DELMUNO 5/5 mg Retardtabletten

CC Pharma GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Felodipin/Ramipril →

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N3 100 ST 36,60 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Behandlung der essenziellen Hypertonie
  • Hinweis
    • Kombinationsarzneimittel indiziert, wenn Blutdruck mit Felodipin und Ramipril allein nicht ausreichend kontrollierbar

Dosierung

  • Behandlung der essenziellen Hypertonie
    • Erwachsene einschließlich älterer Patienten
      • 1 Retardtablette (5 mg Ramipril und 5 mg Felodipin) 1mal / Tag
      • tägliche Maximaldosis: 1 Retardtablette
    • eingeschränkte Leberfunktion
      • leicht bis mäßig eingeschränkte Leberfunktion
        • zur Dosierung siehe jeweilige Monopräparate
      • stark eingeschränkte Leberfunktion
        • kontraindiziert
    • eingeschränkte Nierenfunktion
      • leicht bis mäßig eingeschränkte Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance 20 - 60 ml / min) und Patienten, die schon mit Diuretika behandelt werden
        • zur Dosierung siehe jeweilige Monopräparate
      • stark eingeschränkte Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 20 ml / min) und Dialysepatienten
        • kontraindiziert
      • individuelle Dosistitration mit den Einzelsubstanzen wird empfohlen
      • wenn klinisch vertretbar, kann eine direkte Umstellung von der Monotherapie auf die fixe Kombination in Erwägung gezogen werden
    • Kinder und Jugendliche
      • Anwendung nicht empfohlen (fehlende Erfahrungen)

Kontraindikationen

Ramipril und Felodipin - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Ramipril oder andere ACE-Hemmer
  • Überempfindlichkeit gegen Felodipin oder andere Dihydropyridine
  • Angioödem in der Vorgeschichte
  • instabile hämodynamische Zustände
    • Kreislaufschock
    • unbehandelte Herzinsuffizienz
    • akuter Myokardinfarkt
    • instabile Angina pectoris
    • Schlaganfall
  • AV-Block II. und III. Grades
  • hämodynamisch signifikante Herzklappenobstruktion
  • dynamische hypertrophische obstruktive Kardiomyopathie
  • Patienten mit stark eingeschränkter Leberfunktion
  • stark eingeschränkte Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 20 ml/Min.) und Dialysepatienten
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit
  • gleichzeitige Anwendung von Ramipril / Felodipin mit
    • Aliskiren-haltigen Arzneimitteln bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml/min/1,73 m²)
    • Sacubitril / Valsartan

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Ramipril und Felodipin - peroral

Nebenwirkungen, die in Zusammenhang mit einer Felodipin-Behandlung auftreten können

  • Erkrankungen des Immunsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Überempfindlichkeitsreaktionen
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Hyperglykämie
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Impotenz / sexuelle Funktionsstörungen
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schwindel
      • Parästhesien
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Synkope
  • Herzerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Tachykardie
      • Palpitationen
  • Gefäßerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Gesichtsrötung (Flush)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hypotonie
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Leukozytoklastische Vaskulitis
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Übelkeit
      • abdominelle Schmerzen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Erbrechen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Gingivahyperplasie
      • Gingivitis
  • Leber und Gallenerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Erhöhung der Leberenzyme
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Exanthem
      • Pruritus
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Urtikaria
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Photosensibilität
      • Angioödem
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Arthralgie
      • Myalgie
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Pollakisurie
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • periphere Ödeme
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Müdigkeit
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Fieber

Nebenwirkungen, die in Zusammenhang mit einer Ramipril-Behandlung auftreten können

