Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 30 G | 23,04 € |
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Indikation
- Hauterkrankungen, bei denen eine Behandlung mit mittelstarkem Glukokortikoid angezeigt ist und gleichzeitig eine Infektion mit Gentamicin-empfindlichen Erregern vorliegt
Dosierung
Basiseinheit: 1 g Creme enthält 1 mg Flupredniden-21-acetat plus 1,67 mg Gentamicinsulfat (entspr. 1 mg Gentamicin)
- Hauterkrankungen, bei denen eine Behandlung mit mittelstarkem Glukokortikoid angezeigt ist und gleichzeitig eine Infektion mit Gentamicin-empfindlichen Erregern vorliegt
- Anwendung: 1 - 2mal / Tag
- behandelte Hautfläche </= 10% der KOF
- nach Beseitigung der Erreger Anwendung reiner Kortikoidform angezeigt (solange entzündliche Erscheinungen bestehen)
- für letzte Behandlungsphase Möglichkeit einer Intervall- und Nachbehandlung mit kortikoidfreier Basiscreme
- Behandlungsdauer
- solange bakterieller und/oder entzündlicher Befund besteht
- max. 4 - 8 Tage
- Kinder
- kurzfristige und kleinflächige Anwendung
- Anwendung mit erhöhter Vorsicht
- Säuglinge und Kleinkinder (</= 3 Jahre)
- kontraindiziert
- fortgeschrittene Niereninsuffizienz und gleichzeitige systemische Anwendung von Aminoglykosid-Antibiotika
- keine Anwendung (Gefahr toxischer Serumspiegel)
Kontraindikationen
Flupredniden und Antibiotika - extern
Flupredniden und Gentamicin
- Überempfindlichkeit gegen Flupredniden oder Gentamicin
- spezifische Hautprozesse (Lues, Tbc)
- primäre bakteriell eitrige Infektionen
- virusbedingte Hauterkrankungen, wie Herpes simplex, Zoster, Varizellen
- Vakzinationsreaktionen
- pilzbedingte Hautinfektionen
- rosazea-artige (periorale) Dermatitis
- Akne
- Rosazea
- atrophische Haut
- Wunden oder Ulkus
- darf nicht angewendet werden bei gleichzeitiger systemischer Anwendung von Aminoglykosid-Antibiotika und fortgeschrittener Niereninsuffizienz
- wegen der Gefahr toxischer Serumspiegel
- Säuglinge und Kleinkinder (inklusive drei Jahre)
- Schwangerschaft
Nebenwirkungen
Flupredniden und Antibiotika - extern
Flupredniden und Gentamicin
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- allergische Hautreaktionen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Überempfindlichkeit einschl. lokalen Reizerscheinungen (z.B. Rötung, Brennen, Juckreiz), Kontaktsensibilisierung
- in diesen Fällen soll die Medikation abgesetzt werden
- bei nachgewiesener kontaktallergischer Reaktion auf Flupredniden oder Gentamicin muss die Behandlung mit dem Arzneimittel eingestellt werden
- Überempfindlichkeit einschl. lokalen Reizerscheinungen (z.B. Rötung, Brennen, Juckreiz), Kontaktsensibilisierung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Nervensystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- vestibulartoxische Erscheinungen (auch nach topischer Anwendung möglich, insbesondere bei wiederholter, großflächiger Anwendung)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Augenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- verschwommenes Sehen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- ototoxische Erscheinungen (auch nach topischer Anwendung möglich, insbesondere bei wiederholter, großflächiger Anwendung)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- bei großflächiger (etwa 10 % der Körperoberfläche und mehr) und/oder länger dauernderAnwendung (über 2 Wochen hinaus) oder unter okklusiven Bedingungen kann es zu lokalen Hautveränderungen kommen, einschließlich
- Atrophien
- Teleangiektasien
- Striae distensae
- Photosensibilisierung
- Ecchymoses
- Steroidakne
- perioraler Dermatitis
- Hypertrichose
- Änderung der Hautpigmentierung
- bei großflächiger (etwa 10 % der Körperoberfläche und mehr) und/oder länger dauernderAnwendung (über 2 Wochen hinaus) oder unter okklusiven Bedingungen kann es zu lokalen Hautveränderungen kommen, einschließlich
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Hautirritationen wie vorübergehendem Brennen oder Hautrauheit nach dem Auftragen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Störungen der Wundgranulation
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- nephrotoxische Erscheinungen (auch nach topischer Anwendung möglich, insbesondere bei wiederholter, großflächiger Anwendung)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- ohne Häufigkeitsangabe
- Störungen im Hormonhaushalt durch Aufnahme des Corticoids
- ohne Häufigkeitsangabe
Anwendungshinweise
- Creme dünn auf erkrankte Hautstellen auftragen
- nicht auf Wunden oder Ulcera cruris auftragen
- keine Anwendung am Auge und im Gehörgang
- keine Anwendung an Schleimhäuten
- Okklusivverbände sollten nicht zur Anwendung kommen
Stillzeithinweise
Flupredniden und Antibiotika - extern
Flupredniden und Gentamicin
- bei einer großflächigen- oder langfristigen Anwendung soll das Arzneimittel nicht während der Stillzeit angewendet werden
