräparates bei Kindern und Jugendlichenim Anwendungsgebiet essentielle Hypertonie

Kontraindikationen

Valsartan, Amlodipin und Hydrochlorothiazid - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Amlodipin, Valsartan, Hydrochlorothiazid, andere Sulfonamidderivate oder andere Dihydropyridinderivate
  • Leberfunktionsstörung, biliäre Zirrhose oder Cholestase
  • schwere Nierenfunktionsstörung (GFR < 30 ml / Min. / 1,73 m2), Anurie und Dialysepatienten
  • gleichzeitige Anwendung mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml / Min. / 1,73m2)
  • therapieresistente Hypokaliämie, Hyponatriämie, Hypercalcämie und symptomatische Hyperurikämie
  • schwere Hypotonie
  • Schock (einschl. kardiogener Schock)
  • Obstruktion des linksventrikulären Ausflusstrakts (z.B. hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie und hochgradige Aortenstenose)
  • hämodynamisch instabile Herzinsuffizienz nach akutem Myokardinfarkt
  • Schwangerschaft (2. und 3. Trimenon)

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Valsartan, Amlodipin und Hydrochlorothiazid - peroral

Amlodipin plus Valsartan plus Hydrochlorothiazid:

  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hypokaliämie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Anorexie
      • Hypercalcämie
      • Hyperlipidämie
      • Hyperurikämie
      • Hyponatriämie
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schlaflosigkeit / Schlafstörungen
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen
      • Schwindel
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Koordinationsstörungen
      • Schwindel bei Lagewechsel, Belastungsschwindel
      • Dysgeusie
      • Lethargie
      • Parästhesien
      • Somnolenz
      • periphere Neuropathie, Neuropathie
      • Synkope
  • Augenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Sehstörungen
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schwindel
  • Herzerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Tachykardie
  • Gefäßerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hypotonie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • orthostatische Hypotonie
      • Phlebitis, Thrombophlebitis
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Husten
      • Dyspnoe
      • Halsreizung
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Dyspepsie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • abdominale Beschwerden, Oberbauchschmerzen
      • Mundgeruch
      • Mundtrockenheit
      • Diarrhö
      • Übelkeit
      • Erbrechen
  • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hyperhidrosis
      • Pruritus
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Rückenschmerzen
      • Gelenkschwellung
      • Muskelkrämpfe
      • Muskelschwäche
      • Myalgie
      • Gliederschmerzen
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Pollakisurie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Blutkreatininspiegel erhöht
      • akutes Nierenversagen
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Impotenz
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Erschöpfung
      • Ödeme
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Abasie, Gangstörungen
      • Asthenie
      • Unwohlsein, allgemeines Krankheitsgefühl
      • nicht-kardiale Schmerzen im Brustkorb
  • Untersuchungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Blutharnstoffstickstoff erhöht
      • Blutharnsäure erhöht
      • Blutkaliumspiegel vermindert
      • Gewichtszunahme

Amlodipin (Monotherapie)

  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Leukopenie
      • Thrombozytopenie, manchmal mit Purpura
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Überempfindlichkeit
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Hyperglykämie
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Depression
      • Schlaflosigkeit/Schlafstörungen
      • Stimmungsschwankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Verwirrung
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schwindel
      • Kopfschmerzen
      • Somnolenz
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Dysgeusie
      • Parästhesien
      • Synkope
      • Tremor
      • Hypästhesie
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Hypertonie
      • periphere Neuropathie, Neuropathie
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • extrapyramidales Syndrom
  • Augenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Sehstörungen
      • Beeinträchtigung des Sehvermögens
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Tinnitus
  • Herzerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Palpitationen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Arrhythmien (einschl. Bradykardie, ventrikuläre Tachykardie und Vorhofflimmern)
      • Myokardinfarkt
  • Gefäßerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Flush
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hypotonie
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Vaskulitis
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Dyspnoe
      • Rhinitis
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Husten
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • abdominale Beschwerden, Oberbauchschmerzen
      • Übelkeit
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Veränderung der Stuhlgewohnheiten
      • Diarrhö
      • Mundtrockenheit
      • Dyspepsie
      • Erbrechen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Gastritis
      • Gingivahyperplasie
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Pankreatitis
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • abnormer Leberfunktionstest, einschl. Anstieg des Bilirubins im Serum (meistens im Zusammenhang mit Cholestase)
      • Hepatitis
      • intrahepatische Cholestase, Ikterus
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Alopezie
      • Exanthem
      • Hyperhidrosis
      • Pruritus
      • Purpura
      • Ausschlag
      • Verfärbung der Haut
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Angioödem
      • Erythema multiforme
      • Urtikaria und andere Formen von Ausschlag
      • exfoliative Dermatitis
      • Stevens-Johnson-Syndrom
      • Quincke-Ödem
      • Photosensibilitätsreaktion
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • nekrotisierende Vaskulitis
      • toxische epidermale Nekrolyse
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Knöchelschwellung
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Arthralgie
      • Rückenschmerzen
      • Muskelkrämpfe
      • Myalgie
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Miktionsstörungen
      • Nykturie
      • Pollakisurie
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Impotenz
      • Gynäkomastie
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Erschöpfung
      • Ödeme
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Asthenie
      • Unwohlsein, allgemeines Krankheitsgefühl
      • nicht-kardiale Schmerzen im Brustkorb
      • Schmerzen
  • Untersuchungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Gewichtszunahme
      • Gewichtsabnahme