  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Eosinophilie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Rückgang der Leukozytenzahl (einschließlich Neutropenie oder Agranulozytose)
      • Abnahme der Erythrozytenzahl
      • verringerte Hämoglobinwerte
      • Abnahme der Thrombozytenzahl
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Knochenmarkdepression
      • Panzytopenie
      • hämolytische Anämie
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • anaphylaktische oder anaphylaktoide Reaktionen
      • Anstieg antinukleärer Antikörper
  • Endokrine Erkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • SyndromSyndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH)
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Anstieg des Serumkaliums
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Anorexie
      • Appetitlosigkeit
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Abnahme des Serumnatriums
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • depressive Verstimmungen
      • Angst
      • Nervosität
      • Unruhe
      • Schlafstörungen einschließlich Somnolenz
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Verwirrtheit
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Aufmerksamkeitsstörungen
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen
      • Schwindel
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Vertigo
      • Parästhesien
      • Verlust des Geschmackssinns
      • Geschmacksstörungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Tremor
      • Gleichgewichtsstörungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • zerebrale Ischämie einschließlich ischämischem Schlaganfall und transitorischen ischämischen Attacken
      • Beeinträchtigung der psychomotorischen Fähigkeiten
      • Gefühl des Brennens
      • Geruchsstörungen
  • Augenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Sehstörungen einschließlich verschwommenem Sehen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Konjunktivitis
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Hörstörungen
      • Tinnitus
  • Herzerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Myokardischämie einschließlich Angina pectoris oder Myokardinfarkt
      • Tachykardien
      • Arrhythmien
      • Palpitationen
      • periphere Ödeme
  • Gefäßerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hypotonie
      • orthostatischer Blutdruckabfall
      • Synkopen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Flush
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Gefäßstenose
      • Hypoperfusion
      • Vaskulitis
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Raynaud-Syndrom
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • trockener Reizhusten
      • Bronchitis
      • Sinusitis
      • Dyspnoe
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Bronchospasmen einschließlich Verschlechterung von Asthma bronchiale
      • Schwellungen der Nasenschleimhaut
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Entzündungen des MagenMagen-Darm-Trakts
      • Verdauungsstörungen
      • Bauchschmerzen
      • Dyspepsie
      • Durchfall
      • Übelkeit
      • Erbrechen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Pankreatitis (Todesfälle wurden sehr selten in Verbindung mit ACE-Hemmern berichtet)
      • Anstieg der Pankreasenzyme
      • Angioödeme des Dünndarms
      • Schmerzen im Oberbauch einschließlich Gastritis
      • Obstipation
      • Mundtrockenheit
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Glossitis
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Stomatitis aphthosa
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Anstieg der Leberenzymwerte und / oder des konjugierten Bilirubins
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • cholestatische Gelbsucht
      • Leberzellschäden
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • akutes Leberversagen
      • cholestatische oder zytolytische Hepatitis (in Ausnahmefällen mit Todesfolge)
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Exanthem, insbesondere makulopapulös
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Angioödeme, in Ausnahmefällen kann die Atemwegsobstruktion aufgrund der Angioödeme tödlich sein
      • Pruritus
      • Hyperhidrose
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • exfoliative Dermatitis
      • Urtikaria
      • Onycholyse
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Photosensibilität
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • toxische epidermale Nekrolyse
      • Stevens-Johnson-Syndrom
      • Erythema multiforme
      • Pemphigus
      • Verschlechterung einer Psoriasis
      • psoriasiforme Dermatitis
      • pemphigoides oder lichenoides Exanthem oder Enanthem
      • Alopezie
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Muskelkrämpfe
      • Myalgie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Arthralgie
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Nierenfunktionsstörungen einschließlich akutem Nierenversagen
      • gesteigerte Diurese
      • Verschlechterung einer vorbestehenden Proteinurie
      • Anstieg von Serumharnstoff
      • Anstieg von Serumkreatinin
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • vorübergehende erektile Impotenz
      • verminderte Libido
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Gynäkomastie
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Brustschmerzen
      • Müdigkeit
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Pyrexie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Asthenie