- Kontakt des Säuglings mit den behandelten Hautpartien vermeiden
- Gentamicin
- Gentamicin geht in geringen Mengen in die Muttermilch über
- Flupredniden-21-acetat
- keine Daten zum Übertritt von Flupredniden-21-acetat in die Muttermilch vorliegend
- andere Glucocorticoide gehen in die Muttermilch über
Schwangerschaftshinweise
Flupredniden und Antibiotika - extern
Flupredniden und Gentamicin
- Anwendung während der Schwangerschaft ist kontraindiziert
- keine hinreichenden Daten für die Verwendung bei Schwangeren vorliegend
- Gentamicin
- Gentamicin durchdringt die Plazentaschranke und erreicht im fetalen Gewebe und in der Amnionflüssigkeit messbare Konzentrationen
- tierexperimentelle Studien
- haben Reproduktionstoxizität gezeigt
- Flupredniden-21-acetat
- tierexperimentelle Studien
- Flupredniden-21-acetat zeigte in Tierversuchen bei Ratten und Kaninchen nach dermaler Applikation embryotoxische und teratogene Wirkungen (z.B. Gaumenspalten, Skelettanomalien, sowie intrauterine Wachstumsstörungen und Embryoletalität)
- haben ebenfalls gezeigt, dass die Gabe von Glucocorticoiden in subteratogenen Dosen während der Schwangerschaft zu einem erhöhten Risiko für eine intrauterine Wachstumsverzögerung, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und/oder Stoffwechselkrankheiten im Erwachsenenalter und zu einer bleibenden Veränderung der Glucocorticoidrezeptordichte, des Neurotransmitterumsatzes und des Verhaltens beiträgt
- auch bei menschlichen Feten wird ein erhöhtes Risiko für orale Spaltbildungen bei der systemischen Anwendung von Glucocorticoiden während des ersten Trimenons diskutiert
- tierexperimentelle Studien
- ist eine Anwendung von Glucocorticoiden in der Schwangerschaft zwingend notwendig, sind Substanzen wie Hydrocortison, Prednison oder Prednisolon anzuwenden, da diese Substanzen durch das Enzym 11-beta-HSD in der Plazenta zu inaktiven Formen metabolisiert werden und die Plazenta deshalb bei diesen Stoffen einen wirksameren Schutz darstellt als bei den meisten synthetischen Glukocorticoiden
Warnhinweise
Flupredniden und Antibiotika - extern
Flupredniden und Gentamicin
- allgemeine Hinweise
- Arzneimittel ist nicht zur Anwendung am Auge und an Schleimhäuten bestimmt und sollte nicht im Gehörgang angewendet werden
- bei großflächiger oder länger dauernder Anwendung oder unter Okklusion könnensystemische Nebenwirkungen besonders bei Kindern oder älteren Personen auftreten
- Okklusivverbände sollten nicht zur Anwendung kommen
- sollte nicht auf Wunden oder Ulcera cruris aufgetragen werden
- die lokale Behandlung mit Corticoiden kann das klinische Erscheinungsbild bestimmter Hauterkrankungen so beeinflussen, dass eine korrekte Diagnosestellung erschwert wird
- sowohl Sekundärinfektionen mit Gentamicin-resistenten Stämmen als auch eine verzögerteWundheilung können auftreten
- nach Beendigung der Therapie könnte ein Rebound-Effekt auftreten
- Patienten, die einer systemischen (oral, i. m., i. v. etc.) und lokalen Antibiotikatherapie bedürfen, hat die systemische Behandlung Vorrang
- in diesem Fall sollte die lokale Behandlung mit dem gleichen Antibiotikum zur Vermeidung von Resistenzen unterbleiben
- Gentamicin als Reserve-Antibiotikum
- da Gentamicin ein wichtiges systemisches Reserve-Antibiotikum ist, sollte die Indikation streng gestellt werden, um einer weiteren unnötigen Selektion von resistenten Keimen vorzubeugen
- Anwendung des Arzneimittels sollte nur bei Nachweis Gentamicin-empfindlicher Erreger und bei fehlenden therapeutischen Alternativen erfolgen
- da Gentamicin ein wichtiges systemisches Reserve-Antibiotikum ist, sollte die Indikation streng gestellt werden, um einer weiteren unnötigen Selektion von resistenten Keimen vorzubeugen
- Parallel-Allergie zwischen Aminoglykosiden
- zwischen Gentamicin und anderen Aminoglykosiden, wie Neomycin und Kanamycin, bestehen parallelallergische Beziehungen
- die topisch akquirierte Gentamicin-Allergie schließt eine spätere systemische Anwendung von Gentamicin und anderen Aminoglykosiden aus
- aufgrund der neuromuskulär-blockierenden Wirkung von Aminoglykosiden bei systemischer Resorption ist Vorsicht geboten bei
- Patienten mit Myasthenia gravis
- Patienten mit Parkinson
- Patienten mit anderen Erkrankungen mit muskulärer Schwäche
- gleichzeitiger Anwendung von anderen Arzneimitteln mit neuromuskulär-blockierender Wirkung
- Sehstörung
- bei der systemischen und topischen Anwendung von Corticosteroiden können Sehstörungen auftreten
- wenn ein Patient mit Symptomen wie verschwommenem Sehen oder anderen Sehstörungen vorstellig wird, sollte eine Überweisung des Patienten an einen Augenarzt zur Bewertung möglicher Ursachen in Erwägung gezogen werden; nach systemischer oder topischer Anwendung gemeldet wurden u.a.
- Katarakt
- Glaukom
- seltene Erkrankungen, wie z.B. zentrale seröse Chorioretinopathie (CSC)