Valsartan (Monotherapie)

  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hämoglobins und Hämatokrits verringert
      • Neutropenie
      • Thrombozytopenie, manchmal mit Purpura
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Überempfindlichkeit
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schwindel
  • Gefäßerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Vaskulitis
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Husten
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • abdominale Beschwerden
      • Oberbauchschmerzen
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • abnormer Leberfunktionstest, einschließlich Anstieg des Bilirubins im Blut
  • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Angioödem
      • bullöse Dermatitis
      • Pruritus
      • Ausschlag
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Myalgie
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Blutkreatininspiegel erhöht
      • Niereninsuffizienz und Nierenfunktionsstörung
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Erschöpfung
  • Untersuchungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Blutkaliumspiegel erhöht

Hydrochlorothiazid (Monotherapie)

  • Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • nicht-melanozytärer Hautkrebs (Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom)
        • auf der Grundlage der vorliegenden Daten aus epidemiologischen Studien wurde ein kumulativer dosisabhängiger Zusammenhang zwischen Hydrochlorothiazid und NMSC festgestellt
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Thrombozytopenie, manchmal mit Purpura
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Agranulozytose, Knochenmarkdepression
      • hämolytische Anämie
      • Leukopenie
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • aplastische Anämie
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Überempfindlichkeit
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Hypokaliämie
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hyperurikämie
      • Hypomagnesiämie
      • Hyponatriämie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Hypercalcämie
      • Hyperglykämie
      • Verschlechterung des diabetischen metabolischen Status
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • hypochlorämische Alkalose
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Depression
      • Schlaflosigkeit/Schlafstörungen
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Schwindel
      • Kopfschmerzen
      • Parästhesien
  • Augenerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Sehstörungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • akutes Engwinkelglaukom
      • Aderhauterguss
  • Herzerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Arrhythmien (einschl. Bradykardie, ventrikuläre Tachykardie und Vorhofflimmern)
  • Gefäßerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • orthostatische Hypotonie
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Atemnot
      • Lungenödem
      • Pneumonitis
      • Acute respiratory distress syndrome (ARDS)
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • verminderter Appetit
      • Übelkeit
      • Erbrechen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • abdominale Beschwerden, Oberbauchschmerzen
      • Verstopfung
      • Diarrhö
      • Pankreatitis
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • intrahepatische Cholestase, Ikterus
  • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Ausschlag
      • Urtikaria und andere Formen von Ausschlag
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Photosensibilitätsreaktion
      • Purpura
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • kutane Lupus-erythematodes-ähnliche Reaktionen, Reaktivierung eines kutanen Lupus erythematodes
      • nekrotisierende Vaskulitis und toxische epidermale Nekrolyse
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Erythema multiforme
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Muskelkrämpfe
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Niereninsuffizienz und Nierenfunktionsstörung
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Nierenerkrankung
      • akutes Nierenversagen
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Impotenz
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Asthenie
      • Fieber
  • Untersuchungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Lipide erhöht
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Glukosurie

Anwendungshinweise

  • Filmtabletten zum Einnehmen, ungeteilt, mit oder ohne Nahrung, mit etwas Wasser
  • Einnahme immer zur gleichen Tageszeit, vorzugsweise morgens