Anwendungshinweise

  • Einnahme der Retardtabletten als Ganzes mit einer ausreichenden Menge Flüssigkeit
  • Retardtabletten nicht teilen, zerstoßen oder kauen
  • Einnahme der Retardtabletten unabhängig von den Mahlzeiten oder nach einer leichten, fett- und kohlehydratarmen Mahlzeit
  • Vermeidung einer gleichzeitigen Einnahme mit Grapefruitsaft

Stillzeithinweise

Ramipril und Felodipin - peroral
  • kontraindiziert während der Stillzeit
  • Ramipril
    • bei Tieren wird Ramipril in die Milch sezerniert
    • nicht bekannt, ob Ramipril beim Menschen in die Muttermilch sezerniert wird
  • Felodipin
    • Felodipin geht in die Muttermilch über

Schwangerschaftshinweise

Ramipril und Felodipin - peroral
  • kontraindiziert während der Schwangerschaft
  • Felodipin
    • Calciumantagonisten können die Kontraktionen des Uterus während der Geburt hemmen
    • sichere Beweise, dass die Geburtsdauer nach normaler Schwangerschaftszeit verlängert wird, fehlen
    • Risiko einer fetalen Hypoxie, wenn die Mutter hypotensiv ist und die Durchblutung des Uterus aufgrund der Umverteilung des Blutflusses infolge peripherer Vasodilatation vermindert ist
    • in Tierexperimenten haben Calciumantagonisten embryotoxische und/oder teratogene Effekte verursacht, vor allem in Form distaler Skelettmissbildungen bei mehreren Spezies
  • Ramipril
    • geeignete und gut kontrollierte Studien mit Ramipril bei Schwangeren nicht durchgeführt
    • ACE-Hemmer passieren die Plazentaschranke und können fetale und neonatale Morbidität und Mortalität verursachen, wenn sie schwangeren Frauen gegeben werden
    • wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist eine Behandlung mit ACE-Hemmern unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen
    • 2. und 3. Trimenon
      • bekannt, dass eine Therapie mit ACE-Hemmern / Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (AIIRAs) während des 2. und 3. Trimenons
        • fetotoxische Effekte haben kann (verminderte Nierenfunktion, Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation)
        • neonatal-toxische Effekte haben kann (Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie)
      • im Falle einer Exposition mit ACE-Hemmern ab dem 2. Trimenon Ultraschalluntersuchungen der Nieren und des Schädels empfohlen
    • Säuglinge, deren Mütter ACE-Hemmer eingenommen haben, sollten häufig wiederholt auf Hypotonie untersucht werden
  • Fertilität
    • keine Daten zur männlichen und weiblichen Fertilität verfügbar

