Dekristol 20.000 I.E./ml Tropfen

MIBE GmbH Arzneimittel
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Colecalciferol →

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Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 10 ML 14,76 €
NotApplicable 10 ML

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Fachinformationen

Indikation

  • Vorbeugung von ernährungsbedingter Rachitis bei Säuglingen und Kleinkindern, Neugeborenen und Frühgeborenen
  • Vorbeugung eines Vitamin-D-Mangels bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern mit bekanntem Risiko
  • Behandlung eines Vitamin-D-Mangels bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern
  • zusätzlich zu einer spezifischen Osteoporosetherapie bei Erwachsenen mit Vitamin-D-Mangel oder Risiko eines Vitamin-D-Mangels

Dosierung

Basiseinheit: 1 ml Lösung (40 Tropfen) enthält 0,5 mg Colecalciferol (Vitamin D3, entsprechend 20.000 I.E.) - 1 Tropfen enthält ca. 500 I.E. Vitamin D3

  • Hinweis: Dosierungsschema wird vom behandelnden Arzt gemäß den nationalen Leitlinien individuell festgelegt
  • Erwachsene
    • Vorbeugung eines Vitamin-D-Mangels
      • 1 - 2 Tropfen (500 I.E. - 1000 I.E. Vitamin D) / Tag
    • Behandlung eines Vitamin-D-Mangels
      • 2 Tropfen (1000 I.E. Vitamin D) / Tag
      • Patienten mit manifester Erkrankung oder Malabsorptionssyndrom: ggf. sind höhere Dosen erforderlich
      • höhere Dosen anpassen
        • abhängig vom gewünschten Serumwert von 25-Hydroxycolecalciferol (25[OH]D)
        • der Schwere der Erkrankung und
        • dem Ansprechen des Patienten auf die Therapie
      • max. Tagesdosis: 8 Tropfen (4000 I.E. Vitamin D)
    • zusätzlich zu einer spezifischen Osteoporosetherapie bei Patienten mit Vitamin-D-Mangel oder Risiko eines Vitamin-D-Mangels
      • 2 Tropfen (1000 I.E. Vitamin D) / Tag
  • Kinder und Jugendliche
    • Vorbeugung eines Vitamin-D-Mangels (bzw. ernährungsbedingter Rachitis)
      • Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht > 1500 g
        • 1 Tropfen (500 I.E. Vitamin D) / Tag
      • Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht < 1500 g (700 - 1500 g)
        • 2 Tropfen (1000 I.E. Vitamin D) / Tag
      • Neugeborene, Säuglinge und Kleinkinder (</= 23 Monate)
        • 1 Tropfen (500 I.E. Vitamin D) / Tag
    • Vorbeugung eines Vitamin-D-Mangels bei bekanntem Risiko
      • Kinder und Jugendliche (2 - 17 Jahre)
        • 1 - 2 Tropfen (500 I.E. - 1000 I.E. Vitamin D) / Tag
    • Behandlung von Vitamin-D-Mangelzuständen und ernährungsbedingter Rachitis
      • Dosis abhängig vom gewünschten Serumwert von 25-Hydroxycolecalciferol (25[OH]D), der Schwere der Erkrankung und dem Ansprechen des Patienten auf die Therapie anpassen
      • folgende Dosen nicht überschreiten
        • Säuglinge und Kleinkinder (1 - 23 Monate): 2 Tropfen (1000 I.E. Vitamin D) / Tag
        • Kinder (2 - 11 Jahre): 4 Tropfen (2000 I.E. Vitamin D) / Tag
        • Jugendliche (12 - 17 Jahre): 8 Tropfen (4000 I.E. Vitamin D) / Tag
      • ernährungsbedingte Rachitis
        • ggf. sind höhere Dosen erforderlich
        • geeignete Dosis wird in Abhängigkeit von Schwere und Verlauf der Erkrankung vom behandelnden Arzt festgelegt
        • alternativ: nationale Dosierungsempfehlungen zur Behandlung von Vitamin-D-Mangelzuständen und ernährungsbedingter Rachitis befolgen
  • Dauer der Anwendung
    • Prophylaxe der ernährungsbedingten Rachitis bei Neugeborenen, Säuglingen und Kleinkindern
      • Neugeborene und Säuglinge
        • ab der 2. Lebenswoche bis zum Ende des 1. Lebensjahres
        • ab dem 2. Lebensjahr: es werden weitere Dosen insbesondere in den Wintermonaten empfohlen
    • Kinder, Jugendliche und Erwachsene
      • richtet sich nach dem Verlauf der Erkrankung