Stillzeithinweise

Valsartan, Amlodipin und Hydrochlorothiazid - peroral
  • Anwendung während der Stillzeit nicht empfohlen
  • wenn das Kombinationsarzneimittel während der Stillzeit angewendet wird, sollte die Dosierung so gering wie möglich gehalten werden
  • stattdessen alternative Therapien mit besser bekanntem Sicherheitsprofil vorziehen, insbesondere wenn ein Neu- oder Frühgeborenes gestillt wird
  • Amlodipin
    • Amlodipin geht beim Menschen in die Muttermilch über
      • der Anteil der mütterlichen Dosis, der auf den Säugling übergeht, wird in einem Interquartilbereich von 3 bis 7 % geschätzt, mit einem Maximum von 15 %
    • nicht bekannt, ob Amlodipin Auswirkungen auf Säuglinge hat
  • Valsartan
    • keine Informationen über die Anwendung von Valsartan während der Stillzeit vorliegend
  • Hydrochlorothiazid
    • Hydrochlorothiazid tritt in geringen Mengen in die Muttermilch über
    • Thiazide, die in hohen Dosen starke Diurese verursachen, können die Milchproduktion verhindern

Schwangerschaftshinweise

Valsartan, Amlodipin und Hydrochlorothiazid - peroral
  • kontraindiziert im 2. und 3. Trimenon
  • Anwendung im 1. Trimenon nicht empfohlen
  • keine Erfahrungen mit dem Kombinationsarzneimittel (Amlodipin/Valsartan/Hydrochlorothiazid) bei Schwangeren vorliegend
  • Amlodipin
    • Sicherheit von Amlodipin während der Schwangerschaft bisher noch nicht bestätigt
    • tierexperimentelle Studien
      • bei hohen Dosen Reproduktionstoxizität beobachtet
    • Anwendung während der Schwangerschaft nur dann empfohlen, wenn keine sichereren Therapiealternativen zur Verfügung stehen und die Krankheit ein höheres Risiko für Mutter und Fötus bedingt
  • Valsartan
    • Anwendung von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (AIIRAs) während des 1. Trimenons nicht empfohlen
    • Anwendung von AIIRAs während des 2. und 3. Trimenons kontraindiziert
    • keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach Anwendung von ACE-Hemmern während des 1. Trimenons vorliegend
      • geringfügig erhöhtes Risiko kann jedoch nicht ausgeschlossen werden
      • auch wenn keine kontrollierten epidemiologischen Daten zum Risiko durch Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (AIIRAs) vorliegen, so bestehen möglicherweise für diese Arzneimittelklasse vergleichbare Risiken
    • sofern ein Fortsetzen der AIIRA-Therapie nicht als unumgänglich erachtet wird, sollten Patientinnen, die planen, schwanger zu werden, auf eine alternative antihypertensive Therapie mit bekanntem Sicherheitsprofil bei Anwendung in der Schwangerschaft umgestellt werden
    • wenn Schwangerschaft festgestellt wird, ist eine Behandlung mit AIIRAs unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen
    • 2. und 3. Trimenon
      • Therapie mit AIIRAs während des 2. und 3. Trimenons hat fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion, Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation) und neonatal-toxische Effekte (Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie)
      • im Falle einer Exposition ab dem zweiten Schwangerschaftstrimester werden Ultraschalluntersuchung der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen
    • Säuglinge, deren Mütter AIIRAs eingenommen haben
      • sollten engmaschig auf das Auftreten einer Hypotonie hin überwacht werden
  • Hydrochlorothiazid
    • nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Hydrochlorothiazid in der Schwangerschaft vorliegend, insbesondere während des 1. Trimenons
    • unzureichende Ergebnisse aus Tierstudien
    • Hydrochlorothiazid ist plazentagängig
    • auf Grund des pharmakologischen Wirkmechanismus von Hydrochlorothiazid kann es während des 2. und 3. Trimenons zu einer Störung der feto-plazentaren Perfusion und zu fetalen und neonatalen Auswirkungen wie Ikterus, Störung des Elektrolythaushalts und Thrombozytopenien kommen
  • Fertilität
    • keine klinischen Studien mit dem Kombinationsarzneimittel zur Fertilität vorliegend
    • Valsartan
      • hatte keine negativen Wirkungen auf die Reproduktionsleistung von männlichen oder weiblichen Ratten bei Dosen von bis zu 200 mg/kg/Tag (ist das 6-Fache der empfohlenen Maximaldosis beim Menschen auf mg / m2-Basis; die Berechnungen gehen von einer oralen Dosis von 320 mg / Tag und einem 60-kg-KG-Patienten aus)
    • Amlodipin
      • bei einigen Patienten, die mit Calciumkanalblockern behandelt worden waren, wurden reversible biochemische Veränderungen im Kopfteil der Spermatozoen beobachtet
      • klinischen Daten in Hinblick auf einen möglichen Einfluss von Amlodipin auf die Fertilität sind noch ungenügend
      • Studie an Ratten: Auswirkungen auf die Fertilität der männlichen Tiere beobachtet

