Dekristol Fluor 500 I.E./0.25mg
MIBE GmbH Arzneimittel
Wirkstoff: Colecalciferol/Fluorid →
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N3 | 90 ST | 5,97 € |
| NotApplicable | 10 ST | – |
Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.
Jetzt Fragen zu Medikamenten und Behandlungen stellen. Kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.
Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- Kombinierte Rachitis- und Kariesprophylaxe bei Säuglingen und Kindern bis zu einem Alter von 18 Monaten, wenn die Fluoridkonzentration im Trink-/Mineralwasser unter 0,3 mg / l liegt und kein weiteres Fluorid eingenommen wird (z. B. Verwendung von fluoridhaltiger Zahnpasta, Fluoridsalz, Fluoridtabletten)
Dosierung
- Kombinierte Rachitis- und Kariesprophylaxe bei Säuglingen und Kindern bis zu einem Alter von 18 Monaten, wenn die Fluoridkonzentration im Trink-/Mineralwasser unter 0,3 mg / l liegt und kein weiteres Fluorid eingenommen wird (z. B. Verwendung von fluoridhaltiger Zahnpasta, Fluoridsalz, Fluoridtabletten)
- Säuglinge und Kinder (< 18 Monate)
- 1 Tablette (500 I.E. Vitamin D3 plus 0,25 mg Fluorid) 1mal / Tag
- Behandlungsdauer
- Anwendung ist auf das Alter von 18 Monaten begrenzt (d. h. bis zum zweiten Frühsommer nach der Geburt)
- Verabreichung ebenfalls stoppen, sobald andere Fluoridierungsmaßnahmen angewendet werden (ggf. separate Vitamin-D-Zufuhr erwägen)
- früh- oder mangelgeborenen Säuglingen (< 3000 g KG) und Kindern > 18 Monate
- kontraindiziert
- Säuglinge und Kinder (< 18 Monate)
Kontraindikationen
Natriumfluorid, Kombinationen - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Colecalciferol oder Natriumfluorid
- Hypercalcämie
- Hypercalcurie
- eingeschränkte Beweglichkeit (Gipsverband)
- bereits ausreichender Fluoridzufuhr / weitere systemische Fluorid-Anwendung durch z. B. fluoridiertes Speisesalz, Trink-, Mineral oder Tafelwasser
- Hypervitaminose D
- Nephrocalcinose
- Nierensteine
- produktspezifische altersabhängige Kontraindikationen möglich (siehe jeweilige Herstellerinformation)
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Natriumfluorid, Kombinationen - peroral
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hypercalcämie und Hypercalcurie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- ohne Häufigkeitsangabe
- gastrointestinale Beschwerden wie Obstipation, Flatulenz, Übelkeit, Abdominalschmerzen oder Diarrhö
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- ohne Häufigkeitsangabe
- Überempfindlichkeitsreaktionen wie Pruritus, Hautausschlag oder Urtikaria
- ohne Häufigkeitsangabe
Anwendungshinweise
- Tablette auf einem Teelöffel oder in einem kleinen durchsichtigen Gefäß (z. B. ein kleines Glas) in ca. 5 - 10 ml Wasser zerfallen lassen
- Zerfall dauert 1 - 2 Min.
- durch leichtes Bewegen des Teelöffels lässt sich der Zerfall beschleunigen
- niemals unaufgelöst verabreichen (um unerwünschte Komplikationen, wie z. B. eine versehentliche Aspiration der Tablette, zu vermeiden)
- aufgelöste Tablette dann dem Kind direkt, am besten während einer Mahlzeit, in den Mund geben
- zur besseren Ausnutzung der lokalen Fluorid-Wirkungen ist es vorteilhaft, die gelöste Tablette einige Zeit im Mund einwirken zu lassen (sofern möglich)
- der beste Anwendungszeitpunkt ist abends nach dem Zähneputzen, da dann die hohen Fluoridkonzentrationen an den Zähnen länger erhalten bleiben
- wenn eine fluoridhaltige Zahnpasta verwendet wird, muss die Behandlung mit den Tabletten beendet werden
- bei Zusatz der zerfallenen Tabletten zu einer Flaschen- oder Breimahlzeit für Säuglinge ist auf vollständigen Verzehr zu achten, da andernfalls nicht die gesamte Wirkstoffmenge zugeführt wird
- die Zugabe sollte erst nach Aufkochen und anschließendem Abkühlen erfolgen
Stillzeithinweise
Natriumfluorid, Kombinationen - peroral
- das Arzneimittel ist nicht indiziert für stillende Frauen
- dieses Arzneimittel ist nur für den Gebrauch bei Säuglingen und Kindern bestimmt
Schwangerschaftshinweise
Natriumfluorid, Kombinationen - peroral
- das Arzneimittel ist nicht indiziert für Schwangere
- dieses Arzneimittel ist nur für den Gebrauch bei Säuglingen und Kindern bestimmt
- Fertilität
- es liegen keine Daten über die Auswirkungen von Colecalciferol oder Natriumfluorid auf die Fertilität vor
Warnhinweise
Natriumfluorid, Kombinationen - peroral
- wenn Säuglinge / Kleinkinder mit bilanzierten Diäten ernährt werden (z. B. aufgrund einer angeborenen Stoffwechselerkrankung) oder wenn ihre (Flaschen)-Nahrung mit Trink- oder Mineralwasser hergestellt wird, das mehr als 0,3 mg Fluorid pro Liter enthält, ist eine zusätzliche Fluoridzufuhr (z. B. durch Fluoridtabletten) nicht indiziert
- in diesen Fällen ist ausschließlich eine Rachitisprophylaxe mit Vitamin D3 durchzuführen