Warnhinweise

Ramipril und Felodipin - peroral
  • Schwangerschaft
    • bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine Umstellung auf eine alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen
    • wird eine Schwangerschaft festgestellt, Behandlung mit ACE-Hemmern unverzüglich beenden und, wenn erforderlich, alternative Therapie beginnen
  • Angioödem
    • Angioödem, das während der Behandlung mit einem ACE-Hemmer auftritt, erfordert das sofortige Absetzen des Arzneimittels
      • Angioödem kann die Zunge, die Glottis oder den Kehlkopf betreffen (z. B. Schwellung der Atemwege oder der Zunge, mit oder ohne Beeinträchtigung der Atemwege) und ggf. Notfallmaßnahmen erfordern
      • Angioödeme des Gesichts, der Extremitäten, der Lippen, der Zunge, der Glottis oder des Kehlkopfs während der Therapie mit ACE-Hemmern beobachtet
      • Notfallmaßnahmen
        • sollten ergriffen werden einschließlich, jedoch nicht unbedingt beschränkt auf die sofortige subkutane Gabe von Adrenalin-Lösung 1 : 1000 (0,3 - 0,5 ml) oder langsame intravenöse Gabe von Adrenalin 1 mg / ml (Verdünnungsanweisung beachten!) unter EKG- und Blutdruckkontrolle
        • Patient sollte ins Krankenhaus eingewiesen und mind. 12 - 24 Stunden lang überwacht werden; er sollte erst entlassen werden, wenn die Symptome sich vollständig zurückgebildet haben
    • bei Patienten, die mit ACE-Hemmern behandelt wurden, ist das Auftreten eines intestinalen Angioödems berichtet worden
      • diese Patienten zeigten abdominale Schmerzen (mit oder ohne Übelkeit oder Erbrechen); in einigen Fällen traten in der Vorgeschichte keine Angioödeme des Gesichts auf und die C1-Esterase-Spiegel waren normal
      • das Angioödem wurde durch Verfahren wie CT des Abdomens oder Ultraschall oder während einer Operation diagnostiziert
      • Symptome des intestinalen Angioödems verschwanden nach dem Absetzen des ACE-Hemmers
      • das intestinale Angioödem sollte in die Differenzialdiagnose von Patienten, die mit ACE-Hemmern behandelt werden und abdominale Schmerzen zeigen, aufgenommen werden
    • Patienten mit schwarzer Hautfarbe
      • höhere Inzidenz von Angioödemen unter ACE-Hemmer-Therapie im Vergleich zu Patienten mit nicht schwarzer Hautfarbe
    • erhöhtes Risiko für das Auftreten von Angioödemen bei Patienten, die gleichzeitig mit Arzneimitteln behandelt werden, die Angioödeme verursachen können wie z.B.
      • mTOR- (mammalian target of rapamycin-) Inhibitoren (z. B. Temsirolimus, Everolimus, Sirolimus)
      • Vildagliptin
      • Neprilysin-(NEP-)Inhibitoren, wie z. B. Racecadotril
    • Aufgrund eines erhöhten Risikos eines Angioödems ist die Kombination von Ramipril mit Sacubitril / Valsartan kontraindiziert
  • Nierenfunktion
    • Nierenfunktion sollte insbesondere in den ersten Wochen der Behandlung mit ACE-Hemmern überwacht werden
    • Vorsicht bei Patienten mit aktiviertem Renin-Angiotensin-System
    • Patienten mit leicht bis mäßig eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance 20 - 60 ml / Min.) und Patienten, die schon mit Diuretika behandelt werden
      • zur Dosierung siehe jeweilige Monopräparate
  • Überwachung der Elektrolyte
    • Hyperkaliämie
      • bei einigen Patienten unter ACE-Hemmern, wie Ramipril, wurde das Auftreten einer Hyperkaliämie beobachtet
      • zu Patienten, bei denen das Risiko einer Hyperkaliämie besteht, gehören
        • Patienten mit Niereninsuffizienz
        • ältere Patienten (> 70 Jahre)
        • nicht oder unzureichend behandelte Diabetiker
        • Patienten, die Kaliumsalze, kaliumsparende Diuretika und andere Wirkstoffe, die das Serumkalium erhöhen (z. B. Heparin, Trimethoprim allein oder in einer fixen Kombination mit Sulfamethoxazol, Tacrolimus, Ciclosporin) anwenden
        • Patienten mit Dehydratation, akuter kardialer Dekompensation oder metabolischer Acidose