Warnhinweise

Valsartan, Amlodipin und Hydrochlorothiazid - peroral
  • Sicherheit und Wirksamkeit von Amlodipin bei einer hypertensiven Krise konnten noch nicht bestätigt werden
  • Patienten mit Natrium- und/oder Volumenmangel
    • in einer kontrollierten Studie an Patienten mit mittelschwerer bis schwerer unkomplizierter Hypertonie wurde eine übermäßige Blutdrucksenkung, einschließlich orthostatischer Hypotonie, bei 1,7 % der mit der Höchstdosis von Amlodipin/Valsartan/HCT (10 mg/320 mg/25 mg) behandelten Patienten beobachtet, gegenüber 1,8 % unter Valsartan/Hydrochlorothiazid (320 mg/25 mg), 0,4 % unter Amlodipin/Valsartan (10 mg/320 mg) und 0,2 % unter Hydrochlorothiazid/Amlodipin (25 mg/10 mg)
    • Patienten mit Volumen- und/oder Salzmangel, wie z.B. unter hochdosierter Diuretikatherapie
      • symptomatische Hypotonie kann nach Beginn der Behandlung mit Amlodipin plus Valsartan plus Hydrochlorothiazid auftreten
      • Amlodipin/Valsartan/Hydrochlorothiazid sollte nur nach Ausgleich eines vorbestehenden Salz- und/oder Volumenmangels angewendet werden
    • wenn unter der Behandlung eine übermäßige Hypotonie auftritt, sollte der Patient in eine liegende Position gebracht und, falls erforderlich, physiologische Kochsalzlösung intravenös infundiert werden
      • nach Stabilisierung des Blutdrucks kann Behandlung fortgeführt werden
  • Elektrolytveränderungen im Serum
    • Amlodipin / Valsartan / Hydrochlorothiazid
      • in der kontrollierten Studie hoben sich die entgegengesetzten Wirkungen von 320 mg Valsartan und 25 mg Hydrochlorothiazid auf den Serum-Kalium-Spiegel bei vielen Patienten annähernd auf
        • bei anderen Patienten kann der eine oder der andere Effekt überwiegen
      • in geeigneten Abständen sollte Bestimmung der Serumelektrolyte erfolgen, um mögliche Elektrolytstörungen zu erkennen
      • regelmäßige Bestimmung der Serumelektrolyte, insbesondere des Kaliums, in angemessenen Abständen v.a. bei Patienten mit anderen Risikofaktoren, wie
        • Nierenfunktionsstörungen
        • Behandlung mit anderen Arzneimitteln oder
        • Elektrolytstörungen in der Vorgeschichte
    • Valsartan
      • gleichzeitige Anwendung mit Kaliumpräparaten, kaliumsparenden Diuretika, kaliumhaltigen Salzersatzmitteln oder anderen Wirkstoffen, die den Kaliumspiegel erhöhen können (z.B. Heparin), nicht empfohlen
      • auf eine engmaschige Überwachung des Kaliumspiegels achten
    • Hydrochlorothiazid
      • Behandlung mit Amlodipin/Valsartan/Hydrochlorothiazid sollte nur nach Korrektur einer Hypokaliämie oder einer bestehenden Hypomagnesiämie erfolgen
      • Hypokaliämie
        • Thiazid-Diuretika können ein erneutes Auftreten einer Hypokaliämie bewirken oder eine bereits vorbestehende Hypokaliämie verschlechtern
        • Anwendung mit Vorsicht bei Patienten mit Zuständen, die mit erhöhtem Kaliumverlust einhergehen, z.B. Nephropathien mit Salzverlust und prärenale (kardiogene) Einschränkung der Nierenfunktion
        • entwickelt sich Hypokaliämie während einer Hydrochlorothiazid-Therapie, sollte Amlodipin/Valsartan/Hydrochlorothiazid bis zu einer stabilen Korrektur des Kaliumgleichgewichts abgesetzt werden
      • Hyponatriämie und hypochlorämischen Alkalose
        • Thiazid-Diuretika können erneutes Auftreten einer Hyponatriämie und hypochlorämischen Alkalose herbeiführen oder eine bestehende Hyponatriämie verschlechtern
        • Hyponatriämie, begleitet von neurologischen Symptomen (Übelkeit, fortschreitende Desorientierung, Apathie), wurde beobachtet
        • Behandlung mit Hydrochlorothiazid sollte nur nach Korrektur einer vorbestehenden Hyponatriämie begonnen werden