- für Kinder, die ausschließlich gestillt werden, gilt diese Einschränkung nicht, da Fluorid nur zu einem sehr geringen Teil in die Muttermilch übergeht
- in der Bundesrepublik Deutschland liegt der Fluoridgehalt im Trinkwasser - von Ausnahmen abgesehen - unter 0,3 mg/l
- bitte erfragen Sie über das zuständige Wasserwerk den Fluoridgehalt des Leitungswassers Ihrer Gemeinde
- wenn mit Vitamin D3 angereicherte Milch verwendet wird, ist der Zusatz von Vitamin D3 eventuell nicht erforderlich
- in diesen Fällen kann ausschließlich eine Kariesprophylaxe mit Natriumfluorid 0,25 mg bzw. bei erhöhtem Vitamin-D-Bedarf mit Colecalciferol 500 I. E. durchgeführt werden
- für Kinder, die ausschließlich gestillt werden, gilt diese Einschränkung nicht
- zusätzliches Vitamin D3, Fluorid oder Calcium
- wenn andere Vitamin-D3-haltige Arzneimittel verordnet werden, muss die Dosis an Vitamin D3 des Arzneimittels berücksichtigt werden
- zusätzliche Verabreichungen von Vitamin D3 oder Calcium sollten nur unter ärztlicher Überwachung erfolgen
- in solchen Fällen müssen die Calciumspiegel im Serum und im Urin überwacht werden
- zusätzliche Fluoridgaben, z. B. als Tabletten oder Salz, sollten nicht verabreicht werden, wenn bereits eine kombinierte Rachitis- und Kariesprophylaxe durchgeführt wird
- sofern eine systemische Fluoridzufuhr erfolgt, sollten bei Kindern unter 3 Jahren (wegen der Gefahr des Verschluckens der Zahnpasten) keine fluoridhaltigen Zahnpasten verwendet werden
- das Arzneimittel sollte nicht angewendet werden bei Patienten mit
- Neigung zur Bildung calciumhaltiger Nierensteine
- eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion
- chronischen Erkrankungen, die das Wachstum beeinträchtigen
- es ist im Einzelfall über den Einsatz dieser Kombinationsprophylaxe zu entscheiden, da aufgrund der festen Kombination eine angemessene Dosierung von Fluorid und Vitamin D3 nicht möglich sein kann
- um eine Überdosierung von Fluorid zu vermeiden, muss das Körpergewicht mindestens 3000 g betragen
- früh und mangelgeborene Säuglinge
- die Kariesprophylaxe durch systemische Fluoridzufuhr sollte erst nach Erreichen eines Körpergewichtes von 3000 g und bei normaler körperlicher Entwicklung einsetzen
- die Anwendung bei Patienten mit einer Malabsorption wird nicht empfohlen (ggf. abweichende Informationen siehe jeweilige Herstellerinformation)
- die empfohlene Dosierung reicht möglicherweise nicht aus, um den täglichen Bedarf an Vitamin D3 zu decken
- höhere Dosen können zu einer Überdosierung von Fluorid führen und werden daher nicht empfohlen
- gleichzeitige Behandlung mit Thiaziden
- Anwendung nur unter Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses bei Patienten, die mit Thiaziden behandelt werden
- hier ist besondere Vorsicht bei der Vitamin-D-Gabe angebracht (Risiko der Hypercalcämie, Hypercalcurie)
- Sarkoidose (Morbus Boeck)
- das Arzneimittel sollte bei Patienten, die unter Sarkoidose leiden, nur mit Vorsicht angewendet werden, da das Risiko einer verstärkten Umwandlung von Vitamin D3 in seine aktiven Metaboliten besteht
- bei diesen Patienten sollten die Calciumspiegel im Plasma und Urin überwacht werden
- Pseudohypoparathyreoidismus
- das Arzneimittel sollte bei Pseudohypoparathyreoidismus nicht eingenommen werden (der Vitamin-D-Bedarf kann durch die phasenweise normale Vitamin-D-Empfindlichkeit herabgesetzt sein, mit dem Risiko einer lang dauernden Überdosierung)
- hierzu stehen leichter steuerbare Vitamin-D-Derivate zur Verfügung
- Säuglinge und Kleinkinder
- bei Säuglingen und Kleinkindern besonders vorsichtig anwenden, da diese möglicherweise nicht in der Lage sind, die feste Arzneiform zu schlucken, und ersticken können
- es wird empfohlen, stattdessen die feste Arzneiform wie angegeben aufzulösen
- Langzeitbehandlung
- während einer Langzeitbehandlung sollten die Calciumspiegel im Serum und im Urin überwacht werden und die Nierenfunktion durch Messung des Serumkreatinins überprüft werden
- diese Überprüfung ist besonders wichtig bei gleichzeitiger Behandlung mit Herzglykosiden oder Diuretika
- dies gilt auch für Patienten, die eine starke Neigung zur Bildung von calciumhaltigen Nierensteinen zeigen
- während einer Langzeitbehandlung sollten die Calciumspiegel im Serum und im Urin überwacht werden und die Nierenfunktion durch Messung des Serumkreatinins überprüft werden
- Anzeichen einer verminderten Nierenfunktion / Patienten mit Niereninsuffizienz
- die Dosis muss verringert oder die Behandlung unterbrochen werden
- im Falle einer Hypercalcämie oder falls Hypercalcurie auftritt (mehr als 7,5 mmol entsprechend 300 mg Calcium / 24 Stunden), muss die Behandlung unterbrochen werden
- bei Patienten mit Niereninsuffizienz, sollte die Wirkung auf den Calcium- und Phosphathaushalt überwacht werden
- die Dosis muss verringert oder die Behandlung unterbrochen werden