Dosisanpassung

  • Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
    • schwer: Dosis vom behandelnden Arzt anpassen
  • Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion / Hyperkalzämie
    • Patienten mit einer eGFR > 30 ml / Min. ohne Hyperparathyreoidismus und Hyperphosphatämie: keine Dosisanpassung erforderlich
    • schwere Nierenfunktionsstörung: kontraindiziert
    • Langzeitbehandlung
      • Calciumspiegel im Serum und Urin regelmäßig überwachen
      • Nierenfunktion durch Messung des Serumkreatinins überprüfen
      • bei Bedarf ist eine Dosisanpassung entsprechend den Serumcalciumwerten vorzunehmen

Kontraindikationen

Colecalciferol - intraoral
  • Überempfindlichkeit gegen Colecalciferol (Vitamin D3)
  • Hypercalcämie
  • Hypercalcurie
  • Krankheiten oder Zustände, die zu einer Hypercalcämie und/oder Hypercalcurie führen
  • Hypervitaminose D
  • Nephrolithiasis (Nierensteine)
  • schwere Nierenfunktionsstörung
  • Pseudohypoparathyreoidismus
    • da der Vitamin-D-Bedarf durch die phasenweise normale Vitamin-D-Empfindlichkeit herabgesetzt sein kann, mit dem Risiko einer lang andauernden Überdosierung
    • hierzu stehen leichter steuerbare Vitamin D-Derivate zur Verfügung

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Colecalciferol - intraoral
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Überempfindlichkeitsreaktionen wie angioneurotisches Ödem oder Larynxödem
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hypercalcämie
      • Hypercalcurie
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Benommenheit
      • Verwirrung
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Obstipation
      • Bauchschmerzen
      • Mundtrockenheit
      • Übelkeit
      • Erbrechen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • gastrointestinale Beschwerden, z.B.
        • Flatulenz
        • Diarrhö
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Pruritus
      • Exanthem, Hautausschlag
      • Urticaria
  • Skelettmuskulatur- und Bindegewebserkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Muskelschwäche

Anwendungshinweise

  • Tropfen zum Einnehmen
  • Neugeborene, Säuglinge und Kleinkinder
    • Tropfen werden zu etwas (ca. ein Teelöffel) Wasser, Milch oder Brei gegeben
    • werden die Tropfen der Flaschennahrung oder dem Brei beigefügt, ist darauf zu achten, dass die gesamte Mahlzeit verzehrt wird, da anderenfalls nicht die gesamte Menge des Wirkstoffs zugeführt wird
    • Tropfen nach dem Kochen zusetzen, wenn die Nahrung abgekühlt ist
  • Kinder, Jugendliche und Erwachsene
    • zusammen mit einem Teelöffel Flüssigkeit einnehmen

Stillzeithinweise

Colecalciferol - intraoral
  • Colecalciferol (Vitamin D3) kann während der Stillzeit bei Vitamin-D-Mangel in den empfohlenen Dosen angewendet werden, es sollte jedoch die zusätzliche Vitamin-D-Zufuhr für das Kind beachtet werden
    • hochdosiertes Vitamin D sollte während der Stillzeit nicht angewendet werden
  • Vitamin D und seine Metabolite werden in die Muttermilch ausgeschieden
    • auf diesem Weg erzeugte Überdosierung beim Säugling wurde nicht beobachtet
  • bei Säuglingen keine unerwünschten Ereignisse beobachtet
  • während Stillzeit ist ausreichende Vitamin-D-Zufuhr notwendig
    • empfohlene tägliche Einnahmemenge während Stillzeit beträgt nach nationalen Richtlinien etwa 600 I.E.