        • falls sich schwere oder schnell einsetzende Hyponatriämie während der Therapie mit Amlodipin/Valsartan/Hydrochlorothiazid entwickelt, sollte die Behandlung bis zur Normalisierung der Natriämie unterbrochen werden
      • alle Patienten, die mit Thiazid-Diuretika behandelt werden, sollten regelmäßig hinsichtlich eines Ungleichgewichts der Elektrolyte, speziell Kalium, Natrium und Magnesium, beobachtet werden
  • akute Atemwegstoxizität
    • sehr seltene schwere Fälle von akuter Atemwegstoxizität, einschließlich des akuten Atemnotsyndroms (ARDS), nach der Einnahme von Hydrochlorothiazid berichtet
      • ein Lungenödem entwickelt sich typischerweise innerhalb von Minuten bis Stunden nach der Einnahme von Hydrochlorothiazid
      • zu den Symptomen gehören zu Beginn Dyspnoe, Fieber, Verschlechterung der Lungenfunktion und Hypotonie
    • bei Verdacht auf ARDS sollte das Arzneimittel abgesetzt und eine angemessene Behandlung eingeleitet werden Hydrochlorothiazid darf nicht bei Patienten angewendet werden, bei denen nach der Einnahme von Hydrochlorothiazid bereits einmal ein ARDS aufgetreten ist
  • Nierenfunktionsstörungen
    • kontraindiziert bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung, Anurie oder Dialysepatienten
    • Thiazid-Diuretika können eine Azotämie bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung auslösen
    • regelmäßige Kontrolle der Serum-Elektrolyte (einschl. Kalium-), Kreatinin- und des Harnsäurespiegels empfohlen, wenn Anwendung bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung erfolgt
    • Patienten mit leichten bis mittelschweren Nierenfunktionsstörungen (GFR >/= 30 ml / Min. / 1,73 m2)
      • keine Dosisanpassung erforderlich
  • Nierenarterienstenose
    • Anwendung des Arzneimittels mit Vorsicht zur Behandlung von Hypertonie bei Patienten mit einseitiger oder beidseitiger Nierenarterienstenose oder Arterienstenose einer Einzelniere, da sich Blut-Harnstoff und Serumkreatinin bei diesen Patienten erhöhen können
  • Nierentransplantation
    • bisher keine Erfahrungen zur sicheren Anwendung bei Patienten, die vor Kurzem eine Nierentransplantation hatten
  • Leberfunktionsstörungen
    • Valsartan
      • wird hauptsächlich unverändert über die Galle ausgeschieden
      • leichte bis mittelschwere Leberfunktionsstörung ohne Cholestase: max. empfohlene Dosis beträgt 80 mg Valsartan
        • Wirkstoffstärke der Fixkombination beachten
    • Amlodipin
      • bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion sind die Halbwertszeit von Amlodipin verlängert und die AUC-Werte erhöht
      • Dosisempfehlungen bestehen nicht
  • Angioödeme
    • Valsartan-Behandlung: Angioödeme, inklusive Anschwellen von Larynx und Glottis, die eine Verengung der Atemwege und/oder Anschwellen von Gesicht, Lippen, Pharynx und/oder der Zunge bewirken, beobachtet
      • bei einigen dieser Patienten traten Angioödeme schon vorher u.a. Arzneimitteln einschl. ACE-Hemmern auf
    • das Arzneimittel sollte bei Patienten, die Angioödeme entwickeln, sofort abgesetzt und darf nicht erneut verabreicht werden
  • Herzinsuffizienz und koronare Herzkrankheit / Post-Myokard-Infarkt
    • als Folge der Hemmung des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems können bei entsprechend veranlagten Personen Veränderungen der Nierenfunktion erwartet werden
    • Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz, deren Nierenfunktion möglicherweise von der Aktivität des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems abhängig ist
      • Behandlung mit ACE-Hemmern und Angiotensin-Rezeptor-Antagonisten war mit Oligurie und/oder progressiver Azotämie und (selten) akutem Nierenversagen und/oder Tod verbunden