      • wenn eine Begleittherapie mit o.g. Substanzen angebracht ist, ist eine regelmäßige Überwachung des Serumkaliums notwendig
    • Hyponatriämie
      • bei einigen Patienten, die mit Ramipril behandelt wurden, SyndromSyndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH) mit nachfolgender Hyponatriämie beobachtet
      • empfohlen, die Serumnatriumspiegel bei älteren Patienten und bei den Patienten, die ein erhöhtes Risiko für eine Hyponatriämie haben, regelmäßig zu überwachen
  • Proteinurie
    • kann insbesondere bei Patienten mit bestehender Beeinträchtigung der Nierenfunktion oder unter relativ hohen Dosen von ACE-Hemmern auftreten
  • Renovaskuläre Hypertonie / Nierenarterienstenose
    • erhöhtes Risiko für das Auftreten einer schweren Hypotonie und Niereninsuffizienz, wenn Patienten mit renovaskulärer Hypertonie und vorbestehender beidseitiger Nierenarterienstenose oder Nierenarterienstenose bei Einzelniere mit ACE-Hemmern behandelt werden
      • Verlust der Nierenfunktion kann bei nur leichten Veränderungen des Serumkreatinins auftreten, sogar bei Patienten mit einseitiger Nierenarterienstenose
    • keine Erfahrungen bezüglich der Anwendung bei Patienten mit einer kurz zurückliegenden Nierentransplantation
  • Leberinsuffizienz
    • selten wurden ACE-Hemmer mit einem Syndrom in Verbindung gebracht, das mit cholestatischem Ikterus beginnt und bis zur fulminanten hepatischen Nekrose (manchmal mit letalem Ausgang) fortschreitet
      • Mechanismus dieses Syndroms unklar
    • Patienten, die ACE-Hemmer erhalten und eine Gelbsucht oder deutliche Erhöhungen der Leberenzyme entwickeln
      • müssen den ACE-Hemmer absetzen und entsprechend ärztlich nachuntersucht werden
  • Patienten mit leicht bis mäßig eingeschränkter Leberfunktion
    • zur Dosierung siehe jeweilige Monopräparate
  • Chirurgie / Anästhesie
    • Hypotonie kann bei Patienten auftreten, die sich einem größeren operativen Eingriff unterziehen, oder während der Behandlung mit Anästhetika, die dafür bekannt sind, dass sie den Blutdruck senken
    • wenn eine Hypotonie auftritt, kann sie durch Volumenersatz korrigiert werden
  • Aortenstenose / Hypertrophe Kardiomyopathie
    • ACE-Hemmer sind bei Patienten mit einer hämodynamisch relevanten linksventrikulären Ein- oder Ausflussbehinderung (z.B. Aorten- oder Mitralklappenstenose, obstruktive Kardiomyopathie) mit Vorsicht anzuwenden
    • initiale Behandlungsphase bedarf der besonderen medizinischen Überwachung
  • Symptomatische Hypotonie
    • bei einigen Patienten kann eine symptomatische Hypotonie nach der ersten Dosis beobachtet werden, hauptsächlich bei Patienten
      • mit Herzinsuffizienz (mit oder ohne Niereninsuffizienz) unter gleichzeitiger Behandlung mit hohen Dosen von Schleifendiuretika
      • mit Hyponatriämie
      • mit eingeschränkter Nierenfunktion
    • bei solchen Patienten Anwendung nur unter sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung und nach sorgfältiger Dosistitration der Einzelsubstanzen
    • sollte nur bei kreislaufstabilen Patienten angewendet werden
    • bei hypertensiven Patienten ohne Herz- und Niereninsuffizienz kann, v.a. bei Patienten mit vermindertem Blutvolumen aufgrund von Diuretikatherapie, Salzrestriktion, Diarrhö oder Erbrechen, eine Hypotonie auftreten
    • Patienten, die durch einen unerwünscht starken Blutdruckabfall besonders gefährdet würden (z.B. Patienten mit koronarer oder zerebrovaskulärer Insuffizienz)
      • sollten mit Ramipril und Felodipin in freier Kombination eingestellt werden
      • wenn eine ausreichende und stabile Blutdruckkontrolle mit den Dosen von Ramipril und Felodipin erreicht wird, kann der Patient auf die entsprechende fixe Kombination umgestellt werden
    • in einigen Fällen kann Felodipin eine Hypotonie mit Tachykardie verursachen, was eine Angina pectoris verschlimmern kann