Schwangerschaftshinweise

Colecalciferol - intraoral
  • während der Schwangerschaft sollte Colecalciferol nur angewendet werden, wenn es eindeutig erforderlich ist, und nur in Dosierungen, die zur Behebung des Vitamin-D-Mangels unbedingt notwendig sind
  • Anwendung während der Schwangerschaft ohne Vorliegen eines Vitamin-D-Mangels nicht empfohlen
  • während der Schwangerschaft ausreichende Aufnahme von Vitamin D nötig
    • empfohlene tägliche Einnahmemenge für Vitamin D während Schwangerschaft beträgt nach nationalen Richtlinien etwa 600 I.E.
  • bisher keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Colecalciferol bei Schwangeren vorliegend
  • keine Hinweise, dass die empfohlenen Dosen von Vitamin D3 den Embryo bzw. das ungeborene Kind schädigen
  • Tagesdosen bis 500 I.E. / Tag
    • bisher keine Risiken bekannt
  • Tagesdosen > 500 I.E. / Tag
    • Anwendung nur nach strenger Indikationsstellung und nur so dosieren, wie es zum Beheben des Mangels unbedingt notwendig ist
  • bei Vorliegen eines Vitamin-D-Mangels richtet sich die empfohlene Dosis nach den nationalen Leitlinien
    • üblicherweise nicht mehr als 600 I.E./Tag
    • Höchstdosis von 4000 I.E./Tag sollte nicht überschritten werden
  • während der Schwangerschaft muss Überdosierung vermieden werden
    • da die daraus folgende, über längere Zeit, andauernde Hypercalcämie zu körperlicher und geistiger Retardierung, supravalvulärer Aortenstenose und Retinopathie beim Kind führen kann
  • während der Schwangerschaft sollten Frauen den Rat ihres Arztes befolgen, da die erforderliche Behandlung je nach Schwere ihrer Krankheit und ihrem Ansprechen auf die Therapie variieren kann
  • tierexperimentelle Studien
    • teratogene Wirkungen für hohe Vitamin-D-Dosen gezeigt
  • Fertilität
    • nicht zu erwarten, dass normale endogene Vitamin-D-Spiegel nachteilige Auswirkungen auf die Fertilität haben
    • Auswirkungen hoher Dosen von Vitamin D auf die Fertilität sind unbekannt
    • in reproduktionstoxikologischen Studien mit Colecalciferol keine Wirkung auf die Fertilität beobachtet
    • das potentielle Nutzen-Risiko-Verhältnis für den Menschen ist nicht bekannt