      • ähnliche Ereignisse für Valsartan berichtet
    • Evaluierung von Patienten mit Herzinsuffizienz oder Post-Myokard-Infarkt
      • sollte immer eine Beurteilung der Nierenfunktion beinhalten
    • placebokontrollierte Langzeitstudie (PRAISE-2) mit Amlodipin bei Patienten mit einer nicht ischämischen Herzinsuffizienz nach NYHA III und IV (Klassifizierung nach der New York Heart Association)
      • Amlodipin war mit einer erhöhten Anzahl von Berichten über Lungenödeme verbunden, obwohl es im Vergleich zu Placebo keinen signifikanten Unterschied in der Häufigkeit der Verschlechterung der Herzinsuffizienz gab
    • Calciumkanalblocker, einschl. Amlodipin, sollten bei Patienten mit dekompensierter Herzinsuffizienz mit Vorsicht angewendet werden
      • können das Risiko zukünftiger kardiovaskulärer Ereignisse sowie das Mortalitätsrisiko erhöhen
    • Patienten mit Herzinsuffizienz und koronarer Herzkrankheit
      • Vorsicht geboten, insbesondere wenn die Höchstdosis verabreicht wird, da für diese Patientengruppe nur begrenzte Daten vorliegen
  • Aorten- und Mitralklappenstenose
    • besondere Vorsicht bei Patienten mit Mitralklappenstenose bzw. signifikanter Aortenstenose, die nicht hochgradig ist
  • primärer Hyperaldosteronismus
    • Patienten mit primärem Hyperaldosteronismus sollten nicht mit dem Angiotensin-II-Antagonisten Valsartan behandelt werden, da ihr Renin-Angiotensin-System nicht aktiviert ist
    • Anwendung des Arzneimittels nicht empfohlen
  • systemischer Lupus erythematodes
    • Thiazid-Diuretika, einschl. Hydrochlorothiazid, können systemischen Lupus erythematodes verschlechtern oder auslösen
  • andere metabolische Störungen
    • Thiazid-Diuretika, einschl. Hydrochlorothiazid, können Glucosetoleranz verändern und zu einem Anstieg der Serumspiegel von von Cholesterin, Triglyceriden und Harnsäure führen
      • bei Diabetikern kann eine Dosisanpassung von Insulin oder der oralen blutzuckersenkenden Arzneimittel erforderlich sein
    • kontraindiziert bei symptomatischer Hyperurikämie (wegen des Hydrochlorothiazid-Anteils)
      • Hydrochlorothiazid kann aufgrund einer reduzierten Harnsäureclearance zu einem Anstieg des Serumspiegels der Harnsäure führen und eine Hyperurikämie auslösen oder verschlechtern sowie bei anfälligen Patienten Gicht auslösen
    • Calcium
      • Thiazide reduzieren die Calciumausscheidung über den Harn und können so eine vorübergehende und leichte Erhöhung des Serumcalciums bewirken, ohne dass bekannte Störungen des Calciumstoffwechsels vorliegen
        • Arzneimittel ist kontraindiziert bei Patienten mit Hypercalcämie
      • Anwendung nur nach Korrektur einer vorbestehenden Hypercalcämie
      • Arzneimittel sollte abgesetzt werden, wenn sich während der Behandlung eine Hypercalcämie entwickelt
      • Calciumwerte im Serum sollten während einer Behandlung mit Thiaziden regelmäßig überwacht werden
      • ausgeprägte Hypercalcämie kann ein Hinweis auf einen zugrunde liegenden, verdeckten Hyperparathyreoidismus sein
    • Thiazide sollten vor der Durchführung eines Funktionstests der Nebenschilddrüse abgesetzt werden
  • Photosensibilität
    • unter Thiazid-Diuretika Fälle von Photosensibilität beobachtet
    • wenn Lichtempfindlichkeit während der Therapie auftritt, sollte Behandlung abgebrochen werden
      • falls dann die erneute Gabe eines Diuretikums für notwendig erachtet wird, sollten die dem Licht ausgesetzten Hautareale vor der Sonne oder vor künstlichen UVA-Strahlen geschützt werden
  • Aderhauterguss (choroidaler Erguss), akute Myopie und sekundäres akutes Engwinkelglaukom