  • Neutropenie / Agranulozytose
    • Ramipril/Felodipin kann Neutropenie und Agranulozytose verursachen
      • diese Nebenwirkungen treten auch unter anderen ACE-Hemmern auf, selten bei Patienten ohne Begleiterkrankungen, jedoch häufiger bei Patienten mit einer gewissen Einschränkung der Nierenfunktion, besonders in Verbindung mit einer Kollagenerkrankung (z.B. systemischer Lupus erythematodes, Sklerodermie) und Therapie mit Immunsuppressiva
    • an die Kontrolle der Leukozyten sollte bei Patienten mit einer Kollagenerkrankung gedacht werden, insbesondere wenn die Erkrankung mit eingeschränkter Nierenfunktion verbunden ist
    • Neutropenie und Agranulozytose sind nach Absetzen des ACE-Hemmers reversibel
    • sollten im Verlauf der Therapie mit Symptome wie Fieber, Lymphknotenschwellungen und / oder Halsentzündung auftreten
      • muss der behandelnde Arzt konsultiert und umgehend das weiße Blutbild untersucht werden
  • Husten
    • während der Behandlung mit einem ACE-Hemmer kann ein trockener Husten auftreten, der nach Abbruch der Behandlung verschwindet
  • Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron Systems (RAAS)
    • es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin- II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht
      • duale Blockade des RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren nicht empfohlen
    • wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird
      • sollte dies nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen
    • Patienten mit diabetischer Nephropathie
      • ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten nicht gleichzeitig angewendet werden
  • Gleichzeitige Behandlung mit Antidiabetika
    • gleichzeitige Behandlung mit Antidiabetika (Insulin und orale Antidiabetika) kann zu einer Verstärkung des blutzuckersenkenden Effektes mit dem Risiko einer Hypoglykämie führen
      • Effekt kann zu Beginn der Behandlung und bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion am stärksten ausgeprägt sein
  • CYP3A4
    • Felodipin wird durch CYP3A4 metabolisiert
    • Kombination mit Arzneimitteln, die starke CYP3A4-Inhibitoren oder -Induktoren sind, vermeiden
    • gleichzeitige Einnahme von Grapefruitsaft vermeiden
  • Lithium
    • Kombination von Lithium und ACE-Hemmern nicht empfohlen
  • LDL-Apherese
    • gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und extrakorporalen Therapieverfahren, die zum Kontakt von Blut mit negativ geladenen Oberflächen führen, vermeiden, da dies zu schweren anaphylaktoiden Reaktionen führen kann
    • solche extrakorporalen Therapieverfahren umfassen Dialyse oder Hämofiltration mit bestimmten High-Flux-Membranen (z.B. Polyacrylonitril- Membranen) und LDL (low density lipoprotein)-Apherese mit Dextransulfat
  • Desensibilisierungstherapie
    • erhöhte Wahrscheinlichkeit und Schweregrad anaphylaktischer und anaphylaktoider Reaktionen auf Insektengift (z.B. von Bienen oder Wespen) wie für andere ACE-Hemmer
  • Ethnische Unterschiede
    • wie andere ACE-Hemmer ist Ramipril bezüglich der Blutdrucksenkung bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe anscheinend weniger wirksam als bei Patienten mit nicht schwarzer Hautfarbe, möglicherweise wegen einer höheren Prävalenz von Zuständen mit niedrigem Reninspiegel bei schwarzen Hypertonikern
  • Kinder, Patienten mit einer Kreatinin-Clearance < 20 ml / Min. und Dialysepatienten
    • Ramipril/Felodipin sollte bei diesen Patienten nicht angewendet werden
    • keine Erfahrungen vorliegend
  • Zahnfleischhyperplasie
    • leichte Zahnfleischhyperplasie bei Einnahme von Felodipin bei Patienten mit ausgeprägter Gingivitis / Periodontitis berichtet
    • durch sorgfältige Zahnhygienevkann eine Hyperplasie vermieden werden oder sich zurückbilden