Warnhinweise

Colecalciferol - intraoral
  • zur Vermeidung von Überdosierung von Vitamin D sollten andere Vitamin-D-haltige Quellen wie Arzneimittel, Lebensmittel, Vitamin-D-angereicherte Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel berücksichtigt werden
    • vor Beginn einer Therapie mit Vitamin D sollte der Zustand des Patienten sorgfältig vom Arzt erfasst werden
    • der durch bestimmte Nahrungsmittel oder andere Vitamin D enthaltende Arzneimittel zugeführte Vitamin-D-Gehalt ist zu berücksichtigen
    • zusätzliche Verabreichungen von Vitamin D oder Calcium sollten nur unter ärztlicher Überwachung erfolgen, um eine Hypercalcämie zu vermeiden
      • in solchen Fällen müssen die Calciumspiegel im Serum und Urin überwacht werden
  • leichte bis mittelschwere Niereninsuffizienz
    • bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Niereninsuffizienz, die mit Colecalciferol behandelt werden, sollte die Wirkung auf den Calcium- und Phosphathaushalt überwacht werden
  • schwere Niereninsuffizienz
    • Colecalciferol wird nicht metabolisiert, weshalb andere Formen von Vitamin D erforderlich sind
    • kontraindiziert bei stark eingeschränkter Nierenfunktion
  • Risiko der Calcifikation von Weichteilgewebe berücksichtigen
  • Leberinsuffizienz
    • hepatische Hydroxylierung von Colecalciferol zu 25(OH)D kann gestört sein
  • Pseudohypoparathyreoidismus
    • Colecalciferol sollte bei Pseudohypoparathyreoidismus nicht eingenommen werden (der Vitamin-D-Bedarf kann durch die phasenweise normale Vitamin-D-Empfindlichkeit herabgesetzt sein, mit dem Risiko einer lang andauernden Überdosierung)
      • in diesen Fällen stehen leichter steuerbare Vitamin-D-Derivate zur Verfügung
  • Nierensteine
    • sollte nicht von Patienten eingenommen werden, die besonders anfällig für die Bildung von calciumhaltigen Nierensteinen sind
  • Anwendung nur mit besonderer Vorsicht wegen Risiko der Hypercalcämie und Hypercalcurie (Calciumspiegel in Plasma und Urin sollten überwacht werden) bei
    • Patienten mit gestörter renaler Calcium- und Phosphatausscheidung
    • Behandlung mit Benzothiadiazin-Derivaten
    • immobilisierten Patienten
  • Sarkoidose
    • Colecalciferol sollte bei Patienten, die unter Sarkoidose leiden, nur mit Vorsicht angewendet werden, da das Risiko einer verstärkten Umwandlung von Vitamin D in seine aktiven Metaboliten besteht
    • bei diesen Patienten sollten die Calciumspiegel in Plasma und Urin überwacht werden
  • Tagesdosen > 500 I.E. Vitamin D
    • während einer Langzeitbehandlung sollten die Calciumspiegel im Serum und im Urin überwacht werden und die Nierenfunktion durch Messung des Serumcreatinins überprüft werden
      • Überprüfung besonders wichtig bei älteren Patienten und bei gleichzeitiger Behandlung mit Herzglycosiden oder Diuretika
    • bei Hypercalcämie oder Anzeichen einer verminderten Nierenfunktion muss die Dosis verringert oder die Behandlung unterbrochen werden
      • empfohlen, die Dosis zu reduzieren oder die Behandlung zu unterbrechen, wenn der Calciumgehalt im Urin 7,5 mmol/24 h (300 mg/24 h) übersteigt
  • Tagesdosen > 1000 I.E. Vitamin D
    • während einer Langzeitbehandlung oder der Behandlung mit einer täglichen Äquivalenzdosis von mehr als 1000 I.E. Vitamin D sind Calciumspiegel in Serum und Urin zu überwachen und die Nierenfunktion durch Bestimmung des Serumkreatinins zu überprüfen
      • besonders wichtig bei älteren Patienten, bei gleichzeitiger Behandlung mit Herzglykosiden oder Diuretika und bei Neugeborenen und Säuglingen, die sensibler auf höhere Dosen reagieren können
    • bei Hypercalcämie oder Anzeichen einer Nierenfunktionsstörung
      • muss die Dosis verringert oder die Behandlung unterbrochen werden
      • empfohlen, die Dosis zu reduzieren oder die Behandlung zu unterbrechen, wenn der Calciumgehalt im Urin 7,5 mmol/24 h (300 mg/24 h) oder 10,6 mg/dl (2,65 mmol/l) im Serum übersteigt
  • Intoxikationen, hochkonzentrierte Vitamin D - Arzneimittel
    • hochkonzentrierte Vitamin D3-Lösungen können bei Dosierungsfehlern leicht Intoxikationen verursachen
    • als Folge über schwere Fälle von Hypercalcämie nach Einleitung der Behandlung mit höheren Dosen von Vitamin D berichtet
  • Patienten unter kardiovaskulärer Behandlung
    • Vorsicht bei der Anwendung
  • Patienten mit idiopathischer infantiler Hypercalcämie (CYP24A1 Mutation)
    • Risiko einer Hypercalcämie und sekundärer Effekte (z.B. Hypercalciurie, Nephrocalcinose, Nephrolithiasis) ist aufgrund von Akkumulation des aktiven Vitamin Ds erhöht
    • idiopathische infantile Hypercalcämie kann bei Therapiebeginn mit Vitamin D asymptomatisch und unerkannt sein und durch Vitamin D-Supplementation demaskiert und klinisch auffällig werden
  • Kinder und Jugendliche
    • besonders bei Säuglingen sollte die gleichzeitige Anwendung von anderen Vitamin D-haltigen Präparaten vermieden werden
      • im Zweifelsfall entscheidet der Arzt über die ergänzende Verwendung von mit Vitaminen angereicherter Lebensmittel, Babynahrung und Vitamin D-haltige Arzneimittel
    • Behandlung mit sehr hohen Vitamin D-Dosen, z.B. einer intermittierenden Pulstherapie, sollte nicht ohne vorherige Überprüfung der 25-OH-D (25-Hydroxyvitamin D)-Serumkonzentration erfolgen
      • nachfolgend sollte die 25-OH-D-Konzentration im Serum und der Calciumspiegel überwacht werden