    • Hydrochlorothiazid, ein Sulfonamid, wurde mit einer idiosynkratischen Reaktion, die zu einem Aderhauterguss mit Gesichtsfelddefekt, einer akuten vorübergehenden Myopie und einem akuten Engwinkelglaukom führte, in Verbindung gebracht
      • Symptome schließen ein akutes Auftreten abnehmender Sehschärfe oder Augenschmerzen ein und treten typischerweise innerhalb von Stunden bis einer Woche nach Behandlungsbeginn auf
      • ein unbehandeltes akutes Engwinkelglaukom kann zu einem permanenten Sehverlust führen.
    • primäre Maßnahme ist, Hydrochlorothiazid so rasch als möglich abzusetzen
    • kann erforderlich sein, eine umgehende medizinische oder operative Behandlung in Betracht zu ziehen, sollte der intraokulare Druck nicht kontrolliert werden können
    • Risikofaktoren für die Entwicklung eines Engwinkelglaukoms können eine Sulfonamid- oder Penicillinallergie in der Vorgeschichte sein
  • Überempfindlichkeit
    • Vorsicht bei Patienten, die bereits gegenüber anderen Angiotensin- II-Rezeptor-Antagonisten Überempfindlichkeitsreaktionen gezeigt haben
    • Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber Hydrochlorothiazid sind bei Patienten mit Allergien oder Asthma wahrscheinlicher
  • ältere Patienten (>= 65 Jahre)
    • Vorsicht, einschl. einer häufigeren Blutdruckkontrolle
      • insbesondere bei der Höchstdosis, weil nur wenige Daten bei dieser Patientenpopulation verfügbar sind
  • duale Blockade des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)
    • Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-Rezeptor-Antagonisten (ARBs) oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht
      • duale Blockade des RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, ARBs oder Aliskiren deshalb nicht empfohlen
    • wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen
    • ACE-Hemmer und ARBs sollten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden
  • Schwangerschaft
    • Behandlung mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (AIIRAs) sollte nicht während der Schwangerschaft begonnen werden
    • bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine Umstellung auf eine alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen,
      • es sei denn, eine Fortführung der Behandlung mit AIIRAs wird als zwingend erforderlich angesehen
    • wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung mit AIIRAs unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen
  • nicht-melanozytärer Hautkrebs (NMSC)
    • in zwei epidemiologischen Studien auf der Grundlage des dänischen nationalen Krebsregisters wurde ein erhöhtes Risiko von nicht-melanozytärem Hautkrebs (NMSC) [Basalzellkarzinom (BCC) und Plattenepithelkarzinom (SCC)] mit steigender kumulativer Dosis von Hydrochlorothiazid beobachtet
      • photosensibilisierende Wirkungen von Hydrochlorothiazid könnten zur Entstehung von NMSC beitragen
    • Patienten, die Hydrochlorothiazid einnehmen, sollten über das NMSC-Risiko informiert werden, und es sollte ihnen geraten werden, ihre Haut regelmäßig auf neue Läsionen zu prüfen und unverzüglich alle verdächtigen Hautveränderungen zu melden
    • Patienten sollten mögliche vorbeugende Maßnahmen empfohlen werden, um das Risiko von Hautkrebs zu minimieren
      • z. B. Einschränkung der Exposition gegenüber Sonnenlicht und UV-Strahlung oder im Fall einer Exposition Verwendung eines angemessenen Sonnenschutzes
    • verdächtige Hautveränderungen sollten unverzüglich untersucht werden, ggf. einschließlich histologischer Untersuchungen von Biopsien
    • bei Patienten, bei denen bereits ein NMSC aufgetreten ist, sollte die Verwendung von Hydrochlorothiazid überprüft werden